Warum nicht AFD wählen?

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Yingxiong
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von Yingxiong » 04.09.2015, 05:33

RoyalTramp hat geschrieben:
UNTER DEN BRAUNEN GLATZEN SIND ALLZUHÄUFIG ÜBERHAUPT KEINE "DEUTSCHEN" DEM ABSTAMMUNGSPRINZIP NACH! DAS KANN MAN AN DEN NAMEN ERKENNEN!
Und genau da zeigst du deinen Rassismus. Du verbreitest hier, dass z.B. Leute mit slawisch klingenden Namen nach dem Abstammungsprinzip keine Deutschen seien. Meine Familie ist z.B. deutsch, soweit wir den Stammbaum zurückverfolgen können. Trotzdem endet mein Name auf -ski, da die Familie meines Vaters aus Masuren stammt. Und du willst doch nicht etwa die Menschen, die aus Masuren stammen, nach dem Abstammungsprinzip als Nicht-Deutsche bezeichnen.

Einige der von dir genannten Namen stammen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Ostpreussen, Schlesien, Pommern, Sudetenland etc. Nach dem von dir genannten "Abstammungsprinzip" sind dies also genauso Deutsche. Und wenn du die Namenslisten der anderen Parteien durchforsten würdest, würdest du genau so viele slawischen Namen finden.

Du solltest dich erst mal erkundigen, bevor du hier solchen Müll von dir gibst.

Und mich dann als MLPDler oder KPDler hinzustellen, ist eine absolute Frechheit. Im Gegensatz zu anderen, die nur auf Ausländer schimpfen und Mauern und Zäune errichten wollen, um Probleme zu beseitigen, was nicht unbedingt der Problembeseitigung dient, spreche ich die Ursachen an.

Zum Vergleich: Wenn du Windpocken hast, willst du ja auch nicht vom Arzt Schminke, um das Problem zu verdecken, sondern du möchtest ein Medikament, das die Krankheitserreger bekämpft.

Ähnlich ist es mit der Flüchtlingssituation. Die Ursachen sind nicht in den Gesetzen, offenen Grenzen etc. zu suchen, sondern in den Situationen in den Heimatländern. Und wenn man da etwas verbessern kann, kommt es gar nicht erst zu den Flüchtlingsströmen.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2015, 08:29

@ Yingxiong

Nur zu blöd, dass die Nationalsozialisten annodazumal und die Glatzen von heute mehrheitlich sich auf ein GERMANISCHES ERBE berufen.

Übrigens: Gegen Slawen habe ich überhaupt nichts. Ich kann noch nicht einmal mit Sicherheit ausschließen, dass meine Familie nicht auch einen slawischen Ursprung hat, da mein Familiennamen sowohl eine germanische (Sumpf, Moor), als auch eine slawische Wurzel (Pferd) aufzuweisen hat. Allerdings bezieht sich die Familiengeschichte bis 1600 auf Kurhessen und davor verweist sie auf einen österreichischen (eigtl. bairischen) Familienzweig, aber ob in direkter Linie ist mir nicht bekannt. Immerhin besteht bei mir damit eine große Chance auf ein germanisches Erbe zurückzublicken. Und es wirkt auf mich sehr komisch, wenn sich dann slawische Abkömmlinge als Verteidiger eines germanischen Erbes aufspielen wollen und gröhlen "Ausländer raus!" im Wissen, dass sie selbst eigentlich von "Ausländern" abstammen! :mrgreen:

Aber es ist nix Neues, dass gerade in Osteuropa der Nationalsozialismus eine ungeheure Anziehungskraft auf viele, zumeist junge verwirrte Männer und einige Frauen ausübt. Ausgerechnet der Teil Europas, der unter den Nazis am meisten zu leiden hatte, zeigt die größte Affektion gegenüber dem nationalsozialistischen Gedankengut!

Vielleicht verstehst du jetzt, worauf ich mit den Namen anspielen wollte. Ich hätte es vielleicht klarer ausdrücken sollen, was mich an den braunen Glatzen gerade in Ostdeutschland mitunter so belustigt. Okay, meine Schuld. Und wenn ich deswegen in deinen Augen ein Rassist bin, dann bin ich für dich gerne einer. Nur dumm, dass die echten Rassisten mich komplett in die linke Ecke stellen würden. Irgendwas scheint also da nicht zu passen. Ach hey! Ich weiß es: Ich bin in der Mitte! Aber mit Leuten in der Mitte können die Rechten genausowenig anfangen wie die Linken, denn außer Rechts und Links gibt es in deren beider Weltsicht nichts anderes und kreieren durch ihr dummes Schwarz-Weiß-Denken erst viele der gesellschaftlichen Probleme.

P.S.: Die Namen verraten die Abstammung zumeist (es gibt auch Ausnahmen). Die von dir genannten Regionen gehörten nur zeitweise zu "deutschen" Monarchien, waren ansonsten die MEISTE Zeit über unabhängig oder slawischen Königtümern zugehörig und daher mehrheitlich nicht "deutsch" im eigentlichen Sinne! Es wurden dort vor Beginn der Akkulturation gegen Ende des 17. Jhrs. keine Variationen der "deutschen Sprache" gesprochen, sondern nur slawische Variationen, wenn man von den eingeschleppten Idiomen der deutschsprachigen Eroberer (z.B. Deutschritterorden) einmal absieht.

