Wie denken Chinesen über Deutsche???

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siedenderschnee
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Beitrag von siedenderschnee » 15.02.2006, 15:38

Anonymous hat geschrieben:
Pengembara hat geschrieben:Es gibt wirklich nette Chinesen, aber das Land wäre manchmal schöner ohne sie.
Es gibt auch nette Ausländer,aber das Land wäre ebenfalls schöner ohne sie. :!:

Na, ich bin erst seit einigen Monaten von China weg, gibt es in China jetzt auch shon Auslaenderfeindlichkeit? So schnell ist die Entwicklung von China!!
人生不是一百米,而是马拉松。

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Beitrag von devurandom » 15.02.2006, 16:07

@belrain:
aber aber, beruhigen wir uns doch wieder. Ich wollte ja kein Flamewar anzetteln. Wir sind schliesslich nicht im Heise Forum ;)
....es ist eine Tatsache....
widerspreche ich ja auch keinste Weise. Ich versuchte nur Dich darauf aufmerksam zu machen, dass deine Aussagen sehr mißverständlich wirkt und mir ein wenig gönnerhaft erscheint (ich mag mich irren). Schliesslich buhlen die Firmen um Chinesichen Marktanteil, weil sie so nett sind, sondern weil sie an die Geldbeutel der Leute wollen. (ist hier ja auch nicht anders).
te verschone mich mit ausflügen in die Zeit unter Adolf H. Ich kann es nicht mehr hören. Immer wenn normale Argumente nicht mehr reichen holt man die ollen Kamellen
Ich sehe hier keinerlei Argumentemangel meinerseits. Wenn ich die Nazikeule schwingen würde, dann sieht wirklich anders aus. :) Es war eben mal passende Beispiele, um Dich mal zu zitieren:
....es ist eine Tatsache....
Wenn's aber nach Nazikeule stinkt, dann wechsel ich eben das Beispiel, das weder mit Unkel Dolf noch mit Konlonialpolitik zu tun hat....sagen wir............. "wir vermeiden auch zu sagen, dass dank dem kalten Krieg massive Entwicklung in der Kommunkationstechnologie und Digitaltechnik zustande gekommen ist."...........so, besser? ;)

Gruß
/dev/urandom

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Beitrag von Gast » 16.02.2006, 00:33

Kritik über China ist selbstverständlich erwartet, aber bitte herzlich, nicht wie
die einigen, die hier spotten, etwas verhöhen sogar schimpfen.
Ich bin kein Alkoholiker und sehr wach. Ich bin schon einpaar Jahre hier in Deutschland und kenne deswegen die negative Punkte in China natürlich gut.
Leider halten sich manche Leute hier fürunfehlbar, eben subjektiv. Sehr Schade!

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Beitrag von Pengembara » 16.02.2006, 02:38

Kein Mensch hält sich hier für unfehlbar.
Das Problem ist nur, jeder kann nur aus seiner subjektiven Sicht argumentieren und wenn du behauptest objektiv zu sein, ist das genauso falsch. Wir alle sind subjektiv.
herzliche Kritik gibt es im übrigen nicht, nur konstruktive.
Und dass wohl fast alle hier china trotz seiner ganz beträchtlichen Macken lieben oder zumindest mögen dürfte klar sein.

@siedenderschnee, der taxifahrer meinte tatsächlich die STraßenschilder, nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung, denn darüber hatten wir uns schon vorher unterhalten. ;)

Und zu meinem Kommentar, manchmal wäre China ohne die Chinesen schöner:
ich bezog es zu großen teilen auf die grandiose Natur, wo Tausende chinesen angeführt von hunderten Reiseführern mit Flüstertüte aber auch jedes natürliche Gefühl mit einer ganzen Menge lärm, dreck, gerotze und künstlichen Attraktionen, die die wunderbare Natur nur verstümmeln.

Vom ökologischem Tourismus hat man hierzulande nämlich noch nichts gehört.
Na ja, warten wir noch ein paar Jahre, wenn sie genau wie wir gesehen haben, dass man dadurch nur alles zerstört und das wieder aufbauen viel arbeit ist.
Die einsicht wird kommen, mit sicherheit, ich hoffe nur bald, sonst ist nicht mehr viel übrig zum aufbauen.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. - Rudolf Herzog (1869-1943)

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Beitrag von belrain » 16.02.2006, 09:17

@ devurandom
Das die Firmen in China nicht aus "Mitleid" oder "sozialer Verantwortung" sondern aus reiner Profitgier investieren ist mir schon klar. Und das sich kein Volk ausbeuten lassen möchte, ist logisch.
Was ich kritisiere ist das allgemeine Geschäftsgeabren der Chinesen. Das Geld und das Know How nehmen und dann dem Geschäftspartner in den Arsch treten. Allerdings muss man fairerweise auch den ausländischen Unternehmen vorwerfen, dass sie es immer noch nicht kapieren und so blöd sind weiter zu investieren.

