Rassismus in Deutschland

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von MannAusChina » 06.06.2016, 11:24

Der AfD-Mann lobte NPD-Parolen als "sehr klug"!

der Slogan "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" sei nicht auf seinem Mist gewachsen, den habe er zufällig auf einem Plakat gesehen und fand ihn "einleuchtend und sehr klug".

http://www.spiegel.de/kultur/tv/anne-wi ... 95993.html

Ich dachte dass NPD sich schon in AfD fusioniert hat. Falls es noch nicht der Fall ist, soll die AfD eine neue Partei "Affen für Deutschland" gründen und die NPD Brüder und Schwestern einladen. :roll:
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 06.06.2016, 11:39

MannAusChina hat geschrieben:Der AfD-Mann lobte NPD-Parolen als "sehr klug"!

der Slogan "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" sei nicht auf seinem Mist gewachsen, den habe er zufällig auf einem Plakat gesehen und fand ihn "einleuchtend und sehr klug".

http://www.spiegel.de/kultur/tv/anne-wi ... 95993.html

Ich dachte dass NPD sich schon in AfD fusioniert hat. Falls es noch nicht der Fall ist, soll die AfD eine neue Partei "Affen für Deutschland" gründen und die NPD Brüder und Schwestern einladen. :roll:
Gaulands Aussage ist auch da so lächerlich wie entlarvend.

Leider ist mein schönes dies bzgl. Posting gestern nicht mehr im gesperrten Thread zum Zuge gekommen.

PS.: Das Sperren eisens Threads "nur" weil das Thema unbequem ist, ist m.E. auch nicht das Gelbe vom Ei.

Wenn man nicht die Möglicheit hat, die Aussagen darin argumentativ, sachlich und logisch ad absurdum zu führen (was ein Leichtes ist), dann "sonnt" sich die AfD in der "Opfer-Rolle".

Nun hat Kim sicher "Hausrecht" - aber klug (im Sinne von sachlicher Auseinandersetzung) ist das Sperren des betr. Threads m.E. nicht.
Alleine schon der Gedanke, dass nun von der AfD evtl. gesagt wird: Die haben vor Diskussionen Angst ... ein fatales Signal.

An die AfD-ler: Wenn Ihr das glaubt, dann seid Ihr auf dem Holzweg - nur, um das mal klar zu stellen.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Shenzhen » 06.06.2016, 12:08

Ich muss sagen das sich mir ein erschreckendes Bild geboten hat nach meiner ersten Reise seit 3 Jahren zurück in die alte Heimat. Vollburkas waren in Berlin ja ab und an mal zu sehen, nun ist es fast Normalität, und selbst in der tiefsten Bayrischen Provinz laufen einem an "jeder Ecke" Vollverschleierte über den Weg. Das ist nicht mehr mein Deutschland...

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 06.06.2016, 13:17

Meine Meinung kennst Du - wie Jeder andere hier:

Wer hier her her kommt, um hier zu leben, der hat das GG (und daraus folgende Gesetze) ohne Abstriche zu befolgen.
Wer das macht und sich aktiv integriert, der ist, soweit er/sie hier anerkannter Asylbewerber ist herzlich willkommen.
Wer den Flüchtlingsstatus hat u. o.g. Voraussetzungen erfüllt ist das (auf Zeit) auch.
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Außerdem ist es höchste Zeit für ein Einwanderungsgesetz, denn nur so kann sinnvolle Einwanderung gesteuert werden.

Einwanderung mit Asyl gleichzusetzen ist ideologischer, unsachlicher und unlogischer Murks.
Asyl ist Asyl - und Einwanderung ist Einwanderung.
Beides muss strikt voneinander getrennt werden.
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Wer das aber nicht macht - und hier in Parallel-Gesellschaften abtaucht, in denen andere Gesetze gelten, als hiesige, der ist das Nicht.
Justiz und Gewalt-Monopol hat hier der dt. Staat - und sonst Nichts und Niemand.
Das muss klar sein - und ggfs. mit aller Härte durchgesetzt werden.
Alles andere - wie seit Jahrzehnten praktiziert - wird nur als Schwäche ausgelegt.

