Chinesisch lernen in der Schweiz

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
Zorro002
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Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Zorro002 » 10.03.2015, 17:25

Hallo zusammen
Ich heisse Dave, komme aus der Schweiz, und möchte gerne Chinesisch / Mandarin lernen.
Meine Beweggründe sind, dass ich die chinesische Kultur sehr mag (soweit ich das beurteilen kann), mir die Sprache „melodisch“ gefällt und hauptsächlich durch den Tee zum Chinesischen gekommen bin.
Da ich seit Jahren schon mit dem Gedanken spiele, eine exotische Sprache zu lernen, bin ich nach längeren Überlegungen zum Entschluss gekommen, dass dies Chinesisch sein soll.
In Deutschland gibt es ja solch bekannte Volkshochschul-Kurse. Diese existieren per se in der Schweiz nicht. Ich wollte deshalb (einen Schweizer?`) fragen, was denn empfehlenswert wäre?
Zur Auswahl in meiner Region stehen: a) private Chinesische Schule b) Privatunterricht (muss ich erst eine geeignete Person finden) c) Klubschule (Migros)

Hat jemand Erfahrungen bzw. spezifisch eine Empfehlung? (Region Luzern). Da ich dies etwas tiefgründiger lernen will, reicht mir der Unterricht 1 oder 2x pro Woche nicht aus. Ich möchte im Selbststudium natürlich weiterlernen, sowohl die Schriftzeichen wie auch generell Aussprache etc.
Hier stellt sich ja auch immer die Frage, wie in welchem Umfang dies gemacht werden soll. Ich denke parallel zum Unterricht (für Einsteiger) ein Selbststudium und nachher via Privatlehrer…

Danke für etwaige Tipps.

Gruss
Dave

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Bambooblog » 10.03.2015, 17:46

Leider kenne ich mich in der Schwiez nicht so gut aus. Es gibt mittlerweile aber auch in der Schweiz Konfuzius-Institute. Zum Beispiel in Genf: http://www.unige.ch/ic/index.html Es soll auch in Basel und Zürich eins geben. Für den Anfang ist auch eine Chinesische Schule oder eine Sprachenschule hilfreich. Viel Spaß und Erfolg!
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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von itzi » 10.03.2015, 17:50

Anfangen und dann mal schauen.

Was nützt Dir der beste Plan?
a) jeder lernt unterschiedlich
b) vielleicht bockt Dich das alles eh nicht
c) hast Du dann dann nach zwei Tagen doch keine Lust mehr
d) lernt man Chinesisch nicht über Nacht

Besorge Dir ein Buch, welches auf die HSK-Prüfungen vorbereitet.

Z. B. das hier: Vorbereitung HSK-Prüfung: HSK 1 von Hefei und Dieter.

So viel Lernaufwand ist das wirklich nicht und Schreiben am Computer bzw. Tablet und so reicht ja eigentlich auch aus. Strichfolgen kannst Dir sonst auch selbst aneignen. Schaut dann zwar hässlich und unschön aus, aber passt schon.
Aussprache musst wirklich mit jemanden üben. Aber erst, wenn Du 'ne gewisse Grundlage hast.

Kurse brauchst nicht. Chinesisch ist wirklich 'ne sehr einfache Sprache. Du brauchst Grundlagen, Grundlagen, Grundlagen und musst diese dann parat haben, wenn Du 'nem Chinesen gegenüberstehst. Sonst kann der mit Dir auch nichts üben.

Gibt auch Lerntypen, die ausm Buch nichts lernen können, aber HSK-4-Level kriegt man alleine wirklich gut gebacken. Aussprache ist halt tricky und da braucht's etwas Talent und viel Übung.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von egon » 11.03.2015, 08:31

Habe Dir eine PN geschrieben.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Bambooblog » 11.03.2015, 09:16

Hallo Dave,

Chinesisch kann man nicht wirklich aus einem Buch lernen. Ich habe damit zwar auch angefangen. Aber vor allem, wenn man die Sprache auch sprechen können will, ist es unbedingt erforderlich, einen guten Lehrer zu haben. Da Chinesisch durch seine unterschiedlichen Töne erst verstehbar wird, ist der persönliche Austausch, das Nachsprechen usw. sehr wichtig. Das habe ich selbst in China gemerkt und habe mich dann entschlossen, mein Chinesisch in Peking an der Sprachen-Uni zu lernen. Wenn Du also die Möglichkeit hast, ein paar Monate nach China zum lernen zu gehen, dann ist das die optimale Lösung.
Viel Erfolg!
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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Zorro002 » 11.03.2015, 14:15

Danke für eure Antworten.

