Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
Luan
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Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan » 15.04.2010, 23:29

Halle euch allen :D
ich war hier schon ne zeitlang nicht mehr da, weil ich so mit Schule beschäftigt war und gerade meine Abiprüfungen schreibe. Ich will Sinologie studieren und kein BWL im Nebenfach, wahrscheinlich nehm ich Soziologie, weil ich mal in ner Uni daran teilgenommen habe und es ganz interessant fand. Ich weiß hier wird vermutlich gleich eine Sintflut aus Beschwerden über diesen Eintrag kommen, weil viele sagen werden, dass ich nicht ganz knusper sei. Aus diesem Grund kommt jetzt der unglaublich langweilige Rechtfertigungsteil:

- Ganz richtig, ich war noch nie in China, kann mir das auch leider nicht leisten etc.

- Ich will nicht auf diesen Chinazug aufspringen, habe bereits so einige Bücher über China gelesen, sowohl Konfuzius, als auch moderne Literatur wie Mo Yan, Frank Sieren ( interessant, aber schwere Kost) oder sowas wie Gebrauchsanweisung für China ( wird vielen wohl als witziger Einsteiger ins chinesische Wesen bekannt sein)...um jetzt nur so paar Bücher aus meinem Regal zu nennen ..außerdem habe ich mich bestimmt durch jede Doku über China geschaut, die man im Internet finden kann

- ich hab hier mal was passendes gelesen, als jemand meinte, dass, wenn man sich für Shangorakelknochen interessiert oder die gesellschaftliche Stellung der Tang-Dichter interessant findet, dann wäre dann wohl Sinologie das Richtige ...Yes, es würde mich freuen diese Themen durchzuarbeiten

- Und nein, ich will wirklich kein BWL (oder Ingenieurwesen oder etc) studieren, ich kann natürlich jetzt nicht sagen, ob ich mich später mit BWL befassen muss...das könnte gut sein, dann mache ich das aber lieber hinterher als mich durch so ein Studium zu quälen
Lieber das studieren was Dir liegt und Du dort Interesse hast, mit dem Ausblick auf einen überdurchschnittlichen Abschluss, als das studieren was gefragt ist, und nach dem Abschluss in der breiten Masse durchschnittlich untergehen. ...hat mir mal ein Kumpel geschrieben

- und nein, ich bin mir leider nicht sicher, was ich nach dem Sinologiestudium anstellen soll, aber ich bin ja auch in diesem Forum, um Antworten zu suchen

- Ja ich war bereits auf den Uniseiten, auf denen Sinologie angeboten wird, aber meine Fragen gehen bisschen tiefer

Meine eigentliche Frage: Hier gibt es ja so einige Sinologen und andere Menschen, die mir vlt auch was dazu sagen können. Wo habt ihr studiert? Wie hat euch das Studium gefallen? Irgendwelche Besonderheiten oder Empfehlungen? Vlt habt ihr ja auch zwischendurch mal die Uni gewechselt oder so und könnt dann auch was dazu sagen. So ein paar Ratschläge wären ganz nett von euch. Sollte hier irgendwo so ein Thema bereit existieren, in denen die Sinologen oder Interessierte bereits eine Auflistung der Universitäten und deren Erfahrungen auf diesen gemacht haben, entschuldige ich mich und wäre froh, wenn man mich zu den richtigen Sachen verweisen würde, weil ich hier immer nur Gesprächsfetzen dessen, was ich gerne wissen würde, gefunden habe.
Ich danke euch erst mal fürs Lesen und freue mich über jede Antwort :D
Schönen Tag noch
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von andy » 16.04.2010, 00:40

oder sowas wie Gebrauchsanweisung für China ( wird vielen wohl als witziger Einsteiger ins chinesische Wesen bekannt sein)...um jetzt nur so paar Bücher aus meinem Regal zu nennen ..außerdem habe ich mich bestimmt durch jede Doku über China geschaut, die man im Internet finden kann
Ein Land kennenzulernen bedeutet nicht, Geschichtsbücher zu wälzen und sich Denkmäler anzuschauen, sondern Leute erleben.
Das sind Eindrücke welche dir kein Buch und keine Doku vermitteln können, das muss man einfach Life mit erlebt haben.

Es wäre sicher Sinnvoll vorher mal das Land zu besuchen, nicht das es dir hinterher so geht wie unseren Forum User "Ayane" damals.
- Ganz richtig, ich war noch nie in China, kann mir das auch leider nicht leisten etc.
Bei dem Punkt sträuben sich mir wirklich die Nackenhaare :mrgreen: , schonmal mit arbeiten probiert? Du bist doch schließlich Erwachsen.
1 Monat am Wochenende kellnern und du hast mind. die Flugtickets schon raus. Wenn man sich wirklich überlegt die Hintergründe eines Landes zu studieren, kann man das ruhig auf sich nehmen...

