500,000 in HK für Demokratie

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Luntan
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von Luntan » 08.07.2014, 15:46

jadelixx hat geschrieben:[Nach meiner Rechenmethode komme ich auf hochgerechnet 2 Millionen, ist nur geschätzt, natürlich weiss ich es nicht. Rein gefühlt würde ich mal von 3 Millionen ausgehen :P

Wieso ist Dir lieber Luntan das denn so wichtig? Müsstest Du Dein Weltbild ändern, wenns 500000 Demonstranten oder mehr wären? (rein rhetorisch gemeint)
Hatte im letzten Jahr schon geschrieben, das die Zahl weniger relevant ist. Interessanter wäre doch die Frage, warum die alle 'immer noch' oder 'schon wieder' auf die Strasse gehen oder nicht?
Naja, Lügner sind Lügner :idea:

Das gefälschte Referendum ist auch so ein Beispiel: Wenn man die ID-Kartennummern hatte, konnte man gleich 10 oder 20 Mal "abstimmen". Das Problem ist wie solche Lügner wieder und wieder mit solchen gefälschten Zahlen um sich werfen. Andere versuchen das dann noch auf 3 Millionen hochzutreiben. Schläft man eigentlich besser, wenn man neue Zahlen erfindet :?: :mrgreen:

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egon
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von egon » 08.07.2014, 17:42

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von jadelixx » 08.07.2014, 17:59

Luntan hat geschrieben: ...
Naja, Lügner sind Lügner :idea:

Das gefälschte Referendum ist auch so ein Beispiel: Wenn man die ID-Kartennummern hatte, konnte man gleich 10 oder 20 Mal "abstimmen". Das Problem ist wie solche Lügner wieder und wieder mit solchen gefälschten Zahlen um sich werfen. Andere versuchen das dann noch auf 3 Millionen hochzutreiben. Schläft man eigentlich besser, wenn man neue Zahlen erfindet :?: :mrgreen:
Wenn ich ein Lügner sein soll, bist Du vielleicht nur ein bisschen dumm.
Ich versuche es nochmal anders auszudrücken. Die Zahl spielt keine so grosse Rolle für die Demonstranten, was aber beachtet wird, wenn es darüber offensichtliche Falschmeldungen gibt. Und da staut sich einiges an Wut an, davon kannst Du ausgehen.

Hier mal noch was Anderes für die die es besser wissen sollten und für all die kleinen ignoranten Pisser in der Ferne.
4.11.1989, damals sind 500.000 bis 1.000.000 auf der Demo dabei gewesen, um darüber nachzudenken, wie man den Kommunisten das Lügen und Betrügen abgewöhnen könnte oder wenigstens um zu demonstrieren, das man es schon mitbekommt, wenn die propagandierte "Fortschrittlichkeit" des real existierenden Sozialismus wenig mit der Realität der Leute zu tun hatte.
Wieviele dabei waren, weiss natürlich keiner, wie denn auch. Es gibt aber Leute die sich damit
wissenschaftlich befassen. Hier nachzulesen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Alexanderp ... onstration
"A contrary viewpoint is held by the historian Ilko-Sascha Kowalczuk, who estimates that at most 200,000 protesters participated. His estimate is based on four person per square meter and the fact that the Alexanderplatz has an area of 50,000m^2"
(@Laogai, hier ist also eine konservative Schätzung mit 4 gut im Futter stehenden Ostdeutschen pro Quadratmeter ...)
Will mir jemand ernsthaft erklären, der Viktoriapark ist so viel kleiner als der Alex, das da nur 100.000 Leute draufpassen? Und ist auf den Zeitraffervideos nicht deutlich zu sehen, das laufend neue Demonstranten hinzuströmen und vom Victoriapark losmarschieren?
Wer die 98.600 von der Polizei umbedingt mitangeben will, soll das tun. Ich wünsche einen guten Schlaf auf Kosten derer die ihn hier in Hong Kong nicht haben.
Luntan hat geschrieben: Beispiel: Wenn man die ID-Kartennummern hatte, konnte man gleich 10 oder 20 Mal "abstimmen".
Das ist schon nicht mehr bloss dumm, das ist bösartig. Was kannst ausgerechnet Du denn darüber zu wissen.
MannAusChina hat geschrieben:Erstens, 500,000 entspricht nur 7% der Bevölkerung in HK.
In der DDR waren es nach konservativen Schätzungen (siehe oben) 200.000 von 16Mio entspricht 1,25% der Bevölkerung oder wenn man 1Mio von 16Mio annimmt auch nur 6,25% , das hat gereicht.
MannAusChina hat geschrieben:Zweitens, sie wollen die Möglichkeit haben, die Kontrolle von der chinesischen Regierung abzusagen. Das ist zu viel.
Sie wollen die Möglichkeit sich selbst zu regieren. In einem föderalen System wie der Bundesrepublik Deutschland und in den Vereinigten Staaten klappt das doch auch ganz gut.
Was Peking in der Welt so treibt, empfinden sie als Bedrohung. Wenn Du die Wahl hättest, würdest Du Dich ernsthaft von denen in Peking regieren lassen, ohne Wiederspruch? auch wenn Deine Schwester mal was zu sagen hat und dafür Nachteile erleiden muss oder Deine Mutter?
canni hat geschrieben:Ich finds spannend.
Das ist es mit Sicherheit. Sehe es auch so das sich alles auf einander zubewegt und Hong Kong einen hohen Preis zahlen wird.
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von asiaxxxpat » 08.07.2014, 18:18

