Sprachnachweis Ehegattennachzug

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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AngelofMoon
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von AngelofMoon » 07.09.2012, 04:43

da hai hat geschrieben:Denn den A1 Level zu bestehen dürfte wohl kein Hexenwerk sein.
Das sieht bei ca. 33% der Nachziehenden Ehepartner aber anders aus oder willst du ihnen das Leben auf ein Eheleben verweigern, weil bei den 33% die Umstände so ungünstig sind dass das erlernen der Deutschen Sprache schwierig ist.
Du kannst aber auch in das Horn von T-Bob stoßen, der seine Umstände einfach auf alle anderen bezieht.
Wenn bei dir die Umstände so ungünstig wären wie bei einigen anderen würdes du zu 98% anders reden.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von edmund27 » 07.09.2012, 07:30

da hai hat geschrieben:
tanzhou hat geschrieben:
AngelofMoon hat geschrieben: Es würde also nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 1 Jahr erteilt und nicht für 3 Jahre.
So zumindest verstehe ich das was beim BVerwG steht.
zu langer Link
Finde ich eine prima Loesung, wenn es so kommen wuerde. Man bekommt ein Jahr AE, muss dann eine Schule oder Kurs in D besuchen und anschliessend einen Nachweis der Deutsch-Kenntnisse erbringen, dann bekommt man eine laengere AE. Waere fair und fuer viele sicherlich einfacher.
Einfacher schon, aber fair? Fair für wen? Meiner Meinung nach wird hier ein falsches Zeichen gesetzt. Oder was passiert, wenn nach einem Jahr keine Deutschkenntnisse vorgewiesen werden können? Droht dann die Abschiebung? Wohl eher nicht. Aus diesem Grund wird es durch diese Entscheidung gerade der falschen Klientel - den ungebildeten bzw. schlecht ausgebildeten - einfach gemacht bei der Nicht-Integration. Denn den A1 Level zu bestehen dürfte wohl kein Hexenwerk sein. Das Sprache wichtig, wenn nicht gar einer der wichtigsten Aspekte, für die Integration ist, dürfte wohl unbestritten sein. Wenn man den Aufwand den hier wohl einige betreiben um zu klagen, von den Kosten ganz zu schweigen, in das Erlernen der Sprache stecken würden, bedürfte es wohl keiner Diskussionen wie dieser.

PS: der Meinung bzgl. A1 ist meine Frau übrigens auch
Du sprichst hier von fair. Ich nenne dir mal ein Beispiel wie fair sich die BRD verhält.
Eine deutsche Staatsbürgerin heiratet mit Wohnsitz in Deutschland einen türkischen Staatsbürger. Dieser Mann muss das A1 machen. Eine polnische Staatsbürgerin mit deutschem Wohnsitz heiratet einen türkischen Staatsbürger. Dieser Mann muss kein A1 machen. Das ist so, weil die polnische Staatsbürgerin in Deutschland als EU-Bürgerin gilt und unter EU-Recht fällt . Und noch ein Beispiel, wenn meine Frau schwanger gewesen wäre, dann hätte sie auch kein A1 gebraucht. Und das ist in deinen Augen fair. In meinen Augen ist das zwei Klassen Justiz. 8)
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von tanzhou » 07.09.2012, 07:52

Einen Deutschkurs in D zu besuchen und nach einem Jahr zumindest soviel Deutsch-Kenntnisse fuer eine einfache kommunikation vorzuweisen halte ich fuer sehr realistisch und auch einen guten Weg. Wie hier bereits geschrieben, kann man das Gelernte gleich anwenden und trainieren. Ich finde, dass das fuer deutsche Buerger mit auslaendischen Ehe-Partner moeglich sein sollte.
Derzeit ist es aber nun so, dass das zur Auflage (A1) fuer eine AE vorgeschrieben ist und dadurch das ehelichen Zusammenleben in D bei einige Leuten zunaechst einmal scheitert. Ich (als deutscher Ehegatte) muss mich ja sonst auch bei allem verpflichten, wenn es um eine Einreise nach D geht, usw usf, so koennte man zumindest die Auflage dem deutschen Ehepartner zugestehen, dafuer zu sorgen das der auslaendische Ehepartner die Schulverpflichtung nachkommt. Ich weiss, es ist nicht so einfach mit Auflagen, wie und wer und die Konsequenzen etc, und was passiert wenn die Auflagen nicht eingehalten werden. Aber zumindest waere es irgendwie mal ein denkenswerter Ansatz. Die ehoerden koennen dann auch gleich dieses beagte Jahr anerkennen um festzustellen, dass es sich um keine Scheinehe handelt. Ein Testjahr sozusagen.