Es ist nicht nur statthaft, gegen Missstände zu demonstrieren, sondern (und gerade) auch für die Dinge, die uns wichtig sind - sonst gibts ein böses Erwachen in einem Land, was für sich hinwurschtelt, wo eder das machen kann, was er will - unabhängig von den Gesetzen ...

Und ich möchte weder von Parallel-Gesellschaften vorgeschrieben bekommen an was oder wen ich z glauben habe - noch von den angeblichen Rettern des Abendlandes.

Wir leben in einer Demokratie - und die ist (ich sags immer wieder) kein Naturgesetz.

Wer die behalten will, MUSS AKTIV dafür eintreten.
Wer das nicht macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in einem D. aufwacht, dass eine "gelenkte AfD Demokratie" ist - oder ein Land in dem der Staat als Demokratie in weiten gesellschaftl. Bereichen durch eine dee facto Theokratie ersetzt wurde.
Mag überspitzt klingen - aber in diese beiden Richtungen kanns laufen, wenn nicht auch mal FÜR unsere Demokratie auf die Straße gegangen wird.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Laogai » 08.06.2016, 00:47

Am Rande:
ingo_001 hat geschrieben:PS.: Das Sperren eisens Threads "nur" weil das Thema unbequem ist, ist m.E. auch nicht das Gelbe vom Ei.
Der Thread wurde nicht gesperrt, sondern gelöscht. Und er wurde auch nicht gelöscht weil er "unbequem" war, sondern weil er schlichtweg in diesem Forum nichts zu suchen hat.

Dieses Forum verkraftet einiges an Off-Topic (dieser Thread gehört übrigens dazu. Ebenso die ganzen halblegalen -äh- :wink: Fußball-Wetten). Aber wenn ganz klar eine politische Agenda propagiert wird, welche darüber hinaus gar nichts mit China zu tun hat, hört der "Spaß" einfach auf. Vielleicht befragst du mal deine Freundin "Logik" was sie dazu meint :idea:
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 08:43

Laogai hat geschrieben:Vielleicht befragst du mal deine Freundin "Logik" was sie dazu meint :idea:
Die Logik, die übrigens nicht nur meine Freundin ist, sondern allen offen steht, weils da (wie gesagt) kein Urheberrecht drauf gibt, sagt ganz klar:
In einem Unterforum-Deutschland, hat JEDES THEMA, seinen Platz, was D. betrifft, solange man sachlich argumentiert und und nicht ausfallend wird :idea:

In D. gibts nun mal mehr Themen als "identisches chin. Essen in D." etc. :idea:

Dass das Toppic, wenn ich Dein Post richtig lese, im OT-Thread gestartet wurde ist ... zwar quatsch, weil es nun mal ins Deutschland-Unterforum gehört - aber nun mal ein Topic, welches die dt. Öffentlichkeit beschäftigt.

Wer das nicht sehen will, müsste konsequent dann auch das Thema Politik in China ausklammern :idea:
Wird aber aus gutem Grund eben NICHT gemacht :idea:

Deswegen: DIE Logik, die für ALLE da ist, ist von Sachlichkeit und Klarheit geprägt.
Emotionen, wie von der AfD geschürt - und von den "Linken" gleichfalls genutzt, sind weder das eine, noch das andere.

Toppics wie "was wählt Ihr zur Bundestagswahl" sind dann wohl zukünftig auch verpöhnt, verboten ... :roll:

Nein, Laogai: Wenn, dann sollten politische Diskussionen (auch hier) alle Spektren (solange sie nicht gegen geltende Gesetze verstossen) abdecken.