Zweifeln Leute hier wirklich an, dass die Mehrheit HKs gegen die chinesische Kolonialverwaltung in ihrer Stadt sind? Oder was ist der Sinn und Zweck des Herunterrechnens dieser Zahlen?

Da die Regierung keine Abstimmungen zulässt, würde ich diesen Menschen einfach raten Mal nach HK zu fahren und sich dort mit normalen HK residents zu unterhalten. Es wird schwierig werden jemanden zu finden, der das momentane 1 country, 2 systems Prinzip gut findet (ausser die Person ist aus China). Wenn man jetzt unbedingt die Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen runterrechnen möchte, so kann man sich dennoch sicher sein, dass die große Mehrheit die Demonstranten unterstützt. Wer gegenteiliges behauptet, dem nehme ich nicht ab, dass er die Diskussion mit Menschen in HK gesucht hat...

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von MannAusChina » 08.07.2014, 19:41

Ich habe den Lust verloren, weiter daueber zu diskutieren. Eigentlich finde ich es ein bisschen bloed, weil aendern koennen wir so wie so nicht. Wir duerfen nur zugucken und meckern.
Moment, ich habe nichts zu meckern! Ops! :wink:
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von asiaxxxpat » 08.07.2014, 19:49

In diesem Sinne können wir uns dann auch das Forum sparen...

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von Laogai » 08.07.2014, 19:56

punisher2008 hat geschrieben:Ein weiterer Ort der Opfer von Vereinheitlichung geworden ist. Bravo! :roll:
punisher2008 hat geschrieben:Was für eine schöne heile Welt in der alle schön brav 普通话 sprechen und man jegliche lokale Eigenständigkeit verdrängt hat. :roll:
punisher2008 hat geschrieben:Aber egal wie viele auf der Demo waren, ich denke doch der Großteil der Bevölkerung würde ganz gerne Kantonesisch und 繁体字 beibehalten[...]
Hier wird ja geradezu so getan, als wolle Beijing das Kantonesisch ausrotten :roll:. Dabei geht es doch nur um die Unterrichtssprache in den Schulen, auf der Straße und in den Familien können die Leute reden wie sie lustig sind.