Ich denke, es ist hierbei total überflüssig, dich darüber aufzuklären, dass die slawische Namensendung "-ski" vor allem ein Adelsattribut des POLNISCHEN (!! nicht deutschen !!) Adels war, mit dem eine Herkunft bezeichnet wurde, ähnlich dem deutschen "von". Wenn du das noch nicht wusstest, dann google selbst. Als Startpunkt hilft auch hier WIKIpedia (Achtung!) (vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Polish_na ... ski.2F-ska).

Und wo ist jetzt das Problem? Vielleicht wurmt dich die Frage, ob ich dich als "deutsch" bezeichne. Ich kann dich beruhigen: Jeder, der sich selbst für einen Deutschen hält, bezeichne ich auch als Deutschen. Das heißt aber auch, dass jemand, der zwar einen deutschen Pass besitzt, sich aber nicht als "deutsch" betrachtet, sondern z.B. als "türkisch" - so einen betrachte ich dann eben auch z.B. als "türkisch" und nicht als "deutsch"! Wer wäre ich, so einem Gewalt antun zu wollen und ihn zu einer deutschen Identifikation zu zwingen, die er für sich selbst eindeutig ablehnt, Yingxiong?
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2015, 08:57

@ Yingxiong
Und mich dann als MLPDler oder KPDler hinzustellen, ist eine absolute Frechheit. Im Gegensatz zu anderen, die nur auf Ausländer schimpfen und Mauern und Zäune errichten wollen, um Probleme zu beseitigen, was nicht unbedingt der Problembeseitigung dient, spreche ich die Ursachen an.
Gut! Ich nehme diese beiden zurück. Denn immerhin hast du endlich Erklärungen geliefert, wonach ich nachvollziehen kann, warum du mich plötzlich als Rassisten siehst. Insofern kann ich darauf endlich auch eingehen und Erklärungen liefern, um etwaige Missverständnisse aus dem Wege zu räumen bzw. wo keine Missverständnisse vorliegen meine Positionen etwas klarer auszuführen . Auf diesem Niveau lohnt es sich dann auch weiterzudiskutieren, aber nicht mit Zweizeilern!

Was die von dir angesprochenen Ursachen betrifft, die du nicht benennst, ich aber zu kennen vermute, sei gesagt:

1. Die Sunniten und Schiiten brauchen den Westen nicht, um sich gegenseitig an die Gurgeln zu gehen. Das schaffen die seit 1100 Jahren auch ganz alleine sehr erfolgreich! Insofern müssen wir uns da kein schlechtes Gewissen einreden.

2. Was die wirtschaftlichen Situationen betrifft: Jeder Staat ist für sich selbst verantwortlich und kann eine wirtschaftsfreundliche Atmosphäre kreieren. Auch darauf haben wir keinen Einfluss! Wenn also Kosovo, Albanien, Bosnien usw. wirtschaftlich darniederliegen, hat das kaum mit uns zu tun, zumal - du selbst sagtest - kaum westliche Unternehmen dort investieren würden, weil die dortigen politischen Situationen unsicher seien.* Wenn aber nicht die Albaner, die Kosovaren und die Bosnier SELBST! ...wer soll denn dann dort für stabile Verhältnisse sorgen?

* Übrigens der totale Witz: Investiert man dort nicht ist man der Buhmann und wenn man dann investiert ist man der böse Ausbeuter. Wie man es als Unternehmen macht, ist es einfach nicht richtig für gewisse Teile der politisch engagierten Bevölkerung in Deutschland...

3. Was Südwest-Europa betrifft: Auch hier sollten sich die Länder selbst an der eigenen Nase fassen. Es zwingt die dortigen Regierungen niemand, keine Mindestlöhne oder nur solche knapp über dem lokalen Existenzminimum zu bezahlen. Die Regierungen in Bulgarien, Ungarn und Rumänien könnten doch einfach hergehen und für alle einen akzeptablen Mindestlohn verlangen! Aber sie tun es schlicht nicht. Wessen Problem also? Unsers? Mitnichten!

4. Einzig in Bezug auf Afrika lasse ich dieses Argument gelten, denn die EU-Nahrungsmittelexporte zerstören dort die komplette Agrarwirtschaft. Damit muss umgehend Schluss gemacht werden. Lokale Bauern in Afrika können mit den Billigimporten aus EU schlicht und ergreifend nicht konkurrieren. Aber auch hier sollte bedacht werden, dass es die afrikanischen Länder z.B. selbst in der Hand haben, Strafzölle auf Nahrungsmittelimporte aus der EU zu verhängen. So autonom könnten sie eigentlich sein. Tun sie aber auch nicht. Das nennt man dann "mitverschuldete Unmündigkeit".

