chinesisch studieren

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Morise91
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chinesisch studieren

Beitrag von Morise91 » 26.11.2010, 16:23

hey leute!

kennt sich einer von ich etwas besser mit dem studiengang "wirtschaft und kultur chinas" aus?
ich möchte auf jeden fall sinologie studieren. aber mit sinologie alleine sind die berufschancen nach dem studium alles andere als rosig! mit wirtschaft hat man später auf alle fälle beste chancen auf dem arbeitsmarkt und die jobangebote sind auch nicht gerade rar (habe ich mir zumindest sagen lassen).
doch was nimmt man in diesem studiengang durch? ok, bwl und vwl, aber inwiefern unterscheidet sich dieser studiengang von einem reinen bwl- und/oder vwl-studiengang? außer dass man sich auf die wirtschaft chinas bezieht, habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine ahnung, worum es genau geht. marketing? finanzen? .... und dann aber durch die kombination mit sinologie alles auf die verhaltensweisen der chinesen und die kultur chinas bezogen?
ich bin dankbar für jeden erfahrungsbericht und jede hilfestellung! danke schonmal im vorraus für alle kommenden antworten!!!

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Hendrik » 26.11.2010, 16:35

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http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... 73&start=0

Bitte verwende die Suche mal.
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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Morise91 » 26.11.2010, 16:50

danke für die weiterleitung. doch mich interessiert vor allem auch der inhalt des studiums. die allgemeinen vor- und nachteile des studiums sieht jeder unterschiedlich. ich finde, dass man für sich selbst entscheiden muss, was man studiert. da sollte man sich nicht all zu stark von anderen beeinflussen lassen. von daher bin ich mehr darauf aus etwas tiefgründigere informationen über alle möglichen studiengänge im zusammenhang mit china/sinologie zu erhalten, vor allem "wirtschaft und kultur chinas".

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von sanctus » 26.11.2010, 18:16

Waere da nicht deine kuenftige Universitaet der viel bessere Ansprechpartner als ein Forum?

Ansonsten wuerde ich vorschlagen, dass du deine Fragen etwas praezisierst, dann koennte dir hier bestimmt auch geholfen werden.
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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Hendrik » 26.11.2010, 18:46

Morise91 hat geschrieben: von daher bin ich mehr darauf aus etwas tiefgründigere informationen über alle möglichen studiengänge im zusammenhang mit china/sinologie zu erhalten, vor allem "wirtschaft und kultur chinas".

gruß moritz
Wenn Du China begreifen willst, dann ist der größte Schritt Chinesisch zu lernen. Von einem Studiengang der sich auf China fokusiert, aber nur wenig Fokus auf die Sprache legt halte ich nichts. Du solltest alle in Frage kommenden Studienstandorte herausfinden und dann direkt anfragen, wie viel Gewicht das Sprachlernen hat.

Die bekannte Alternative ist ein vollwertiges BWL Studium (möglicherweise mit Schwerpunkt interkulturelle Kommunikation) plus privates Chinesischlernen. Ich hab ein vollwertiges Informatikstudium gemacht plus privates Chinesischlernen, es ist möglich.
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Re: chinesisch studieren

Beitrag von mjs » 26.11.2010, 20:09

sanctus hat geschrieben:Waere da nicht deine kuenftige Universitaet der viel bessere Ansprechpartner als ein Forum?
Auch gut (wenn's denn nicht zu weit ist): Selbst mal hinfahren, mal eine Vorlesung besuchen und Kommilitonen dort ansprechen. Natürlich auch dann nicht alles glauben, was gesagt wird, aber einen direkteren Eindruck wirst du kaum bekommen.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von aquadraht » 26.11.2010, 20:37

mjs hat geschrieben:
sanctus hat geschrieben:Waere da nicht deine kuenftige Universitaet der viel bessere Ansprechpartner als ein Forum?
Auch gut (wenn's denn nicht zu weit ist): Selbst mal hinfahren, mal eine Vorlesung besuchen und Kommilitonen dort ansprechen. Natürlich auch dann nicht alles glauben, was gesagt wird, aber einen direkteren Eindruck wirst du kaum bekommen.
My, was ein Gerede. Als wenn universitäre Fachbereiche Ramschläden wären, wo man nicht alles glauben darf. Wenn man hingeht, geht man zur Fachschaft und zu den Büros und der Studienberatung des Fachbereichs. Eine einzelne Vorlesung vermittelt gar keinen Eindruck oder auch nicht unbedingt den richtigen. Ich kannte Profs, deren Vorlesungen zum Einpennen waren, deren Seminare und Übungen aber Spitze.

