For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

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For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 10.10.2008, 13:28

Nachdem wir hier schon die Frage nach dem Lieblingsessen in China hatten, Frage ich jetzt mal - speziell unsere Chinesen hier - was Sie von der deutschen/europäischen Küche halten?

Auch die hiesigen Tischsitten und Art des Servierens (grosse Teller, Essen mit Besteck etc,) haben u. U. für Erstaunen gesorgt.

Das war sicher eine Umstellung - oder vielleicht gar ein "Kulturschock"? :)
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von devurandom » 10.10.2008, 14:10

Die untergeordnete Rolle des Essens an sich im Alltag, Unterpraesenz des Gourmettums als kulturelles Bestandteil, die vergleichsweise recht niedrige allgemeine Ansprueche an Speisen, mangelnde Vielfalt in den meisten Restaurants und eher aermliche Angebotsspektren sowohl an Frischen Sachen als auch prepared Foods in den Supermaerkten waren am Anfang schon sehr ungewohnt fuer mich. Ich frage mich noch heute, woher man sich in Deutschland das Kapital nimmt, ueber die britsiche Kueche lustig zu machen. ;-) Hab neulich eine Gourmentkritik ueber allgemeine Situation unterschiedlichen deutschen regionalen Kuechen als ein ganzes in der Zeitung gelesen. Als Fazit meinte der Author dass die deutschen Spitzenkoech Weltklasse sind, aber ein "Graswurzel" in den Restaurants oder im normalen Haushalt so gut wie nicht existent ist. Ich denke da ist einiges dran.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von domasla » 10.10.2008, 14:25

Meinst du "grassroot" oder "Keim"? Also: Dass in den meisten deutschen Restaurants oder Küchen die "Grundlage" (/der Anfang) für gutes Essen fehlt?

D., dem dieses Thema bekanntermaßen sehr wichtig ist.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von HK_Yan » 10.10.2008, 14:43

devurandom hat geschrieben:Die untergeordnete Rolle des Essens an sich im Alltag, Unterpraesenz des Gourmettums als kulturelles Bestandteil, die vergleichsweise recht niedrige allgemeine Ansprueche an Speisen, mangelnde Vielfalt in den meisten Restaurants und eher aermliche Angebotsspektren sowohl an Frischen Sachen als auch prepared Foods in den Supermaerkten waren am Anfang schon sehr ungewohnt fuer mich. Ich frage mich noch heute, woher man sich in Deutschland das Kapital nimmt, ueber die britsiche Kueche lustig zu machen. ;-) Hab neulich eine Gourmentkritik ueber allgemeine Situation unterschiedlichen deutschen regionalen Kuechen als ein ganzes in der Zeitung gelesen. Als Fazit meinte der Author dass die deutschen Spitzenkoech Weltklasse sind, aber ein "Graswurzel" in den Restaurants oder im normalen Haushalt so gut wie nicht existent ist. Ich denke da ist einiges dran.
Kann man so nicht sagen. Man kann in Deutschland schon ausgezeichnet Essen, nur eben nicht überall. Das Lebensmittelangebot ist sehr hoch und die Qualitaet der frischen Waren ist auch gut.

Das viele Restaurants auf Fertigprodukte greifen liegt teilweise am Preis der Gerichte. Das ist in China aber auch nicht anders, wo Soßen oft aus der Flasche kommen, Fleisch Glückssache ist und fast jeder Koch nur angelernt ist. Fisch der nach Morast schmeckt, billiges Öl und Sand im Gemüse werden nicht bemängelt. In China wird genausoviel "abgekürzt" wie in Deutschland. Wenige Restaurants in Hong Kong machen ihre Dim Sums selber (und manche davon auf der Strasse).

In Deutschland muss man etwas suchen um wirklich gut zu essen und dann auch mal €50 pro Person ausgeben. Da ist alles, man muss es nur finden. Der Trend geht eben oft zu billig und nicht jeder hat den Mut Qualität anzubieten (und viele natürlich auch nicht die Kenntnis oder das handwerkliche Geschick).

