Buchtipps

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Goya
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Beitrag von Goya » 08.12.2006, 19:24

Ich habe eine Frage,
Ist die Autorin Wei Hui weiterzuempfehlen?
Ich habe 'la la la' von Mian Mian, die eine ähnliche Art des Schreibens haben soll gelesen.
Ich fand das Buch nicht schlecht, allerdings nicht herrausragend.
Hat jemand Romane/Erzählungen beider Autoren gelesen und könnte einen Vergleich ziehen?
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Johannes Röhrig

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Babs
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Beitrag von Babs » 08.12.2006, 20:27

Hi Goya,

ich habe beide gelesen, Shanghai Baby habe ich ganz gelesen, aber auch nur weil ich grade im Urlaub war und kein anderes Buch dabei hatte. Von Mian Mian habe ich ein paar Romane angefangen zu lesen, hatte aber bei keinem Lust, weiterzulesen. Um Deine Frage zu beantworten, nein, Wei Hui ist nicht zu empfehlen. Ich fand Shanghai Baby irgendwas zwischen langweilig und nervig. Mich spricht der Schreibstil beider Autorinnen nicht an.

Barbara

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Goya
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Beitrag von Goya » 08.12.2006, 22:53

Ich danke dir für deine Meinung Babs.
Ich hatte mir überlegt 'Shanghai Baby' zu kaufen, ich dachte auf Grund der Verfilmung (sind die mit den Dreharbeiten fertig oder ist das ganze noch in Planung?) hätte der Roman einiges an Qualität.
Dann weiß ich schonmal für was ich kein Geld ausgeben werde.

Ich kriege so schnell eine Antwort, da frag ich einfach mal weiter! :wink:

Ich habe zu Hause, die Biographie von Puyi liegen, bin mir allerdings nicht sicher ob ich sie anfangen soll. (ist ja doch vom umfang etwas dicker)
Liest sich das Buch flüssig, oder ist es eher trocken, gleich einem Geschichtsbuch? (ich habe nichts gegen Geschichtsbücher, wäre auch schlecht im Geschichts-LK, aber ich lese größtenteils abends, meine Konzentrationsfähigkeit ist dementsprechend gering)
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Beitrag von domasla » 11.12.2006, 09:55

@Goya: Die Biographie hat mit Geschichte wenig zu tun. Chinesische Geschichte hattest du im LK wahrscheinlich auch nicht, oder? Aber es hilft, den Rahmen und die Zusammenhänge zu erkennen. Ende des Kriegs gegen Japan. Umerziehungslager. Kulturrevolution. Dazwischen Rückblenden. Das ist der wichtigste Teil des Buchs.

Ich habe es am Anfang meiner China-Sammlung gelesen. Mit rudimentären Kenntnissen. Den Film habe ich Jahre vorher gesehen. Das Buch fand ich sehr interessant. Das Aufwachsen im maroden Kaiserreich, für uns haarsträubenden Zustände. Dann der Kontakt mit dem Westen, das exotische Vorbild, der Versuch, sich zu befreien. Mehr wird nicht erzählt. Dann kommt nämlich neuere Geschichte.

Wenn ein Buch verfilmt wird, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass es gut war. Aber es sind auch schon gute Bücher schlecht umgesetzt worden.

D.

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Beitrag von Goya » 18.12.2006, 21:40

@domasla: Die Erwähnung meines Lks war auch nicht auf die chinesische Geschichte bezogen, sondern eher auf das Lesen von eher trockenen Büchern. :wink:

Mir hat die Verfilmung von Bertolucci sehr gut gefallen, da hat mich das Interesse gepackt die Biographie zu lesen.

Ich habe in drei Tagen Ferien, da wollte ich mir mehr Zeit für's Lesen nehmen. =)
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Beitrag von domasla » 28.12.2006, 15:38

Wie angekündigt wecke ich das Thema mal auf: Krimis.

Kennt ihr Kriminalgeschichten von chinesischen Autoren? Mir ist nur Robert von Guliks Übersetzung von "di gong an" bekannt. Christopher West, Peter May, Eliot Pattison schreiben ziemlich einheimisch, sind aber nicht echt (keine Chinesen).

(Ein kleines gelbes Gesicht ist in ein Buch vertieft, jetzt schaut es genau hin, es schüttelt sich, aus dem Buch läuft unten rote Farbe heraus, vermutlich Blut, aber das macht nichts: unser kleiner Freund liest weiter.)

D.

