Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

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aquadraht
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von aquadraht » 30.06.2012, 11:22

Pang_Zi hat geschrieben:Das Verhalten kann man selbst im Flugzeug beobachten...
Sorry, das kann man drehen und wenden wie man will.. ich glaube keiner bestreitet hier, das es woanders nicht auch vorkommen kann, aber es fällt halt in China - ich kann hauptsächlich für Shanghai sprechen - doch schon extrem negativ auf! ...
Das mit dem negativen Auffallen liegt wohl stark an denen, die sich davon genervt fühlen wollen. Bezüglich Drängeln seh ich eher Abstufungen: Die Briten sind da immer noch die Weltmeister in Disziplin, die Deutschen sind bestenfalls unteres Mittelfeld, die Chinesen etwa in einer Klasse mit den Südeuropäern (mit denen sie auch bezüglich Lautstärke manches gemein haben, und nicht nur negatives, bei meinem ersten Chinaaufenthalt fühlte ich mich in vielem an Italien erinnert). Darunter gibt es aber noch ein sehr weites Feld, das Indien ebenso einschliesst wie viele afrikanische und südamerikanische Länder. Dagegen sind die Chinesen hoch diszipliniert, beim Schlangestehen, im Strassenverkehr, bei Gleisüberquerung, Nutzung von Transportmitteln über alle Grenzen und was es da noch alles gibt.

Insofern finde ich das meiste hier schlicht provinzielles Gekreische, wie schon beim Strassenverkehrsthread.

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da hai
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von da hai » 30.06.2012, 11:46

aquadraht hat geschrieben: Was die Drängelei angeht: Ich fand und finde Beijing oft (ok nicht um den Nationalfeiertag) in der U-Bahn entspannender als Berlin. Ich finde die Regel, dass man in der Mitte aus- und an den Seiten einsteigt, und zwar gleichzeitig, sehr intelligent und effizient.
Sorry, aber was ist daran intelligent und effizient? Insbesondere wenn viele Leute aus- und einsteigen wollen, blockieren die reinströmenden Massen diejenigen die raus wollen.
aquadraht hat geschrieben:Ich habe es in Berlin mal erlebt, dass in der S-Bahn (die Eingänge fast doppelt so breit wie in der U-Bahn) vier Leutchen ausstiegen, und ich mir erlaubt habe, gleichzeitig an der Seite einzusteigen. Drei davon grölten empört "erst aussteigen, dann einsteigen!", [...]
Womit sie auch vollkommen Recht haben :lol:. Ist doch wirlich eine einfache Regel. Erst raus dann rein. Und dann läuft das auch. Also nochmal: erst raus dann rein. Also ein wenig Anpassung kann man da schon verlangen :D .
aquadraht hat geschrieben: [...] und eine junge etwas massive Blondine versuchte mich herauszurempeln, was ihr um einige Meter misslang (sie fiel fast hin), worauf sie nicht Druckreifes produzierte [...].
Sowas ist natürlich trotzdem nicht schön und auch nicht in Ordnung. Aber Atze, du warst in Berlin - der Stadt der Unhöflichkeit und der losen Schnodderschnauze. Also ein wenig Anpassung an das Lokalkolorit kann man da schon verlangen.
aquadraht hat geschrieben: Soviel zum drängelfreien Deutschland. Derartiges oder auch nur vergleichbares ist mir in China nicht passiert.

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Witzbold :lol:. Natürlich ist dir das in China noch nicht passiert, da dort alle drängeln. Als ich mich letztens am Fahrkartenschalter ganz vorne reingedrängelt habe anstatt mich hinten anzustellen, haben mich auch gleich alle angekeift. Ist mir in China auch noch nicht passiert :lol:.

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von aquadraht » 30.06.2012, 13:22

da hai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben: Ich finde die Regel, dass man in der Mitte aus- und an den Seiten einsteigt, und zwar gleichzeitig, sehr intelligent und effizient.
Sorry, aber was ist daran intelligent und effizient? Insbesondere wenn viele Leute aus- und einsteigen wollen, blockieren die reinströmenden Massen diejenigen die raus wollen.
Ich dachte, den Unterschied zwischen parallel und seriell zu begreifen, benötige keines Informatik-, Physik oder Mathematikstudiums. Die U-Bahnen in Beijing haben recht kurze Verweilzeiten in den Bahnhöfen, es klappt also meistens ganz gut, natürlich am besten, wenn die Einweiser da sind.
da hai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Ich habe es in Berlin mal erlebt, dass in der S-Bahn (die Eingänge fast doppelt so breit wie in der U-Bahn) vier Leutchen ausstiegen, und ich mir erlaubt habe, gleichzeitig an der Seite einzusteigen. Drei davon grölten empört "erst aussteigen, dann einsteigen!", [...]
Womit sie auch vollkommen Recht haben :lol:. Ist doch wirlich eine einfache Regel. Erst raus dann rein. Und dann läuft das auch. Also nochmal: erst raus dann rein. Also ein wenig Anpassung kann man da schon verlangen :D .
Das ist es, warum ich mich in China (oder auch Südeuropa) wohler fühle als in Deutschland (wobei Berlin noch deutlich lockerer ist als der Rest), Schulmeister, Blockwarte und Hilfssherriffs, wohin man schaut.

