Quo vadis SPD?

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Quo vadis SPD?

Beitrag von ingo_001 » 15.06.2019, 14:46

Zum Start hier mal Folgendes:

RTL/n-tv Trendbarometer - Mehrheit hat Mitleid mit der SPD

https://www.n-tv.de/politik/Mehrheit-ha ... 88109.html


]RTL/n-tv Trendbarometer - SPD nur noch viertstärkste Partei

https://www.n-tv.de/politik/SPD-nur-noc ... 88034.html
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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von Shenzhen » 15.06.2019, 15:42

Eigentlich Anlass zur Freude, wenn nicht so viele zu den Ökofaschisten gewandert wären und die CDU nicht die größte Landesverraeterin an der Spitze hätte....
Wer in diesem ehemaligen Heimatland noch wählen geht kann eh nicht mehr bei Verstand sein.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von ingo_001 » 15.06.2019, 16:47

Shenzhen hat geschrieben:
15.06.2019, 15:42
Eigentlich Anlass zur Freude, wenn nicht so viele zu den Ökofaschisten gewandert wären und die CDU nicht die größte Landesverraeterin an der Spitze hätte....
Wer in diesem ehemaligen Heimatland noch wählen geht kann eh nicht mehr bei Verstand sein.
Öko-Faschisten - so weit gehe ich nicht, denn es müssen den vollmundigen Versprechungen eben endlich auch mal Taten folgen.
Die heutige Situation ist der der 1970-er Jahre nicht unähnlich, wo die Bevölkerung Schaumkronen und kieloben schwimmende Fische in den dt. Flüssen satt hatte.
Die bis dahin alternativlose Industrie first and over all Politik fand nicht zuletzt durch die Gründung der GRÜNEN ein Ende.
Schon weil CDU/CSU, SPD und F.D.P. nicht ihre Wähleranteile weiter schmälern wollten.
Heute ist es die Klimapolitik und deren mangelnde Umsetzung.

Nur wird heute übersehen, dass man (im Gegensatz zu den o.g. 1970-ern) nur durch nationale Maßnahmen dem Klimawandel nicht großartig entgegen wirken kann, weil das nun mal nur durch globales Handeln zu beeinflussen ist.

Zum Rest - nicht, dass ich das schon seit Jahren sage:

Offenheit für unangenehme Thesen - Gauck fordert "Toleranz in Richtung rechts"

https://www.n-tv.de/politik/Gauck-forde ... 87923.html

Hätte man das schon vorher beherzigt, dann gäbe es das heutige Jammern in der dt. Parteienlandschaft nicht.

Integrationsproblematig - von den einen geleugnet, von den anderen verharmlost - nun ham wa den Salat.
Integration ermöglichen und die auch von den Bertreffenden konsequent und ggfs.unter Androhung der Ausweisung einfordern - nur so kanns was werden.
Clankriminalität - auch erst verharmlost und verniedlicht ... nun ist das Jammern groß.
Mietpreisproblematik - genauso ein Unding. Jahrzehntelang wurde nichts gemacht und nun wird geheult, weil die Mieter einfach mal die Schnauze voll haben in den Ballungsräumen 1/3 - 1/2 ihres Einkommens für eine Wohnungsmiete hin blättern zu müssen (wenn sie denn eine Wohnung finden). Mietpreisbremse (auf Zeit) ist da nur konsequent und folgerichtig. Neue Wohnungen bauen gut und schon - nur müssen die eben auch DA SEIN.

Und die nächste große Lawine: Altersarmut. Durch den Niedriglon-Sektor ist die so sicher wie dasAmen in der Kirche.
Da muss dringend was gemacht werden, denn die kommt schneller als der Klimawandel.

Und deshalb mein Statement: Wählen - ja. Aber vorher eben auch RATIONAL SELBER DENKEN und DANN sein Kreuz auf den Wahlzettel machen.
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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von sweetpanda » 15.06.2019, 22:22

Was man nicht vergessen darf ist, dass die SPD ja noch immer Strukturen hat als würde sie 30% und mehr Wählerstimmen erhalten.
Die müssten besser heute als morgen 2 Drittel ihrer Angestellten entlassen, das Willy Brandt Haus untervermieten oder besser gleich verkaufen.
Die Mitgliedsbeiträge und Wahlkampfkostenrückerstattungen sind ja um mindestens 50% zurückgegangen.
Ob sie sie in der Laage sind die betriebswirtschaftlich nötigen Schritte zu tun?

