In China als Deutschlehrer arbeiten

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milkwater
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In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von milkwater » 30.03.2016, 12:36

Hallo Leute,
ich bin neu hier und habe auch keine Erfahrung was China angeht.
Ich möchte aber dahin für einige Zeit, um als Deutschlehrer an einer Uni zu arbeiten.

Wie hoch ist der Durchschnittsgehalt pro Monat?
Und kann man davon ausgehen, dass die Stellenauschreibungen an den staatlichen Unis
seriös genug sind, oder muß man bei bestimmten Dingen aufpassen?

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von Shenzhen » 30.03.2016, 13:24

Rechne mit 300 Euro im Monat und ne Bude.

milkwater
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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von milkwater » 30.03.2016, 13:25

Ach ja, diese 2 Jahre Berufserfahrung, die man für das Z-Visum braucht: müssen sie auf dem Gebiet der Lehrertätigkeit sein? Und geht es nicht auch ohne berufserfahrung?

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von cayman » 30.03.2016, 14:09

wieder ein Träumer unterwegs
Anstatt zu klagen was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von jackie_chan » 30.03.2016, 14:26

oder Burkhard(t)...

Bist du denn ein "echter" (Deutsch)Lehrer? Ansonsten wird es schwierig überhaupt "legal" als Fremdsprachenlehrer in China (und dann auch noch an einer Uni) zu arbeiten.

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von Phytagoras » 30.03.2016, 15:15

Falls das kein Troll-Beitrag ist:

Nicht viel. Einige Unis wollten mich als Deutschlehrer haben. Man denkt sich "Ja. Eine Uni kriegt xxxxxxx RMB pro eingeschriebenen Studenten. Das sind die Elite-Unis in Peking. Die werden da schon was zahlen."

Dazu kann ich sagen. Vergiss es. Meiner Erfahrung nach beuten die dich aus. Als ich meinen Stundenlohn sagte, der eigentlich nicht zu hoch war, fanden sie ihn zu hoch und meinten 80RMB die Stunde wären das höchste aller Gefühle. Und ich red hier nich von irgendwelchen Unis, die kein Schwein kennt, sondern Unis wie Renmin Daxue, Qinghua etc.
Ansonsten wird es schwierig überhaupt "legal" als Fremdsprachenlehrer in China (und dann auch noch an einer Uni) zu arbeiten.
An sich nicht. Renmin Daxue hat sich am Ende für nen Stundenten entschieden, der 70RMB die Stunde nimmt und eigentlich nicht arbeiten darf...

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von milkwater » 30.03.2016, 15:29

Also wenn man von 70 RMB ausgeht, wieviel macht das pro Monat?
Hängt natürlich von der Stundenzahl ab,aber...

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von cayman » 30.03.2016, 16:23

milkwater hat geschrieben:Also wenn man von 70 RMB ausgeht, wieviel macht das pro Monat?
Hängt natürlich von der Stundenzahl ab,aber...
bei max. 24 Stunden x 70 RMB X 30 Tage = 50.400 RMB / 7,2 = 7000 Euro


geil....
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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von MannAusChina » 30.03.2016, 17:00

@Phytagoras
80RMB die Stunde finde ich als eine Nebenbeschäftigung in China gar nicht so schlecht. Mit umgerechnet 11 Eur die Stunde verdient man als Zeit Arbeitnehmer sogar mehr als im Deutschland (8-9 Eur). Als Hauptbeschäftigung ist es auch Ok, weil mit 8*80*22=14.800RMB (1971 Eur) die Monat kann man auch im Metropolen wie Beijing und Shanghai relativ gut leben.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von Shenzhen » 30.03.2016, 17:06

MannAusChina hat geschrieben:mit 8*80*22=14.800RMB (1971 Eur) die Monat kann man auch im Metropolen wie Beijing und Shanghai relativ gut leben.
Lass das mal nicht unsere Luxus-Expat(s) hoeren - fuer die ist es unmoeglich unter 20k Euro im Monat in Shanghai zu ueberleben...

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von ingo_001 » 30.03.2016, 18:08

Shenzhen hat geschrieben:
MannAusChina hat geschrieben:mit 8*80*22=14.800RMB (1971 Eur) die Monat kann man auch im Metropolen wie Beijing und Shanghai relativ gut leben.
Lass das mal nicht unsere Luxus-Expat(s) hoeren - fuer die ist es unmoeglich unter 20k Euro im Monat in Shanghai zu ueberleben...
Scheint tatsächlich so zu sein, denn von denen ist ja seit einiger Zeit Nichts mehr zu lesen :mrgreen:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von Phytagoras » 30.03.2016, 22:34

MannAusChina hat geschrieben:@Phytagoras
80RMB die Stunde finde ich als eine Nebenbeschäftigung in China gar nicht so schlecht. Mit umgerechnet 11 Eur die Stunde verdient man als Zeit Arbeitnehmer sogar mehr als im Deutschland (8-9 Eur). Als Hauptbeschäftigung ist es auch Ok, weil mit 8*80*22=14.800RMB (1971 Eur) die Monat kann man auch im Metropolen wie Beijing und Shanghai relativ gut leben.
Selbst als Nebenbeschäftigung hast du bei den großen Unis nicht genug Unterrichtsstunden, dass es sich imo lohnen würde.
Das waren etwa 3 Tage die Woche, 3 Unterrichtsstunden pro Tag. Davon meistens 2 morgens, 1 abends, so dass man auch vom Tag dann nicht viel hatte (morgen Unterricht, nachmittags frei, abends Unterricht).