Es "läuft" nämlich mit dem Ein- und Aussteigen dann wunderbar, wenn man nicht darauf stiert, dass andere "richtig" einsteigen, sondern auf die eigenen Füsse achtet, anders als die pöbelnde Blondine, die sich fast die Knochen gebrochen hätte vor Empörung. Und das hat nichts mit der Berliner Schnoddrigkeit zu tun, sondern mit der deutschen Schulmeisterei. Die ist im Süden Deutschlands eher schlimmer.
aquadraht hat geschrieben: Soviel zum drängelfreien Deutschland. Derartiges oder auch nur vergleichbares ist mir in China nicht passiert
Witzbold :lol:. Natürlich ist dir das in China noch nicht passiert, da dort alle drängeln. Als ich mich letztens am Fahrkartenschalter ganz vorne reingedrängelt habe anstatt mich hinten anzustellen, haben mich auch gleich alle angekeift. Ist mir in China auch noch nicht passiert :lol:.
Offenbar ist Dir vor Schulmeisterei die Logik abhanden gekommen. Wenn jemand 2m links von Dir frevelhaft in einen obendrein fast leeren Zug einsteigt, nimmt Dir das nichts als Deinen Stolz, erst aussteigen gedurft zu haben, und beschleunigt den Betrieb, statt ihn aufzuhalten. Wenn sich jemand vor eine Schlange stellt, verschlechtert er deren Chance, dranzukommen.

Aber es stimmt, dass die Chinesen auch da toleranter sind. Vor einer Weile stand ich in Hangzhou am Bahnhof, in einer der ca. sechzehn Schlangen in der Schalterhalle. In der Schlange rechts neben uns drängte sich ein vielleicht dreissigjähriger Mann, vom Aussehen her vermutlich Wanderarbeiter, mit riesiger Reisetasche und einem vielleicht 10jährigen Mädchen an den Wartenden vorbei. Nach so etwa 10-15 Leuten war er entweder da, wo er hinwollte oder wurde nicht weiter durchgelassen (das war nicht klar zu sehen) und reihte sich ein. Ein Mann in meiner Nähe machte auch eine abschätzige Bemerkung so Richtung meiyou wenhua, eine Frau neben ihm widersprach, was sie genau sagte, hab ich nicht mitbekommen.

In Deutschland habe ich erlebt, dass eine Frau im Reisezentrum jeden einzelnen anbetteln durfte "lassen Sie mich bitte durch, da vorne steht mein Mann", und trotzdem noch Spiesser und Schulmeister moserten, auch aus der Nachbarschlange, die nichts davon hatte.

Ich versuche aber auch nicht ständig, die Deutschen zu ändern. Wenn man über deren Marotten wegschaut, kommt man auch mit denen eigentlich ganz gut klar.

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von sanctus » 30.06.2012, 14:52

sanctus hat geschrieben: Im Uebrigen finden Leute aus Indonesien, Japan, Korea, Laos, Vietnam, USA, Thailand, Kolumbien, Nigeria und Nordkorea (auf die Bekanntschaft bin ich besonders stolz :mrgreen: ), dass Chinas Gesellschaft wirkliche grosse Probleme hat, und damit wird nicht nur das Gedraengel und Rumgemotze gemeint. Ist also kein rein deutsches Empfinden!!!
...ueberlesen???

Und ich bin ein toleranter Mensch und passe mich gerne an, aber es gibt ebend auch Missstanede, die man ja wohl noch als diese bezeichnen darf. Und da die passe ich mich nicht an, sondern mache allen klar, dass ich das furchtbar finde. Komischerweise legen da Chinesen immernoch Wert drauf, was der Auslaender denkt.

Oder soll ich beim naechsten Mal den jungen Kerl weiter auf einen Rentner einpruegeln lassen?