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Beitrag von fankeqian » 14.01.2007, 13:34

Goya hat geschrieben:Ich habe eine Frage,
Ist die Autorin Wei Hui weiterzuempfehlen?
Ich habe 'la la la' von Mian Mian, die eine ähnliche Art des Schreibens haben soll gelesen.
Ich fand das Buch nicht schlecht, allerdings nicht herrausragend.
Hat jemand Romane/Erzählungen beider Autoren gelesen und könnte einen Vergleich ziehen?
hier ist die meinung des bonner sinologen Wolfgang Kubin zu Wei Hui und zur gegenwartsliteratur in China. was Wei Hui und ihresgleichen angeht, da halte ich diese literatur für billigen schund. übrigens: das original von Henry Miller ist einfach besser. zugleich zeigt sich beispielsweise an Shanghai Baby wiederholt, dass kopien von büchern einen autor reich und berühmt machen können.
FKQ
ein paar fotos zum angucken

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Beitrag von fankeqian » 14.01.2007, 13:36

sorry, den link gerade eben vergessen:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,214 ... 38,00.html
ein paar fotos zum angucken

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Beitrag von domasla » 15.01.2007, 10:47

Blut und Boden? Bei den meisten Büchern, die ich gelesen habe, ging es um Blut und Tränen.

D.

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Beitrag von LanZhouHan » 15.01.2007, 21:22

Kennt jemand das Buch "The coming china wars" von Navarro? Wenn ja ist es empfehlenswert?
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Beitrag von Babs » 18.01.2007, 09:22

@LanZhouHan: tut mir leid, ich kenne das Buch leider nicht

Ich habe aber grade ein Buch zu Ende gelesen, das alles hat, was ein guter Roman haben sollte, eine wunderbare Sprache, große Erzählkunst, eine mitreißende Geschichte und eine Heldin, die man einfach lieben muss 兮 :wink:

Es ist das Buch 《第九个寡妇》 von 严歌苓

Wenn es sowas wie "die Seele Chinas" gibt, Yan Geling hat sie in diesem Buch eingefangen 兮兮兮

8)

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Beitrag von LeChef » 22.04.2007, 08:00

so, dann geb ich mal wieder einen buchtipp ab:

Yu-Chien Kuan und Petra Häring-Kuan mit ihrem Buch

Der China Knigge
eine gebrauchsanweisung für das reich der mitte

gerade für einsteiger richtig gut. ich habe es noch nicht fertig gelesen, aber es wesentlich besser als die meisten anderen "einführungsbücher" da gewisse sachen einfach richtig gestellt sind. man merkt, dass die autoren wirklich ahnung haben, auch wenn ich einige sachen nicht unbedingt bestätigen kann.
zum beispiel haben sie das "undurchschaubare lächeln" richtiggestellt, von wegen man könne nicht das gemüt eines chinesen an seinem gesichtsausdruck erkennen. völliger mist, und da haben die autoren recht. das ist nur eines von sehr vielen beispielen.

es gibt einblick in so ziemlich alles, kurze beschreibung der geschichte, nicht sehr präzise, einige sachen hätte ich auch eher anders interpretiert, aber es bietet eine gute übersicht.

also, das erste sachbuch, dass man über china lesen sollte ist meiner meinung nach dieses buch. und mir als etwas erfahrenereren china(möchtegern)kenner macht es auch spaß das zu lesen. sehr gut geschrieben, mit schönen kurzen anekdoten wie ich sie auch erlebt habe.




dann ein weiteres buch (ich glaube ich hatte es schonmal vorgestellt):
das china-paradox von ich weissnicht mehr wem.
kurz, leicht zu lesen, spannend, viele anekdoten, leider wenig wirtschaftliches wissen, aber viel erfahrungen. so als häppchen für zwischendurch auch zu empfehlen. sind nur 128 seiten oder so.




abraten: konrad seitz - china
hat er eigentlich kaum selbst geschrieben, stil ist eher, naja, nicht wirklich gut. er geht immer wieer ein wenig auf die wirtschaft innerhalb der geschichte ein, aber das auch nicht gut. meine professoren können den alle nicht abhaben, kommt aber wahrscheinlich auch auf den neideffekt an, dass ein nichtsinologe das erfolgreichste chinabuch in deutschland verkauft hat.
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Beitrag von domasla » 22.04.2007, 18:16

Zum Thema passend:

Lin-Huber, Margrith:
Chinesen verstehen lernen
Wir - die Andern: erfolgreich kommunizieren
Verlag Hans Huber, Bern, 2006

Sehr informativ. Mit weiterführenden Quellen. Und Redewendungen.

D.

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Beitrag von Feuerhase » 05.05.2007, 21:11

Wer "historische Romane" mag, kann sich mal an "Jade" von Lisa Huang heranwagen. Und keine Angst, ist auf deutsch :D

Momentan lese ich "Culture Shock! Taiwan: A Survival Guide to Customs and Etiquette", ist ganz gut geschrieben und hat kompakt viele praktische Informationen. Gibt es leider nur auf englisch...

Wäre mal interessant zu wissen, was in "Culture Shock! Germany" drin steht... :lol:

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Beitrag von Dennis (CDS) » 08.05.2007, 17:36

So, ich geb hier mal kurz zwei Buchtipps aus Taiwan vom Deutschlandfunk ab.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/622526/

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