Es ist doch gerade die Stärke der Demokratie, extreme Statements durch KLARE, SACHLICHE, und - ja, LOGISCHE ARGUMENTATION zu widerlegen :idea:

De facto sieht es hier aber so aus, als wenn gerade das nicht gewünscht ist - und man lieber den Kopf in den Sand steckt :(

Aber dadurch bekommt man das Thema AfD nun mal nicht vom Tisch ...
Das schafft man nur, indem man AKTIV dazu STELLUNG NIMMT - und zwar, SACHLICH und LOGISCH :idea:

Und das geht, denn u.a. ich mache das ja.
Ist (oder sollte) alles andere als eine mission impossible sein :wink:
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 09:24

Laogai hat geschrieben:Dieses Forum verkraftet einiges an Off-Topic (dieser Thread gehört übrigens dazu. Ebenso die ganzen halblegalen -äh- :wink: Fußball-Wetten).
Apropos Fussball und Wetten:
Ich wette, dass die FIFA-Fussbal WM der Männer in den 2030-ern in China statt finden wird.
Immerhin ist das Thema China als zukünftiger Global-Soccer-Player ja von höchster Stelle auf die To-Do-List gesetzt wurden :D

Und was sich Chinesen erstmal vorgenommen haben, das setzen sie auch um.

Wenn es nicht zu "böse" klingen würde, würde ich fragen:
Was passiert zuerst?
Die Eröffnung des BER oder die Austragung o.g. WM in China? :lol: :mrgreen:
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 08.06.2016, 11:02

...da fällt mir gerade die Szene gestern Abend ein, ein schwarzer Oldtimer, Fabrikat nicht sofort erkennbar, dafür aber das überdimensional große Eisenkreuz an der rechten Wagentür, zog an unserem Haus vorbei. Ich meine auch "HH" auf dem Kennzeichen gesehen zu haben.

Dazu fällt mir auch ein, dass in der Nähe unserer Kita ein Wagen mit der Beschriftung "Wehrsportgruppe" gesichtet wurde...

Auch war die Schwarz-weiß-rote Flagge Standard-Balkonzierde eines früheren Nachbarn...

Mir scheint, dass diese von Neo-Nazis occupierten Symbole, ausgenommen die Wehrsportgruppe, häufiger zu sehen sind.

Von der NPD ist im Moment erfreulicherweise nicht viel zu hören, dafür umso viel stärker die AfD.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 12:59

serenita hat geschrieben:Dazu fällt mir auch ein, dass in der Nähe unserer Kita ein Wagen mit der Beschriftung "Wehrsportgruppe" gesichtet wurde ...
Da gibts nur eins: Polizei informieren.
Ggfs. Kennzeichen des betr. Fahrzeugs merken/aufschreiben und wenn möglich ein Foto machen.
Wobei ich mir da nicht sicher bin, dass da (wieder Mal), der Datenschutz über die Notwendigkeit der Strafermittlung gestellt wird.
* Stichwort Entführter syrischer Flüchtlingsjunge vom LaGeSo-Gelände in Berlin, wo der Täter auch erst nach Wochen - durch eine "widerrechtlich" eingestellte Überwachungskamera eines Ladeninhabers ermittelt werden konnte, die diesen auf dem Gehweg vor seinem Laden klar zeigte.
serenita hat geschrieben:Auch war die Schwarz-weiß-rote Flagge Standard-Balkonzierde eines früheren Nachbarn...

Mir scheint, dass diese von Neo-Nazis occupierten Symbole, ausgenommen die Wehrsportgruppe, häufiger zu sehen sind.

Von der NPD ist im Moment erfreulicherweise nicht viel zu hören, dafür umso viel stärker die AfD.
Genau das ist eben die Krux:
Die AfD (zzgl. noch rechterer Parteien/Vereinigungen) werden entweder erst todgeschwiegen - und, wenn das nicht funktioniert, mit einem "damit wollen wir uns nicht ARGUMENTATIV AUSEINANDERSETZEN" nach dem Vogel-Strauss-Prinzip mit Nichtachtung gestraft.

