Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Alle Themen rund um Politik in der Volksrepublik China
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 18:30

Och.....bisher fand ich es ziemlich gut. Zum ersten ist es hier weit aus höflicher hergegangen als in anderen Threads. Zum anderen habe ich jetzt eine neue Sichtweise, was die definition " Chinese" anbelangt. Ich denke, dass die wenigsten hier wissen, dass es in China eine andere Definition gibt. Jetzt kann ich auch besser die chinesische Politik VERSTEHEN.

Hoffe, dass diese Idee am leben bleibt. Auch andere Themen sind gefragt. Siehe hier :
de guo xiong hat geschrieben:so von mir mal ein anderes Thema um die Gemüter zu beruhigen :)

aus DDR kenne ich es, dass die Schulausbildung weitgehend kostenlos war und somit gleiche Bildung für alle - weitgehend unabhänig von den finanziellen Mitteln der Eltern gewährleistet war.

Ist wohl auch ein Grundsatz des Sozialismus/Kommunismus ...

Da in China für viele Dinge gezahlt werden muss(Schulgeld, Geld für Prüfungen, Geld für Zertifikate ...) habe ich den Eindruck, dass in China der finanzielle Hintergrund starken Einfluss auf die Ausbildung der Kinder hat

wie seht Ihr das und welche Gründe gibt es dafür?

Ich bin mir bewußt, das Deutschland ähnliche Probleme hat.

de guo xiong, der froh ist, dass er studieren durfte und weiss, dass es in der DDR wahrscheinlich nicht geklappt hätte
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von gonar » 21.03.2008, 18:47

ferrara hat geschrieben: wir lehnen es ab, weil jetzt kein passender zeitpunkt ist, nehme ich an. es würde eher die jetztige situation in tibet komplizierter machen.
"Wir"? Sprichst Du ab jetzt für alle? Gehörst Du zur Regierung? Das zeigt schon was für eine Gesinnung Du hast.

Ich denke es würde eher die Gemüter etwas beruhigen...ich garantiere Dir, wenn das Problem jetzt nicht geklärt wird, wird es irgendwann mal wieder einen Auftstand in Tibet geben.

Das Problem sollte gelöst, anstatt vor sich hergeschoben werden.
ferrara hat geschrieben: das war aber auch alles anderes als eine "freiwillige unabhängigkeit", wenn man das überhaupt als unabhängigkeit nennen darf. wenn ich mich nicht irre, war tibet damals eine englische kolonie.
soweit ich weiss, war damals der DL der weltliche Führer Tibets und die Tibeter hatten kaum ein Problem damit
ferrara hat geschrieben: "10% sind postituierten" das ist schon als unbegründet bewiesen. was kommt noch? ich finde auch, dass unsere diskussion sinnlos ist.
Lieber ferrara, ich sag es Dir nochmal, ich war dort und ich kann nur sagen, was ich gesehen habe.
Hoffentlich wirst Du mal die Gelegenheit haben nach Shigatse oder zumindest nach Lhasa zu kommen, dann wirst Du schon sehen, wie ich zu diesem Eindruck und zu dieser Einstellung komme.

Ich bin kein China-Feind... im Gegenteil, ich will sogar wieder zurück aber ich kann nicht lügen über das was ich in Tibet gesehen und gehört habe......vielleicht kannst Du das nicht verstehen

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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 18:54

@ Gunnar : Solche gespräche bitte nicht hier.

Noch mal ein kleiner Hinweis an alle Neuen hier :

Jeder sollte grundsätzlich vermeiden, die jeweils andere Seite zu kritisieren, bzw in Frage zu stellen. Am besten immer zuerst mit dem Finger auf sich selbst zeigen. Selbstverständlich kann jeder seinen Standpunkt hier vertreten, aber ohne dabei den anderen Standpunkt zu verschlechtern ( bzw zu verherrlichen ).
Wenn etwas unklar ist, kann mensch ruhig die Frage stellen - ich denke ( unter Beachtung des Thread-Zieles ) dass dann auch objektive Antworten kommen werden.

Es ist ein grosse Unterschied ob ich nun sage " Ich finde China schlecht "
oder " Ich fühle mich in Europa viel wohler "

Auch wenn ich sage : "Ich bin anderer meinung" oder " Es zeigt schon, was für eine gesinnung du hast "


ok ?
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 19:05

gonar hat geschrieben: Der DL ist das geistige (und eigentlich auch weltliche) Oberhaupt der Tibeter. Das weltliche Amt kann er ablegen, das geistige Oberhaupt bleibt er aber bis zu seinem Tod.
daran habe ich zweifel. er rufte von ein paar tag auf, dass die tibetische separatiste den gewalt aufgeben sollen. hat es was gebracht? glauben die noch an DL?
zumal es gibt zwei geistige oberhaupten in tibet. der andere heißt ban chan.
Innere Ruhe bewahren.
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von gonar » 21.03.2008, 19:09

Topas hat geschrieben:@ Gunnar : Solche gespräche bitte nicht hier.

