Rassismus in Deutschland

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Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 29.05.2016, 23:34

Sprüche über Boateng - Gauland macht es wie Trump

http://www.n-tv.de/politik/politik_komm ... 05261.html

Mit der Äußerung hat er sich und der AfD ein Eigentor geschossen.

M.E. kostet das der AfD mehr potentielle Wählerstimmen, als es ihr einbringt.

Da hilft es auch nichts, dass er sich "nicht an diese Aussage erinnern kann" dann aber auch sagt "es mag sein, dass ich seinen (Boatengs) Namen genannt habe."

Und dass sich Mrs. Petry "vorsorglich" für die Äußerung ihres Vizes entschuldigt, ist nun, da er das verzapft hat - nur ne Alibi-Reaktion.

Die Trump-Masche mag in den USA funktionieren - hier tut sie das nicht.
Jedenalls nicht in der Quantität bzgl. der Wählerstimmen - und das zeigt, dass die Teutonen (trotz der 10 - 15 % rechten Wählerpotentials) nicht so emotional reagieren, wie die Wähler in den USA.

Diese 10 - 15 %, sind für meinen Geschmack schon zu viel - gleichwohl muss auch D. lernen mit dieser Sachlage umzugehen (im europ. Vergleich ist das nichts Besonderes).

Solange man diesen 10 - 15 % durch klare Argumentation von Fakten (auch den Unangenehmen) den Wind aus ihren Segeln nimmt und ihnen so den Wählerzulauf abschneidet, sehe ich keine Gefahr.
Problematisch wirds m.E. da, wo Argumentation, durch inhaltsleere ideologische Phrasen ersetzt werden, denn damit ist man dann keinen Deut besser, als die Konkurrenz von rechts.

In diesem Sinne: Danke, Alex, dass Du mit Deiner "Glanztat" einigen potentiellen AfD Wählern die Augen geöffnet haben durftest - die machen ihr Kreuzchen nämlich jetzt ... woanders :mrgreen:

Mehr (Fettnäppchen) = weniger AfD-Wähler ... weiter so :mrgreen:
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shuhan
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 00:31

1. Ein Zitat von Herrn Gauland, welches völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

2. Völlig diffarmierend sind auch diverse Überschriften von FAZ und CO, nach denen Herr Gauland Boateng beleidigt hätte. Tatsächlich hat Herr Gauland keine persönliche Meinung über Boateng abgegeben, sondern sprach im ursprünglichen Inteview mit FAS lediglich davon, dass es Leute gibt, die zwar Boateng als Fußballer schätzen, aber "einen" (!, also nicht Boateng als Person gemeint) Boateng nicht als Nachbarn haben wollen.

3. Boateng ist gebürtiger Deutscher und ist beruflich erfolgreich. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass er für Persoen in Deutschland mit einem afrikanischen Migrationshintergrund eher nicht typisch ist. Viele Migranten aus den afrikanischen und arabischen Kulturräumen in Deutschland sind beruflich, bildungsmäßig und kulturell nicht integriert. Wer anders behauptet, ist schon realitätsblind.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 30.05.2016, 00:44

shuhan hat geschrieben:1. Ein Zitat von Herrn Gauland, welches völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

2. völlig diffarmierend sind auch diverse Überschriften von FAZ und CO, nach denen Herr Gauland Boateng beleidigt hätte. Tatsächlich hat Herr Gauland keine persönliche Meinung über Boateng abgegeben, sondern sprach im ursprünglichen Inteview mit FAS lediglich davon, dass es Leute gibt, die zwar Boateng als Fußballer schätzen, aber "einen" (!, also nicht Boateng als Person gemeint) Boateng nicht als Fußballer haben wollen.
Geschenkt.

Er ist Polit-Profi - seit Jahrzehnten und weiß, was er mit seinen Äußerungen auslöst.

Und diese Äußerung war berechnet und auf Provokation ausgerichtet.

Die facto Aussage: Die Leute wollen keinen Schwarzen als Nachbarn.
Nicht "einige Leute" (was für meinen Geschmack zwar schon zuviel ist - gleichwohl aber sein mag), sondern "die Leute".

Und das ist rassistisch, da gibts auch nichts zu interpretieren oder zu relativieren.
Er wollte provozieren und testen wie groß die Gegenreaktion ist.
Nun gut - jetzt weiß er es.

