Europäische Städte sind nicht prollig genug....

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Beitrag von belrain » 23.08.2007, 13:18

devurandom hat geschrieben: Wenn ich so pauschalisieren wuerde wie manche, koennte ich doch glatt sagen, dass die Betrachtung des Prolligsein als anstrebungswertes Ziel eine typische Symbolik fuer den massive Rueckgang des intellektuellen Niveaus der jungen Generation in D. darstellt. ;-)
Und leider hättest du damit wahrscheinlich auch noch Recht :wink:
Unsere Jugend von heute hat doch schöne Vorbilder: Schauspieler die in den Knast müssen, Musiker die in den Knast müssen, Party-Häschen die in den Knast müssen. Aber eines haben alle gemeinsam - sie sind berühmt, reich und haben alles was sich die Jugend von heute wünscht. Das sind echte Proleten. Sowas will man doch gerne werden. :wink:

@gizmo
Was die wirtschaftlichen Aspekte angeht: In Shanghai baut man diese Glaspaläste um weiter Firmen anzulocken, keine Touristen. Shanghai hat nur wenig, was sich für Touris lohnt - zumindest für solche die China kennen lernen wollen.
Und da Deutschland nicht unbedingt der Wirtschaftsstandord ist, zumindest nicht im Moment, wären solche Bauten Zeit-, Geld- und Platzverschwendung. Wenn du Touristen locken willst, musst du etwas errichten bei dem Leute Gefahr sehen und spüren können. Am Besten etwas wo Blut fliesst, das sehen die Leute sich an. Irgendwelche Hochhäuser locken doch keinen Hund mehr hinter dem Sofa hervor. Oder willst du mir erzählen, NY sei ein Touristenmagnet?
Beijing besucht man wegen der Verbotenen Stadt, dem Sommerpalast und dem Platz des himmlischen Friedens. Aber auch nur einmal, dann ist es auch genug.
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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 13:34

Naja... richtig, beijing lockt nur einmal. Aber warum sieht man immer vorallem Shanghai und HongKong im TV? Nicht die vielen anderen Städten wie Qingdao, Wuhan und die anderen...

Außderm ist auch in diesem Forum die Tendenz so, dass die meisten nach Shanghai wollen (oder bilde ich es mir ein?). Shanghai wirkt eben sehr modern...

Die, die in die USA wollen, wollen entweder nach NY oder LA..... ich denke ja, vom Grand Canion mal abgesehen ist der Großstaddtjungel schon das, was die Touristen, Au-Pairs etc. anlockt..
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Beitrag von wuseltiger » 23.08.2007, 13:48

Also ich würde dir zustimmen, dass die Skyline in NY, Shnaghai usw. vieleTouristen anzieht, das ging mir auch nicht anders.. Und NY ist sehr wohl ein Touristenmagnet.
Die Frage ist aber, ob das volkswirtschaftlich Sinn macht. Ob der Nutzen also so groß ist, dass sich die Investition lohnt. Und ich bin nicht davon ueberzeugt, dass Shanghai einen Standortvorteil hat, wegen der Hochhäuser. Doch wohl eher weil es das Eingangstor zu einem 1,5 Milliarden Menschen Markt ist...Genauso wie HK.
Und in D haben wir ganz andere Probleme als protzige Städte. Gebt das Geld für Fortbildung, Forschung und Kindertagestätten aus, das wäre volkswirtschaftlich sinnvoll! Warum sollen wir die Amiss imitieren? Wir haben unsere eigene Kultur. und das hatten wir schon, als die Amis Amiland noch gar nicht entdeckt hatten ;)

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Beitrag von belrain » 23.08.2007, 13:53