Meine Empfehlung wäre, nach den Vorlesungsverzeichnissen suchen, die häufig online verfügbar sind. Und die Webauftritte der Fachbereiche anschauen, die viele Informationen enthalten. Darüber hinaus kann man die auch anschreiben, auch per email. Einige Unis haben Studienberatungsangebote online.

Nach einer Grobauswahl kann man dann in der Tat mal hinfahren. Weit ist in Deutschland garnichts. Kaum einer wohnt mehr als 800km von der weitest entfernten Uni.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Morise91 » 27.11.2010, 15:47

das problem, was die besichtigung einer uni nur dummerweise verhindert, ist, dass ich zur zeit für ein jahr in china verbringe. uni-besuche kann ich also schonmal vergessen, denn sobald ich auch nächstes jahr zurückkomme (mitte juni) ist es aller höchste eidenbahn, dass ich mich bewerbe. keine zzeit zum überlegen und kaum welche, um mir eine uni anzuschauen :-/.

und was das anfragen der unis anbelangt, so habe ich das selbstverständlich auch schon getan, doch die antworten der uni-fachberatungen sind alles andere als aufschlussreich. sie können zwar sagen, was in den einzelnen studienfächern durchgenommen wird, welche kombinationsmöglichkeiten es gibt, was die späteren berufe sind...., aber in solchen angelegenheiten (was die unterschiede einzelner studiengänge....anbelangt) sind sie keine hilfe. auch muss man bedenken, dass sich jede uni natürlich nach außen hin bestens verkaufen möchte, um möglichst viele studenten anzulocken. deshalb darf man auch nicht alles glauben, was einem weiß gemacht wird. das negative wird immer ausgeklammert.

das was ich mich frage, ist folgendes:
- inwiedern ähnelt der bwl- und vwl-anteil des studiengangs "wirtschaft und kultur chinas" einem reinen bwl- und vwl-studiengang (sowohl was die quantität des lernstoffs -wird teilweise lernstoff des reinen bwl-/vwl-studiengangs gestrichen...-, als auch die übereinstimmungen und unterschiede anbelangt)?
- was ist der vorteil, wenn ich diesen studiengang wähle, anstelle eines reinen bwl- oder vwl-studienganges und nebenbei selbst chinesisch praktiziere? warum sollte eine firma später mich und nicht einen bwl-/vwl-absolventen einstellen?
- ich möchte chinesisch eigentlich nicht zur nebensache machen, doch ist es mir wichtig auch später gute chancen bei der berufsfindnung zu haben. ich bin einfach sehr skeptisch, ob sich dieser studiengang schon entsprechend profiliert hat, denn wie ich gehört habe, gibt es den ja noch nicht all zu lange!

eine uni kann mich in dem sinne nicht beraten, da die "erfahrungswerte" der unis das negative nie erwähnen, um (wie oben ja schon beschrieben) nach außen hin makellos zu wirken. deshalb erhoffe ich mir durch dieses forum eventuelle erfahrungsberichte von studenten, die das studium am eigenen leibe erfahren oder auch berichte von leuten, die anderweitig darüber informiert sind.

dankeschön sowohl für alle bisherigen, als auch für alle noch kommenden antworten.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Linnea » 27.11.2010, 16:12

Morise91 hat geschrieben:aber in solchen angelegenheiten (was die unterschiede einzelner studiengänge....anbelangt) sind sie keine hilfe.
Wundert mich nicht wirklich, weil das für die Leute vor Ort auch nur bedingt wichtig ist. Allerdings wird dir das ein aktueller Student dieses Studiengangs auch nur dann sagen können, wenn er zuvor die unterschiedlichen Angebote miteinander verglichen hat. Deshalb:
aquadraht hat geschrieben:Meine Empfehlung wäre, nach den Vorlesungsverzeichnissen suchen, die häufig online verfügbar sind.
Und zusätzlich noch die Studienverlaufspläne anschauen. Dort ist aufgelistet, was wie gewichtet wird (z.B. wieviele Stunden Sprachunterricht, eventuell auch Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes).