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von da hai » 07.09.2012, 08:50

@edmund
Ein besserer Weg wäre es gewiss, wenn eben auch der Mann der Polin den A1 Test machen müsste. Es anderen deswegen leichter zu machen finde ich nicht sinnvoller.

@AngelofMoon
Die Frage ist ja warum sie den Test nicht bestehen. Wer sagt dir, dass es bei diesen 33 Prozent die widrigen Umstände sind? Was ist, wenn sie schlicht keine Lust haben sich die Sprache anzueignen? Wie sehen überhaupt die Chancen für den Spracherwerb und die Integration aus, wenn sie es nach einem Jahr nicht schaffen, sich den A1 Level anzueignen?

@tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von tanzhou » 07.09.2012, 09:45

da hai hat geschrieben: @tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.
Das ist der Knackpunkt, auf die ich auch (leider) keine gescheite Idee habe ... ich bin immer noch der Meinung, dass es zu schaffen ist. Wenn ich so manches Kauderwelsch in Erinnerung habe, dann mache ich mir eigentlich keine Gedanken in einem Jahr etwas an Kommunikationsfaehigkeit in D zu erlernen. Der Wille muss natuerlich da sein und ein wenig Einsatz (um nicht zu sagen "Setz Dich auf den Hosenboden .. oder wie hiess der Spruch noch ... :lol: )
Aber zerbroeseln wir uns mal nicht zu sehr das Hirn, noch ist es nicht soweit ...

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von edmund27 » 07.09.2012, 10:17

da hai hat geschrieben:@edmund
Ein besserer Weg wäre es gewiss, wenn eben auch der Mann der Polin den A1 Test machen müsste. Es anderen deswegen leichter zu machen finde ich nicht sinnvoller.

@AngelofMoon
Die Frage ist ja warum sie den Test nicht bestehen. Wer sagt dir, dass es bei diesen 33 Prozent die widrigen Umstände sind? Was ist, wenn sie schlicht keine Lust haben sich die Sprache anzueignen? Wie sehen überhaupt die Chancen für den Spracherwerb und die Integration aus, wenn sie es nach einem Jahr nicht schaffen, sich den A1 Level anzueignen?

@tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.
Was besser ist steht nicht zur Debatte. Fakt ist die Polin fällt unter das Freizügigkeitsrecht. Und die EU ist anderer Ansicht. Wenn schon Europa dann für alle Europäer das gleiche Recht.

Was das Thema Integration betrifft. Alle Experten und Verbände sagen dass das nichts zur Integration beigetragen hat. Wenn schon der Sprachtest sein soll, dann muss der für alle gelten ohne Ausnahme oder gar nicht. Meine Frau spielt sehr gut Badminton. Wäre sie in der weltrangliste geführt, wäre dies kein Problem für eine Visum ohne Sprachtest. Ich jedenfals versuche jetzt nochmal mit der Botschaft eine Einigung zu erzielen. Sollte die nicht einlenken, dann gehe ich mit meinem Wohnsitz nach Österreich.
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von edmund27 » 07.09.2012, 10:26

