Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.

Welche Partei werdet ihr am 27. September wählen?

CDU/CSU
7
9%
SPD
13
17%
Linke
16
21%
Grünen
11
14%
FDP
14
18%
Piratenpartei
10
13%
Andere Partei
2
3%
Ich gehe nicht wählen
4
5%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 77

heinzi
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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von heinzi » 28.09.2009, 10:05

Wenn man ewig belächelt wurde der schulischen Leistung wegen und jedes Weiterkommen in der Schule nur den Spenden der wohlhabenden Eltern zugeschrieben wird, dann kann ich mich jetzt freuen. Jetzt sind die Besserverdienenden am Zuge,endlich!
Die Studiengebüren werden saftig sein und dann möchte ich mal sehen,wie diese arroganten Begabten, die leider, leider keine reichen Eltern haben den Spagat schaffen zwischen lernen und Studium finanzieren!

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Sepp » 28.09.2009, 10:18

TaugeNix hat geschrieben:Wahlberechtigt waren 62 Millionen Menschen, knapp 70% wählten, also blieben schon fast ein Drittel (20 Mio!!!) der Wähler daheim. Es wählten also nur 40 Millionen Menschen - davon nicht einmal die Hälfte die kommende Regierung. Es regiert in Zukunft also eine Regierung, die von 20 Mio. Menschen beauftragt wurde über 82 Mio Deutsche zu entscheiden. Ein "Wahlgewinner-Volk"? :lol: :lol:
Diese Rechnung kann man so nicht stehen lassen. Die rund 20 Millionen Wahlberechtigten, die nicht in der Lage waren 1-2 Kreuzchen zu machen, haben indirekt eine schwarz-gelbe Regierung in Kauf genommen. Daher würde ich sie zu den 20 Millionen zählen, die unsere neue Regierung auch tatsächlich gewählt haben.
Milano hat geschrieben:Das Ergebnis der Bundestagswahl ist wirklich ein Armutszeugnis für Deutschland. Ich kann es nicht fassen, dass Deutschland so unsozial geworden ist, dass die FDP so wahnsinnig viele Stimmen erhält und somit mit der CDU regieren wird. Westerwelle wird Außenminister und wir können einpacken. Studiengebühren werden bald 1000€ kosten und Krankenversicherung werden sich auch nur noch Besserverdienende leisten können.
Ein Armutszeugnis für Deutschland sind die Kosten des sozialen Systems. Hier müssen auf lange Sicht unbedingt Veränderungen her.
§ 328 StGB: Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Grufti » 28.09.2009, 10:19

Wie oft bei Schwarz-Gelb wird der Schwanz versuchen, mit dem Hund zu wedeln....

Westerwelle als Außenminister wird eine Lachnummer.... Man stelle sich vor, WW neben ‏محمود احمدی‌نژاد ( Ahmadinedschad)..... :lol:



Wenigsten werden die Kabarettisten wieder Hochkonjunktur haben..... denn wenn die SPD an der Regierung war, war das immer ein Tief für das politische Kabarett, denn das wurde dann in der Regierung gespielt...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

TaugeNix

Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von TaugeNix » 28.09.2009, 10:25

Sepp hat geschrieben:
TaugeNix hat geschrieben:Wahlberechtigt waren 62 Millionen Menschen, knapp 70% wählten, also blieben schon fast ein Drittel (20 Mio!!!) der Wähler daheim. Es wählten also nur 40 Millionen Menschen - davon nicht einmal die Hälfte die kommende Regierung. Es regiert in Zukunft also eine Regierung, die von 20 Mio. Menschen beauftragt wurde über 82 Mio Deutsche zu entscheiden. Ein "Wahlgewinner-Volk"? :lol: :lol:
Diese Rechnung kann man so nicht stehen lassen. Die rund 20 Millionen Wahlberechtigten, die nicht in der Lage waren 1-2 Kreuzchen zu machen, haben indirekt eine schwarz-gelbe Regierung in Kauf genommen. Daher würde ich sie zu den 20 Millionen zählen, die unsere neue Regierung auch tatsächlich gewählt haben.
Mach dich doch bitte nicht lächerlich.
Die Nichtwähler stammen aus politverdossenen Milieus, Nichtwählen zeugt eher davon, mit KEINER politischen Alternative einverstanden zu sein. Die "Duldung" einer Regierung darin zu sehen, ist aber schon sehr frech und könnte eher aus dem Mund eines Roland Kochs stammen..

