Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.

Welcher Partei gebt ihr eure Zweitstimme?

CDU/ CSU
4
7%
SPD
10
17%
Grüne
2
3%
Linke
10
17%
FDP
4
7%
AFD
20
34%
Piraten
2
3%
NPD
0
Keine Stimmen
Sonstige
6
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 58

expat_de
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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von expat_de » 22.09.2017, 09:02

Eine m.E. neutrale Zusammenstellung der AfD Punkte gibt es hier:

https://www.merkur.de/politik/afd-wahlp ... 86486.html
fremdenfeindliche Partei (...) im China-Forum
Gerade wenn man sehr viele andere Länder kennt und dort längere Zeit gelebt hat, ist man nur noch erstaunt. In praktisch allen anderen Ländern der Erde brauche ich allein für nur den physischen Aufenthalt dort:
- Ausweis oder Pass und ggf. noch ein Visum
- Krankenversicherung
- Einkommens- oder Vermögensnachweis
- bei kürzeren Aufenthalten ein Rückreiseticket

Dann kommt man nach D zurück, bei der eigenen Einreise wird jedes einzelne Mal penibelst der Pass durchgeblättert inkl. Schengenabfrage und stellt dann fest, dass hier "Jeder willkommen" ist. Auch gänzlich ohne Papiere. Dass - explizit "ohne Obergrenze" - Jeder nicht nur einreisen darf, sondern, während man selbst von Erspartem lebt, in unsere Sozialsysteme integriert werden muss und soll. Und der oben propagierten Partei Die Linke kann das gar nicht schnell genug gehen. Kein Problem: Afrika alleine wächst derzeit um 1 Mio pro Woche. Klar, ein paar Millionen können schon noch kommen. Die Frage ist aber, was ist das Ziel? Will man den Kollaps bewusst herbeiführen oder ist das einfach nur Ahnungslosigkeit?

In der NZZ wurden die deutschen "Flüchtlingskosten" vor Tagen (15.9.17) genauer unter die Lupe genommen:

https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/d ... ld.1316333

Ca. 2500 EUR pro Kopf und Monat. Bei unbegleiteten Minderjährigen etwa das Doppelte. Über die Lebensspanne eines "Flüchtlings" summiert sich das auf etwa 450'000 EUR. Aber so genau kann man das nicht sagen, vor allem nicht in Berlin. Dort lebt man ja ebenfalls von Steuergeldern.

Die Flüchtlingskosten übersteigen heute bereits das Budget vieler anderer, zentraler Ressorts wie Verkehr, Verteidigung oder Umwelt bei Weitem. Und der Familiennachzug kommt erst noch. Und nach wie vor gibt es ganz offiziell "keine Obergrenze". Sorry, aber das ist doch Madness.

https://www.bundeshaushalt-info.de/2017 ... lplan.html

Schade finde ich auch, dass meines Wissens keine andere Partei folgende beiden Punkte im Programm hat:
- Straftatbestand der Steuerverschwendung
- Volksabstimmungen auf Bundesebene

Als Kontrapunkte AfD bspw.: Ich finde ich den EUR grundsätzlich eine gute und richtige Sache; ebenso die Erbschaftssteuer, was die AfD beides abschaffen will.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von Yingxiong » 22.09.2017, 12:56

Da will man, dass schneller etwas umgesetzt wird, und dann wird eine Volksabstimmung gefordert?

Wer mal längere Zeit in der Schweiz gelebt hat, kennt die Hürden.
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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von blur » 22.09.2017, 13:50

expat_de hat geschrieben:Gerade wenn man sehr viele andere Länder kennt und dort längere Zeit gelebt hat, ist man nur noch erstaunt. In praktisch allen anderen Ländern der Erde brauche ich allein für nur den physischen Aufenthalt dort:
- Ausweis oder Pass und ggf. noch ein Visum
- Krankenversicherung
- Einkommens- oder Vermögensnachweis
- bei kürzeren Aufenthalten ein Rückreiseticket

Dann kommt man nach D zurück, bei der eigenen Einreise wird jedes einzelne Mal penibelst der Pass durchgeblättert inkl. Schengenabfrage und stellt dann fest, dass hier "Jeder willkommen" ist. Auch gänzlich ohne Papiere.
Welche Fluchtgründe hast du denn um irgendwo ohne Visum und Papiere einreisen zu müssen?
In welchem Land in dem du vorher gelebt hast benötigt ein Flüchtling Papiere um überhaupt reinzukommen, wenn er irgendwo über die grüne Grenze geht?

