For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no1gizmo » 12.10.2008, 11:30

ingo_001 hat geschrieben: Das Essen hat in China (wie früher übrigens auch hier in Dt.) eine - nicht zu unterschätzende - zentrale soziale Funktion; gerade auch im Familienleben.

wie früher auch hier in Deutschland..... und nahezu immer noch in allen anderen Drittewelt-/Schwellenländern....

Für mich ein klares Zeichen der Rückständigkeit.

Früher konnte man nicht viele Freizeitbeschäftigungen haben, da ist mir klar, dass Essen dann hoch im Kurs steht.

Aber das wird noch :wink:


Wobei ich sagen muss, dass ich zwar generell alles esse (außer Ingwer, pfui!) und mir auch alles (außer Ingwer, bääää) schmeckt.
Aber chinesisches Essen schmeckt nun auch nicht sooooo überwältigend gut. Ich will ja nicht meckern (und tu es bis auf jetzt - muss mich halt mal aussprechen - nur ganz selten), aber im Moment schmeckt mir auch McDonalds oder ein Döner mehr als chinesisches Essen.

Am besten kommt nen schönes Steak mit Ketchup. Richtiges Männeressen eben!
Man wird schnell satt von (zeitlicher Aspekt), es schmeckt dank vielen tierischen Fetten richtig gut (genüßlicher Aspekt) und es macht satt (man ist 1-2 und hat dann erstmal Ruhe, man sollte auch nicht so viel von essen, sonst Bierbauchgefahr, zeitlicher Aspekt).
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 12.10.2008, 11:43

Na ja, zu meiner "Kinderzeit" (in den 1970ern) war Deutschland auch schon Lichtjahre von einem Dritte-Welt/oder Schwellenland entfernt :mrgreen:

Jetzt haben bei vielen Menschen ebend andere Dinge einen höheren Stellenwert - mehr nicht.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no1gizmo » 12.10.2008, 12:07

ingo_001 hat geschrieben:Na ja, zu meiner "Kinderzeit" (in den 1970ern) war Deutschland auch schon Lichtjahre von einem Dritte-Welt/oder Schwellenland entfernt :mrgreen:

Jetzt haben bei vielen Menschen ebend andere Dinge einen höheren Stellenwert - mehr nicht.
Ja, aber diese Gewohnheiten haben ja eine bestimmte Nachwirkzeit...
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von bossel » 12.10.2008, 13:02

serenita hat geschrieben:Chinesen essen nun mal abends nicht gern kalt, wie's in D eben üblich ist.
Naja, das ist so 'ne Sache. Bis man das Essen zwischen den Zähnen hat, ist es eben doch oft schon kalt (oder bestenfalls lau). Besonders bei privaten Einladungen, aber auch im Restaurant kommt das oft vor.

Übrigens bin ich fast immer der langsamste beim Essen (insbesondere, wenn es mal wieder soviele Knöchelchen abzuknabbern gilt). Chinesen nehmen sich nicht soviel Zeit zum Streßabbau durch Kauen.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 12.10.2008, 13:43

bossel hat geschrieben: Übrigens bin ich fast immer der langsamste beim Essen (insbesondere, wenn es mal wieder soviele Knöchelchen abzuknabbern gilt). Chinesen nehmen sich nicht soviel Zeit zum Streßabbau durch Kauen.
Das kenne ich auch.

Auf der anderen Seite LIEBT es meine Frau geradezu hier die Kottlettknochen abzuknabberm, bis diese "blanck" sind. Gleiches gilt für Rippchen oder halbe Hähnchen.

Chinesen haben meiner Erfahrung nach eine sehr starke Affinität zum "Knochenknabbern" :mrgreen:
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ferrara » 12.10.2008, 16:07

fleisch am knochen schmeckt nun mal besser als hähnchenbrust. :lol:

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Grufti » 12.10.2008, 16:22

ingo_001 hat geschrieben:
bossel hat geschrieben: Übrigens bin ich fast immer der langsamste beim Essen (insbesondere, wenn es mal wieder soviele Knöchelchen abzuknabbern gilt). Chinesen nehmen sich nicht soviel Zeit zum Streßabbau durch Kauen.
Das kenne ich auch.

