Wahlalter ab Null ?

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snowball
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Wahlalter ab Null ?

Beitrag von snowball » 08.09.2014, 19:04

Ich weiß ja nicht, ob ihr das schon aus den Medien mitbekommen habt, aber momentan sind 15 Kinder und Jugendliche vor's Bundesverfassungsgericht gezogen; der Grund:
Sie halten es für verfassungswidrig, dass alle Minderjährigen bei der Bundestagswahl 2013 nicht wählen durften – damit wurden immerhin 14 Millionen Menschen von insgesamt 80 Millionen Menschen in Deutschland von der Wahl ausgeschlossen.
Sie halten diesen Umstand, der sich aus Artikel 38 des Grundgesetzes ergibt, für unvereinbar mit dem Grundgesetz, weil es ja im Artikel 1 heißt "Die Würde des Menschen ist unantastbar." – damit ist ja Altersdiskriminierung verboten – und im Artikel 20 heißt „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ – da gehört die Jugend ja wohl dazu.

Die Nummer hat gewaltigen politischen Sprengstoff, denn falls das Bundesverfassungsgericht den Kindern Recht geben würde – kein Wortspiel beabsichtigt ;D – dann müsste die Bundesregierung eine grundlegende Wahlrechts-Reform durchführen. Heißt das dann Wahlalter ab 0 ? Das wär' durchaus möglich, denn wenn die Altersbeschränkung grundsätzlich umgeworfen wird, was will die Bundesregierung dann machen ? Noch eine Altersbeschränkung einführen, bloß niedriger ?

Die Initiatoren wollen damit jedenfalls erreichen, dass jeder Mensch sein Wahlrecht ausüben darf, sobald er selbst es kann und möchte – unabhängig vom Geburtstag. Konkret schwebt ihnen vor, dass man ab 14 oder 16 wahlberechtigt ist – damit dann auch 4 Wochen vor einer Wahl Post bekommt und Briefwahl machen kann – aber auch früher wählen darf, wenn man sich selbst im Rathaus in's Wählerverzeichnis eingetragen hat.

Zur Wahlrechts-Initiative der Kinder gibt's auch eine eigene Internet-Seite, wo man erfährt,
wie man die Kinder unterstützen kann und wer überhaupt diese Kinder sind:

>>> Wir wollen wählen <<<

... ja, was sagt ihr denn zu der Sache ?
Jugend an die Wahlurnen – YAY oder NEY ? Und vor allem: Warum seht ihr das so ?

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von sweetpanda » 08.09.2014, 19:40

Meiner Meinung nach sollte es so sein, dass man erst eine Art "Allgemeinbildungstest" machen muss um wählen zu dürfen. Wenn ein 14-jähriger diesen besteht, kann er wählen gehen, wenn ein 40-jährige den Test nicht besteht, kann er nicht wählen gehen.
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so trübsinnig machen.“

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snowball in den Müll ? (war Wahlalter ab Null ?)

Beitrag von Laogai » 08.09.2014, 22:42

snowball hat geschrieben:... ja, was sagt ihr denn zu der Sache ?
Ich sage snowball arbeitet sich mit seiner nächsten Agenda wieder durch alle Foren.
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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von jackie_chan » 08.09.2014, 22:47

Bei der Schreibweise von ihm/ihr ist das auch ein bisschen durchgeschimmert, dass Werbung für die Sache gemacht wird (was jetzt nicht unbedingt schlecht sein muss).

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von mazzel » 09.09.2014, 02:52

Es gibt genug Idioten im Wahlalter, da brauchen wir nicht noch die ganzen Idioten, die jünger sind!

Ne im Ernst, ich glaube nicht, dass das was wird und das ist auch gut so. Das "Alter" ist zwar schon ein recht schlechter "Reife-Indikator", welcher sich aber noch recht einfach messen lässt. Warum sollte man diesen also einfach nach unten korrigieren? Wenn die Kiddies einen Vorschlag für einen genau so einfachen Indikator haben, der auch die "Wahl-Reife" von jüngeren bestätigt, dann her damit.
Die Idee mit groß angelegten Tests halte ich auch nicht für sinnvoll. Es gehen so schon wenige Menschen wählen. Wenn man sich dieses Recht jetzt erst noch "ertesten" muss, dann haben wir Wahlbeteiligungen von 20%

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von Luntan » 09.09.2014, 14:47

Und was kommt dann: Autofahren mit 10 Jahren, Schiessen mit MP mit 11 Jahren wie in den USA und schwanger werden mit 12 wie in Afrika? Viel Erfolg mit Deiner Weltsicht :mrgreen:

Das hat nun Mal keine Chance, zum Glück.