...und beim Draengeln mache ich es an schlechten Tagen konsequent anders und uebertreibe es hier auch gerne mal. Wenn dann Beschwerden kommen, sage ich immer: "Das ich hab' ich von euch Chinesen so gelernt. Ansonsten kann man hier nur verlieren..."
Ansonsten auch hier von mir eher Kommentare und abwertende Blicke, die Chinesen schon etwas ausmachen...Manchmal jedenfalls.
谁想要大成绩,就要有更大的目标!

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von da hai » 30.06.2012, 15:41

aquadraht hat geschrieben:
da hai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben: Ich finde die Regel, dass man in der Mitte aus- und an den Seiten einsteigt, und zwar gleichzeitig, sehr intelligent und effizient.
Sorry, aber was ist daran intelligent und effizient? Insbesondere wenn viele Leute aus- und einsteigen wollen, blockieren die reinströmenden Massen diejenigen die raus wollen.
Ich dachte, den Unterschied zwischen parallel und seriell zu begreifen, benötige keines Informatik-, Physik oder Mathematikstudiums. Die U-Bahnen in Beijing haben recht kurze Verweilzeiten in den Bahnhöfen, es klappt also meistens ganz gut, natürlich am besten, wenn die Einweiser da sind.
Mir scheint, als ob du mit der U-Bahn nur im Geiste gefahren bist oder mal davon gelesen hast, ansonsten würdest du verstehen, was ich gemeint habe. Denn es gibt hierbei sehr wohl einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wenn viele Leute aussteigen wollen, stehen diese bis in den Gang hinein. Ein paralleles System funktioniert nur dann, wenn die Leute, die sich im Fahrzeuginneren sowohl im Bereich vor der Tür als auch im Gang befinden, mittig stehen würden. In diesem Fall würde es jeweils links und rechts Freiräume geben, die die Einsteigenden ausfüllen könnten. Während dies im Eingangsbereich eventuell noch machbar wäre, strömen die aus dem Gang aber auf dem möglichst kürzesten Weg nach draußen und kollidieren damit automatisch mit den Einsteigenden. Und du glaubst doch wohl selbst nicht, dass das egal wo auf der Welt klappen würde, dass sich die Leute in L-Form im Wagen hinstellen.

Übrigens sind für mich die Striche auf den U-Bahnhöfen dafür da, dass die Leute dahinter warten und den Aussteigenden somit genug Freiraum zum schnellen Aussteigen geben und nicht dass sie sich seitlich reindrängeln sollen. Würde ich übrigens gut finden, wenn man das in Deutschland übernimmt.
aquadraht hat geschrieben:
da hai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Ich habe es in Berlin mal erlebt, dass in der S-Bahn (die Eingänge fast doppelt so breit wie in der U-Bahn) vier Leutchen ausstiegen, und ich mir erlaubt habe, gleichzeitig an der Seite einzusteigen. Drei davon grölten empört "erst aussteigen, dann einsteigen!", [...]
Womit sie auch vollkommen Recht haben :lol:. Ist doch wirlich eine einfache Regel. Erst raus dann rein. Und dann läuft das auch. Also nochmal: erst raus dann rein. Also ein wenig Anpassung kann man da schon verlangen :D .
Das ist es, warum ich mich in China (oder auch Südeuropa) wohler fühle als in Deutschland (wobei Berlin noch deutlich lockerer ist als der Rest), Schulmeister, Blockwarte und Hilfssherriffs, wohin man schaut.