Insofern ist der Begriff Fetnäppchen tatsächlich nicht zutreffend.
Denn es war eine kalkulierte Aüßerung, die sich aber m.E. als Boomerang herausstellen wird.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 00:44

Ich bin übrigens mit 13 Jahren aus China eingewandert. Meine Eltern sind chinesische Wissenschaftler, die im Westen promoviert haben. Ich bin inzwischen in die AfD eingetreten. Bislang habe ich in der AfD keinerlei Anfeindungen erlebt, sondern nur Anerkennungen für die Leistungen, die ich in Deutschland erbracht habe.

Ich werde im Übrigen in absehbarer Zukunft für die Landtagswahl in einem Bundesland für die AfD kandidieren. Ich habe diesbezüglich schon Unterstützungen von mehreren Parteivorständen meines Landesverbandes erhalten. Ich habe nach meinem Studium mehrere Jahre in der deutschen Ministerialverwaltung gearbeitet und verfüge über einen Universitätsabschluss (Master, Promotion demnächst geplant).

Mal sehen. Vielleicht werdet ihr in naher Zukunft einen chinesischstämmigen AfD-Abgeordneten erleben. Ich werde mich jedenfalls für die AfD und für meine zweite Heimat engagieren!

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 00:50

Ich bin übrigens nicht der einzige Chinesischstämmige in der AfD. Ich kenne dort mindestens einen weiteren Chinesischstämmigen, der in Baden-Württemberg lebt, der sogar zum letzten Parteitag in Stuttgart angereist ist. Ebenfalls gibt es in der AfD Kurden und Vietnamesen.

Ein Landesvorstand der AfD in Schleswig-Holstein (gleichzeitig Kreisvorsitzender von Kiel) stammt übrigens aus Afrika. Soviel zum angeblich vorherrschenden Rassismus in der AfD.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 30.05.2016, 01:02

shuhan hat geschrieben:Mal sehen. Vielleicht werdet ihr in naher Zukunft einen chinesischstämmigen AfD-Abgeordneten erleben. Ich werde mich jedenfalls für die AfD und für meine zweite Heimat engagieren!
Ich weiß, das viele Chinesen (wenn sie denn hier wählen könnten) ihr Kreuzchen bei der AfD machen würden.

Das konservative, nationalistische Weltbild kommt ja auch dem in China Verbreiteten recht nahe.

Nur ist es eine ganz andere Sache, rasssistische Statements abzugeben bzw. diese zu vertreten.
Und was der rechte Flügel der AfD auf Eurem Parteitag durchsetzen wollte ... brauche ich Dir ja nicht zu sagen.

Konservativ und nationalistisch ... ok, damit muss eine Demokratie klar kommen, weils per se nicht anti-demokratisch ist.

Rassismus ist es aber - und da gibts Nichts dran zu rütteln.

Mrs. Petry muss (wenns da nicht schon zu spät ist) aufpassen, dass sie nicht das Schicksal von Lucke teilt.

Sie kann zwar m.E. logisch argumentieren - das aber leider nicht, ohne zu relativieren.
Und damit gibt sie dem Rechts-Außen-Flügel in der AfD Auftrieb.
Genau das könnte sie ihren Kopf (ihr Amt) kosten.
Denn eine klare Abgrenzung zu ganz Rechts (ala NPD & Co.) sehe ich nicht.
Sie will die Geister die sie rief nicht vergraulen, weil sie denkt, sie kontrollieren zu können.
Denn selben Fehler machte Bernd Lucke - und der ist ja bekanntlich von seinem "Baby" der AfD vor die Tür gesetzt worden.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 01:17

ingo_001 hat geschrieben:
shuhan hat geschrieben:1. Ein Zitat von Herrn Gauland, welches völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

2. völlig diffarmierend sind auch diverse Überschriften von FAZ und CO, nach denen Herr Gauland Boateng beleidigt hätte. Tatsächlich hat Herr Gauland keine persönliche Meinung über Boateng abgegeben, sondern sprach im ursprünglichen Inteview mit FAS lediglich davon, dass es Leute gibt, die zwar Boateng als Fußballer schätzen, aber "einen" (!, also nicht Boateng als Person gemeint) Boateng nicht als Fußballer haben wollen.
Geschenkt.

Er ist Polit-Profi - seit Jahrzehnten und weiß, was er mit seinen Äußerungen auslöst.

Und diese Äußerung war berechnet und auf Provokation ausgerichtet.

