Ernährung in China ungesund?

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von Laogai » 22.06.2011, 22:41

Chickoan hat geschrieben:Mir als Vielfraß macht das schon Gedanken, ich dachte dort könnte man vielleicht besonders gut mal Sushi essen gehen o.Ä. aber wenn ich das so höre vergeht mir die Lust dort zu essen.
Wenn ich sowas lese kann ich dir eigentlich nur dazu raten nicht nach China zu reisen. Denn das einzige, was du dir nicht gemacht hast, sind Gedanken. Zumindest keine rationalen.

Kein Sorry, das musste einfach mal raus. Wer so einseitig denkt sollte besser nicht nach China reisen. Oder gar das Haus verlassen.
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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von Sarilas » 22.06.2011, 23:13

Also ich kann ja mittlerweile schon alles Essen außer das McDoof Zeug, keine Ahung was die da machen.
Am Anfang wars halt schwer, man musste sich an so einiges gewöhnen bzw der Magen, man wie ich den ersten Monat eig aufn Klo verbracht habe :D

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Ölkriese

Beitrag von Laogai » 23.06.2011, 01:25

Zurückgeblättert:
Andy_yi hat geschrieben:Die meisten Touristen holen sich was weg, wenn sie die "Spezialitäten" von den kleinen Straßenwagen essen die überall rumstehen. Soll wohl besonders lecker sein. Da riecht man aber meistens schon am alten Öl, dass man darum einen großem Bogen machen sollte.
Maos Rache erwischt den 08/15 Pauschaltouristen, der nur im Hotel oder vom Veranstalter vorausgewählten Restaurants speist, genau so häufig bzw. selten wie den Reisenden, der auch eine Garküche besucht.

Und mit altem Öl hat das herzlich wenig zu tun. Jede Frittenbude in Deutschland benutzt z.B. mehr Altöl als die Garküchen in China. Ganz davon abgesehen, dass man mehrfach gebrauchtes Öl als Ottonormalesser nicht herausriechen kann.
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Re: Ölkriese

Beitrag von Andy_yi » 23.06.2011, 01:39

laogai hat geschrieben: Und mit altem Öl hat das herzlich wenig zu tun. Jede Frittenbude in Deutschland benutzt z.B. mehr Altöl als die Garküchen in China. Ganz davon abgesehen, dass man mehrfach gebrauchtes Öl als Ottonormalesser nicht herausriechen kann.
Gut , ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich meinte Schrottöl, nicht Altöl.
Schrottöl riecht man sehr wohl und gibt es in Deutschland in der Form sicherlich nicht. Ich bin mir natürlich auch darüber im klaren, dass nicht jeder solches Öl benutzt.

http://www.chinasmack.com/2009/pictures ... g-oil.html


laogai hat geschrieben:]Maos Rache erwischt den 08/15 Pauschaltouristen, der nur im Hotel oder vom Veranstalter vorausgewählten Restaurants speist, genau so häufig bzw. selten wie den Reisenden, der auch eine Garküche besucht.
"Maos Rache" ist ja nur ein Pauschalbegriff. Ist schon klar, Durchfallerkrankungen kann man überall bekommen. Bestimmte Krankheiten holst du dir auf der Straße aber sicherlich schneller Weg als woanders, weil eben die Bedingungen vorprogrammiert schlecht sind. Im Restaurants hast du allerdings eher die Chance, dass auch mal geputzt wird und es verschiedene Stationen für Geflügel, Fisch, Gemüse etc. gibt. Vorallem solche Stationen sind wichtig, falls mal Gemüse wirklich nicht lange genug gegart wird um zu verhindern, dass dort Bakterien vom Fleischsaft dran kleben. Solche Küchenstationen findet man in großen Restaurants oft, damit bei vielen Gästen pro Abend nicht alles in einem Wirrwarr endet.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von ItsmeSusan » 23.06.2011, 02:44

Ich habe bisher sehr viele chinesische verschiedene Restaurants, Straßenrestaurants einige sehr wenige sehr typische westliche Restaurants besucht und ein Mal sogar McDonalds.

