Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten?

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Yingxiong
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Beitrag von Yingxiong » 17.10.2007, 22:42

Dennis (CDS) hat geschrieben: ... die Begründung des Bundesverfassungsgerichts zur Ablehnung des Verfahrens.
Sie sind nicht bis vors Bundesverfassungsgericht gegangen. Aber es hat zumindest kleine Fortschritte in der Anerkennung von Problemen in Franken gegeben. Und der neue Ministerpräsident ist ein Franke.

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Yingxiong
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Beitrag von Yingxiong » 17.10.2007, 22:45

Fetzer hat geschrieben: was? weder böser noch besser? nein, das kann nicht sein, china ist eindeutig schlechter. man merkt es schon, dass die chinesen kein menschenrechte und demokratie haben. wie die menschen mit demokratie und menschenrechte mit den "minderheiten"(oder waren sie eigentlich die mehrheit?) umgeht, sieht man am besten bei den europär und deren nachfahren in amerika und australien. da hat china noch eine menge zu lernen.
Wenn man die amerikanische Demokratie als Vorbild nimmt, heisst dass: jeder Chinese hat das Recht, eine eigene Waffe zuhause zu haben!

Ob diese Form von Demokratie so erstrebenswert ist?

Und wenn solche Typen wie Bush die Macht bekommen? Ist das erstrebenswert?

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Beitrag von hifi » 18.10.2007, 00:16

Yingxiong hat geschrieben:
Fetzer hat geschrieben: was? weder böser noch besser? nein, das kann nicht sein, china ist eindeutig schlechter. man merkt es schon, dass die chinesen kein menschenrechte und demokratie haben. wie die menschen mit demokratie und menschenrechte mit den "minderheiten"(oder waren sie eigentlich die mehrheit?) umgeht, sieht man am besten bei den europär und deren nachfahren in amerika und australien. da hat china noch eine menge zu lernen.
Wenn man die amerikanische Demokratie als Vorbild nimmt, heisst dass: jeder Chinese hat das Recht, eine eigene Waffe zuhause zu haben!

Ob diese Form von Demokratie so erstrebenswert ist?

Und wenn solche Typen wie Bush die Macht bekommen? Ist das erstrebenswert?
@Yingxiong
Wir müssen lernen, dass man hier häufig Ironie verwendet.

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Beitrag von HK_Yan » 18.10.2007, 02:59

Yingxiong hat geschrieben:Wenn man die amerikanische Demokratie als Vorbild nimmt, heisst dass: jeder Chinese hat das Recht, eine eigene Waffe zuhause zu haben!
Was hat das Waffengesetz mit Demokratie zu tun? Ich glaube hier gibt es ein paar Missverstaendnisse was Demokratie ist, oder nicht ist.
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Beitrag von Dennis (CDS) » 18.10.2007, 03:26

Yingxiong hat geschrieben:
Dennis (CDS) hat geschrieben: ... die Begründung des Bundesverfassungsgerichts zur Ablehnung des Verfahrens.
Sie sind nicht bis vors Bundesverfassungsgericht gegangen. Aber es hat zumindest kleine Fortschritte in der Anerkennung von Problemen in Franken gegeben. Und der neue Ministerpräsident ist ein Franke.
Es wurde vor dem Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde über die Entscheidung des Bundesinnenministeriums eingereicht und abgelehnt.

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv096139.html#Rn018

Absatz 41:

Die Beschwerde des Beschwerdeführers zu 2. ist offensichtlich unbegründet. Der Bundesminister des Innern hat den Antrag nach einer Beurteilung der heutigen Siedlungs- und Wirtschaftsgrenzen zu Recht wegen Nichterfüllung der Voraussetzung eines zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraums abgelehnt. Dabei konnte der Bescheid auch offenlassen, ob es sich bei dem Neugliederungsgebiet des Art. 29 Abs. 4 GG um einen zentralörtlichen Verflechtungsbereich der höheren Stufe, also ein Ballungsgebiet mit dem ihm zugeordneten Einzugsbereich handeln muß, oder ob es schon genügt, wenn mehrere oberzentrale Verflechtungsbereiche vorliegen, zwischen denen interregionale Beziehungen bestehen.


Wo und an welchem Punkt des ganzen Verfahrens du jetzt eine Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze erkennst, müsstest du mir bitte doch noch etwas genauer erklären.

