Rassismus in Deutschland

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von canni » 09.06.2016, 02:16

Viele schöne und meist auch interessante Worte. zeigt mir aber auch, dass Demokratie nicht mehr das ist, was es irgendwann mal sein sollte (und doch nie war)
In der ganzen Debatte in diesem Thread hat mich nur ein Situationsbericht mit lediglich 3 zeilen geschockt. Der Reisebericht von Shenzhen. Leute so ist es. Und ihr merkt es noch nicht mal. Der Rassismus hat sich uns doch längst entgegengestellt. Es geht auch nicht um "die" Femden, sonderen um "DAS" Fremde, das uns überrollt und zwar massiv.

Sich über ein eisernes Kreuz aufzuregen (wie oft sieht man das in GER? einmal im Jahr? Das zudem eine Ehrenbezeigung war für Menschen, die ihr Leben Deutschland gewidmet haben. Das empfinde ich als lächerlich! Selbst das Hakenkreuzverbot ist doch in die eigene Tasche gelogen. Scheinhgeilig. Hier in china seh ich das (ich weiss in ganz leicht abgewandelter Form) täglich. Und " Heil" galt schon für die Caesaren.

Warum müssen wir immer so einen Zauber um Dinge aus unserer Vergangenheit machen während um uns herum die Steinzeit einkehrt und wir nix aber auch gar nix dagegen tun. Weil es zu spät ist.
Ganz clever wurde von diesen Ritualien abgelenkt und uns Rasissmus gegen Menschen unterschoben.

Lest Euch Shenzhens Zeilen genau durch. Immerhin ist Berlin so was wie unsere Hauptstadt.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von GigiPineapple » 09.06.2016, 06:56

Shenzhens Worte. Naja.

Es entspricht erstens einfach nicht der Wahrheit, dass in der tiefsten bayrischen Provinz Frauen vollverschleiert herumlaufen. Ich habe in 22 Jahren meines Lebens genau 3 Frauen in Vollverschleierung gesehen - und die waren in einer Gruppe. An jeder Ecke sieht für mich anders aus. Und nein, ich treibe mich nicht nur in Kuhdörfern herum.

Dann zu dem Satz, es wäre nicht mehr sein Deutschland. Was soll das heißen, sein Deutschland? Hat dieses Deutschland früher einmal ihm gehört und tut es heute nicht mehr? Wenn das so ist, zu welcher anscheinend homogenen Gruppe zählt sich Shenzhen, die anscheinend besser ist und denen das "Deutschland" eigen Exklusivrecht? Gehöre ich dann da auch dazu? Ich bin sicher ein komplett anderer Typ Mensch als Shenzhen. Also: was sind die Kriterien dafür, welcher Mensch zu Deutschland gehört und wer nicht? Und wer soll das festlegen?

Fragen über Fragen. Ich halte die 3 Zeilen für nichts als Stimmungsmache mit simpelsten Aussagen. Das ist übrigens Populismus - ein Wort, das man selbst nicht gerne entgegensetzt bekommt. Aber der Beitrag ist voll davon.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von GigiPineapple » 09.06.2016, 08:48

Noch mal zur Anschaulichkeit:

Die relative Häufigkeit "Sichtung einer vollverschleierten Frau in Deutschland" meines Lebens beträgt 0,015 Prozent. Dabei habe ich die ersten 5 Jahre meines Lebens abgezogen sowie das Jahr, das ich in China verbracht habe.

Und das soll nicht mehr "dein" Deutschland sein? :roll:
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 09.06.2016, 09:19

Laogai hat geschrieben:
serenita hat geschrieben:Stoppt man den Wagen, der gerade mit dem Eisenkreuz vorbei saust?
Warum? Das Eiserne Kreuz ist weder ein verbotenes Symbol (wie etwa das Hakenkreuz oder die SS Runen), noch wird es bevorzugt von (Neo)Nazis verwendet. Von daher würde ich erst einmal keinen rechtsextremen oder gar rassistischen Hintergrund vermuten.
Hallo Laogai, wenn Du meinen Beitrag genau gelesen hättest, hättest Du gemerkt, dass von verboten keiner gesprochen hat. Tatsächlich sind nur ein geringer Teil der von Neo-Nazi/ der rechten Szene gern genutzten Symbole verboten. Ich sprach von "okkupiert", hier also im Sinne von mißbraucht. Auch stimmt Deine Behauptung nicht, dass das eisener Kreuz nicht bevorzugt von Neo-Nazis genutzt wird. Falls es Dich interessiert, hier eine Auflistung der Symbole der rechten Szenen: http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikont ... ichen-0912

