Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

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egon
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von egon » 17.05.2014, 09:08

Meine Frau hat bis letzte Woche hier in China bei einer Exportfirma gearbeitet, Kunden 99% aus Deutschland.
Da kam kuerzlich eine Anfrage fuer LED Lichterketten, 10m, Steuergeraet fuer verschiedene Lauflichtfunktionen, CE-konfirm mit Zertifkat, Preis maximal 0,70 Eurocent. Der Kunde wurde informiert, dass man zu diesem Preis keine CE Qualitaet liefern kann, es sei denn, man muesse beim Zertifikat "was machen". Email vom Kunden: "Wie du das machst, ist mir egal, ich weiss von nichts. Ich zahle, wenn das Zeug es durch den deutschen Zoll geschafft hat." Was sieht der Kunde im Baumarkt dann? Eine tolle Lichterkette mit CE - Zertifikat fuer xxx-billig. Er verlaesst sich darauf, dass das Zertifikat wirklich auf einer Produktpruefung basiert und auch der Zoll seine Arbeit gemacht hat. Dass er die Lichterkette nach dem guenstigsten Preis auswaehlt, ist soweit normal. Anders waere es, wenn die Lichterkette kein Zertifikat haette. Wieviele der Kunden waeren dann bereit, mehr fuer eine Lichterkette mit Zertifikat auszugeben?
Und bei den Erdbeeren ist es doch aehnlich. Vielleicht sind es 10%, vielleicht 20% der Kunden, die ihr Obst/Gemuese beim Bauern, Marktstand, kleinem Haendler, Bioladen etc kaufen. Der Rest kauft im Supermarkt. Dank EU und deutschen Gesetzen wiegt sich jeder in Sicherheit, dass Alles was dort angeboten wird, sicher ist. Also wird ueber den Preis die Kaufentscheidung getroffen, sofern die augenscheinliche Qualitaet vergleichbar erscheint. Wieviele der Kunden wissen denn, wie es bei den jeweiligen Erzeugern aussieht? Wieviele haben sich vorab informiert, wie die Ware entsteht, transportiert...wird. Wenn dieses Wissen vorhanden waere, wuerden die Verbraucher auch anders kaufen, wuerden viele Produkte "Made in China" in den Regalen bleiben, die chinesischen Erdbeeren wuerden im Laden vergammeln, die Kunden wuerden beim Baecker fragen, ob im Kuchen etwa Erdbeeren aus China drin sind. Da die Kunden aber viele Informationen nicht haben, kann man ihnen auch nur bedingt Vorwuerfe machen, wenn sie diesen Mist kaufen. Hoechstens, dass sie ueberhaupt Erdbeeeren kaufen, die mit dem Flugzeug aus China eingeflogen werden und trotzdem billiger als einheimische sind. Das muesste eigentlich zum Nachdenken anregen.
Das Ganze jetzt komplett an die chinesischen Bauern abzuschieben, waere auch unfair. Klar kippen die die ganze Chemiekacke auf die Felder. Aber wenn sie es nicht tun wuerden, dann koennten sie auch nichts mehr verkaufen. Ebenso erginge es dem Exporteur usw. Es findet sich immer einer, der billiger sein will, egal wie.
Man muss allerdings auch sagen, dass die Hemmschwelle so etwas zu machen, in China deutlich tiefer liegt, als in Europa. Fehlendes Umweltbewusstsein, fehlendes Verantwortungsbewusstsein (endet dann, wenn die RMB Scheine rueberkommen) keine Kontrollen usw. machens moeglich.
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von punisher2008 » 17.05.2014, 10:31