Schlechte Erfahrungen habe ich bisher her nur in einem der typischen Touristen-Restaurants gemacht, in den Touris (auch die chinesischen) hingehen und am nächsten Tag schon wieder in einem anderen Teil Chinas sind, so dass keine Reklamationen mehr entgegengenommen werden können. :lol:

Zugegeben, die Sauberkeit in den Restaurants sehen manchmal haarsträubend aus. Aber es ist echt lecker, das chinesische Essen! Und das Fleisch ins gaaanz bestimmt frischer als in Deutschland.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von Sarilas » 23.06.2011, 08:45

Und das Fleisch ins gaaanz bestimmt frischer als in Deutschland.
Keine Ahnung kann sein aber ich hatte da noch einen schönen Zwischenfall,

bin mit meiner Frau zum einkaufen, wollten noch Fleisch holen, sind zum Markt gelaufen, da gabs viele verschiedene Verkäufer aber einer ist mir besonders aufgefallen, mal davon abgesehen das es beim bloßen Anblick des gesammten Markts den durchschnitts Deutschen übel geworden wär, war die Tatsache das sich der 18-22 jährige Sohn des Verkäufers auf dem Schneidebrett neben dem Fleisch den Dreck von den Füßen runter putze (auch den beim bzw zwischen den Zehen) besonders lecker.

Meine Frau hat den dann darauf aufmerksam gemacht das dies echt wiederlich wär, seine Antwort war:
"Entschuldigung ich bin nicht so oft in die Schule gegangen ich weis sowas nicht" :?

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von ingo_001 » 23.06.2011, 09:05

Es wurde hier ja schon mehrmals geschrieben: Es gibt sicher Starssen-"Restaurants" und auch bei manchen In-Haus-Restaurants welche, bei denen vom westl. Hygiene-Standard nicht viel zu merken ist.
Das ist aber inwoweit nicht weiter schlimm, denn i.d.R. wird so ziehmlich Alles machmal auch kurz aber bei hohen Temperaturen so gebraten und gekocht, dass Bakterien keine Chance haben.
Dazu kommt noch, dass z.B. in Süd-China sehr scharf gegessen wird (tötet Chillie eigentlich auch Bakterien?) :mrgreen:
Und auch was Obst und Gemüse angeht, behaupte ich mal zu sagen: Das wird in China länger und intensiever gewässert als in Deutschland (schon um die Schadstoffbelastung durch die Düngemittel so weit wie möglich zu minimieren.
Meine Frau war echt erstaunt, als sie mit bekam, dass es hier etliche (gerade weibliche) Rohkost-"Fanitiker" gibt, die es doch glatt nicht für nötig halten, ihre heilige Rohkost vor dem Verzehr anständig zu säubern. Sie kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus ...
Rohkost über Alles ... auch übers Säubern ...
Ob der EHEC-Schock an der Einstellung da dauerhaft was ändern wird, wage ich zu bezweifeln.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von darjeeling » 23.06.2011, 12:06

Ich sehe das grösste Gesundheitsproblem der Restaurants bei den Speiseölen.

Es wird in China regelrecht von Speiseölmafias gesprochen. Bei mir um die Ecke gibt es eine Strasse mit einer eigenen Kanalisation für Ölreste. 2 mal am Tag kann man sehen wie Leute mit Eimern kommen und die Ölreste (und Essensreste) rausholen.

Die sollen dann angeblich recylet und wiederbenutz werden, besonders bei kleineren Restaurants und ambulaten Strassenverkäufern.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von event » 03.07.2011, 03:41

Letztens noch einen Artikel gelesen der die Meinung enthielt, dass der ganze BIO Trend Bakterien wie EHEC den Weg zum Verbraucher erleichtern. Da hab ich mich in China mit der ganzen Chemie die verwendet wird das erste mal sicherer gefühlt :p

Spaß beiseite, alles was frisch gekocht wird war bis jetzt für mich kein Problem gewesen. In den ersten 6 Monaten in China lag ich nur einmal 3 Tage flach, und das war als ich in Nanjing um 5:30 Uhr morgens bei KFC so einen Frühstückssnack mit viel Mayo gegessen habe...

Hol mir auch oft eine Portion gebratene Nudeln von der Straße, wenn man daneben steht, alle Zutaten sieht, und zuschaut wie es genügend lang gekocht wird, was kann schon viel passieren.

Würde eher bei warmgehaltenen oder kalten Speißen aufpassen.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von arrow » 03.07.2011, 06:47

Manchmal hab ich Probleme bei Zhīmajiàng die offen an einer Selbstbedienungstheke rumstehen. Die werden Abends abgeräumt und am nächstens Tag wieder aufgefüllt und umgerührt.
Trotzdem verzichte ich nicht auf Hot Pot.....
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null.... und das nennen sie ihren Standpunkt.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von Aremonus » 03.07.2011, 13:33