Klar entscheidet sich jeder seine Haltung dazu. M.E. ist es eine Verharmlosung, zu sagen, dass es ja nur ein eisernes Kreuz von neutraler Bedeutung sein. Das Gesamtbild des Auftritts macht es aus, was das "neutrale" eiserne Kreuz vermittelt. Der in schwarz gehaltene Wagen, und das Kennzeichen mit "HH", sicherlich sind "HH" ja auch nur zwei Buchstaben, die in der deutschen Sprache vorkommen. Ebenso die Schwarz-weiß-Rot Flagge, die ist ja wie jeder weiß, NICHT verboten, daher keine Grund zur Aufregung. Ay, was für schöne Welt.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 09.06.2016, 09:21

Wer bei mir Tippfehler findet, der darf sie alle behalten.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 09.06.2016, 09:41

Rassismus ist manchmal sehr subtil, nicht offensichtlich.

Neulich rief mich eine Mutter an, völlig aufgeregt: meine Tochter wurde bedroht! Ich fragte nach was passiert ist. "Es haben Jungs ihr nachgepfiffen auf der Straße" O? dachte ich, war sie mal nicht deswegen stolz auf ihre schöne Tochter gewesen? "Ja, diese dunkelen Jungs, du weißt schon..." Achja, ich weiß, die blonden Jungs mit blauen Augen wurden aber gern gesehen. Auf ihre Aufforderung, ich sollte doch bitte dafür sorgen, dass die Lehrer dafür dort auf Patrouille laufen sollen, bin ich nicht eingegangen.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 09.06.2016, 10:01

canni hat geschrieben:Viele schöne und meist auch interessante Worte. zeigt mir aber auch, dass Demokratie nicht mehr das ist, was es irgendwann mal sein sollte (und doch nie war)
In der ganzen Debatte in diesem Thread hat mich nur ein Situationsbericht mit lediglich 3 zeilen geschockt. Der Reisebericht von Shenzhen. Leute so ist es. Und ihr merkt es noch nicht mal. Der Rassismus hat sich uns doch längst entgegengestellt. Es geht auch nicht um "die" Femden, sonderen um "DAS" Fremde, das uns überrollt und zwar massiv.
Der Punkt ist doch der, dass man hier über Jahrzehnte schlicht vorsätzl. verpennt hat bzw. nicht wahr haben wollte, dass Integration das A und O ist, mit der eine Gesellschaft steht oder im worst Case fällt.

Und wenn ich höre, dass wir (lt. Mrs. Roth) bei den Asylbewerbern für unser System werben müssen, dann ist das sachlich und logisch FALSCH, denn Werbung kann man zur Kenntnis nehmen und befolgen - oder eben nicht.
Wir müssen KLARE VORGABEN MACHEN und die (VERPFLICHTENDE INTEGRATIONSKURSE) auch durchsetzen.
Wer daran durch passiven oder aktiven Widerstand nicht teilnimmt, der bekommt kein Geld.
Dieses Wischi-Waschi: Evtl. ein Bisschen Integration - und dann noch nicht Mal nach einheitlichen Vorgaben ...
Das ist weder Fisch noch Fleisch - und fördert/verfestigt Parallel-Gesellschaften.
Und: Hier gilt keine Scharia oder andere Gesetzlichkeiten aus dem Herkunftsland.
Auch das MUSS VON ANFANG AN KLAR SEIN - UND bei Nichtbefolgung auch sanktioniert werden.
Macht man das nicht, dann s. nächsten Absatz ...