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von GigiPineapple » 09.09.2014, 15:35

Damit dann jeder seine Kinder brav zum Wählen schicken kann? Selbstverständlich nur die Partei, die Papa auch wählt.
Habe bei der Bundestagswahl einen (vermutlich) 18-Jährigen gesehen, dessen Opa oder Vater neben ihm stand und ihm gesagt hat, wo er ankreuzen soll. Wenn sich manche Volljährige noch so beeinflussen lassen, wie einfach gehts dann erst bei nem 12-Jährigen?

Außerdem hat die CDU/CSU bzw. neuerdings auch der Adolf für Deutschland dann einen klaren Vorteil, wenn jeder Großbauer seine 6 Kinder zum Wählen schickt. :evil: :lol:

Selten so ne dämliche Idee gehört.
Weather forecast for tonight: dark.

I cook with wine, sometimes I even add it to the food.

All generalizations are false, including this one.

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von ingo_001 » 09.09.2014, 16:02

F.D.P.: Chancen- weil i.d.R. kinderlos - die hätten nichts davon
Die beiden C-Parteien, SPD und Linken: Na ja 1-2 Kids - könnte schon was bringen
Grüne: Na, ja ... wenn Ringeltauben, Windräder und befreite Legehennen wählen könnten ...
AfD: die propagieren ja 4 Kids pro Familie - das gäbe einen Sprung nach oben im Parteien-Ranking

Aber:

Was, wenns mal ne IAfD geben sollte?

Dann würde es erst richtig "lustig" werden ...

Ach ja ... IAfD -> Islamische Alternative für Deutschland.

Ab nun diese beiden "AfD-Varianten" so erstrebenswert sind ... ?

Jungs, wenns hier soweit kommt, dann macht schon mal nen Platz frei - wir sind dann schneller in China als geplant :mrgreen:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von Ariandi » 10.09.2014, 09:39

Wieso sollen denn pubärtierende Kinder wählen dürfen? Hier sind doch bestimmt genug Leute die Eltern sind und genau wissen was mit den Kindern in dem Alter abgeht, in dem Alter sind die Kinder grade dabei sich selbst zu finden und dann sollen die auch noch eine Wahl treffen? Die entscheiden sich doch alle 5 min um, was ihre Meinung angeht.

Was ich aber befürworten würde wäre dieser "Allgeminbildungstest" der weiter oben angesprochen wurde. Nur würde ich den Test auf die Wahlparteien ausrichten. Ich gehe auch nicht wählen ohne vorher zu wissen was die Parteien wollen und was nicht.

Liebe Grüße
Ariandi

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von canni » 10.09.2014, 10:09

Was ihr Euch hier so zusammenreimt? Fast noch schlimmer als der dumpfe Grölemeyer mit seinem Song damals. Bei dem kam ja erleichternt hinzu, dass er damals keine Kinder hatte oder kannte. Ariandi hat vollkommen recht. Kinder in dem Alter haben anderes im Kopf. Ihr würdet Euch wundern, wer da Präsident wäre. IN Amerika war ja schon Mickey Maus im Gespräch und bei uns wäre es unter Umständen in dem Alter der Boss alias Kollegah. Passt doch: Deutscher mit Migrationshintergrund und Muslim. Was wollt ihr mehr?

Also das mit den Kindern ist Unfug. Aber, mal kürzer gedacht. Warum halten wir so teuere Wahlen ab? Kost Geld kost Zeit und bringt im endeffekt fast treffgenau das Ergebnis der letzten Wahlprogonosen durch die entsprechenden Insitute. Also warum machen wir es nicht gleich nur mit gezielten Umfragen?

Statt der 1000 befragen die dann 10 000 und das Ergebnis wird noch genauer. Und wir müssen keine Wahlplakate dulden, die wir selbst bezahlt haben und wir müssen auch nicht zur Urne rennen (können uns wieder darauf besinnen eines Tages zu dieser getragen zu werden).....

Na was meint ihr?
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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Re: snowball in den Müll ? (war Wahlalter ab Null ?)

