Chinesische Studentin in Dessau vermisst

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von Natal » 17.05.2016, 22:27

... nein es gibt definitiv keine Kameraüberwachung in dem Bereich - aus Datenschutzgründen sind in Dessau nur wenig angebracht an öffentlichen Plätzen und diverse andere Kameras dürfen nicht in den öffentlichen Bereich " hineinleuchten " oder aufzeichnen . Ist leider in Deutschland nicht statthaft . In Hinsicht auf dieses Verbrechen wär es mir auch lieber , wir hätten in jeder Ampel wie in China eine Kamera , aber das ist eben der Fluch des Datenschutzes ......wobei sich mir hier wieder die Frage stellt : Was ist wichtiger : die Privatspähre, die der Staat nicht ausleuchten kann bzw, darf oder die Aufklärung eines Gewaltverbrechens ...

Wirkliche Hinweise auf den Täter gibt es noch nicht . Sicher ist , daß das arme Mädchen vor ihrem Tod noch vergewaltigt wurde . Derzeit gehen sehr viele Hinweise aus der Bevölkerung und vor allen von in Dessau lebenden Chinesen ein . Vermutungen gibt es sehr vielen - von Irren bis hin zu enttäuscht verliebten Mitstudenten .

Ich versuche Euch auf den Laufenden zu halten mit neuen Infos - sofern ich es nicht vergesse :(

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von Laogai » 17.05.2016, 23:19

otternase hat geschrieben:Wahrscheinlicher jedoch ist, dass sie an anderer Stelle überfallen und getötet wurde und nur ihre Leiche später zB. per PKW an den Fundort gebracht wurde. Das würde leise und unauffällig sein und wäre wahrscheinlich nicht bemerkt worden.
My Dear Watson, warum sollte der Mörder, so er die Leiche wirklich in einem Auto transportiert hat, diese mitten in einem Wohngebiet ablegen? Noch dazu in unmittelbarer Nähe zur Joggingstrecke der Frau? Viel sicherer wäre es doch gewesen, den Körper irgendwo in ein abgelegenes Waldstück zu karren und dort zu entsorgen.

Das Thema Todesstrafe hatten wir hier im Forum bereits mehrfach, die Fronten sind also geklärt. Trotzdem für die Befürworter zwei Anmerkungen, die vielleicht/hoffentlich zum Umdenken führen (mit der Betonung auf Denken, denn wenn es um die Todesstrafe geht brennen bei vielen einfach nur die Emotionen durch, siehe canni):

1. Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat. Es gab bereits mehrere Studien dazu, keine hat dieses Argument der Befürworter der Todesstrafe bekräftigen können. Länder, welche die Todesstrafe abgeschafft haben, konnten danach keinen Anstieg bei den Kapitalverbrechen verzeichnen.
2. Diese Personen wären alle eines anderen Todes gestorben, hätte man sie nicht zu Unrecht exekutiert. Und das ist nur eine Liste der nachweislichen Justizirrtümer in Bezug auf die Todesstrafe. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Daher bitte Gehirn ein bevor Kopf ab :idea:
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Rübe runter

Beitrag von Laogai » 17.05.2016, 23:39

Laogai hat geschrieben:1. Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat. Es gab bereits mehrere Studien dazu, keine hat dieses Argument der Befürworter der Todesstrafe bekräftigen können. Länder, welche die Todesstrafe abgeschafft haben, konnten danach keinen Anstieg bei den Kapitalverbrechen verzeichnen.
Dazu zwei aktuelle Meldungen:

Duterte will Todesstrafe wieder einführen
Der gewählte philippinische Präsident Duterte kündigte die Wiedereinführung der Todesstrafe an.

Laogai meint: Soll er mal machen. Die Auswirkungen sind sicherlich spannend für alle Kriminologen auf dieser Welt.

Kampf den Drogen - mit aller Härte
Wenn man eine bessere Welt wolle, müsse man Drogenhändler hinrichten - sagt Indonesiens Präsident. Allein in den kommenden Tage sollen 15 Todesurteile vollstreckt werden. Die erhoffte abschreckende Wirkung scheint das aber nicht zu haben.

