Scheidung - eine Desaster für Männer

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fankeqian
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Beitrag von fankeqian » 23.03.2007, 13:50

Koschka hat geschrieben:frau trägt mich als darlehensnehmer ein und sich als eigentümerin. klasse.
toll! und welche konsequenzen hat das jetzt? es kann doch nicht sein, dass sie die ganze kohle einstreicht!

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no1gizmo
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Beitrag von no1gizmo » 23.03.2007, 17:25

Dieser thread ist sehr lehrreich, dafür möchte ich mal Danke sagen, ehrlich.

Besonders was ich gerade bei Koschka gelesen habe, hat mich schockiert, da würd ich amoklaufen.
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serenita
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Beitrag von serenita » 24.03.2007, 01:09

[quote="TaugeNix

Gruß,
TaugeNix^der jetzt pennen geht - und um Nachsicht bittet: In China hat er nicht gaaaanz soviel zu den gesetzgeberischen Machenschaften mitbekommen[/quote]

taugenix ist wieder da! :D
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roshi
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Beitrag von roshi » 24.03.2007, 04:24

So ist ein Ehevertrag, in dem man z.b. festlegt, daß bei einer Scheidung kein Unterhalt an die EX gezahlt wird, "sittenwidrig" und deshalb von vorne herein ungültig ist..
>>>>>>>

"Lieber Staat
Ich fühle mich so rundum wohl in dir
Lieber Staat
Es weht ein Wind von Freiheit hier
Du erklärst mir immer wieder, was erlaubt ist und was nicht
Lenkst mein Leben jeden Tag und bist furchtbar fürsorglich
Ach, was wär ich ohne dich

Danke, dass du mich regierst
Danke, dass du mich regierst
Und dass du mich nicht ignorierst

Lieber Staat
Gut, dass du weißt, was richtig für mich ist
Lieber Staat
Schön, dass du so ehrlich bist
Du willst immer nur mein Bestes und du gibst mir zu verstehn
Wenn mir irgendwas nicht passt, steht mir frei hier wegzugehn

[...]

Bevor ich es vergesse
Kleine Sache nur
Ich danke dir für deine Leitkultur"
- Farin Urlaub, Lieber Staat

Koschka hat folgendes geschrieben:
frau trägt mich als darlehensnehmer ein und sich als eigentümerin. klasse.
Schön dass man seinen Liebsten immer so vertrauen kann.....

Das einzig beruhigende für mich ist, dass ich mit meinem Studiengang soweiso kein Geld verdienen werde. Vielleicht werd ich ja mal hausmann.....

Was ist eigentlich in so einem Fall????
好好学习,天天向上!Ich will schnell fertig werden..... und wieder ab nach China.

nati
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Beitrag von nati » 24.03.2007, 05:45

hallo,
ich habe ja geschrieben das ich einen vertrag unterschreiben würde wenn er gerecht aufgesetzt ist und ich weiss das die kinder im falle einer scheidung abgesichert sind. klar ist das nicht so romantisch und man heiratet aus liebe aber im falle einer scheidung geht es dann nur noch ums geld ganz egal wie verliebt man vorher einmal war. wenn ich heirate geh ich ja nicht von einer scheidung aus also kann ich ja so einen vertrag, ich sage nocheinmal wenn er gerecht aufgesetzt ist unterschreiben. mann kann da ja alles festlegen wie was verhanelt wird. z.b was passiert wenn ich mich von ihm trenne oder er von mir die scheidung will. das kann dann gleich wieder anders aussehen.
ich finde so einen vertrag dann nützlich wenn einer von den zweien viel geld mit bringt, teure wohnung oder haus und kinder hat. jede frau kann auch nach dem kind wenn es im kindergarten oder schule ist wenigstens halbtags wieder arbeiten.
leider denken da viel frauen anders. sie heiraten und setzten kinder in die welt damit sie ihre füsse hochlagern können und sie müssen an der situation im falle einer scheidung auch nichts daran ändern.
jeder hat eine andere sicht der dinge und das ist nunmal meine.
aber jeder muss das tun was er für richtig hält.

