Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten?

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stefan07
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Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten?

Beitrag von stefan07 » 14.10.2007, 10:01

Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten? Über die Beziehung zwischen dem 14. Dalai Lama, der Aum Shinrikyo Sekte und Falun Gong.

Die Welt hat eine schnelle Entwicklung in der wissenschaftlichen Zivilisation der Menschheit erlebt, aber der heimtückische Tumor bösartiger Sekten wuchert immer noch und stürzt unschuldige Menschen in Abgründe des Leidens. Bösartige Sekten wie die Sonnentempel Sekte in den USA, Falun Gong in China und die Bewegung für die Wiedereinsetzung der göttlichen Zehn Gebote in Uganda predigen rücksichtslos die Lüge vom „Ende der Welt“. Sie zerstören die soziale Stabilität und gefährden Leben und Eigentum der Öffentlichkeit. Derartige perverse Akte haben zu großer Empörung der Völker und Regierungen verschiedener Länder geführt und viele Länder haben daraufhin den Kampf gegen bösartige Sekten aufgenommen, indem sie Gesetze erlassen und spezielle Organisationen ins Leben gerufen haben.

Die buddhistische Doktrin befürwortet gute Taten und die Befreiung von dem irdischen Wohl und Wehe. Außerdem sieht sie in bösartigen Sekten eine „Fehde gegen Buddha“ und stellt fest, dass „Buddha und Dämonen nicht miteinander koexistieren“. Der 14. Dalai Lama, der sich selbst als „Anhänger des Buddhismus“ und „Kämpfer für die Menschenrechte“ bezeichnet, zeigt nicht nur keinen Hass gegen bösartige Sekten sondern recht viel Mitleid mit ihnen. Ist es nicht erstrebenswert, einmal über die Gründe dafür nachzudenken?

Beginnen wir mit der japanischen Aum Shinrikyo Sekte. Der Leiter der Sekte, Shoko Asahara, sagt, „der 14. Dalai Lama habe ihn persönlich in die Mahayana-Tradition des Buddhismus eingeführt“. Auch habe er ihm erklärt, er könne die Zeit, die es brauche, um ein Buddha zu werden, von 2000 bis 3000 Jahren auf nur 10 Jahre verkürzen, indem er die Menschen dazu anhalte, die asketischen Praktiken aufzugeben, die der Buddhismus verlangt und den Lehren seiner Sekte zu folgen, um auf diese Weise leicht Langlebigkeit zu erreichen oder sogar ein Buddha zu werden.

Der 14. Dalai Lama verfasste zugunsten von Shoko Asahara mehrere Zertifikate und Empfehlungsschreiben an die Tokioter Behörden, in denen er Shoko Asahara als „einen sehr begabten religiösen Lehrer“ bezeichnet und seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, die Behörden würden die „Aum Shinrikyo Sekte von Steuerzahlungen freistellen und ihr Credo fördern.“ Das deutsche Wochenmagazin Fokus schrieb, dass es für Shoko Asahara ohne die Unterstützung des 14. Dalai Lamas unmöglich gewesen wäre, sein Sektenimperium aufzubauen und in so wenigen Jahren seinen Status als Sektenführer in Japan zu erreichen. Mit anderen Worten, es war die umfassende „Unterstützung“ des 14. Dalai Lamas, die Shoko Asahara, einen Schwindler und Scharlatan, zu einem „religiösen Lehrer“ machte.

Es ist auf den 14. Dalai Lama, der Shoko Asahara beständig unterstützte und förderte, zurückzuführen, dass die Aum Shinrikyo Sekte das Privileg der Steuerbefreiung erhielt und Kapital anhäufen konnte, um ihre grausamen und bösen Machenschaften gegen das japanische Volk zu finanzieren. Im Frühling 1995 organisierte Shoko Asahara einen Terroranschlag mit Giftgas auf die Tokioter U-Bahn, bei dem 12 Menschen getötet und 5000 weitere verletzt wurden. Das Ereignis rief die Empörung des japanischen Volkes hervor.

Im Oktober desselben Jahres standen Shoko Asahara und seine engsten Anhänger vor einem Gericht in Tokio und wurden in Übereinstimmung mit dem Gesetz bestraft.