@ Gast
Warum meldest du dich eigentlich nicht mal vernünftig an, mit Namen. Dann weis man auch mit wem man diskutiert. Und das die Meinungen hier subjektiv sind, liegt daran das hier Erfahrungen ausgetauscht werden. Die können nicht objektiv sein, da hat Pengembara recht.

@ Pengembara
Ja, das ist wirklich schlimm was in China mit der Umwelt angestellt wird. Und damit meine ich jetzt die einzelnen Einwohner. Egal wo sie sind, sie schmeissen ihren Müll einfach so auf die Strasse, den Fluss, den See oder sonstwohin - nur nicht in die bereitstehenden Mülleimer. Das kapier ich einfach nicht.
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Beitrag von fankeqian » 17.02.2006, 04:09

belrain hat geschrieben:Was ich kritisiere ist das allgemeine Geschäftsgeabren der Chinesen. Das Geld und das Know How nehmen und dann dem Geschäftspartner in den Arsch treten. Allerdings muss man fairerweise auch den ausländischen Unternehmen vorwerfen, dass sie es immer noch nicht kapieren und so blöd sind weiter zu investieren.
das alles gibt es, keine frage. aber ich höre bisweilen geschichten von meinen chinesischen geschäftspartner, die von westlichen, ja auch deutschen, geschäftsleuten fürchterlich übers ohr gehauen wurden. das kommt öfter vor als wir es wahrhaben wollen. auf beiden seiten gibt es solche und solche ( die nächsten 3 euro für das phrasenschwein sind fällig! wenn es so weiter geht, werde ich noch arm)
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Beitrag von fankeqian » 17.02.2006, 04:13

belrain hat geschrieben:und so blöd sind weiter zu investieren.
na ja, nicht immer steht blödheit dahinter. zum beispiel im bereich der erneuerbaren energien - konkret beim bau von windenergieanlagen - werden westliche firmen per gesetz gezwungen, mindestens 70 % der teile in China herstellen zu lassen. andernfalls gibt es keine genehmigung. und um überhaupt an solche projekte ranzukommen, gründen sie joint ventures und lassen die 70 % in China produzieren. was sollen sie denn sonst machen? der windenergie-markt hierzulande ist still, aber in China boomt er ohne ende. wenn sie überhaupt überleben wollen, dann müssen sie hin.

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Beitrag von Grufti » 17.02.2006, 13:22

Bist Du gerade in China, oder hast Du das "Kini "-Ludwig II-Syndrom...

... oder nur "sleepless in Hamburg"..???? :roll: :lol:
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Beitrag von Grufti » 17.02.2006, 13:49

belrain hat geschrieben:@...
Und bitte verschone mich mit ausflügen in die Zeit unter Adolf H. Ich kann es nicht mehr hören. Immer wenn normale Argumente nicht mehr reichen holt man die ollen Kamellen über die "bösen Deutschen" hervor. Allerdings hast du recht. Dem Typen haben wir wirklich die Autobahn zu "verdanken".
Ein Ausflug zum Wikipedia-Artikel "Autobahn" hätte Dir gezeigt daß wir "Die Autobahn" nicht dem Postkartenmaler aus Braunau am Inn zu "verdanken haben...denn bereits VOR dessen "Machtergreifung" existierte die Autobahn Bonn-Köln ( die heutige A555)

Geschichte

Baustelle auf der A 9, DeutschlandDie Bezeichnung Autobahn wurde erstmals von Robert Otzen im Jahr 1929 geprägt. Otzen war Vorsitzender des Autobahnprojekts HaFraBa (Autobahnprojekt Hamburg–Frankfurt am Main–Basel). Bis dahin sprach man von Nur-Autostraße. Die erste Autobahn der Welt war die AVUS, die 1921 eröffnet wurde. Die erste längere Autobahn der Welt wurde 1923 in Italien eröffnet (Mailand–Como).

Der Begriff Autobahn taucht zum ersten mal 1932 auf. Eine Fachzeitschrift zur HaFraBa hatte sich damals in Analogie zur Eisenbahn in Autobahn umbenannt.