5. Dann hört man auch wieder immer gerne das "Geiz-ist-geil-Argument". Sorry, aber die Wahrheit ist: Viele Menschen in Deutschland können es sich finanziell einfach nicht erlauben, teurere Produkte aus der EU oder oder oder zu kaufen. Ich werde in Deutschland auch als erstes alle Billigläden abklappern, um mir einen kompletten Haushalt zusammenzukaufen. Hierbei werde ich erstmal alle Second-Hand-Läden im Umland abklappern, damit z.B. auch die AWO davon was hat. Aber was ich dort nicht bekomme, muss ich mir dann zum billigsten Preis woanders ersteigern. Was ist daran mein Fehler? Ist es meine Sünde, dass ich ein Bett für mein Kind und meine Frau haben will, obwohl wir ja auch auf dem Steinboden schlafen könnten? Bin ich deshalb schon ein böser Kapitalist?

6. Und zum Schluss: Ich bin ganz bei dir, wenn du auf die unrühmliche Rolle der USA in Nahost anspielst. Aber was hat Irak, was hat Libyen mit Deutschland bzw. deutschen Soldaten zu tun! Und warum sind wir jetzt dazu verpflichtet, für die USA die Suppe auszulöffeln, die die USA da unten wie ein Brandbeschleuniger noch angeheizt hat? Das begreife ich nicht! Also bitte: Wende dich an die richtigen Adressaten, wenn du hier anfängst von Schuld und Sühne zu reden. Aber Deutschland bzw. wir sind die falsche Adresse!
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von GreenDragon » 04.09.2015, 09:12

Hallo,

ich bin selber Ausländer, lebe und arbeite seit vielen Jahren in Deutschland. Ich bin Weißer und meine Frau ist Asiatin. Ich habe Freunde in vielen Ländern der Welt: Deutschland, UK, Frankreich, China, Japan, Kanada, Brasilien, Pakistan etc.
Man kann mir nun wirklich nicht vorwerfen, ich sei ein Nazi oder Rassist.
Aber ich staune schon sehr, dass Deutschland allmögliche Leute ins Land lässt. Es kommen sehr viele ungebildete Leute ins Land, auch gibt es viele religiöse Fanatiker und Menschen mit Lebens- und Denkweisen, die aus meiner Sicht sehr hohes Konfliktpotential mit unserer Lebensweise haben.

Man stelle sich mal die Frage, wieso die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kommen wollen?
Der Hauptgrund ist wohl das soziale Absicherungssystem mit Hartz 4.
Man kann in Deutschland ohne zu arbeiten ein akzeptables, aus Sicht vieler Menschen aus Afrika und anderen armen Ländern sogar ein sehr angenehmes, Leben führen.
Die Folge ist: es kommen viele ungebildete und/oder arbeitsunwillige Menschen nach Deutschland. Sie haben dann keine Jobs, leben auf lange Sicht von Hartz 4 und haben viele Kinder. Weil in Deutschland es leider einen sehr starken Zusammenhang zwischen Bildungsgrad der Eltern und der Kinder gibt (dazu gibt es auch Studien der OECD), werden die meisten dieser Kinder selbst auch einen geringen Bildungsgrad erreichen und somit auch zu einem sozialen Problem werden.

Ich selbst bin ernsthaft dabei einen Umzug ins Ausland, u.a. Australien oder Kanada, zu planen. Die Entwicklung in Deutschland macht mir zunehmend Angst:
- Das Rentenniveau sinkt.
- Der Unterschied zwischen Netto- und Bruttogehalt ist riesig, weil das soziale Absicherungssystem immer stärker belastet wird und dementsprechend Sozialabgaben und Steuern hoch sind.
- Deutschland ist, und das erkannte schon der ehrenwerte Bismarck, ein Land mitten zwischen drei Weltmächten (Frankreich und GB im Westen, Russland im Osten). Deshalb ist es sehr wichtig ein stabiles Gleichgewicht zu behalten und mit Russland friedliche Beziehungen zu führen. Aber was passiert jetzt? Die USA befehlen und Deutschland als Marionettenstaat gehorcht. Falls es jemals zu einem Krieg mit Russland kommen sollte, wird Deutschland der Leidtragende und das Kriegsgebiet sein.
- Ich habe Angst, dass irgendwann in mittlerer bis ferner Zukunft den Deutschen der Kragen platzt und dann eine extreme Partei wie die NPD an die Macht kommt. Mir kommt es so vor, dass die Deutschen ein sehr geduldiges Volk sind, dass Ärger und Wut unterdrückt, aber wenn es dann ausbricht, dann um so extremer. Deshalb hoffe ich, dass eine moderate Nationalpartei wie die AFD schon jetzt gewählt wird und eine Art Ablassventil ist, statt dass es dann in vielleicht 10 oder 20 Jahren zu einer Explosion kommt.

Ich bin selber Ausländer und habe kein Wahlrecht, was ich auch verständlich finde, schließlich habe ich mich gegen einen deutschen Pass entschieden.
Jedoch würde ich Deutschland mit gutem Wissen und Gewissen empfehlen sich bzgl. der Einwanderungspolitik an Ländern wie beispielsweise Kanada und Australien zu orientieren und sich Einwanderer zu suchen, die bzgl. folgender Aspekte punkten: Bildungsgrad, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Skills in Fachbereichen mit echtem Fachkräftemangel, religiöse Toleranz.