Selbst zu diesem Zeitpunkt erklärte der 14. Dalai Lama, der behauptet ein „Kämpfer für die Menschenrechte“ zu sein, gegenüber der Nachrichtenagentur Kyodo noch, das Shoko Asahara weiterhin sein Freund sei und er immer noch glaube, dass die Lehre der Aum Shinrikyo Sekte mit der buddhistischen Doktrin übereinstimme. Es war diese Unterstützung und stillschweigende Duldung des 14. Dalai Lamas, der den Feind zum Freund nahm, die Asahara ein Gefühl der Sicherheit und die Gewißheit gab, dass er starke Rückendeckung habe. Asaharas bösartige Sekte führte unter dem Denkmantel sich ständig ändernder Namen und Anführer weiterhin üble Taten aus. 1999 schloß der japanische Senat den Entwurf eines Gesetzes gegen bösartige Sekten und Aum Shinrikyo ab. Außerdem unternahmen die Tokioter Behörden eine Reihe von Maßnahmen, um gegen die Anführer der Sekte vorzugehen.

Warum verstieß der 14. Dalai Lama offen gegen die Lehren Sakyamunis, die von ihren Anhängern verlangen, dass sie sich von Dämonen befreien und für die Wahrheit und das Gesetz eintreten und förderte Aum Shinrikyo? Warum verhöhnte er die Lehren des Buddhismus, die von den Massen verlangen, keine bösen Taten zu tun sondern Gute? Der 14. Dalai Lama hat in einem Brief an die Sekte geschrieben, er schätze die Aum Shinrikyo für ihre „generösen Spenden an unser buddhistisches Kollektiv im Exil“. Aha, es zeigt sich, dass der „Führer“ die heilige Lehre des Buddhismus als ein billiges Handelsgut für ein Geldgeschäft verschachert hat!

Es sind die Taten des Dalai Lamas selbst, die Stück für Stück seine, unter dem Mantel des Buddhismus und des Friedens versteckten, wahren Intentionen und politischen Ambitionen offen legten. Eine Wochenzeitung in Manila kommentierte, es sei eine Schande, dass der 14. Dalai Lama das Gewand eines Lamas trage, aber politische Tricks vollführe und dass er von Freiheit durch friedliche Mittel spreche, aber in seinem Hinterkopf den unnützen Gedanken hege, die frühere feudale Herrschaft des Lamaismus wieder herzustellen. Selbst der katholische US-Senator P. Santorum rief aus, dass ein derartiges Verhalten unterdrückte religiöse Gedanken widerspiegele. Santorum sagte weiter, dass man zur Gründung einer Gesellschaft, die das Leben respektiere, gegen Verbrechen vorgehe und die Würde des Menschen fördere, Anstrengungen unternehmen müsse, um eine Individualisierung von Religion zu verhindern. Es erweist sich, dass weltweit viele Menschen die Tricks des 14. Dalai Lamas und seine Verwendung des tibetischen Buddhismus für politische Zwecke erkannt haben und durch die Taten des Dalai Lamas alarmiert und von ihnen abgestoßen sind.

Nun wollen wir die Haltung des 14. Dalai Lamas gegenüber der bösartigen chinesischen Sekte der Falun Gong untersuchen. Li Hongzhi, der Führer der Sekte, verwendet Religion als Täuschung, trampelt auf religiösen Lehren herum und sah sich dadurch mit Empörung, Rügen und massiven Einwendungen aus religiösen Kreisen konfrontiert. Aus den religiösen Kreisen hieß es, Li Hongzhi habe dem Buddhismus gelästert, indem er seinen Geburtstag von Juli 1952 auf den 13. Mai 1951 abgeändert habe, dem Datum, an dem angeblich Sakyamuni geboren wurde. Sein Versuch, sich selbst als eine Reinkarnation Sakyamunis zu verkaufen und seine Prahlerei, dass er echtes Wissen von Sakyamuni erhalte und daher mehr Macht besitze als Sakyamuni, sei „eine extreme Lästerung des Buddhismus“, hieß es weiter. Aber selbst ein solcher Führer einer bösartigen Sekte, der von vielen Menschen angeprangert wurde und ins Ausland fliehen musste, um der Strafe des Gesetzes zu entkommen, findet beim 14. Dalai Lama Erbarmen und Bewunderung. Der Dalai Lama entsandte zuerst einen Repräsentanten zu Li Hongzhi, um ihm Trost zu spenden und dann einen weiteren, um mit Li für die Zeit der 56. Menschenrechtskonferenz in Genf heimlich einige Possen zu planen, bei denen auch vor der Verbreitung von Lügen und Gerüchten nicht Halt gemacht und Klagen gegen China verkündet wurden.

