Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Alle Themen rund um Politik in der Volksrepublik China
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 20:08

Wir sind wohl alle ein bisschen von den bisherigen Ereignissen mitbetroffen...
Ein Teil meiner Familie gehört zu den später " vertriebenen " Schlesiern.
Mich würde aber wie gesagt mal interessieren, wie die Chinesen die Japanische Bevölkerung, Kultur ect. ohne Berücksichtigung der politischen und den horistorischen Verhältnisse betrachten. Ich kann mir gut vorstellen, dass soetwas schwer zu differenzieren ist ( was mitunter seine berechtigung haben mag ).
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 20:14

Grufti hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben:

das habe ich nicht vergessen, und das werde ich auch nie vergessen. zumal mein opa war auch ein opfer der "kurturrevolution". aber das ist schon bißchen unverantwortlich, wenn man die heutige KP-regierung für alles verantwortlich macht, was in letzten 50 jahre die KP für scheiße gebaut hat.
...mein Großvater stand 12 Jahre lang mit einem Fuß im KZ, denn er hatte keinen Respekt vor den damaligen "braunen" Machthabern, war kein "PG" ,hatte aber ein unheimlich böses und lockeres Mundwerk ( hab ich von ihm geerbt. :mrgreen: ).. Nur einige Freunde , die ihre schützende Hände über ihn hielten, bewahrten ihn vor dem Schlimmsten...

Das ist ein Teil meiner "Erfahrung", und deshalb auch ein Punkt weswegen ich persönlich auch so emotional gegen totalitäre Regime eingestellt bin.

Einer seiner "schlimmsten" Witze war

"Wie heißt der "Völkische Beobachter " auf Japanisch ?" "Ashiwishi Shimbun"

( ich hatte diesen Spruch hier im Forum schon mal abgewandelt geschrieben.. :oops: )

Für das, was "die Deutschen" in den Jahren 33-45 "für einen Scheiß gebaut haben" wird Deutschland auch noch 60 Jahre danach penetrant vorgehalten..... wie eines Deiner Postings beweist...
aber die amtierende deutsche regierung wurde doch nicht für die zweite weltkrieg verantwortlich gemacht. und unser jetztiger staatschef hu jingtao hat auch die gleiche behandelung verdient.
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 20:17

Topas hat geschrieben:@ Gonar :

Sorry wenn ich deinen Namen falsch schrieb.
Auch will ich hier niemandem irgendetwas vorschreiben oder dergleichen - ich habe gar nicht dass Recht zu soetwas. Weiss auch dass du kein " Neuer " bist.
Nur habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass zu schnell irgendwelche Vorurteile, subjektive Sichtweisen in einer Thematik reingebracht werden, die letztendlich eine vernünftige Diskusion unmöglich machen.

Hoffe du kannst es verstehen, wenn ich einfach dass Interesse habe, mit anderen eine vernünftiges Gespräch zu führen ohne ein " Aber du hast..." oder eine ständige Fehler-Sucherei. Dassbringt letztendlich garnichts.

Naja, schwamm drüber , ich stelle mal eine neue Frage :

Wie stehen Chinesen eigentlich zu der Japanischen Bevölkerung ( nicht zu der Politik / Geschichte ) ?
das antworte ich dir später. jetzt muss ich für den ruf meines heimatlandes weiterkämpfen. :wink:
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 20:19

@ ferrara :

Wenn ich nur kurz etwas einbringen darf ( ohne Wertung )
Aus einer Quelle habe ich vor längerer Zeit mal erfahren, dass Hu Jintao zur Zeit des 1988 ger Tibet-Aufstandes Chef der dortigen Autonomie-Regierung war.
Auch bei diesem Protest kamen Menschen ums Laben.
Wenn dem nicht so ist - so korrigiere mich bitte . :wink:
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von de guo xiong » 21.03.2008, 20:25

Topas hat geschrieben:Wir sind wohl alle ein bisschen von den bisherigen Ereignissen mitbetroffen...
Ein Teil meiner Familie gehört zu den später " vertriebenen " Schlesiern.
Mich würde aber wie gesagt mal interessieren, wie die Chinesen die Japanische Bevölkerung, Kultur ect. ohne Berücksichtigung der politischen und den horistorischen Verhältnisse betrachten. Ich kann mir gut vorstellen, dass soetwas schwer zu differenzieren ist ( was mitunter seine berechtigung haben mag ).
da Dir bis jetzt keiner auf deine Frage geantwortet hat, möchte ich es ein wenig versuchen - ist leider nur *HörenSagen*, das aber aus einer guten Quelle - meine Verlobte.