no1gizmo hat geschrieben:Naja... richtig, beijing lockt nur einmal. Aber warum sieht man immer vorallem Shanghai und HongKong im TV? Nicht die vielen anderen Städten wie Qingdao, Wuhan und die anderen...
Weil dies die wirtschaftlich interessantesten Städte sind - zumindest im Moment. Und wenn du Leuten auf der Strasse Namen wie Shanghai oder HongKong nennst, können sie damit eher was anfangen als wenn du Ningbo oder Ningguo sagst - geht im Fernsehen ja um Einschaltquoten :wink:
no1gizmo hat geschrieben: Außderm ist auch in diesem Forum die Tendenz so, dass die meisten nach Shanghai wollen (oder bilde ich es mir ein?). Shanghai wirkt eben sehr modern...
"China-Anfänger" wollen dorthin. Ist auch logisch, da es westlicher beeinflusst ist als z.B. Nanjing. Dadurch wird es für Neulinge einfacher zurecht zu kommen. Und ist ja auch bekannter. Und für viele gilt immer noch - bekannt = gut. Nach Shanghai würde ich nur gehen, wenn ich ein gutes Angebot bekäme. Städte wie Qingdao, Dalian oder Xiamen sind zum Leben aber besser geeignet. Haben natürlich nicht so eine "geile Skyline" :wink:
no1gizmo hat geschrieben: Die, die in die USA wollen, wollen entweder nach NY oder LA..... ich denke ja, vom Grand Canion mal abgesehen ist der Großstaddtjungel schon das, was die Touristen, Au-Pairs etc. anlockt..
Nach LA wollen die Leute doch nur wegen der Stars und Sternchen - in der Hoffnung es könnte was auf die abfärben :wink:
Und NY - das Gleiche wie Shanghai in China. Ist eben bekannt. Also muss es toll sein.
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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 14:05

Ich will garantiert nicht gegen die Gelder für die Bildung und Kinderfürsorge stimmen, die sind notwendig und sinnvoll.

Ich denke aber, statt Pakistan und Rußland die Schulden zu erlassen, Entwicklungshilfe für China zuzusprechen, Polen unsere Mig29 Kampfjets für einen 1€ zu "verkaufen" und ausländischen Aussiedlern nen Haufen Geld, Israel Uboote usw. zu verschenken, können wir ruhig den Standort Deutschland modernisieren.

Ich denke, so eine attraktive Skyline in Frankfurt wäre da schon der richtige Schritt und sinnvoller als der Transrapid, den es auch schon woanders gibt.

Es kommen dann nicht Leute allein wegen der Skyline, aber wegen etwas anderem und die Skyline sorgt für die Metropolen-Atmosphäre. Ohne Skyline denke ich nicht, dass man sich in einer Metropole fühlt. Auch so fortschrittliche Länder wie Südkorea und Japan haben eine Skyline, also nicht nur die asozialen Länder wie die USA.

Und für alle, die immer mit "deutscher Kultur" argumentieren: Wer sagt denn, dass die kaputt geht? Icvh sage ja, dass wir die Kultur weiter stärken dürfen, nein sollen, dafür haben wir Berlin, Hamburg, Köln, München, Dresden und viele mehr. Und auch den frankfurter Dom und die Altstadt soll ja nicht platt gemacht werden.

Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

Deutschland ist eine der mächtigsten Volkswirtschaften der Erde, noch, das bleiben wir aber nicht mit ausschließlichen(!) Debatten über Umweltschutz, Ausländerintegration und soweiter. Das sind auch wichtige Punkte, aber die haben nicht jeden Tag die Haputnachrichten verdient. (nun bitte nicht behaupten, dass ich eine Umwelt wie in CHina haben will! Ich sag ja, Umweltschutz ist wichtig)

Lieber mal unsere Ingenieure und Architekten und die dahinterhängenden zich Fachkräfte fordern und einsetzen!

Die in Deutschland meinen, dass sie nun nur noch für soziale Belange und Umweltschutz Zeit und Geld einsetzen dürfen, aber diesen Luxus können wir uns nur leisten, weil Deutschland sehr viel in Industrie und Infrastruktur und Aufbau allgemein investiert hat.

Nun zu sagen "ach, wir haben doch alles was wir brauchen" ist da der absolut falsche Weg.
Wir haben uns den Luxus gegönnt uns mit Geldern für dieses und jenes im Ausland beliebt zu machen, nun wird es aber wieder eng und es muss wieder was erarbeitet werden...

Was einige Leute hier bedenken sollten, wenn wir hier Wolkenkratzer (oder einen Transrapid) bauen und den nicht von Ingenieuren aus Indien und Fachkräften aus Polen erbauen lassen, dann kostet das zwar Steuergelder (wenn nciht Investoren), das Geld bleibt aber im Großen und Ganzen in unserer Volkswirtschaft.
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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 14:12

Und um das Prestige nochmal anzusprechen:

Warum sind deutsche Autos in der Welt so beliebt?
Weil wir auch total ünnötige, aber eben geile Autos bauen. BMW M5, Porsche GT3 bis Carrera GT, Tourag W12, Audi S8, Mercedes SL.... Das macht Eindruck. Gepaart mit unseren deutschen Autobahnen die ein Mythos im Ausland sind... das macht dicken Eindruck.