Und zu all dem Rest, den ich schrieb, verlierst du kein Wort?
Klar, bei der Signatur (wo i.Ü. auch jede andere etablierte Partei stehen könnte) :roll:

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Grufti » 28.09.2009, 10:26

Sepp hat geschrieben:
Milano hat geschrieben:Das Ergebnis der Bundestagswahl ist wirklich ein Armutszeugnis für Deutschland. Ich kann es nicht fassen, dass Deutschland so unsozial geworden ist, dass die FDP so wahnsinnig viele Stimmen erhält und somit mit der CDU regieren wird. Westerwelle wird Außenminister und wir können einpacken. Studiengebühren werden bald 1000€ kosten und Krankenversicherung werden sich auch nur noch Besserverdienende leisten können.
Ein Armutszeugnis für Deutschland sind die Kosten des sozialen Systems. Hier müssen auf lange Sicht unbedingt Veränderungen her.
Welche Veränderungen können von Parteien kommen, die der Wirtschaft näher stehen, als den sozial Schwachen???


Jawoll, das will ja die FDP....nur der soll etwas bekommen, der eh´ schon was hat..

Die sozial Schwachen und Alten sollen sehen, wo sie bleiben !!
Arbeit soll sich wieder lohnen
, das impliziert...wer nicht arbeitet, weil er zu alt oder zu krank ist .... soll dementsprechend auch kein Geld bekommen..

Im übrigen bin ich zutiefst davon überzeugt, daß über kurz oder lang ein Großteil der Bevölkerung den Satz seufzen wird , der in meiner Signatur steht
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Henry_ » 28.09.2009, 10:41

Die SPD Wähler sind nicht nur zu den Linken gewandert, sondern haben
auch im großen Maße mit Nichtwahl reagiert. Beide Gruppen
sind die fehlenden Wähler der SPD.

Mich wundert das nicht.

Als Sozi habe ich 10 Jahre aktiv in der Kommunalpolitik agiert. Dann aber
irgendwann, vor ca. 18 Jahren, das Handtuch geschmissen.
Warum (?): Politik ist ein schmutziges Geschäft und ewig gegen die
Profilneurosen anderer zu kämpfen ist auf Dauer zermürbend.

Mit Beschluss der Agenda soundso, die mit sozialdemokratischer Ideologie
nun wirklich nicht zu vereinbaren ist, habe ich dann aus Enttäuschung mein
Parteibuch nach 25 Jahren Mitgliedschaft zurück gegeben.

Natürlich habe ich gewählt...., aber, ich kann die Nichtwähler durchaus
verstehen
und häufig ihre Motive nachempfinden.



Henry



PS: wie schmutzig die Politik ist sieht man daran, dass die Grünen, jetzt wo sie
in Hamburg in der Regierung sind, dem Bau eines neuen Kohlekraftwerkes
zugestimmt haben.
pfuiteufel

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Liberator » 28.09.2009, 10:48

Grufti hat geschrieben:
Ein Armutszeugnis für Deutschland sind die Kosten des sozialen Systems. Hier müssen auf lange Sicht unbedingt Veränderungen her.
Welche Veränderungen können von Parteien kommen, die der Wirtschaft näher stehen, als den sozial Schwachen???

Jawoll, das will ja die FDP....nur der soll etwas bekommen, der eh´ schon was hat..

Die sozial Schwachen und Alten sollen sehen, wo sie bleiben !!
Was ist den von einer Partei zu erwarten, die den sozial Schwachen näher steht?! 70% Spitzensteuersatz?

Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von no1gizmo » 28.09.2009, 11:00

Jungs, erstmal: Der Mensch ist ein extrem egoistisches Raubtier. So lange Geld (Kapital) da ist, darf es schön umverteilt werden und auch für die Umwelt hat man ein offenes Ohr. Aber wenn der Kahn am Sinken ist, dann interessiert "Sozial" nicht mehr so recht, dann geht es darum, wieder Land zu gewinnen.
TaugeNix hat geschrieben: a) Arbeitslosigkeit: warme Worte und schöne Statistiken helfen möglicherweise, die Masse ruhig zu halten - dem einzelnen, der mittlerweile zwei Jobs braucht, um den Lebensstandard zu erhalten, nicht. Demjenigen, der nach Ausbildungsende und guten Noten trotzdem auf der Straße steht, ebenso nichts. Dem Ü45+, dessen Firma gerade abgewickelt wird, erst recht nicht.
Das Problem ist, dass wir zu viele Arbeitslose haben und diese schon enorm kosten. Wenn die Arbeotslosenhilfe und vor allem HarzIV erhöht werden, kostet es noch mehr.