Noch mal ein kleiner Hinweis an alle Neuen hier :

Jeder sollte grundsätzlich vermeiden, die jeweils andere Seite zu kritisieren, bzw in Frage zu stellen. Am besten immer zuerst mit dem Finger auf sich selbst zeigen. Selbstverständlich kann jeder seinen Standpunkt hier vertreten, aber ohne dabei den anderen Standpunkt zu verschlechtern ( bzw zu verherrlichen ).
Wenn etwas unklar ist, kann mensch ruhig die Frage stellen - ich denke ( unter Beachtung des Thread-Zieles ) dass dann auch objektive Antworten kommen werden.

Es ist ein grosse Unterschied ob ich nun sage " Ich finde China schlecht "
oder " Ich fühle mich in Europa viel wohler "

Auch wenn ich sage : "Ich bin anderer meinung" oder " Es zeigt schon, was für eine gesinnung du hast "


ok ?
1. Mein Account-Name ist Gonar, nicht Gunnar

2. ich bin kein Neuling

3. Er hat mich(!) in Frage gestellt, da er behauptet meine Aussage wäre haltlos. Ich war aber dort und er nicht, woher will er das also wissen?

Mach Dir keine Sorgen, ich werde hier niemanden beleidigen, weil das nicht meine Art ist. Eine Diskussion beinhaltet aber auch ein wenig Kritik ohne dabei aber die Gegenseite zu vergraulen und ich denke nicht, dass ich das getan habe.

Falls sich ferrrara angegriffen fühlen sollte, dann kann er das hier sagen und bei allem nötigen Respekt, ich denke er und ich brauchen keinen, der uns Diskussionsregeln vorschreibt, selbst wenn er der Eröffner dieses Threads ist.

Nichts für Ungut Topas!

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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von gonar » 21.03.2008, 19:10

ferrara hat geschrieben:
gonar hat geschrieben: Der DL ist das geistige (und eigentlich auch weltliche) Oberhaupt der Tibeter. Das weltliche Amt kann er ablegen, das geistige Oberhaupt bleibt er aber bis zu seinem Tod.
daran habe ich zweifel. er rufte von ein paar tag auf, dass die tibetische separatiste den gewalt aufgeben sollen. hat es was gebracht? glauben die noch an DL?
zumal es gibt zwei geistige oberhaupten in tibet. der andere heißt ban chan.
Klingt vielleicht für Dich komisch, ist aber so!

Ban Chan?

Ist das der, der von der chines. regierung eingesetzt wurde?

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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 19:23

gonar hat geschrieben:
"Wir"? Sprichst Du ab jetzt für alle? Gehörst Du zur Regierung? Das zeigt schon was für eine Gesinnung Du hast.
gonar hat geschrieben: mit "wir" meine ich alle chinesen, die unter einem dach friedlich leben wollen. mach doch mal klar, was für eine Gesinnung ich habe.
gonar hat geschrieben:
soweit ich weiss, war damals der DL der weltliche Führer Tibets und die Tibeter hatten kaum ein Problem damit
bitte zitieren.
gonar hat geschrieben:

Lieber ferrara, ich sag es Dir nochmal, ich war dort und ich kann nur sagen, was ich gesehen habe.
Hoffentlich wirst Du mal die Gelegenheit haben nach Shigatse oder zumindest nach Lhasa zu kommen, dann wirst Du schon sehen, wie ich zu diesem Eindruck und zu dieser Einstellung komme.

Ich bin kein China-Feind... im Gegenteil, ich will sogar wieder zurück aber ich kann nicht lügen über das was ich in Tibet gesehen und gehört habe......vielleicht kannst Du das nicht verstehen
ich verstehe nur nicht, warum du so einfach behaupten kannst, dass in lhasa 10% der bevölkerung postituierten sind, und die sind nur han-chinesen. nur weil du schon mal in lhasa gewesen bist, und vielleicht hunderte postituierten (zu viel oder zu wenig?) gesehen hast? das ist eine frage der glaubwürdigkeit gegenüber deine aussage!!!
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von gonar » 21.03.2008, 19:26

ferrara hat geschrieben: ich verstehe nur nicht, warum du so einfach behaupten kannst, dass in lhasa 10% der bevölkerung postituierten sind, und die sind nur han-chinesen. nur weil du schon mal in lhasa gewesen bist, und vielleicht hunderte postituierten (zu viel oder zu wenig?) gesehen hast? das ist eine frage der glaubwürdigkeit gegenüber deine aussage!!!

ich habe von Shigatse geredet und dort gab es damals überproportional viel Prostituierte und Soldaten.