JensB hat geschrieben:Der Anbauer wird eher unterdüngern statt überdüngern. Überdüngern kostet nur Geld und kann das Wachstum hemmen, oder die Pflanze sogar töten. Mit unterdüngern kommen Pflanzen in der Regel gut zurecht.
Also in D wird garantiert eher überdüngt. Habe dazu schon mehrere Berichte gelesen. Man merkt das aber auch so. Ich habe ehrlich gesagt noch nirgends so viel Gestank wie auf dem Land in D erlebt. In China düngen die sicher auch viel aber man riecht es nicht so. Und ja, ich war schon auf dem Land, in den hintesten Ecken des Landes wo noch nie Ausländer waren.
Überdüngen kostet Geld? Zumindest in D scheint das nicht so zu sein. Das ganze Vieh produziert den Mist doch umsonst wenn ich mich nicht täusche. Also wohin damit? Es ist doch so dass in Mitteleuropa (natürlich auch in anderen Ländern) unverhältnismäßig viel Fleisch gegessen wird. Das Land was man als Anbaufläche für Obst oder Gemüse verwenden könnte geht verloren weil man die Massen von Tieren durchfüttern muss um die enorme Gier nach Fleisch zu befriedigen. Die Tiere selbst werden auf engstem Raum unter katastrophalen Umständen gehalten weil kein Platz mehr ist. Krankheiten werden nur verhindert weil die Tiere mit Antibiotika vollgestopft werden. Also gesund ist das sicher nicht! Was Ernährung betrifft muss ich jetzt mal China loben. Da ernährt man sich traditionell um einiges ausgewogener, also Fleisch eher in kleinen Mengen, dafür mehr Gemüse und Obst. Von der jetzigen Situation rede ich nicht, klar ist die Umwelt da ziemlich im A*sch. Ich meine die traditionelle Ernährungsweise dürfte gesünder sein als in D. In D ist man in letzter Zeit auch etwas bewusster geworden aber allgemein ist die Ernährung noch viel zu fleischlastig. OK, ist jetzt ziemlich OT, aber ich wollte mal zeigen dass in Europa auch nicht alles so perfekt ist.
egon hat geschrieben:Wenn dieses Wissen vorhanden waere, wuerden die Verbraucher auch anders kaufen, wuerden viele Produkte "Made in China" in den Regalen bleiben, die chinesischen Erdbeeren wuerden im Laden vergammeln, die Kunden wuerden beim Baecker fragen, ob im Kuchen etwa Erdbeeren aus China drin sind. Da die Kunden aber viele Informationen nicht haben, kann man ihnen auch nur bedingt Vorwuerfe machen, wenn sie diesen Mist kaufen.
Auch nicht zu vergessen: nicht nur wo "Made in China" draufsteht ist Made in China drin. Beispiel manche Gegenden in Italien, vor allem Neapel. Da werden Schuhe, Kleidung, Handtaschen etc. in chinesischen Fabriken unter chinesischen Zuständen von Chinesen hergestellt und dann als Made in Italy verkauft. Die Mafia unterstützt diese illegalen Organisationen.

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von Luntan » 17.05.2014, 10:33

Viel von diesen Meldungen hängen auch mit den massiv verbesserten Laboranalysen zusammen: Ich habe schon vor über 30 Jahren in einem solchen Labor gearbeitet und bringe heute selber Materialien zum Testen auch auf Schwermetalle in Labors. Es findet sich eigentlich immer etwas, und dies war auch früher so, nur konnte man dies damals nicht messen.

Die gleiche Frage stellt sich bei der Luftverschmutzung: Da es keine Messreihen gibt die Luftverschmutzung mit Feinstaub (PM 2.5) von 1975 bis 1985 in Berlin oder Los Angelas nach heutigen Messmethoden dokumentieren, kommen die Ignoranten aus Deutschland oder den USA und schreiben, die Luftverschmutzung in China sei so schlimm wie noch nie und nirgendwo.

Neben der Messtechnik kommen wie bereits weiter oben erwähnt verschiedene Messmethoden zum Einsatz: Produkte aus China werden viel häufiger und auf viele verschiede Chemikalien und Schwermetalle getestet als solche aus der EU. Selbst wenn nun die Produkte gleich gut wären wie der Durchschnitt aus der EU führt diese Methodik automatisch zu viel mehr "schlechten" Messresultaten. Und schon wieder kommen Ignoranten aus ihren Höhlen gekrochen und jammern über China :)

Nach all den Lebensmittelskandalen in China glaubt ein Teil der Bevölkerung schlicht nicht mehr wenn die Regierung schreibt: "Alles ist gut". Nur gehen die gleichen Personen genau gleich in den Supermarkt zum Einkaufen der Sonderangebote und Billiggemüse... gleich wie in Deutschland. Wenn sie dann gegessen haben jammern sie vor dem Einschlafen noch kurz :mrgreen:

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von punisher2008 » 17.05.2014, 10:42