Vernunftsmenschen werden sagen: "Deutsche könnten doch auch nur Smarts und 3L Polos erfinden und ein Tempolimit von 130km/h bundesweit einführen".
Sicher wäre das vernünftig, aber unsere Volkswirtschaft, die sich enorm auf die Automobilindustrie abstützt, würde auch enorm drunter leiden. Denn wäre der Mytrhos um deutsche Autos nämlich dahin..
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Beitrag von wuseltiger » 23.08.2007, 14:18

gizmo

naja deinen letzten posts kann ich schon viel eher zustimmen..
Die Welt scheint wirklich auf Protz und Prollerei aufgebaut zu sein.
Und gerade die Chinesen leben diesen Traum ganz ungeniert.

Und v.a. brauchen sie solche Statussymbole um das Trauma von jahrhundertelanger Machtlosigkeit zu überwinden...

Als Vernunftsmensch würde ich aber sagen: Nur Geld ausgeben, wenn es sich volkswirtschaftlich rechnet. Protz und Gloria brauchen wir nicht, denn wir wissen auch so , dass wir gut sind ;)

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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 16:20

Ich will euch auch nicht mit Wiederholungen langweilen, aber...
wuseltiger hat geschrieben: Die Welt scheint wirklich auf Protz und Prollerei aufgebaut zu sein.
Eben!

Guck dir Ungarn an!? Bestes Beispiel. Ungar hat nichts. Nen Plattensee und Budapest, in der es etwas Kultur gibt und Partys, das wars. Um so schwerer haben es ungarische Ingenieure, Architekten, auch Wirtschaftswissenschaftler. Denn Ungarn hat keine große Volkswirtschaft mit protzigem Wirtschaftszentrum (bei uns Frankfurt, in England Londin usw), ist weder besonders aktiv in der Raumfahrt noch stellt es große Maschinen oder Autos her, moderne Architektur wie es in den wachsenden Zentren der Welt (Dubai, USA, China,..) gefordert wird gibt es auch nicht.

Deutsche Ingenieure haben noch einen recht guten Ruf, aber das Image sinkt, was hat Deutschland denn noch zu bieten?

Viele Ausländer in Amerika und Asien kaufen sich noch nen normalen BMW und Mercedes, weil diese deutschen Marken euch geniale Monster-Autos gebaut haben die alles wegstecken (Prestige).
wuseltiger hat geschrieben: Als Vernunftsmensch würde ich aber sagen: Nur Geld ausgeben, wenn es sich volkswirtschaftlich rechnet. Protz und Gloria brauchen wir nicht, denn wir wissen auch so , dass wir gut sind ;)
Das wir gut sind ist ja schön und gut, dass wollen andere aber sehen, und zwar ohne sich große Mühen zu machen.

Haben wir eine geile Autoindustrie, stehen deutsche Maschinenbauingenieure (und andere Fachkräfte) sehr gut da.

Haben wir neue Hochhäuser mit vielen Features, stehen unsere Bauingenieur, Architekten und Fachkräfte gut dar.

usw usw

Früher war "made in germany" der Hit, heute besteht der Wert des Spruchs immer noch, aber er sinkt permanent. Was andere Nationen (Rußland baut in Moksau auch gerade eine neue Skyline!!!!! is mir nur gerade eingefallen, so nebenbei, siehe Wikipeda Stichwort "Moskau") aus dem Boden stampfen wird Deutschland schnell verblassen lassen, ...
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Beitrag von Grufti » 23.08.2007, 16:26

no1gizmo hat geschrieben:Ich will euch auch nicht mit Wiederholungen langweilen, aber...
wuseltiger hat geschrieben: Die Welt scheint wirklich auf Protz und Prollerei aufgebaut zu sein.
Eben!