Also was tun? Alle in Arbeit kriegen (utopisch, aber Ansätze setzen wie: Lohnnebenkosten runter, Steuern runter, Kündigungsschutz adé, Bürokratie wech), auch wenn sie dann einen Hungerlohn bekommen.
Folglich muss der Staat keine oder weniger Kohle an die Alosen zahlen, zweitens erwirtschaften die Alosen (dann ja nicht mehr Alos) wenigstens ein bissel Kohle, drittens kommen manche dann auch in weitere und höhere Beschäftigungen.

Wenn dann die Arbeitslosen nicht mehr so viele sind, können diejenigen auch mehr Geld bekommen (angenommen das Budget bliebe gleich).

TaugeNix hat geschrieben: b) Sozialprogramme: HartzIV ist ein trauriger Witz. Es muss in einem solchen Land möglich sein, ein soziales Sicherungsnetz aufzubauen, das Menschen nicht in die Armut treibt, Missbrauch erschwert und Menschen nicht entwürdigt.
HarzIV ist genau richtig um Missbrauch zu erschweren. Wie willst du Missbrauch erschweren (= Kontrolle) und Menschen dabei nicht entwürdigen (ohne Kontrolle?). Ja Ideologie ist toll, Realität anders.

Arbeitslosigkeit muss etwas erschreckendes, darf kein bezahlter Urlaub sein (es gibt eh kein Leben ohne Furcht), sonst gäbe es viel zu viele (vielleicht auch mich?), die lieber chillen...

Wenigstens muss hier niemand verhungern und einen Fernseher gibt es gratis dazu. Damit sind wir etlichen Ländern voraus.
TaugeNix hat geschrieben: c) Bildung: Wer heute an Schulen vorbeigeht, sogar an Gymnasien, wird keine weiteren Erklärungen von mir erwarten. Das wird einmal die Zukunft des Landes sein - jeder Euro, der dort sinnvoll investiert wird, ist später das zigfache Wert. In der Bildung wird aber seit Jahren gespart, Hürden (Studiengebühren schrecken ab, ohne Wenn und Aber) aufgebaut, Studiengänge ver"schmalspurt". Dies wird sich in wenigen Jahren rächen, wenn es nicht schon längst Deutschland als Land der Wissenschaft zerstört hätte..
100% Agree. Aber ich bin absolut gegen Zwangsbildung ("wenn du nicht frisst, dann stopf ich dir die Nahrung in den Rachen"). Die Kinderchen und Jungendlichen müssen auch Bildung wollen und den Nutzen erfahren. Es wäre schonmal hilfreich, wenn die ganzen Dummbeutel mit Migrationshintergrund (ich sche** mal heute zur Feier des Tages auf pseudopolitische Korrektheit) verschwinden würden, die färben schonmal gewaltig auf andere ab (meine eigene Erfahrung).

Dann brauchen Bildungsstätten mal mehr Kapital, zudem sollte es mehr Fortbildungseinrichtungen geben, für Leute, die ihre erste Chance vertan haben.

Der Staat sollte des Weiteren darauf Acht geben, dass einwandernde Ausländer:

a) gebildet sind (übernehmen wir einfach das Einwanderungsgesetz Japans)
b) nicht nur aus einem Gebiet kommen (hier gibt es viel zu viele Ausländer aus dem nahen Osten)

Würden die beiden Regeln beachtet werden, wette ich, dass es weit weit weniger NPD-Protestwähler gäbe. Ich setze meine Hoffnungen aber voll auf CDU und FDP.
TaugeNix hat geschrieben: d) Steuern und Bürokratie: Steuern sind wichtig, sind auch richtig. Unser Steuersystem ist allerdings ein Werk der Lobbyisten, welche immer wieder Ausnahmen und Schlupflöcher in das ohnehin längst grundlegend zu reformierende Steuersystem reißen. Zusätzlich ist in Deutschland ein Hang zu extrem schlecht gemachten Gesetzen (die dann spätestens in Karlsruhe enden) zu beobachten, die Bürokratie erstickt jede Innovation. Unser Grundgesetz wird gedehnt und gebogen, bis es passt. Gott sei Dank gibt es noch die Bastion in Karlsruhe.
Ja Volltreffer. Insbesondere das mit der Bürokratie. Ich will mich auch bald selbstständig machen und Innovation schaffen (mit technischer Innovation hat Deutschland seinen Wohlstand erarbeitet), aber nichts demotiviert mich mehr, als wenn ich 50 Formulare ausfüllen muss und die Hälfte nächsten Monat zurückkommt :twisted:
TaugeNix hat geschrieben: e) Umwelt und Gesundheit: Eine Reform des Gesundheitssystems ist dringend notwendig. Es kann nicht sein, dass Menschen wie in den USA vor wichtigen Operationen erst von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt werden, weil sie nicht versichert sind und sich OPs nicht leisten können. Es kann nicht angehen, dass Dörfer mittlerweile ohne ärztliche Versorgung auskommen müssen, Menschen auf wichtige Arzttermine bisweilen mehrere Monate warten müssen. Lobbys noch und nöcher auch hier..
Ja, für mich als Kassenpatient ist das auch schon ein Thema und etwas beängstigend. Aber womit finanzieren? Die Kassen haben kein Geld.

