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 Betreff des Beitrags: Horror-Erlebnis in China - Wer weiss mehr darüber?
BeitragVerfasst: 28.08.2005, 22:44 
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Neuling

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Hallo zusammen,

ich hatte ein absolutes Horror-Erlebnis auf einer China-Reise und suche Reisende mit ähnlichen Erfahrungen.

Es war soweit alles sehr schön. Das Essen war gut und günstig. Die Leute waren nett. Eigentlich war alles sehr harmonisch.

Als wir in Schanghai unterwegs waren, kam plötzlich ein starker Regenschauer. Leider nahm uns kein Taxi mit, bzw. die Chinesen waren immer schneller.

Da wir fast nur noch durch Pfützen wateten, flüchteten wir in einen kleinen Kiosk mit integriertem Teehaus. Das war eine Absteige, aber so waren wir wenigstens geschützt. Wir tranken Tee und spielten mit unserem mitgenommenen Schachspiel.

Plötzlich setzte sich ein Chinese zu uns und sprach uns in Englisch an. Er sagte er könne diese Spiel auch spielen. Er machte ein sehr gebrochenen Eindruck und stotterte. Abgesehen von seinem desolaten Zustand wirkte er gebildet und wir spielten ein paar Spiele mit ihm, die er alle verlor.

Endlich rückte er mit der Sprache heraus: Er wollte, dass wir ihm ein Visum für Deutschland besorgen. Er müsste sich jede Woche bei der Polizei melden und würde dann geschlagen. Früher war er Dozent an einer Universität und hatte ein inkorrekte politische Meinung geäussert, was ihn den Job gekostet hatte.

Wir versicherten ihm, dass wir wahrscheinlich nicht die Möglichkeiten hätten, ihm zu helfen. Ausserdem wollten wir nicht politisch aktiv werden. Ich riet ihm, den Mund nicht mehr gegen die Partei zu öffnen und dann sobald sich seine Umgebung beruhigt hätte auf ein Möglichkeit zu warten, um das Land zu verlassen.

Da er sah, dass von uns keine Hilfe zu erwarten wäre, fragte uns, ob uns das Essen in China geschmeckt hätte. Wir bejahten dies. Er fragte, ob uns das Fleisch geschmeckt hätte. Ich sagte "Ja, sehr gut!". Er fragte mich, ob ich wüsste, dass wir vielleicht Menschen gegessen hätte. Ich fragte "Menschen? Wie meinst du das?" Er sagte mir, es würden in China heutzutage Menschen geschlachtet, politisch Verfolgte. Diese Toten würden unter das andere Fleisch gemischt, damit die anderen Chinesen es essen!

Horror! Kannibalismus in China?

Kann das wahr sein?

Es anderer Reisender sagte mir, dass der Mann eventuell Mitglied der Falun Gong Sekte gewesen ist, welche angeblich Lügen über die kommunistische Partei verbreitet.

Wer weiss mehr darüber?


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:16 
Also ich würde sagen, da hat der Typ absoluten Blödsinn erzählt. Was Kannibalismus angeht: Da gab es so einen Typen in Rothenburg, der könnte Dir darüber was erzählen, aber in Deutschland.
Also, besser auch in Deutschland kein Fleisch mehr essen. Stell Dir mal vor, der Typ damals in Rothenburg wäre Koch in einem Restaurant gewesen.
Also, mach Dir darüber keine Gedanken, der Typ hatte wahrscheinlich ein Rad ab.


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:22 
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Old China Hand
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auch FLG würde so was nicht verbreiten. Anscheinlich wollte der Mann Euch nur den Geschamck verderben, da Ihr ihm nicht helfen konntet oder seiner meinung nach nicht wolltet...

Für so etwas hilft nur eins: Ohr links rein, rechts raus.

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Man kann nicht mehr Zeit für sein Leben bekommen, jedoch mehr Leben für seine Zeit.


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:28 
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Neuling

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Das war auch unsere erste Reaktion:

Wir sagten: Der Typ spinnt!

Gestern, Samstag 28.08.05, in einer deutschen Hauptstadt in der Fussgängerzone, sehe ich einen Stand, an dem Verbrechen der KP in China angeprangert werden.

Ich unterhielt mich mit einem Deutschen über dieses Erlebnis, und er meinte, er sei sich 100 Prozent sicher, dass es noch heute Kannibalismus in China gibt.

Er gab mir eine Zeitung, "Die neue Epoche", in welcher auch etwas über den rituellen Kannibalismus in China 1966 geschrieben steht.

Wenn ihr wollt, stelle ich einen Ausschnitt rein!!!

Ich kann heute Nacht wahrscheinlich nicht schlafen!


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:30 
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Neuling

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Ich meinte in einer deutschen Grossstadt! Den Namen will ich nicht nennen.


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:37 
okay, die Neue Epoche ist eine Falungong-Zeitschrift, die meines Erachtens keine vertrauenswürdigen Nachrichten liefert - ebensowenig wie kommunistische Blätter. Und Kannibalismus gibt es in Deutschland auch, wie der Rothenburger Fall gezeigt hat (allerdings kein ritueller Kannibalismus). Also, mein Tip: Schmeiss den Artikel in der Neuen Epoche in den Mülleimer und vergiss das ganze.


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BeitragVerfasst: 28.08.2005, 23:49 
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Neuling

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@Gast

Ich werfe die Zeitung gerne in den Müll! Ich bin froh, wenn ich diese Horror-Vorstellungen los bin.