Laogai meint: Wie im Artikel erwähnt, die Todesstrafe ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit :!:
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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2016, 23:41

Natal hat geschrieben:... nein es gibt definitiv keine Kameraüberwachung in dem Bereich - aus Datenschutzgründen sind in Dessau nur wenig angebracht an öffentlichen Plätzen und diverse andere Kameras dürfen nicht in den öffentlichen Bereich " hineinleuchten " oder aufzeichnen . Ist leider in Deutschland nicht statthaft . In Hinsicht auf dieses Verbrechen wär es mir auch lieber , wir hätten in jeder Ampel wie in China eine Kamera , aber das ist eben der Fluch des Datenschutzes ......wobei sich mir hier wieder die Frage stellt : Was ist wichtiger : die Privatspähre, die der Staat nicht ausleuchten kann bzw, darf oder die Aufklärung eines Gewaltverbrechens ...
Ja, das ist Typisch deutsch.

Vor einigen Monaten wurde hier in Berlin, ein Flüchtlings-Junge von einem Unbekannten vom Gelände des LaGeSo einfach so entführt. Es existierte zwar ein Foto einer Überwachungskamera, doch dessen Auflösung/Qualität war nicht sonderlich gut.

Nach ca. 2-3 Wochen (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), meldete sich dann ein Ladenbesitzer, dessen Überwachungskamera ein gutes Bild des betr. Mannes aufgezeichnet hatte.
Nun fragt man sich, weshalb er so lange gewartet hat, um damit zur Polizei zu gehen.

Die Antwort: Die Kamera zeigte den betr. Mann auf öffentl. Straße - und das ist (aus Datenschutzgründen) nicht erlaubt. Der Ladenbesitzer musste also damit rechnen eine Strafanzeige zu erhalten - auch, wenn die Tataufklärung durch dieses Bild letztlich zum Ermittlungserfolg führte.
Denn der Täter stellte sich - NACHDEM er durch das gute Foto der Überwachungskamera identifiziert werden konnte.

Wäre es nicht so zynisch, müsste man über diese absolut UNLOGISCHE und ERMITTLUNGSFEINDLICHE Datenschutzgesetzgebung laut lachen.

NATÜRLICH sagt der logisch denkende Mensch, dass der Datenschutz da zurückzutreten hat (betr. Passage für den jeweiligen Fall auszusetzen ist), in dem durch Nutzung von Bild- und Videodaten Straftaten aufgedeckt bzw. Täter ermittelt werden können.

Aber - Fehlanzeige ...
Logik, eigenes Nachdenken - alles (wenn) nur rudimäntär vorhanden und zugunsten von ach so tollen Ideologien ad acta gelegt.

Datenschutz über Alles - auch über das Leben, oder der Gesundheit von Strafopfern - oder auch Raub oder anderer Straftaten.
Wie soll ich denn mein Haus überwachen, wenns mir untersagt ist, die Überwachungskamera so auszurichten, dass damit auch ein Teil der öffentl. Straße sichtbar ist?
Eben gar nicht ...
Und der Täter ... feixt sich eins, weil er eben nicht identifiziert werden kann, wenn er das Haus betritt oder verlässt.

DIESEN wahrlichen Schwachsinn, gibts so nur in D.

Wenn ich in der Öffentlichkeit unterwegs bin, dann muss ich damit rechnen, dass ich (z.B. von Touristen, oder einem Abendschau-Kamerateam) fotografiert werde - so what.

Solange ich nicht in meinen eigenen 4 Wäden ohne mein Einverständnis geknipst werde, denn DA ist die Priatsphäre jedes Einzelnen, solls mir egal sein.

Heute wird jeder Mist via FB, WeChat etc. ins www. gestellt - da schreit kein Schwein nach.

Aber wenns darum geht Straftaten aufzuklären, wird so getan, als ob man seine eigene Privatsphäre überall hin mitnimmt - wie relitätsfremd, naiv und ... ja, dämlich, muss man denn sein, wenn man dieses "Recht" vertritt?

In D. müssten sämtl. Straßen und Plätze leer sein - aber HALT: In Nachrichtensendungen und aller Art Reportagen sind ab und an VIELE Menschen zu sehen ... JA - AUCH HIER IN D.
Beim Essen am Sony-Center, beim Baden in den Freibädern - überall dort, wo sich die Menschen (z.B. bei schönem Wetter) gerne aufhalten.
Wird irgendwo gestreikt, dann sinds gar TAUSENDE Streikende oder z.B. wartende Fahrgäste auf den Bahnhöfen, die im TV gezeigt werden.

Und - wo sind die Unmengen von fälligen Strafanzeigen, wegen ungefragter Veröffentlichung des eigenen Bildes?
Oh, die gibts nicht?

Da scheinen die Menschen also weitaus mehr Realitätssinn zu haben, als die jenigen, die die Datenschutzgesetze, durchgestylt - aber undurchdacht vom Stapel gelassen haben ...

