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 Betreff des Beitrags: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 09:12 
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Was viele Briten, die für ein Verlassen der EU gestimmt haben, nicht wissen bzw. verstehen: sie haben nicht über ein Verlassen oder Verbleib der Briten in der EU abgestimmt, sondern über die Existenz von Grossbritannien überhaupt!

2014 wurde ein Referendum der Schotten über den Verbleib im Staatenbund Grossbritannien noch mit knapper Mehrheit abgelehnt. Hauptargument war damals, dass sie in der EU bleiben wollten. Das hat auch dieses Referendum gezeigt: die Schotten wollen in der EU bleiben. Die einzige Möglichkeit, die ihnen jetzt bleibt, ist die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Somit wird wohl in den nächsten Monaten ein weiteres Referendum anstehen. Und diesmal werden die Schotten wohl mehrheitlich für die Unabhängigkeit stimmen.

Auch die Nordiren haben bereits angekündigt, ein Referendum über die Loslösung von Grossbritannien und einen Anschluss an die Republik Irland abzuhalten.

Bye bye Great Britain

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R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden - ich hab die Zeit noch nicht gefunden!


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 10:57 
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Yingxiong hat geschrieben:
Was viele Briten, die für ein Verlassen der EU gestimmt haben, nicht wissen bzw. verstehen: sie haben nicht über ein Verlassen oder Verbleib der Briten in der EU abgestimmt, sondern über die Existenz von Grossbritannien überhaupt!

2014 wurde ein Referendum der Schotten über den Verbleib im Staatenbund Grossbritannien noch mit knapper Mehrheit abgelehnt. Hauptargument war damals, dass sie in der EU bleiben wollten. Das hat auch dieses Referendum gezeigt: die Schotten wollen in der EU bleiben. Die einzige Möglichkeit, die ihnen jetzt bleibt, ist die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Somit wird wohl in den nächsten Monaten ein weiteres Referendum anstehen. Und diesmal werden die Schotten wohl mehrheitlich für die Unabhängigkeit stimmen.

Auch die Nordiren haben bereits angekündigt, ein Referendum über die Loslösung von Grossbritannien und einen Anschluss an die Republik Irland abzuhalten.

Bye bye Great Britain



Das Referendum ist nicht bindend. Das britische Parlament muss die Regierung beauftragen den Austrittsantrag zu stellen und die Konditionen zu verhandeln.
Das Würstchen aus Würselen ( SPD-Schulz ) kocht jetzt schon, dass es vor Oktober gar nicht erst los geht mit den Verhandlungen.
Wenn den Parlamentariern dies im Zuge der 2 jährigen Verhandlungen klar wird, dass die Möglichkeit besteht Großbritannien zu "verlieren" werden sie die Sache einfach so drehen und wenden, dass man Einwanderung von EU-Bürgern in die Sozialsysteme massiv erschweren wird und Einwanderung von Geringqualifizierten von außerhalb der EU gänzlich verhindern wird und schon wird man nicht mehr formal austreten.
Gibt man den Briten diese Extrawürste nicht, wird UKIP nur noch stärker, alle anderen europäischen Rechten werden noch mehr profitieren.
Denn sie können sagen:
"Schaut mal wie die EU umgeht mit Nationen die ihre Souveränität und Identität behaupten wollen!"

Das BIP pro Kopf von Schottland ist geringer als in Deutschland, auch etwas geringer als in England und das Nordseeöl wird schon in 5 bis 10 Jahren gefördert sein.

Die hämische Freude von der sich viele Deutsche durch die einseitigen Medienberichte haben anstecken lassen ist völlig fehlangebracht. Wer hat auf der Arbeit nicht den dummen Begriff "Inselaffen" gehört?
Dann sind wir Deutsche eben die Kontinentaffen aus denen die Inselaffen entstanden sind?
https://www.theguardian.com/science/201 ... n-ancestry
England/Großbritannien oder wie auch immer sich die Insel bald nennt, könnte mit den USA und Asien eigene Freihandelsabkommen abschließen vor denen sich unsere sozialdemokratisierten Gesellschaften bisher wegducken und Freihandelsabkommen kann man auch mit jedem Staat in Europa einzeln abschließen.
Will die EU das den einzelnen Mitgliedsstaaten verbieten?
Welche Folgen hätte diese Versuche für die Popularität der EU?
Ja es gibt derzeit Unruhe, Unsicherheit und es wird auch Anpassungsschwierigkeiten geben, doch die Briten gehen jetzt ihren eigenen Weg und dann wird die westliche Welt vielleicht bald von 2 Rotblonden Tatmenschen ( Donald und Boris ) vertreten. Junker, Merkel, Gabriel und Hollande haben ihren Zenit überschritten, schon alleine vom Alter her werden sie nicht mehr prägend sein.