Ich habs ja wiederholt gesagt: Verpennt haben das CDU/CSU, SPD und FDP und nicht wahr haben wollten es DIE GRÜNEN - für einige gilt das bis heute.
Zum Glück haben sich da die Realos gegen die "Pippi-Langstrumpf-Fraktion" durchgesetzt.
Auch wenn Letztere nach wie vor nicht wirklich was mit den Begriffen Realität und Logik anfangen können/wollen.
canni hat geschrieben:Sich über ein eisernes Kreuz aufzuregen (wie oft sieht man das in GER? einmal im Jahr? Das zudem eine Ehrenbezeigung war für Menschen, die ihr Leben Deutschland gewidmet haben. Das empfinde ich als lächerlich! Selbst das Hakenkreuzverbot ist doch in die eigene Tasche gelogen. Scheinhgeilig. Hier in china seh ich das (ich weiss in ganz leicht abgewandelter Form) täglich. Und " Heil" galt schon für die Caesaren.
Es geht hier aber nicht um China, sondern um D.
Und hier wurde keinem Cesaren das "Heil" entgegen gerufen.
Das weißt Du so gut wie ich.
canni hat geschrieben:Warum müssen wir immer so einen Zauber um Dinge aus unserer Vergangenheit machen
Weil an DIESER VERGANGENHEIT NICHTS ZAUBERHAFTES IST - ALPTRAUMHAFT IST DA DIE PASSENDE BEZEICHNUNG.
canni hat geschrieben: während um uns herum die Steinzeit einkehrt und wir nix aber auch gar nix dagegen tun. Weil es zu spät ist.
Deswegen sage ich ja auch immer wieder: Hiesige Gos und NoGos KLAR BENENNEN UND AUCH KONSEQUENT DURCHSETZEN BZW. SANKTIONIEREN.
canni hat geschrieben:Ganz clever wurde von diesen Ritualien abgelenkt und uns Rasissmus gegen Menschen unterschoben.
Tja, Kritik an Missständen und Problemen äußern, dass wurde/wird von den "Pipi Langstrumpfs" irrigerweise mit Rassismus gleich gesetzt.
Ein typisch "Linker" Beiß-Reflex, wenn man die Augen vor Problemen verschließt und statt dessen in einer Traumwelt lebt.

Das machen die "Rechten" aber eben auch.
Mit dem Unterschied, dass sie die Probleme nur auf emotionaler Ebene ansprechen und Emotionen schüren - Lösungen? Fehlanzeige bzw. Ideotologischer Murks.

Angesagt ist aber eine SACHLICHE und LOGISCHE Herangehensweise, die die Probleme klar benennt, dann aber eben auch die adäquaten Lösungen dazu.

Daran haben aber weder "Rechts" noch "Links" Interesse, weil sie sich so selbst letztlich überflüssig machen würden.
canni hat geschrieben:Lest Euch Shenzhens Zeilen genau durch. Immerhin ist Berlin so was wie unsere Hauptstadt.
Hab ich - und auch meinen Senf dazu gegeben (s. meine Statemens).
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Phytagoras » 09.06.2016, 16:49

Anecdotal Evidence:

Ich wohn in Solingen, einst das Hauptquartier der Salafisten in Deutschland und ich habe einmal eine Frau mit Burka gesehen. In Düsseldorf noch nie. In Köln, wo ich studiert hab, auch noch nie.

Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor, was seltsam ist, da die meisten selbst eine ausländische Partnerin haben. Es ist hier nicht das kritische Denken, sondern purer Rassismus. Natürlich gibt es Integrationsprobleme, auch gesetzliche in Deutschland.
Und natürlich machen ein Teil der Flüchtlinge Probleme, wollen sich nicht integrieren etc.

Aber das Niveau, auf dem das hier passiert würde man auf Stammtischen erwarten.

So könnte man auch verallgemeinern, dass alle Chinesen keine Manieren haben, weil sie auf die Straße rotzen, ihre Kinder auf die Straße kacken lassen, nur an sich denken, backstabben etc.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Topas » 09.06.2016, 19:28

Phytagoras hat geschrieben:Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor,
Dem ist so....
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
http://forum.chinaseite.de/forum48.html
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 09.06.2016, 23:28

Phytagoras hat geschrieben:Anecdotal Evidence:

Ich wohn in Solingen, einst das Hauptquartier der Salafisten in Deutschland und ich habe einmal eine Frau mit Burka gesehen. In Düsseldorf noch nie. In Köln, wo ich studiert hab, auch noch nie.
Und in unserem Haus wohnte 4 Jahre lang (bis ihnen die Miete zu hoch wurde) eine arabische Familie, wo die Ehefrau i.d.R. das Haus in eine Burka gehüllt verließ - und nu?
In einigen Straßen von Berlin sind mehr Burka-Trägerinen unterwegs, als Du sie bei Deinem Beispiel in 10 Jahren gesehen hättest - gehört halt mittlerweile zum Straßenbild in den betr. Gegenden.

