Kursrutsch beim Euro

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Yingxiong » 15.01.2015, 14:14

egon hat geschrieben: Momentan CHF-Euro ca. 1:1.
Mist! Gerade jetzt habe ich mein Geld in andere Dinge investiert. Wäre jetzt also die richtige Zeit für mich, in Deutschland zu investieren.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Sachse28 » 15.01.2015, 14:17

Mist! Nur noch 7,19 RMB für einen Euro. Tja, fallen eben alle Laowais bald unter die Armutszuwanderung.
Vorsicht! Kann Spuren von Ironie enthalten.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von wingtsun » 15.01.2015, 15:16

Sachse28 hat geschrieben:Mist! Nur noch 7,19 RMB für einen Euro. Tja, fallen eben alle Laowais bald unter die Armutszuwanderung.
Da fahre ich doch lieber nach Südafrika in Urlaub...
ingo_001 hat geschrieben:Wo Du Recht hast - hast Du Recht.
Wobei dagegen jetzt auch geklagt wird, wenn ich das richtig mit bekommen habe.
Ich hätte lieber Unrecht. Und klagen... Angela Merkel wurde auch wegen der NSA Affäre angezeigt, passiert ist da nichts. Wer stellt denn Staatsanwälte ein? ;)
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von sweetpanda » 15.01.2015, 18:46

ingo_001 hat geschrieben:
wingtsun hat geschrieben:Bzgl. Spanien:
TV Team Verhaftung:
http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachr ... en-spanien

Verbot von Fotografieren von Polizisten:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... -verboten/

Einschränkungn / Verbot von Demos:
http://www.pravda-tv.com/2014/12/doppel ... ionsrecht/
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/spa ... pos-1.html

usw. - das ist für mich nicht demokratisch.
Wo Du Recht hast - hast Du Recht.
Wobei dagegen jetzt auch geklagt wird, wenn ich das richtig mit bekommen habe.
Dann haben wir auch noch den europäischen Gerichtshof etc. Ich sage dazu mal meine Meinung:

In Spanien gibt es seit 4-5 Jahren viele Zwangsräumungen. Irgendwer muss die ja leider durchziehen und die Polizisten agieren nicht im fuftleeren Raum. Auch sie haben ein soziales Umfeld und wenn ich dann mal eine Internetseite aufmachen, mit Fotos und Namen der Polizisten die Familie XY "rausgeworfen" haben. Würdet ihr dann noch gerne eure "Dienstpflichten" ausüben?
Nur mal so als Denkanstoß, was die Gründe sein könnten.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von sweetpanda » 15.01.2015, 19:30

wingtsun hat geschrieben:Wir sollten uns eher fragen, was der massive Kursrutsch für uns bedeutet.
Wisst ihr noch, vor ein paar Wochen, als der Rubel in den Keller schoss? Da war es ein "Problem".
Dass der Euro in den Keller schießt, ist aber scheinbar weitaus weniger umproblematisch.

Der Meinung bin ich allerdings nicht. Bin eher beängstigt, was als nächstes kommt.
Spanien verbietet ja schon die Meinungs- und Pressefreiheit, das kommt bald sicherlich zu uns.
Leider sind die Dinge viel komplizierter als manch einer glaubt. Es gibt heutzutage sehr viele frei verfügbaren Informationen, für deren korrekte Einordnung ein VWL-Studium sehr hilfreich, aber nicht zwingend nötig ist.

Fangen wir mal mit dem Euro an. Die EZB fährt seit Jahren bewusst eine Nullzinspolitik, auch die anstehenden Anleihekäufe sollen dazu dienen die Inflation anzufachen. Ein sinkender Euro ist Ziel dieser Politik. Dadurch wird Europa, insbesondere die Peripherie, wettbewerbsfähiger. Alles gewollt und gesteuert und auch noch im Rahmen all dessen was es schon einmal auch zwischen DM und USD gab. Älter Semester, der gute alte Canni, haben daran erinnert, dass es früher mal 5 Mark für einen Dollar gab.