Im Allgemeinen ist das Thema Japan ein ähnlich schwieriges und emotionsreiches Thema wie Tibet.
Alle Versuche meiner Verlobten beizubringen, dass es nicht *DEN* Japaner gibt waren mehroderweniger nicht erfolgreich .....
Der erste Punkt gegen Japan kommt immer die Besetzung von China und das sich ihre Einstellung seit dieser Zeit nicht geändert hat. Wenn ich dann zu bedenken gebe, dass *die Deutschen* während dem 2. Weltkrieg auch viel unrecht begangen und Völker überfallen hat, dann ist das für sie ganz was anderes???

Zum Schluss kommt dann noch die Geschichte wie Ihre Schule mit einer japanischen in Austausch traten und Freundschaftsgeschenke schickten. Sie bekamen auch Geschenke zurück, aber alles unbrauchbare Dinge (Süssigkeiten wo die Verpackung schon offen war, angegammeltes Obst ....)

So offen meine Verlobte auch sonst auch ist, gewisse Themen sind irgendwie fest verankert und sie läßt sich darin auch nicht von Ihrer Meinung abbringen und natürlich interprettiert alle Ereignisse in diesem Sinne ......

Gruss
de guo xiong, der generell gegen eine Pauschalverurteilung eines Volke ist - sich aber auch abundzu dabei ertappt
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von de guo xiong » 21.03.2008, 20:29

ferrara hat geschrieben:
das antworte ich dir später. jetzt muss ich für den ruf meines heimatlandes weiterkämpfen. :wink:
Dies ist aber kein *Kampfthread* hier - da gibt es doch derzeit genügend andere .....

de guo xiong, der hofft, dass das hier der etwas andere thread bleibt
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 20:40

hmm, mit Japan ist schon eine komplizierte Geschichte - weit aus schwieriger als unsere. Auch ich habe schon viel davon gehört.
Worauf ich hier hinaus will ist, dass wir letztendlich alle MENSCHEN sind.
Und auch jeder denke ich hat eine Leiche im Keller ( so auch ich :wink: )
Wichtig ist, dass wir über so etwas sprechen , uns austauschen ! Erst so können sich Spannungen lösen.


Und die Aussage Ferraras sehe ich eher ein wenig ironisch an. Wenn er wirklich kämpfen wollte, dann glaube ich gehen hier die Fetzen los :D
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von de guo xiong » 21.03.2008, 20:45

Topas hat geschrieben: Und auch jeder denke ich hat eine Leiche im Keller ( so auch ich :wink: )
:D
ach erzähl doch mal - bitte bitte ;)

de guo xiong, der sich nicht traut in seinen keller zu schauen
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 20:46

Topas hat geschrieben:@ ferrara :

Wenn ich nur kurz etwas einbringen darf ( ohne Wertung )
Aus einer Quelle habe ich vor längerer Zeit mal erfahren, dass Hu Jintao zur Zeit des 1988 ger Tibet-Aufstandes Chef der dortigen Autonomie-Regierung war.
Auch bei diesem Protest kamen Menschen ums Laben.
Wenn dem nicht so ist - so korrigiere mich bitte . :wink:
ja. das ist richtig. :wink:
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 20:52

och nööööööö, passt hier nicht hin !
Wir sind doch keine Leichenausbuddler und -zerfledderer. Auch Japans Fehler zu zerfleddern würde nichts bringen - im Gegenteil : Es würden alte Wunden wahrscheinlich wieder aufplatzen.
Mensch sollte nicht ständig in der Vergangenheit rumwühlen, sondern gemeinsam eine neue , vorbehaltslose Zukunft gestalten. Dies ist der bessere Weg. Anders ausgedrückt : An statt eine leichenschau zu veranstalten, sollten diese endlich bestattet werden !
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Grufti » 21.03.2008, 21:13

ferrara hat geschrieben:jetzt will ich auch was fragen.

findet ihr es in ordnung, dass eure regierung, die eigentlich von euch gewählt wurde, das macht, was gegen eure meinung entspricht?

habt ihr manchmal das gefühl, dass ihr von eure regierung belogen werdet, und trotzdem nichts unternehmen könntet?