Mit dem Begriff Autobahn war aber noch kein bestimmter Standard verbunden. Dieser entstand in Deutschland erst mit dem Bau der Reichsautobahnen. Die erste Autobahn in Deutschland, die zwei Städte verband, wurde 1932 zwischen Köln und Bonn eröffnet. Heute trägt sie die Bezeichnung A 555. Allerdings wurde erst am 23. September 1933 mit dem groß angelegten Ausbau der Reichsautobahnen begonnen, als Teil der Arbeitsbeschaffung von Adolf Hitler, entgegen der weit verbreiteten Meinung dienten sie aber nicht der Kriegsvorbereitung

http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn#Geschichte


A. H. ist lediglich auf einen "fahrenden Zug" aufgesprungen.... :roll:
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Beitrag von belrain » 17.02.2006, 13:52

fankeqian hat geschrieben: na ja, nicht immer steht blödheit dahinter. zum beispiel im bereich der erneuerbaren energien - konkret beim bau von windenergieanlagen - werden westliche firmen per gesetz gezwungen, mindestens 70 % der teile in China herstellen zu lassen. andernfalls gibt es keine genehmigung. und um überhaupt an solche projekte ranzukommen, gründen sie joint ventures und lassen die 70 % in China produzieren. was sollen sie denn sonst machen? der windenergie-markt hierzulande ist still, aber in China boomt er ohne ende. wenn sie überhaupt überleben wollen, dann müssen sie hin.
Das mit der Quote von in China produzierten Teilen gibt es wohl in jerder Branche. Macht ja auch Sinn, da der Staat damit seinen Einwohnern garantiert an die "Geheimnisse" der Unternehmen zu kommen. Somit ist gewährleistet das die ausländischen Firmen den einheimischen Firmen ihr Know How auf dem Silbertablett servieren.
Die Japaner waren wenigstens so anständig und haben alles selbst fotografiert um es nachzubauen. Die Chinesen nehmen sich direkt die Zeichnungen und Spezifikationen der ausländischen Firmen um ihre Kopien herzustellen.
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Beitrag von belrain » 17.02.2006, 13:56

@ Grufti

Danke für die Aufklärung.
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Beitrag von fankeqian » 17.02.2006, 15:12

Grufti hat geschrieben:... oder nur "sleepless in Hamburg"..???? :roll: :lol:
ja genau! aber nicht freiwillig. ich fahr übers wochenende weg und musste vorher noch was für die arbeit fertig machen. bin aber schon um vier ins bett gegangen - und um acht aufgestanden. seitdem arbeite ich weiter - und gleich muss ich los.

so und jetzt eine runde mitleid bitte!!!

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Beitrag von ayane » 19.02.2006, 02:37

Na wenn du schon so dezent darauf hinweist...:

Ich habe gaaaaaanz viel Mitleid mit dir Bild Bild Bild

Wahrhaft zu Tränen gerührt... :cry:

Und wie du siehst..bin ich nun auch völlig sleepless in Weimar Bild
Nichts ist im Leben so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheint!!

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Beitrag von roshi » 19.02.2006, 03:05

Zum thema umweltverschmutzung:

- Umweltschutz und Umweltbewusstsein wie es in unserem Land zu finden ist, ist eine relativ neue Erfindung, auch bei uns. Als mein Herr Vadder in meinem Alter war, war es Gang und Gäbe dass man Sonntagens mit den Kumpels zum Baggersee fuhr, um den heissgeliebten VW Käfer (mit viel seife!!!!) zu waschen und die abwässer einfach in den see fliessen zu lassen.

- China ist gross. Die Natur ist u.a. deswegen "nichts wert", weil so viel davon vorhanden ist (ähnlich den Menschlichen Ressourcen).

Das ist kein Rechtfertigung? Sehr richtig! aber nehmen wir mal das Beispiel Wasser in Deutschland. Genug trinkwasser haben wir ja. Sogar genug um damit unsere Toiletten zu spülen.

Ist das etwa keine Perversion?


Was ich sagen will: es gibt klar vieles in CHina zu kritisieren, das hiöft nur leider keinem und sorgt nur für negative gefühle.

Interessanter wäre es mal einen Thread mit Konstruktiven Verbesserungsvorschlägen zu machen. Ist nur leider nicht ganz so einfach - und würde vermutlich in ein ähnliches gespräch ausarten....

Ursprünglich gings hier ja mal um was ganz anderes.....
好好学习,天天向上!Ich will schnell fertig werden..... und wieder ab nach China.