tanzhou hat geschrieben:
da hai hat geschrieben: @tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.
Das ist der Knackpunkt, auf die ich auch (leider) keine gescheite Idee habe ... ich bin immer noch der Meinung, dass es zu schaffen ist. Wenn ich so manches Kauderwelsch in Erinnerung habe, dann mache ich mir eigentlich keine Gedanken in einem Jahr etwas an Kommunikationsfaehigkeit in D zu erlernen. Der Wille muss natuerlich da sein und ein wenig Einsatz (um nicht zu sagen "Setz Dich auf den Hosenboden .. oder wie hiess der Spruch noch ... :lol: )
Aber zerbroeseln wir uns mal nicht zu sehr das Hirn, noch ist es nicht soweit ...
Deine Meinung ist schon richtig. Meine Frau will ja Deutsch lernen. Aber ich bin nicht bereit das Goetheinstitut zu finanzieren. Bei uns kostet der A1 Kurs 238€ und meine Frau hätte nur 11Km zur Schule. Und da meine Frau im Badminton Verein hier spielen kann, könnte sie das Erlernte leicht umsetzen. In China würde uns das ungefähr 20000€ kosten. 8)
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von tanzhou » 07.09.2012, 11:47

edmund27 hat geschrieben:
tanzhou hat geschrieben:
da hai hat geschrieben: @tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.
Das ist der Knackpunkt, auf die ich auch (leider) keine gescheite Idee habe ... ich bin immer noch der Meinung, dass es zu schaffen ist. Wenn ich so manches Kauderwelsch in Erinnerung habe, dann mache ich mir eigentlich keine Gedanken in einem Jahr etwas an Kommunikationsfaehigkeit in D zu erlernen. Der Wille muss natuerlich da sein und ein wenig Einsatz (um nicht zu sagen "Setz Dich auf den Hosenboden .. oder wie hiess der Spruch noch ... :lol: )
Aber zerbroeseln wir uns mal nicht zu sehr das Hirn, noch ist es nicht soweit ...
Deine Meinung ist schon richtig. Meine Frau will ja Deutsch lernen. Aber ich bin nicht bereit das Goetheinstitut zu finanzieren. Bei uns kostet der A1 Kurs 238€ und meine Frau hätte nur 11Km zur Schule. Und da meine Frau im Badminton Verein hier spielen kann, könnte sie das Erlernte leicht umsetzen. In China würde uns das ungefähr 20000€ kosten. 8)
Edmund, ich stehe prinzipiell mit meiner Frau vor dem gleichen Problem. Wir wollen naechstes Jahr vermutlich laenger nach D und moechte mir Ihr auch mal reisen (will gute Freunde in den USA besuchen) und stehe auch vor dem Problem mit der AE fuer D , etc etc. Wir haben hier in ZS keine Sprachschule und da faengt fuer mich bzw uns das Problem schon an. Ich sehe das genauso wie Du, werde einen Teufel tun und einen ueberteuerten Goethe-Kurs (vermutlich in GZ) finanzieren. Ich bin also mit meinem Latein auch nicht sher viel weiter ... Vllt muss ich selber anfangen mir meiner Frau deutsch trainieren ...

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von da hai » 07.09.2012, 13:59