Am Anfang haben wir darüber gelacht, über den irren Chinesen.

Inzwischen ist mir nicht zum Lachen zumute. Es steht fest, dass es Tötungen durch die Polizei gibt. In einem Land wie China, wo alles zensiert wird, könnte es doch theoretisch möglich sein, dass die Körper auf "diese Weise" zum Verschwinden gebracht werden, ohne dass es Presseberichte darüber gibt.

Andererseits werden die Falun Gong teilweise auch als politische Sekte bezeichnet. Mit solchen Gerüchten könnte sie der KP natürlich sehr schaden.

Ich bin verunsichert: Auf der einen Seite traust du der Falun Gong eine solche Lüge nicht zu, andererseits sagst du es ist alles Unsinn.

Wer lügt? Die KP oder Falun Gong?


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 00:00 
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"Die neue Epoche" = 大纪元 = Da4 Ji4 Yuan2
ich habe auch manchmal mitleid mit so manchen verrückten von FGL, aber mit der Verbreitung von so einem Schwachsinn erreichen sie sicherlich nur noch die gegenteilige Wirkung...

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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 00:24 
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Neuling

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Ok, ok,

ich bin auch verwirrt. Habe gerade die Aussagen von "anderer Li" mit denen von "Gast" durcheinandergebracht. Dies sind die Auswirkungen dieses Schocks.

Die Zeitung scheint der Falun Gong Gruppe sehr nahe zu stehen, da in ihr öfters von der Verfolgung eben dieser Gruppe die Rede ist. Allerdings wird auch die Verfolgung von Christen und anderen Religionsgemeinschaften angeprangert.

Wenn dieser Mann in der Fussgängerzone, der mir mein China-Erlebnis bestätigt hat, ein Falun-Gong-Anhänger war, dann scheint er mit dieser Meinung nicht alleine zu stehen. In dieser Sonderausgabe der neuen Epoche (nur über die Verbrechen der KP) stehen auf 40 Seiten Dinge, die einem die Haare sträuben lassen.

Als Quelle für den historischen Kannibalismus (im Jahre 1966ff) wird folgendes Buch angeführt:

Scarlet Memorial: Tales of Cannibalism in Modern China
by Yi Zheng,
translated and edited by T.P.Sym
(Boulder, Colorado: Westview Press, 1998)


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 00:41 
Also ich denke, diesen Thread sollte man so schnell wie möglich schließen. Vergiss es und mach Dir über so etwas keine Gedanken. Der Typ hat einfach Unsinss erzählt.


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 00:43 
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Neuling

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Sorry für dieses furchtbare Thema!

Ich werde es beenden, da ich hier keine Horrorszenarien verbreiten möchte!

Es liegt mir vollkommen fern, hier reisserische Themen zu beginnen.

Ich denke, zumindest versuche ich das, dass ich eben 2 Spinnern begegnet bin und die Zeitung auch von Spinnern gedruckt wurde.

Vermutlich ist das alles nur Politische Propaganda im Kampf um mehr Freiheit in China. Heiligt der Zweck die Mittel?

Bei genauer Betrachtung ist es eigentlich unmöglich, dass es in China Kannibalismus gibt, und keiner - ausser den Falun Gong - weiss es.

Wenn es das gäbe, dann hätte irgendjemand einen Beweis dafür geliefert. Das Fehlen von Beweisen und von Zeugen ausserhalb der Falun Gong zeigt wohl, dass es nicht wahr sein kann.


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 07:40 
@Fragender
Du hättest ja seine Daten aufnehmen können um dich damit an eine Menschenrechtsorganisation zu wenden .

Hat er dir die durch die Stockschläge resultierenden Wunden gezeigt ?


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 08:58 
Ich hätte ihm schon helfen wollen. Im Nachhinein betrachtet war es blöd, dass ich nicht seine Adresse aufgenommen habe. Wir haben es auch nicht völlig abgelehnt, ihm zu helfen. Wir waren nur eben misstrauisch im ersten Moment.

Vertraust du jedem Fremden, der sich zu dir setzt und dir Geschichten erzählt?

Wir haben eben das Gespräch in dem Moment abgebrochen, als er mit dieser Kannibalismus-Geschichte anfing. Das war uns zu verrückt.

Dass er uns den Geschmack verderben wollte, könnte zwar sein, glaube ich aber nicht, da wir in dem Moment immer noch am Schwanken waren, ihm seine Geschichten zu glauben.

Also er hat mir folgendes erzählt. Man müsse ihn aus Deutschland einladen. Dann könne er ein Visum bekommen. Stimmt das. Ist das so einfach?


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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 10:53 
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Registriert: 10.06.2005, 15:15
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Anonymous hat geschrieben:

Also er hat mir folgendes erzählt. Man müsse ihn aus Deutschland einladen. Dann könne er ein Visum bekommen. Stimmt das. Ist das so einfach?


Das mit Visum stimmt grundsätzlich schon. Aber pass schön auf! wenn du ihn nach deutschland einlädst, übernimmst Du gleich auch die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass er während seines Aufenthalts versorgt wird und, nicht zuletzt, dass er nachher wieder zurückfliegt.

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BeitragVerfasst: 29.08.2005, 10:56 
Anonymous hat geschrieben:
...
Also er hat mir folgendes erzählt. Man müsse ihn aus Deutschland einladen. Dann könne er ein Visum bekommen. Stimmt das. Ist das so einfach?


So einfach in etwa ist das. Waere das nicht ein Fall um Asyl zu beantragen?


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