Die facto Aussage: Die Leute wollen keinen Schwarzen als Nachbarn.
Nicht "einige Leute" (was für meinen Geschmack zwar schon zuviel ist - gleichwohl aber sein mag), sondern "die Leute".

Und das ist rassistisch, da gibts auch nichts zu interpretieren oder zu relativieren.
Er wollte provozieren und testen wie groß die Gegenreaktion ist.
Nun gut - jetzt weiß er es.

Insofern ist der Begriff Fetnäppchen tatsächlich nicht zutreffend.
Denn es war eine kalkulierte Aüßerung, die sich aber m.E. als Boomerang herausstellen wird.
Tja, ich muss dich da leider enttäuschen.

Meiner Analyse zufolge kann sich die AfD schon sicher damit rechnen, mit zweistelligem Ergebnis in den Bundestag einzuziehen. Womöglich schafft sie sogar, die SPD als zweitstärkste Kraft abzulösen.

Die von der Merkel-Regierung herbeigeführte Flüchtlingskrise ist längst nicht vorbei. Allmählich werden die Folgen der unkontrollierten Masseneinwanderungen jedoch für immer mehr Menschen in Deutschland ersichtlich.

Beispiel Arbeitsmarkt:

Die Bundesagentur für Arbeit hat schon 2015 prognostiziert, dass es im 2016 mindestens
400.000 neue Zugänge in die Grundsicherung durch Flüchtlinge geben wird. 81 Prozent der arbeitslosen Flüchtlinge hätten keinerlei formale Qualifikation (Bundesagentur für Arbeit, Oktober 2015).

Laut Prof. Dr. Ludger Wößmann (Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik) haben Zwei Drittel der Asylbewerber aus den Kriegsländern keine berufsqualifizierende Ausbildung. 65 Prozent der Schüler in Syrien konnten vor Ausbruch des Bürgerkriegs kaum lesen und schreiben. Diese werden auch "funktionale Analphebeten" genannt. Vom Lernstoff her hinken syrische Achtklässler im Mittel fünf Schuljahre hinter gleichaltrigen deutschen Schülern hinterher.(Quelle: Presseinterview mit Ludger Wößmann von ifo, Die Zeit, 19.11.2015, S. 81)

Die Folgen sind daher:

1: Steigende Arbeitslosigkeit
2. Rasant steigende Zugänge in die sozialen Systeme
3. Mehr Konkurrenz unter den Geringverdienern
4. Druck auf die Löhne der unteren Segmenten

Wenn dann der Mindestlohn für die Flüchtlinge ausgesetzt wird, was zwangsläufig kommen muss, um diese in eine Beschäftigung zu bringen, dann werden einheimische Geringverdiener wieder benachteiligt. Die Firmen müssen zwar für die Flüchtlinge weniger zahlen, am Ende werden die zu aufstockenden Löhne aber vom Staat bezuschusst.


Beispiel Kriminalität:

Laut der Polizei Baden-Württemberg gab es zwischen Januar und Oktober 2015 in Baden-Württemberg 23511 Straftaten durch Flüchtlinge (Darunter 873 gefährliche oder schwere Körperverletzungen auf, 663 Wohnungseinbrüche, 1565 Rauschgift-und 202 Sexualdelikte)

Die Kriminalitätsquote von Flüchtlingen liegt 300 bis 400 Prozent über dem Durchschnitt!

(Quelle: Stuttgarter Nachrichten, 26. November 2015, http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 9733a.html)


Beispiel: Kulturelle und religiöse Konflikte


Laut Karin Kneissel, studierte Arabistin und österreicheDiplomatin a.D., die viele Jahre in Syrien und im arabischen Raum gelebt hat, sind die Säkularen heute in Syrien die Minderheit (http://diepresse.com/home/politik/ausse ... en-Maenner).

Die Religion ist Dreh-und Angelpunkt allen Denkens und Handelns im heutigen Syrien. Deutschland ist jedoch eines der säkularsten und aufgeklärtesten Länder der Welt. Es wird zwangsläufig zu massiven kulturellen Spannungen führen. Die Ghettoisierung von ethnischen und religiösen Gemeinschaften als Folge einer derartigen Masseneinwanderung von Personen, die des Deutschen nicht mächtig sind, ist früher oder später unvermeidlich. Zudem werden ethnische und religiöse Konflikten nach Deutschland ausgetragen werden. Zum Beispiel gibt es schon heute teilweise gewaltätige Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland.



Beispiel: Geschlechtsverhältnis


Es gibt derzeit in Deutschland 10 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren, darunter 5 Millionen junge Männer.