Für den Laien ist es natürlich schwer zu verstehen, dass eine sinkender Euro anders zu beurteilen ist als ein sinkender Rubel.
Doch auch hier kommt es auf das Detail an.

http://www.onvista.de/devisen/Dollarkur ... ar-EUR-USD

Ja der Euro geht dynamisch nach unten, aber auch schon 2008 gab es ähnliche "Abstürze" und im Jahresverlauf waren es bisher 14% und das Wichtigste ist:
Die EZB hat alle Tricks und Kniffe dazu angewendet, damit es dazu kommt. Es ist gewünscht und gesteuert.

Jetzt kommen wir zum Rubel:

http://www.onvista.de/devisen/Dollar-Rubel-USD-RUB

93% Verlust gegen den Dollar in einem Jahr. Das ist eine ganz andere Hausnummer und dass schlimme/andere daran ist, dass die russische Zentralbank alles versucht hat was sie konnte um dies zu verhindern. Trotz gewaltiger Zinsanhebungen und Stützungskäufen geht der Verfall gerade in der letzten Woche wieder weiter.

Hier liegen die Unterschiede, die EZB macht alles um den Euro zu drücken und es gelingt ihr.
Die russische Zentralbank macht alles um den Rubel zu stützen und schafft es nicht.
Der eine Währungsraum ist Herr über seinen Außenwert, der andere nicht.

Wer sich dazu intensiver auseinandersetzen will dem sei dieser Link zu empfehlen:
http://www.cbr.ru/eng/hd_base/default.a ... id=mrrf_7d

Hier sieht man sämtliche Devisen und Goldreserven Russlands in Dollar. Seit 2 Jahren rückläufig, im November und Dezember verschärft. Das waren die ziemlich nutzlosen Stützungskäufe. Die ertsten beiden Januarwerte waren gleich, weil da die Feiertage dazwischen waren und die Zentralbank nicht "gearbeitet" hat.
Es gibt sogar Auguren die eine Staatspleite Russland für möglich halten. Natürlich ist die absolute Staatsverschuldung noch ziemlich gering, aber wenn die Devisenreserven, durch den gefallenen Ölpreis bald noch schneller schmelzen kann Russland seine Dollarverpflichtungen nicht mehr Zahlen.
Es interessiert niemand, dass die USA gemessen am BIP viel verschuldeter als Russland sind.
Wichtig ist nur ob Russland seine Dollarverpflichtungen in 2-3 Jahren auch in Dollar zahlen kann.
Nur durch Rohstoffe kommen Dollar ins Land, auf absehbare Mittelfrist sehr wahrscheinlich immer weniger.
Jetzt werden russischen Anleihe in ein paar Tagen bestimmt auf Ramschstatus gestellt und dann bricht ein Land auch nicht erst dann zusammen wenn es seinen letzten Dollar verbraucht hat.
Allen Beteiligten wird lange vorher perspektivisch klar, dass dieses Land es nicht mehr packen wird.
Wenn der Ölpreis nicht schnell steigt dauert es vielleicht noch 1 Jahr?
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von edmund27 » 16.01.2015, 02:36

Am Kurs des Euro ist allein die falsche Währungspolitik der EZB Schuld. Der Italiener ist der falsche Mann an der Spitze. Bei der letzten EZB Sitzung waren die Deutschen gegen diese Politik. Wäre der Weideman an der Spitze wäre, gäbe es eine andere Politik. Warum der niedrige Eurokurs gefährlich für die Eurozone ist hängt mit der Verschuldung zusammen. Die Verschuldung ist in Europa zu hoch. Deshalb kann man diese Situation nicht mit der Vergangenheit vergleichen, dass ist völliger Blödsinn. Heute haben wir ein ganz andere Situation. Dieser Italiener betreibt halt GM Politik. Bei uns Forextradern heißt der Euro nur noch Fiatgeld.
Und ich weiß nicht was das mit dem Rubel soll. Erstens ist der für uns nicht interessant und zweitens ist der Absturz lange nicht so gefährlich wie es aussieht. Russland ist nur mit 12% des BIP verschuldet.
Und wir haben eine Währungsunion, wo die Länder unterschiedlich hoch verschuldet sind. Griechenland ist faktisch schon lange pleite. Ginge Griechenland pleite, dann wären alle Anleihen wertlos. Aber dies würde nur die reichen Anleger treffen. Einfacher ist den Steuerzahler für diesen Euromist zahlen lassen.
Deshalb wird die EZB auch den Anleihenankauf durchziehen. Alles andere wäre für mich eine Überaschung. Und die Seite von Onvista ist wenig informativ, was Währungen angeht. Da muss man schon andere Seiten zitieren. www.forexhandel ist so eine Seite. Aber dort mus man ein Tradingkonto haben. 8)
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 16.01.2015, 03:21