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von tigerprawn » 22.09.2017, 14:05

blur hat geschrieben:In welchem Land in dem du vorher gelebt hast benötigt ein Flüchtling Papiere um überhaupt reinzukommen, wenn er irgendwo über die grüne Grenze geht?
In China? https://sputniknews.com/asia/2017073110 ... -refugees/
Wer danach illegal einreist, hat keinen Flüchtlingsstatus.
Oder Singapur? http://www.straitstimes.com/singapore/s ... fugees-mha

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von blur » 22.09.2017, 14:15

In China werden Menschenrechte generell nicht beachtet, auch bei der eigenen Bevölkerung nicht.

Singapur, ok. Das soll jetzt als Beispiel dafür dienen, dass Europa (nicht nur Deutschland) Niemanden reinlassen soll?

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von tigerprawn » 22.09.2017, 14:20

blur hat geschrieben:Singapur, ok. Das soll jetzt als Beispiel dafür dienen, dass Europa (nicht nur Deutschland) Niemanden reinlassen soll?
Überhaupt nicht. Ich habe einfach nur Deine Frage beantwortet. (Wobei ich natürlich nicht weiß, ob expat_de in einem dieser Länder gelebt hat, aber so unwahrscheinlich ist das in einem China-Forum ja auch nicht).

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von expat_de » 22.09.2017, 14:45

Es geht darum, wieviele Flüchtlinge und Migranten von woher wir aufnehmen können und wollen und nach welchen Kriterien dies geschieht.

Flüchtlinge und Migranten sind zwei verschiedene Kategorien. Analphabeten als Flüchtlinge sind kein Problem. Als Migranten hingegen sehr wohl. Migranten müssen integriert werden. Flüchtlingen hilft man am Besten in einem kulturnahen, für sie vertrauten Raum.

Das Gros der "Flüchtlinge" der grossen Welle in 2015 ist übrigens aus Österreich "geflohen". Und in Syrien ist der 'Krieg'(*) praktisch zu Ende. Wovon man hierzulande freilich nicht viel liest, weswegen es die jungen Männer, die davor "geflohen" sind und ihre Familien zurückliessen, vielleicht noch nicht wissen.

(*) Tatsächlich waren es von den USA gezielt induzierte geopolitische Friktionen.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von GigiPineapple » 22.09.2017, 17:21

Oh ja, expat_de, seines Zeichens Syrien-Experte und Geheimagent in Damaskus.

Das mit dem Beurteilen, wann ein Land wieder "bewohnbar" ist, und wann die Kampfhandlungen soweit eingestellt wurden, dass man sich wieder sicher fühlen kann, überlassen wir doch lieber den Leuten, die dort gelebt haben bzw. noch leben :!:

Und wer den Krieg verursacht hat, ist für die ansässige Bevölkerung, deren Lebensgrundlage vernichtet wird, unerheblich. Egal, wie man zur Außenpolitik der USA steht.
Weather forecast for tonight: dark.

I cook with wine, sometimes I even add it to the food.

All generalizations are false, including this one.

丑媳妇总得见公婆

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von expat_de » 22.09.2017, 18:06

GigiPineapple hat geschrieben:Oh ja, expat_de, seines Zeichens Syrien-Experte und Geheimagent in Damaskus.
:?:

Die Damen sind nur zur Unterhaltung hier, oder? Um Diskussionen ins Lächerliche oder auf eine persönliche Ebene zu ziehen. Tja, wenn man sonst Nichts beizutragen hat.


