Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
sacrator
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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von sacrator » 15.10.2013, 22:51

Also um hier auch nochmal ein Update zu geben: Meine Freundin hat vor einer knappen Woche nun auch endlich ihr Visum erhalten (4 Wochen nach Beantragung) und wird in wenigen Tagen bereits in Deutschland einreisen!
Danke an alle Unterstützer hier :)

Viele Grüße

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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Steppenwolf » 29.10.2013, 11:27

Hi,

Ich habe auch mal eine APS Frage. Über eine Antwort wäre ich wirklich dankbar, weil die Situation schon etwas angespannt ist.

Meine Freundin hat sich im Februar für den APS Test beworben und der Test fand dann auch vor knapp 3 Monaten statt. Den Bachelor hat sie ebenfalls an einer 211 Universität abgeschlossen (Fachrichtung BWL, Spezialisierung International Trade). Leider hat sie im ersten Anlauf nicht bestanden. Sie war eigentlich ziemlich gut vorbereitet, aber es hat dann doch nicht gereicht. Direkt am nächsten Tag gabs dann die Gewissheit: Durchgefallen.

Erste Frage an dieser Stelle: Sie ist der Meinung, dass der zweite Anlauf beschleunigt stattfinden wird, da alle Dokumente schon geprüft wurden. Das heisst nach Ablauf der 3 Monate ist es nur eine Frage weniger Wochen. Auf Grund der eigenen und eurer Erfahrungen bin ich doch durchaus abgeneigt, dies zu glauben. Allerdings scheinen hier ja alle beim ersten Mal bestanden zu haben... Aber wenn jemand Erfahrungen hat, wäre ich dankbar.

Für den zweiten Anlauf soll nun nix mehr dem Zufall überlassen werden. Nun da der letzte Monat der Vorbereitung begonnen hat. Also hin zum 1 Monatigem professionellen Vorbereitungskurs. Es war nicht einfach in der Einrichtung was zu bekommen, da diese extrem beliebt -da mit einer hohen Erfolgsquote gesegnet- ist. Hat dann aber doch geklappt.

Heute war der erste Tag dort. Es fand in Form eines Beratungstermin statt. Es handelte sich bei dem Gesprächspartner um einen Deutschen, der wohl mal dort beschäftigt war (die Information ist nicht gesichert). Auf jeden Fall ein (selbsternannter?) Spezialist für den Test.

Kernaussage:
Ohne wenigstens 600 Stunden Deutschkurs in China fällt man quasi automatisch durch.
Die Note ist mit 76-78 Punkten im Durchschnitt zu schlecht. Ebenfalls ein Durchfallgrund.

Sie ist jetzt natürlich vollkommen fertig. Ich persönlich halte die Informationen für fragwürdig (mein Argument: Wenn es derartige Reglementierungen gäbe, dann wären diese doch veröffentlicht und es gäbe erst gar keine Zulassung zum Test).

Gibt es tatsächlich k.o. Kriterien für den Test?
Ist jemand bekannt der oben genannte k.o. Kriterien nicht erfüllt, und der trotzdem bestanden hat?

Ich meine der Test dient ja lediglich dem Nachweis, ob man die Leistungen tatsächlich erbracht hat. Dies ist mir bewusst. Aber auf der anderen Seite werden ja extrem viele persönliche Fragen gestellt. Unter anderem auch zum Thema Deutschkenntnisse etc.

Hier noch einige Fakten falls notwendig:
Sie ist 29 Jahre alt.
Sie hat einen 100 stündigen Deutschkurs absolviert, allerdings nicht beim Goethe Institut.
Sie ist allerdings auch schon seit 3-4 Jahren aus dem Studium raus und hat gearbeitet.

Liebe Grüße euer Wolf

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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Sachse28 » 29.10.2013, 11:39

Über den Ablauf und die Rahmenvoraussetzungen bei der APS in China hab ich keine genauen Erfahrungen. Man kann das ganze auch umgehen, sollten bei Euch alle Stricke reißen: Dazu müsste Deine Freundin schon in Deutschland leben und hier ihren Aufenthalt haben. in diesem Fall könnte das Interview bei der APS entfallen und es kann eine reine Dokumentenprüfung stattfinden. Kostet etwa 1000 RMB. Mit der ausgestellten Bescheinigung kann sie sich dann an einer deutschen Uni bewerben. Vorteil: Kosten- und Nervenersparniss + keine Reise nach SH oder BJ nötig + Vorbesichtigung der dt. Uni möglich + Deutschtest in Deutschland (testDAF, DSH) ist leichter zu organisieren und kostengünstiger; Nachteil: Heirat nicht ausgeschlossen (wie man es sieht :wink: )
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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Yingxiong » 29.10.2013, 11:42

Du hast am Anfang etwas verwirrend geschrieben!