Woher ich das weiss? Ich habe es gesehen

Woher ich weiss dass es keine Tibeter waren? Die Fenster sind sehr groß und gut (rot) beleuchtet. Ausserdem sprechen die einen beim vorbei gehen immer an

In Lhasa waren sicher mehr als 10% Han-Chinesen...wenn Du mir nicht glauben willst, musst Du es auch nicht

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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Grufti » 21.03.2008, 19:27

ferrara hat geschrieben:
das war aber auch alles anderes als eine "freiwillige unabhängigkeit", wenn man das überhaupt als unabhängigkeit nennen darf. wenn ich mich nicht irre, war tibet damals eine englische Kolonie
Ist es das, was die Kinder in der Schuie lernen...???
Es wäre mal un---heim--lich interessant, wie der Geschichtsunterricht in der VR die generell behandelt.


In Wikipedia steht :
Nach der Flucht des 13. Dalai Lama in die Mongolei erwirkten die Briten mit den verbleibenden tibetischen Vertretern ein Abkommen, in dem die Öffnung der Grenze und der Handel zu Britisch-Indien begünstigt wurden. Weiterhin wurde festgelegt, dass Tibet nicht ohne Einverständnis der Briten in Verhandlungen mit anderen Ländern treten durfte. Ein Abkommen mit China 1906 wiederholte diese Bedingungen, was Tibet de facto zu einem Protektorat der Briten machte. Eine Einmischung in innere Angelegenheiten fand jedoch nicht statt.

Im Jahr 1907 stellte ein Abkommen zwischen England, China und Russland die Suzeränität Chinas fest.
Interesant wäre es, nähere Angaben über die Präsenz der Briten in Tibet zu erfahren. So großartig, daß man es eine "Kolonie " hätte nennen können, kann es wohl nicht gewesen sein, denn wo sich die Briten mal festgesetzt hatten, bekam man sie nicht wieder so schnell weg..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 19:27

gonar hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben:
gonar hat geschrieben: Der DL ist das geistige (und eigentlich auch weltliche) Oberhaupt der Tibeter. Das weltliche Amt kann er ablegen, das geistige Oberhaupt bleibt er aber bis zu seinem Tod.
daran habe ich zweifel. er rufte von ein paar tag auf, dass die tibetische separatiste den gewalt aufgeben sollen. hat es was gebracht? glauben die noch an DL?
zumal es gibt zwei geistige oberhaupten in tibet. der andere heißt ban chan.
Klingt vielleicht für Dich komisch, ist aber so!

Ban Chan?

Ist das der, der von der chines. regierung eingesetzt wurde?
meine frage hast du noch nicht beantwortet: warum hören die tibetische separatisten zu, was DL gesagt hat?
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von gonar » 21.03.2008, 19:35

ferrara hat geschrieben: meine frage hast du noch nicht beantwortet: warum hören die tibetische separatisten zu, was DL gesagt hat?
Du hast meine auch nicht beantwortet aber gut....

Glaubst Du, die Chinesen drucken in der Zeitung ab, was der DL sagt?
Woher sollen Sie also wissen, was er sagt?

Meine Freundin ist Han-Chinesin und die weiss rein gar nix von den Unruhen in Tibet....woher sollen also die Tibeter wissen was der DL sagt?

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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Topas » 21.03.2008, 19:41

@ Gonar :

Sorry wenn ich deinen Namen falsch schrieb.
Auch will ich hier niemandem irgendetwas vorschreiben oder dergleichen - ich habe gar nicht dass Recht zu soetwas. Weiss auch dass du kein " Neuer " bist.
Nur habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass zu schnell irgendwelche Vorurteile, subjektive Sichtweisen in einer Thematik reingebracht werden, die letztendlich eine vernünftige Diskusion unmöglich machen.

Hoffe du kannst es verstehen, wenn ich einfach dass Interesse habe, mit anderen eine vernünftiges Gespräch zu führen ohne ein " Aber du hast..." oder eine ständige Fehler-Sucherei. Dassbringt letztendlich garnichts.

