Kursrutsch beim Euro

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Canis Lupus
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Canis Lupus » 17.04.2015, 22:35

Obiwan2 hat geschrieben: Weiss nicht, mit fast 200kEuro kann man in Shanghai zu zweit kaum leben. Es kostet alles 3-4x so viel wie in Deutschland und jeder Tag ist sowas von trist und langweilig dass ich langsam wirklich an Selbstmord denke.
Würde mich auch eher umbringen als nochmal in China zu leben.
Hat man dir den Pass abgenommen? Verweigert man dir die Ausreise?
Soll man denn das deutsche Konsulat verständigen? Lebst du in Gefangenschaft?

Bitte geb bescheid, ich mach mir Sorgen. Würde dir gerne helfen.

Bezüglich dem "Ich verdien ja sogar 200.000 EUR - aber ich kann davon nicht Leben, meine Standards sind höher" könnte ich dir dann, sobald du wieder in DE bist, auch weiterhelfen.
Es gibt hier doch ein paar sehr namhafte Psychologen, die bislang noch vor keiner Profilneurose kapituliert haben.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Laogai » 17.04.2015, 23:58

Es wäre wohl besser, wenn hier nicht mehr auf jemanden eingegangen wird, der Obiwahnvorstellungen hat (zum Beispiel bezüglich der Preise in China, da entbehren seine Aussagen jeglicher Realität) und dank seiner Suizidabsichten ohnehin nicht mehr lange unter uns ist.
Obiwan2 hat geschrieben:Es kostet alles 3-4x so viel wie in Deutschland und jeder Tag ist sowas von trist und langweilig dass ich langsam wirklich an Selbstmord denke.
Ich zähle schon die Tage.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von harsieh » 18.04.2015, 00:27

Laogai hat geschrieben:Obiwahnvorstellungen

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

mahl ganz erhlich wenn jemand angeblich jeden zweiten monat 35 000 Euro nach D-land überweist (mit bonus) und dann sich dann nichtmal ne Bussinesclass von der Emirates (gibts schon ab 2,100 euro) gönnt der muss ja einen an der klatsche haben ..

gut aber der fliegt ja auch mit schlafmittel usw. also seine gesundheit (psychisch sowie körperlich) scheint ihm ja wichtig zu sein, wenn obiwan überhaupt existiert ..

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von harsieh » 18.04.2015, 00:31

sweetpanda hat geschrieben:
Obiwan2 hat geschrieben:
Die Lohnstückkosten in China sind bereits bei 70% der USA angelangt.
Deine Wortwahl und dein Stil sind nicht gerade angenehm und gerade diese Angabe wollte ich dir nicht glauben...aber verdammt du hast Recht.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/bill ... 10044.html

Ok, wenn man jetzt stärker automatisiert und da dürfte gerade in China viel Potential sein, könnte man wieder etwas richten, aber schon heftig. Aktuell dürfte es dann sogar eher 75% sein.

ich arbeite in der textilbranche und dort ist das schon längst ein alter hut mit der "Billigproduktion in China".

Es heisst, dass in Zeiten der Globalisierung die Wirschaftstandorte der spezifischen Branchen ständig wandern. Die Textilindustrie fungiert dabei als Leitkuh.

Mittlerweile werden grösstenteils nurnoch aufwändige Kleidungsstücke (Oberbekleidung) und hochwertige Bekleidung i.C. produziert. Das ist aber schon seit langem bekannt.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von edmund27 » 30.04.2015, 10:46

Es geht wieder aufwärts beim Euro. Offensichtlich leiden die Amerikaner sehr unter dem hohen Dollar.
Gestern kamen schlecht Konjunkturzahlen aus Amerika. Der Euro klettere um 2cent gegen den Dollar.
Heute steht der Euro bei 1,12010 gegen den Dollar. Etwas uberaschend, wo doch jeder eine Näherung zum 1:1 vorausgesagt hat. 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von sweetpanda » 29.06.2015, 08:16

Mal sehen wie es mit Griechenland weitergeht. Die Banken bleiben dies Woche geschlossen, jeden Tag kommen nur noch 60€ aus dem Automat, einige Automaten werden im Laufe der Woche nicht mehr nachgefüllt werden. Die ELA - Notkredite bleiben bei 90 Milliarden eingefroren, die letzten 2-3 Milliarden die noch nicht ausgenutzt waren reichen, nur noch wenige Tage.
Dann wird es Zeit die neue Währung zu drucken. Man kann vielleicht noch damit rechnen 20% der Kredite zurück zu bekommen.
Griechenland startet mit einer neuen Währung, erhält weiterhin seine übliche jährlichen 5 Milliarden Zuwendungen jährlich aus dem EU-Zopf, die in ihrem Wert bei der neu eingeführten Drachme immer weiter zunehmen werden.
Frühestens in 5 Jahren kann Griechenland wieder eine neue Drachmeanleihe ausgeben, vielleicht sogar zu unter 10% emitieren.
Vorher kann Syriza ohne Einfluss irgendwelcher Institutionen, das Staatswesen neu gestalten, einen Staat voller Würde und Selbstbewusstsein wird die Folge sein.
Die Renten, Löhne und Pensionen werden wieder steigen und die stolze Nation kann wieder wie Phoenix aus der Asche wieder auferstehen.
Alleine von den Ölquellen in der Ägäis, deren Ausbeutung bislang dunkle Mächte zu verhindern wussten, werden die Griechen schon in wenigen Jahren wie die Könige leben.
Nichts befriedigt einen Menschen verlässlicher als der Misserfolg eines Begabteren.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 29.06.2015, 09:00