Aber letztendlich bin ich nicht Deutscher und wenn es mir hier nicht gefällt, gehe ich halt anderswo hin.
Ich finde es aber sehr schade, wie sich Deutschland entwickelt. Noch vor 20 Jahren war das ein schönes Land gewesen.

Schöne Grüße,
GreenDragon

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von AngelofMoon » 04.09.2015, 10:07

GreenDragon hat geschrieben:Der Hauptgrund ist wohl das soziale Absicherungssystem mit Hartz 4.
Es lässt sich auch so gut von Hatz IV leben.
"Damit kann man ja mindestens einmal im Jahr im Urlaub fliegen und die Hälfte davon zu seinen Angehörigen überweisen."
Diese Pauschalisierungen hier gehen einen langsam aber sicher auf den Kecks.
Hier wird ja immer so viel von Wirtschaftsflüchtlingen geschrieben, was ist mit den Deutschen die nach Skandinavien,Kanada, USA, Spanien u.s.w auswandern, weil sie hier keine Arbeit mehr bekommen oder aus anderen Gründen warum sie Jobs nicht annehmen ("das sind natürlich keine Wirtschaftsflüchtlinge").
Um Probleme zu lösen müßte man erst einmal die Ursachen der Probleme finden und beseitigen.
Genau da sollte sich jeder erst einmal an seine Eigene Nase fassen ob er nicht selber für diese Probleme mit verantwortlich ist (Geiz ist Geil).
So lange es einen Gut geht kann man immer über diese Menschen herziehen.
In Deutschland wurde schon immer über andere gemeckert die nicht Deutsch waren, einmal waren es die Italiener, dann die Griechen, Türken und nach dem Fall der Mauer Polen und Russen, jetzt ist es keine Volksgruppe mehr sondern Menschen die einer bestimmten Religion angehören.
Es gibt überall weiße und schwarze Schafe, fangt endlich an zu differenzieren und nicht der einfachheitshalber alle in einen Pot zu werfen.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von ingo_001 » 04.09.2015, 10:59

AngelofMoon hat geschrieben:In Deutschland wurde schon immer über andere gemeckert die nicht Deutsch waren, einmal waren es die Italiener, dann die Griechen, Türken und nach dem Fall der Mauer Polen und Russen, jetzt ist es keine Volksgruppe mehr sondern Menschen die einer bestimmten Religion angehören.
Es gibt überall weiße und schwarze Schafe, fangt endlich an zu differenzieren und nicht der einfachheitshalber alle in einen Pot zu werfen.
Radio Eriwan sagt: Ja - aber ...

Denn weder Türken, Italiener noch Griechen stellten das Grundgesetz (das Gewaltmonopol des Staates) nicht in Frage.

Einfach mal die von mir verlinkte Zoom-Reportage (einige Posts höher) ansehen.

Toleranz ist was Schönes - nur sägen wir uns den Ast ab auf dem wir sitzen (unsere Demokratie), wenn wir diese nicht gegen rechte und vorgebl. religiöse Menschen verteidigen, die unsere Demokratie auf die eine oder andere Weise beseitigen wollen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von earleyalgorithmus » 04.09.2015, 10:59

GreenDragon hat geschrieben:Hallo,

ich bin selber Ausländer, lebe und arbeite seit vielen Jahren in Deutschland. Ich bin Weißer und meine Frau ist Asiatin. Ich habe Freunde in vielen Ländern der Welt: Deutschland, UK, Frankreich, China, Japan, Kanada, Brasilien, Pakistan etc.
Man kann mir nun wirklich nicht vorwerfen, ich sei ein Nazi oder Rassist.
Aber ich staune schon sehr, dass Deutschland allmögliche Leute ins Land lässt. Es kommen sehr viele ungebildete Leute ins Land, auch gibt es viele religiöse Fanatiker und Menschen mit Lebens- und Denkweisen, die aus meiner Sicht sehr hohes Konfliktpotential mit unserer Lebensweise haben.

Man stelle sich mal die Frage, wieso die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kommen wollen?
Der Hauptgrund ist wohl das soziale Absicherungssystem mit Hartz 4.
Man kann in Deutschland ohne zu arbeiten ein akzeptables, aus Sicht vieler Menschen aus Afrika und anderen armen Ländern sogar ein sehr angenehmes, Leben führen.
Die Folge ist: es kommen viele ungebildete und/oder arbeitsunwillige Menschen nach Deutschland. Sie haben dann keine Jobs, leben auf lange Sicht von Hartz 4 und haben viele Kinder. Weil in Deutschland es leider einen sehr starken Zusammenhang zwischen Bildungsgrad der Eltern und der Kinder gibt (dazu gibt es auch Studien der OECD), werden die meisten dieser Kinder selbst auch einen geringen Bildungsgrad erreichen und somit auch zu einem sozialen Problem werden.