Zwei Beispiele:
In meinem Büro (vier "Biodeutsche") wird Hochdeutsch gesprochen. Wenn aber Freunde oder Verwandtschaft anrufen, dann verfällt der eine ins Schwäbische, der andere wechselt ins Moselfränkische und der dritte babelt Waidlerisch, während die jeweils anderen drei vor Lachen unter den Schreibtischen liegen. Nur bei mir lacht niemand, da ich außer Hochdeutsch keinen Dialekt beherrsche :(

Meine Frau sprich 一口很漂亮的普通话. Das kommt zum Einsatz, wenn sie sich mit anderen Chinesen unterhält. Ist sie jedoch in ihrer alten Heimat oder trifft jemanden von dort wird sofort in 四川话, genauer gesagt 成都话, geschnattert. Die Eltern meiner Frau können kein Hochchinesisch, nur 成都话. Inzwischen verstehe ich ca. 75% davon, aber als wir uns kennen lernten musste meine Frau für mich dolmetschen. Also von 成都话 nach 普通话.

Noch zwei Sachen zum Nachdenken: Kantonesisch ist keineswegs die indigene Sprache Hongkongs. Es hat also schon viel früher einen sprachlichen Wandel dort gegeben. Und erst 1974 wurde Kantonesisch neben Englisch als Amtssprache zugelassen :!:
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von no1gizmo » 08.07.2014, 20:03

Das Hauptproblem ist diese "Ein-China-Politik"-Krankheit. Wenn ich das hier anspreche, wird MannAusChina sicherlich glauben, wir (Ausländer) wollten China zerschlagen..., dabei hat man im Westen doch kein Interesse an einem Zerfall. Darum geht es nicht. MannAusChina stellt die Interessen der Lokalbevölkerung (ob HK, Taiwan oder irgendeine Provinz in VRC) ganz klar und deutlich UNTER denen ganz Chinas. Wenn als HKer (oder welche Provinz/Nation in/um China auch immer) nun also unter der Entscheidung der Mehrheit leiden müssten, würde das MannAusChina nicht interessieren. Ist ihm einfach egal, hauptsache "Ein-China".

Nun ist es aber so, dass die HKer fremdbestimmt werden, nur damit der Rest Chinas (insbesondere Peking) ihren Willen für ein "Ein-China" erfüllt haben. Wie ich aber schon schrieb, sollte doch jedes Lokalvolk selbst entscheiden, wohin sie gehören wollen.

Einige Provinzen (insbesondere Guangdong und Zhejiang z. B.) wären unabhängig (als eigene kleine Nation) wahrscheinlich sogar leistungsfähiger, als im Verbund mit ganz China. Aber das ist nur Spekulation von mir. Es kann durchaus sein, dass China im engen Verbund, auch jeweils als Provinz, am leistungsfähigsten ist.

ABER: Ich bin darüber hinaus der festen Überzeugung, dass sowohl HK als auch Taiwan sich an China freiwillig annähern würden, WENN MAN SIE DENN LIEßE und nicht diesen Status aus Peking erzwingen würde. Wer möchte schon erzwungen fremdbestimmt werden?
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von punisher2008 » 08.07.2014, 20:50