Es gibt einfach zu wenig arbeitende Menschen (siehe das, was ich unter Alosen schrieb). Zudem darf die deutsche HarzIV-Empfängerfamilie und der Migrant aus dem Nahen Osten, der hier einen kleinen bis mittelmäßigen Lohn bekommt (wenn nicht gleich HarzIV), seine Frau und 5 Kinder kostenlos familienversichern. Wie sollen Krankenkassen Geld haben?

Achja, ein bisschen Bürokratie abbauen würde aber auch den Krankenkassen gut tun.
TaugeNix hat geschrieben: Zusätzlich wird nun wahrscheinlich über die Verlängerung der Laufzeiten von AKW nachgedacht. Gut, sie verpesten nicht unsere Luft - aber was mit dem Müll geschieht, hat noch niemand zufriedenstellend beantworten können. Gorleben (gelle, geehrte Kohl-Regierung) lässt grüßen. Sinnvoll wäre hier eher die verstärkte Suche nach Alternativen (und nicht sinnlose Prestigeobjekte wie Windkraftparks, die bislang nicht einmal ein einziges AKW ersetzen können..).
Dass die Grünen da ihre medienwirksamen Shows abgezogen haben, ist die eine Sache. Dass es im Moment noch keine Alternativen zu den AKWs gibt, die andere.

Ich stimme dir aber zu, dass man da weiterforschen sollte. Dumm nur, dass wir auch Nachbarn (Polen auf der einen, Frankreich auf der anderen Seite), die uns mit in nukleare Desaster reißen würden, aber keinen Gedanken ans Umdenken verschwenden. Dann doch lieber weiter gute AKW-Technik produzieren und exportieren (und damit ein paar HarzIVer mehr bezahlen können).
TaugeNix hat geschrieben: f) Rentensystem: Reformen sollen nicht Verschlimmbessern - sondern einmal ein grundlegenden Umbau des Systems erreichen.. Altersarmut, Überalterung, usw. sind Realitäten, nicht ausgedachte Probleme..
Für jeden gibt es mindestens den HarzIV-Satz. Wer mehr konnte, hat auch mehr.
TaugeNix hat geschrieben: g) Bürgerliche Rechte: Wie viel Überwachung, wie viel Big Brother wollen wir hinsichtlich der angeblichen Anti-Terror-Überwachung noch hinnehmen? Zensur der Extremisten, gerne. Aber wer entscheidet? Zensur der KiPo: sicher, aber nur in Verbindung mit dem Kampf gegen KiPo (ein Vorhang beendet nicht das Drama dahinter). Zensur ist kein Mittel, um den Kampf gegen Straftaten und verfassungsfeindliche Organisationen zu gewinnen, sondern nur ein kleiner kleiner Teil um diesen die Verbreitungswege abzuschneiden. Das ganze muss aber in einem Zusammenhang mit dem Kampf auf demokratisch legitimierter Ebene stehen und nicht als einziges Mittel gepriesen werden. Zusätzlich will ich Herr über meine Daten sein, wie es im Grundgesetz verankert ist..
100% Agree.
TaugeNix hat geschrieben: Zusätzlich gebe ich zu dem unsinnigen Kommentar "Das Volk ist der Wahlgewinner" zu bedenken: die uns in Zukunft regierenden Parteien kamen nicht einmal auf 50% der Stimmen. Wahlberechtigt waren 62 Millionen Menschen, knapp 70% wählten, also blieben schon fast ein Drittel (20 Mio!!!) der Wähler daheim. Es wählten also nur 40 Millionen Menschen - davon nicht einmal die Hälfte die kommende Regierung. Es regiert in Zukunft also eine Regierung, die von 20 Mio. Menschen beauftragt wurde über 82 Mio Deutsche zu entscheiden. Ein "Wahlgewinner-Volk"? :lol: :lol:
Da haben die "Zuhausebleiber" eben selber Schuld. Also Wayne?
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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Grufti » 28.09.2009, 12:23