Es "läuft" nämlich mit dem Ein- und Aussteigen dann wunderbar, wenn man nicht darauf stiert, dass andere "richtig" einsteigen, sondern auf die eigenen Füsse achtet, anders als die pöbelnde Blondine, die sich fast die Knochen gebrochen hätte vor Empörung. Und das hat nichts mit der Berliner Schnoddrigkeit zu tun, sondern mit der deutschen Schulmeisterei. Die ist im Süden Deutschlands eher schlimmer.
Ist schon komisch. Du forderst Toleranz für Verhaltensweisen in China, hast aber selbst keinen Bock Toleranz gegenüber Verhaltensweisen in Deutschland aufzubringen. Wie gesagt, jeder weiß - und du weißt das auch - , dass es in Deutschland üblich ist, dass man erst die Leute aussteigen lässt und erst dann einsteigt. Wenn man das nicht macht, muss man halt schon mal damit rechnen das man blöd angefahren wird, auch wenn ich das in dem Fall natürlich nicht ok finde. Als gebürtiger Berliner kann ich wohl schon sagen, dass die Berliner nicht gerade wegen ihrer Höflichkeit bekannt sind. Die Reaktion hat nichts mit Schulmeisterrei zu tun, sondern die Dame hat sich schlicht und ergreifend aufgeregt.
aquadraht hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben: Soviel zum drängelfreien Deutschland. Derartiges oder auch nur vergleichbares ist mir in China nicht passiert
Witzbold :lol:. Natürlich ist dir das in China noch nicht passiert, da dort alle drängeln. Als ich mich letztens am Fahrkartenschalter ganz vorne reingedrängelt habe anstatt mich hinten anzustellen, haben mich auch gleich alle angekeift. Ist mir in China auch noch nicht passiert :lol:.
Offenbar ist Dir vor Schulmeisterei die Logik abhanden gekommen. Wenn jemand 2m links von Dir frevelhaft in einen obendrein fast leeren Zug einsteigt, nimmt Dir das nichts als Deinen Stolz, erst aussteigen gedurft zu haben, und beschleunigt den Betrieb, statt ihn aufzuhalten. Wenn sich jemand vor eine Schlange stellt, verschlechtert er deren Chance, dranzukommen.
Mit der Logik und deinen Vergleichen scheint es nicht weit her zu sein. Wenn du schon den leeren Zug als Beispiel nimmst, dann bitte auch die Schlange die keine ist. Andernfalls nimmt es mir in einem vollen Zug als Austeigenden sehr wohl die Chance noch rechtzeitig aus dem Zug zu kommen. Es ist doch wohl klar, dass wir uns hier nicht über leere Züge zu unterhalten brauchen.

Mal allgemein, du brauchst nicht jeden, der einen anderen Standpunkt vertritt, als Schulmeister abzustempeln. Vielleicht solltest du dir dann nämlich auch mal an die eigene Nase fassen und nicht ständig versuchen andere Leute zu belehren, wie man die Dinge zu sehen hat. In diesem Sinne PEACE!

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von Auryn » 30.06.2012, 15:43

qpr hat geschrieben: Zwischen China und Deutschland bestehen doch riesige kulturelle Unterschiede, da sind Vergleiche doch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Du siehst die Sache viel zu eng. Hier haben einige nur gesagt, dass das Drängeln zur chinesischen Kultur gehört. Wie no1gizmo schon richtig zitiert hat, ist Kultur nicht nur der Querschnitt oder das "gute" sondern eben vor allem der aktuelle Zeitgeist - und wie der aussieht kann man jeden Tag beim Busfahren sehen. Anstatt ihr das einfach akzeptiert, seid ihr diejenigen die Vergleiche mit Deutschland oder der Geschichte ziehen und das, aus welchem Grund auch immer, abstreiten wollen. Ich komme sehr gut mit China klar, trotzdem ist das Drängeln eine nervige Sache. In Deutschland nerven mich auch einige Sachen und in anderen Ländern wieder andere. So ist das halt. Keine Kultur ist perfekt. Aber man darf doch darüber reden oder? Schließlich ist das ein China Forum! Muss man erst immer die kulturellen Begebenheiten aller anderen Länder aufdrößeln oder gar die Vergangenheit Chinas bevor man sich zur Kultur äußern darf? Sehe ich nicht so. Mir ist es relativ egal, warum und wieso in China gedrängelt wird. Der Punkt ist: Es wird nun mal gedrängelt - und zwar sehr häufig. Mag ja alles sein das China wie Deutschland vor 50 oder 100 Jahren ist, sich China noch entwickelt usw. usw. - benutzt das aber bitte nicht als Maulkorb für andere Forenmitglieder, nur weil ihr das geschriebene nicht hören wollt. Notfalls müsst ihr euch halt ausloggen.

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von AngelofMoon » 30.06.2012, 16:00

Auryn hat geschrieben:Ich komme sehr gut mit China klar, trotzdem ist das Drängeln eine nervige Sache.
Ich schmunzele immer über das Drängeln in China, kommt mir vor als ob die Leute etwas verpassen würden.
Das Drängeln hat aber nichts mit Kultur zu tun, das hat wohl mehr mit der Erziehung und dem vorleben seiner Mitmenschen in der Umgebung zu tun.
So etwas nennt man dann anpassen an das Leben.
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von Auryn » 30.06.2012, 16:03

AngelofMoon hat geschrieben: Das Drängeln hat aber nichts mit Kultur zu tun, das hat wohl mehr mit der Erziehung und dem vorleben seiner Mitmenschen in der Umgebung zu tun.
Vor allem das gehört auch zur Kultur.
Unter Kultur versteht man nicht nur Denkmäler, Gedichte und alte Musik ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur

Das scheint hier auch das Problem zu sein im Forum ... manche Forenmitglieder assoziieren Kultur nur mit positiven oder geschichtsträchtigen bzw. "etwas bewährten". Da klingt es dann schon sehr negativ, wenn man sagt, dass das Drängeln zur chinesischen Kultur gehört. Kultur ist vor allem auch Zeitgeist, und um den zu sehen braucht man nur im hier und jetzt die Augen auf machen.