80 Prozent der nach Europa strömenden Flüchtlinge sind allein reisende junge Männer zwischen 17 und 30 Jahren (diepresse, 03.10.2015). 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge zwischen 18 und 30 Jahren (FAZ, 18.10.2015). Die Zahl der registrierten Flüchtlinge in Deutschland im 2016 betrug fast 1,1 Millionen (Dunkelziffer der nicht registrierten nicht einberechnet). Und wir wissen, dass allein im letzten Jahr hunderttausende Flüchtlinge unregistriert ins Land kamen.

Daher: Im 2015 allein sind etwa so viele junge Männer als Flüchtlinge eingereist wie ein Fünftel der jungen männlichen Bevölkerung Deutschlands.

Und wir wissen, jedes Land mit einem so hohen Männerüberschuss wird zwangsläufig destablisiert. Soziale Spannungen werden steigen, die Kriminialitätsrate wird in die Höhe schnellen.

Beispiel Kosten

Der Bund stellt bis 2020 insgesamt rund 93,6 Milliarden Euro zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Verfügung.

Dabei ist der Bund nur für 40 Prozent der Ausgaben für die Flüchtlinge verantwortlich. DIe Länder sind für die weiteren 40 Prozent, und die Kommunen für 20 Prozent der Kosten zuständig. Jeder kann sich ausrechnen, wieviel uns das allein in den nächsten drei Jahren kosten wird. Und das in einer Zeit, wo Länder wie Japan oder USA massiv in die Forschung und in die digitale Umrüstung ihrer Wirtschaft investieren. Und Deutschland investiert Unsummen, um Millionen Menschen das Lesen und Schreiben und das Benehmen beizubrigen! Was für ein Witz!

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 30.05.2016, 01:26

shuhan hat geschrieben:Tja, ich muss dich da leider enttäuschen.

Meiner Analyse zufolge kann sich die AfD schon sicher damit rechnen, mit zweistelligem Ergebnis in den Bundestag einzuziehen. Womöglich schafft sie sogar, die SPD als zweitstärkste Kraft abzulösen.
Wo habe ich geschrieben, dass es die AfD nicht in den Bundestag schafft?
Ne ganz andere Frage ist, ob es Mrs Petry schafft auf dem Chef-Sessel zu bleiben.

Ich habe doch klar von 10 - 15 % Wählerpotential geschrieben.

Deshalb: Erst richtig lesen - und dann kommentieren.

Auf den Rest gehe ich später ein - der Wecker klingelt um 6 Uhr.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von tanzhou » 30.05.2016, 01:30

@Shuhan: Bist Du dann bei der AFD der sogenannte "Aushaenge-Auslaender", so eine Art Alibi fuer gelungene Integration und gespielte Akzeptanz? Das macht das ganze noch laecherlicher. Abgesehen davon, dass ich von der AFD nichts halte, im Uebrigen genauso wenig von der Linken, ist diese Partei fuer mich nichts anderes als eine temp. Randerscheinung - eine Anlaufbecken fuer die "besorgten Buerger" und fuer die, die nicht um die Ecke denken koennen.
Die AFD wird es vllt in den Bundestag schaffen und dann wieder Geschichte sein. Vllt aber zerfliesst die AFD auch schon vorher wieder (schliesse mich da in Ingos Richtung an). Dann kannst Du wieder im Ministerium stempeln gehen und Deine Partei-Karriere an den Nagel haengen :mrgreen:

Schoene Gruesse aus dem morgendlichen heissen Zhongshan!

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 01:40

tanzhou hat geschrieben:@Shuhan: Bist Du dann bei der AFD der sogenannte Aushaenge-Auslaender, so eine Art Alibi fuer Integration und gespielte Akzeptanz? das macht das ganze noch laecherlicher. Abgesehen davon, dass ich von der AFD nichts halte, im Uebrigen
Na und? Frau Merkel hat damals nach der Wende doch auch davon profitiert hat, dass sie Ostdeutsche ist. Was glaubst du, warum sie nach der Wende sofort ein Amt als Ministerialrätin im Bundespresseamt (was der durchschnittliche deutsche Ministerialbeamter des höheren Dienstes erst nach mindestens 20 Dienstjahren erhielt) bekam? Dass sie dann innerhalb eines Jahres von Kohl als Bundesministerin ins Kabinett geholt wurde?