Liberator hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
Ein Armutszeugnis für Deutschland sind die Kosten des sozialen Systems. Hier müssen auf lange Sicht unbedingt Veränderungen her.
Welche Veränderungen können von Parteien kommen, die der Wirtschaft näher stehen, als den sozial Schwachen???

Jawoll, das will ja die FDP....nur der soll etwas bekommen, der eh´ schon was hat..

Die sozial Schwachen und Alten sollen sehen, wo sie bleiben !!
Was ist den von einer Partei zu erwarten, die den sozial Schwachen näher steht?! 70% Spitzensteuersatz?

Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht
das hatte man gesehen 1983 bis 1998.... da hatte es ja nur 2 oder 3 Arbeitslose gegeben ....
...und deswegen ist Schwarz-Gelb damals auch abgewählt worden...

Arbeit schaffen..ja..aber man soll auch von der Arbeit LEBEN können...und nicht TROTZ ARBEIT HARTZ IV beziehen müssen, um überleben zu können..

Schon der rattenfängerische Dummfug von "Steuern senken", den die Westerwelle viel zu oft vor der Wahl von sich gegeben hatte, beweist mir doch genug, daß er keinen blassen Dunst von der Realität hat und einen SCH*** von Wirtschaft versteht.. besonders wenn sie jetzt mit der Union koaliert, die diese Schulden mitzuverantworten hatte !!!

.. Die bittere und harte Realität ist doch, daß die Steuern steigen müssen, damit der Haushalt eine kleine Chance haben soll, die Schulden auszugleichen , die die Rettungsaktionen der Großen Koalition gekostet haben..

... doch DAS traute sich WW nicht zu sagen...denn dann wäre die FDP mit Sicherheit éine Drei-Pünktchen-Partei geblieben
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von hifi » 28.09.2009, 13:02

Ja, herzlichen Glückwunsch an Deutschland!
Die letzte schwarz-gelbe Regierung hat immerhin 16 Jahre gedauert und Deutschland (besonders das Projekt Aufbau Ost) sehr sehr weit gebracht. Wirtschaftlich war Deutschland danach wie ausgewechselt und man hat damals noch nie von einem drohenden Kollaps des Renten- und Krankenversicherungssystems gehört.
Diese neue Regierung mit neoliberalen Eliten aus der Sparßpartei (der Sorglosen) wird Deutschland sicherlich sehr weit bringen. Die Selbstregulierung des Marktes in einer total freien Marktwirtschaft wird uns mit Sicherheit aus der Wirtschaftskriese führen, weil es auch endlich Schluss ist, mit dem Reichtum der Armen. Endlich kann das Geld ungehindert in die richtige Richtung fließen! Und wozu brauchen wir Rechte für die Arbeitnehmer? Denn die steigenden Geldgeschenke und Steuererleichterungen für die Funktionäre des Marktes werden diese sicherlich zu mehr moralischen Verantwortungen überzeugen können.

Was die SPD betrifft, ist doch klar dass sie selber daran schuld sind.
Es liegt einfach in der Essenz der Sozialdemokraten, dass diese sich spalten müssen. Wenn man sozial sein will muss man ein Idealist sein, sonst funktioniert es nicht, dass man an das Gute in Menschen und an eine gerechte Gesellschaft glaubt. Aber diese Idealen stehen im grundsetzlichen Konflikt mit der funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft, in der wir gern leben möchten. Daher muss man zwangsläufig seine Ideale verkaufen um kapitalistisch konform zu sein. Und man fühlt sich den demokratischen Prinzipien verpflichtet. Deswegen ist es nicht möglich, die radikaleren linken Gruppierungen zu integrieren. So demokratisch wie man eben ist, lässt man die anderen einfach ziehen und von sich spalten. Während des kalten Kriegs war es nicht möglich in Westdeutschland eine ultralinke Partei zu etablieren. Das sozialistische Spiegelbild DDR ist einfach viel zu präsent, dass nur sehr selten einer freiwillig in einem solchen System leben möchte. Die SPD stand jedoch mit ihren sozialistischen Werten im Einklang mit der Marktwirtschaft für die soziale Gerechtigkeit in dem Kapitalismus. Heute sieht die Lage ganz anders aus. Heute haben nur noch wenige Menschen das Gefühl, dass die SPD für die soziale Gerechtigkeit steht. Deswegen erstärkt rapide die Anhängerschaft der Ultralinken, aber auch die der Neoliberalen. Das war eigentlich schon immer so gewesen und die Rechten haben auch schon immer davon profitiert, dass die Linken gerne sich gegenseitig zerfleischen. Auch als die Weimare Republik mit Jubel zu Ende ging, war es durch das Versagen der Sozialdemokraten.