Guck dir Ungarn an!? Bestes Beispiel. Ungar hat nichts. Nen Plattensee und Budapest, in der es etwas Kultur gibt und Partys, das wars. Um so schwerer haben es ungarische Ingenieure, Architekten, auch Wirtschaftswissenschaftler. Denn Ungarn hat keine große Volkswirtschaft mit protzigem Wirtschaftszentrum (bei uns Frankfurt, in England Londin usw), ist weder besonders aktiv in der Raumfahrt noch stellt es große Maschinen oder Autos her, moderne Architektur wie es in den wachsenden Zentren der Welt (Dubai, USA, China,..) gefordert wird gibt es auch nicht.

Deutsche Ingenieure haben noch einen recht guten Ruf, aber das Image sinkt, was hat Deutschland denn noch zu bieten?

Viele Ausländer in Amerika und Asien kaufen sich noch nen normalen BMW und Mercedes, weil diese deutschen Marken euch geniale Monster-Autos gebaut haben die alles wegstecken (Prestige).
wuseltiger hat geschrieben: Als Vernunftsmensch würde ich aber sagen: Nur Geld ausgeben, wenn es sich volkswirtschaftlich rechnet. Protz und Gloria brauchen wir nicht, denn wir wissen auch so , dass wir gut sind ;)
Das wir gut sind ist ja schön und gut, dass wollen andere aber sehen, und zwar ohne sich große Mühen zu machen.

Haben wir eine geile Autoindustrie, stehen deutsche Maschinenbauingenieure (und andere Fachkräfte) sehr gut da.

Haben wir neue Hochhäuser mit vielen Features, stehen unsere Bauingenieur, Architekten und Fachkräfte gut dar.

usw usw

Früher war "made in germany" der Hit, heute besteht der Wert des Spruchs immer noch, aber er sinkt permanent. Was andere Nationen (Rußland baut in Moksau auch gerade eine neue Skyline!!!!! is mir nur gerade eingefallen, so nebenbei, siehe Wikipeda Stichwort "Moskau") aus dem Boden stampfen wird Deutschland schnell verblassen lassen, ...

.und was tust Du selbst für "Deutschland"...

außer rumzumotzen ? :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 17:05

Grufti hat geschrieben: .und was tust Du selbst für "Deutschland"...

außer rumzumotzen ? :roll:
Heißt das, wer selbst nichts tut darf andere nicht darum bitten etwas zu tun?

Außerdem überzeuge ich euch davon, wie es mit D weitergehen sollte/könnte, das is ja auch schon was :wink:

Mal im ernst. Ich kann leider keinen Wolkenkratzer finanzieren.
Ich denke aber schon, dass ich meinen Teil dazu beisteuere.... ich habe schon gearbeitet, mache nun ein Studium (und dabei werde ich sicher auch arbeiten müssen) und dann mal sehen.

Wenn ich dahin komme, wo ich hin will, werde ich sehr viele Steuer zahlen , hier investieren usw., und wenn nicht, werde ich aber trotzdem (hoffentlich) kein HartzIV Empfänger, denke also schon dass ich was für Deutschland tue.

Um es zu verschärfen. Ich denke schon, dass ich mehr für Deutschland tue, als ein Sinologie-Absolvent, der nun bei einem Logistikunternehmen jobbt oder ähnliches, weil er mit seinem Studium nicht viel anfangen kann.
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Beitrag von wuseltiger » 23.08.2007, 17:23

Ich verstehe nur nicht, weshalb du denkst, dass Hochhäuser Deutschland helfen koennten?! Wie?? Warum??
Das mit der Tourismus Sache habe ich verstanden..

Es gab 2003 ca. 3 Millionen Städtereisen in GANZ Europa. Wieviele fallen davon wohl auf Frankfurt bzw. Berlin (oder wo willst du die Hochhäuser haben?)?
Und bringt dass dann die Milliardenkosten wieder rein?

http://www.deutschland-tourismus.de/pdf ... g_04_d.pdf

Also erkläre mir mal, warum ein Hochhaus unserer Wirtschaft helfen soll...

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Beitrag von no1gizmo » 23.08.2007, 17:35

Natürlich könnte man noch ganz andere Dinge finden, als Hochhäuser (Transrapid, der Eifelturm in Frankreich usw.)