Auf der anderen Seite LIEBT es meine Frau geradezu hier die Kottlettknochen abzuknabberm, bis diese "blanck" sind. Gleiches gilt für Rippchen oder halbe Hähnchen.

Chinesen haben meiner Erfahrung nach eine sehr starke Affinität zum "Knochenknabbern" :mrgreen:
Diese Sitte habe ich in 2 Jahren Taiwan auch übernommen.... und beibehalten....

Ein großer "Pletsch´n" Fleisch ist immer viel zu schnell weg, während hingegen Hühner---oder gar Schweinefüße (letztere am allerliebsten mit Soyasauce und vieeeelen Knoblauchzehen) schon durch die Verlängerung des Genußes meine "1100" (Favoriten.. 8) .) sind..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von HK_Yan » 12.10.2008, 17:07

ingo_001 hat geschrieben:Chinesen haben meiner Erfahrung nach eine sehr starke Affinität zum "Knochenknabbern" :mrgreen:
Ausser am Buffet. Dort läd man sich den Teller voll, stochert etwas drin herum, und lässt es dann wegschmeißen. Einige Hotels in Hong Kong berechnen nicht leere Teller extra mit einer Art Strafgebühr. Richtig so.

Es gibt also beide Extreme.
ferrara hat geschrieben:fleisch am knochen schmeckt nun mal besser als hähnchenbrust. :lol:
Kann man so pauschal nicht sagen. Bei Rippchen hab ich es es gerne krustig - und das gib't nur aussen. Beim Hähnchen ist auch die Haut am besten (ala Wienerwald). Der Rest ist dann, naja, zwischen trocken und fischig, oder wenn man Glück hat geschmacksneutral. Es sei denn man hat das große Glück ein echtes Biohuhn vom Bauernhof nebenan bekommen zu haben.

Huhn ist nun einmal leider eines der Produkte wo nach allen möglichen gezüchtet wird - außer am Geschmack. Gilt leider für beide Länder (in DE ist Qualität allerdings viel einfacher zu finden).
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Philipp » 12.10.2008, 17:47

HK_Yan hat geschrieben: Ausser am Buffet. Dort läd man sich den Teller voll, stochert etwas drin herum, und lässt es dann wegschmeißen. Einige Hotels in Hong Kong berechnen nicht leere Teller extra mit einer Art Strafgebühr. Richtig so.

Ich finde diese Tendenz in Restaurants mehr zu bestellen als man hinterher isst ohnehin abstoßend.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von devurandom » 12.10.2008, 22:16

no1gizmo hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben: Das Essen hat in China (wie früher übrigens auch hier in Dt.) eine - nicht zu unterschätzende - zentrale soziale Funktion; gerade auch im Familienleben.

wie früher auch hier in Deutschland..... und nahezu immer noch in allen anderen Drittewelt-/Schwellenländern....

Für mich ein klares Zeichen der Rückständigkeit.
Gizmo. Ich muss ganz ehrlich sagen. Ich kenne sonst keinen Mensch, der seinen Proletentum so buchstaeblich zelebriert. ;-) Nix fuer ungut. Ich meint's nicht negativ.