Apropos, wer füllt eigentlich die britische Lücke in der EU-Kasse auf? :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 12:12 
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Yingxiong hat geschrieben:
Was viele Briten, die für ein Verlassen der EU gestimmt haben, nicht wissen bzw. verstehen: sie haben nicht über ein Verlassen oder Verbleib der Briten in der EU abgestimmt, sondern über die Existenz von Grossbritannien überhaupt!

2014 wurde ein Referendum der Schotten über den Verbleib im Staatenbund Grossbritannien noch mit knapper Mehrheit abgelehnt. Hauptargument war damals, dass sie in der EU bleiben wollten. Das hat auch dieses Referendum gezeigt: die Schotten wollen in der EU bleiben. Die einzige Möglichkeit, die ihnen jetzt bleibt, ist die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Somit wird wohl in den nächsten Monaten ein weiteres Referendum anstehen. Und diesmal werden die Schotten wohl mehrheitlich für die Unabhängigkeit stimmen.

Auch die Nordiren haben bereits angekündigt, ein Referendum über die Loslösung von Grossbritannien und einen Anschluss an die Republik Irland abzuhalten.

Bye bye Great Britain
Tony hat hoch gepokert - und sich verzockt.

So wie seine Noch-EU-Kollegen und künftige Konter-Parts, die Finanz-Branche und die Wettbüros.

Es ist klar zu sehen, dass es zudem einen Riss durch die Genertionen gibt.

Die Älteren haben für den Brexit gestimmt - die Jungen mit 70 % dagegen.

Nord-Irland hat mehrheitlich auch gegen den Brexit gestimmt und fängt an über eine Wiedervereinigung mit Irland nachzudenken, um so in der EU bleiben zu können.

Die Schotten hatten sich nach dem gescheiterten Unabhängigkeits-Referendum 2014 explizit die Möglichkeit offen gehalten, noch einmal abzustimmen, falls GB aus der EU austreten sollte.

Ein erneutes Referendum in Schottland würde die schottische Unabhängigkeit zur Folge haben.
Groß-Britanien würde - nein WIRD m.E. also zu einem Klein-Britanien werden.

Die brit. Regiereung würde/wird also nicht nur Land und somit auch Bevölkerung verlieren, sondern - und das tut weh - die Einnahmen aus der Ölförderung, die dann komplett an Schottland gehenn.

Und dass GB de facto nur auf das Finanz-"Pferd" gesetzt hat, wird sich nun gleichfalls bitter rächen, denn die wird nach frankfurt/Main, Dublin und Paris entfleuchen.

Nennenswerte Industrie hat GB nämlich keine mehr.

Das ist eine Loose-loose-Situation.
Wobei GB da mehr verliert als die EU.

Dass die Brexit Befürworter nun nichts mehr davon wissen wollen, dass sie die eingesparten EU-Beträge ins brit. Gesundheitssstem pumpen würden, stösst einem Großteil der getäuschten Brexitiers nun mehr wie sauer auf.

Nun sind die Briten eine Seefahrer-Nation und haben ja in weiten Teilen noch (was die Älteren betrifft) ihre Insel-Mentalität und hängen dem untergegangenem British Empire nach, aber letztlich werden sie sich auch mit der neuen Situation irgendwie arrangieren.

Auch wenn die rosa-roten Brexit-Versprechungen sich (s.o.) nach und noch in Rauch auflösen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 13:12 
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sweetpanda hat geschrieben:
Das Referendum ist nicht bindend. Das britische Parlament muss die Regierung beauftragen den Austrittsantrag zu stellen und die Konditionen zu verhandeln.
Ist es de facto, weil die brit. Regierung das Ergebnis akzeptiert und die Austrittsverhandlungen hinauszögert, indem Tony erst in 3 Monaten zurück treten wird.[/quote]
sweetpanda hat geschrieben:
Das Würstchen aus Würselen ( SPD-Schulz ) kocht jetzt schon, dass es vor Oktober gar nicht erst los geht mit den Verhandlungen.
Da würde jeder kochen.
Erst austreten - und dann den Austritt vorsätzlich hinaus zögern ...