Die einzige Möglichkeit die SPD noch zu retten ist, dass sie die allesentscheidende Positionen der dänischen Sozialdemokraten teilen, denn diese sind nach langen Trauerjahren bei der EU-Wahl wieder die stärkste Partei in Dänemark geworden.

Ich glaube, dass der hohen Umfragewerte der Grünen nur ein letztes Aufbäumen eines gescheiterten Zeitgeistes ist.
Man spürt die Bedrohung von Rechts, das linke Viertel der Bevölkerung scharrt sich verzweifelt noch einmal um die Partei von der sie glauben, dass ihre Stimme dort noch am besten gegen Rechts wirkt.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von ingo_001 » 17.06.2019, 08:14

sweetpanda hat geschrieben:
15.06.2019, 22:22
Die einzige Möglichkeit die SPD noch zu retten ist, dass sie die allesentscheidende Positionen der dänischen Sozialdemokraten teilen, denn diese sind nach langen Trauerjahren bei der EU-Wahl wieder die stärkste Partei in Dänemark geworden.
Wäre jedenfalls einen Versuch wert, denn es sind m.E. nicht wenige gefrustete SPD-Wähler (gerade in den Brennpunkten) zur AfD abgewandert.

Wie ich schon sagte: Integration fördern - aber eben auch unter Sanktionsdrohung einfordern.
sweetpanda hat geschrieben:
15.06.2019, 22:22
Ich glaube, dass der hohen Umfragewerte der Grünen nur ein letztes Aufbäumen eines gescheiterten Zeitgeistes ist.
Glauben kann man in der Kirche.
Und glauben heißt: Nicht wissen.
sweetpanda hat geschrieben:
15.06.2019, 22:22
Man spürt die Bedrohung von Rechts, das linke Viertel der Bevölkerung scharrt sich verzweifelt noch einmal um die Partei von der sie glauben, dass ihre Stimme dort noch am besten gegen Rechts wirkt.
1/4 von 100 % = 25 % :idea:

Letzte Umfragewerte (s. Link im EP).

27 % (Grüne)
11 % (SPD)
8 % (Linke)

Ergo: 27+11+8 = 46

Wie Du da auf 1/4 (25%) kommst ... auf die Erklärung bin ich gespannt :mrgreen:

Und bitte keine "alternative facts" a la Trump.
Und die im EP gepostete Umfrage ist auch kein "Fake News".
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von rundherum » 18.06.2019, 04:01

Europas Politik verpennt derzeit wiedereinmal den Zeitgeist. Während die USA und China stark auf Autarkie setzen tut Europa nichts. Die USA ziehen sich aus den ölreichen Gebieten militärisch langsam zurück und nutzen das eigene Öl durch fracking, die Chinesen springen in die Bresche und bauen mit 一带一路 die Infrastruktur um sich mit Ressourcen zu versorgen. Europa macht sich derweil von den USA und Russland abhängig. Eine teure Politik in Zeiten des Handelskrieges.
Umweltpolitik würde zumindest etwas die Autarkie Europas stärken - aber statt Energieimporte zu besteuern fördert man lieber bestimmte "grüne" Industrien, welche dann in China produzieren. So werden auf Kosten des Volkes wieder ein paar gut vernetzte Unternehmer reicher.