Ganz davon abgesehen, dass man mehrfach gebrauchtes Öl als Ottonormalesser nicht herausriechen kann.
Das kann man wohl (behaupten einige Köche) - deswegen tauschen die das Friteusenöl nur teilweise aus und filtern das Alte. Denn bereits gebrauchtes Öl ist schmackhafter (so lange man es nicht übertreibt). Natürlich darf es noch nicht ranzig sein - das riecht und schmeckt man dann auch, und zwar auf sehr unangenehmen Weise...
Natürlich springen mir jetzt die ganzen Ernährungsspezialisten an die Gurgel und sagen, wie schlimm doch Transfettsäuren seien usw... aber man lebt nur einmal und darf auch mal etwas ungesundes, fritiertes essen :P
Die sollen dann angeblich recylet und wiederbenutz werden, besonders bei kleineren Restaurants und ambulaten Strassenverkäufern.
Ich hab' auch gehört, dass das vorkommt... aber das ist definitiv nicht die Regel und verboten. Und selbst wenn... mir wär's egal. E-Coli Bakterien geben schon bei 50 Grad den Löffel ab, in 180 Grad heissem Öl überlebt definitiv nichts, was mir Magendarm-Krankheiten geben könnte. Höchstens Dinge, die meine Geschmacksnerven beleidigen, was dazu führt, dass ich das Restaurant in Zukunft meide.
(Obst) wird in China länger und intensiever gewässert als in Deutschland
Meine Freundin verwendet sogar Seife, um Obst zu waschen. Ich fürchte mich aber mehr vor der Seife als vor etwaigen Bakterien, daher reicht mir das Spülen mit dem extrem chlorhaltigen chinesischen Hahnenwasser längst...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von Taiyang » 03.07.2011, 17:41

Aremonus hat geschrieben:
(Obst) wird in China länger und intensiever gewässert als in Deutschland
Meine Freundin verwendet sogar Seife, um Obst zu waschen. Ich fürchte mich aber mehr vor der Seife als vor etwaigen Bakterien, daher reicht mir das Spülen mit dem extrem chlorhaltigen chinesischen Hahnenwasser längst...
Meine ehemalige Mitbewohnerin auch. Die war total entsetzt darüber, dass ich mein Obst und Gemüse nur unters Leitungswasser halte.
Dabei hat sich mir das Prinzip wässern mit Leitungswasser einfach noch nicht erschlossen. Und was diese komische Seife da soll, auch nicht. Soll ich meine Erdbeeren damit wässern? Dann kann ich mir gleich n Erdbeersaft kaufen.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von darjeeling » 03.07.2011, 19:21

Taiyang hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:Meine Freundin verwendet sogar Seife, um Obst zu waschen. Ich fürchte mich aber mehr vor der Seife als vor etwaigen Bakterien, daher reicht mir das Spülen mit dem extrem chlorhaltigen chinesischen Hahnenwasser längst...
Meine ehemalige Mitbewohnerin auch. Die war total entsetzt darüber, dass ich mein Obst und Gemüse nur unters Leitungswasser halte.
Dabei hat sich mir das Prinzip wässern mit Leitungswasser einfach noch nicht erschlossen. Und was diese komische Seife da soll, auch nicht. Soll ich meine Erdbeeren damit wässern? Dann kann ich mir gleich n Erdbeersaft kaufen.
Die Seife wird nicht wegen den Bakterien benützt !!!!


Ich hab es auch erkärt bekommen, warum man in China Gemüse und Obst mit Spülli oder Seife waschen sollte (links oder nachweise habe ich aber nicht).

Hauptsächlich werden in China hydrophobe (wasserunlösliche) Pestizide und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Das heisst, mit Wasser alleine sind die Pestizide nicht entfernbar. Am besten glaube ich ist aber immer noch Obst zu schälen.

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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von sanctus » 03.07.2011, 19:26

darjeeling hat geschrieben:Am besten glaube ich ist aber immer noch Obst zu schälen.
Aha, dann weiss ich jetzt endlich, warum meine Frau sogar bei den Weintrauben die Schale entfernt. :mrgreen: Mann, ist das immer eine Sauerei!
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Re: Ernährung in China ungesund?

Beitrag von tanzhou » 03.07.2011, 19:50

Wir kaufen in Tanzhou das Gemuese und teils Obst von Kleinbauern (groesstenteils kenne ich die auch und deren Gaerten). Man kann auch Gemuese bei diversen privaten Hobby-Gaertnern direkt bei uns vor dem Wohnkomplex kaufen. Also grundsaetzlich ist der Kauf von Gemuese bei Kleinbauern sicherer als aus dem Supermarkt. Wir sind bisher damit gut gefahren, Preise sind sehr guenstig, es schmeckt alles hervorragend und es werden keine Chemikalien verwendet.

Kurzum, wer die Chance hat, bei solchen Kleinbauern um die Ecke Gemuese zu kaufen, dann macht es!

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