Solange ich mich mit meinen Kompetenzen für die AfD und für Deutschland engagieren kann, ist es mir völlig wurscht, aus welchem Grund auch immer man meine Kandidatur unterstützen würde.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von tanzhou » 30.05.2016, 01:56

shuhan hat geschrieben:Solange ich mich mit meinen Kompetenzen für die AfD und für Deutschland engagieren kann, ist es mir völlig wurscht, aus welchem Grund auch immer man meine Kandidatur unterstützen würde.
Na dann engagiere Dich mal fuer die AFD, aber bitte nicht fuer Deutschland, solche Leute brauchen wir nicht. Im Uebrigen engagiert sich der gebuertige Deutsche Jerome Boateng fuer Deutschland. Das ists eigentlich was u.a. Deutschland ausmacht, Zusammenhalt, Toleranz und Weltoffenheit. Allerdings nicht das was die AFD versucht dem "gemeinen doofen Buerger" einzutrichtern. Und der faellt auf diese beabsichtigten, verbalen Ausrutscher der dahergelaufenen AFD-Typen Gauland, Petry und "toter Kuckuck" von Storch rein. Aber man sieht ja die Reaktionen anhand vieler Kommentare, u.a. bei der tagesschau.de, wie gut Gaulands Erguss angekommen ist. Wiegesagt, fuer mich nur eine zeitliche Randerscheinung.

So und nun allen einen guten Tag bzw, gute Nacht. :P

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 02:04

tanzhou hat geschrieben:@Shuhan: Bist Du dann bei der AFD der sogenannte "Aushaenge-Auslaender", so eine Art Alibi fuer gelungene Integration und gespielte Akzeptanz? Das macht das ganze noch laecherlicher. Abgesehen davon, dass ich von der AFD nichts halte, im Uebrigen genauso wenig von der Linken, ist diese Partei fuer mich nichts anderes als eine temp. Randerscheinung - eine Anlaufbecken fuer die "besorgten Buerger" und fuer die, die nicht um die Ecke denken koennen.
Die AFD wird es vllt in den Bundestag schaffen und dann wieder Geschichte sein. Vllt aber zerfliesst die AFD auch schon vorher wieder (schliesse mich da in Ingos Richtung an). Dann kannst Du wieder im Ministerium stempeln gehen und Deine Partei-Karriere an den Nagel haengen :mrgreen:

Schoene Gruesse aus dem morgendlichen heissen Zhongshan!
Na, bisher haben sich alle Hoffnungen von denjenigen, dass die AfD doch bitte schnell wieder verschwinden möge, nicht erfüllt.

Fakt ist, dass die CDU unter einer Angela Merkel ihren Linkskurs nicht ändern wird, nicht ändern kann. Es wäre für die Frau Bundeskanzlerin politischer Selbstmord, wenn sie ihre "Willkommenskultur" für Flüchtlinge wieder verneinen würde. Entscheidend ist zudem, dass es in der CDU derzeit keine Politiker gibt, die Merkel ersetzen könnten (aussichtsreiche Politiker wurden schon "ausgeschaltet"). Von daher wird der Linkskurs ("Modernisierungskurs") der CDU in absehbarer Zeit erhalten bleiben. Solange der Linkskurs der CDU aber bleibt, solange wird die CDU weiter konservative Wähler in die Arme der AfD treiben. Ein bundesweites Aufreten der CSU wird es auch nicht geben, da die CDU in diesem Fall ebenfalls in Bayern zur Wahl stellen würde und die CSU ihre absolute Mehrheit in Bayern verlieren würde (für die CSU ist nichts wichtiger als Bayern)


Fakt ist auch, dass durch die AfD keine klassischen Koalitionen wie Schwarz/Gelb oder Rot/Grün mehr möglich sind. Von daher wird es in absehrbarer Zeit entweder auf Schwarz/Rot, Schwarz/Rot/Gelb, Schwarz/Grün hinauslaufen. Bei jeder dieser Konstellationen wird sich die AfD weiter erstarken, weil sich die CDU programmatisch oder regierungspolitisch eben an die anderen linken Parteien anpassen muss.

Fakt ist auch, dass sich die SPD durch ihre Koalition mit der CDU überflüssig gemacht hat. Die Ungelernten oder Geringverdiener oder Fundamentallinke wählen sowieso die Linkspartei statt die SPD. Die linke Mittelschicht wählt immer mehr die Grünen. Regierungserfolge der SPD werden immer der Kanzlerpartei, also der CDU gutgeschrieben. Daher wird die SPD derzeit zwischen der Linke/Grünen einerseits, und der CDU andererseits zerrieben. Der Rest läuft zur Afd über.