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Beitrag von Gast » 19.02.2006, 04:14

Die Kultur in China kannst Du lebenlang nicht verstehen.[color]


Ich muss ihm recht geben. Das hat gar nix mit chinesischer Arroganz zu tun. Beim Verstehen der Kultur geht es nicht um die Fähigkeit, was verstehen zu können, sonder es geht darum, ob man bereit ist, die andere Kultur zu verstehen. Leider hier sehe ich nur die Einstellung, eine fremde kultur nach den Muster eigener Kultur zu beurteilen, aber wenig Versuch, die zu verstehen. Dadurch zeigt ihr genau die westliche Arroganz. Ich gebe zu, dass die hier erwägten Beispiele wie z.B. spucken, ohne Ordnung, Schmutz.. für viele Chinesen auch schrecklich sind. Es ist den Chinesen peinlich, Gesicht zu verlieren, trotzdem sind sie offen für Kritik, nur wenn sie denken die Kritik freundlich gemeint ist. Aber ich fühle die Beschwerde hier geht weiter hinaus. Jede hat eine Vorstellung über die Fremdwelt. Wenn er in diese Fremdwelt geht und findet aber die Fremdwelt seine Vorstellung nicht entspricht, kann er diese Welt nicht in deine Vorstellung zwingen. Umgekehrt soll er versuchen diese zu verstehen und sich an die reale Welt anzupassen. Solche ist nicht so schwierig für ChinesInnen, da die chinesische Mentalität dabei "入乡随俗, 客随主便" ist. Über den Unterschied der Mentalitäten habe ich noch etwas zu sagen. In China sind die Informationen über Deutschland und die Deutschen meistens sehr positiv, nicht weil Deutschland perfekt ist. Das liegt darin, die ChinesInnen sehen und sprechen Sache normalerweis gerne von der positiven Seite, wenn sie aber nicht von diesen verletzt werden. Hier in Deutschland finde ich umgekehrt, aber das ist halt Kulturunterschied.

Ein paar kleine Tipps für die deutschen Gäste in China:

1. Wenn die ChinesInnen euch anschauen ode anstarren, das ist bloß aus Neugier. (Aber mein Mann (ein deutscher) bemerkte gar nicht dass er auf der Strasse angestarrt wurde, egal in großer Stadt oder kleiner.) Als Chinesin wurde ich auch im Dorf wo meine Schwiegereltern wohnen angestarrt, da mein Gesicht sehr anders als das von den Europaeern ist.

2. Wenn die Chinesinnen über euch tuscheln, handelt es auch nicht um etwas schlechtes. Die meisten Sätzen sind einfach" guck mal, Auslander" "Aus welchem Land ist er?" "Aus den USA" oder " Er ist wirklich groß" usw. Sie meinen nix gemeines. (Manchmal denke ich , dass die Kommunikation wirklich schwierig ist, da die Mentalitäten und die Verhalten so unterschiedlich sind, dass Missverständnis immer unvermeidbar ist.)

3. Händler sind immer Händler. In China möchten sie nicht nur von den Ausländern mehr geld verdienen sonder auch von den Chinesen. Wenn sie denken ich kenne den Markt nicht, werden sie mir auch hohen Preis zeigen. Noch ein Beispiel mit dem Taxi: wenn ich in Beijing einen Taxi nehme, gibt es für mich auch Gefahr, dass der Taxifahrer langen Weg fährt, da ich keine Accent von Beijing habe. Schade! Sogar in meiner Heimatstadt kann es auch passieren, wenn ein taxifahrer merkt dass ich nicht immer dort wohne und die Wege nicht gut kenne. Schade! Schade! Früher waren die Leute ehrlicher als heutzutage, als Geld noch nicht so wichtig wie heute war.

4. Wenn die Chinesen zu dir sowas sagen: " du kennst chinesisch? nicht gut. Du wirst zu viel wissen. " Mach dir keine Sorge. Es ist nur ein Witz. Eigentlich freut es sie sehr, dass du chinesisch sprechen kann. Sie fühlen sich auch dir näher, deswegen machen sie solchen Witz mit dir. Hätten sie wirklich Intrigen, würden sie nicht so direkt zu dir reden.

Ich genieße mein Leben in Deutschland sehr, obwohl viele Sachen hier so anders als in China sind und manche mir auch nicht gefallen. Aber ich versuche immer den Unterschied zu verstehen und die Positiven zu sehen. Ohnehin andere Kulturen richtig kennenzulernen macht mir Spaß.
So wünsche ich euch auch schönen Aufenthalt in China.

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