Datenschutz ist sicher in vielen Bereichen sinnvoll und muss ggfs. auch erweitert werden.

Aber Datenschutz, nur des Datenschutzes wegen - das ist inakzeptabel.

Wie gesagt: Bei der Strafverfolgung sollten die betr. Datenschutzregelungen für den jeweiligen Straffall außer Kraft gesetzt werden - alles andere wäre ... nein IST ... Täterschutz.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von cayman » 17.05.2016, 23:43

@Laogai
Schreib dein Gesabbel nochmal wenn es deine Familie getroffen hat, denn dann werden auch deine Emotionen mit dir durchbrennen und dein DENKEN aussetzen, oder würdest du vergeben?

Und noch was: ob die Fronten geklärt sind bestimmst doch wohl du nicht! Zwing uns doch bitte nicht immer deine Meinung auf, es nervt
Anstatt zu klagen was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von cayman » 17.05.2016, 23:49

Was wenn deine Kinder oder Kind Drogen abhängig werden/wird? Von einem Dealer der in oder an der Schule dealt? Bist du tolerant und wirst es akzeptieren? Du vertrittst die richtige Meinung solang es dich nicht persönlich trifft
Anstatt zu klagen was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient

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cayman sabbelte

Beitrag von Laogai » 17.05.2016, 23:56

cayman hat geschrieben:@Laogai
Schreib dein Gesabbel nochmal wenn es deine Familie getroffen hat, denn dann werden auch deine Emotionen mit dir durchbrennen und dein DENKEN aussetzen, oder würdest du vergeben?
Wenn es meine Familie trifft kommt sie nicht dadurch wieder zurück weil der Täter exekutiert wurde. Und um Vergebung geht es nicht. In Bezug auf die Todesstrafe geht es einzig um Rache. Also niedere Beweggründe.
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cayman sabbelte II

Beitrag von Laogai » 18.05.2016, 00:02

cayman hat geschrieben:Was wenn deine Kinder oder Kind Drogen abhängig werden/wird?
Ich habe meinen Sohn dahingehend erzogen, dass er eher die Laufbahn eines Drogendealers als eines Drogenabhängigen einschlagen wird. Damit bin ich auf der sicheren Seite :P
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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von ingo_001 » 18.05.2016, 00:29

Laogai hat geschrieben:Das Thema Todesstrafe hatten wir hier im Forum bereits mehrfach, die Fronten sind also geklärt. Trotzdem für die Befürworter zwei Anmerkungen, die vielleicht/hoffentlich zum Umdenken führen (mit der Betonung auf Denken, denn wenn es um die Todesstrafe geht brennen bei vielen einfach nur die Emotionen durch, siehe canni):

1. Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat. Es gab bereits mehrere Studien dazu, keine hat dieses Argument der Befürworter der Todesstrafe bekräftigen können. Länder, welche die Todesstrafe abgeschafft haben, konnten danach keinen Anstieg bei den Kapitalverbrechen verzeichnen.
2. Diese Personen wären alle eines anderen Todes gestorben, hätte man sie nicht zu Unrecht exekutiert. Und das ist nur eine Liste der nachweislichen Justizirrtümer in Bezug auf die Todesstrafe. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Daher bitte Gehirn ein bevor Kopf ab :idea:
Nun ja, wie Du schon sagst, bei dem Punkt streiten sich die Geister - und auch wir haben da andere Stanpunkte.

Fangen wir mal von hinten an.
Sicher, es werden auch Unschuldige hingerichtet - und jeder Einzelne ist einer zuviel.
Das liegt daran, dass deren "Schuld" eben NICHT ZWEIFELSFREI erwiesen ist - sie also UNSCHULDIG waren.
Wie man diese fatalen Fehlurteile vermeiden kann?
Ganz einfach: Die betr. Richter, denn DIE sprechen letztlich das Urteil, folgen dem unschuldig Hingerichteten ins Jenseits.
Was meinst Du, WIE ELOQUENT DANN ERMITELT WIRD?

Im ZWEIFELSFALL also - keine Todesstrafe.

Sind diese Zweifel aber ausgeräumt und die Täterschaft erwiesen, dann hat der Betr. sein Recht auf Leben verwirkt, denn gerade DAS hat er ja seinem Opfer (wie im vorliegendem fall) vorsätzlich genommen.

Und: es gibt auch die Fälle, wo die Täter ebend ZWEIFELSFREI ermittelt werden konnten - oder sich mit der Tat gar brüsteten.