Gut, der Tourismuspunkt ist abgehakt und Standort sollte Frankfurt sein, da man in Berlin ganz von vorne anfangen müsste, in Frankfurt gibt es mit 15 Hochhäusern schon eine Basis.

neben den Tourismupunkt wäre da das allgemeine deutsche Prestige, welches sich zur Zeit eher nur noch auf den Transrapid und deutsche Autos stützt. Wenn man an die Wirtschaftsmacht USA denkt, woran denkt ihr? Die Millionenstädte LA, Chicao, Detroit und New York usw.? Und Japan? Die größte Stadt der Welt (auch mit ausgeprägter Skyline) Tokyo... bei China denkt der Ottonormalverbraucher nun Shanghai und Hongkong (und ja, auch an die verbotene Stadt und die chin. Mauer).

Was denkt jemand, wenn er an Deutschland denkt? ........ da gibt es nicht viel.... deutsche Autos wird dann immer genannt.
Wir brauchen Presitge, gestützt auf moderne Technelogien und Architektur. Wenn wir eine Stadt mit dicker Skyline haben und einen Transrapid und die geile Autoindustrie mit freien Autobahnen, dann ist das was, was nach WirtschaftsMACHT aussieht.

Und mit jemanden, den man anmerkt, dass er mächtig ist.... macht man gerne Geschäfte. Architekten aus einem Land mit toller Skyline haben bessere Chancen und besseres Ansehen, als Architekten aus, ja nehmen wir ruhig wieder Ungarn. Das gleiche gilt für Ingenieure. Ingenieure aus einem Land, wo 90% nur Landwirtschaft betrieben wird, müssen sich ebenfalls mehr beweisen, als andere, um ein Vielfaches.

Das ist so, wir Menschen (und in der Tierwelt ist es nicht anders) wollen uns mit dem stärkeren verbünden, mit diesem geschäfte machen.

Ich denke, ich habe das nun ausführlich erklärt. Denkt an Länder wie Ungarn usw. Die haben nichts und in der Welt kaum Marktwert.
Wir müssen weiter expandieren und uns weiter entwickeln. Das Wirtschaftswunder kam, weil Deutschland neu aufgebaut wurde. Nun ist alles fertig, wenn wir zufrieden sind, wächst Deutschland nicht weiter und stagnation ist nun gar nicht gut, wo Dubai, L.A., Moskau und praktisch ganz Asien wächst und wächst und wächst.

Und warum wird in Dubai nun der höchste Wolkenkrater der Welt gebaut? Das hat NUR Prestigegründe.
Auch in deutschen Filmen und in deutschen Musikvideos, überall sieht man die Skyline der USA oder einer anderen Nation. Die USA hat mit seiner prolligen Skyline einen enormen Marketingeffekt.

gerade die nächste Generation wird sich für Kultur aus der Vergangenheit kaum noch interessieren und das Interesse an Städten nach dem Coolness-Faktor festlegen. (was nicht bedeutet, dass wir unsere Kulturgegenstände in die Nordsee schmeißen sollen, aber auch das sagte ich bereits).

Und Wolkenkratzer (oder etwas anderes) zu bauen, sorgt hier auch für Arbeitsplätze, also rausgeworfenes Geld ist das nicht.
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Beitrag von Anthroxx » 23.08.2007, 18:28

also ich finde das eigentlich ziehmlichen schmarrn. das hört sich so an wie: ich trag calvin klein und lacoste damit jeder sieht das ich geld habe...


google mal nen bissken was deutschand so alles an technologisch hochwertigen materialien herstellt.
das ist es was investoren interessiert.


ah, muss leider weg -_- vielleicht später mehr

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Beitrag von wuseltiger » 23.08.2007, 18:38

Uns Deutschen geht es deshalb so gut weil wir fleißig sind (oder es zumindest waren). Das ist auch der Grund warum die Chinesen so unglaublich aufholen. Eine Volkswirtschaft besteht aus mehr als nur dem Eifelturm oder ein paar Prachtbauten. Auch wenn es dir gut gefallen würde, wenn es solche Dinger in D geben würde, sinn machen sie ganz sicher nicht...

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Beitrag von Grufti » 23.08.2007, 18:42

also ich finde das eigentlich ziehmlichen schmarrn. das hört sich so an wie: ich trag calvin klein und lacoste damit jeder sieht das ich geld habe.
Apropos Lacoste...


Witzanfang ( für die Japaner hier im Forum!)


Was meinte ein deutscher Tourist, als das Nilschiff havarierte ?

Komische Leute hier...nix zu fressen haben...aber Rettungsboote von Lacoste !"




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