GigiPineapple hat geschrieben:Das mit dem Beurteilen, wann ein Land wieder "bewohnbar" ist, und wann die Kampfhandlungen soweit eingestellt wurden, dass man sich wieder sicher fühlen kann, überlassen wir doch lieber den Leuten, die dort gelebt haben bzw. noch leben :!:
Jawohl, die Analphabeten sollte man zuerst befragen. Wer baut denn das Land auf und was machen Hunderttausende kräftiger junger Syrier ohne Ausbildung und Sprachkenntnisse während dieser Zeit in Mitteleuropa?
GigiPineapple hat geschrieben:Und wer den Krieg verursacht hat, ist für die ansässige Bevölkerung, deren Lebensgrundlage vernichtet wird, unerheblich. Egal, wie man zur Außenpolitik der USA steht.
Die syrische Bevölkerung hat sich seit 1950 versechsfacht. Von 3,4 Mio auf heute ca. 20 Mio und wächst derzeit um 1-2 Mio jährlich. Da wäre also noch genug Arbeit für unsere Sozialindustrie und gelangweilte Katzenladies, um zu helfen. Und es gibt dann noch weitere Länder und Regionen, wo frau helfen kann. Aber bitte vor Ort und auf eigene Rechnung anstatt hier und mit dem Geld anderer Leute.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von sweetpanda » 22.09.2017, 19:42

Laogai hat geschrieben:
sweetpanda hat geschrieben:[..]
Die Juden konnten wir ja noch erfolgreich vergas... -äh- vertreiben.

Aber jetzt rücken uns diese verdammten Islamisten auf den Pelz. Für die muss es doch auch eine entsprechende (End-)Lösung geben. Vielleicht ein friedlicher Kreuzzug, so wie damals?

Natürlich, wenn man nicht den deutschen Asylsonderweg geht, landet man unweigerlich im Völkermord.
Mein Fehler war, dass ich je ein Buch aufgeschlagen habe.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von expat_de » 22.09.2017, 20:06

Kurz vor der Wahl bringt die FAZ tatsächlich noch einen selten kritischen Artikel zu diesem Thema:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/f ... 09890.html

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von sweetpanda » 22.09.2017, 20:10

expat_de hat geschrieben:
GigiPineapple hat geschrieben:Und wer den Krieg verursacht hat, ist für die ansässige Bevölkerung, deren Lebensgrundlage vernichtet wird, unerheblich. Egal, wie man zur Außenpolitik der USA steht.
Die syrische Bevölkerung hat sich seit 1950 versechsfacht. Von 3,4 Mio auf heute ca. 20 Mio und wächst derzeit um 1-2 Mio jährlich. Da wäre also noch genug Arbeit für unsere Sozialindustrie und gelangweilte Katzenladies, um zu helfen. Und es gibt dann noch weitere Länder und Regionen, wo frau helfen kann. Aber bitte vor Ort und auf eigene Rechnung anstatt hier und mit dem Geld anderer Leute.
Genau gegenüber diesen Fakten sind viele leider immun. Schon Einstein hielt den Zinseszins und damit auch exponentielles Wachstum für die am meisten unterschätzte Kraft des Universums.
Es klingt unglaublich, doch trotz Krieg und Vertreibung hat sich die Zahl der Menschen auf dem Territorium Syriens in den letzten 5-6 kaum verändert. So kann man davon ausgehen, dass bei dem üblichen Bevölkerungswachstum von ca. 2,5% aus die Zahl der vielleicht 1,5 Millionen Schutzsuchenden im Libanon binnen 5 Jahren bereits 1,7 Millionen Menschen geworden sind.
Der IS im Irak ist in den letzten Zügen, auch in Syrien hält er kaum noch Gebiete.
Lt. UN sind eine halbe Millionen syrische Binnenflüchtlinge innerhalb des Landes in ihrer ehemaligen Heimatgebiete zurückgekehrt, aus den angrenzenden Nachbarländern auch schon 260.000.
Der Bericht ist von Ende Juni, mittlerweile sind es sicher schon wesentlich mehr.

http://www.unhcr.org/news/briefing/2017 ... nuing.html
Mein Fehler war, dass ich je ein Buch aufgeschlagen habe.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von badischer Barde » 23.09.2017, 22:30