Ob ich nun die Todesstrafe auch bei anderen Verbrechen als vorsätzlichen Mord befürworte?
Ich sage mal - Nein.

Obwohl ich da bei Kinderschändern schon grübeln muss.
Aber da ich weiß, dass die in der Knast-Hierarchie ganz unten stehen und dies bzgl. von ihren Mithäftlingen ... hmmm ... sanktioniert werden ... nein.

Was andere Länder sonst noch für Straftaten für "todesstrafenwürdig" erachten, hat HIER letztlich keine Relevanz, weil wir das weder ändern können - noch wirklich sagen können, dass (z.B.) weniger Rauschgift geschmuggelt werden würde, wenn die Todesstrafe nicht existieren würde.

Ich wage mal die Behauptung, dass, würde die Todesstrafe auf Rauschgiftschmuggel in Indonesien NICHT drohen, dieser größere Ausmaße hätte als er es jetzt hat.

Und sich beim Erwischtwerden auf den "Ausländer-Bonus" zu berufen ... DAS ist das Letzte.
Tja, Pech gehabt.
Hoch gepokert und - verloren.

Anderes (harmloses) Beispiel: Singapur.
Warum spucken Teutonen-Otto, US-Boy und Ali-Türk, da keine Kaugummies auf den Geweg oder schnipsen ihre Kippen fröhlich durch die Gegend?
Es liegt doch nicht etwa an den drakonischen Strafen, die drohen?
Doch - denn sonst würden die Straßen und Plätze dort so aussehen, wie hier..

Wenn ich EGAL WOHIN verreise, habe ich mich (obs mir gefällt oder nicht) an die Gesetze des jeweiligen Landes zu halten - oder die Konsequenzen zu tragen.
So einfach ist das.

Logisch denken und handeln - nicht drauf hoffen, das Idealismus per se die Lösung für Alles ist.
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Tot, toter, Richter

Beitrag von Laogai » 18.05.2016, 00:47

ingo_001 hat geschrieben:Wie man diese fatalen Fehlurteile vermeiden kann?
Ganz einfach: Die betr. Richter, denn DIE sprechen letztlich das Urteil, folgen dem unschuldig Hingerichteten ins Jenseits.
Was meinst Du, WIE ELOQUENT DANN ERMITELT WIRD?
Den Ansatz finde ich gar nicht so schlecht, denn dann würde es so gut wie keine Todesurteile mehr geben.
Oder könntest du dir vorstellen, dass es weiterhin Richter geben wird, die Angeklagte zum Tode verurteilen wenn auch nur der kleinste Verdacht besteht, dass sie im Fall eines Fehlurteils selbst das Zeitliche segnen werden?

Mit anderen Worten: Dein Vorschlag ist ziemlich für die Katz. Think harder!
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Re: Tot, toter, Richter

Beitrag von ingo_001 » 18.05.2016, 01:05

Laogai hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:Wie man diese fatalen Fehlurteile vermeiden kann?
Ganz einfach: Die betr. Richter, denn DIE sprechen letztlich das Urteil, folgen dem unschuldig Hingerichteten ins Jenseits.
Was meinst Du, WIE ELOQUENT DANN ERMITELT WIRD?
Den Ansatz finde ich gar nicht so schlecht, denn dann würde es so gut wie keine Todesurteile mehr geben.
Oder könntest du dir vorstellen dass es weiterhin Richter geben wird, die Angeklagte zum Tode verurteilen wenn auch nur der kleinste Verdacht besteht, dass sie im Fall eines Fehlurteils selbst das Zeitliche segnen werden?

Mit anderen Worten: Dein Vorschlag ist ziemlich für die Katz. Think harder!
Nö, weil eben gerade NUR SO die wirklich Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Es ist wie überall: Nur wenn der zur Verantwortung gezogen wird, der Mist macht, dann trennt sich die Spreu vom Weizen.

Einen Menschen gegen dessen Willen vom Dies- ins Jenseitz zu befördern, ist das Schlimmste Verbrechen, was ich mir vorstellen kann.
Nur: Wer das (wie gesagt) vorsätzlich tut, der hat damit sein eigenes dies bzgl. Recht verwirkt.

Sollte da selbstverständlich auch für den jeweiligen Richter gelten.

Hart wäre, den betr. vorsätzlichen Mörder (im worst Case Serienmörder) naach X-Jahren wieder raus zu lassen.
Die Abwägung Resozialisierung vs. (im worst Case) Wiederholungstat läßt nur einen logischen Schluss zu ...

Wird ein Einbrecher oder Steuerhinterzieher rückfällig, kostet das keine Menschenleben.