Dass man sie so nur noch stärker macht - egal ...
Hauptsache man muss sich nicht mit der unbequemen Thematik beschäftigen ...

FALSCH: MUSS MAN DOCH, denn nur wer AKTIV GEGEN DIE z.T. kruden Statements SACHLICH UND KLAR ARGUMENTIERT, NIMMT IHNEN DEN FAULEN WIND AUS DEN EMOTIONALEN SEGELN.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 08.06.2016, 20:38

@ingo: Ich habe mir auch vorgenommen, auf jeden Fall ein Foto von dem Auto zu machen, falls ich den Wagen noch einmal sehen sollte.
ingo_001 hat geschrieben: Dass man sie so nur noch stärker macht - egal ...
Hauptsache man muss sich nicht mit der unbequemen Thematik beschäftigen ...

FALSCH: MUSS MAN DOCH, denn nur wer AKTIV GEGEN DIE z.T. kruden Statements SACHLICH UND KLAR ARGUMENTIERT, NIMMT IHNEN DEN FAULEN WIND AUS DEN EMOTIONALEN SEGELN.
Sich damit beschäftigen ist nicht das Thema, ich denke aber, dass viele einfach gar nicht wissen, was genau sie dagegen unternehmen können. Ruft man sofort die Polizei wegen der Flagge? Stoppt man den Wagen, der gerade mit dem Eisenkreuz vorbei saust? Was kann man in diesen Situationen genau AKTIV handeln? Einige laufen auch gern mit so einem Eisenkreuz-Tatoo rum, was tun? Die Bundeswehr nutzt auch das Symbol schließlich werden diese Symbolsammlungen ja auch deswegen von den Rechtsextremen mißbraucht.

Ich habe mal an einer Ampel einen Mann mittleren Alters im schwarzen Sweetshirt von Lonsdales angesprochen, ob er denn ein Neo-Nazi sei. Er verneinte die Frage. Heute bringe ich so eine Aktion bestimmt nicht mehr, weil sinnlos.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von serenita » 08.06.2016, 20:41

Im Umgang mit AfD hier eine interessante Empfehlung:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/ ... ichung.pdf
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 21:10

serenita hat geschrieben:@ingo: Ich habe mir auch vorgenommen, auf jeden Fall ein Foto von dem Auto zu machen, falls ich den Wagen noch einmal sehen sollte.
Das war jetzt nicht auf Dich gemünzt, sondern auf die jenigen, die nach dem Motto "Pfui, nicht meine Weltanschauung, also mach ich Nichts".
Sorry, wenn das anders rüber kam.
Hätte ich Dich gemeint, dann hätte ich nicht in der 3. Person geschrieben.
ingo_001 hat geschrieben:Dass man sie so nur noch stärker macht - egal ...
Hauptsache man muss sich nicht mit der unbequemen Thematik beschäftigen ...

FALSCH: MUSS MAN DOCH, denn nur wer AKTIV GEGEN DIE z.T. kruden Statements SACHLICH UND KLAR ARGUMENTIERT, NIMMT IHNEN DEN FAULEN WIND AUS DEN EMOTIONALEN SEGELN.
serenita hat geschrieben:Sich damit beschäftigen ist nicht das Thema, ich denke aber, dass viele einfach gar nicht wissen, was genau sie dagegen unternehmen können. Ruft man sofort die Polizei wegen der Flagge? Stoppt man den Wagen, der gerade mit dem Eisenkreuz vorbei saust? Was kann man in diesen Situationen genau AKTIV handeln? Einige laufen auch gern mit so einem Eisenkreuz-Tatoo rum, was tun? Die Bundeswehr nutzt auch das Symbol schließlich werden diese Symbolsammlungen ja auch deswegen von den Rechtsextremen mißbraucht.
Im betr. Fall bleibt faktisch nur Kennzeichen aufschreiben (besser Foto machen) und dann damit zur Polizei.
Ob und was die dann draus macht ... who knows.
Aber Du kannst wenigstens sagen, dass Du das, was für Dich möglich war gemacht hast.
serenita hat geschrieben:Ich habe mal an einer Ampel einen Mann mittleren Alters im schwarzen Sweetshirt von Lonsdales angesprochen, ob er denn ein Neo-Nazi sei. Er verneinte die Frage. Heute bringe ich so eine Aktion bestimmt nicht mehr, weil sinnlos.
Löbliche Absicht.