In einem chinesischen Sprichwort heißt es: Gleich und gleich gesellt sich gern. Der wahre Grund für das geheime Einverständnis zwischen dem 14. Dalai Lama und Li Hongzhi ist ihre gemeinsame Situation: Beide befinden sich im Exil, nachdem ihre illegalen Unternehmungen zur Unterwanderung der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes an der erhabenen chinesischen Verfassung und dem Gesetz scheiterten.

Sie haben dieselbe Natur: Beide können Niederlagen nicht ertragen und versuchen nun mit Täuschungen und Manipulationen ihre wenigen inländischen Anhänger zu Aufruhr anzustiften und die Verjüngung der chinesischen Nation aufzuhalten.

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Beitrag von Grufti » 14.10.2007, 10:21

Da kann man wieder einen blinden Haß auf alles herauslesen, was nicht der VR Regierung in den Kram paßt...


Wo bleibt denn da die angebliche , von Wasserkohl ach so hochgelobte, chinesische "Toleranz" :?:
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Beitrag von Shaolin » 14.10.2007, 10:38

Sehr richtig, es kann nicht sein das diese militanten Rädelsführer bei ihren Besuchen in den imperialistischen Staaten versuchen China in den Dreck zu ziehen. Diesen Separatisten, in meinen Augen auf gleicher Stufe zu sehen wie die Abtrünnigen der Verwaltungszone Taiwan und die Rebellen in Xingang, muss Einhalt geboten werden. Leider gibt es im Moment doch noch zu viele Sympathisanten, allerdings zum Glück nicht mehr aus Mittelamerika oder Afrika, dank entsprechender Zuwendung sind wir als die neuen Kolonialherren in der Lage deren Politik zu kontrollieren. Es gibt aufrührerische Stimmen die meinen daß diese Zuwendungen (plus das Budget für das Raumfahrtprogramm) besser zur Einführung eines sozialen Netzes zwecks Absicherung der Bevölkerung geeignet gewesen wären. Zwecks Unterdrückung solcher Stimmungen und deren katastrophalen Folgen wie zB Mitbestimmung oder gar freiheitliches Gedankengut nach Vorbild maroder imperialistischer Klassenfeinde sollten wir die Provinzen mit mehr Befugnissen ausstatten was Hausdurchsuchungen und individuelle Überwachung anbelangt. Ein entsprechendes Budget zur Einrichtung weitere beliebter Umerziehungslager wurde im Zentralrat bereits beantragt, weitere Anträge zur Imagepflege und Eröffnung diverser anderer Websites mit marketing-gerechten Namen wie #tolles-china.de., #friedliches-china.de, #schoenes-china.de, #wir-sind-um-freiheit-bemüht-china.de etc laufen bereits. Wir müssen der Welt vorgaukeln … ähhhh … die Welt davon überzeugen dass es nur ein China nach Vorbild der KP gibt, Religion als gefährlich einstufen und vor allen Dingen: Wir brauchen viel mehr Marketing Management.
Go Stefan go, China baut auf Dich.
Gruss
Mao

PS: Für alle Chinesen, da ihre keine Ironie kennt: Unter http://www.wikipedia.org mal nachlesen. Upps, ich vergass: Ist ja von China aus gesperrt.
* Es gibt Reis, Baby!

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hmm

Beitrag von Topas » 14.10.2007, 11:52

dass ganze hört sich so Staatshörig an,
was willst du damit erreichen....eine neue Kulturrevolution im Westen
äähm, ich glaube dass klappt nicht, da hättest du vor hundert Jahren kommen sollen.
Und selbst wenn es so wäre, dann ist deine Lösung wohl eine Art Gegenhetzerei...
Heutzutage sollten wir aber so weit sein, alle Seiten der Medaille anzuschauen. Dieser Text hört sich jedoch ziemlich einseitig an

Ich würde sagen der ist nichts für mich

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Beitrag von HK_Yan » 14.10.2007, 12:02

Guter Beitrag stefan07! Danke!