Gerade beim Sinologie Studium, habe Ich mir sagen lassen, sei Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft sehr gefragt :wink:

PS: Was ist eigentlich aus dem Zivildienst geworden ?

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Taiyang » 16.04.2010, 01:09

andy hat geschrieben:
- Ganz richtig, ich war noch nie in China, kann mir das auch leider nicht leisten etc.
Da sträuben sich mir wirklich die Nackenhaare :mrgreen: , schonmal mit arbeiten probiert?
mhhh, nicht so voreilig mit den sträubenden Haaren. Es gibt auch noch Leute, die eventuell verdientes Geld primär für andere Sachen brauchen, als Flugtickets und Chinareisen :wink:


Hallo Luan,

Ich würde zwar auch keinem wirklich dazu raten, Sinologie zu studieren, aber wenn du dich wirklich für Orakelknochen und Tang Gedichte interessierst, dann wirst du sehr viel Freude am Studium haben :D Ich hab zwar nicht wirklich Sinologie studiert, aber ziemlich viel in Richtung Klassisch Chinesisch gemacht & das hat super viel Spaß gemacht.
Für "danach" hat es zwar nicht viel gebracht, aber Chinesen freuen sich trotzdem, wenn man das ein oder andere Gedicht aufsagen kann :mrgreen:
Wenn du die klassische Sinologie machen willst, dann solltest du vorher genau kucken, welche Uni das überhaupt in der Form noch anbietet. Die meisten Unis sind ja jetzt auf dem "Modernes China" Trip, und versuchen die Studenten möglichst fern von irgendwelchen klassischen Sachen zu halten.

T., war in Göttingen, wo es früher auch nur klassisch zu ging, aber jetzt auch nur noch Wirtschaft und Recht gemacht wird

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan » 16.04.2010, 10:14

Ich muss vlt zum Bund, aber das ist noch nicht ganz sicher -also nix mit Zivildiesnt - aber ich hoffe aber auch nicht auf den bund, weil ich bei beginn des studiums schon 22 sein werde, und irgendwie keine lust darauf habe noch so lange zu warten und dann erst mit 23 anzufangen ( nein, ich erwarte keine antwort darauf, also nix mit ich kenn leute die mit über 30 angefange haben zu studieren, die kenne ich auch...vielen dank) - naja, ich hab mir gedacht, dass mein langweiliger Rechtfertigungsteil Lücken aufweist und jetzt stigmatisiert wird :lol:
Aber trotzdem danke
Hat hier denn jemand noch was zu meiner frage, welche uni, welche erfahrungen etc?
Ich freue mich über jede Antwort :wink:
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andy

Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von andy » 16.04.2010, 10:20

Luan hat geschrieben:Ich muss vlt zum Bund, aber das ist noch nicht ganz sicher -also nix mit Zivildiesnt - aber ich hoffe aber auch nicht auf den bund, weil ich bei beginn des studiums schon 22 sein werde, und irgendwie keine lust darauf habe noch so lange zu warten und dann erst mit 23 anzufangen ( nein, ich erwarte keine antwort darauf

Wenn du nicht ausgemustert bist, bereits Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung hast, nicht verheiratet bist und auch noch nicht das 3. Semester im Studium erreicht hast, musst du da definitiv hin. Es sein denn du wirst "vergessen" ( kommt vor ), wenn du allerdings schon Post bekommen hast, dann viel Spaß.

Bundeswehr kannst du ja verweigern, wenn du möchtest, alternativ dann eben Zivildienst.
Beides wird bezahlt, das kannst du ja dann für deine Chinareise verwenden :wink: !

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von ingo_001 » 16.04.2010, 10:27

Also:
Nur ein Sinologie-Studium als Solches bringt ... Nichts.
Zumal Du auch keinerlei Bezug zu Land, Leute und/oder Kultur hast.
Ich halte diese Idee für ... wenig (gar nicht) durchdacht.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan » 16.04.2010, 11:02

ingo_001 hat geschrieben:Also:
Nur ein Sinologie-Studium als Solches bringt ... Nichts.
Zumal Du auch keinerlei Bezug zu Land, Leute und/oder Kultur hast.
Ich halte diese Idee für ... wenig (gar nicht) durchdacht.
Hey, danke für deinen weisen Kommentar, ich hoffe du hast noch mehr, die du mit mir teilen könntest, da ich dir wohl wie ein Träumer vorkomme - ich würde gerne Sinologie mit Soziologie studieren - ich glaube schon, dass ich da was machen kann, mit fleiß schaffe ich alles - tut mir leid, wenn ich weder mit einer chinesin verheiratet, noch dort gelebt habe oder gewesen bin, noch die sprache sprechen kann oder was du auch immer jetzt als Bezug bezeichnest