Dazu das Lied von Marc-Uwe Kling:
Bild

Und jetzt nochmal den Text zum mitsingen:
Es gibt da so nen Spruch, von den alten Kommunisten
mit dem die 1918, ihre falschen Freunde dissten.
Natürlich ham wa heute ne andere politische Lage,
und trotzdem passt der Spruch, irgendwie in unsere Tage.

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Wer hat uns verraten, wer hat uns verkauft?
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Die haben uns verraten! Und die haben uns auch verkauft!

Ich glaube, ich mache ein Lied daraus, mit nem Arbeiterkinderchor,
die singen den Refrain dann ihren arbeitslosen Eltern vor.
Es singen schon die Angestellten, die Studenten und die Bauern,
bald singens sogar die, die noch um Ludwig Erhardt trauern.

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! ("Das ist der Arbeiterkinderchor")
Wer hat uns verraten? Wer hat uns verkauft?
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Die haben uns verraten und die haben uns auch verkauft!

Karl Liebknecht hatte diesen Spruch auf seinem Schreibtisch stehen
und der hängt als Poster heut' bei Oskar Lafontaine.
Und auch in Schleswig Holstein, versteht man noch gut den Sinn,
dort flüsterts Heide Simones beim Tango vor sich hin.

Wer hat mich verraten? Sozialdemokraten!
Wer hat mich verraten? Wer hat mich verkauft?
Wer hat mich verraten? Sozialdemokraten! ("Das ist jetzt Heide Simones und der Arbeiterkinderchor")
Wer hat uns verraten? Weer haat uuns veerkaaauuuft?

Dann baute Schröder Schiffbruch und die Ratten,
die flohen sofort,
doch sie kamen wieder zurück
und brachten die schwarze Pest an Bord.
("Ja, des ist so ne Strophe, die kommt regional ganz unterschiedlich an")

So wird mein Chor immer größer
und wie auf der Titanic bleibt die Band an Deck
und es dauert auch nicht mehr lang,
dann singt bei uns sogar Kurt Beck.

Wer, wer, wer, wer, wer hat uns verraten?
Ah das war'n doch, sag mal war'n das nicht die Sozialdemokraten!
So sang Kurnaz in Guantánamo und manch Bombenopfer im Kosovo,
das war'n die Sozialdemokraten, die haben uns verraten!

Der Sozialstaat und der Sozialismus, die sind beide tot.
Übrig sind nur hohle Phrasen und literweise Rot!
Und wer steht an ihren Gräbern und hält lächelnd noch die Spaten?
Ah sag nix, lass mich raten! Ah Sozialdemokraten!
Und das ganze schöne Geld, wer hat's an die Reichen verbraten?
Das war'n doch, sag mal war'n das nicht die Sozialdemokraten?!
Und meine ganzen persönlichen Daten, wer die an's BKA verraten?
Und wer hat keinen einzigen fähigen Kanzlerkandidaten?

Wer hat uns verraten? Wer hat so viel Geld?
Wer, wer ,wer ,wer ,wer hat uns verraten?
Wer hat uns verraten?
Wer hat so viel Geld?
Wer hat so viel PinkePinke, wer hat das bestellt?
Wer, wer ,wer ,wer, wer hat uns verraten?
Für Jobcenter, für Bürokraten, wer hat uns verraten?
Für Statistiken, für Wachstumsraten, wer hat uns verraten?
An die Weltbank und die Illuminaten, wer hat uns verkauft?

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Grufti » 28.09.2009, 16:24

Liberator hat geschrieben: Was ist den von einer Partei zu erwarten, die den sozial Schwachen näher steht?! 70% Spitzensteuersatz?

Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht
Wer war denn gegen die Rettung der Arbeitsplätze bei Opelpopel ??????