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Beitrag von Yingxiong » 18.10.2007, 06:02

Dennis (CDS) hat geschrieben:Nichterfüllung der Voraussetzung eines zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraums
Mit so einer Begründung lässt sich jedem Land die Unabhängigkeit verweigern. Ich kenne kein Land, das diese Bedingung erfüllt.

Wie heisst der Fachausdruck dafür? Gummiparagraph? Jeder kann ihn sich so hinbiegen, dass er für seine Zwecke passt!

Und die Richter des Bundesverfassungsgerichts waren zu dieser Zeit mehrheitlich von der Regierung ernannt worden, die auch in Bayern regiert hat: der Union. Also ist auch klar, wie sie diesen Gummiparagraphen auslegen.

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Beitrag von Dennis (CDS) » 18.10.2007, 06:47

Yingxiong hat geschrieben:
Dennis (CDS) hat geschrieben:Nichterfüllung der Voraussetzung eines zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraums
Mit so einer Begründung lässt sich jedem Land die Unabhängigkeit verweigern. Ich kenne kein Land, das diese Bedingung erfüllt.
Ich schon, aber halt mal. Meinst du deutsche Bundesländer/Regionen oder Länder weltweit?

Aber ich kann deine Haltung schon verstehen. Was nicht im eigenen Sinne entschieden wird kann erstmal nur falsch sein, selbst wenn sich die Begründung (...und ich hoffe, dass du dir die gesamte Urteilsbegründung durchgelesen hast) in meinen Augen durchaus objektiv auf das Grundgesetz bezieht. Stichwort: Pendlerbewegungen als Hinweis auf einen nicht abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraum. Gleichzeitig könnte es auch nicht schaden sich zu überlegen, warum eine klar abgegrenzte Wirtschaftseinheit so wichtig für eine Unabhängigkeit ist.

Aber zumindest glaubst du mir, entgegen deiner anfänglichen Behauptung ja erstmal, dass es eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dazu gegeben hat, richtig? Würde es sich deiner Ansicht nach überhaupt noch lohnen, nach der Urteilsbegründung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu suchen? Dieser hat die Beschwerde nämlich ebenfalls abgelehnt.

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Beitrag von Planetengetriebe » 18.10.2007, 09:59

Fetzer hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:Naja, der Satz war nicht von mir, sondern habe ich von einem 3sat Moderator in seine Sendung "Kulturzeit" aufgeschnappt.
Es besagt, dass jeder Mensch eigentlich ein guter Mensch sein möchte. Die Empfindung zwischen Gut und Böse wird uns allen bereits seit der Kindheit gelert und entwickelt sich während unseres erwachsen Werdens zu einer Gerechtigkeitsempfindung. Alle Menschen haben diese Empfindung und möchte von seinem Standpunkt aus eigentlich eher ein guter Mensch sein. Niemand möchte frühmorgens aufstehen und denken: Was für einen bösartigen Scheißtyp bin ich denn eigentlich? Aber da alle Menschen ihre eigene Interesse haben und diese auch durchsetzen wollen, passiert es oft, dass dies nur auf Kosten von anderen erreicht werden kann. Nur mit reinem Gewissen kann man nicht leben. Daher guckt jeder den anderen an und denkt: Naja, die sind aber noch schlechter als ich! Und dann gibt man das Vorhaben um gut zu sein wieder auf, da die Welt rundum sich auch nicht viel besser ist.

Das habe ich hier nur eingeführt, nicht weil China mit einem einzelnen Mensch vergleichbar wäre, aber dennoch die Situation zu Tibetfrage entsprechen könnte. China hält Tibet, weil es in seiner Interesse liegt und weil alle andere Länder auch ihre Interesse verteidigen, wo sie nur können und egal mit welchem Mittel. Also ist China weder böser noch besser als die anderen.

was? weder böser noch besser? nein, das kann nicht sein, china ist eindeutig schlechter. man merkt es schon, dass die chinesen kein menschenrechte und demokratie haben. wie die menschen mit demokratie und menschenrechte mit den "minderheiten"(oder waren sie eigentlich die mehrheit?) umgeht, sieht man am besten bei den europär und deren nachfahren in amerika und australien. da hat china noch eine menge zu lernen.
Nach deiner Meinung soll die Chinese auch von USA das lernen, wie man mit der 'Demokratie' die Minderbeiten wie Indianer ausrotten kann. eh?
Leider habe Wir 'keine Demokratie in deinem Sinn'.
Wer die Geometrie begreift,
vermag in dieser Welt zu verstehen.