Da gibt's aber zum Glück in Deutschland reichlich Koch-TV was wohl die Sinne etwas schärfen wird und es nur noch besser machen kann.
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 10.10.2008, 14:44

devurandom hat geschrieben:Die untergeordnete Rolle des Essens an sich im Alltag, Unterpraesenz des Gourmettums als kulturelles Bestandteil, die vergleichsweise recht niedrige allgemeine Ansprueche an Speisen, mangelnde Vielfalt in den meisten Restaurants und eher aermliche Angebotsspektren sowohl an Frischen Sachen als auch prepared Foods in den Supermaerkten waren am Anfang schon sehr ungewohnt fuer mich. Ich frage mich noch heute, woher man sich in Deutschland das Kapital nimmt, ueber die britsiche Kueche lustig zu machen. ;-)
Tja, bei mir wars umgekehrt: Überall (in China) frische, z. T. noch lebende Zutaten,
Vielfalt ohne Ende und Obst und Gemüsesorten, von denen ich vorher noch nie gehört hatte :)

Und wenn die Deutschen so über die Britische Küche lästern, dann müsstest Du eigentlich innerlich zusammen zucken über die Vorstellung, dass das British Food NOCH "reichhaltiger/variantenreicher" ist, als das deutsche Essensangebot :mrgreen:

Man soll ja nicht verallgemeinern - aber in diesem Fall stimmts im Großen und Ganzen :mrgreen: .
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 10.10.2008, 14:47

HK_Yan hat geschrieben:
In Deutschland muss man etwas suchen um wirklich gut zu essen und dann auch mal €50 pro Person ausgeben. Da ist alles, man muss es nur finden. Der Trend geht eben oft zu billig und nicht jeder hat den Mut Qualität anzubieten (und viele natürlich auch nicht die Kenntnis oder das handwerkliche Geschick).

Da gibt's aber zum Glück in Deutschland reichlich Koch-TV was wohl die Sinne etwas schärfen wird und es nur noch besser machen kann.
Ja, richtig. Das scheint wirklich langsam Früchte zu tragen.
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von devurandom » 10.10.2008, 15:34

HK_Yan hat geschrieben: ...
Kann man so nicht sagen. Man kann in Deutschland schon ausgezeichnet Essen, nur eben nicht überall. Das Lebensmittelangebot ist sehr hoch und die Qualitaet der frischen Waren ist auch gut.

Das viele Restaurants auf Fertigprodukte greifen liegt teilweise am Preis der Gerichte. Das ist in China aber auch nicht anders, wo Soßen oft aus der Flasche kommen, Fleisch Glückssache ist und fast jeder Koch nur angelernt ist. Fisch der nach Morast schmeckt, billiges Öl und Sand im Gemüse werden nicht bemängelt. In China wird genausoviel "abgekürzt" wie in Deutschland. Wenige Restaurants in Hong Kong machen ihre Dim Sums selber (und manche davon auf der Strasse).
Wo nichts/nicht viel ist, hilft auch nicht viel, etwas herbei zu wuensche oder reden. Das gilbt fuer Deutschland und China. Klima bedingt waechst in diesem Land halt nicht viel. Seit ca. 70, 80 Jahren kennt man hier erst Tomaten. Wenn man z.B. "Bohne" sagt, meint man zu 95% die langweilige Prinzenbohnen, weil man keine 3 Sorten Bohnen kennt. Sogar einheimische Gemuese/Kraeute fallen auch zum Opfer des "was der Bauer nicht kennt, das isst der nicht"tums. Sachen wie Baerlauch finden auch erst seit paar Jahren (wieder) den Weg in die deutsche Kueche. Immernoch weiss man mit diverse Gemuesesorten nicht mehr anzufangen als sie als Salat zu verarbeiten. Es stimmt, dass man heute auch einigermasse vernuenftig Gemuese bekommt. Die allerdings in der Regel bei tuerkischen Gemuesenlaeden. Geht man mal ueber die Grenze, z.B. Frankreich, oder von mir aus sogar Holland in die Supermaerkte, merkt man was fuer ein gaehnendes Leere bei uns sogar in den oberklasse Supermaerkten herrscht und wie monsteroes unser Faecher fuer Tiefkuehlpizzen sind. (Deutsche vertilgen europaweit verhaeltnissmaessig die meisten Tiefkuehlprodukte, meisten darunter Tiefkuehlpizzen.) Dass man in diesem Land haeufig keinen Wert aufs Essen legt, ist nunmal ne Tatsache, sonst wuerden nicht so viele Familien abends Supermarktbrot und abgepackte Aufschnitte als Abendessen knabbern oder Salzkartoffel+Gurkensalat als ausreichend fuer eine Mahlzeit erachten. Das ist an sich ja auch nichts beschaemendes. Da hilft's auch nicht, auf die chinesischen Strassenstaende zu schimpfen.
In Deutschland muss man etwas suchen um wirklich gut zu essen und dann auch mal €50 pro Person ausgeben. Da ist alles, man muss es nur finden. Der Trend geht eben oft zu billig und nicht jeder hat den Mut Qualität anzubieten (und viele natürlich auch nicht die Kenntnis oder das handwerkliche Geschick).
Wenn man gute heimische oder authentische fremde Kueche sucht, kommt man unter 50 Euro in der Tat oft nicht weg. (wobei es natuerlich auch Ausnahmen gibt). Dass der Mut zum Neuen ausprobieren fehlt, spiegelt schon fast (eben nur fast, wir wollen ja kein Politikum daraus machen. ;-)) die deutsche Mentalitaet wieder.
Da gibt's aber zum Glück in Deutschland reichlich Koch-TV was wohl die Sinne etwas schärfen wird und es nur noch besser machen kann.
Auch mit der Kochshows steigt, oder gerade deswegen das Konsum an Fertigprodukte, und das nicht mal gute Fertigprodukte.