Ich finde es absolut nicht richtig , von irgendeiner Regierung oder Partei belogen zu werden.. wobei ich auch weiß, daß jede Partei das Volk belügt, das sie gewählt hat.

Wir in Deutschland können "etwas unternehmen" , wenn es auch manchmal einige Zeit dauert, bis der erfolg sichtbar wird.

In Deutschland hat der Wähler die Macht , eine Regierung abzuwählen, oder ihr einen Denkzettel geben , indem er neue Parteien in die Parlamente wählt, durch die die "alten " Parteien gezwungen werden, darüber nachzudenken, was sie falsch gemacht haben...

So ist zur Zeit der ersten "Großen Koalition " auf der "Rechten Seite" die NPD in die Länderparlamente und in d en Bundestag gewählt worden....später die "Republikaner" und in Hamburg die "Schill-Partei".

Da die "alten " Parteien sich gegen der Ende der 70iger und Anfang der 80iger nicht mehr wirklich um die Sorgen der Wähler ( "Nachrüstung" "Atomkraftwerke " Umweltschutz" gekümmert hatten , haben sich Leute aus der früheren APO, Ökos, Extrem-linke der SPD zu den "Grünen" vereinigt, die sich dann zum "Marsch durch die Institutionen " entschlossen hatten, um wirklich Veränderungen zu bewirken

Das Erstarken der Partei "Die Linke" in den letzte Jahren ist wiederum eine Reaktion der Bevölkerung, die dadurch die "alten " Parteien abstrafen, zu denen jetzt auch "Die Grünen" zählen ..

Es ist manchmal äußerst frappant, wie die Parteien sich bewegen können...so war die CSU in Bayern mal weiter "links " als die SPD...und wenn man heutzutage einige Punkte der CDU genau ansieht, so möchte man fast meinen, sie möchte die SPD wieder "links" überholen". Früher ...von 69-83 war die FDP so weit "links", daß sie einige Koaltionen mit der SPD in den Länder und auf Bundesebene geschlossen hatte, bis sie einen so starken "rechts"-Kurs fuhr, daß sie seit 83 nur noch---wie in den Jahren 49-66 -- Koalitionen mit der CDU/CSU eingegangn war.
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Grufti » 21.03.2008, 21:23

ferrara hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben:

das habe ich nicht vergessen, und das werde ich auch nie vergessen. zumal mein opa war auch ein opfer der "kurturrevolution". aber das ist schon bißchen unverantwortlich, wenn man die heutige KP-regierung für alles verantwortlich macht, was in letzten 50 jahre die KP für scheiße gebaut hat.
...mein Großvater stand 12 Jahre lang mit einem Fuß im KZ, denn er hatte keinen Respekt vor den damaligen "braunen" Machthabern, war kein "PG" ,hatte aber ein unheimlich böses und lockeres Mundwerk ( hab ich von ihm geerbt. :mrgreen: ).. Nur einige Freunde , die ihre schützende Hände über ihn hielten, bewahrten ihn vor dem Schlimmsten...

Das ist ein Teil meiner "Erfahrung", und deshalb auch ein Punkt weswegen ich persönlich auch so emotional gegen totalitäre Regime eingestellt bin.

Einer seiner "schlimmsten" Witze war

"Wie heißt der "Völkische Beobachter " auf Japanisch ?" "Ashiwishi Shimbun"

( ich hatte diesen Spruch hier im Forum schon mal abgewandelt geschrieben.. :oops: )

Für das, was "die Deutschen" in den Jahren 33-45 "für einen Scheiß gebaut haben" wird Deutschland auch noch 60 Jahre danach penetrant vorgehalten..... wie eines Deiner Postings beweist...
aber die amtierende deutsche regierung wurde doch nicht für die zweite weltkrieg verantwortlich gemacht. und unser jetztiger staatschef hu jingtao hat auch die gleiche behandelung verdient.
Hattest Du nicht mitbekommen, daß sich die Abgeordneten der Knesset in Israel geweigert hatten zuzulassen, daß Angela Merkel vor diesem Parlament eine rede hält und dazu sogar noch in der Sprache der "Täter" ???

weil "uns Deutschen" die Schuld am Holocaust und nicht am 2. Weltkrieg immer noch vorgehalten wird...und wird es wohl auch noch bis zum Ende aller Zeiten..
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 21:51

Grufti hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben:jetzt will ich auch was fragen.

findet ihr es in ordnung, dass eure regierung, die eigentlich von euch gewählt wurde, das macht, was gegen eure meinung entspricht?

habt ihr manchmal das gefühl, dass ihr von eure regierung belogen werdet, und trotzdem nichts unternehmen könntet?

