Frage zu ostasienwissenschafltichen Bachelor-Studiengängen

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
alanos
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Re: Frage zu ostasienwissenschafltichen Bachelor-Studiengäng

Beitrag von alanos » 04.04.2015, 06:07

itzi hat geschrieben:Ich möchte Ansprechpartner in der Kanzlei für Deutsche, Koreaner und Chinesen sein.
Mein Traum für die nächsten 5 Jahre ist es, 'ne PhD auf koreanisch hinzulegen.
Sprachlich bedeutet das, um die 20.000 Vokabeln halbwegs solide aufm Kasten zu haben im Koreanischen spätestens so in 3 Jahren. Außerdem muss man viele Phrasen lernen. Koreanisch ist tricky, wenn man das verhandlungssicher und korrespondenzfähig können möchte. Sehr, sehr empfindlich sindse. Einfach nur grammatikalisch richtig und stimmig, reicht nicht. Irrsinniges Zeugs muss man da pauken.
Chinesisch HSK6 bist kein Held, aber das packen auch nicht alle Asiawissenschaftler.
Ebenso wie es depperte Koreanistiker gibt, die KPOP schon nicht übersetzt kriegen.

HSK 3-6
15 Bücher gelesen - 200 Seiten Zusammenfassung also gepaukt
3000-6000 Vokabeln
drei-vierstellig Quellen in Arbeiten verwurstet.

So schaut im Groben der Bachelor aus.

Als Simultandolmetscher spielst natürlich in einer anderen Liga.
In einem Supermarkt gibt's zum Beispiel schon locker 10.000 Produkte. Die zu kennen, na klar kein Thema.

Habe mal eine Dokumentation über Maos Englischübersetzer im öffentlichen Rundfunk gesehen. War ein Englischmuttersprachler, der in GB oder Harvard (sorry, Namen vergessen und genaue facts, da halbmüdeangetrunken) studiert hat.
Schon ein charismatischer Typ.

Naja, ich habe auch nicht so die Ambitionen ggf. mit meiner afrikanischen Freundin nach Korea zu ziehen und so. Mal schauen und abwarten.
Arbeitsbedingungen, als "Berater" arbeiten...
In NL gibt's nur wenige, die koreanisch und chinesisch und sogar native deutsch...^^
Lieber Reisen ab und an. Die Niederlande sind so schön!

Aber mich reizt weniger Asien, als es mir selbst zu beweisen, mal ebkes fette Sprachen zu lernen.

Und mal unter uns: 500 Vokabeln und bisschen Grammatik und die meisten sind beeindruckt, dass die einen fast schon sprachlos angucken.

Die Chinesinnen, denen ich schreibe, sind immer ganz hin und weg von meiner Dichtkunst.
Ohne Witz: da fahre ich voll drauf ab - Gedichte schreiben. Die chinesische Sprache und Kenntnis über westliche Lyrik gibt einen super Mix. Nicht nur so Einsatzlyrik. Mehrere Sätze auf einen Schlag!
Studieren, Naja. Wozu? Was ich wissen will, kann ich mir anlesen und -eignen. Brauche ich keine scheiß nervigen Klausuren und Hausarbeiten zu.
Chinesisch und Koreanisch begegnet einen an der Uni oder Innenstadt Amsterdams auch in persona.

In vielen Kleinstadt-FH-Uni'Nestern kann man Chinesisch lernen.
Da mal mit der netten Lehrerin auf HSK4 kommen und weiterschauen, während man was anderes als Asiawissenschaften studiert, rate ich an.
Scheisse, bist du verkorkst. Ich bin mir grad nicht ganz sicher ob du dumm oder einfach nur naiv bist. Tipp: Diese Reaktion von Chinesinnen kriegst du auch schon mit einem einfachen 你好, Frage ist was dir das mal bringen soll, wenn du Chinesen beraten willst.
Chinese war tactics: attack in small groups of 2-3 millions.

                                                           Scientia potentia est.

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Re: Frage zu ostasienwissenschafltichen Bachelor-Studiengäng

Beitrag von jackie_chan » 04.04.2015, 12:52

itzi hat geschrieben:Ich möchte Ansprechpartner in der Kanzlei für Deutsche, Koreaner und Chinesen sein.
Mein Traum für die nächsten 5 Jahre ist es, 'ne PhD auf koreanisch hinzulegen.
Sprachlich bedeutet das, um die 20.000 Vokabeln halbwegs solide aufm Kasten zu haben im Koreanischen spätestens so in 3 Jahren. Außerdem muss man viele Phrasen lernen. Koreanisch ist tricky, wenn man das verhandlungssicher und korrespondenzfähig können möchte. Sehr, sehr empfindlich sindse. Einfach nur grammatikalisch richtig und stimmig, reicht nicht. Irrsinniges Zeugs muss man da pauken. [...]
Dann kann das PhD Programm selbst ja nicht allzu fordernd sein wenn schon alleine die sprachlichen Hürden derartige Ausmaße annehmen. Finde es immer wieder lustig wie BWL´er, Juristen, ... kundgeben nach dem Master noch schnell ein PhD dranhängen zu wollen. In den MINT Disziplinen erfordert das ganze zumindest noch, auch da oft millionenschwere Forschungsprojekte dahinter stehen, eine gewisse Hingabe und Fixiertheit auf das betreffende Thema. Bei anderen Fächern habe ich den Eindruck, dass ein Doktortitel doch mit, teilweise auch gezwungenermaßen, deutlich weniger Aufwand zu erreichen ist. :roll:

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