Ein gewisser Herr WW damals ( noch keinen Monat ists her!!) noch in der Opposition !

"Arbeitsplätze nicht retten " heißt "Arbeitsplätze schaffen" ???? :roll: :roll:


das ist ein Orwell´scher Neusprech, den ich leider nicht verstehe...
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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von robbe » 28.09.2009, 17:16

Grufti hat geschrieben:
Liberator hat geschrieben: Was ist den von einer Partei zu erwarten, die den sozial Schwachen näher steht?! 70% Spitzensteuersatz?

Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht
Wer war denn gegen die Rettung der Arbeitsplätze bei Opelpopel ??????

Ein gewisser Herr WW damals ( noch keinen Monat ists her!!) noch in der Opposition !

"Arbeitsplätze nicht retten " heißt "Arbeitsplätze schaffen" ???? :roll: :roll:


das ist ein Orwell´scher Neusprech, den ich leider nicht verstehe...

An einer Stelle Arbeitsplätze "aufgeben", bedeutet nicht, dass man das an anderer Stelle auch so macht. Alle Arbeitsplätze kann der Staat nicht sichern, da stellt sich doch eher die Frage wie man die Hilfsmittel (die es für Opel gab) am effektivsten einsetzt. Für die FDP hat sich dann sicherlich auch die Frage gestellt, wie man die Mittel am "fairsten" einsetzt.

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Liberator » 28.09.2009, 17:17

Grufti hat geschrieben:Schon der rattenfängerische Dummfug von "Steuern senken", den die Westerwelle viel zu oft vor der Wahl von sich gegeben hatte, beweist mir doch genug, daß er keinen blassen Dunst von der Realität hat und einen SCH*** von Wirtschaft versteht.. besonders wenn sie jetzt mit der Union koaliert, die diese Schulden mitzuverantworten hatte !!!

.. Die bittere und harte Realität ist doch, daß die Steuern steigen müssen, damit der Haushalt eine kleine Chance haben soll, die Schulden auszugleichen , die die Rettungsaktionen der Großen Koalition gekostet haben..

... doch DAS traute sich WW nicht zu sagen...denn dann wäre die FDP mit Sicherheit éine Drei-Pünktchen-Partei geblieben
Na große Steuersenkungen wird es auch mit der FDP nicht geben, aber auch keine großen Erhöhungen.

(Als SPDler :?: ) gehst du jetzt implizit davon aus, dass die Steuern steigen müssen, um den Haushalt auszugleichen.
Das ist natürlich Unsinn. Man kann genausogut die Ausgaben reduzieren.
Grufti hat geschrieben:
Liberator hat geschrieben: Was ist den von einer Partei zu erwarten, die den sozial Schwachen näher steht?! 70% Spitzensteuersatz?

Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht
Wer war denn gegen die Rettung der Arbeitsplätze bei Opelpopel ??????

Ein gewisser Herr WW damals ( noch keinen Monat ists her!!) noch in der Opposition !

"Arbeitsplätze nicht retten " heißt "Arbeitsplätze schaffen" ???? :roll: :roll:


das ist ein Orwell´scher Neusprech, den ich leider nicht verstehe...
Ja glaubst du denn wirklich, das die Arbeitsplätze jetzt gerettet sind?!?! :lol:

der bund hat 4,5 Mrd. garantiert, für einen Deal, der höchst zweifelhaft ist, auch z.B. nach EU-Recht.
Sehr wahrscheinlich, dass sich jetzt nach der Wahl die EU-Kommission entsprechend interveniert.
Man muss sich klar sein, das der einzige Grund, warum Magna zum Zuge gekommen ist, der war, dass vor allem deutsche Arbeitsplätze (scheinbar) gerettet werden konnten (Auch wenn die Produktivität an den anderen EU-Standorten ja höher zu sein scheint)

Fiat ist letztlich nur nicht zum Zuge gekommen, weil man sich dort bewusst ist, das die Kapazitäten in Europa zurückgefahren werden müssen.

Letztendlich sind die Arbeitsplätze weg, und der Bund wirft nochmal ne ganze Schippe Stuergelder hinterher.
Oder, wie es der Verteter des Bundes, Manfred Wennemer, gesagt hat:
Das gesamte Risiko liegt auf den Schultern der Steuerzahler. Wir haben keine Lösung, die Opel am Ende des Tages in ein wettbewerbsfähiges Unternehmen führen wird.
Kurzum: Opelrettung = Holzmann reloaded

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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von devurandom » 28.09.2009, 17:28

Grufti hat geschrieben:....