Das ist unfair.
Aber die Briten versuchen (aus deren Sicht) natürlich so ihre Verhandlungs-Position zu stärken.
Ich trau Ihnen auch zu während der mind. 2 Trennungs-Jahre, die sie noch in der EU sind, wichtige EU Vorhaben durch ihr Veto zu kippen, um sich so bessere Konditionen für den Zugang zum EU-Binnenmarkt zu erzwingen.

Was würde ich machen?
Diese 2 Jahre (durch Erpressung) erzwungenen Stillstand inkauf nehmen.
Und dann knallharte Bedingungen stellen und in den Verhandlungen auch durch setzen.
Denn wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, dann beraubt siich die EU ihrer Glaubwürdigkeit und kein Verhandlungspartner wird sie international noch ernst nehmen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Kompromiss und Erpressung.
Und sämtl. brit. Regierungen haben mit/durch Erpressung "geglänzt".
Das ist absolut inakzeptabel.
sweetpanda hat geschrieben:
Wenn den Parlamentariern dies im Zuge der 2 jährigen Verhandlungen klar wird, dass die Möglichkeit besteht Großbritannien zu "verlieren" werden sie die Sache einfach so drehen und wenden, dass man Einwanderung von EU-Bürgern in die Sozialsysteme massiv erschweren wird und Einwanderung von Geringqualifizierten von außerhalb der EU gänzlich verhindern wird und schon wird man nicht mehr formal austreten.
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Nur mal zur Erinnerung: Die Briten hatten seinerzeit eine sofortige Arbeitnehmerfreizügigkeit für Polen, Ungarn, Tschechen und die balt. EU-Staaten, während der Rest der Alt-EU-Staaten da noch mehrjährige Übergangsregelungen hatte.

Das man dien Zugang zur Nutzung der Soz.-Systeme an Bedingungen knüpft ist nachvollziebar und auch logisch.
sweetpanda hat geschrieben:
Gibt man den Briten diese Extrawürste nicht, wird UKIP nur noch stärker, alle anderen europäischen Rechten werden noch mehr profitieren.
Denn sie können sagen:
"Schaut mal wie die EU umgeht mit Nationen die ihre Souveränität und Identität behaupten wollen!"
Jeder Klub (und die EU ist einer) hat Konditionen, die erfüllt werden müssen, um dessen Vorteile geniessen zu können.
Rosinen raus picken ala den brit. Regierungen ohne die Klub-Konditionen zu erfüllen ... das geht gar nicht.

Werden die nicht erfüllt: Pech gehabt.
Da hilft dann auch kein Jammern und Meckern.

Wie gesagt: Bei mir würde der Schwanz nicht mit dem Hund wedeln.
sweetpanda hat geschrieben:
Das BIP pro Kopf von Schottland ist geringer als in Deutschland, auch etwas geringer als in England und das Nordseeöl wird schon in 5 bis 10 Jahren gefördert sein.
Und?
Dieses Einnahmen werden der brit. Regierung fehlen.

sweetpanda hat geschrieben:
Die hämische Freude von der sich viele Deutsche durch die einseitigen Medienberichte haben anstecken lassen ist völlig fehlangebracht. Wer hat auf der Arbeit nicht den dummen Begriff "Inselaffen" gehört?
Dann sind wir Deutsche eben die Kontinentaffen aus denen die Inselaffen entstanden sind?
https://www.theguardian.com/science/201 ... n-ancestry
England/Großbritannien oder wie auch immer sich die Insel bald nennt, könnte mit den USA und Asien eigene Freihandelsabkommen abschließen vor denen sich unsere sozialdemokratisierten Gesellschaften bisher wegducken und Freihandelsabkommen kann man auch mit jedem Staat in Europa einzeln abschließen
Ist Dir entgangen, dass Obama im Vorfeld der Brexit-Abstimmung ganz kar gesagt hat, dass sich die Briten bei einem Brexit ganz Hinten werden anstellen müssen und dass man Seitens der USA klar die EU als entscheidenden Partner betrachtet?
sweetpanda hat geschrieben:
Will die EU das den einzelnen Mitgliedsstaaten verbieten?
Welche Folgen hätte diese Versuche für die Popularität der EU?
Welche?
Die von mir beschriebenen.
Aber dazu muss die EU eben auch entsprechend hart verhandeln.
Eine EU des Rosinen-Raus-Pickens ist der falsche Weg.
sweetpanda hat geschrieben:
Ja es gibt derzeit Unruhe, Unsicherheit und es wird auch Anpassungsschwierigkeiten geben, doch die Briten gehen jetzt ihren eigenen Weg und dann wird die westliche Welt vielleicht bald von 2 Rotblonden Tatmenschen ( Donald und Boris ) vertreten. Junker, Merkel, Gabriel und Hollande haben ihren Zenit überschritten, schon alleine vom Alter her werden sie nicht mehr prägend sein.
DAS ist doch wohl nur ein schlechter Witz ...
Tat-Menschen ...