Du solltest aber noch mehr Fakten vorlegen, da gibt es eine ganze Reihe weiterer Tatsachen. Z.B. war der Dalai Lama letzten bei Merkel, und in fast der gleichen Zeit gab es einen Taifun in China. Zufall?
Online deutsches TV aufnehmen mit dem Online Videorecorder! 40 Sender und kostenlos!

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Re: Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekt

Beitrag von Dennis (CDS) » 14.10.2007, 12:07

stefan07 hat geschrieben:zitiert von http://www.german.china.org.cn
Wie war das nochmal mit dem vollständigen Zitieren von Artikeln von anderen Webseiten?

http://www.chinaseite.de/china-forum/ch ... egeln.html

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Beitrag von Grufti » 14.10.2007, 12:10

Hier ein TV-Tip(p) zum Thema "Diktatur"


"Der Große Diktator"....

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadca ... =2007.html
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Beitrag von Dennis (CDS) » 14.10.2007, 12:13

Grufti hat geschrieben:Hier ein TV-Tip(p) zum Thema "Diktatur"


"Der Große Diktator"....

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadca ... =2007.html
Falscher Ordner?

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Beitrag von Ron » 14.10.2007, 13:20

HK_Yan hat geschrieben: Z.B. war der Dalai Lama letzten bei Merkel, und in fast der gleichen Zeit gab es einen Taifun in China. Zufall?
Ja und mir ist dem Tag mein Fahrrad umgefallen ? :D
Zufall ?

Das meinst Du doch jetzt nicht ernst HK_Yan mit dem Taifun und dem Besuch ?

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Beitrag von Sepel » 14.10.2007, 14:09

Nun, auch wenn sich die Propaganda-Abteilung der KP mit diesem Text nicht mit Ruhm bekleckert hat, so darf man die Verbindungen die zwischen den Führern dieser drei Gruppierungen bestehen bzw. bestanden haben nicht übersehen.

Kennt jemand das Buch "Dalai Lama: Fall eines Gottkönigs"? Dort werden interessante Fakten aufgezählt. Also meine Sichtweise hat sich aufgrunddessen schon verändert. So bin ich den westlichen Medien gegenüber viel skeptischer geworden, die ja nur auschließlich positiv über den Dalai Lama berichtet, aber nie zeigt, wie elend arm und rückständig Tibet vor den Chinesen war. Dazu kommt noch, dass Tibet zu jener Zeit das gleiche war, was man China vorwirft heute zu sein: eine Diktatur.
Solche ein Film, ja schon fast Propaganda-Film wie "7 Jahre in Tibet" übermittelt meiner Meinung nach bewusst ein verfälschtes Geschichtsbild.

Der Westen brüskiert sich nur allzugern über China (was mit dem wachsenden Einfluss Chinas auch immer mehr zunehmen wird), ist aber genau betrachtet oft nicht besser als die vermeintlich ach so bösen Kommunisten.

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Beitrag von Manuel » 14.10.2007, 14:33


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Beitrag von bossel » 14.10.2007, 18:02

Sepel hat geschrieben:So bin ich den westlichen Medien gegenüber viel skeptischer geworden, die ja nur auschließlich positiv über den Dalai Lama berichtet, aber nie zeigt, wie elend arm und rückständig Tibet vor den Chinesen war.
Stimmt doch gar nicht. Weiß ja nicht, welche "Medien" Du Dir so reinziehst, aber ich habe vor Jahren schon Dokumentationen zu diesem Thema gesehen, die durchaus kritisch mit der Situation umgehen. So z.B. auch einen Bericht über eine Familie, die enormem Druck ausgesetzt war, weil sie den falschen "Gott" verehrte.

Dazu kommt noch, dass Tibet zu jener Zeit das gleiche war, was man China vorwirft heute zu sein: eine Diktatur.
Theokratie nennt man so was, glaube ich. Nicht unbedingt das gleiche, wie China heute.

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Beitrag von Yuan Qi » 14.10.2007, 23:35

Als ein Buddhist muss er sich nach Buddas Lehre richten.

Ein Buddhist wird nie sowas tun, wie z.B einen zustandegekommenen Staat zu Abspaltung bringen, einen Aufruhr in einem Land anzustiften.