Und um zu retten, was nicht zu retten ist, musste erst mal Russland dran glauben, gestern wurde noch der CHF "geopfert".
Ein tiefer Euro heisst zwar, man kann im Ausland billiger verkaufen, die Konkurrenz ueber den Preis ausschalten. Die High-Tech Produkte der laestigen Schweizer verteuern sich nun erst mal gewaltig. Die waren einigen Industriellen im "Euroland" seit langen ein Dorn im Auge.
Im Umkehrschluss verteuern sich die Rohstoffe, sofern man sie im Ausland einkaufen muss. Rohstoff Nr.1 ist nun mal Erdoel. Und da musste man nun auch etwas unternehmen.
Dumm nur, dass sich damit die Inflation nicht so entwickeln laesst, wie gewuenscht. So war man 2014 nicht erfolgreich genug, was die Enteignung von Sparern und Lohnempfaengern betrifft.
Aber wenn man sich das Verhalten der EZB so anschaut, dann wird deutlich, dass es keine Koordination mehr gibt. Es wird versucht, mit einem Gartenschlauch einen Flaechenbrand zu loeschen. da wo die Flammen am hoechsten schlagen, kommt ein Schluck Wasser drauf. Aber in Griff werden sie das Gespenst Eurozone wohl nicht mehr bekommen.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von AngelofMoon » 16.01.2015, 05:33

blur hat geschrieben:Die Wirtschaft spart aktuell enorm und gibt das auch nicht an die Verbraucher weiter.
Dieses wäre auch mal was neues, dass die Wirtschaft Vorteile an den Endverbraucher weiter gibt.
Bestes Beispiel hierfür sind die Hotelbesitzer, als die Regierung die Mehrwertsteuer für die Hotels senkte.
egon hat geschrieben:Und um zu retten, was nicht zu retten ist, musste erst mal Russland dran glauben, gestern wurde noch der CHF "geopfert".
Die SNB hat den ersten Schritt gemacht, die Wirtschaft ist wohl etwas Komplexer und hängt von vielen Faktoren ab.
Jetzt heißt es so oder so erst einmal abwarten was die Wahlen in Griechenland bringen.
Sollte nach den Wahlen Griechenland aus der Eurozone austreten, hat dieses auch Auswirkungen welche bis jetzt keiner richtig einschätzen kann.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von edmund27 » 16.01.2015, 08:31

Die SNB zieht die Notbremse um genau das von Ihnen beschriebene Szenario zu vermeiden und die Abhängigkeit vom Euro lieber jetzt (Ende mit Schrecken) als später (Schrecken ohne Ende) zu beenden. Bin mal gespannt wann die Politgrößen in Berlin ihr Schweigen brechen aber vermutlich erkennen viele die Brisanz dieser Entscheidung. Ich sehe darin ein Votum gegen den EURO. Warum ? Weil diese Entscheidung der SNB einen Tag nach der Stellungnahme des Generalstaatsanwaltes zum EUGh erfolgte. Die Schweizer Banker erkennen wohl wohin die Reise gehen wird. Ein weiter fallender EURO wird von der EZB gewollt und die Schweizer hätten dies mit weiteren Anleihekäufen bezahlen müssen um die 1.20 EUR Linie zum SFr zu halten. Diese Banker sehen wenigstens noch ihre Verantwortung für ihr Land. Wir sind mit unserer BuBa doch auf völlig verlorenem Posten. Alternativlos, versteht sich. 8)
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von wingtsun » 16.01.2015, 08:44