Au weia...
Nach meinen Informationen will die AfD die Polizei stärken und besser ausrüsten. Das wäre das genaue Gegenteil des hier Kolportierten.
Wollen kann die viel. Aber die Steuerpläne der AfD würde die reichsten 5% erheblich entlasten. Also entweder die müssen sparen, auch bei der Polizei, oder sie werden die unteren 95% stärker belasten müssen. Übrigens selbst wenn sie alle Asylsuchenden einen Tag nach der Wahl aus dem Land werfen, soviel kosten die gar nicht.
Immer wieder wird die AfD als "neoliberal" bezeichnet. Sogar als "radikal neoliberal" Das wundert mich ebenfalls sehr, weil eine neoliberale Partei würde - meines Wissens - Verbrauchssteuern, bspw. die MWSt, nicht senken wollen oder die Erbschaftssteuer gar ganz abschaffen wollen wie die AfD. Neoliberale Politik ist es, Einkommenssteuern zu senken, um Leistung stärker zu belohnen. Leistungsloses Einkommen wie eine Erbschaft würde eine neoliberale Partei hingegen eher stärker besteuern. Oder nicht?
Also erstmal: Willkommen auf der Erde. Weiß nicht, wie das auf Deinem Planeten ist, aber hier darf man nicht nur auf Wahlwerbung oder die Bildzeitung (wahlweise FAZ oder Welt) hören.

Neoliberale sagen Dinge wie "Leistung muss sich wieder lohnen", und "Es gibt kein Recht auf Faulheit", und "Leistungsträger dürfen nicht über Gebühr belastet werden", ja.
Aber das ist nicht, was sie meinen, und schon gar nicht, was sie entscheiden.

Leicht zu erkennen. Kennst Du das Arbeitspensum einer Krankenschwester oder eines Paketboten? Die Belastung eines Altenpflegers? Die Komplexität in der Krebsforschung, oder die Verantwortung eines Ingenieurs?
Das sind die hart arbeitenden Leistungsträger, die hier alles am Laufen halten, nicht die Banker, Unternehmensberater, Makler und.. aber ich schweife ab.
In der biologischen Forschung verdient man durchschnittlich 1600€/Monat. Paketboten drunter, Krankenschwestern leicht drüber. Ingenieure ausserhalb der Konzerne auch oft eher 3000.

Und jetzt vergleich mal, was die FDP in den letzten 50 Jahren so gefordert hat? Nützt irgendwas davon diesen Leistungsträgern? Oder doch eher den Besserverdienenden, egal wieviel Leistung die liefern?

Aber ernsthaft, schön, dass der Widerspruch noch anderen auffällt. Leistung predigen, aber dann leistungsloses Einkommen entlasten.

Die Neoliberalen widersprechen sich aber nicht nur da selber. Es waren doch genau die Leute, die Jahrzehnte lang einen "schlanken Staat" gefordert haben und "Eigenverantwortung", die immer für die Kürzung staatlicher Hilfen geworben haben.
Jedenfalls so lange sie selber gut verdient haben.
Kaum machen sie Verluste, erwarten sie, dass der Staat einspringt.
In der Bankenkrise I - Sub-prime-Krise. Da durfte eine vom Steuerzahler finanzierte Bad Bank den privaten Banken ihre schlechten Risiken abkaufen. Die Verluste wurden sozialisiert.
In der Bankenkrise II - Griechenlandkrise. Da wurde den Griechen das Geld des Steuerzahlers geliehen, damit sie damit ihre Schulden bei den Banken und deren großen privaten Investoren zurückzahlen konnten. Voll, und auf Heller und Pfennig.
Jetzt, wo sie das Geld dem Steuerzahler schulden statt den Reichen kann über einen Schuldenschnitt nachgedacht werden.


Die cDU und sPD übrigens ganz genauso neoliberal. Leiharbeiter, auch Akademiker können immer noch für viel weniger beschäftigt werden, bei höherer Stundenzahl, quasi nicht vorhandener Jobsicherheit, kaum Aussichten auf Karriere. Aber Körperschafts- und Kapitalertragssteuer wurden seit Kohls Zeiten halbiert.
Die Schlupflöcher in der Erbschaftssteuer werden nun seit vielen Jahren vom Verfassungsgericht moniert. Die GroKo verschleppt und verzögert, und liefert dann etwas, das vermutlich auch wieder nicht hinkommt.