Du solltest Dir mal Trumps "Agenda" und seine Statements rein ziehen.
Der hat m.E. weder eine gute Allgeinbildung oder logischen Sachverstand.
Er ist mit seiner Polemik, Unwissenheit und seiner ... Cowboy-Mentalität, die schlimmste aller möglichen Fehlbesetungen für den Chefsessel im Weißen Haus.

Wenn man das nicht merkt, dann ...

sweetpanda hat geschrieben:
Apropos, wer füllt eigentlich die britische Lücke in der EU-Kasse auf? :wink:
Die Lücke?
Der dt. EU-Beitrag ist 3 x höher als der Brit. - D. ist aber nicht 3 x so groß wie GB.
Oder anders: Sooo groß ist die brit. Beitrags-Lücke nun auch wieder nicht.
Die (ca. 2 Mrd. Euro dt. Anteil) ist verkraftbar, denn Mrs. Maggie hatte ja damals mit ihrer Hadtasche auf den Tisch geknallt und gefordert "I want my money back."
Und schwupps gabs den Briten-Rabatt in Höhe von 2/3 des ursprünglichen Beitrags auf Dauer zurück.
Dieses inkonsequente und geduldete Schwanz-mit-dem-Hund-Wedeln hat die heutige Sitution erst geschaffen.
Auch die, dass sich andere EU-Länder selbst bei einigen Dingen ausklinken - die Subventionen aber als selbstverständlich betrachten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 13:47 
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sweetpanda hat geschrieben:
Apropos, wer füllt eigentlich die britische Lücke in der EU-Kasse auf? :wink:


I.W. Deutschland. So wie es die Exportlücke füllen und unterm Strich gewinnen wird.
Und netto ist die Lücke ohnehin kleiner.

Das Rutschen von GB in die europäische Bedeutungslosigkeit wiegt da schwerer.Schade, dass GB als "stures Korrektiv" in der EU entfällt, um manche frz.-dt. (wahlweise dt.-frz.) Dummheiten/Alleingänge zu reparieren.

Wenn "Resteuropa" mit dem Lamentieren aufhört und nochmal seine demokratischen Errungenschaften der letzten (und geplant-kommenden) Jahre überdenkt, gewinnen alle und GB kommt dann auch zurück.

Bis dahin kann die EU überlegen, ob das Sinken der englischen Muttersprachler auf unter 1% (Irland) zum Anlass zu nehmen, eine Amts- und Arbeitssprache gegen die Weltsprache Chinesisch auszutauschen. Davon gibt's bestimmt dann mehr Muttersprachler als in der Rest-EU. Und nach dem Brexit kommen bestimmt mehr Studenten und Investment aus China nach D als nach GB.

Hoffe nur, dass die Rechtspopulisten nicht davon profitieren. Dann bekommt Europa (und die Welt) ein echtes Problem. Bislang ist das nur ein subjektives Wellness-Problem, wenn auch mit Milliardenverlusten an der Börse, was mich aber nicht wirklich tangiert. Es trifft da nicht unbedingt die Verkehrten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 13:58 
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Eines erscheint doch sehr merkwürdig. in dem Moment, als sich 1 Mitglied der EU über die Bürger dazu entschließt, diese zu verlassen, sind sich ALLE geschlossen einig, dass sich an der EU etwas ändern müsse. Wenn dem so ist, warum hat man damit nicht längst begonnen und warum ist man in der EU ohne Plan B völlig unvorbereitet in die momentane Situation hineingegangen?

