Chinesische Soziolekte

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
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Laogai
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Laogai » 14.01.2016, 00:21

Linnea hat geschrieben:Ein liguistisches Konzept, das von einer indogermanischen Sprache ausgeht, muss dann eben abgepasst oder es muss ein neuer Zweig erdacht werden.
Ok, mach du das mal :wink:
Linnea hat geschrieben:Ohne ein gewisses Bildungsniveau, das ohne (erweiterten) Schrifterwerb nicht zu erreichen war, wurden gewisse Vokabeln und Redewendungen vermutlich nicht erlernt, zumindest höchstwahrscheinlich mündlich nicht regelmäßig bis gar nicht verwendet.
Hast du dafür Beispiele?

Zur sozial-linguistischen Abgrenzung in China fällt mir spontan die Verwendung von Chengyu ein. Zählen die zu "Soziolekte"? Die gebildete Schicht kannte sie und ihre Herkunft, die ungebildete Schicht wohl weniger. Stimmt das?
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Linnea
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Linnea » 14.01.2016, 01:07

Laogai hat geschrieben:Hast du dafür Beispiele?
Beispiele schon, Beweise mit Seitenzahl und so eher nicht. Ich könnte dir empfehlen Gerichtsprotokolle aus der Qingzeit zu lesen - hat die Stabi in B garantiert :wink: - da wird dir etwas auffallen. Eigentlich geht der Forschungsgedanke auch in die andere Richtung: Man versucht aus den Protokollen eine Umgangssprache herzuleiten, weil man hofft, dass die Aufzeichnungen umgangssprachlich genug sind. Wie Schriftsprache funktionierte hat man ja längst kapiert.
Laogai hat geschrieben:Zur sozial-linguistischen Abgrenzung in China fällt mir spontan die Verwendung von Chengyu ein. Zählen die zu "Soziolekte"? Die gebildete Schicht kannte sie und ihre Herkunft, die ungebildete Schicht wohl weniger. Stimmt das?
Auf jeden Fall gehören sie dazu!

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Suedchina » 14.01.2016, 04:34

Endlich mal was interessantes hier,
Meine Erfahrungen zu Maderin sind eher positiv da ich wie alle wissen zu dumm bin für chinesisch müssen alle mit mir englisch sprechen. Es ist nur manchmal lustig wenn sich die Chinesen selbst nicht verstehen. Große Konferenz zum Neubau eines Hotels wer was liefern darf und ein Blatt Papier raus geholt wird weil die Schriftzeichen wohl alle gleich sind . Natürlich frage ich wo sie her kommen und welches Chinesisch sie sprechen und dann kommt als Antwort meist : Manderin wird gesprochen aus …. Im Prinzip wie ein Deutscher der aus Bayern kommt, schreiben tun sie alle das Gleiche nur Sprechen halt wie die Bauern . Ein Sorry nach Bayern
Nun zum Slag den es wohl in China nicht geben kann.
Wie kommt es in den Westlichen hochKulten zu dieser Ausdrucksweise ? I denke es liegt an den Gastarbeiter bzw. vielen Einwandern die die letzten 60 Jahre sagen wir nach Deutschland oder auch England gekommen sind. (meine französisch oder spanisch Kenntnisse sind nur um von A nach B zu kommen oder natürlich ein paar Bier zu bestellen, ja ich kann auch den Frauen Komplimente machen aber das war es dann schon ) .
Also zurück zum deutschen: Vor 200 Jahren war der Einfluss auf die deutsche Sprache von Oben gegeben und es gab viele französische Vokabeln auf einmal im Deutschen , dann kam der Ami und der PC und schon wurde mehr englisch in die deutsche Sprache eingeführt.
Guckt Euch doch mal das Wort Bistro an und wie es zu uns kommt.
Weder französisch noch englisch , ein Slag aus Paris den die Russen um 1812 einführten.

Heute ist es eben cool unter Jugendlichen sich durch diese Sprache auszugrenzen, es gibt ja auch den Nonsens des Jugendwortes des Jahres: Hier die Auswahl
merkeln
rumoxidieren
Earthporn
Smombie
bambus
Tinderella
Discopumper
Swaggetarier
Augentinnitus
shippen
Ohne zu Googlen könnte ich bestenfalls 2 oder 3 zuordnen.
Merkeln _ nix tun wie Merkel vielleicht
Smombie – dazu würde ich Chinesen zählen die spielen auch den ganzen Tag auf dem Handy
einen Augentinnitus haben vielleicht die meisten Fahrzeugführer in China so wie die fahren.