Die deutsche Kueche wandt sich definitiv nach und nach einer besseren zu, gerade wo auch immer mehr in Deutschland eigene Provinzialitaet in positven und negativen Sinne erkennen. Aber es wird denke ich noch ne ganze Weile dauern.

Gruss
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von domasla » 10.10.2008, 15:48

Das Angebot für die breite Masse ist relativ schmal. Wir brauchen uns nur mal anzuschauen, welches Gemüse es bei Lidl, Norma und Aldi gibt. Meistens die gleichen Sorten, ab und zu mal eine saisonale Sonderlieferung. Die Preise müssen unten bleiben und das kann man am Angebot ablesen. Anstaltspackungen, die nacheinander verbraucht oder eingefroren werden müssen. "Besondere" Zutaten gibt es in kleinen Mengen nur bei manchen Anbietern. Zu einem relativ hohen Preis. Und dann die meist türkischen Gemüsehändler. Einen pro Kleinstadt. Mehrere in großen Städten. Relativ teuer, aber dort bekommt man auch "exotische" Dinge.

D., der seinen Salat gerne mal kurz kocht.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von ingo_001 » 10.10.2008, 16:50

In der Beziehung können wir (meine Frau und ich) froh sein, dass wir in Berlin leben. Zum Glück gibts hier einige chinesische (und andere asiatische) Supermärkte, sowie etliche mehr oder weniger gut sortierte Asia-Shops.
Einige Zutaten sind zwar auch nach längerem Suchen nicht erhältlich, aber im Großen und Ganzen können wir fast doch sehr viele von den Zutaten hier finden.
Bei Bekannten, die in kleineren Städten leben, siehts da schon um wahrsten Sinne des Wortes ziehmlich "mau" aus.
Ich kann mich noch an einen Besuch erinnern, wo die Frau eines Fraundes (auch Chinesin) mit leuchtenden Augen durch einen hiesigen chinesischen Supermarkt gelaufen ist. Unter vier Augen erzählte sie dann meiner Frau, dass sie sich im Supermarkt direkt ein bischen heimisch gefühlt hätte, ob des reichhaltigen Angebots.
Unsere Freunde kamen mit einer kleinen Reisetasche bei uns an - abgefahren sind sie mit zwei großen Reisetaschen . ratet mal, was da wohl drinn gewesen ist :mrgreen:
Wir müssen auch immer ein "Care-Paket" mitnehmen, wenn wir sie besuchen.
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Philipp » 10.10.2008, 17:46

ingo_001 hat geschrieben: Ich kann mich noch an einen Besuch erinnern, wo die Frau eines Fraundes (auch Chinesin) mit leuchtenden Augen durch einen hiesigen chinesischen Supermarkt gelaufen ist. Unter vier Augen erzählte sie dann meiner Frau, dass sie sich im Supermarkt direkt ein bischen heimisch gefühlt hätte, ob des reichhaltigen Angebots.
Unsere Freunde kamen mit einer kleinen Reisetasche bei uns an - abgefahren sind sie mit zwei großen Reisetaschen . ratet mal, was da wohl drinn gewesen ist :mrgreen:
Wir müssen auch immer ein "Cera-Paket" mitnehmen, wenn wir sie besuchen.

Ach komm, wenn man als Deutscher in China ist erwartet man auch keine Käsetheke im Supermarkt.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von domasla » 10.10.2008, 17:54

Manche schon. Und die BL.D-Zeitung. Und Schweinshaxn mit Kraut. Und...

D., der immer wieder gerne Ausländern zusieht, die sich verständlich machen wollen, indem sie einfach LAUTER reden.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Yingxiong » 10.10.2008, 19:08

Philipp hat geschrieben: Ach komm, wenn man als Deutscher in China ist erwartet man auch keine Käsetheke im Supermarkt.
Gibt es ja schon längst!
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Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden - ich hab die Zeit noch nicht gefunden!