Wenn sich an der EU etwas ändern muss, dann sollen die ewigen Märchenonkels an der Spitze erst einmal zurücktreten, sonst bleibt die EU weiter nur ein finanzieller Selbstbedienungsladen mit viel Inkompetenz.
Würde die EU nicht so mies sein, gäbe es keine Spaltungsversuche.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:10 
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maxule hat geschrieben:
Das Rutschen von GB in die europäische Bedeutungslosigkeit wiegt da schwerer.Schade, dass GB als "stures Korrektiv" in der EU entfällt, um manche frz.-dt. (wahlweise dt.-frz.) Dummheiten/Alleingänge zu reparieren.
Das sehe ich z.T. allerdings auch so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
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edmund27 hat geschrieben:
Eines erscheint doch sehr merkwürdig. in dem Moment, als sich 1 Mitglied der EU über die Bürger dazu entschließt, diese zu verlassen, sind sich ALLE geschlossen einig, dass sich an der EU etwas ändern müsse. Wenn dem so ist, warum hat man damit nicht längst begonnen und warum ist man in der EU ohne Plan B völlig unvorbereitet in die momentane Situation hineingegangen?
Weil Logik und Sachverstand durch Lobbyismus und Parteinklüngel ersetzt wurden.
Das "garniert" mit inhaltslosen und nichtssagenden Phrasen ... et voila: Die jetzige Situation.
edmund27 hat geschrieben:
Wenn sich an der EU etwas ändern muss, dann sollen die ewigen Märchenonkels an der Spitze erst einmal zurücktreten, sonst bleibt die EU weiter nur ein finanzieller Selbstbedienungsladen mit viel Inkompetenz.
Würde die EU nicht so mies sein, gäbe es keine Spaltungsversuche.
S.o.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:38 
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Wie ich schon sagte:

Einige Briten bereuen bereits - Die fettesten Brexit-Versprechen sind schon gebrochen

http://www.n-tv.de/politik/Die-fetteste ... 42756.html

Und dass die Briten, die seit mehr als 15 Jahren out of GB leben von der Abstimmung ausgeschlossen wurden ...

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass die mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt hätten.

Das Ergebnis wäre also noch knapper ausgefallen.

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BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:39 
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Seit wann gehört Nordirland eigentlich zu Großbritannien?


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Tony? Der vergnügt sich doch Wendi Deng...


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:45 
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Helfer hat geschrieben:
Tony? Der vergnügt sich doch Wendi Deng...
Sorry, ich meinte natürlich David.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:47 
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qpr hat geschrieben:
Seit wann gehört Nordirland eigentlich zu Großbritannien?
Aus Wiki:

Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1921 nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg statt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 15:00 
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ingo_001 hat geschrieben:
qpr hat geschrieben:
Seit wann gehört Nordirland eigentlich zu Großbritannien?
Aus Wiki:

Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1921 nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg statt.


Das klärt aber nur die Frage, seit wann Rest-Irland NICHT MEHR Teil von Großbritannien ist.

Dies klärt eher die Frage, ab wann der Einfluss vorherrschte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I ... Oranien%29,
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Boyne

Die Iren sahen sich als erste Kolonie Großbritanniens.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende von Grossbritannien
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 15:16 
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edmund27 hat geschrieben:
Eines erscheint doch sehr merkwürdig. in dem Moment, als sich 1 Mitglied der EU über die Bürger dazu entschließt, diese zu verlassen, sind sich ALLE geschlossen einig, dass sich an der EU etwas ändern müsse.

Passiert im Grund ja auch, wenn auch sehr langsam. Den positiven Effekt der Stärkung des EU-Parlaments hat man ja schon mehrfach gesehen. Die Parlamentarier bekommen das Votum direkt zu spüren, während die Kommission trotz des Vorschlagsrechtes des Kommissionspräsidenten eben "vor Gnaden des National-Konsenses" hier eher sukzessivem Wandel unterliegt. Ähnlich wie beim Bundesrat, der sich nur sukzessive ändert und selbst bei einem Erdrutschsieg in einem Bundesland eine neueintretende "Minderheit" rechtzeitig "sozialisieren" wird.

edmund27 hat geschrieben:
Wenn sich an der EU etwas ändern muss, dann sollen die ewigen Märchenonkels an der Spitze erst einmal zurücktreten, sonst bleibt die EU weiter nur ein finanzieller Selbstbedienungsladen mit viel Inkompetenz.

Die Hauptversäumnisse fallen in die Ära Schröder/Chirac (Nizza, Maastrich-Kriterien, "pressetitulierter Lügen-Hans"). Die "Onkels" sind schon alle weg. Aber die Fehler/Versäumnisse in der Flüchtlingspolitik (Verteilung, Organisation, Rahmenbedingungen) sind wohl sehr präsent.


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