Chinesische Autos

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domasla
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Beitrag von domasla » 14.03.2006, 09:54

Machen wir doch einen Kompromiss: 2010 für jeden ein Brennstoffzellen-Auto! Vorher wird nichts gekauft. Wir sparen das Geld.

Neulich hätte ich beinahe ein Hybrid-Auto (Strom + Benzin) gekauft. Aber 5 Liter Verbrauch ist immer noch zu viel. Bei 3 Litern (Diesel) hätte ich noch mitgemacht. Was mir besonders gut gefiel: Es hatte sehr bequeme Sitze und einen wunderschönen Halter für meine Sonnenbrille.

Ich glaube, wir haben nicht zu bestimmen, wer an welchem Ort Autos baut und wer Autos kauft. Leider. Und es gibt jetzt schon zu viele davon.

Domasla

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LeChef
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Beitrag von LeChef » 14.03.2006, 10:54

Artikel erschienen am 21. November 2004
ist ein bissi alt der artikel.

mit den chinesen wird es genauso sein wie mit den japaner und dann den koreanern. zuerst bauen sie totalen dreck, dafür superbillig und mit der zeit werden sie immer besser, überholen uns in sachen qualität (gut, bei den koreanern noch nicht der fall) und ziehen mit den preisen nach. sie haben preislich den voreteil, dass sie nicht unsummen nur für den namen verlangen.
also ich bin toyota-fan. und wenn ich mal ein richtig fettes auto haben will, dann einen lexus :-)
hybridmotor!
@domasla: guter vorschlag! wäre ich dabei. schafft die scheiss luftverpesster ab.
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"Mein Leben hat keinen Sinn, keine Richtung, kein Ziel, keine Bedeutung. Trotzdem bin ich glücklich. Was mache ich richtig?" ; Snoopy

Sunny

Beitrag von Sunny » 14.03.2006, 14:15

also wer das glaubt, das China nicht in der Qualität liefern kann bzw. könnte, den will ich hier mal eines besseren belehren.

Wir beziehen Halbleiterkarten für unsere HF Baugruppen aus China nd die Quli hat mittlerweise unseren MIL Standart erreicht.
Unsere Vorlieferanten die in Deutschland, Japan und Korea saßen können keine bessere Qualität liefern als die Chinesen.

Siemens Siplace Bestückungsautomaten werden mittlerweise in China gefertigt, Qualität wie in Deutschland bzw. Japan allerding noch etwas preislich günstiger.

Elektronische Bauteile werden heute zu 95 % in China gefertigt, selbst sogar für den MIL Standart, also Luft und Raumfahrt, ICE und Militär.

Einziger Vorteil im Moment ist die günstige Lohnstrucktur in China die sich aber in den nächsten 10 bis 15 Jahren an europäisches Niveau angleichen wird.

Denn schon heute steigen die Löhne in Shanghai und Beijing, ganz zu schweigen in Hong Kong und es ist somit zu erwarten, das diese in 10 Jahren unser Niveau haben werden.

Im Software Bereich lassen heute schon viele Firmen aus Europa und den USA in China fertigen und auch im Hardwarebereich sieht es nicht anders aus und wenn unser Wirtschaft weiter so bergab geht, dann werden wir in 15 Jahren für China arbeiten gehen auch wenn viele das noch nicht glauben.

gzs
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Beitrag von gzs » 16.09.2006, 12:19

Moin,

auch ich sehe die böse "Globalisierung" nicht so dramatisch. Es gibt immer zwei Möglichkeiten als Firma oder Land über Wasser zu bleiben:

1. Billiger sein als die Anderen

2. Besser sein als die Anderen

Das mit dem Billiger-sein klappt bei uns nicht, also müssen wir eben besser sein.

Allerdings, so lange Dummheit an unseren Schulen immer noch cool ist, sehe ich auch da schwarz. Aber das lässt sich ja ändern.
Gerhard

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Beitrag von Grufti » 16.09.2006, 12:52

Wenn man chinesische Produkte kauft, bezahlt man damit keinen einzigen Cent für die Erhaltung der umweilt in China, und auch keinen ienzigen cent für irgendeine Sozialleistung der mehr oder weniger rechtlosen Arbeiter inChina.

Wenn man den teueren Preis für ein "baugleiches" deutsches Produkt bezahlen muß, bezahlt man für die mehr oder weniger intensive Erhaltung der deutschen Umwelt, da die Firmen hier gezwungen sind, sich an die gesetzlichen Auflagen in Deutschland zu halten...und man bezahlt für die massiven Aufwendungen für das deutsche Sozialsystem.