Laogai hat geschrieben:Hier wird ja geradezu so getan, als wolle Beijing das Kantonesisch ausrotten :roll:. Dabei geht es doch nur um die Unterrichtssprache in den Schulen, auf der Straße und in den Familien können die Leute reden wie sie lustig sind.
Nein, vielleicht nicht ausrotten, aber ich denke schon dass die Regierung eine Gleichmacherei anstrebt. Ja, Kantonesisch wird geduldet, aber wenn man es in HK sogar nicht mehr als Unterrichtssprache zulassen will dann wird es zwangsläufig irgendwann aussterben. Diese Meinung kommt übrigens nicht von mir sondern wird tatsächlich in Guangdong und HK von vielen Einheimischen dort vertreten. Ich selbst hätte es ja gar nicht gewusst wenn ich nicht Beiträge von Muttersprachlern gelesen hätte. Die befürchten wirklich dass die Sprache durch Mandarin bedroht wird. Eine Quelle unter anderen ist diese:
http://www.cantonese.sheik.co.uk/phorum/
Es gab übrigens in Guangzhou sogar Proteste gegen die extreme Förderung von Putonghua. Wenn ich die Quellen finde dann gebe ich sie gerne an. Aber es kann sich auch jeder selbst ergooglen.
Zwei Beispiele:
In meinem Büro (vier "Biodeutsche") wird Hochdeutsch gesprochen. Wenn aber Freunde oder Verwandtschaft anrufen, ....
Wie schon mal gesagt, in D gibt es dieses Problem nicht da Dialekte nicht wirklich unterdrückt werden. Klar, es gibt z.B. in Bayern immer Gejammer dass die Saupreißen alles übernehmen und Bayrisch ausstirbt. Das kann ich persönlich aber nicht ernst nehmen. Also ich kann als Münchener bestätigen dass der Dialekt weit davon entfernt ist auszusterben oder unterdrückt wird.
Noch zwei Sachen zum Nachdenken: Kantonesisch ist keineswegs die indigene Sprache Hongkongs. Es hat also schon viel früher einen sprachlichen Wandel dort gegeben. Und erst 1974 wurde Kantonesisch neben Englisch als Amtssprache zugelassen
Das wiederum ist mir neu, aber ich lasse mich gerne belehren. Was auch immer früher in der Gegend um HK gesprochen wurde, es war sicher eine Urform des Kantonesischen und dem viel viel näher als das aus dem 3000 km im Norden stammende Mandarin. Es geht ja auch nicht darum dass Kantonesisch zur offiziellen Sprache erklärt wurde sondern dass das nun mal die Muttersprache der meisten Einheimischen ist/war. Es gibt sicher eine Vielzahl von anderen Sprachen wie Hakka, aber Mandarin ist dort sicher fehl am Platz.

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von sweetpanda » 08.07.2014, 20:59

Laogai hat geschrieben:Hier wird ja geradezu so getan, als wolle Beijing das Kantonesisch ausrotten :roll:. Dabei geht es doch nur um die Unterrichtssprache in den Schulen, auf der Straße und in den Familien können die Leute reden wie sie lustig sind.

Und erst 1974 wurde Kantonesisch neben Englisch als Amtssprache zugelassen :!:
Ich denke wir sollten uns nicht von irgendwelchen "Amtssprachendiskussionen" einlullen lassen. Der springende Punkt ist, dass Hongkong eine Stachel in Chinas Fleisch sein kann, so wie West-Berlin es für die DDR war. Die Diskussionen über die Größe der Demo und daraus abgeleitete Legitimation/fehlende Legitimation -insbesondere im Verhältnis zur Einwohnerzahl- ist sehr seltsam oder fragt sich auch jemand, ob die mehren Hunderttausend Teilnehmer vom 1. Oktober 1949 bei der Ausrufung der Volkrepublik genügend Menschen waren, um das ganze Land in eine Diktatur zu stürzen? 8)
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so trübsinnig machen.“

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von sweetpanda » 08.07.2014, 21:12

Vielleicht waren die Fahnenschwenker Agent Provocateur?
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so trübsinnig machen.“

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von sweetpanda » 08.07.2014, 21:21

Es könnten genauso chinesische Agenten sein, die die Demo dadurch diskreditieren sollen.
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so trübsinnig machen.“

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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von Laogai » 09.07.2014, 00:48