Ich fokussiere mich nun mal auf einen Privatlehrer mit Selbststudium nebenher.

Allgemeine Frage: Ist es, ohne in China zu leben (maximal möglich sind Aufenthalte von max. 1 Monat pro Jahr in China) möglich, ein gutes, fliessendes Chinesisch zu bekommen, wenn ich a) weder Chinese noch sonstwie asiatisch bin b) täglich Umgang mit Chinesen habe (ausser eben das eigentliche Lernen) und c) keinen IQ von 225 habe ;-)

Ich bin gewillt, dies zu lernen, und auch täglich eine Stunde oder mehr dafür zu investieren.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Sachse28 » 11.03.2015, 15:17

Such Dir doch einen Tandempartner. Wenn es der/die richtige ist, kannst Du, wenn es gut kommt, die nächsten 60 Jahre tagtäglich ausgiebig chinesisch lernen.
Vorsicht! Kann Spuren von Ironie enthalten.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Haima » 11.03.2015, 17:07

Hallo Zorro,

Willkommen im Forum.

Naja, Volkshochschule gibt es schon, nur vielleicht nicht immer dort wo man möchte. Ich bin vor Jahren (und am Anfang meiner "Chinesisch Karriere") zwei Jahre einmal wöchentlich in die Volkshochschule (in Solothurn) gegangen.
Gefruchtet hat es nicht so wirklich, habe aber doch einige Grundlagen gelernt. Leider habe ich absolut kein Sprachtalent und bin auch kein fleissiger Lernender.
Somit ist es bei den rudimentären Sprachkenntnissen geblieben. Immerhin: Ich höre chinesisch seit Jahren jeden Tag, somit verstehe ich schon vieles. Sprechen ist aber schwieriger.

Meine Frau gibt schon einige Jahre privaten Unterricht für jemanden. Dort ist viel mehr Talent vorhanden und es wurde auch viel Zeit investiert (inkl. Aufenthalte in China). Somit ist inzwischen ein recht gute Chinesisch vorhanden, das z.B. für Stadtführungen reicht.

So wie ich das beurteilen kann, halten sich die beiden nicht gross an einen Plan. Es wird gelernt, was gefällt und was gerade aktuell ist.

Wir wohnen in der Nähe von Luzern. Bei Bedarf und Interesse kannst du dich gerne mal melden. Vielleicht besuchst du uns mal oder so. Nach fünf Nachrichten kannst du ein PN schreiben. Melde mich dann wieder. Es kann im Moment etwas dauern, bin viel unterwegs.... Also, jetzt schon sorry....

Grüsse aus Siem Reap

Haima

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Haima » 11.03.2015, 17:09

Sachse28 hat geschrieben:Such Dir doch einen Tandempartner. Wenn es der/die richtige ist, kannst Du, wenn es gut kommt, die nächsten 60 Jahre tagtäglich ausgiebig chinesisch lernen.
.... war da nicht mal was mit einer Schägerin oder so????

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Roemer » 11.03.2015, 17:40

Haima hat geschrieben:
Sachse28 hat geschrieben:Such Dir doch einen Tandempartner. Wenn es der/die richtige ist, kannst Du, wenn es gut kommt, die nächsten 60 Jahre tagtäglich ausgiebig chinesisch lernen.
.... war da nicht mal was mit einer Schägerin oder so????
Ja :D
Mich würde auch interessieren, wie die Sache mit der Schwägerin ausgegangen ist :!:

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von ingo_001 » 11.03.2015, 17:43

Roemer hat geschrieben:
Haima hat geschrieben:
Sachse28 hat geschrieben:Such Dir doch einen Tandempartner. Wenn es der/die richtige ist, kannst Du, wenn es gut kommt, die nächsten 60 Jahre tagtäglich ausgiebig chinesisch lernen.
.... war da nicht mal was mit einer Schägerin oder so????
Ja :D
Mich würde auch interessieren, wie die Sache mit der Schwägerin ausgegangen ist :!:
Die suchte aber einen Partner - ohne Tandem ... wenn ich mich richtig erinnere :lol:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von itzi » 11.03.2015, 18:17