Es ist schon pervers, daß sich die westlichen Staaten Mechanismen haben einfallen lassen , um die Einfuhr von Waren mit unerlaubten sprich gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen zu verhindern, und der Wäsche von Geldern aus kriminellen Geschäften den Kampf anzusagen...nur wenn Waren, die auf Kosten der Umwelt und der Werktätigen ( besonders Kinderarbeit) gandenlos billig hergestellt wurden und importiert werden, da schließt er die Augen..

So "gut" kann der Westen garnicht sein, daß er die Wettbewerbsvorteile durch gnadenlose Ausbeutung der Werktätigen und der Umwelt ausgleichen kann.

Warum seht Ihr es nicht endlich ein... gegen China haben wir bereits schon seit Jahren verloren.....,
besonders da in China das Wort "Coyright " mit " das Recht zu Kopieren" übersetzt wird...



Mir kommen bei der Invasion der chinesischen Waren immer wieder die der Realität angepaßten Losung der "Borgs" aus dem "Startrek"-Universum in den Sinn:


Wir sind CHINA.

Sie werden assimiliert-

Widerstand ist zwecklos
:roll:
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Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von kusti » 16.09.2006, 14:15

gzs hat geschrieben:Moin,

auch ich sehe die böse "Globalisierung" nicht so dramatisch. Es gibt immer zwei Möglichkeiten als Firma oder Land über Wasser zu bleiben:

1. Billiger sein als die Anderen

2. Besser sein als die Anderen

Das mit dem Billiger-sein klappt bei uns nicht, also müssen wir eben besser sein.

Allerdings, so lange Dummheit an unseren Schulen immer noch cool ist, sehe ich auch da schwarz. Aber das lässt sich ja ändern.

Billiger IST besser !!!
Schade, dass du nicht wirklich ein Lösung für das Problem der 5 Millionen Arbeitslosen hast. 8)

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Beitrag von Lanhua » 16.09.2006, 16:40

Ich war jetzt mal prinzipiell zu faul um mir die ganzen Beiträge durchzulesen. Aber von welchen chinesischen Autos wird hier geredet?!
Ich hab erst gestern in einem Buch über Chuinas Aufstieg zur Weltmacht gelesen, dass kaum chinesische Autos über Chinas Straßen rollen. 1 oder 2 Marken sind da die Außnahmen. Irgendwie schon komisch,... in allem holt China uns auf, aber bei den Autos, da sind die Europäer, Amerikaner uns Japaner die Gewinner. Scheint irgendwie eine Schwachstelle der Chinesen zu sein...

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Beitrag von Grufti » 16.09.2006, 20:15

Als die ersten Autos aus Japan ..und dann aus Korea kamen, hatte sich jeder über sie lustig gemacht.


jetzt sind die "Japaner" besser als unsere Autos..

Mit China wird uns das --früher oder später-- ebenso passieren...

Abwarten und Wolong trinken... die Chinesische Mauer ist auch nicht an einem einzigen Tag gebaut worden... :roll:
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Beitrag von Fu » 18.09.2006, 20:49

Dazu hätte ich hier nen Artikel, den ich heute gelesen habe.

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/114115.html

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Beitrag von no1gizmo » 18.09.2006, 21:38

Japanische Autos sind nicht besser, als die deutschen. Die deutschen Autos stehen ganz ganz oben, danach erst auf Platz 2 kommen die Japaner, alle anderen danach.

Damals, als Japan dazu kam, war die Autoindustrie noch nicht sehr weit, aber nun hat es China sehr sehr schwer.


.... und wer sich nen chinesisches Fabrikat leistet, ist echt lebensmüde (und das ist kein Scherz).
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Beitrag von devurandom » 19.09.2006, 09:38

no1gizmo hat geschrieben:Japanische Autos sind nicht besser, als die deutschen. Die deutschen Autos stehen ganz ganz oben, danach erst auf Platz 2 kommen die Japaner, alle anderen danach.
hmmm, subjektive Wahrnehmung oder objektive Tatsache? Wenn zweite, Belege, Studien? Wenn erste, dann spricht das hier ja wohl dagegen. Zu subjektiv? OK, dann such mal die Pannenstatistik von ADAC zwischen 2000 und 2003 nach, die auch Indizien liefern, dass deutsche Autos so nicht "ganz ganz oben" sind. (Gut, die deutschen Hersteller haben mitterweile wieder aufgeholt und belegen in, wenn nicht alle, aber zumindest 4 von 5 Kategorien die Spitze). Ausserdem frage ich mich, wenn deutchse Autos so "ganz ganz oben" sind, warum wohl BMW Leute nach Japan schickt, um von dem Produktionsmanagement der Toyota Werke zu lernen.....
Damals, als Japan dazu kam, war die Autoindustrie noch nicht sehr weit,
"damals", also in den 70ern, fahren die Autos bereits nach gleicher Funktionsweise wie heute. Die Fertigungstechniken von mechanischen Teilen, abgesehen vom Einsatz der Roboter, hat sich auch nicht grundlegend geaendert. Einzig was sich massiv entwickelt hat, sind das Design und die Boardelektronik. Was das angeht, sind die entspr. Entwicklungszyklen deutlich kuerzer als z.B. neue Fertigungstechnik.