Europa muss endlich eine vernünftige Außenpolitik auf die Beine stellen und nach außen geschlossen auftreten. Europa ist eine ähnlich große Wirtschaftsmacht wie die USA, hat eine grössere Bevölkerung und hätte noch sehr viel Potential. Nur leider wird der Kontinent stets von den USA und Russland geteilt, es herrscht keine Einigkeit und man zerstört sich selbst. Doch welche Partei reduziert den Einfluss äußerer Mächte? Die AfD forderte zwar zunächst direkte Demokratie - ein ganzes Volk kann man nicht so einfach korrumpieren - doch seit die Partei von Russland gefördert wird, kann sie sich das auch nicht mehr leisten.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von Laogai » 18.06.2019, 09:48

Keine SPD, aber dafür China-Bezug:
rundherum hat geschrieben:Während die USA und China stark auf Autarkie setzen tut Europa nichts. [...] die Chinesen springen in die Bresche und bauen mit 一带一路 die Infrastruktur um sich mit Ressourcen zu versorgen.
Hä? Die 一带一路 Initiative ist doch das genaue Gegenteil von einem Bestreben nach Autarkie :idea:
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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von Topas » 18.06.2019, 17:26

rundherum hat geschrieben:
18.06.2019, 04:01
Die USA ziehen sich aus den ölreichen Gebieten militärisch langsam zurück
:lol: Jo, schippern mal nur eben im arabischen Golf und anderen ölreichen Ecken rum...
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
http://forum.chinaseite.de/forum48.html
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von sweetpanda » 18.06.2019, 17:57

Topas hat geschrieben:
18.06.2019, 17:26
rundherum hat geschrieben:
18.06.2019, 04:01
Die USA ziehen sich aus den ölreichen Gebieten militärisch langsam zurück
:lol: Jo, schippern mal nur eben im arabischen Golf und anderen ölreichen Ecken rum...
Um mal bei den Fakten zu bleiben, die Präsenz der Amerikaner am Persischen Golf hat sich nach den 90ern deutlich reduziert.
Die USA ist heute der größte Erdölproduzent der Welt. Das erste mal seit mehr als 70 Jahren importieren die USA weniger Öl als sie exportieren.
Das wenige das sie noch aus spezifischen Gründen importieren stammt zu 60% aus Kanada und Mexiko.

Der Spruch: "Kein Blut für Öl" ist sowas von neunziger Jahre.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von rundherum » 19.06.2019, 01:41

Die 一带一路 Initiative ist doch das genaue Gegenteil von einem Bestreben nach Autarkie
Gemäß der offiziellen Propaganda schon. Aber wenn man die grössten BRI-Projekte genauer anschaut stellt man schnell fest, dass China sich hier den Zugang zu Ressourcen und Märkten zu sichern versucht. Auch China kann strategisch denken.
Deswegen ist die BRI für Europa auch so eine tolle Chance - aber nur, wenn sich Europa einen kann. Sonst könnte sie für Europa auch zur Zerreißprobe werden, da die BRI vorallem für osteuropäische Länder interessant würde.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von sweetpanda » 19.06.2019, 11:56

Um noch einmal auf die SPD zurück zu kommen.
Man darf aber nicht vergessen wie "volatil" die Wähler heute sind.
Wer erinnert sich noch an Martin Schulz?
Da war ja über ein paar Wochen richtig Euphorie drin, die Medien haben den Mann gepuscht bis zum geht nicht mehr.
Es sah beinahe nach einem Kopf an Kopf Rennen zwischen ihm und Frau Merkel aus.

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Re: Quo vadis SPD?

Beitrag von sweetpanda » 24.06.2019, 23:08

Es soll jetzt ein Duo an die SPD-Spitze kommen, natürlich männlich und weiblich.

Ist das nicht schön integrativ und modern.

Soweit ich mitbekommen habe soll man sich zur Wahl stellen lassen können wenn einen mindestens 5 Ortsvereine unterstützen.
Die Hürden soll total niedrig sein.
Man will ja die Basis integrieren!
Am Ende hat man 50 Kandidaten.
Es sollen auch Nicht-SPD-Mitglieder gegen eine Gebühr teilnehmen können.
Von den 60 Millionen Wahlberechtigten machen dann vielleicht 2 Millionen mit. Das wären immerhin 10 Millionen Einnahmen in einem Tag.

Ich wusste doch das sie Geldprobleme haben.

Jetzt könnten auch SPD-Feinde für 5 Euro den Kandidaten wählen der der Partei am meisten schadet.

Aber wer soll das sein?
Kevin Kühnert? Aber vielleicht ist der Held vom Regenbogenkiez sogar erfolgreicher als ich es wahrhaben will.

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