Ich danke die trotzdem für die Zeit dich mit meiner Frag beschäftigt zu haben
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Taiyang » 16.04.2010, 11:14

Luan hat geschrieben: Hey, danke für deinen weisen Kommentar, ich hoffe du hast noch mehr, die du mit mir teilen könntest, da ich dir wohl wie ein Träumer vorkomme - ich würde gerne Sinologie mit Soziologie studieren - ich glaube schon, dass ich da was machen kann, mit fleiß schaffe ich alles - tut mir leid, wenn ich weder mit einer chinesin verheiratet, noch dort gelebt habe oder gewesen bin, noch die sprache sprechen kann oder was du auch immer jetzt als Bezug bezeichnest
Naja, ganz Unrecht hat Ingo da nicht... Sinologie zu studieren und nie in China gewesen zu sein, ist schon ungünstig. Wenn nicht gar umsonst. Dazu muss man auch nicht mit ner Chinesin verheiratet sein oder 7 Tage die Woche nur Reis essen (sic!). Aber wenn du dich so sehr für China interessierst, dann führt eben an China kein Weg vorbei :wink:

Noch eine Idee zu deiner Fächerwahl... Orakelknochen und Soziologie.. mhhhh. Klingt ungünstig. Wenn dann lieber Orakelknochen und Tanggedichte (um bei deiner Auswahl zu bleiben) mit Geschichte oder Bibliothekswissenschaften. Da könntest du nämlich wirklich ein Berufsfeld finden, wo deine Interessen und Kenntnisse gefragt sind. Bei Soziologie wäre ich da ein wenig skeptisch.

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von ingo_001 » 16.04.2010, 11:28

Luan hat geschrieben:Hey, danke für deinen weisen Kommentar,
Oh, gerne doch - Nichts zu danken.
Luan hat geschrieben:ich hoffe du hast noch mehr, die du mit mir teilen könntest, da ich dir wohl wie ein Träumer vorkomme
Träume sind ja nichts Schlechtes - nur halt unausgereifte Gedanken(Ideen) :wink:
Luan hat geschrieben:ich würde gerne Sinologie mit Soziologie studieren - ich glaube schon, dass ich da was machen kann
Es geht doch nicht darum ob Du es kannst, sondern, was Du damit anfangen willst.
Luan hat geschrieben:mit fleiß schaffe ich alles
Stell ich doch auch nicht in Abrede.
Nur: Wie schon gesagt, stellt sich die Frage, was Du mit dieser Studienkombination später mal anfangen willst.
Luan hat geschrieben:tut mir leid, wenn ich weder mit einer chinesin verheiratet, noch dort gelebt habe oder gewesen bin, noch die sprache sprechen kann oder was du auch immer jetzt als Bezug bezeichnest
Du must weder mit einer Chinesin verheiratet sein, noch unbedingt chinesisch sprechen können.
Aber Interesse an China sollte m.E. schon da sein, sonst sehe ich schwarz.
Irgendwo muss ja schliesslich auch Deine Motivation her kommen.
Luan hat geschrieben:Ich danke die trotzdem für die Zeit dich mit meiner Frage beschäftigt zu haben
Bitte.
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Linnea » 16.04.2010, 11:32

andy hat geschrieben:Ein Land kennenzulernen bedeutet nicht, Geschichtsbücher zu wälzen und sich Denkmäler anzuschauen, sondern Leute erleben.
Das sind Eindrücke welche dir kein Buch und keine Doku vermitteln können, das muss man einfach Life mit erlebt haben.
Leute erleben... ohne fundierte Sprachkenntnisse ist ein wirklicher Austausch auch nur schwer möglich - und diese hat in der Regel so gut wie kein Studienanfänger. Auf einem Kurztripp durch China ist man auch nur in der Lage Momentaufnahmen zu sammeln. Was sagt es über jemanden aus, ob er die Landschaft um Guilin schön fand, schon mal durch die verbotene Stadt geschlendert ist und Gongbaojiding mag... nichts, was in der Frage der Studienwahl weiter hilft, zumindest in meinen Augen.
Taiyang hat geschrieben:Wenn du die klassische Sinologie machen willst, dann solltest du vorher genau kucken, welche Uni das überhaupt in der Form noch anbietet.
Z.B. Hamburg oder Heidelberg. Heidelberg hat auch das Propädeutikum in den BA gerettet, also ein Jahr, das nahezu nur dem Spracherwerb des modernen Chinesisch gewidmet ist. Nach den Nebenfächern musst du selbst mal schauen.