Dave, Du beschäftigst Dich mit den falschen Fragen und solltest mal pragmatisch an die Sache rangehen.
Du wirst für 'ne halbstündige Unterhaltung über drei, vier, fünf verschiedene Themen(-bereiche) durchaus Deine 6000 - 12.000 Vokabeln brauchen - jedenfalls, wenn Du Dich "ganz normal" unterhalten möchtest, mal paar Fragen hast, die nicht in drei Sätzen beantwortet sind wie: "Ja, gestern war ich im Kino. Der Film war lustig. Er hat mir sehr gut gefallen." Vorstellen, Herkunft, Beruf, Hobbys, Familie, die Schweiz... Wie man 'ne Zündkerze wechselt oder so, musst Dir dann bei Gelegenheit halt auch immer wieder die entsprechenden Vokabeln reinziehen.
Du musst irgendwie lernen. Gaaaanz viele Vokabeln und feste Ausdrücke.
Es gibt dazu Listen und gute Bücher.
Das ist reine Fleißarbeit. NICHTS anderes. Wie fleißig man da sein muss, ist individuell verschieden.
Die Grammatik der chinesischen Sprache ist sowas von pupseinfach. Wirklich keine Herausforderung. Wer Englisch hinbekommt, der kriegt Chinesisch auch hin. Wer Französisch oder Latein gelernt hat, der langweilt sich regelrecht.
Was schwierig ist, dass nicht jedes Wort mit jedem Wort kombiniert werden kann.
Die meisten deutschen Muttersprachler verstehen einen Satz wie den hier ohne Probleme:
Ich mache Verbrechen. Ich begehe ein Verbrechen. Ich tun Verbrechen. Ich gemacht haben Verbrechen. Ich begehte Verbrechen. Gestern ich Verbrechen. Gestern ich Verbrechen schlimm gemacht.
Die meisten Chinesen können mit unkorrekten Sätzen - die Wörter einfach lustig "zusammengepuzzelt" aus dem Wörterbuch, die dann für ihre Ohren auch noch merkwürdig klingen - genau 0 anfangen. Selbst im Schriftlichen checken die meisten nur allzu oft nicht, was man eigentlich will. Also am Anfang natürlich... Hängt unter anderem halt damit zusammen, dass die meisten in ihrem Leben seltenst mit Nicht-Muttersprachlern zu tun haben. In Europa hat man viel, viel mehr mit Leuten zu tun (fängt schon im Kindergarten an), die 'ne andere Muttersprache haben als man selbst.

Also, besorge Dir Material, das Dich auf die HSK-Prüfungen vorbereitet und pauke das durch.

Aussprache beschäftigst Dich am Anfang mal nicht allzu sehr mit. Da mach' Dir mal keinen Kopf. Das wird schon klappen. Kannst aber natürlich mal Youtube-Filmchen anschauen und das nachäffen. Gibt da wirklich sehr, sehr gute Videos.
Wenn sich dann mal ein Chinese eine Stunde oder zwei Zeit nimmt für Dich, alle zwei, drei Wochen, dann reicht das dicke.
Brauchst nicht für gutes Geld mit jemandem Zahlen, Monate, Tage, Uhrzeit lesen, Jahreszeiten, Wetter, Hobbys und so Kram zu lernen.
Außerdem immer schön im Hinterkopf behalten, dass manche Dir sagen, dass Deine Aussprache gut ist und zwei Tage später sprichst dann mit wem und der versteht Dich nicht. Ganz komisch manchmal. Leider korrigieren die meisten einen nicht streng genug. Aber die Aussprache ist ja in China mindestens so "bunt", wie in Deutschland/Schweiz/Österreich/Italien/Belgien/Luxemburg Deutsch eben auch total unterschiedlich ausgesprochen wird.
Aber ich versteh's bis heute nicht, warum die meisten Chinesen sprachlich extremst unflexibel sind.

Wie Chinesen Wörterbücher benutzen können und solche Fragen, auch dazu gibt es Videos und Lehrmaterial.
Kostet alles wenig oder ist sogar frei verfügbar.

Nach Peking jetten, um dann da in diesem Mief irgendwelchen ollen Kursteilnehmern von meinen Hobbys zu erzählen, ist nicht so meins. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Ich lerne seit ca. 'nem halben Jahr jeden Tag Koreanisch. Davor habe ich mir Grundlagen Chinesisch reingezogen.
Die Grammatik hat es schon eher in sich und auch diese Sprache funktioniert anders als Deutsch oder Englisch. Man kann auch dort nicht einfach mal alles lustig zusammenpuzzeln mit dem Wörterbuch und mit etwas Glück klingt das auch noch clever und bildungssprachlich.
Aber wirst sehen. Mit der Zeit wirst schon ein Wörterbuch benutzen können und das abschätzen können, dass ein Schriftzeichen mit der Übersetzung wirklich nur ganz, ganz, ganz, ganz wenig zu tun hat.
Kannst Dich hier ja mal umtreiben oder dann später gezielt Fragen stellen.