Der Punkt ist doch: Wie integriert ist die jeweilige Person und akzeptiert sie, dass in D. die Religion nicht über den weltlichen Gesetzen steht.
Besagte Familie praktizierte Ihren Glauben privat und war von den Ansichten her, die sie vertrat nicht von unseren zu unterscheiden.
Wir hatten ein sehr gutes nachbarschftliches Verhältnis - bekochten uns an vielen Wochenenden gegenseitig, luden uns auch gegenseitig zu Familienfesten ein - und konnten im Wortsinn OFFEN und OHNE SCHEUKLAPPEN über Gott und die Welt reden.
Der "Super-GAU" bzw. "Denk-Welt-Untergang" für AfD & Co. :mrgreen:

Und bevor ich auf das Thema Religionsauffassung vs. weltliche Gesetzgebung kam, sprach das besagte Familie an.
Und - "oh Wunder": Es wurde exakt das beklagt (mangelnde/nicht vorhandene Integrationsbereitschaft) auf der einen Seite - und unzulängliche/inkonsequente Integrationsangebote auf der Anderen.

O-Ton: Man kann hier nicht ernsthaft erwarten, dass Menschen, denen Tradition und Religion über alles gehen ihr Verhalten ändern, indem man sie de faacto nur darum bittet.
Denn gerade DAS wird als Schwäche der Demokratie ausgelegt.
Und - weiterer wichtiger Punkt: Hier wird - anstatt AKTIV/ARGUMENTATIV die Werte der Demokratie zu verteidigen - viel zu sehr auf den alleinigen Good Will der jenigen gesetzt, die gar kein Interesse haben, siich hier zu integrieren.
Wer aus Gesellschften kommt, wo de facto die Religion das Leben vorgibt und zudem das Recht des Stärkeren gilt, der braucht auch hier entsprechende Ansagen/Vorgaben.

Das passierte viel zu lange nicht - Folge: Die Bildung und Verfestigung von Parallel-Gesellschaften und von Parallel-Justiz.
Und das ist dann natürlich auch ein Rückschlag für die, die sich integrieren wollen, denn sie sehen ja, dass im worst Case nur das gilt, was in der jeweiligen Parallel-Gesellschft festgelegt ist.
Gleichberechtigung von Mann und Frau?
Hohle Phrasen, weil Frau nur zum Einkaufen raus darf ...
Kein Einzelfall:In der Integrationsklasse meiner Frau waren 90 % froh, dass sie mal raus durften.
Das aber auch nur, weil sonst Soz.-Leistungen gekürzt wurden.
Und von diesen 90 % sagten bis auf eine Alle: Wir verhauen die Prüfung absichtlich, solange, bis wir sie bestehen müssen, weil das die einzige Chance auf etwas Freiraum ist.

Ein Gespräch mit dem Dozenten (2007) erbrachte, dass das auf die überwiegende Mehrzahl arabischer bzw. libanesischer Frauen zutraf - daran hat sich de facto bis heute nicht viel geändert, denn die o.g. Probleme existieren nach wie vor.

Diese Missstände (ich habs schon mehrmals gesagt) sehen auch die, die hier seit Jahrzehnten arbeiten und aus Ländern wie der Türkei, dem Libanon oder dem Kongo kommen.
Und die hatten entschieden schlechtere Startvoraussetzungen hier in D. (keine Integrationskurse z.B.)
Primär kommt es auf den Integrationswillen an.
Ist der da, dann muss der mit allen Mitteln (und mehr als bisher) unterstützt werden.
Ist der aber nicht da, dann gehts ab in die Paralell-Gesellschaft, weil man die Demokratie nicht für voll nimmt bzw. offen oder verdeckt gegen sie oppuniert.
Phytagoras hat geschrieben:Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor, was seltsam ist, da die meisten selbst eine ausländische Partnerin haben. Es ist hier nicht das kritische Denken, sondern purer Rassismus. Natürlich gibt es Integrationsprobleme, auch gesetzliche in Deutschland.
Und natürlich machen ein Teil der Flüchtlinge Probleme, wollen sich nicht integrieren etc.
Mal davon abgesehen, dass ich meinen Standpunkt zur AfD mehr wie klar zum Ausdruck gebracht habe.
Bei dies bzgl. Zweifeln bitte meine Posts in diesem Faden (noch mal) lesen oder die SuFu nutzen:

Welcher der von mir aufgeführten Punkte trifft denn auf Chinesen zu?
Phytagoras hat geschrieben:Aber das Niveau, auf dem das hier passiert würde man auf Stammtischen erwarten.
Das mag auf einzelne zutreffen - jedoch nicht auf mich.
Wer das meint, der soll bitte entsprechende Zitate von mir bringen aber die dann nicht aus dem Zusammenhang greifen.
Phytagoras hat geschrieben:So könnte man auch verallgemeinern, dass alle Chinesen keine Manieren haben, weil sie auf die Straße rotzen, ihre Kinder auf die Straße kacken lassen, nur an sich denken, backstabben etc.
Nur an sich denken - ne chin. Eigenart?
Aus welchem Land stammt wohl der Werbe-Spot: Mein Auto, mein Boot, mein Haus?
Oder: Unter dem Strich zähl ich.