@Sweetpanda: Hast Du was geschnupft?
Eine andere Währung löst doch die griechischen (Grund-)Probleme nicht, sie verschleppt sie wieder nur eine gewisse Zeit. Wie lange kann man sich mit dem ständigen Abwerten seiner Währung über Wasser halten?
Russland kann das sicher eine ganze Zeit machen, da es die Rohstoffe im Land hat. Die Griechen müssen aber im Ausland kaufen gehen. Nur können sie es sich irgendwann bzw. schon recht bald nicht mehr, wenn ihre Währung nix mehr Wert ist.
Mit 50+ sich als Rentner die Sonne auf den Bauch brennen lassen funktioniert nun mal nicht, wenn alle anderen drumherum bis zu 10 Jahre länger rackern. Wie soll man damit konkurrenzfähig sein?
Dazu kommt der aufgeblähte und völlig ineffiziente Beamtenapparat und und und...
Drachmenanleihen können sie schon ausgeben. Aber wenn man eine Inflationsrate im 3stelligen Bereich vorgeben muss, dann wird die Anleihe auch entsprechend.
So einfach wie Du es darstellst wird es nicht und kann es auch nicht sein. Dauerhaft kann niemand über seine Verhältnisse leben. Wir als Privatleute nicht, Firmen nicht und Staaten nicht. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, seine Schulden abzuzahlen. Und wer dann nicht liquide ist, der ist pleite, ganz einfach.
Und da "Borgen macht Sorgen" immer gilt, leiste ich mir persönlich auch nur soviel, wie ich bar zahlen kann.
Und btw. Griechenland hat in seiner Geschichte noch nie Schulden zurückgezahlt. Warum sollten sie gerade jetzt damit anfangen?
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von sweetpanda » 29.06.2015, 09:21

Ich habe Ironie und Sarkasmus geschnupft.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 29.06.2015, 09:28

Kam so echt rüber...
Suedi ist ja in letzter Zeit so komisch drauf, da dachte ich, dich hätte es auch erwischt.
Aber zum Thema:
Man kann zusammenfassen, dass sich die Finanzpolitischen Hütchenspieler und Eurofanatiker gründlich verzockt haben.
Das Experiment zum Wohle der Grossindustrie und zur Abwertung von Löhnen und Sparguthaben neigt sich dem Ende.
Bei beiden Zielen wurde das Planplus übererfüllt, genau im Rahmen des sozialistischen Planes.
Die Grossindustrie mit Banken kann weiter mit Milliarden jonglieren, die Löhne sind im Keller, die Sparguthaben durch die Inflation, besonders die indirekte, bereits jetzt halbiert und wenn es so weiter geht demnächst bis auf den so schön bezeichneten "Sockelbetrag" pulverisiert.
Naja. Solange die Grossindustrie weiterhin in China verkaufen kann, kommen die kollabierten Löhne gerade recht und die abgefackelten Sparguthaben interessieren nicht.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von philip11 » 21.07.2015, 18:24

mit 200k Euro kann man in SHanghai nicht leben?..

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Yingxiong » 21.07.2015, 23:24

Die Schweizer beklagen den Rückgang von Exporten in den Euro-Raum!
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Squire » 22.07.2015, 13:50

und das wundert die? Haben sie doch selbst verursacht, in dem sie den festen Wechselkurs zum Euro auflösten
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von Yingxiong » 22.07.2015, 13:55

Und da sie unbedingt den Franken behalten wollen.
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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von egon » 22.07.2015, 18:48

Squire hat geschrieben:und das wundert die? Haben sie doch selbst verursacht, in dem sie den festen Wechselkurs zum Euro auflösten
Yingxiong hat geschrieben:Und da sie unbedingt den Franken behalten wollen.
So Sprüche hätten auch vom Kavalleriegeneral Eichel stammen können und für jemanden, der in der Schweiz sein (sehr) gutes Auskommen gefunden hat, ist es schon recht deklassierend, nicht wahr Yingxiong?
Jeder Nation, die für sich selbstbestimmend entscheidet, eine gewissen Eigenständigkeit zu behalten, wird rücksichtslos bekämpft. Es zeigt sich, dass der ganze EU-Moloch Nichts anderes als die nutzloseste Geldverbrennungsmaschine aller Zeiten ist und der Euro eine stinkende Fehlgeburt, deren Eltern politische Hütchenspieler sind. Und genau diese Hütchenspieler müssen für den Moloch stets frisches Geld ranschaffen, damit der Untergang noch um ein paar Tage rausgezögert werden kann. Da wäre die Schweiz natürlich ein gefundenes Fressen. Nur hatte man wohl nicht mit der Sturköpfigkeit ihrer Einwohner gerechnet, welche in freiem Willen sagten: Nein, wir wollen weder ein Spielball von politischen Rohrkrepierern in Brüssel sein, noch wollen wir von denen unsere Ersparnisse via der Spielgeldwährung Euro verpulversiert haben.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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Re: Kursrutsch beim Euro

Beitrag von sweetpanda » 22.07.2015, 19:12

Alles nicht so dramatisch, der Schweizer Exportschwierigkeiten wegen wird sich die Konjunktur abkühlen, der Franken wird dadurch wieder etwas schwächer und ein neues erträgliches Gleichgewicht wird gefunden werden.

Der EURO ist kein Spielgeld, die Gefahren der kommenden Jahre sind steigend, dass ist klar und deutlich, doch in der Retrospektive war die Inflation des EUROS nicht höher als die der D-Mark und der Außenwert bewegt sich auf den Niveaus wie es auch zu D-Mark-Zeiten üblich war.
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