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Beitrag von hifi » 18.10.2007, 10:04

@planetengetriebe:
Ironie!

In dem Forum gab es bereits das Thema, dass die Chinesen keine Ironie verstehen und jetzt sehen wir es auch.
Auch ich war gestern da reingefallen. :oops:

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Beitrag von Planetengetriebe » 18.10.2007, 10:22

hifi hat geschrieben:@planetengetriebe:
Ironie!

In dem Forum gab es bereits das Thema, dass die Chinesen keine Ironie verstehen und jetzt sehen wir es auch.
Auch ich war gestern da reingefallen. :oops:
Oh, Entschuldigung. Ich dachte, die Deutschen machen keine Ironie.
Ihr redet die Dinge mit ernsthafte Wörter...... ( Naja, typische Vorurteil gegenüber Deutschen.) Deswegen ware Ich darauf gekommen, eure Argumente nicht als Ironie wahrzunehmen.

so gesehen, ist Missverstandnis zwischen uns gelaufen......
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Beitrag von hifi » 18.10.2007, 10:28

Ehm, ich will natürlich nicht meinen, dass die Beiträge hier alle nicht ernst gemeint sind.
Der Kunst liegt darin, es zu erkennen.
In dem vorliegenden Fall bei Fetzer's Beitrag ist es ironisch gemeint.
Er provoziert den Anschein nach die eine Seite, zeigt aber gleichzeitig die Doppelmoral der andern Seite.
Ob Fetzer ein Deutscher ist, mag ich noch zu bezweifeln.

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Beitrag von no1gizmo » 18.10.2007, 13:11

Das dumme an Demokratie ist, dass (wenn es echte Demokratie ist) die Regierung auch das tut und duldet, was die (Mehrheit der) Bevölkerung tun und dulden will.

In den USA ist es nunmal so, dass dort (fast) jeder eine Waffe tragen darf, in Europa ist dies (zum Glück) nicht so.

In einem Land wie Nordkorea, Birma oder eben der VR China wird das getan/geduldet, was die Partei tun/dulden will, egal ob die Partei zufällig die Meinung der (Mehrheit der) Bevölkerung hat oder nicht.

In China könnte also genau so ein fahrlässiges (zumindest beurteilen wir es als fahrlässig) Waffengesetz geben, wie in Amiland.

Also zu begründen, dass die Ami`s nen Knall weg haben und China daher lieber nicht zur Demokratie kommen soll, ist voll Banane.

Dies ist keine Ironie.
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Beitrag von no1gizmo » 18.10.2007, 13:13

Wobei die nicht vorhandene Demokratie in der VR China nicht das schlimme Übel ist.

Wäre die KP eine Partei, die die Bevälkerung gut über ihre Tätigkeiten aufklären will (Geheimdienste und so natürlich nicht, das macht keien Regierung), freie Informationswege und den fairen Umgang mit Informationen aus aller Welt, Meinungs- und Pressefreiheit vertreten würde, dann wäre das schon ne tolle Sache für China.
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Grufti
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Beitrag von Grufti » 18.10.2007, 13:26

Wäre die KP eine Partei, die die Bevälkerung gut über ihre Tätigkeiten aufklären will (Geheimdienste und so natürlich nicht, das macht keien Regierung), freie Informationswege und den fairen Umgang mit Informationen aus aller Welt, Meinungs- und Pressefreiheit vertreten würde
Das kann sich kein Ein-Parteien-System auf der Welt erlauben...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von no1gizmo » 18.10.2007, 13:29

Grufti hat geschrieben:
Wäre die KP eine Partei, die die Bevälkerung gut über ihre Tätigkeiten aufklären will (Geheimdienste und so natürlich nicht, das macht keien Regierung), freie Informationswege und den fairen Umgang mit Informationen aus aller Welt, Meinungs- und Pressefreiheit vertreten würde
Das kann sich kein Ein-Parteien-System auf der Welt erlauben...
Richtig, und genau da liegt der Haken warum Chinesen doch die Demokratie anstreben sollten. Oder andersgesagt, warum ein Ein-Partei-System nie gut sein kann.

Auf diese Schlussfolgerung habe ich gewartet....
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