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Sachse28 » 27.11.2010, 16:19

Gegenvorschlag: Einen ganz normalen Studiengang BWL oder VWL studieren und nebenbei einen Sprachkurs Chinesisch machen. In den Semesterferien dann sich China anschauen und dort ein Praktikumssemester machen. Den BWl-Studiengang kannst Du evtl. auch mit etwas anderem noch kombinieren. Bringt doch viel mehr, oder?
Vorsicht! Kann Spuren von Ironie enthalten.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von aquadraht » 27.11.2010, 16:37

Linnea hat geschrieben:.. Und zusätzlich noch die Studienverlaufspläne anschauen. Dort ist aufgelistet, was wie gewichtet wird (z.B. wieviele Stunden Sprachunterricht, eventuell auch Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes).
Stimmt. Zusätzlich stehen die Prüfungsordnungen der Fachbereiche generell online. Daraus kann man die Lernziele und Curricula recht gut rekonstruieren und vergleichen. Ich habe keine Ahnung, was für einen Abschluss (BA, Master) man mit "Wirtschaft und Kultur Chinas" macht und wie sehr der sich von einem "normalen" BWL-orientierten Abschluss in den ostasienwissenschaftlichen Fächern unterscheidet. Das kann man nur so herausfinden, oder durch Recherche vor Ort, die ja offenbar nicht möglich ist.

Was ich aber aus Erfahrung mit internationalen Firmen weiss: Die nehmen den Abschluss "frisch von der Uni", ob BWL, VWL oder etwas ganz anderes (Natur-/Ingenieur-, selbst Geisteswissenschaften) so ernst wieder auch nicht. Die gehen davon aus, dass der Berufsanfänger so oder so von der Pike auf lernen muss, im Beruf klarzukommen. Natürlich nehmen die für medizinische Themen einen Arzt und für technische einen Ingenieur. Aber BWL ist im Grunde auch nur ein geisteswissenschaftliches Fach unter anderen. Auch wenn es gerade grosse Mode ist.

Wer das packt, sollte Mathematik studieren. Das ist was Handfestes und hat sehr gute Berufschancen überall.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Linnea » 27.11.2010, 17:05

Sachse28 hat geschrieben:und nebenbei einen Sprachkurs Chinesisch machen.
Auch bei solchen Angeboten sollte man sich ansehen, wie viele Stunden pro Woche angesetzt sind und welches Sprachniveau (zumindest theoretisch) angestrebt wird. Dazu kommt, dass man die Zugangsmodalitäten prüfen muss. Wenn nur jeder fünfte Interessent einen Platz bekommt, dann ist es ziemlich blöd wegen des Sprachkurses diese Uni zu wählen und hinterher keinen Platz zu bekommen...

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Sachse28 » 27.11.2010, 17:09

Nur jeder fünfte? :shock: Bei uns waren von anfangs 20 Leuten nur noch drei übrig. Ist das an anderen Unis so schwierig in einen Sprachkurs reinzukommen? Bei uns wurden die sonst wegen Teilnehmermangel immer abgesagt.
Vorsicht! Kann Spuren von Ironie enthalten.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Linnea » 27.11.2010, 17:16

Ich weiß nicht, wie schwierig es ist einen Platz in einem Chinesischsprachkurs zu bekommen. Die Zahl war einfach aus der Luft gegriffen. Deine Erfahrung zeigt auf der andere Seite, dass man sich auch erkundigen sollte ob es eine Garantie gibt, dass die Kurse fortgesetzt werden oder ob man z.B. in den Kurs der Sinologen (wenn vorhanden) wechseln kann.

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Re: chinesisch studieren

Beitrag von Morise91 » 30.11.2010, 09:53

schon mal danke für die ganzen tipps und ratschläge. es ist durchaus sinnvoll bwl zu studieren und nebenbei einen chinesisch-sprachkurs zu machen. mit dem gedanken habe ich auch schon durchaus gespielt, doch dann würde mir der spaß am studium fehlen, den sinologie möchte ich zur hauptsache machen oder zumindest mit bwl, vwl oder was auch immer gleichstellen. insofern hat sich diese frage schon erledigt.
tut mir leid, dass ich das nicht vorher richtig gesagt habe. doch stellt sich mir die frage, was studiere ich zu sinologie dazu, damit ich später keine großen probleme habe einen job zu bekommen?
bwl und vwl klang für mich als sehr sicheres unterfangen, da es ein sehr breitgefächerter studiengang ist, was mein interesse an "wirtschaft und kultur chinas" geweckt hat. und da stellt sich wieder die altbekannt frage, was denn nun der unterschied zwischen bwl und vwl bei diesem studiengang und einem reinen bwl- oder vwl-studiengang ist.

auch der gedanke dolmetscher ist mir schon durch den kopf gegangen, doch dort scheint es so, dass man eine maschine ist, die zu funktionieren hat und man muss sich unheimlich konzentrieren, wodurch man nicht mehr als eine halbe stunde am stück dolmetschen kann/sollte. man hat keine eigene meinung und man lernt "nur" sprachen, doch keine wirkliche wissenschaft. das sind alles sachen, die ich von außerhalb gehört habe. vielleicht hat einer von euch auch noch dazu eine meinung oder einen rat.

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