Ich selbst bin ernsthaft dabei einen Umzug ins Ausland, u.a. Australien oder Kanada, zu planen. Die Entwicklung in Deutschland macht mir zunehmend Angst:
- Das Rentenniveau sinkt.
- Der Unterschied zwischen Netto- und Bruttogehalt ist riesig, weil das soziale Absicherungssystem immer stärker belastet wird und dementsprechend Sozialabgaben und Steuern hoch sind.
- Deutschland ist, und das erkannte schon der ehrenwerte Bismarck, ein Land mitten zwischen drei Weltmächten (Frankreich und GB im Westen, Russland im Osten). Deshalb ist es sehr wichtig ein stabiles Gleichgewicht zu behalten und mit Russland friedliche Beziehungen zu führen. Aber was passiert jetzt? Die USA befehlen und Deutschland als Marionettenstaat gehorcht. Falls es jemals zu einem Krieg mit Russland kommen sollte, wird Deutschland der Leidtragende und das Kriegsgebiet sein.
- Ich habe Angst, dass irgendwann in mittlerer bis ferner Zukunft den Deutschen der Kragen platzt und dann eine extreme Partei wie die NPD an die Macht kommt. Mir kommt es so vor, dass die Deutschen ein sehr geduldiges Volk sind, dass Ärger und Wut unterdrückt, aber wenn es dann ausbricht, dann um so extremer. Deshalb hoffe ich, dass eine moderate Nationalpartei wie die AFD schon jetzt gewählt wird und eine Art Ablassventil ist, statt dass es dann in vielleicht 10 oder 20 Jahren zu einer Explosion kommt.

Ich bin selber Ausländer und habe kein Wahlrecht, was ich auch verständlich finde, schließlich habe ich mich gegen einen deutschen Pass entschieden.
Jedoch würde ich Deutschland mit gutem Wissen und Gewissen empfehlen sich bzgl. der Einwanderungspolitik an Ländern wie beispielsweise Kanada und Australien zu orientieren und sich Einwanderer zu suchen, die bzgl. folgender Aspekte punkten: Bildungsgrad, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Skills in Fachbereichen mit echtem Fachkräftemangel, religiöse Toleranz.

Aber letztendlich bin ich nicht Deutscher und wenn es mir hier nicht gefällt, gehe ich halt anderswo hin.
Ich finde es aber sehr schade, wie sich Deutschland entwickelt. Noch vor 20 Jahren war das ein schönes Land gewesen.

Schöne Grüße,
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Ganz genau. Die Grün-, SPD- und CDU-Wähler wählen Irren, die Deutschland ruinieren wollen. Das ist deutsche Sache, es geht mich als Ausländer nicht an. Aber ich habe hier schon sehr lange verbracht, so wie meine zweite Heimat.

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2015, 11:06

AngelofMoon hat geschrieben:Es lässt sich auch so gut von Hatz IV leben.
Für Menschen OHNE Ansprüche geht das wunderbar (habe mütterlicherseits 3 Verwandte, die GENAU so gelebt haben und teilweis immer noch so leben).
AngelofMoon hat geschrieben:"Damit kann man ja mindestens einmal im Jahr im Urlaub fliegen und die Hälfte davon zu seinen Angehörigen überweisen." Diese Pauschalisierungen hier gehen einen langsam aber sicher auf den Kecks.
Für Menschen OHNE Ansprüche kein Problem. Achtung: Keine Pauschalisierung. Ich schrieb eindeutig "Für Menschen OHNE Ansprüche". Die Mehrheit hat hingegen Ansprüche, insofern reicht dann Hartz IV natürlich nicht mehr! Aber mit Schwarzarbeit klappt es dann doch ganz gut. Aber auch hier: Machen NICHT ALLE!
AngelofMoon hat geschrieben:Hier wird ja immer so viel von Wirtschaftsflüchtlingen geschrieben, was ist mit den Deutschen die nach Skandinavien,Kanada, USA, Spanien u.s.w auswandern, weil sie hier keine Arbeit mehr bekommen oder aus anderen Gründen warum sie Jobs nicht annehmen ("das sind natürlich keine Wirtschaftsflüchtlinge").
Und hieran sieht man wieder sehr schön, wie politische Eingleisigkeit zur Verdummung beiträgt. Sorry, @AngelofMoon, aber dein Vergleich ist nunmal das Dümmste, was man von sich geben kann. DENN - und das ist Fakt - keiner der deutschen Emigranten erzwingt sich einen Aufenthaltsstatus in den von dir genannten Ländern oder beantragt "Asyl"! Im Gegenteil: Sie ALLE durchlaufen ein Selektionsverfahren, wonach sie ihre Arbeitsmarktkompatibilität für eine Aufenthaltsberechtigung nachweisen müssen. Man nennt das dann auch weitläufig "green card" (oder für EU auch "blue card"). Das sind legale Wege, in ein anderes Land einzuwandern! Und dagegen hat niemand auch nur irgendwas: Wenn da also eine bosnische Fachkraft in Deutschland ihr Glück versuchen will, dann sehr gerne, aber nur legal (sprich "blue card" beantragen)! Und nicht unter Vorheucheln von herbeifabulierten Asylgründen Asyl beantragen! Sowas darf nicht toleriert werden! Solche Leute heißt es umgehend wieder in deren Heimaten zurückzuführen! Die blockieren und binden nämlich die Ressourcen für diejenigen Menschen, die echte Flüchtlinge mit echten Asylgründen sind und um ihr Leib und Leben bangen mussten!*

Und das ist es, was dich und andere Foristen völlig unterscheidet. Du stellst dich mit deiner Scheinrealität völlig außerhalb von Recht und Gesetz in Deutschland! Wir hingegen argumentieren auf Basis geltender Einwanderungsbestimmungen!