edmund27 hat geschrieben:
tanzhou hat geschrieben:
da hai hat geschrieben: @tanzhou
Prinzipiell finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn der Partner die Möglichkeit bekommen würde, die Sprache im Land zu lernen und er dann in der Bringschuld wäre. Aber wie sieht es aus, wenn er diese Bringschuld in Form von adäquaten Sprachkenntnissen nicht liefert? Kann er dann so ohne weiteres ausgewiesen werden? Ich denke, dass das kaum umsetzbar wäre.
Das ist der Knackpunkt, auf die ich auch (leider) keine gescheite Idee habe ... ich bin immer noch der Meinung, dass es zu schaffen ist. Wenn ich so manches Kauderwelsch in Erinnerung habe, dann mache ich mir eigentlich keine Gedanken in einem Jahr etwas an Kommunikationsfaehigkeit in D zu erlernen. Der Wille muss natuerlich da sein und ein wenig Einsatz (um nicht zu sagen "Setz Dich auf den Hosenboden .. oder wie hiess der Spruch noch ... :lol: )
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Deine Meinung ist schon richtig. Meine Frau will ja Deutsch lernen. Aber ich bin nicht bereit das Goetheinstitut zu finanzieren. Bei uns kostet der A1 Kurs 238€ und meine Frau hätte nur 11Km zur Schule. Und da meine Frau im Badminton Verein hier spielen kann, könnte sie das Erlernte leicht umsetzen. In China würde uns das ungefähr 20000€ kosten. 8)
Wie kommst du bitte auf 20.000 €? Der A1 Kurs kostet bspw. in Xi'an 3.330 Yuan, ist also nur unwesentlich teurer als in Deutschland. Mit dem Unterschied, dass für die Mehrkosten des Kurses in Deutschland der Steuerzahler aufkommt. Und wenn ich mir den zeitlichen Aufwand und die Kosten des ganzen Klage-Prozederes ansehe, habe ich echte Zweifel an einer Ersparnis auch nur in irgendeiner Form. Wie sich jemand so dermaßen gegen etwas sträuben kann, was ohnehin notwendig ist, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft und wohl nur durch eine absolute Lernphobie erklärbar.

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von da hai » 07.09.2012, 14:46

edmund27 hat geschrieben:
da hai hat geschrieben:@edmund
Ein besserer Weg wäre es gewiss, wenn eben auch der Mann der Polin den A1 Test machen müsste. Es anderen deswegen leichter zu machen finde ich nicht sinnvoller.
Was besser ist steht nicht zur Debatte. Fakt ist die Polin fällt unter das Freizügigkeitsrecht. Und die EU ist anderer Ansicht. Wenn schon Europa dann für alle Europäer das gleiche Recht.

Was das Thema Integration betrifft. Alle Experten und Verbände sagen dass das nichts zur Integration beigetragen hat. Wenn schon der Sprachtest sein soll, dann muss der für alle gelten ohne Ausnahme oder gar nicht. Meine Frau spielt sehr gut Badminton. Wäre sie in der weltrangliste geführt, wäre dies kein Problem für eine Visum ohne Sprachtest.
Ja und wenn deine Frau über einen gewissen Bildungsstand verfügen und somit unter die Kategorie mit erkennbar geringem Integrationsbedarf fallen würde, müsste sie den Sprachkurs wohl auch nicht besuchen. Dir ist doch wohl klar, dass der A1-Test nicht nur deshalb eingeführt wurde, um die Integration zu erleichtern, sondern auch um es einer bestimmten Klientel schwerer zu machen überhaupt nach Deutschland zu kommen.
edmund27 hat geschrieben:Ich jedenfals versuche jetzt nochmal mit der Botschaft eine Einigung zu erzielen. Sollte die nicht einlenken, dann gehe ich mit meinem Wohnsitz nach Österreich.
Du würdest eher deinen Wohnsitz verlagern, als deine Frau zu einem 4-8 wöchigen Sprachkurs anzumelden? Einfach ohne Worte.

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von tanzhou » 07.09.2012, 16:03

Die bestimmte Klientel ist ein Ehepaar, DaHai. Nicht alle wie wir oder viele hier im Forum haben studiert oder haben komplett die Schule besucht (Highschool Degree, Abi etc). Ich denke schon, dass man da einen Unterschied machen sollte. Das heisst ja nicht, das die, sagen wir mal, eher Ungebildeten, nicht in der Lage sind etwas beruflich in D zu unternehmen.
Meine Frau beispielsweise hat auch nur die Schule bis zur 9. Klasse besucht, abgebrochen, dann einen Beruf gelernt als Konsmetikerin, 5 Jahre spaeter war Sie in Indonesien und hat dort in rund 3 Jahren 3 kleine Geschaefte eroeffnet, sehr gutes Geld verdient. Wenn der Wille und etwas Geschicktheit da ist, dann geht soetwas auch. Daher denke ich auch, dass man hier nicht alle ueber einen Kamm scheren darf. Man muesste soetwas wie eine Probezeit der Integration in D oder der EU machen. Ist sicherlich einfacher gesagt als getan, aber das waere evtl eine Richtung. was Ehepaare angeht, sollte man die A1 Regelung auflockern, die Leute in D ihren Sprachkurs mache lassen, aber nicht entfallen lassen.