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von punisher2008 » 30.03.2016, 23:08

MannAusChina hat geschrieben:@Phytagoras
80RMB die Stunde finde ich als eine Nebenbeschäftigung in China gar nicht so schlecht.
80 RMB die Stunde als Expat? Wen willst du hier verarschen? Ich habe vor 15 Jahren in China als Englischlehrer gejobbt, ohne Lehrer-Ausbildung und ohne Muttersprachler zu sein, und das nicht in einer Großstadt wie Beijing sondern im ziemlich kleinen Zhongshan. Für Lehrer waren da 100 RMB das absolute Minimum. Kein Ausländer den ich kannte hätte für weniger gearbeitet. Und 15 Jahre später, wo fast alles in China teurer geworden ist, soll man auf einmal für 80 arbeiten? Träum mal weiter. 100 RMB galten nur für Sprachenschulen. Privat konnte man auch mal 250 RMB oder mehr pro Stunde bekommen. Vergleiche doch mal die Lebenskosten in China heute und vor 15 Jahren. Da hat sich so manches geändert. Wer sich aber gerne abzocken lässt und für einen Hungerlohn arbeiten will der soll das tun. Ich würde es nicht, schon gar nicht in den hoffnungslos überteuerten Großstädten.

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von GigiPineapple » 31.03.2016, 11:05

Ich gebe privat Deutsch-Nachhilfe und habe 100 kuai die Stunde. Ein guter Freund gibt auch privat Nachhilfe in englisch und hat 200 pro Session, wobei er die Anfahrt miteinfließen lässt (hat über eine Stunde Hinweg mit mehreren öffentlichen Verkehrsmitteln).

Da halte ich die 80 bis 100 schon für ein bisschen wenig. Dazu noch an einer Uni, wo man für die Klassen etwas vorbereiten soll.

Mit genügend Stunden kann man sicher davon auch leben, aber verhältnismäßig ist der Lohn nicht.
Weather forecast for tonight: dark.

I cook with wine, sometimes I even add it to the food.

All generalizations are false, including this one.

丑媳妇总得见公婆

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Re: In China als Deutschlehrer arbeiten

Beitrag von Phytagoras » 31.03.2016, 12:38

punisher2008 hat geschrieben:
MannAusChina hat geschrieben:@Phytagoras
80RMB die Stunde finde ich als eine Nebenbeschäftigung in China gar nicht so schlecht.
80 RMB die Stunde als Expat? Wen willst du hier verarschen? Ich habe vor 15 Jahren in China als Englischlehrer gejobbt, ohne Lehrer-Ausbildung und ohne Muttersprachler zu sein, und das nicht in einer Großstadt wie Beijing sondern im ziemlich kleinen Zhongshan. Für Lehrer waren da 100 RMB das absolute Minimum. Kein Ausländer den ich kannte hätte für weniger gearbeitet. Und 15 Jahre später, wo fast alles in China teurer geworden ist, soll man auf einmal für 80 arbeiten? Träum mal weiter. 100 RMB galten nur für Sprachenschulen. Privat konnte man auch mal 250 RMB oder mehr pro Stunde bekommen. Vergleiche doch mal die Lebenskosten in China heute und vor 15 Jahren. Da hat sich so manches geändert. Wer sich aber gerne abzocken lässt und für einen Hungerlohn arbeiten will der soll das tun. Ich würde es nicht, schon gar nicht in den hoffnungslos überteuerten Großstädten.
Ich sagte doch schon, welche Unis ich meinte. Renmin Daxue und Qinghua waren das u.a. Renmin Daxue hatte mir 80 angeboten, Qinghua 110.

Im Gegensatz zu richtigen Sprachschulen scheinen die Unis zu verarschen. Xindongfang hat weit mehr angeboten. Da waren es 300RMB die Stunde.

Das sind ja nur meine Erfahrungen. Private Sprachschulen, sofern es größere sind und nicht die "Free Visa, Free accommodation Scam" Schulen bieten da mehr als eine eigentlich riesige Universität.


Edit: Seh grade, dass es nicht mein Beitrag ist, den du zitierst. Dachte du zweifelst an dem, was mir gesagt wurde. Und ja. 80 RMB sind für sowas ein Hungerlohn.

Ich weiß z.B. wie viel die Eltern bei sowas zahlen und wie viel im Endeffekt eine Klasse abwirft (selbst wenn man die Mietkosten für den Unterrichtsraum herausnehmen würde) sind 80RMB ein Hungerlohn. Das Problem ist, dass zu viele auf solche Unis und Sprachschulen hereinfallen. Einem wird ein kostenloses Visa versprochen, was dann nach 3 Monaten heißt "Oh. Sorry. Wird nicht verlängert." Kostenlose Wohnung, die dann im Endeffekt eine Drecksbude ist. Während die Sprachschule an dir dann pro Stunde etwa 800-900RMB oder mehr macht (je nach Klassengröße), geben sie dir 80 davon oder wenns gut ist.
Wie gesagt. Deshalb muss man zu eher großen Sprachschulen gehen wie XDF, EF, Wall Street, wobei es auch kleinere gibt, die dich nicht ausnehmen. Und die verlangen eigentlich immer bzw. beschaffen dir ein richtiges Arbeitsvisum.

Es gibt mittlerweile so viele von diesen "Verarscher"-Firmen in China v.a. in Peking meiner Erfahrung nach, die halt Studenten locken, für nen Hungerlohn arbeiten lassen und dann nach 6 Monaten "ciao" sagen, je nachdem wie lange das Visum ist. Sie reden immer was von Erfahrung, kostenlose Wohnungen, Hilfe beim Visum und sowas. Sind nicht nur Sprachschulen, sondern sie schreiben dann was von Unterstützung bei Projekten etc. und am Ende sollst du nur für "fast kostenlos" was übersetzen, 8 Stunden am Tag.

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