Wer war denn gegen die Rettung der Arbeitsplätze bei Opelpopel ??????

Ein gewisser Herr WW damals ( noch keinen Monat ists her!!) noch in der Opposition !
....
Der Fall OPEL war ein klassisches Beispiel fuer die deutsche Symbolpolitik, die durch und durch von Populismus gepraegt ist und, gelinder gesagt, an die Poebel gerichtet ist. Die Zugehoerigkeit der politischen Praegung ist davon voellig unabhaengig. Links wie rechts, alle profitieren am besten von den unwissendsten. Dass in der Automobilindustrie Ueberkapazitaet herrscht, ist ja wohl kein Geheimnis mehr. tausende x Einzelschicksalen im allen Ehren, Opel insolvent gehen zu lassen waere wohl die alle vernuenftigste Loesung gewesen. Dass die Steuerzahler die Darlehnen an Magna jemals wieder zu Gesicht bekommt, glauben denke ich mal nicht einmal die Populisten. Hauptsache der Michel ist zufrieden und kann sich auf Vaterstaat verlassen.

Die gleiche Politik zeichnet sich im Gesundheitswesen, in der Umweltpolitik, in der Sozialpolitik, in der Arbeitsmarktpolitik usw. ab. Die jenigen, die sich trauen, unbequeme Wahrheiten auch nur ansatzweise zu nennen, werden entweder mit absurdesten Dingen weggemoppt (Ueber z.B. die Dienstwagenaffaere gibt es einige sehr interessante Kommentare von internationaller Presse, die sich, nunja, sagen wir, stark amuesiert zeigten) oder einfach kalt gestellt (Der Abgang Clement ist auch nicht gerade glorreich). Jedes Volk kriegt halt die Regierung, die es verdient. Genauso so wie viele Chinesen Ihr Glueck in einer Dikatur finden, sind nicht wenige Deutschen zufrieden mit Haufen Populisten, egal welche Partei, die ein "gerechtes" Gesellschaftsmodell versprechen.

Gruss
/dev/urandom
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robbe
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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von robbe » 28.09.2009, 17:30

Grufti hat geschrieben: Schon der rattenfängerische Dummfug von "Steuern senken", den die Westerwelle viel zu oft vor der Wahl von sich gegeben hatte, beweist mir doch genug, daß er keinen blassen Dunst von der Realität hat und einen SCH*** von Wirtschaft versteht.. besonders wenn sie jetzt mit der Union koaliert, die diese Schulden mitzuverantworten hatte !!!
Schau dir mal den Kreislauf des Geldes an. Vielleicht denkst du dann nochmal genauer darüber nach, wer wieviel SCH*** von Wirtschaft versteht.
Damit will ich gar nicht sagen, dass die FDP die alleinigen "Wirtschaftsexperten" sind. Aber etwas mehr Objektivität schadet niemanden...
Grufti hat geschrieben: .. Die bittere und harte Realität ist doch, daß die Steuern steigen müssen, damit der Haushalt eine kleine Chance haben soll, die Schulden auszugleichen , die die Rettungsaktionen der Großen Koalition gekostet haben..
Vorrausetzung für Steuereinnahmen: Leute, die Steuern zahlen können (sprich arbeiten) -> Unternehmen, die Leute einstellen (mehr Leute, die arbeiten) -> Unternehmen können mehr Leute einstellen, wenn sie a) mehr Geld haben und b) die Nachfrage nach ihrem Produkt steigt -> Unternehmen und Abnehmer der Produkte haben mehr Geld um dies zu machen, wenn sie mehr verdienen -> Sie verdienen mehr, wenn sie weniger Steuern bezahlen müssen.
Naja da gibt es natürlich unterschiedliche Meinungen, ob nun der Staat oder die Bevölkerung besser das Geld einsetzen können.

-> Ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass ich ein super Experte bin und extrem viel Ahnung habe. Ich wollte nur mal darstellen, wieso es Menschen gibt, die daran glauben, dass die Ideen der FDP funktionieren können und sie deshalb die FDP wählen.
Grufti hat geschrieben: ... doch DAS traute sich WW nicht zu sagen...denn dann wäre die FDP mit Sicherheit éine Drei-Pünktchen-Partei geblieben
Willkommen im Wahlkampf, in dem jede Partei die Dummheit/Unwissenheit der Wähler ausnutzt.
(das war jetzt ganz Unabhägig von deiner Aussage über WW und FDP)

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