Mein Geheimtipp: Jeden Tag eine Karte mit 10-30 Vokabeln auf die Wasserflache kleben und am Ende des Tages Simsalabim!

Nach 6 Tagen steht man natürlich noch voll am Anfang, aber nach 6 Monaten oder nach 12 Monaten!

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von itzi » 12.03.2015, 03:40

Geheimtipp Nr. 2:
Jeden Sonntag Abend oder so seine Wochenvokabeln im Wörterbuch absuchen und Sätze, die einem zusagen, kopieren.
Diese von der Internet-Translator-Google-Samsung-irgendwieanders vorlesen lassen - langsam!
Aufnehmen über den Audio - Ausgang mit so Programmen, weil das direkt irgendwie mit Flash und so nicht geht.
Ab und an mal zwischendurch die Vokabeln und Sätze anschauen, das Zeug auf dem Fahrrad oder beim Laufen immer wieder abspielen, bis man es nicht mehr hören kann!
Klingt kacke, aber kickt.

Vorm geistigen Auge habe und brauche ich immer 한글 oder Pinyin.
Irgendwann dann aber auch einfach so im Ärmel.
Dauert.
Geht schnell, wenn man, wie ich, vom Aufstehen bis vorm Einschlafen stetig mit sich selbst spricht.
Das ersetzt sehr, sehr gut echte Gesprächspartner.
Man wird halt flüssiger. Korrektur in kürzester Zeit aber auch definitiv, was man trainieren kann.
Halt Gehirnirgendwasverbindungen herstellen, aufbauen, managen.

Chinesisch bockt mich nicht mehr seit ich mit Koreanisch angefangen habe und nun schwimmt da alles wieder rum.

Die Sprachsprechzentren im Gehirn sind faszinierend, aber man muss die aktiv anregen.

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von Loong » 12.03.2015, 10:38

Morgen...
itzi hat geschrieben:Du wirst für 'ne halbstündige Unterhaltung über drei, vier, fünf verschiedene Themen(-bereiche) durchaus Deine 6000 - 12.000 Vokabeln brauchen - jedenfalls, wenn Du Dich "ganz normal" unterhalten möchtest...
Das heißt also, deiner Meinung nach kann sich ein chinesisches Schulkind, das in 4 Jahren Grundschule lediglich 3000 Zeichen lernt (ja, ich weiß, Zeichen ≠ Wort), nicht "ganz normal" unterhalten.

Ich gehe eher davon aus, daß jedes chinesische Schulkind nach 4 Jahren besser chinesisch spricht und schreibt als du.
久而久之越来越多人可以亲我屁股!

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Re: Chinesisch lernen in der Schweiz

Beitrag von itzi » 12.03.2015, 12:04

Geh' doch in den Kindergarten und mache Deine eigenen Erfahrungen mit Vorschulkindern. Also allzu geistig wird's nicht.
Natürlich sind die fitter als ich, was "einfach nur rumlabern" angeht, aber ich glaube nicht, dass die ihren Freundinnen schon Gedichte schicken - mal so als Beispiel.
Mit QQ und Wechat können die auch noch nichts anfangen...
Die plappern halt jahrelang Mama, Papa, Bezugspersonen und Altersgenossen nach.
Ich habe 'nen ganz anderen Hintergrund und lerne ganz anders und viel zielstrebiger - dadurch auch schneller.
Wofür ein Kind im Kindergarten ein Jahr braucht, kann man locker auch in ein paar Wochen lernen, wenn man sich denn hinsetzt.

Diese Listen, mit denen man angeblich 95% oder sogar 98% in der Zeitung lesen kann, tja, probier's aus.
Da ist man sich ja auch etwas uneinig zwischen China, Taiwan und Hongkong, wie viele es denn nun sind.

Mit 3000 Vokabeln, also da bleibt nicht viel übrig, womit man sich in 'ner Kunstausstellung unterhalten kann.

Klar: 10 Substantive, 10 Verben, 10 Adjektiver und zack hat man theoretisch gleich 10^x Möglichkeiten, aber die meisten Möglichkeiten taugen halt in der Praxis wenig.

Die meisten Chinesen können auch keinen anständigen Text schreiben. Sowohl auf chinesisch als auch auf englisch beispielsweise. Man merkt das auf alle Fälle, dass die meisten nur mit äußerst beschränktem Wortschatz durchs Leben gehen und nicht nur daher allzu oft als äußerst hohle Zeitgenossen erscheinen.

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