Aber die Mehrzahl wird sich da auch heute nicht outen/zu ihrer Ideotologie (mit Absicht so geschrieben) bekennnen - AfD hin Pegida her.
Insofern also tatsächlich leider Perlen vor die Säue.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von Laogai » 08.06.2016, 22:03

serenita hat geschrieben:Stoppt man den Wagen, der gerade mit dem Eisenkreuz vorbei saust?
Warum? Das Eiserne Kreuz ist weder ein verbotenes Symbol (wie etwa das Hakenkreuz oder die SS Runen), noch wird es bevorzugt von (Neo)Nazis verwendet. Von daher würde ich erst einmal keinen rechtsextremen oder gar rassistischen Hintergrund vermuten.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 22:15

serenita hat geschrieben:Im Umgang mit AfD hier eine interessante Empfehlung:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/ ... ichung.pdf
Deckt sich im Großen und Ganzen mit meiner Sichtweise.

Bis auf eine Ausnahme, die ich hier mal zitiere:
# Es geht auch ohne AfD
Es muss nicht auf jede Provokation von Seiten der
AfD reagiert werden. Aus demselben Grund muss
die Partei auch nicht in jeder Talk-Runde vertreten
sein, um eine ausgewogene Debatte führen zu können.
Generell gilt: Positionen zu referieren, aber
nicht direkt zu zitieren bietet weniger Möglichkeit
zur Selbstinszenierung.


Eben DAS sehe ich anders.
M.E. ist es GERADE wichtig zu JEDEM THEMA, was sie "zum Besten" geben, klar und sachlich Stellung zu nehmen.
Macht man das, dann verstricken sie sich i.d.R. recht schnell in Widersprüche - oder schweifen (mehr oder weniger offen) in andere Themenbereiche ab, was man durch entsprechend konsequente Gesprächsführung verhindern muss.
Aber Abschweifen bei unangenehmen Themen ist ja nun auch keine AfD-Erfindung, also sollte man von der Taktik nicht überrrascht sein.

Dazu braucht es dann aber ebend zwingend einen Moderator, der sich auch INHALTLICH mit dem AfD Programm und deren Standpunkte auseinandersetzt.
Macht man das (so wie ich das getan habe), stößt man sehr schnell auf Widersprüche und andere "Ungereimtheiten" und so - NUR SO - können sie "entzaubert" werden.
Kennt man die Knackpunkte (wovon es mehr als nur eine Handvoll gibt) und setzt dann auch konsequent dort an, dann hat man sie sachlich und logisch argumentativ sehr schnell an den Eiern.

Aber mit einem "Pfui, mit der AfD beschäftige ich mich nicht" erreicht man ... gar Nichts und macht sie dadurch im worst Case nur stärker.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 08.06.2016, 22:15

Laogai hat geschrieben:
serenita hat geschrieben:Stoppt man den Wagen, der gerade mit dem Eisenkreuz vorbei saust?
Warum? Das Eiserne Kreuz ist weder ein verbotenes Symbol (wie etwa das Hakenkreuz oder die SS Runen), noch wird es bevorzugt von (Neo)Nazis verwendet. Von daher würde ich erst einmal keinen rechtsextremen oder gar rassistischen Hintergrund vermuten.
Stimmt.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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