Mein armer Kumpel fängt nächstes Jahr sein Auslandssemester in Züri an und hat letztens noch "gejubelt" über den günstigen Franken... Ob der bald noch jubelt. Ohje.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 16.01.2015, 09:39

Nach Bekanntgabe der SNB-Entscheidung ist der DAX auf Tuchfuehlung zum Allzeithoch gegangen.
Man koennte fast den Eindruck gewinnen, dass man in der Euro-Zone froh ist, mit der Abkopplung des CHF vom Euro wieder einen Klotz weniger am Bein zu haben. Oder ist das schon Galgenhumor? Will man nicht wahrhaben, dass die Schweizer sich vom Euro abkoppeln, weil sie dessen Zukunft bereits abgeschrieben haben?
Einige der Wirtschaftsmedien haben dann aber versucht, das Kursfeuerwerk des Dax darin zu begruenden, dass es fuer die Eurozonenindustrie nun leichter sei, in der Schweiz Waren abzusetzen.
Wer diesen Spruch glaubt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Die paar Schweizer retten mit ihrem ab sofort ueberschaeumenden Konsum von EU-Importwaren die Wirtschaft der Eurozone. :lol: :lol: :lol:
Fuer groessere Anschaffungen fahren die meisten Schweizer seit Jahr und Tag ohnehin ins angrenzende Ausland. Das Einzige, was sich jetzt aendert, sind die dafuer deutlich gesunkenen Preise. Und natuerlich wird deren Anziehungskraft den Schweizer Haendlern das Handwerk schwer machen. Aber letztendlich bedeutet das fuer den Hersteller der Importwaren keine Aenderung.
Man ist wohl eher froh darueber, laestige Konkurrenz auf dem Investitionsguetermarkt vertreiben zu koennen.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von wingtsun » 16.01.2015, 09:44

Der DAX ist sowieso überbewertet wegen der EZB und ihrer lockeren Geldpolitik.
Über 50% aufgewertet in einem Jahr ohne wirklich nennenswerte neue Exportrekorde aus der Wirtschaft.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von ingo_001 » 16.01.2015, 10:38

wingtsun hat geschrieben:Der DAX ist sowieso überbewertet wegen der EZB und ihrer lockeren Geldpolitik.
Über 50% aufgewertet in einem Jahr ohne wirklich nennenswerte neue Exportrekorde aus der Wirtschaft.
Das trifft doch auf sämtl. Börsen in der Euro-Zone zu.
Die EZB wird höchstwahrscheinl. weitere Anleihkäufe im großen Stil ankündigen - und schon steigen die Börsenkurse ...
Dass das eigentl. ne Kurssteigerung ohne wirkliche Substanz ist - interessiert da (erstmal) kaum.
Das böse Erwachen wird kommen, wenn die Griechenland-Wahl vorbei und auch sonst wieder Ruhe einkehrt.
Dann wird man "oh Wunder" feststellen, dass die Indizes der btr. Börsen stark überbewertet sind - und schwups ... gehts abwärts.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von edmund27 » 16.01.2015, 11:24

Die Schweiz ist durch ihre EURO Stützung inzwischen der größte Gläubiger Deutschlands!!! Was hätten sie auch anderes kaufen sollen als deutsche Staatsanleihen!

Mit der Ankündigung des EUGH die Politik Draghis und damit de facto die Schuldenunion, zu billigen wird auch D in Zukunft seiner Bonität beraubt!

Da es weder aus Berlin noch aus Karlsruhe Signale dagegen gab haben die Schweizer sofort die Reißleine gezogen!

Chapeau, eine unabhängige Notenbank macht Politik im Interesse ihres Landes! :mrgreen:
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 16.01.2015, 16:48

http://www.feingold-research.com/snb-tr ... ie-pleite/

Na bitte, geht doch.

Hat es wenigstens mal die Richtigen erwischt.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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