Luntan hat geschrieben: Nach all den Lebensmittelskandalen in China glaubt ein Teil der Bevölkerung schlicht nicht mehr wenn die Regierung schreibt: "Alles ist gut".
Welcher normale kritisch denkende Mensch irgendwo auf der Welt glaubt denn heutzutage noch was eine Regierung sagt? :mrgreen:

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von Yingxiong » 17.05.2014, 11:11

Die Schweizer.
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von egon » 17.05.2014, 11:32

punisher2008 hat geschrieben: Welcher normale kritisch denkende Mensch irgendwo auf der Welt glaubt denn heutzutage noch was eine Regierung sagt? :mrgreen:
Yingxiong hat geschrieben:Die Schweizer.
:lol: :lol: :lol: ... nur "normal kritisch denkend" im Verhaeltnis von Schweizern zu ihrer Regierung zu kombinieren, ist auch etwas gewagt und beschraenkt sich leider auf Einzelfaelle.
Aber andere Baustelle.
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von Yingxiong » 17.05.2014, 11:49

Stimmt!

Die Schweizer denken immer noch, ihr Wasser und ihr Gemüse ist sauber und ohne Chemie, dabei haben Untersuchungen festgestellt, dass die Schweizer Landwirte ca. doppelt so viel Pestizide verwenden, als die Deutschen.

http://www.vitalstoffe-online.ch/assets ... index.html
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von egon » 17.05.2014, 11:58

Ich habe 12 Jahre in der Schweiz direkt neben einem Bauernhof gelebt. War schon interessant, wenn der Bauer mit seinem 50jaehrigem Trecker und dem Giftfass angehaengt mindestens einmal im Monat ueber Felder und Obstwiesen gefahren ist. Dabei haette er nicht mal spritzen muessen. Die Abgase vom Trecker hatten sicher schon alles vorher abgemurkst, was da gelebt haben koennte.
Ja, und sein Cousin, seines Zeichens Biobauer, hat so alle 2 - 3 Monate seine ganze Giftdeponie zu ihm gebracht, wenn der Kontrolleur vom Bauernverband angemeldet erschien, um die korrekte Umsetzung der Biorichtlinien zu ueberpruefen.
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von Laogai » 17.05.2014, 23:14

egon hat geschrieben:Und bei den Erdbeeren ist es doch aehnlich. Vielleicht sind es 10%, vielleicht 20% der Kunden, die ihr Obst/Gemuese beim Bauern, Marktstand, kleinem Haendler, Bioladen etc kaufen. Der Rest kauft im Supermarkt.
Kleiner Hinweis dazu: Die Herkunft von Frischobst muss auch in Supermärkten deklariert werden. Ich habe noch keine frischen Erdbeeren aus China dort gesehen. Die verstecken sich eher in Fertigprodukten (wie es in dem ARD Bericht auch schon angesprochen wurde).
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von jejeme » 18.05.2014, 07:57

Laogai hat geschrieben:Natürlich macht das kein Kunde. Er geht nämlich nicht zum Marktleiter, sondern zum nächsten Supermarkt, wo er die Ware billiger bekommt.
Herr schmeiß Hirn vom Himmel!
Und dann muss der Kunde davon ausgehen, dass das Lebensmittel auch belastet ist, weil günstig = schlecht? Ja klar! Dann ist der Kunde ja selbst schuld wenn er billig kauft - oder? Schließlich ist es ungeschriebenes Gesetz, dass günstigere Produkte das Recht haben mit Schadstoffen belastet zu sein :wink: ...

Du machst es dir ein wenig einfach.
Der Preis sagt nichts über die Qualität und die Natürlichkeit eines Produktes aus. Schau dir doch Yoghurts, Bratwürstchen und co. in den Supermärkten an und vergleich mal die Inhalte. Oft findest du in den günstigeren Produkten weniger Zusätze als in den teureren. Warum ist das so? Weil die Hersteller wissen, dass viele Leute so denken wie du: Wer günstig kauft, kauft zweimal. Also lieber gleich die teureren Bratwürstchen. Man gönnt sich ja sonst nix! Durch künstliche Aromen und Geschmacksverstärker beglückt man den Industrie-Gaumen gleich doppelt. Nie auf die Zutatenliste geschaut, aber der Verbraucher meint das es sich gelohnt hat. Und der Markt hat gleich doppelten Reibach gemeint, weil er an der Wurst doppelt soviel verdient hat wie an der Discounterwurst.