Keine Einwandere also keinen Slag wenn selbst BMW oder Coca Cola brav übersetzt werden ins chinesische.
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von GigiPineapple » 14.01.2016, 05:08

Also Jugendsprache gibt es in China definitiv. Muss man sich nur mal durchlesen, was in diversen Gruppenchats so für Begriffe fallen.
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Suedchina » 14.01.2016, 05:46

GigiPineapple hat geschrieben:Also Jugendsprache gibt es in China definitiv. Muss man sich nur mal durchlesen, was in diversen Gruppenchats so für Begriffe fallen.
Ja auch beim Chatten wird auch nett abgekürrzt
leider wie schon geschrieben bin ich für chinesisch zu DUMM :oops:

also 88 hat nichts mit der dem Deutschen Schwachsinn zu tun das ist bekannt und andere Sachen auch
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Emil28 » 14.01.2016, 09:16

rundherum hat geschrieben:Ich finde die Frageob es soziolekte in China gibt, eigentlich auch interessant.
Ungebildete wie ich haben das immer Dialekte genannt, schon weil es weniger ansozialisiert als vielmehr regional begründet ist.

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Haima » 14.01.2016, 09:55

Guten Morgen zusammen,

Ich habe mal die beste Ehefrau von allen zum dem Thema befragt. Sie findet schon, dass sich die Sprache verändert hat. Sie ist nun bald 18 Jahre hier und stellt schon Veränderungen fest.

Beispiel: Bei einem kürzlichen Besuch hat sie ein Schulkollege 亲 genannt. Das kommt unserer Meinung nach vorallem aus dem Internet. Sie sagt, sie hätte sich zu Ihrer Schulzeit nie getraut jemanden so anzusprechen.
Zweites Beispiel: Früher hat man für "schlecht gemacht, wütend usw" sehr viele unterschiedliche Ausdrücke gebraucht. Heute wird umgangssprachlich fast nur noch 吐 gebraucht. Andere Ausdrücke sind immer mehr verloren gegangen.
Sind natürlich subjektive Wahrnehmungen, fallen aber einfach auf....

Ich denke, gleich wie bei uns, verändert das Internet (Inkl. Wart's abb, Wiitschätt... usw.) die Sprache. Bei uns kommt dann noch die Einwanderung dazu. Grosse eingewanderte Bevölkerungsgruppen bringen auch Begriffe mit. In China gibt es dann das weniger. Naja, vielleicht die englischen Begriffe, die sich in der chin. Sprache eingenistet haben oder übernommen wurden.

Ob es da nun in unterschiedlichen Bevölkerungssichten Differenzen gibt, kann ich leider auch nicht sagen. Wir bewegen und im guten Mittelstand. Da wir ja auch nicht ständig in China sind, fehlt dann etwas der Kontakt noch oben oder unten.

Ähnlich wie bei uns, ist die Sprache aber definitiv Veränderungen ausgesetzt. Vielleicht einfach (noch) nicht ganz so stark.

Grüsse

Haima

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Emil28 » 14.01.2016, 10:02

Haima hat geschrieben: Ähnlich wie bei uns, ist die Sprache aber definitiv Veränderungen ausgesetzt. Vielleicht einfach (noch) nicht ganz so stark.
War schon immer so. Nicht nur Pull over kommt aus dem Ausland...

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von rundherum » 14.01.2016, 11:36

Wie kommst du darauf, dass "der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg" im Westen argwöhnisch betrachtet wurde oder wird?
Gerade im soziologischen Diskurs der USA gibt es eine reiche Literatur zu dem Thema ("culture of poverty", z.B. in Noguera, 2003: "The Troubles with Black Boys") - in Europa wird es, wohl aus Gründen der political correctness, eher weniger untersucht. Rein empirisch gesehen ist die Datenlage aber statistisch hoch signifikant: wer im Westen arm geboren wird bleibt eher arm als in China.

Die Intuition der Theorie ist dahingehend, dass jede soziale Schicht ihre eigen Kultur hat und diese Kultur auch den ökonomischen Status zementiert. Wenn ein Arbeiterkind gerne zur Schule geht und fleissig lernt, wird es als "Streber" bezeichnet und sozial isoliert, während ihm die Eltern z.B. einreden, dass es "'was richtiges lernen" soll und der Vater schon ständig gegen "die da oben" schimpft. Das Kind müsste sich daher von seinem ganzen sozialen Umfeld abkapseln, was für Menschen doch eher eine unnatürliche Verhaltensweise wäre. In Amerika wird einem im Speziellen dann als Mitglied der schwarzen Unterschicht sogar unterstellt, man verhalte sich "weiss" und verleugne die eigene Herkunft.
Ärmere Schichten treffen daher auf Grund des Gruppendrucks schlechte Entscheidungen, z.B. sparen sie zu wenig und legen zu wenig Wert auf Bildung. Aber auch die Mittelschicht verhindert mit ihrer Lebensweise, dass sie zur Oberschicht aufsteigt: wer in einer grossen Wohnungen wohnt oder ein Haus baut, Hypothek bezahlen muss und ein tolles Auto fährt, ist z.B. auf seinen Job angewiesen und kann schlecht unternehmerisches Risiko eingehen.