Gruss
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Beitrag von no1gizmo » 19.09.2006, 20:14

Objektive Einschätzung (so weit es nur geht), nun keine Studien zur Hand, aber schon viele gelesen und schaue jährlich in die Pannenstatistik. Ich bin totaler Autofan und auch schon unzählige Autos probegefahren und habe auch selbst schon viele gehabt.

ich habe nun keine Zeit, da lange drüber zu schreiben, aber man kann gerne per ICQ oder MSN mit mir darüber diskutieren.

Kurzrum, deutsche Autos gewinnen nicht in allen Kategorien, aber in der Gesamtleistung.

Übrigens, Toyota mag großen Erfolg haben, mit Lexus auch annehmbaren Erfolg in den Premiumklassen, aber in den mittleren und oberen Klassen gewinnen deutsche Marken.

Audi, Porsche und besonders BMW und Mercedes (+ Maybach) sind die topklassen in Europa, USA, Asien und besonders auch in Japan.

Opel ist übrigens strenggenommen ein Deutsch-Amerikanischer und erst seit geraumer Zeit gut.

Japanische Autos sind zudem oft sehr schlecht im Innenraum verarbeitet und einfach billig. Ich stecke im Thema echt drinne.

Es gab auch mal eine Studie, dass wir den deutschen Autos den annehmbaren guten Ruf zu verdanken haben, eigentlich mag uns die halbe Welt ja nicht.

(und falls noch jemand Opel Omega oder Cadillac Catera Teile brauch, dann kann man sich bei mir melden, ich schlachte nächsten Monat einen :wink: )
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Beitrag von glizza » 20.09.2006, 12:06


Knowing is not enough, you must apply. Willing is not enough, you must do. Bruce Lee
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Beitrag von devurandom » 20.09.2006, 12:08

Ich habe arbeitwegen hin und wieder mit Automobileindustrie bzw. Lieferanten zu tun, meistens geht es um Boardelektronik bzw. Software. Ausserdem habe ich im Kreis der Bekannten viele Ingenieure, die direkt oder indirekt in unterschiedlichsten Bereichen der Automobilindustrie arbeiten. Dennoch bin ich selbst kein Autofan. Daher sehe ich das ganze eher aus Sicht eines Entwicklers als eines Hobbyschraubers und werd bei Diskussion ueber konkrete Modelle bzw Ausstatungen wohl wenig glaenzen koennen ;-).

Keine Frage, deutsche Autoindustrie ist maechtig und hat recht hohe Qualitaetsansprueche, aber genau so gross sind die Probleme bei Entwicklung und Zielsetzungen. Die Probleme der Elektronik sind allgemein bekannt. Wir haben hier in der Firma auch schon mal ueber elektronikteile gewisser namenhafter deutschen Automobilhersteller die Haare gerauft und uns gewundert, wie wir nun Software dafuer machen sollen, weil das Board miserable war und erst recht die Dokumentationen. Letztendlich mussten wir auf aehnliche Dokus von Honda ausweichen. Wenn man die Quellcode so mancher Software, die auf einige bekannte Deutsche Automarken eingesetzt wird, in die Finger kriegt und liest, dann stehen einem die Haare im Nacken echt zu Berge. Gut ich weiss in diesem Punkt nicht, ob die Japaner bzw. die Amerikaner's besser machen. Aber immerhin belegt die Quote der Fehlproduktionen eindeutig, dass z.B. Toyota wesentlich effizienter Produktionsablaeufe und bessere Qualitaetsmanagement als so ziemlich alle deutsche Hersteller hat. Abgesehen davon, gelten die Motoren der Japaner, die produktionstechnisch gesehen wichtigsten Teile, auch schon laengst als konkurenzfaehig zu deutschen Produkten. Ob nun die "Innenausstattung" besser oder schlechter sind, kann ich nicht beurteilen, da sie, wie gesagt, nicht in meinem Interessenbereich liegt.

Das mit Dominanz von deutschen Autos auf asiatischer Markt... Nunja, das war wohl mal. Heute machen die Amerikaner (GM) und Japaner (Toyota) dort das Rennen. VW hat's verpennt und Mercedes bzw. BMW haben in der mitteleren Preisklasse nach dortigen Verhaeltnis nicht viel zu bieten. Wenn Du mal siehst, wieviele (private) neue Buicks und Lexus' auf z.B. den chin. Strassen unterwegs sind, dann weisst Du vermutlich, was ich meine.

Gruss
/dev/urandom

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