Das Einzige was der Kunde heutzutage machen kann, ist möglichst auf stark verarbeitete Produkte zu verzichten. Ansonsten kann er da nicht viel machen. Der Preis hängt so stark von der Kalkulation der einzelnen Hersteller, Lieferanten, usw. ab das ein Urteil bezüglich der Qualität und dem Belast eines Produktes über den Preis gar nicht möglich ist.

In wie weit trifft also die Schuld den Käufer? Würde man auf die Erdbeeren drauf schreiben, dass sie belastet sind, hätte niemand die Erdbeeren gekauft. Das zeigt auch ganz deutlich, warum Inhalte, Belastungen und Qualität oft verschleiert werden. Weil der Kunde eben doch daran interessiert ist, was er da isst, aber eben auch seinen täglichem Geschäft nachgehen muss und nicht erstmal Studien lesen kann, warum/wieso jenes Lebensmittel schlechter als das andere sein soll.

Das Angebot bestimmt die Nachfrage, sonst würde überhaupt keine Innovation möglich sein und seltsame nonsense Produkte wie ein Nutella Öffner bei Amazon nicht für 10€ mit hoher Zahl gekauft werden. Wer das nicht rallt, der braucht nicht über Wirtschaft reden.

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von JensB » 18.05.2014, 09:32

Die Hobbyimporteure sollten sich diesen Satz zweimal durchlesen:

Der Lebensmittelimporteur muss dafür Sorge tragen, dass die von ihm importierten Produkte den gesetzlichen Grenzwert nicht überschreiten. Der Importeur hat auf die Recherchen von Plusminus reagiert und eine Rückrufaktion eingeleitet.

Je nach dem wie tief und ich welchem Umfang die Lebensmittel in der Kette sind können hier enorme Kosten enstehen für die der Importeur alleine verantwortlich ist. Das der Lieferant in China sich an den Kosten beteiligt ist sehr unwahrscheinlich.

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von punisher2008 » 18.05.2014, 11:04

jejeme hat geschrieben: Der Preis sagt nichts über die Qualität und die Natürlichkeit eines Produktes aus.

Das Einzige was der Kunde heutzutage machen kann, ist möglichst auf stark verarbeitete Produkte zu verzichten. Ansonsten kann er da nicht viel machen. Der Preis hängt so stark von der Kalkulation der einzelnen Hersteller, Lieferanten, usw. ab das ein Urteil bezüglich der Qualität und dem Belast eines Produktes über den Preis gar nicht möglich ist.
Hier muss ich dir recht geben. Es wäre tatsächlich naiv zu behaupten je teurer desto besser, und dass der Kunde selbst schuld ist nur weil er billigere Produkte kauft.
Wie du schon sagst, man sollte soweit es geht verarbeitete Industrieprodukte reduzieren und so viel wie möglich frisches Gemüse, Obst oder Fleisch/Fisch essen. Auf gefrorene Fertiggerichte wie Pizzas etc. sollte man grundsätzlich verzichten. Die sind nämlich voll von (vollkommen legalen!) Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern etc. Oft ist nicht mal echter Käse drin sondern ein nur entfernt nach Käse schmeckender Ersatz, aus was auch immer. Auch lasse ich die Finger von Dosen, jedenfalls größtenteils. Sogar bei Chips achte ich darauf dass keine Zusatzstoffe drin sind. Die gibt es nicht nur (jedenfalls in Spanien), sondern sind auch noch billiger. Da sind dann wirklich nur Kartoffeln, Salz und Oliven-/Sonnenblumenöl drin, kein einziges E. Wer braucht denn den ganzen Mist? Wer braucht Pringles wenn es echte Chips ohne Chemikalien gibt?
Vor allem Kinder sollten von Anfang an echtes Obst bekommen statt Joghurt mit künstlichem Obstaroma. Die haben sich teilweise so an den künstlich stärkeren Geschmack der Industrieprodukte gewöhnt dass die gar nicht mehr wissen wie echtes Obst schmeckt bzw. es nicht mögen. Und aus denen werden dann Erwachsene die Säfte nur noch mir viel Zucker und Chips nur mit tonnenweise Glutamat essen weil alles andere zu "lasch" schmeckt.