Naja, schwamm drüber , ich stelle mal eine neue Frage :

Wie stehen Chinesen eigentlich zu der Japanischen Bevölkerung ( nicht zu der Politik / Geschichte ) ?
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 19:43

Grufti hat geschrieben:
Ist es das, was die Kinder in der Schuie lernen...???
Es wäre mal un---heim--lich interessant, wie der Geschichtsunterricht in der VR die generell behandelt.
leider nicht. ich habe mich an der schule ga nicht an geschicht interessiert. was ich da gelernt hat, habe ich auch schon lange vergessen. wenn du daran interesse hast, frag mal deine freudin.
:wink:
Grufti hat geschrieben: In Wikipedia steht :
Nach der Flucht des 13. Dalai Lama in die Mongolei erwirkten die Briten mit den verbleibenden tibetischen Vertretern ein Abkommen, in dem die Öffnung der Grenze und der Handel zu Britisch-Indien begünstigt wurden. Weiterhin wurde festgelegt, dass Tibet nicht ohne Einverständnis der Briten in Verhandlungen mit anderen Ländern treten durfte. Ein Abkommen mit China 1906 wiederholte diese Bedingungen, was Tibet de facto zu einem Protektorat der Briten machte. Eine Einmischung in innere Angelegenheiten fand jedoch nicht statt.

Im Jahr 1907 stellte ein Abkommen zwischen England, China und Russland die Suzeränität Chinas fest.
Interesant wäre es, nähere Angaben über die Präsenz der Briten in Tibet zu erfahren. So großartig, daß man es eine "Kolonie " hätte nennen können, kann es wohl nicht gewesen sein, denn wo sich die Briten mal festgesetzt hatten, bekam man sie nicht wieder so schnell weg..
das ist ein gutes beispiel.
"Weiterhin wurde festgelegt, dass Tibet nicht ohne Einverständnis der Briten in Verhandlungen mit anderen Ländern treten durfte." wer würde schon "freiwillig" abkommen wie solche unterschreiben? du etwa? :lol:
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von Grufti » 21.03.2008, 19:58

ferrara hat geschrieben:

das habe ich nicht vergessen, und das werde ich auch nie vergessen. zumal mein opa war auch ein opfer der "kurturrevolution". aber das ist schon bißchen unverantwortlich, wenn man die heutige KP-regierung für alles verantwortlich macht, was in letzten 50 jahre die KP für scheiße gebaut hat.
...mein Großvater stand 12 Jahre lang mit einem Fuß im KZ, denn er hatte keinen Respekt vor den damaligen "braunen" Machthabern, war kein "PG" ,hatte aber ein unheimlich böses und lockeres Mundwerk ( hab ich von ihm geerbt. :mrgreen: ).. Nur einige Freunde , die ihre schützende Hände über ihn hielten, bewahrten ihn vor dem Schlimmsten...

Das ist ein Teil meiner "Erfahrung", und deshalb auch ein Punkt weswegen ich persönlich auch so emotional gegen totalitäre Regime eingestellt bin.

Einer seiner "schlimmsten" Witze war

"Wie heißt der "Völkische Beobachter " auf Japanisch ?" "Ashiwishi Shimbun"

( ich hatte diesen Spruch hier im Forum schon mal abgewandelt geschrieben.. :oops: )

Für das, was "die Deutschen" in den Jahren 33-45 "für einen Scheiß gebaut haben" wird Deutschland auch noch 60 Jahre danach penetrant vorgehalten..... wie eines Deiner Postings beweist...
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Re: Der Deutsch-Chinesische-Dialog-Thread

Beitrag von ferrara » 21.03.2008, 20:06

gonar hat geschrieben:

Glaubst Du, die Chinesen drucken in der Zeitung ab, was der DL sagt?
Woher sollen Sie also wissen, was er sagt?
glaubst du doch nicht, dass die keinerei verbindung zu ihrem geistlichen oberhaupt haben, außer durch die staatlichen medien, oder? außerdem warum sollte die KP solche nachrichten nicht weitergeben, die nur zur beruhigung der situation gut sind? ich sehe keinen grund.
gonar hat geschrieben:
Meine Freundin ist Han-Chinesin und die weiss rein gar nix von den Unruhen in Tibet....woher sollen also die Tibeter wissen was der DL sagt?
du hast bestimmt ein paar chinesische propagandavideos gesehen. auf den bilder sind überall "CCTV" zu sehen. falls du nicht weißt, das ist das zeichen für die chinesischen zentralen TV-sender. wenn deine freudin in china lebt, hat sie bestimmt was mitbekommen können. wenn sie aber in deutschland lebt..., es ist eigentlich auch nicht möglich, dass sie von den deutschmedienbombardment verschonen bleibt.
naja, ich weiß es nicht. frag lieber deine freudin.
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