Ist sie bei der APS durchgefallen oder beim Bachelor?
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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Yingxiong » 29.10.2013, 11:55

Steppenwolf hat geschrieben: Erste Frage an dieser Stelle: Sie ist der Meinung, dass der zweite Anlauf beschleunigt stattfinden wird, da alle Dokumente schon geprüft wurden. Das heisst nach Ablauf der 3 Monate ist es nur eine Frage weniger Wochen. Auf Grund der eigenen und eurer Erfahrungen bin ich doch durchaus abgeneigt, dies zu glauben. Allerdings scheinen hier ja alle beim ersten Mal bestanden zu haben... Aber wenn jemand Erfahrungen hat, wäre ich dankbar.
Normalerweise ja.
Steppenwolf hat geschrieben:Für den zweiten Anlauf soll nun nix mehr dem Zufall überlassen werden. Nun da der letzte Monat der Vorbereitung begonnen hat. Also hin zum 1 Monatigem professionellen Vorbereitungskurs. Es war nicht einfach in der Einrichtung was zu bekommen, da diese extrem beliebt -da mit einer hohen Erfolgsquote gesegnet- ist. Hat dann aber doch geklappt.
Was für eine Einrichtung ist das? Wie heisst sie?
Steppenwolf hat geschrieben:Heute war der erste Tag dort. Es fand in Form eines Beratungstermin statt. Es handelte sich bei dem Gesprächspartner um einen Deutschen, der wohl mal dort beschäftigt war (die Information ist nicht gesichert). Auf jeden Fall ein (selbsternannter?) Spezialist für den Test.
Wie heisst er? PN
Steppenwolf hat geschrieben:Kernaussage:
Ohne wenigstens 600 Stunden Deutschkurs in China fällt man quasi automatisch durch.
Die Note ist mit 76-78 Punkten im Durchschnitt zu schlecht. Ebenfalls ein Durchfallgrund.
Nicht unbedingt. Wenn z.B. Englisch besser ist, kann man die Prüfung auch in Englisch ablegen.

Es kommt aber wirklich vor, dass Leute zwar Deutsch können (an Hochschulen gelernt), aber die sprachliche Verwendung nie richtig trainiert haben. Dann tun sie sich bei der APS sehr schwer. Daher wichtig: viel Deutsch sprechen!
Steppenwolf hat geschrieben:Sie ist jetzt natürlich vollkommen fertig. Ich persönlich halte die Informationen für fragwürdig (mein Argument: Wenn es derartige Reglementierungen gäbe, dann wären diese doch veröffentlicht und es gäbe erst gar keine Zulassung zum Test).
Es gibt diese Reglemente definitiv nicht.
Steppenwolf hat geschrieben:Ich meine der Test dient ja lediglich dem Nachweis, ob man die Leistungen tatsächlich erbracht hat. Dies ist mir bewusst. Aber auf der anderen Seite werden ja extrem viele persönliche Fragen gestellt. Unter anderem auch zum Thema Deutschkenntnisse etc.
Die persönlichen Fragen dienen dazu, um das "Eis zu brechen". Auch so mancher Prüfer merkt dann schon, ob ein Prüfling Prüfungsangst hat oder nicht.

Allerdings gibt es immer auch den einen oder anderen Prüfer, der dieses Fingerspitzengefühl nicht hat. Aber zum Trost: wenn dieser Prüfer jemand hat durchfallen lassen, wird der Prüfling das nächste Mal von jemandem anderes geprüft.
Steppenwolf hat geschrieben:Hier noch einige Fakten falls notwendig:
Sie ist 29 Jahre alt.
Sie hat einen 100 stündigen Deutschkurs absolviert, allerdings nicht beim Goethe Institut.
Sie ist allerdings auch schon seit 3-4 Jahren aus dem Studium raus und hat gearbeitet.

Liebe Grüße euer Wolf
Wo hat sie den Deutschkurs belegt?
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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Steppenwolf » 29.10.2013, 12:47

Danke für die ausführliche Antwort. Echt klasse!
Ich versuche es so gut ich kann zu beantworten.
Yingxiong hat geschrieben:
Was für eine Einrichtung ist das? Wie heisst sie?

Wie heisst er? PN
PN folgt.
Yingxiong hat geschrieben:
Nicht unbedingt. Wenn z.B. Englisch besser ist, kann man die Prüfung auch in Englisch ablegen.
Die erste Prüfung wurde in Englisch abgelegt, da ihr Englisch auf einem sehr guten Niveau ist. Die nächste sollte dann auch auf Englisch sein.
Yingxiong hat geschrieben: Die persönlichen Fragen dienen dazu, um das "Eis zu brechen". Auch so mancher Prüfer merkt dann schon, ob ein Prüfling Prüfungsangst hat oder nicht.


Wo hat sie den Deutschkurs belegt?
Das hat im ersten Versuch aber nicht geklappt. Die persönlichen Fragen hatten da wohl eher einen Verhörcharakter. So wurde mir das jedenfalls berichtet.

Der Deutschkurs war an einer Universität. Also kein Institut oder ähnliches.

Danke nochmal und liebe Grüße

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Re: Ewig auf APS-Termin warten: Absichtliche Schikane?

Beitrag von Yingxiong » 29.10.2013, 13:22

Es kann also einer der wenigen Prüfer gewesen sein, der "nicht so freundlich" war. Wenn man/frau aber unter Stress/Angst in so eine Prüfung geht, nimmt er/sie es auch anders wahr.

Die Deutschkurse an Universitäten taugen nichts.

Das Sprachenlernen in China ist nur die Anwendung der Sprache in Form von schriftlichen Arbeiten: Texte übersetzen, Vokabeln und Grammatik lernen. Es fehlt die Anwendung der Sprache. Das bereitet häufig in diesen Prüfungen Probleme.
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