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von TaugeNix » 18.05.2014, 12:46

JensB hat geschrieben:Die Hobbyimporteure sollten sich diesen Satz zweimal durchlesen:

Der Lebensmittelimporteur muss dafür Sorge tragen, dass die von ihm importierten Produkte den gesetzlichen Grenzwert nicht überschreiten. Der Importeur hat auf die Recherchen von Plusminus reagiert und eine Rückrufaktion eingeleitet.

Je nach dem wie tief und ich welchem Umfang die Lebensmittel in der Kette sind können hier enorme Kosten enstehen für die der Importeur alleine verantwortlich ist. Das der Lieferant in China sich an den Kosten beteiligt ist sehr unwahrscheinlich.
Siehe u.a. § 4 Abs. 2 ProdHaftG - da kann auch noch DEUTLICH mehr auf den Importeur zukommen. Daran sind schon einige Träume vom schnellen Geld geplatzt..

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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von Laogai » 18.05.2014, 13:17

jejeme hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Natürlich macht das kein Kunde. Er geht nämlich nicht zum Marktleiter, sondern zum nächsten Supermarkt, wo er die Ware billiger bekommt.
Herr schmeiß Hirn vom Himmel!
Und dann muss der Kunde davon ausgehen, dass das Lebensmittel auch belastet ist, weil günstig = schlecht? Ja klar! Dann ist der Kunde ja selbst schuld wenn er billig kauft - oder? Schließlich ist es ungeschriebenes Gesetz, dass günstigere Produkte das Recht haben mit Schadstoffen belastet zu sein :wink: ...
Du solltest kräftig an deinem Leseverständnis arbeiten!
Ich habe nirgendwo behauptet, dass billig = schlecht und teuer = gut ist. Mein Satz da oben bezog sich auf die Aussage von Rainbiker, dass der Verbraucher keinen Einfluss auf die Preisgestaltung ausübt.

Hier nochmal die entsprechende Passage, auf die ich reagiert habe:
Rainbiker hat geschrieben:Von wegen der Verbraucher verlangt immer billigere Preise. Selten so ein Blödsinn gehört. ICH, als Verbraucher habe in meinem Supermarkt noch NIE verlangt, dass irgend ein Preis gesenkt werden soll. Klar freut man sich, wenn man die Erdbeeren billiger bekommt, aber wenn sie 3 Euro Kosten, dann hab ich zwei Möglichkeiten, kaufen oder nicht kaufen. Ich glaube kaum, dass irgend ein Kunde zum Marktleiter geht und sagt: Ich will nur 2 Euro für die Erdbeeren bezahlen.
Also bitte immer den Kontext berücksichtigen. Dann musst du auch nicht so lange Aufsätze schreiben :wink:
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Re: Lebensmittel aus China mit Schwermetallen...... belastet

Beitrag von jejeme » 18.05.2014, 15:11

Laogai hat geschrieben: Du solltest kräftig an deinem Leseverständnis arbeiten!
Ich habe nirgendwo behauptet, dass billig = schlecht und teuer = gut ist
Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass du das behauptet hast. Sondern ich hab das mit "Fragezeichen" in den Raum gestellt. Vielleicht hättest du auch einfach mal das lesen sollen, was ich danach geschrieben habe. Ist ja nicht so schwer seine eigenen Beiträge mal in den Gesamtzusammenhang zu setzen - dann hättest du sicher auch bemerkt, dass es eigentlich gar nicht konkret um die zitierte Stelle ging.

Tud mir leid dir das sagen zu müssen. Aber du bist ein ziemlich unangenehmer Diskussionspartner und wirkst sehr arrogant. Wenn jemand eine andere Meinung hat als du bzw. dich zitiert, dann ist dein erster Satz fast immer in dem Niveau "boah bist du blöd!" z. B. auf s.2 "boah da hat aber einer keine Ahnung von Wirtschaft" oder wie gerade "du solltest kräftig an deinem Leseverständnis arbeiten".

Kannst du auch ohne Beleidigungen diskutieren? Oder geht es dir nur um Profilierung? So wirkt zumindest jemand auf mich, der so wie du seine Sätze einleitet. "Hauptsache ich hab mal in die Diskussion gegrätscht und meine Wahrheit kund getan - und wenn es jemand anders sieht, dann finde ich schon etwas, um ihn abzubügeln".

Sorry. Aber wenn das deine Art ist, dann sollten wir es sein lassen. Wenn es dir zu anstengend ist, die Beiträge anderer Leute zu lesen - warum bist du dann noch hier? Ist halt sehr kindisch.

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