Mit deiner Aussage ueber Rueckstaendigkeit hast allerdings auch die meisten anderer Industrieslaender in die Kategorie "Entwicklungland" geschoben. Einen so niedrigen Stellenwert von Essen wie in D ueblich findet man in den entwickelten Laendern vermutlich nur noch in den skadinavische Laendern und in Gross Britanien, wobei die Tommies wohl uns gerade ueberholt, wenn man dem Michellin Restaurantfuehrer glauben darf.
Früher konnte man nicht viele Freizeitbeschäftigungen haben, da ist mir klar, dass Essen dann hoch im Kurs steht.
Freizeitbeschaeftigung sollen Sinnen befriedigen. Was versprichst Du Dir denn z.B. davon, an Autos zu schrauben? In Augen vieler ist es eine ausgesprochen primitve Taetigkeit. Ist halt Ansichtssache. Die Haltung "was ich nicht mag, ist dann halt doof" ist ein bisschen.....
Wobei ich sagen muss, dass ich zwar generell alles esse (außer Ingwer, pfui!) und mir auch alles (außer Ingwer, bääää) schmeckt.
Aber chinesisches Essen schmeckt nun auch nicht sooooo überwältigend gut. Ich will ja nicht meckern (und tu es bis auf jetzt - muss mich halt mal aussprechen - nur ganz selten), aber im Moment schmeckt mir auch McDonalds oder ein Döner mehr als chinesisches Essen.
Geschmack ist halt auch etwas, was der Ueberzeugung und dem Intellekt zur Grunde liegt. Es soll z.B. ja auch Menschen geben, die Scooter fuer richtige Musiker halten. ;-)
Am besten kommt nen schönes Steak mit Ketchup. Richtiges Männeressen eben!
In D kriegst Du in der Regel keine vernuenftige Steaks. Die einheimischen Rinder werden zu alt geschlachtet und beim Schlachten nicht ordentlich ausbluten lassen. Weil's so zaeh ist, haengt man das Fleisch Tage lang hin und wartet, bis die Verwesung einsetzt. Das ganze nennt man dann "abhaengen". (Das ganze gilt in etwas entschaerften Form auch fuer Schweinefleisch) Weil's dann seltsam schmeckt, mariniert man's mit noch seltsameren Gewuerz. Da ja hierzulande viele Ketchup fuer passende Beilage fuer Steak erachten, merkt das auch kein Mensch....sigh.... Ich habe bisher jedenfalls in D. heochstens 2 mal einigermasse vernuenftige Steaks in Restaurant bekommen.

Gruss
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von devurandom » 12.10.2008, 22:41

bossel hat geschrieben: Habe heute mal spaßeshalber hier in 2 (großen) Supermärkten nach Bohnen Ausschau gehalten: sage & schreibe 2 Sorten (+ in einem Supermarkt Erbsen & im anderen Zuckererbsen).