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von punisher2008 » 14.01.2016, 12:25

rundherum hat geschrieben:Aber auch hier wäre es doch etwas anmassend zu sagen, die alte Romanisation sei "falsch" - gerade im Falle Kantons, wo die alte Romanisation die Aussprache der Lokalbevölkerung viel besser wiedergibt wie Pinyin.
Das musst du jetzt mal erklären. Inwiefern bitte soll "Kanton" die Aussprache der "Lokalbevölkerung" wiedergeben? Das Unwort "Kanton" unterscheidet ja nicht mal zwischen der Provinz Guangdong 廣東 und der Stadt Guangzhou 廣州. Die Lokalsprache ist in diesem Fall "Kantonesisch", besser 粵語 oder 廣東話, in der Stadt wird das als Standarddialekt gesehene 廣州話 gesprochen. In dieser Sprache spricht sich die Stadt in etwa "Guong Dsao" oder "Gwong Zao" (keine der offiziellen Umschriften sondern eine an das Deutsche angenäherte Schreibweise). Ist "Kanton" oder "Guangzhou" näher dran? Und zur Provinz: im Standarddialekt "Guong Dung" gesprochen. "Kanton" oder "Guangdong" näher dran? Bei anderen Orten magst du recht haben. "Hong Kong" ist z.B. näher am "Original" (für Deutsche etwa "Höng Gong") als "Xiang Gang". "Macau" dagegen ist ein komplett anderer Fall und basiert auf einem Missverständnis der Portugiesen, ist also auf jeden Fall "falsch". Die kamen wohl bei einem Tempel an und fragten die Einheimischen wie man den Ort nennt. Diese gaben den Namen des Tempels 媽閣 "maa gog", was die Portugiesen für den Namen des Ortes hielten und zu "Macau" machten. Auf Putonghua wird der Ort heute "Aomen" gesprochen, in der Lokalsprache etwa "Oumuhn" (englisch "oh moon!" kommt ziemlich dicht dran :mrgreen: ).

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Ajiate » 14.01.2016, 19:32

Nur am Rande:
Gestern feierte er seinen 110 Geburtstag.
Der Linguist Zhou Youguang, Vater des chinesischen phonetischen Alphabets „Pinyin", ist am 13. Januar 110 Jahre alt geworden. Er leistete wichtige Beiträge in Chinas Kampf gegen Analphabetismus und ermöglichte Ausländern einen neuen Zugang zur chinesischen Sprache
Quelle : http://german.cri.cn/3185/2016/01/14/1s246015.htm

Noch viele Geburtstage wünschen wir !
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von rundherum » 14.01.2016, 20:56

Hong Kong" ist z.B. näher am "Original" (für Deutsche etwa "Höng Gong") als "Xiang Gang".
Ja, daher habe ich den Sachverhalt auch auf Guangdong übertragen - ich spreche leider kein Kantonesisch. Offenbar war das im Falle Kantons dann tatsächlich ein falscher Freund. Danke für die Aufklärung!

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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von Laogai » 14.01.2016, 22:33

rundherum hat geschrieben:
Wie kommst du darauf, dass "der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg" im Westen argwöhnisch betrachtet wurde oder wird?
Gerade im soziologischen Diskurs der USA gibt es eine reiche Literatur zu dem Thema ("culture of poverty", z.B. in Noguera, 2003: "The Troubles with Black Boys") - in Europa wird es, wohl aus Gründen der political correctness, eher weniger untersucht. Rein empirisch gesehen ist die Datenlage aber statistisch hoch signifikant: wer im Westen arm geboren wird bleibt eher arm als in China.
Hmm, bedeutet das wirklich, dass der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg "argwöhnisch betrachtet" wird/wurde, oder dass es einfach nur schwieriger ist sich aus der Armut nach oben zu kämpfen? Die "vom Tellerwäscher zum Millionär" Erfolgsgeschichten bzw. deren Mythen darum kommen doch gerade aus den USA!?

Aber das führt jetzt zu weit weg von Soziolekte in China. Das Thema würde sich bestimmt gut für eine Magisterarbeit, wenn nicht gar für eine Diss. machen 8)
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Re: Chinesische Soziolekte

Beitrag von kleiner kaiser » 15.01.2016, 12:07

rundherum hat geschrieben:Mir wäre jedoch, abgesehen von der Wortwahl und den geographischen Dialekten, kein Soziolekt im Sinne einer unterschiedlichen Aussprache innerhalb eines Dialektes zur demonstration der sozialen Zugehörigkeit aufgefallen.
Nach allem, was ich von meinen chinesischen Freunden mitbekommen habe, sind diese Unterschiede innerhalb eines Dialekts, oder von mir aus auch innerhalb des "Pekinger Hochchinesischen" weitaus weniger ausgeprägt als z.B. hier in Europa.

Mit ein Grund wird wohl die Tatsache sein, dass in China auch die Kinder ungebildeter Eltern mehr in der Schule aufwachsen und dort sprachlich erzogen werden als daheim.

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