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan » 16.04.2010, 11:38

Ja, ich muss gucken was ich später damit anfangen kann, aber die Entscheidung ist echt erst mal, was und wo ich überhaupt studieren will, und ich hab noch keine genau ahnung ...mit sinologie wird man wohl was anstellen können - habe von einigen gehört, dass die z.B. ganz viel Übersetzen machen, haben aber jetzt nicht Translatologie studiert oder so

Und ich interessiere mich für das Gesamtbild China, das mit den Orakelknochen war natürlich jetzt willkürlich gewählt ne :wink:
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan » 16.04.2010, 11:42

Linnea hat geschrieben: Z.B. Hamburg oder Heidelberg. Heidelberg hat auch das Propädeutikum in den BA gerettet, also ein Jahr, das nahezu nur dem Spracherwerb des modernen Chinesisch gewidmet ist. Nach den Nebenfächern musst du selbst mal schauen.
Danke, endlich werden meine Fragen angegangen :wink:
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von robbe » 16.04.2010, 11:44

Luan hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:Also:
Nur ein Sinologie-Studium als Solches bringt ... Nichts.
Zumal Du auch keinerlei Bezug zu Land, Leute und/oder Kultur hast.
Ich halte diese Idee für ... wenig (gar nicht) durchdacht.
Hey, danke für deinen weisen Kommentar, ich hoffe du hast noch mehr, die du mit mir teilen könntest, da ich dir wohl wie ein Träumer vorkomme - ich würde gerne Sinologie mit Soziologie studieren - ich glaube schon, dass ich da was machen kann, mit fleiß schaffe ich alles - tut mir leid, wenn ich weder mit einer chinesin verheiratet, noch dort gelebt habe oder gewesen bin, noch die sprache sprechen kann oder was du auch immer jetzt als Bezug bezeichnest

Ich danke die trotzdem für die Zeit dich mit meiner Frag beschäftigt zu haben
Du musst dir einfach mal ganz genau die Frage stellen, was du mit Sinologie (und Soziologie) anfangen willst. Nach China gehen? Oder willst du einfach nur so hobbymäßig studieren (gibt es ja auch). Frage dich echt mal al was du in Deutschland später arbeiten willst. In China selbst werden sicherlich auch nicht so viele Leute gesucht, die irgendwelche Tang-Gedichte analysieren.
Und was die Sprache zB auch angeht: Ich habe schon von vielen Studenten gehört (nicht nur Deutsche), die an der Uni Chinesisch gelernt haben, nach China kamen und dann doch irgendwie feststellen mussten, dass sie sich nicht so gut verständigen können. Erst ein etwas längerer Chinaaufenthalt hat die Sprachkenntnisse bzw. die reale Anwendung im Alltag (das möchte man ja wohl lernen) wirklich verbessert.
Falls du in China später mal arbeiten willst: Schöne Bilder aus dem Internet und Büchern können das China-Bild gewaltig verzerren... Gibt bestimmt zig Sachen in China, die dir nicht gefallen werden.

Ich finde den Kommentar von ingo daher nicht unberechtigt (auch wenn er nur wenig konstruktiv ist :P )


An der Uni Heidelberg kann man so klassisches Zeugs studieren. In Heidelberg kannst du auch Soziologie als Nebenfach studieren. Zudem gibt es verschiedene Kombinationen: 75%, 50%, 25% Sinologie und der Rest in einem anderen Fach. In Heidelberg hast du auch eine große Auswahl an geistes-/sozialwissenschaftlichen Nebenfächern.
Aber auch hier: Viele Sinologiestudenten wählen VWL als Nebenfach^^

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Laogai » 16.04.2010, 12:29

Luan hat geschrieben:mit sinologie wird man wohl was anstellen können - habe von einigen gehört, dass die z.B. ganz viel Übersetzen machen, haben aber jetzt nicht Translatologie studiert oder so
Kaum ein Sinologe arbeitet nach dem Studium als Übersetzer, Sinologie ist eine Regionalwissenschaft, kein Sprachstudium. Die wenigst Leute aus meinem Anfangssemester haben heute noch etwas mit China zu tun, oder nur noch entfernt am Rande. Abgesehen von einer akademischen Laufbahn gibt es keinen Beruf, der ein abgeschlossenes Sinologiestudium verlangt. Hier mal drei Beispiele, was Sinologen mit ihrem Studium angefangen haben.
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Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!

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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Taiyang » 16.04.2010, 12:31

Luan hat geschrieben:mit sinologie wird man wohl was anstellen können - habe von einigen gehört, dass die z.B. ganz viel Übersetzen machen, haben aber jetzt nicht Translatologie studiert oder so
*hust*
Erinnert mich an die Art Dialoge à la "aha, du willst wohl Übersetzer werden?"


Unnützer Kommentar, aber konnte ich mir gerade nicht verkneifen :roll:

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