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von AngelofMoon » 07.09.2012, 16:22

da hai hat geschrieben:Ja und wenn deine Frau über einen gewissen Bildungsstand verfügen und somit unter die Kategorie mit erkennbar geringem Integrationsbedarf fallen würde, müsste sie den Sprachkurs wohl auch nicht besuchen.
Erst einmal ist diese Aussage so nicht richtig, da solltest du dich aber ganz schnell informieren wann das zutrifft.
Zum Beispiel würde deine Frau die ihr Studium in Kunst gemacht hat nicht dazu gehören.
Aus:Chinesischer Ehepartner: Beschäftigt oder arbeitslos?
da hai hat geschrieben:Weiß nicht wo ich so recht mein Kreuz machen soll. Meine Frau hat in China Kunst (Bachelor) studiert.....
Wenn ich jetzt so denken würde wie du, wäre meine nächste Frage: Für was brauchen wir hier jemanden der Kunst Studiert hat und damit nicht einmal seinen Lebensunterhalt verdienen kann?
Diese Frage könnte man auch anderen stellen.
Meinst du etwa dass jeder welcher in einer Binationalen Ehe lebt dem Staat (Bürger) auf der Tasche liegt?
Das dürfte bei den wenigsten der Fall sein, welche einen Deutschen Ehepartner haben.
Gibt es bestimmt auch aber es ist nicht die Regel.
da hai hat geschrieben:Die Frage ist ja warum sie den Test nicht bestehen. Wer sagt dir, dass es bei diesen 33 Prozent die widrigen Umstände sind?
Informiere dich mal genau bevor du so etwas schreibst.
Beim Verband Binationaler Ehe kann man einige Geschichten von Betroffenen lesen.
Nur ist das dann für Leute wo es keine Probleme beim Ehegattennachzug gegeben hat nicht mehr von Interesse. Da es sie selber ja nicht mehr betrifft.
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von AngelofMoon » 07.09.2012, 17:33

qpr hat geschrieben:Wie bitte schön kommst du auf 20.000€?
Edmund hat sich da bestimmt um eine Null vertippt.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von edmund27 » 07.09.2012, 17:35

qpr hat geschrieben:
edmund27 hat geschrieben:
Deine Meinung ist schon richtig. Meine Frau will ja Deutsch lernen. Aber ich bin nicht bereit das Goetheinstitut zu finanzieren. Bei uns kostet der A1 Kurs 238€ und meine Frau hätte nur 11Km zur Schule. Und da meine Frau im Badminton Verein hier spielen kann, könnte sie das Erlernte leicht umsetzen. In China würde uns das ungefähr 20000€ kosten. 8)
Wie bitte schön kommst du auf 20.000€?

Und deine Frau muß auch nicht das Goetheinstitut besuchen.
Wer sagt denn, daß das Pflicht ist?
Nur der Test muß dort gemacht werden, aber nicht die Schule.
Wenn ich alle Kosten zusammen rechnen. Und in Nanchang gibt es keinen entsprechenden Kurs, wo sie Deutsch lernen kann. Ich kenne das Problem von den Türken zum Beispiel. Letzten endes habe die alle dann doch den Kurs am Goetheinstitut gemacht. Aber wir hatten die Diskussion hier schon mal wegen den Kosten. 8) 8) 8) 8)
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Re: Sprachnachweis Ehegattennachzug

Beitrag von edmund27 » 07.09.2012, 17:38

AngelofMoon hat geschrieben:
qpr hat geschrieben:Wie bitte schön kommst du auf 20.000€?
Edmund hat sich da bestimmt um eine Null vertippt.
Ich rechne da den Unterhalt mit den den ich meiner Frau dann zahlen muss. Aber ich möchte mich nicht kleinen Diskussionen verwickeln.
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )

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