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Beitrag von Grufti » 24.03.2007, 09:12

ich finde so einen vertrag dann nützlich wenn einer von den zweien viel geld mit bringt, teure wohnung oder haus und kinder hat. jede frau kann auch nach dem kind wenn es im kindergarten oder schule ist wenigstens halbtags wieder arbeiten.
leider denken da viel frauen anders. sie heiraten und setzten kinder in die welt damit sie ihre füsse hochlagern können und sie müssen an der situation im falle einer scheidung auch nichts daran ändern.
jeder hat eine andere sicht der dinge und das ist nunmal meine.
aber jeder muss das tun was er für richtig hält.
Sicher fenken viele Frauen sso wie Du...anfangs zumindest.., aber wenn Du jede Möglichkeit absichern willst, stirbt die Liebe zuerst..
Das mit einem Vertrag gilt ja nicht nur für eine Ehe, sondern auch für eine länger dauernde "eheähnliche Gemeinschaft". Selbst da schon greife die verpflichtungen, die einer "wilden" Ehe vom Staat auferlegt wird...( siehe "HartzIV" etc) , besonders um so mehr , als gemeinsame Kinder ebenso Anspruch auf Unterhalt ( aber keinen Anspruch auf "Umgang" mit dem unehelichen Vater) haben..
"Nicht heiraten" ..ist auch keine Lösung..


also bleibt nur der Gang ins Kloster.. oder als Einsiedler in die entferntesten Berge Chinas... :roll: :lol: [/quote]
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von fankeqian » 24.03.2007, 13:27

ich habe im bekanntenkreis ein paar, das einen ehevertrag abgeschlossen hat. beide schon etwas älter (ich meine, beide keine 18 mehr, schon über dreissig zum zeitpunkt der heirat), der mann recht wohlhabend (grosse autowerkstatt, autovermietung) - und beide finden das mit dem ehevertrag ok und gerecht. vielleicht liegt es daran, dass beide nicht mehr die illusion haben, diese romantische verliebtheit würde ewig halten und als fundament einer langen ehe taugen.

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Beitrag von roshi » 24.03.2007, 13:39

Ja....... wobei ich sagen muss dass das gerade die gefühle sind, die Beziehungen schön machen.... aber das problem ist einfach, wie schlage ich mener Frau einen Ehevertrag vor, ohne dass diese sich (gewissermaßen auch zurecht) fragt ob einem denn wirklich was an der Ehe gelegen ist.

Und noch was: Was müsste denn in so einem Ehevertrag drinstehen, um sich vor dem tollen Scheidungsrecht hier zu schützen?

Gibt es da beispiele?
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Beitrag von fankeqian » 24.03.2007, 13:49

das mit den gefühlen muss jeder für sich entscheiden. ich denke, das hat etwas mit lebenserfahrung und reife zu tun und mit der fähigkeit, das eine (gefühle, hoffnungen) von dem anderen (realität) auseinander zu halten. ich persönlich sehe da keine automatischen konflikte. es geht doch nicht darum, dem partner alles vorzuenthalten. es geht um eine gerechte lösung. und gerecht ist es nicht, wenn die frau nach zwei jahren ehe die hälfte des vom mann hart erarbeiteten vermögens kriegt. und wenn die frau so etwas nicht einsieht, dann kann man daraus schon gewisse schlüsse ziehen, oder?

ehevertrag - ich meine, dort kannst du alles reinschreiben, bis auf den unterhalt. sicher weiss ich, dass alle privaten regelungen bezüglich kindesunterhalt nichtig sind, was den ehegatten-unterhalt angeht, da bin ich mir nicht so sicher.