Wird ein vorstzlicher Mörder aber rückfällig, sieht das ganz anders aus - da ist eine Wiederholungstat dann schon eine zuviel.
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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von sowa » 18.05.2016, 14:58

Wie ich erfahren habe wird über dieses grausames Verbrechen in den chinesischen Medien übertrieben pauschalisiert. Hat einer von Euch Infos dazu?
Was ich natürlich nicht gut finde.
Da wird in Chinas Medienlandschaft vor Reisen nach Sachsen-Anhalt gewarnt!
Sogar der chinesische Botschafter hat sich dazu eingeschaltet.
Weil der Fremdenhass dort besonder hoch ist. Was für eine pauschale Verurteilung der chinesischen Medien! Fremdenhass gibt es überall in Deutschland und Europa.
So schlimm auch diesen Verbrechen auch ist und ich hoffe es wird bald aufgeklärt sollt man nicht pauschalisieren.
-War die Studentin wirklich fremdenfeindlichen Tätern zum Opfer gefallen?
-Oder was auch immer wieder vor kommt: Ein Sextäter fällt über eine Joggerin her?
-Oder war es eine klassische Beziehungstat: Studentin joggt mit einer männlichen Bekannten, er will mehr aber sie will nicht und es kommt zu einer Vergawaltigung und Mord?
Ja das sind alles Mutmassungen!

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von sowa » 18.05.2016, 14:59

Wie ich erfahren habe wird über dieses grausames Verbrechen in den chinesischen Medien übertrieben pauschalisiert. Hat einer von Euch Infos dazu?
Was ich natürlich nicht gut finde.
Da wird in Chinas Medienlandschaft vor Reisen nach Sachsen-Anhalt gewarnt!
Sogar der chinesische Botschafter hat sich dazu eingeschaltet.
Weil der Fremdenhass dort besonder hoch ist. Was für eine pauschale Verurteilung der chinesischen Medien! Fremdenhass gibt es überall in Deutschland und Europa.
So schlimm auch diesen Verbrechen auch ist und ich hoffe es wird bald aufgeklärt sollt man nicht pauschalisieren.
-War die Studentin wirklich fremdenfeindlichen Tätern zum Opfer gefallen?
-Oder was auch immer wieder vor kommt: Ein Sextäter fällt über eine Joggerin her?
-Oder war es eine klassische Beziehungstat: Studentin joggt mit einer männlichen Bekannten, er will mehr aber sie will nicht und es kommt zu einer Vergawaltigung und Mord?
Ja das sind alles Mutmassungen!

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von Phytagoras » 18.05.2016, 16:55

Weil der Fremdenhass dort besonder hoch ist. Was für eine pauschale Verurteilung der chinesischen Medien! Fremdenhass gibt es überall in Deutschland und Europa.
Ist in Ostdeutschland nicht dennoch der Rassismus höher als im Westen? Das ist jedenfalls mein Eindruck.
Zumal es solche (vorurteilsvollen) Berichte ja auch nicht nur in China gibt.

Meine Meinung zur Tat: Ist bestimmt keine fremdenfeindliche Tat, denn ich denke, dass grade Asiaten hier in Europa anders angesehen werden als Muslime.

____________________________________________________

Mal etwas ähnliches. In den ganzen Social Media Portalen gibt es ja auch Berichte, dass viele Chinesen beklaut werden in Ddorf, Köln und so. Schlimme Sache, aber da fragt man sich, warum muss man mit ner Hermes-Tüte durch die Stadt laufen, aber dann noch Bahn fahren...

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Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst

Beitrag von Phytagoras » 18.05.2016, 16:55

Weil der Fremdenhass dort besonder hoch ist. Was für eine pauschale Verurteilung der chinesischen Medien! Fremdenhass gibt es überall in Deutschland und Europa.
Ist in Ostdeutschland nicht dennoch der Rassismus höher als im Westen? Das ist jedenfalls mein Eindruck.
Zumal es solche (vorurteilsvollen) Berichte ja auch nicht nur in China gibt.

Meine Meinung zur Tat: Ist bestimmt keine fremdenfeindliche Tat, denn ich denke, dass grade Asiaten hier in Europa anders angesehen werden als Muslime.

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Mal etwas ähnliches. In den ganzen Social Media Portalen gibt es ja auch Berichte, dass viele Chinesen beklaut werden in Ddorf, Köln und so. Schlimme Sache, aber da fragt man sich, warum muss man mit ner Hermes-Tüte durch die Stadt laufen, aber dann noch Bahn fahren...

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