Gerade bei Bohnen liegst Du falsch, wie ich finde. Hülsenfrüchte gibt es in vielen Varianten in Deutschland & auch die Zubereitung variiert, vom Salat über's Gemüse bis zum Eintopf. Ich esse Bohnen ganz gerne, wenn ich in D bin.
zaehl mal auf. Was fuer Bohnen man so in D kennt. Die meisten Sorten haben mediterane Herkunft. Die Deutsche Sprache kennt nicht mal klare Unterscheidung. Man benutzt so seltsame Konstrukte wie "dicke Bohnen" "weisse Bohnen", wobei die meisten Deutschen wohl schon nicht zwischen den beiden unterscheiden koennen. ;-)
Ein Problem mag sein, daß man halt wissen muß, was man wo findet. Ich kann allen Chinesen in D nur empfehlen, auch mal auf die Wochenmärkte zu gehen & sich umzusehen. Weiß nicht, wie das in den Großstädten aussieht, aber in Mittel- & Kleinstädten findet man oft noch eine ziemliche Auswahl. & wenn man nachfragt, kriegt man auch Dinge, die nicht ausliegen (mangels Platz & Nachfrage). Bauern bauen manche Sachen nur in kleinen Mengen an, aber wenn man weiß, wen man fragen muß...
Ich war oft auf Wochenmaerkten. Die Auswahl ist in der Regel, naja, wenn man den Gemuesenmaerkten in Shanghai gewohnt war, eher als mager zu bezeichnen. Heute kaufen wir grundsaetzlich bei einem tuerkischen Gemuesenhaendler. Dort findet man Obst, Gemuese und Kraeuter in dem Umfang, den ich in keiner einzigen Wochenmarkt je gesehen habe. Man kriegt sogar frische Koriander, wenn auch maechtig teuern.
Ähnlich dürfte das in China sein. Das Angebot in den Supermärkten ist auch nur begrenzt. & was ich so sehe, auch nicht viel größer als in D, nur die Auswahl ist anders (viel mehr Blattgemüse, zB). Auf den Märkten sieht es auch wieder ganz anders aus.
Zu meiner Zeit in China hat man Gemuese fast ausschliesslich auf den Maerkten gekauft. Als ich ganz klein war, war die Markt direkt bei uns vor der Tuer. Spaeter kamen die Staende in eine riesige, zweistoeckige Halle. Solche Dimension habe ich in D. noch nie gesehen. Hoechstens auf Grossmarkt fuer Haendler.
Deine Kritik an Salat verstehe ich auch nicht. Es gibt so viele verschiedene Varianten. Warum muß man Grünzeug unbedingt kochen? Bin jetzt kein unbedingter Salatfan, aber mir scheint, Dir ist da doch bisher so einiges entgangen.
Wo hast Du denn Kritik an Salat rausgelesen?? Ich mag sogar ausgesprochen gerne Salat und experimentiere gerne an der Verfeinerung von Dressing und Zutaten. Was ich aber seltsam finde, ist wie wenig Fantasie oder Kreativitaeten im Umagang mit dieser oder jeniger Gemuesesorte vorhanden sind. Nehmen wir mal als Beispiel Chinakohl, ein wunderbares Gemuese, das man daempfen/kochen/in Suppe/wickeln kann, oder eben als Salat. Wie wird es dann in den meisten deutschen Kuechen hautpsaechlich verarbeitet? Genau....
& sag bloß nix gegen Tiefkühlpizza. Steht jedesmal mit ganz vorne auf meiner Liste, wenn ich Urlaub in D mache. Naja, nicht ganz vorne, denn da sind die leckeren Mettbrötchen.
das lasse ich lieber mal unkommetiert..... ;-)
PS: Auf Wochenmärkten findet man oft auch Spezialmetzger & Fischhändler, die Sachen im Angebot haben, die man nicht unbedingt im Supermarkt findet.
Das Problem mit Fleisch habe ich oben schon geschrieben. Die Auswahl an Fisch ist hierzulande auch nicht gerade gross, sogar in den Kuestenstaedten.
Wer immer nur zu Aldi & Co. geht, ist selber schuld.
Wir sind recht pingelig beim Essen und kaufen fast ausschliesslich Gemuese bei Gemuesehaendler und Fleisch bei Fleischer. Sonst haette ich wohl noch mehr zu motzen.... ;-)

Wie gesagt, in diesem Land findet man wenig Esskulturen. Das geben auch die einheimische Gourmetkritiker zu. Diverse deutsche Kaiser haben mit Leidenschaft franzoesische Koeche importiert, das zeugt nicht gerade von Kuensten einheimischer Kueche. Das ist wie gesagt nichts beschaemdes und aendert sich heutzutage ja auch.

Gruss
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no1gizmo » 12.10.2008, 22:54

devurandom hat geschrieben: Gizmo. Ich muss ganz ehrlich sagen. Ich kenne sonst keinen Mensch, der seinen Proletentum so buchstaeblich zelebriert. ;-)
Ja. Wenn hinter meinem Proletentum noch ein Wert (messbar in Immobilien, Porsche und Geldeinheiten) stecken würde, würde ich es auch mal richtig genießen :mrgreen:
devurandom hat geschrieben: Mit deiner Aussage ueber Rueckstaendigkeit hast allerdings auch die meisten anderer Industrieslaender in die Kategorie "Entwicklungland" geschoben. Einen so niedrigen Stellenwert von Essen wie in D ueblich findet man in den entwickelten Laendern vermutlich nur noch in den skadinavische Laendern und in Gross Britanien, wobei die Tommies wohl uns gerade ueberholt, wenn man dem Michellin Restaurantfuehrer glauben darf.
Naja, so viele entwickelte Länder gibt es ja nun auch nicht, einige hattest du schon genannt.
Ich würde auch die USA (entwickelt ist so ne Sache, aber dort ist Wohlstand zu finden, außerdem ist es ein reines Mischvolk) zu den "Essen soll schon schmecken, dient aber vor allem der Nahrungsaufnahme als Zwang"-Ländern zählen.