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von serenita » 10.10.2008, 20:44

ingo_001 hat geschrieben:Nachdem wir hier schon die Frage nach dem Lieblingsessen in China hatten, Frage ich jetzt mal - speziell unsere Chinesen hier - was Sie von der deutschen/europäischen Küche halten?:
Von der deutschen Küche: Ich mag Schweinehaxe vorzugsweise bei 35°C Hochsommertemperatur, dazu ein Weißbier, bzw. Eisbein schön mit Sauerkraut (mit Äpfeln bitte) und sämigen Salzkartoffeln.
Von der europäische Küche eine ganze Menge. Besonders gern Austern mit Zitronen sowie Rostbeef oder türkische Eintöpfe...

Was ich davon halte? Sowohl die eine als auch die andre ist im Gegensatz zur chinesischen Küche pragmatischer orientiert, mit Ausnahmen von französischen Festmahlen.

Das Essen hier hat primär die Funktion zu ersättigen, während in China das Essen andre uns allen wohl bekannte Werte besitzt.

ingo_001 hat geschrieben:Auch die hiesigen Tischsitten und Art des Servierens (grosse Teller, Essen mit Besteck etc,) haben u. U. für Erstaunen gesorgt.
Ich glaube, dass Deutsche ursprünglich schon nicht extrem fein waren und es auch heute nicht sind. Man ist halt praktisch hier. Über die Tischmanieren hierzulande lässt sich auch streiten. Auffällig sind die extrem unterschiedliche Elternstuben. Mich amüsiert jedes Mal, wenn mir wieder Menschen begegnen, die noch nicht lange von der Existenz des Bestecks gewußt zu haben scheinen. :D Und im gleichen Atemzug wird über Chinesen lustig gemacht, die ihre Suppe schlürfen. :wink:
ingo_001 hat geschrieben:Das war sicher eine Umstellung - oder vielleicht gar ein "Kulturschock"? :)
Eine große Umstellung mit Folgen --- ich habe im ersten Jahr ca. 12 Kg zugenommen. Der Körper musste lernen, sich auch durch Brot und andere bisher unbekannte Lebensmittel das Ersättigtsein vermitteln zu lassen, und das nicht immer erst nach Übermaß. Inzwischen hat sich das Ganze eingependelt, sprich, auch ich futter nicht mehr alle zwei Tage ein ganzes Glas Marmelade und zum Frühstück reichen mir tatsächlich zwei Scheibchen Brot statt ein halbes Laib. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von Philipp » 10.10.2008, 20:58

Yingxiong hat geschrieben:
Philipp hat geschrieben: Ach komm, wenn man als Deutscher in China ist erwartet man auch keine Käsetheke im Supermarkt.
Gibt es ja schon längst!

Deutlich seltener als chinesische Lebensmittel in deutschen Supermärkten.

Kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern je eine Käsetheke in China gesehen zu haben.

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Re: For our "native Chinese" hier: dt. Küche Pro+Contra

Beitrag von no1gizmo » 10.10.2008, 21:44

devurandom hat geschrieben:Die untergeordnete Rolle des Essens an sich im Alltag, Unterpraesenz des Gourmettums als kulturelles Bestandteil, die vergleichsweise recht niedrige allgemeine Ansprueche an Speisen,....
Das ist richtig. ZUM GLÜCK, kann ich nur sagen.
Ich habe wesentlich besseres zu tun als mich jeden Tag mit dem Thema Essen auseinander zu setzen.

Wie oft hatte ich eigentlich schon Streit mit Tussi wg Essen? :roll:

Ich fasse mal spontan meine streitauslösenden Antworten auf die (beinahe täglich wiederkehrenden) Fragen:
"Was essen wir heute?" oder "Was soll ich heute für Essen zubereiten?"

- "Für mich nen Schnitzel mit Ketchup, das reicht"
- "Ich hab vor 10 Minuten an der Bude nen Döner gegessen"
- "....... eine Currywurst mit Pommes rotweiß gegessen"
- "....... ein halbes Hähnchen gegessen"
- "mir egal"
- "mir egal, aber bitte nur ein Gericht"
- "mir egal, aber diesmal bitte nur zwei Gerichte"
- "gar nichts, ich will nicht abwaschen! Iss ne Bifi!"

Oh man, ich habe keine Lust immer abzuwaschen und schon gar nicht habe/hätte ich Lust immer die 132342 Sachen einzukaufen, die für die 2-4 Gerichte benötigt werden, die es täglich zu servieren gilt.....
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