punisher2008 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Hier wird ja geradezu so getan, als wolle Beijing das Kantonesisch ausrotten :roll:. Dabei geht es doch nur um die Unterrichtssprache in den Schulen, auf der Straße und in den Familien können die Leute reden wie sie lustig sind.
Nein, vielleicht nicht ausrotten, aber ich denke schon dass die Regierung eine Gleichmacherei anstrebt. Ja, Kantonesisch wird geduldet, aber wenn man es in HK sogar nicht mehr als Unterrichtssprache zulassen will dann wird es zwangsläufig irgendwann aussterben.
Dann habe ich meine zwei Beispiele entweder nicht richtig deutlich gemacht oder du hast sie nicht verstanden.
Meine Bürokollegen hatten Hochdeutsch als Unterrichtssprache, daher können wir uns prima untereinander verständigen. Trotzdem haben sie ihre Heimatsprachen nicht verlernt.
Meine Frau hatte Hochchinesisch als Unterrichtssprache. Deswegen kann sie sich mit anderen Chinesen unterhalten. Trotzdem hat sie ihre Heimatsprache nicht verlernt und pflegt diese ausgiebig.
punisher2008 hat geschrieben:Diese Meinung kommt übrigens nicht von mir sondern wird tatsächlich in Guangdong und HK von vielen Einheimischen dort vertreten.
Das hatte ich schon befürchtet. Nämlich dass es nicht deine Meinung ist, sondern dass du diesen Irrglauben von anderswo ungefragt übernommen hast.
punisher2008 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Zwei Beispiele:
In meinem Büro (vier "Biodeutsche") wird Hochdeutsch gesprochen. Wenn aber Freunde oder Verwandtschaft anrufen, ....
Wie schon mal gesagt, in D gibt es dieses Problem nicht da Dialekte nicht wirklich unterdrückt werden.
Wo wurde das schon mal gesagt und wo werden Dialekte in China "wirklich" unterdrückt?
punisher2008 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Noch zwei Sachen zum Nachdenken: Kantonesisch ist keineswegs die indigene Sprache Hongkongs. Es hat also schon viel früher einen sprachlichen Wandel dort gegeben. Und erst 1974 wurde Kantonesisch neben Englisch als Amtssprache zugelassen
Das wiederum ist mir neu, aber ich lasse mich gerne belehren.
Das ist der Unterschied zwischen dir und mir bzw. mir und vielen hier im Forum. Du hast eine vorgefertigte Meinung, vertrittst diese vehement und bist nicht in der Lage oder bereit dazu diese durch eine Recherche zu verifizieren.

Um mit dir zu sprechen...
punisher2008 hat geschrieben:Aber es kann sich auch jeder selbst ergooglen.
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von Laogai » 09.07.2014, 01:00

sweetpanda hat geschrieben:Ich denke wir sollten uns nicht von irgendwelchen "Amtssprachendiskussionen" einlullen lassen.
Es gibt keine "Amtssprachendiskussionen". Da hast du nicht viel in diesem Thread verstanden.

Genau so wie hier:
sweetpanda hat geschrieben:Der springende Punkt ist, dass Hongkong eine Stachel in Chinas Fleisch sein kann, so wie West-Berlin es für die DDR war.
Hongkong ist kein "Stachel in Chinas Fleisch" und der Vergleich mit Berlin einfach nur absurd.

sweetpanda, zurück in die Grundschule, Hausaufgaben machen und bitte nicht einlullen lassen. Danke!
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Re: 500,000 in HK für Demokratie

Beitrag von punisher2008 » 09.07.2014, 01:02

Laogai hat geschrieben:Dann habe ich meine zwei Beispiele entweder nicht richtig deutlich gemacht oder du hast sie nicht verstanden.
OK, ich habs kapiert.
Das hatte ich schon befürchtet. Nämlich dass es nicht deine Meinung ist, sondern dass du diesen Irrglauben von anderswo ungefragt übernommen hast.
Und woher bitte soll man sich als Nicht-Chinese sonst seine Meinung bilden wenn nicht aufgrund Aussagen von Einheimischen? Und wieso ist es ein Irrglaube wenn viele in Guangdong sich kulturell unterdrückt fühlen? Ich denke wenn sie ein Leben lang Erfahrungen gemacht haben haben sie irgendwie ein Recht auf eine Meinung. Hast du deine sämtlichen Eindrücke von China 100% von eigenen Beobachtungen oder hast du nicht das eine oder andere nur aus zweiter Hand von Chinesen gehört?
Das ist der Unterschied zwischen dir und mir bzw. mir und vielen hier im Forum. Du hast eine vorgefertigte Meinung, vertrittst diese vehement und bist nicht in der Lage oder bereit dazu diese durch eine Recherche zu verifizieren.
Wenn ich eine "vorgefertigte Meinung" habe warum schreibe ich dann "ich lasse mich gerne belehren"? Es gibt Sachen die weiß ich sicher, dann stehe ich auch dazu, andere wo ich mich weniger auskenne wie das mit HK, dann ändere ich gerne meine Meinung. Ich weiß also nicht was genau du auszusetzen hast.

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