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von no1gizmo » 30.06.2012, 16:08

AngelofMoon hat geschrieben: Das Drängeln hat aber nichts mit Kultur zu tun, das hat wohl mehr mit der Erziehung und dem vorleben seiner Mitmenschen in der Umgebung zu tun.
So etwas nennt man dann anpassen an das Leben.
Erziehung und Vorleben hat also nichts mit Kultur zu tun :roll:
Man hat es also immer noch nicht begriffen.
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von AngelofMoon » 30.06.2012, 16:22

Auryn hat geschrieben:Das scheint hier auch das Problem zu sein im Forum ... manche Forenmitglieder assoziieren Kultur nur mit positiven oder geschichtsträchtigen bzw. "etwas bewährten". Da klingt es dann schon sehr negativ, wenn man sagt, dass das Drängeln zur chinesischen Kultur gehört. Kultur ist vor allem auch Zeitgeist, und um den zu sehen braucht man nur die Augen auf machen.
Wie wäre es mal mit der Bezeichnung Lebensweise.
Es gibt mehr Wörter als nur Kultur oder schreibst du immer aus meiner Kulturellen Sicht.
Man kann fast alles immer mit dem Begriff Kultur bezeichnen (Esskultur, Schreibkultur, Baukultur....)
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von Laogai » 30.06.2012, 17:10

Auryn hat geschrieben:
AngelofMoon hat geschrieben:Das Drängeln hat aber nichts mit Kultur zu tun, das hat wohl mehr mit der Erziehung und dem vorleben seiner Mitmenschen in der Umgebung zu tun.
Vor allem das gehört auch zur Kultur.
Vielleicht zu einer Kultur, aber nicht zur chinesischen Kultur per se! Ausserhalb chinesischer Grossstaedte (dort ist es naemlich aus der Not heraus entstanden :!:) wird kaum gedraengelt. Warum auch, ist doch genug Platz fuer alle da.

Mir scheint hier koennen einige nicht ueber den eigenen Tellerrand hinaus blicken. Sie leben in den genannten "Problemzonen" bzw. wurden dorthin entsendet bzw. haben nur diese bereist und meinen nun ganz China und die chinesische Kultur beurteilen zu koennen. Die Diagnose dafuer ist eindeutig: 坐井窥天.
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von edmund27 » 30.06.2012, 18:06

Also das Drängeln scheint ja ein sehr ausuferndes Thema zu sein. Meine Meinung ist, dass wo sich viele Menschen aufhalten immer die Drägelei am größten ist. Ich habe das auch schon bei Massenveranstaltungen in Deutschland. erlebt. 8) 8) 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von Luntan » 01.07.2012, 01:45

Einigen die hier rummeckern steckt der Teil des "Deutschen Kulturerbes" tief in den Knochen der im Prinzip allein auf "Ordnung muss sein" beruht.

Wenn sich dann 10 Japaner in einer Reihe aufstellen, und sich ein Messer in den Bauch stossen sowie "Harakiri" brüllen, wird die als kulturelle Meisterleistung bewundert: Ganz einfach, sie haben sich "In eine Reihe aufgestellt". Hauptsache es ist eine Reihe und alle tun dasselbe, ob es gar einen Sinn macht spielt keine Rolle. Eben, "Ordnumg muss sein".

Luntan grüsst alle Ordnungsfreaks :mrgreen:

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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von no1gizmo » 01.07.2012, 03:05

Luntan hat geschrieben:Wenn sich dann 10 Japaner in einer Reihe aufstellen, und sich ein Messer in den Bauch stossen sowie "Harakiri" brüllen...
Alle Japaner (die sich in eine Reihe aufstellen?) bestreiben Harakiri. Okay.
Wenn man etwas vergleichbares über Chinesen sagt, ist man immer der dumme Böse.
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Re: Was mich an Chinesen so richtig aufregt.

Beitrag von HK_Yan » 01.07.2012, 03:15

qpr hat geschrieben:...das Asien eine andere Kultur als die Westliche hat...
Jetzt bin ich mal neugierig, was sind denn z.B. Punkte die die westliche Kultur vereint, oder welche die die asiatische Kultur vereint. Was ist denn überhaupt asiatische Kultur, von der geographischen Lage mal abgesehen.
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