Daher lautet meine Einschätzung eher: Es sieht alles danach aus, dass die bisherigen Volksparteien CDU und SPD immer weiter an Wähler an die AfD einbüssen werden und dabei allmählich ihren Status als Volksparteien verlieren werden.

Vor allem aber sind die bisherigen etablierten Parteien Grüne/Linke/CDU/SPD so sehr in ihrer politischen Korrektheit verfangen, dass sie Themen nicht mehr ansprechen wollen und können, die vielen vielen Menschen in Deutschland unter den Nägeln brennen. Diese Themen reichen von dem Euro, von der Schuldenrettung europäischer Staaten, Masseneinwanderung hin zur Ausbreitung des politischen Islam.

Die AfD hat demnach noch beste Zeiten vor sich: Sie hat ein gewaltiges Wählerpotential von konservativem Lager bis in die Facharbeiterschaft hinein. Mittelfristig schätze ich die AfD auf mindestens 15-20 Prozent ein.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von shuhan » 30.05.2016, 02:12

tanzhou hat geschrieben:
shuhan hat geschrieben:Solange ich mich mit meinen Kompetenzen für die AfD und für Deutschland engagieren kann, ist es mir völlig wurscht, aus welchem Grund auch immer man meine Kandidatur unterstützen würde.
Na dann engagiere Dich mal fuer die AFD, aber bitte nicht fuer Deutschland, solche Leute brauchen wir nicht. Im Uebrigen engagiert sich der gebuertige Deutsche Jerome Boateng fuer Deutschland. Das ists eigentlich was u.a. Deutschland ausmacht, Zusammenhalt, Toleranz und Weltoffenheit. Allerdings nicht das was die AFD versucht dem "gemeinen doofen Buerger" einzutrichtern. Und der faellt auf diese beabsichtigten, verbalen Ausrutscher der dahergelaufenen AFD-Typen Gauland, Petry und "toter Kuckuck" von Storch rein. Aber man sieht ja die Reaktionen anhand vieler Kommentare, u.a. bei der tagesschau.de, wie gut Gaulands Erguss angekommen ist. Wiegesagt, fuer mich nur eine zeitliche Randerscheinung.

So und nun allen einen guten Tag bzw, gute Nacht. :P
Sorry, aber ob man mich als Politiker braucht, entscheidet letzendlich der Wähler. Und ich bin mal auf die Reaktionen der Wähler bzw. der Politiker der etablierten Parteien gespannt, wenn ich eines Tages für die AfD kandidieren sollte.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von MannAusChina » 30.05.2016, 10:06

ein hartnäckiger PRC-Gegner, ein scheinbarer Demokratie und Menschenrecht Befürworter ist in AFD eingetreten! Damit will er verhindern, dass die Flüchtlinge NICHT die Rechte als Menschen haben können! :lol: HAHAHA... was für ein Witz!

Ich kann mich noch daran erinnern, dass als der Herr Rösler FDP-Gesundheitsminister war gab's eine Befragung auf der Straßen zum Thema Wahlkampf. Ein Mann hat sich als SDP-Gegner identifiziert und folgendes gesagt: "ich würde FDP wählen, wenn die FDP den Chinese wegschafft!". Ich bin mir sicher, dass er jetzt auch in AFD eingetreten ist. :roll:

Ich habe vor 7 Jahre deutsche Bürgerschaft bekommen aber noch nie gewählt. Wegen dir Shuhua werde ich die nächste Bundestagwahl auf jeden Fall mitmachen. Es mir egal wer gewinnt, Hauptsache die AFD nicht!
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag von schnee85 » 30.05.2016, 10:13

MannAusChina hat geschrieben:

Ich habe vor 7 Jahre deutsche Bürgerschaft bekommen aber noch nie gewählt. Wegen dir Shuhua werde ich die nächste Bundestagwahl auf jeden Fall mitmachen. Es mir egal wer gewinnt, Hauptsache die AFD nicht!
Damit hat Shuhua schon mit seiner Partei Mitgliedschaft zu mehr gelebter Demokratie beigetragen. Chapeau!
Ich werde mir auf jeden Fall die Briefwahl auch nicht entgehen lassen, um eine Aufwertung von rechten Randparteien durch nicht wählen zu verhindern.

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