Ich habe einen großen Respekt von Herr Dalai Lama 14., aber ob er ein echter Buddhist ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Ein Buddhist, der wird immer mit seiner Barmherzigkeit dabei helfen, die Situation in einem Staat zu verbessern, durch eine friedliche effiziente Methode, niemals durch Schimpfen, Vorwürfe, Aufstand usw seine Stimmung abzugeben. Das ist ein absolutes Verbot. Wenn man einbißchen mehr Ahnung von dem Buddhismus hätte, könnte man es begreifen, was ich meine.

Die Barmherzigkeit des Buddhas ist ein universales Kriterium. Diese Barmherzigkeit ist all Menschen und 众生 gegenüber gleich gültig, kennt keine Unterschiede.
当信佛经语深,当信作善得福。 出自 -无量寿经-。

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Beitrag von Grufti » 15.10.2007, 03:46

Sepel hat geschrieben:Nun, auch wenn sich die Propaganda-Abteilung der KP mit diesem Text nicht mit Ruhm bekleckert hat, so darf man die Verbindungen die zwischen den Führern dieser drei Gruppierungen bestehen bzw. bestanden haben nicht übersehen.

Kennt jemand das Buch "Dalai Lama: Fall eines Gottkönigs"? Dort werden interessante Fakten aufgezählt. Also meine Sichtweise hat sich aufgrunddessen schon verändert. So bin ich den westlichen Medien gegenüber viel skeptischer geworden, die ja nur auschließlich positiv über den Dalai Lama berichtet, aber nie zeigt, wie elend arm und rückständig Tibet vor den Chinesen war. Dazu kommt noch, dass Tibet zu jener Zeit das gleiche war, was man China vorwirft heute zu sein: eine Diktatur.
Solche ein Film, ja schon fast Propaganda-Film wie "7 Jahre in Tibet" übermittelt meiner Meinung nach bewusst ein verfälschtes Geschichtsbild.

Der Westen brüskiert sich nur allzugern über China (was mit dem wachsenden Einfluss Chinas auch immer mehr zunehmen wird), ist aber genau betrachtet oft nicht besser als die vermeintlich ach so bösen Kommunisten.
Selbst wenn alles in diesem Buch ( was ich nicht gelesen habe) stimmen sollte, glaube ich kaum, daß der Dalai Lama für dieses damalige System, das er eigentlich nicht voll mitbekommen hatte, steht, und es renovieren will..
Der Dalai Lama hatte von den damaligen Zuständen nicht viel mehr mitbekommen , als Henry Puyi von der Zeit vor der chinesischen Revolution 1911.
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Beitrag von Sepel » 15.10.2007, 18:12

bossel hat geschrieben:Stimmt doch gar nicht. Weiß ja nicht, welche "Medien" Du Dir so reinziehst, aber ich habe vor Jahren schon Dokumentationen zu diesem Thema gesehen, die durchaus kritisch mit der Situation umgehen. So z.B. auch einen Bericht über eine Familie, die enormem Druck ausgesetzt war, weil sie den falschen "Gott" verehrte.
Dann sehe ich ein ganz anderes Fersehen als du.^^
Kannst du mir den Titel einer dieser tibet-kritischen Sendungen nennen, die in den letzten Jahren mal auf ZDF, Arte, 3sat oder einen anderen Sender ausgestrahlt wurden? Ich habe ehrlich noch nie eine in den deutschen Medien gesehen.

Und ja, Tibet war damal ein theokratisch gelenkter Staat, wie heute Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan unter den Taliban. Aber trotz "göttlicher Legitimation" sind es Diktaturen. Tibet war also kein sanftmütiges Paradies wie es der Westen heute sieht.

Grufti hat geschrieben:Selbst wenn alles in diesem Buch ( was ich nicht gelesen habe) stimmen sollte, glaube ich kaum, daß der Dalai Lama für dieses damalige System, das er eigentlich nicht voll mitbekommen hatte, steht, und es renovieren will..
Der Dalai Lama hatte von den damaligen Zuständen nicht viel mehr mitbekommen , als Henry Puyi von der Zeit vor der chinesischen Revolution 1911.
Wenn er es wirklich reformieren will, würde mir das sehr gefallen. Auch muss ich zugeben, dass ich micht mit den Dalai Lama selbst nicht sehr intensiv befasst habe, also mit den Schriften, die er so verfasst hat. Vllt. ich meine Kritik zu hart, aber schon allein vom "Instinkt" und meiner politischen Sicht stehe ich ihm recht skeptisch gegenüber.

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