Selbst Italiäner und Franzosen, die hier schon als Feinschmecker gelten, pflegen definitiv nicht einen annähernd vergleichbaren Essenskult wie die Chinesen.

Die einzige Ausnahme, die ähnlich krass wie die Chinesen sind und zu den wirklich entwickelten Ländern, sind die Japaner.
devurandom hat geschrieben:
Früher konnte man nicht viele Freizeitbeschäftigungen haben, da ist mir klar, dass Essen dann hoch im Kurs steht.
Freizeitbeschaeftigung sollen Sinnen befriedigen. Was versprichst Du Dir denn z.B. davon, an Autos zu schrauben? In Augen vieler ist es eine ausgesprochen primitve Taetigkeit. Ist halt Ansichtssache. Die Haltung "was ich nicht mag, ist dann halt doof" ist ein bisschen.....
Ob jemand "Schrauben" primitiv findet stört mich ja nicht. Da kann jeder seine Meinung haben.
Aber Essen ist ja wohl schon primitiv, denn es dient der Nahrungsaufnahme, zu der man von Natur aus gezwungen wird...
devurandom hat geschrieben: Geschmack ist halt auch etwas, was der Ueberzeugung und dem Intellekt zur Grunde liegt. Es soll z.B. ja auch Menschen geben, die Scooter fuer richtige Musiker halten. ;-)
Es hat nicht viel mit Interllekt zu tun, was man für Musik hört und welches Essen einem schmeckt.
Oder sind Leute, die Scooter hören und nur Hamburger essen unbedingt intellektuell minderbemittelt?
devurandom hat geschrieben: In D kriegst Du in der Regel keine vernuenftige Steaks. [...] Ich habe bisher jedenfalls in D. heochstens 2 mal einigermasse vernuenftige Steaks in Restaurant bekommen.
Das stimmt.

Ich war heute gerade mit Tussi im ägyptischen Restaurant und da gabs (Menü: Steak&Salat) ein richtig tolles, saftiges Steak!
Mit unter eines der besten, die ich je gegessen habe.

In Berlin, Kurfürstendamm, nahe der Kreuzung zur Bleibtreustraße.
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no2gizmo » 12.10.2008, 23:15

Ich kann leider nicht manche Meinung von euch zustimmen. Die Chinesen legen grossen Wert auf das Essen schon seit immer. Die westen legen keinen grossen Wert auf das Essen auch schon seit immer, man kann nicht einfach sagen, die Einstellungen fuer das Essen kommmen eigentlich darauf an, ob ein Land gut entwickelt.

Uberings habe ich noch eine Frage, warum gibt es in D soviel Sorten von Wurste, Kaese, Kuchen usw???

PS: Ich war schon paar mals bei den Eltern meines Freundes zum Fruehstueck. Boah!!!! Es war krass, nur fuer die Broetchen gibt es schon uber 5 Sorten Wurste, Nutelle, Mamelade usw. Heisst es eigentlich, dass die wenige Anfoderung fuer das Essen haben??

Fazit: Die Einstellungen fuer das Essen kommen auf die Tradition eines Landes an. Es ist ueberhaupt nicht mit Reichtum zu tun.

Uberings bin ich keine Tussi. :P

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no1gizmo » 12.10.2008, 23:26

我的女朋友看到了我写的 :shock: :shock:
no2gizmo hat geschrieben: Uberings bin ich keine Tussi. :P

宝贝,我很爱你! :mrgreen:
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Laogai » 13.10.2008, 00:11

no2gizmo hat geschrieben:Uberings habe ich noch eine Frage, warum gibt es in D soviel Sorten von Wurste, Kaese, Kuchen usw???
中国也有很多种香肠。淡然奶酪和蛋糕就没有。那么我也可以问为什么中国怎么多钟豆腐 :wink:
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