* Dir ist übrigens hoffentlich klar, dass dein Ansatz einer unterschiedlosen Hilfe für ALLE ausgerechnet denjenigen am meisten schadet, die unsere Hilfe am allernotwendigsten hätten, oder? Das ist dir hoffentlich bewusst, AngelofMoon.
AngelofMoon hat geschrieben:Um Probleme zu lösen müßte man erst einmal die Ursachen der Probleme finden und beseitigen. Genau da sollte sich jeder erst einmal an seine Eigene Nase fassen ob er nicht selber für diese Probleme mit verantwortlich ist (Geiz ist Geil).
Und da ist wieder das "perpetuum mobile"-Argument: "wir-sind-an-allem-Schuld"! Als wenn es keinen Jahrtausend alten Konflikt z.B. zwischen Sunniten und Schiiten gäbe! Aber den haben wir wahrscheinlich deiner Meinung nach auch verschuldet, gell?

Und auch für dich noch einmal Realitätscheck: Eine zunehmend größere Anzahl von Bundesbürgern in Deutschland kann sich finanziell nunmal keine "ethisch-einwandfreien" Produkte finanziell noch erlauben! Es bleibt immer weniger Netto vom Brutto! Was der Staat vorne herum gibt, zockt er hintenrum 3 bis 4 Mal wieder aus den Taschen der Menschen! Es ist also kein Wunder, wenn sich die Menschen nicht anders zu helfen wissen, als nur das Billigste vom Billigen zu kaufen. Wem machst du da einen Vorwurf? Den mittleren und oberen Einkommensschichten? Bitteschön! Da bin ich voll und ganz bei dir! Die haben eigentlich keinen Grund so knauserig mit dem Geld umzugehen, aber es ist wiederum auch ihr gutes Recht! Das muss man auch mal akzeptieren, dass es noch keinen Zwang gibt, sein Geld mit aller Welt teilen zu müssen!
AngelofMoon hat geschrieben:So lange es einen Gut geht kann man immer über diese Menschen herziehen.
In Deutschland wurde schon immer über andere gemeckert die nicht Deutsch waren, einmal waren es die Italiener, dann die Griechen, Türken und nach dem Fall der Mauer Polen und Russen, jetzt ist es keine Volksgruppe mehr sondern Menschen die einer bestimmten Religion angehören.
Es gibt überall weiße und schwarze Schafe, fangt endlich an zu differenzieren und nicht der einfachheitshalber alle in einen Pot zu werfen.
What the f***! Wir differenzieren hier im Forum doch pausenlos! Wir definieren hier z.B. ständig, welche Art von Flüchtlingen unsere Hilfe gelten muss, und welchen Migranten eben nicht: Kriegsflüchtlinge - ja unbedingt, und am besten Familien, Frauen und Kinder zuerst! Armutsflüchtlinge nur am Bedarf des Arbeitsmarktes orientiert, ansonsten bitte den legalen Weg über die "blue card" gehen! Das ist eine Unterscheidung, die sogar von der UN selbst stammt! Siehe UN-Menschenrechtskommission.

Außerdem sehen 19 Länder in der EU die Situation völlig anders als die 9 Länder Deutschland, Schweiz, Schweden, Österreich, Frankreich usw.! 19 gegen 9! Sind die 19 auch alle vor den Schrank gelaufen, AngelofMoon? Wo ist denn da die Differenzierung von der du da laberst? Du machst es doch auch nicht besser, und scherst viele Foristen, die eine realistischere und vor allem auch differnzierte Sichtweise der Problematik an den Tag legen, über einen Kamm! Mach es doch dann besser, als die Menschen, die du hier verurteilst, AngelofMoon! Fang bei dir selbst an, zu differenzieren, bevor du andere zu kritisieren wagst! Ein einfaches aber praktisches Gebot! Nannte man auch mal den "kategorischen Imperativ"!
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von ingo_001 » 04.09.2015, 11:47

Korrektur:
ingo_001 hat geschrieben:Denn weder Türken, Italiener noch Griechen stellten das Grundgesetz (das Gewaltmonopol des Staates) in Frage.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von Yingxiong » 04.09.2015, 12:41

Auch nicht die Muslime allgemein, sondern nur eine kleine Gruppe, die aber werbewirksam in den Medien präsentiert wird.
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von ingo_001 » 04.09.2015, 12:56

"Werbewirksam" präsentieren sich der IS und die Salafisten selbst, denn sie wollen ja ihre Auslegung des Islam durchsetzten - ohne Rücksicht auf geltende Gesetze (und was den IS betrifft: Auch unter Anwendung von Morden - je brutaler, destso "besser".