Gibt übrigens bei den Linken (insgesamt, nicht der Partei) sehr viele von den oben aufgeführten Leistungsträgern. Genau deswegen. Weil sPD, cDU, FDP und AfD Einkommen mit Leistung verwechseln.

Oh, nochwas. Man kriegt nicht, was man verdient. Man kriegt auch nicht, was man "erwirtschaftet". Die Verteilungsfrage ist zuallererst eine Machtfrage. Und wer in Frankfurt Wohnungen vermieten kann, hat die Macht. Wer als hochqualifizierter Wissenschaftler in seinem Gebiet nur halbe Stellen angeboten kriegt - nicht. Deshalb verdient ein Makler Riesensummen, ohne echten Mehrwert zu schaffen, während andere für das Gehalt einer Putzfrau Krebs heilen.
Hatte ich schon erwähnt, für wen von beiden die AFDP die Steuern senken will?

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von ingo_001 » 23.09.2017, 23:21

Die Frage auf die es hinaus läuft: Welche Partei wählst Du?

Wie ich hier schon mehrmals geschrieben habe: Für mich ist keine der demnächst im Bundestag vertretenen Parteien wählbar, weil die NoGos bei jeder dieser Parteien die z.T. guten Inhalte leider weit überwiegen.

Dieses Mal werde ich jedenfalls eine der kleinerer Splitter-Parteien wählen.
Die wird zwar nicht die 5 %-Hürde schaffen, hat aber im Wahlprogramm keine sich widersprechenden Inhalte, sondern schlüssige fundierte und logisch nachvollziehbare Statements, die bei logischem (nicht ideologischen) Denken jeder rational denkende Mensch teilen sollte.

Aber statt Wahlprogramme zu lesen und zu bewerten folgen die Wahl-Lemminge lieber den selben hohlen Phrasen von "Links" wie jetzt auch "Rechts" ...
Dass die einen wie die anderen de facto unfähig/unwillens sind, die z.T. schon seit Jahrzehnten anstehenden Probleme zu lösen - egal ...
Es wird das blaue vom Himmel versprochen und andererseits ein Tuch des (Ver)Schweigens über die wirklich wichtigen Themen gelegt.

In diesem Sinne: Fröhliche Wahl.

CDU/CSU: Mutti Merkel Mehltau ... konkrete Inhalte - Fehlanzeige ...
SPD: Schulz (ich sag was, will aber an den wichtigen Dingen de facto doch nichts ändern) ...
GRÜNE: (Der dt. Moralinfinger wirds schon richten - Realität ist doch egal) ...
FDP: (der selbe Murks wie seit 20 Jahren - wenn auch neu verpackt) ...
Die LINKE: Besteuerung nach Wertschöpfung - super und auch logisch durchdachte Idee.
Leider ist fast alles andere genau so realitätsfremd wie bei den Grünen ...
AfD: Kritik an der Flüchtlingspolitik - ja, die übe ich auch. Ansonsten inhaltlich eine Mischung aus FDP und ein bisschen Die LINKE ...

Wenn Ihr also das haben wollt, was seit mehr als 30 Jahren hier usus ist, dann wählt eine der o.g. Parteien (die AfD sehe ich als die Rache des seeligen FJS, der so der CDU noch eins rein würgen will).
Wenn nicht, dann lest Euch die Wahlprogramme der anderen Parteien durch und versucht mal die "Rechts"/"Links" Denkschemata abzulegen und statt dessen mal die eigene Denkmurmel ins Rollen zu bringen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Bundestagswahl 2017 - Welche Partei wählt ihr?

Beitrag von blackrice » 23.09.2017, 23:52

danke Euch fuer die Muehe, interessant zu lesen, aber mir als NormalDeutscher ist all dies viel zu komplex, vlt. da ich zu lange im "Ausland" lebte...causing me headache...

folglich gehe ich morgen zur Kirche und nicht zur "Wahl"

solly
Globalisierung ist ein zweischneidiges Schwert, die schaerfere Seite wird dazu benutzt die schwaecheren Laender auszuschlachten

humans are the only species that cut down trees .. turn it into paper .. then write - '' SAVE THE TREES '' - on it

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