Beitrag von snowball » 13.09.2014, 17:29

My 2 cents:
Ich find', dass zur Wahl zu gehen ein Bürgerrecht ist und somit jeder Person mit
deutscher Staatsbürgerschaft zuzustehen hat – für Kommunalebene bin ich
sogar für Wahlrecht für Menschen, die hier lange leben, aber keine deutsche
Staatsangehörigkeit haben, aber ich schweif' jetzt ab... zurück zur Sache:
Bzw, wenn Wahlrecht nach unten hin – also bei Minderjährigen – beschnitten
wird, dann hat's gefälligst auch nach oben hin – Vorschlag: Ab
75 Jahren – beschnitten zu werden.
Vor allem muss man sich bei der Sache auch mal eines vor Augen halten:
Die junge Generation hat am stärksten die Konsequenzen unserer heutigen
Politik auszubaden – nämlich ein ganzes Leben lang, mehr als 70 Jahre, und
das sollte man mal vor dem Hintergrund unserer Rentenpolitik, unserem
Umgang mit Atommüll, oder unserer Politik bezüglich Klimawandel reflektieren.
Wenn man diesen Gedanken in aller Konsequenz weiterverfolgt, würd' man
sogar bei einem Wahlrecht landen, das mit zunehmendem Alter immer weniger
wird bis es im ganz hohem Alter fast verschwunden ist, aber diese Konsequenz
ist nicht meine Position, weil wie gesagt:
Für mich ist Wahlrecht = Grundrecht/Bürgerrecht.
Laogai hat geschrieben:
snowball hat geschrieben:... ja, was sagt ihr denn zu der Sache ?
Ich sage snowball arbeitet sich mit seiner nächsten Agenda wieder durch alle Foren.
Und ich sage dir das, was ich dir immer sage:
Es spricht nix gegen eine breite Diskussion. Wenn du die Threads in den
unterschiedlichen Foren durchgehst, wirst du feststellen, wie sich in manchen
Foren eine sehr starke Mehrheit für Wahlalter ab 0 herausbildet, während
hingegen in anderen Foren sich eine Mehrheit gegen Wahlalter ab 0 herausbildet.
Ich finde das spannend und gehe diesen Weg auch deshalb, weil auf diese
Weise qualitativ am meisten rumkommt, also das Thema aus unterschiedlichsten
Perspektiven heraus beleuchtet wird. Und ich werde diesen Weg auch wieder
gegen, wenn mich irgend ein politisches Thema reizt und motiviert politisch aktiv
zu werden; da kannst du noch so oft in dieser lächerlichen Überführungs-Sprechweise
darauf hinweisen, dass ich auch in anderen Foren eine Diskussion zum jeweiligen
Thema anrege.

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von mazzel » 13.09.2014, 17:45

Ich fände es hingegen mal ganz nett, wenn du auch mal etwas zur eigentlichen Foren-Thematik beitragen würdest: CHINA

Es ist ja ganz toll, dass du dich politisch angagierst, aber es wäre auch ganz toll, wenn du dabei den Sinn dieses Forums nicht vergessen würdest. Nur politische Propaganda kannst du in den dafür vorgesehenen Foren betreiben. Ich bin ja auch für ausgiebige Diskussionen über verschiedene Themen zu haben. Du bist allerdings nur für eine Sache hier und die hat mit der eigentlichen Foren-Thematik im engeren Sinne nicht so viel zu tun.

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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von Grufti » 13.09.2014, 17:52

mazzel hat geschrieben:Ich fände es hingegen mal ganz nett, wenn du auch mal etwas zur eigentlichen Foren-Thematik beitragen würdest: CHINA

Es ist ja ganz toll, dass du dich politisch angagierst, aber es wäre auch ganz toll, wenn du dabei den Sinn dieses Forums nicht vergessen würdest. Nur politische Propaganda kannst du in den dafür vorgesehenen Foren betreiben. Ich bin ja auch für ausgiebige Diskussionen über verschiedene Themen zu haben. Du bist allerdings nur für eine Sache hier und die hat mit der eigentlichen Foren-Thematik im engeren Sinne nicht so viel zu tun.
Wieso ? Das Thema steht schon in einem Forum, das sich nicht mit China beschäftigt....wenn auch im falschen ---- Es steht im "OFF-TOPIC" Forum, gehört aber ins DEUTSCHLAND-Forum...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von Grufti » 13.09.2014, 23:38

Zur Info:


Morgen wird in Brandenburg gewählt.....und dort ist es für Jugendliche ab 16 möglich "es" zu machen


Es wird sicher Analysen geben. wieviele "es" wie ab 16 "gemacht" haben ... 8) :D
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Wahlalter ab Null ?

Beitrag von mazzel » 14.09.2014, 08:36

Grufti hat geschrieben: Wieso ? Das Thema steht schon in einem Forum, das sich nicht mit China beschäftigt....wenn auch im falschen ---- Es steht im "OFF-TOPIC" Forum, gehört aber ins DEUTSCHLAND-Forum...
Grufti, es geht mir nicht um das Thema, sondern um den Author.

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