Dass der Großteil der Moslems diese verabscheut ist klar - dass das widerrum den Salafisten und dem IS schei** egal ist auch.

Diese Unterscheidung muss auch hier in D. klar sein.

Und auch die Konsequenz daraus: Keine wie auch immer geartete Toleranz gegenüber den Salafisten und dem IS, denn Beide sehen den Islam als alles Bestimmende Institution - auch im Weltlichen Bereich.

Und da hier (noch) das dt. Grundgesetz gilt, kanns da keine Toleranz geben - Punkt.

Religionsfreiheit schon und gut - aber die ist Privatsache.
Keine Religion hat das Recht hier in D. Anspruch auf weltl. Macht anzumelden - oder diese gar mit Angst, Gewalt und Terror durchzusetzen.

Und genau um diese geht es.

Fazit: Nicht ohne nachzudenken einfach Phrasen von sich geben, sondern klar differenzieren - danke.
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von ingo_001 » 04.09.2015, 14:54

Wenn Du das;
PeterB hat geschrieben:Ich sehe das genau wie du Jackie_Chan!! Volle Zustimmung. Ich wuerde auch mal die AfD waehlen.
machst, dann erklär mir mal das:
PeterB hat geschrieben:Ich finde Frau Petry nicht so schlecht und auch Herrn Gauland finde ich gut. Schade, dass die AfD sich mit dem internen Streit so selber zerlegt hat. Ich finde sie haben damit eigentlich ihre Wahler verraten.
Der Verein hat sich selbst zerlegt und bietet keine klaren Konzepte.
Die sind komplett von Rechts übernommen worden - also indiskutabel, weil da nicht differenziert wird.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von AngelofMoon » 04.09.2015, 17:24

RoyalTramp du hast nicht ein Wort von dem Verstanden was ich geschrieben habe, aber macht nichts es muss auch Menschen geben die dass Wort Denken zwar schon gehört haben aber selber nicht anwenden.
So wie dieser schrieb hier:
RoyalTramp hat geschrieben:Und da ist wieder das "perpetuum mobile"-Argument: "wir-sind-an-allem-Schuld"! Als wenn es keinen Jahrtausend alten Konflikt z.B. zwischen Sunniten und Schiiten gäbe! Aber den haben wir wahrscheinlich deiner Meinung nach auch verschuldet, gell?
Unterstelle den Leuten nicht etwas, worüber sie nicht ein Wort geschrieben haben.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2015, 18:30

AngelofMoon hat geschrieben:RoyalTramp du hast nicht ein Wort von dem Verstanden was ich geschrieben habe, aber macht nichts es muss auch Menschen geben die dass Wort Denken zwar schon gehört haben aber selber nicht anwenden.
Toll, wie du differenzierst, @AngelofMoon! Ich habe da mit Abstand mehr geschrieben, als nur das eine Zitat, dass du hier verwendest! Ich habe mich auf nahezu jeden Aspekt, den du in deinem Post angesprochen hast im Einzelnen geäußert. Zu dem sagst du spontan rein gar nichts bzw. erachtest es nicht für nötig, auch dazu Stellung zu nehmen. Sondern zu allem die Rundumklatsche: "...hast nicht ein Wort verstanden". Absolut richtig, @AngelofMoon! Noch nicht einmal die Wörter "man" und "es" habe ich verstanden! Unglaublich, oder?

Problem ist, liebe @AngelofMoon: ich habe mehr verstanden als dir lieb ist. So, auch das von dir gebrachte Zitat. Ich möchte DICH an dieser Stelle nochmal zitieren:
AngelofMoon hat geschrieben:Um Probleme zu lösen müßte man erst einmal die Ursachen der Probleme finden und beseitigen. Genau da sollte sich jeder erst einmal an seine Eigene Nase fassen ob er nicht selber für diese Probleme mit verantwortlich ist (Geiz ist Geil).
Du unterstellst hier völlig unzweideutig (!), dass ein "jeder" (DEIN Zitat! Nicht meines!) von uns direkt oder indirekt persönlich daran Schuld hat, wie die Situation in Syrien und im Irak und überhaupt in der gesamten Flüchtlingskrise ist. Denn was sonst soll die Aussage: "jeder erst einmal an seine eigene Nase fassen" bedeuten? Dann noch der Klammereinschub "(geiz-ist-geil)"... damit unterstellst du vor allem denjenigen Menschen eine Schuld an dem Desaster, die auf ihr Kleingeld besonders gut achten, unerheblich ob es sich dabei um reiche oder arme Knauser handelt, also auch wieder super "differenziert" von dir, @AngelofMoon! Das übrigens Menschen schon von jeher und immer auf ihr Kleingeld geachtet haben und es trotzdem nicht überall Krisen gab, wie heute, ist eine Binsenweisheit, die auch dir bei einem Blick in ein modernes Geschichtsbuch nicht entgangen sein sollte. Es kann also diesbezüglich kaum eine so einfache Kausalität zugrunde liegen ("wir sind geizig, deshalb all die Problem"), wie du uns weismachen willst und an die du vielleicht selbst in deiner grenzenlosen Naivität aufrichtig zu glauben scheinst, anstatt an die Selbstverantwortung der Menschen in diesen Regionen zu appellieren! Ist dir wahrscheinlich viel zu einfach! Gratulation, da haben dann die Lehrer in Erdkunde, Sozialkunde, Reli und sogar Deutsch echt Erfolg gehabt, dich so zu programmieren. Immer sind erst einmal "wir" (sorry "jeder") Schuld, dann die USA und vielleicht sind irgendwo ganz am Ende auch die Menschen da unten und auf dem Balkan selbst Schuld!... Ach ne, das ist leider völlig ausgeschlossen! Wo kämen wir bloß hin, wenn wir den Menschen einräumen würden, sie hätten es selbst in der Hand an der Situation in ihrem Heimatland etwas zu ändern... tststs (Achtung! Sarkasmus!) Und erzähl mir nicht, dass es bei dir in der Schule nicht so war... das haben die Lehrer bei uns auch versucht, uns einen permanenten Schuldkomplex einzureden, aber so doof bin ich nicht, mir jeden Schuh anzuziehen, den man mir hinhält! Wenn du darauf abfährst, dein Ding! Punkt!