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Beitrag von Grufti » 24.03.2007, 15:14

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was den ehegatten-unterhalt angeht, da bin ich mir nicht so sicher.
Wenn man da schreibt, daß die Frau bei einer Scheidung nichts bekommt, wird der Vertrag sicher ungültig, denn das ist das, was als "sittenwidrig" angesehen wird...
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Beitrag von Koschka » 24.03.2007, 15:16

no1gizmo hat geschrieben:Dieser thread ist sehr lehrreich, dafür möchte ich mal Danke sagen, ehrlich.

Besonders was ich gerade bei Koschka gelesen habe, hat mich schockiert, da würd ich amoklaufen.
einen teil meiner kohle werde ich schon bekommen, denn es wird (oder besser soll) das vorhandene vermögen hälftig geteilt werden. der unterschied ist der, dass die ex weiterhin in meinem haus wohnen kann (mit dem neuen stecher) und mir keinen cent dafür zahlen muss. würden beide im grundbuch stehen, müsste sie mir eine nutzungsentschädigung zahlen, die dem hälftigem erzielbaren mietziens für das haus entsprechen würde. ihr könnt euch ja ausrechnen was bei einer miete von rund 400 € über die jahre zusammenkommt.

dashalb hasse ich die deutsche rechtssprechung, die arroganz und überheblichkeit der deutschen richter, diese ganze antiquierte sch....
schaut euch doch nur diese deutsche richterin an, die die gesetze des islam in deutschland über das grundgesetz stellt. so eine richterin kann doch in unserem "rechtstaat" nich tragbar sein, oder ?

grüße vom wütenden koschka
Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte;
Bis ich einen traf, der keine Füße hatte.

http://www.flickr.com/photos/koschka1952/

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Beitrag von roshi » 24.03.2007, 16:38

dashalb hasse ich die deutsche rechtssprechung, die arroganz und überheblichkeit der deutschen richter, diese ganze antiquierte sch....
dito. und nicht nur die rechtssprechung....

Ich werde immer wieder (von Deutschen und Chinesen) gefragt warum ich unbedingt china und raus aus deutschland will. Oft kommt dann gleich der Satz> in Deutschland ist doch vieles einfach besser, und Sicherer.

Ich bin es langsam leid immer gegenzufragen was denn eigentlich "besser" ist. Ich empfinde das System hier in vielen Bereichen als belastung, eigentlich nie wirklich als hilfe.

Arbeitslosenhilfe??? Davon kann kein mensch leben, und dass man alle 2 Minuten auf dem Arbeitsamt sein muss und sich von den Beamten dort anmachen lassen, warum man denn nicht den tollen 1-Euro-job als kloputzer angenommen hat, macht einen nur sinnlos psychisch fertig.

Rechtsschutz? Scheidungs/Familienrecht haben wir ja hier schon diskutiert. Aber andere bereiche sind genaus wenig effektiv.

Beispiel1> Missbrauch mit dem archaischen Internetgesetz..... Da schicken doch leute tatsaechlich Abmahnungen wegen unkommerziell veroeffentlichten Songtexten im Netz raus. teilweise 1600 Euro pro abmahnung, und natuerlich 1 Abmahnung pro songtext. So gibt es jetzt schueler mit bis zu 6 stelligen betraegen an zu zahlenden Abmahngebuehren.

Beispiel2> Die polizei, dein Freund und helfer bei handrgeiflichen aggressionen. Mein Bruder hatte kuerzlich beobachtet, wie ein einzelner typ von 4 leuten, bewaffnet mit holzlatten, verfolgt und gestellt wurde. hat natuerlich sofort die bullen gerufen. Diese kamen dann. nach 30 min, wobei die nächste Polizeistation 2 Minuten entfernt lag (meine Heimatstadt kann man in 30 min komplett zufuß durchqueren). Der typ lag blutend bewusstlos am boden, die grünen haben nichts gemacht als den krankenwagen zu rufen.

Mein Bruder inklusive anderer Freund hin, erzählt wer die täter waren (wie gesagt, kleinstadt, jeder kennt jeden) und angeboten dass er den polizisten zeigt, wo die typen wohnen.