Aha ... :idea: :wink:

Und dass Chinesen ihre Kinder (hier in D.) auf die Straße schei**en lassen ... Quellen/Fotos dazu?

Ich sehe hier keinen Chinesen, der durch Aggitation, Druck, oder gar Gewaltandrohung das chin. Ein-Parteien-System hier durchsetzen will - Du etwa?

Ok, die FLG-Jünger aggitieren auch - aber weder qualitativ noch quantitativ auf dem Niveau von Hardcore Salafisten oder des sog. IS.

So viel zu Deinen Vergleichen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 09.06.2016, 23:31

Topas hat geschrieben:
Phytagoras hat geschrieben:Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor,
Dem ist so....
Deswegen ja auch bei jeder Gelegenheit mein Appell: Sachlich bleiben.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von canni » 10.06.2016, 00:58

Phyto, Du bist doch viel zu jung um etwas über den Geist des Stammtisches zu wissen! Den gibt es schon lange nicht mehr. Und er wurde durch Facebook und ähnliches ersetzt. Anonym bleiben. Das ist die Generation. Aber das hat mit dem Geist eines früheren Stammtisches überhaupt nichts zu tun.

also erzähl hier nicht Dinge, die Du nicht kennst. Ein Stammtisch war früher - im Gegegensatz zu dem was ich aus Deinen Zeilen rauslese - eben kein Treffen von Säufern und altbackenen, sondern es traf sich der ganze Querschnitt der damaligen Gesellschaft. Und damit auch der ganze Querschnitt der Bildung und Meinungen.

Und es gab verschiedene Stammtische. Den Sonntagmorgen, den sport, den nach der Arbeit, den Frauen, usw usw.

Also such Dir einen anderen Begriff.

Diese Leute, ich war nur an Fussball (vor den Spielen) und Arbeit beteiligt. taten kontrovers ihre Meinung kund und die mit offenem Visier. Und meine ID war höchstens noch mein Nickname haha...
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Laogai » 10.06.2016, 02:08

canni hat geschrieben:Phyto, Du bist doch viel zu jung um etwas über den Geist des Stammtisches zu wissen!
[...]Und es gab verschiedene Stammtische. Den Sonntagmorgen, den sport, den nach der Arbeit, den Frauen, usw usw.[...]
[...]Diese Leute, ich war nur an Fussball (vor den Spielen) und Arbeit beteiligt.
canni, da ist wohl eine fette Entschuldigung gegenüber Phytagoras fällig!

Dein Geschwafel bezüglich eines Geist des Stammtisches ist bar jeder Vernunft und das gibst du auch noch selbst zu. Schäme dich!
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Shenzhen » 10.06.2016, 03:42

Mein Deutschland ist es nicht mehr - d.h. es ist nicht mehr das Deutschland das ich in meinem Herzen trage - was es jetzt ist ist nur noch ein Schatten dessen.

Wenn man einem auch noch erklaeren muss was "mein Deutschland" bedeutet eruebrigt sich eh jede weitere Unterhaltung....

Da ich zum "Vergnuegen" in Deutschland war (gluecklicherweise nur kurz auf der Durchreise) war ich Wochentags unterwegs, wo normale Menschen arbeiten - Burka Traegerinnen und Asylanten im Allgemeinen sind ja zum Nichtstun verbannt, evtl. ist daher meine Sicht eine etwas andere als die eines normal arbeitenden deutschen Buergers. In der Umgebung meines ehem. Elternhauses gibt es im Umkreis von 5km vier Asylantenheime und das in einem niedrig besiedelten Randbereich Berlins.

1bauer
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von 1bauer » 10.06.2016, 08:18

Phytagoras hat geschrieben:
Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor, was seltsam ist, da die meisten selbst eine ausländische Partnerin haben.

Wahrscheinlich gerade deshalb :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

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