Darauf habe ich dann angesichts solch unverhohlener Pauschalverurteilung sauer reagiert:
RoyalTramp hat geschrieben:Und da ist wieder das "perpetuum mobile"-Argument: "wir-sind-an-allem-Schuld"! Als wenn es keinen Jahrtausend alten Konflikt z.B. zwischen Sunniten und Schiiten gäbe!
Mit diesem Zitat weise ich noch einmal und in aller Ausführlichkeit jegliche Mitschuld an dem Schisma in der arabischen Welt von mir, die du undifferenziert in deinem vorherigen Zitat ("JEDER erst einmal an seine EIGENE Nase fassen") pauschal von dir gibst! ICH MUSS MIR NICHT AN DIE EIGENE NASE FASSEN! Aber bitte, du kannst mich gerne vom Gegenteil überzeugen und mir erklären, wie du das obige Zitat gemeint hast und wo da jetzt meine Mitschuld und die ein "jeder" Person anteilige Schuld an der Flüchtlingskatastrophe zu finden ist!

Als nächstes hatte ich geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:Aber den haben wir wahrscheinlich deiner Meinung nach auch verschuldet, gell?
Ich vermute, dass das folgende Zitat von dir sich auf diese Aussage bezieht:
AngelofMoon hat geschrieben:Unterstelle den Leuten nicht etwas, worüber sie nicht ein Wort geschrieben haben.
Erst einmal ist es der absolute Witz, dass du dich scheinbar auf diese Nachsatz beziehst, der überhaupt nicht den Schwerpunkt meiner Einlassungen GEGEN dich ausmacht, anstatt auf die anderen Inhalte einzugehen!

Dann muss ich konzedieren, dass du definitiv eine Verständnisschwäche hast, denn das war lediglich ein ironischer (!) Seitenhieb auf deine Einlassung, wir hätten irgendwie auch Schuld an dem Chaos in der arabischen Welt (wie gesagt, es ist an dir zu entkräften, das deine Aussage NICHT so gemeint gewesen ist)! Denn dass DAS nicht ernst gemeint sein kann, versteht sich von selbst, wenn man des Mitdenkens fähig ist. Oder denkst du wirklich, ich würde glauben, du würdest uns auch noch die Schuld an dem großen islamischen Schisma geben? Das kann doch nicht dein Ernst sein! Für wie blöd hälst du mich eigentlich? Aber ich lerne, @AngelofMoon: In Zukunft werde ich immer einen Ironie-Disclaimer anfügen, damit auch du kapierst, wie Aussagen zu verstehen sind, wenn du dazu nicht in der Lage bist, solche Informationen dem Kontext zu entnehmen (PISA lässt übrigens grüßen). Kein Thema! Ich bin vor allem ein geduldiger Mensch, wie du auch an meinen immer sehr erschöpfenden Kommentaren erkennen kannst.
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Re: Warum nicht AFD wählen?

Beitrag von sweetpanda » 04.09.2015, 18:42

ingo_001 hat geschrieben: ...

Ich gehe JEDE WETTE EIN:
Würde man so verfahren, wie ich es o.g. habe, dann würde es hier binnen kürzester Zeit einen Haufen Probleme weniger geben.
Du müsstest nur mal 3 Monate die Stütze kürzen, egal ob bei Reichbürgern oder Islamfaschisten und schon kommen viele wieder runter. Auch deine Vorschläge halte ich für nicht durchsetzbar, spätestens vor dem Bundesverfassungsgericht scheitert das.
Das kann dir Laogai sicher bestätigen. :mrgreen:
Mein Fehler war, dass ich je ein Buch aufgeschlagen habe.

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