Antwort: Das hat keinen Sinn, da mein Bruder nicht gesehen hat, wie der arme kerl verprügelt wurde. Und das Opfer konnte auch keine Anzeige erstatten, weil die Täter zu viert waren und damit die gewichtigere aussage machen konnten.


Das bildungssystem ist grottig, das rentensystem kurz vor dem Zusammenbruch, und die Bürokratie erstickt in der Zettelwirtschaft.

Krankenkassen? Was zahlen die denn schon? wenns hart kommt, nichts.
Gut haben es nur Privatpazienten, und die könnten oft sowieso schon selbst zahlen.....

Angesichts dessen... aus sicherheitsgründen in deutschland zu bleiben ist so wie wegen der guten Luft nach peking zu ziehen.

Und Spass? den hab ich in China, und vermutlich in ner ganzen Menge anderer Länder, aber nicht hier.
好好学习,天天向上!Ich will schnell fertig werden..... und wieder ab nach China.

TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 24.03.2007, 16:42

Koschka hat geschrieben:so eine richterin kann doch in unserem "rechtstaat" nich tragbar sein, oder ?
Ist sie auch nicht, dem Befangenheitsantrag der Anwältin der Klägerin ist stattgegeben worden.
Damit hat sie in diesem Fall nix mehr zu sagen - und sie hat sich mittlerweile auch entschuldigt.

Gruß,
TaugeNix^Verfechter des deutschen Rechts (eher Verfechter MIT dem..)

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Beitrag von anderer Li » 24.03.2007, 21:45

Koschka hat geschrieben:...
august 2000 die letzte rate gezahlt, frau scheidung eingereicht. klasse.
2005 endlich geschieden (nach 5 jahren) bis heute zugewinnausgleich, hausratsteilung etc. noch offen - nach 7 jahren !!! .
Du Koschka,
aber wenn ich richtig informiert bin, ist es nicht so, dass die Zugewinnausgleichsansprüche innerhalb von drei Jahren verjähren? Und zwar ab den Stichtag wo die Gegenpartei des Antragsstellers die Mitteilung des Scheidungsantrags erhalten hat und somit die Gütertrennung eintritt?

Oder bin ich falsch informiert worden? Hat jemand mehr Info/Erfahrung?

Gruss.
Li
Man kann nicht mehr Zeit für sein Leben bekommen, jedoch mehr Leben für seine Zeit.

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Beitrag von Koschka » 25.03.2007, 09:23

anderer Li hat geschrieben:
Koschka hat geschrieben:...
august 2000 die letzte rate gezahlt, frau scheidung eingereicht. klasse.
2005 endlich geschieden (nach 5 jahren) bis heute zugewinnausgleich, hausratsteilung etc. noch offen - nach 7 jahren !!! .
Du Koschka,
aber wenn ich richtig informiert bin, ist es nicht so, dass die Zugewinnausgleichsansprüche innerhalb von drei Jahren verjähren? Und zwar ab den Stichtag wo die Gegenpartei des Antragsstellers die Mitteilung des Scheidungsantrags erhalten hat und somit die Gütertrennung eintritt?

Oder bin ich falsch informiert worden? Hat jemand mehr Info/Erfahrung?

Gruss.
Li
die sache ist bei mir etwas komplizierter und ich wollte euch nicht langweilen und nicht so weit ausholen.

es gibt schon ein urteil vom familiengericht. gegen dieses hat meine ex berufung eingelegt und jetzt liegt die sache beim oberlandesgericht.
meine ex ist der meinung, dass sie mir zuviel zahlen müsste, deshalb die berufung. so lange eine sache bei gericht anhängig ist, egal ob berufung, revision etc. werden verjährungsfristen gestoppt. wegen der anderen beiden sachen hatte ich berufung eingelegt. also bezüglich der einhaltung von fristen bin ich auf der sicheren seite.
Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte;
Bis ich einen traf, der keine Füße hatte.

http://www.flickr.com/photos/koschka1952/

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