Ich finde es absolut nicht richtig , von irgendeiner Regierung oder Partei belogen zu werden.. wobei ich auch weiß, daß jede Partei das Volk belügt, das sie gewählt hat.
so gesehen ist es doch richtig.
Grufti hat geschrieben: Wir in Deutschland können "etwas unternehmen" , wenn es auch manchmal einige Zeit dauert, bis der erfolg sichtbar wird.

In Deutschland hat der Wähler die Macht , eine Regierung abzuwählen, oder ihr einen Denkzettel geben , indem er neue Parteien in die Parlamente wählt, durch die die "alten " Parteien gezwungen werden, darüber nachzudenken, was sie falsch gemacht haben...

So ist zur Zeit der ersten "Großen Koalition " auf der "Rechten Seite" die NPD in die Länderparlamente und in d en Bundestag gewählt worden....später die "Republikaner" und in Hamburg die "Schill-Partei".

Da die "alten " Parteien sich gegen der Ende der 70iger und Anfang der 80iger nicht mehr wirklich um die Sorgen der Wähler ( "Nachrüstung" "Atomkraftwerke " Umweltschutz" gekümmert hatten , haben sich Leute aus der früheren APO, Ökos, Extrem-linke der SPD zu den "Grünen" vereinigt, die sich dann zum "Marsch durch die Institutionen " entschlossen hatten, um wirklich Veränderungen zu bewirken

Das Erstarken der Partei "Die Linke" in den letzte Jahren ist wiederum eine Reaktion der Bevölkerung, die dadurch die "alten " Parteien abstrafen, zu denen jetzt auch "Die Grünen" zählen ..

Es ist manchmal äußerst frappant, wie die Parteien sich bewegen können...so war die CSU in Bayern mal weiter "links " als die SPD...und wenn man heutzutage einige Punkte der CDU genau ansieht, so möchte man fast meinen, sie möchte die SPD wieder "links" überholen". Früher ...von 69-83 war die FDP so weit "links", daß sie einige Koaltionen mit der SPD in den Länder und auf Bundesebene geschlossen hatte, bis sie einen so starken "rechts"-Kurs fuhr, daß sie seit 83 nur noch---wie in den Jahren 49-66 -- Koalitionen mit der CDU/CSU eingegangn war.
was nutzt aber das alles, wenn ein lügner abgewählt wird, nur um einem anderen lügner den platz freizumachen? wir haben mindestens eine stabile regierung mit fortgesetzter politik.
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 21:58

Grufti hat geschrieben:

Hattest Du nicht mitbekommen, daß sich die Abgeordneten der Knesset in Israel geweigert hatten zuzulassen, daß Angela Merkel vor diesem Parlament eine rede hält und dazu sogar noch in der Sprache der "Täter" ???

weil "uns Deutschen" die Schuld am Holocaust und nicht am 2. Weltkrieg immer noch vorgehalten wird...und wird es wohl auch noch bis zum Ende aller Zeiten..
findest du das also zu recht, dass frau merkel nicht vor israelischen parlament auftretten durfte? ich nicht.
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von de guo xiong » 21.03.2008, 22:07

ferrara hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:

Hattest Du nicht mitbekommen, daß sich die Abgeordneten der Knesset in Israel geweigert hatten zuzulassen, daß Angela Merkel vor diesem Parlament eine rede hält und dazu sogar noch in der Sprache der "Täter" ???

weil "uns Deutschen" die Schuld am Holocaust und nicht am 2. Weltkrieg immer noch vorgehalten wird...und wird es wohl auch noch bis zum Ende aller Zeiten..
findest du das also zu recht, dass frau merkel nicht vor israelischen parlament auftretten durfte? ich nicht.
den Satz verstehe ich jetzt nicht - sie ist doch vor der Knesset aufgetreten oder habe ich was verpasst?

de guo xiong der grad fragezeichen in den Augen hat??
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