Friedensnobelpreis

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xyz678
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Friedensnobelpreis

Beitrag von xyz678 » 07.10.2010, 21:37

Morgen wird der Friedensnobelpreis verliehen. Als Favorit gilt der chinesische Dissident Liu Xiaobo. Wer ist dafür bzw. dagegen? Sachliche Gründe bitte. Ebenfalls als Favorit gilt Helmut Kohl. Ich denke noch an die CDU-Spendenaffäre! Das wird eine Zerreissprobe für die paar Wikinger in Oslo.
On September 17, 1955, Tsien Hsue-shen:
“I plan to do my best to help the Chinese people build up the nation to where they can live with dignity and happiness.”

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Laogai » 07.10.2010, 21:58

xyz678 hat geschrieben:Morgen wird der Friedensnobelpreis verliehen. Als Favorit gilt der chinesische Dissident Liu Xiaobo. Wer ist dafür bzw. dagegen?
Dagegen. Denn Liu Xiaobo erfüllt keine dieser Kriterien:
Alfred Nobel hat geschrieben:[Der Friedensnobelpreis geht] an denjenigen, der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt hat.
Hervorhebungen durch Laogai.

Trifft allerdings auch auf einige Preisträger gerade der letzten Jahre zu :(

Edit: Ganz unten ein auch eingefügt. Hatten meine Finger leider vergessen zu tippen :(
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von aquadraht » 07.10.2010, 23:06

xyz678 hat geschrieben:Morgen wird der Friedensnobelpreis verliehen. Als Favorit gilt der chinesische Dissident Liu Xiaobo. Wer ist dafür bzw. dagegen? Sachliche Gründe bitte. Ebenfalls als Favorit gilt Helmut Kohl. Ich denke noch an die CDU-Spendenaffäre! Das wird eine Zerreissprobe für die paar Wikinger in Oslo.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Capt. » 08.10.2010, 09:37

Kohl geht schon mal garnicht, aber Schorsch Dabbelju Busch waere der geeignete Mann, der hat doch so viel fuer den Frieden auf der Welt getan :wink:

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Red Duck » 08.10.2010, 10:06

Capt. hat geschrieben:Kohl geht schon mal garnicht, aber Schorsch Dabbelju Busch waere der geeignete Mann, der hat doch so viel fuer den Frieden auf der Welt getan :wink:
Da kann´ste auch gleich unseren GröFaz nehmen, ich kenne keinen, der innerhalb so kurzer Zeit so viele Armeen (einschließlich der eigenen) dezimiert hat.

- IRONIE - falls das jemand missverstanden haben sollte.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid » 08.10.2010, 10:46

Stimmt, unser Bundeswehrminister wäre in ein paar Jahren gut, der will ja das eigene stehende Heer massiv verkleinern.
Gibt ja aber auch das Internet als Kandidat.

Ich bin für den Schlichter Geißler, der will doch das kampfbereite Heer der Stuttgarter Demonstranten und der Bauarbeiter befrieden und in die zivile Welt entlassen. Mal schauen wie weit er damit kommt.

Wenn die aufgeführten Kriterien wirklich für den Nobelpreis wichtig sind, versteh ich auch nicht, warum das ein Dissident bekommen soll, nix gegen den Mann und sein Wirken aber was das mit Frieden zu tun haben soll?

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Mathias » 08.10.2010, 11:03

Red Duck hat geschrieben:
Capt. hat geschrieben:Kohl geht schon mal garnicht, aber Schorsch Dabbelju Busch waere der geeignete Mann, der hat doch so viel fuer den Frieden auf der Welt getan :wink:
Da kann´ste auch gleich unseren GröFaz nehmen, ich kenne keinen, der innerhalb so kurzer Zeit so viele Armeen (einschließlich der eigenen) dezimiert hat.

- IRONIE - falls das jemand missverstanden haben sollte.
Hitler war 1939 für den Friedensnobelpreis nominiert :wink: hauptsächlich wegen des Münchener Abkommens.

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid » 08.10.2010, 11:15

Es steht inzwischen im Internet, der Chinese ist es geworden. War wohl eine politische Entscheidung...

(Mehrparteiensystem in China zu fordern ist auch wirtschaftlich und entwicklungstechnisch gesehen, kritisch ausgedrückt, nicht sehr schlau... Man sieht wie schnell sich Deutschland mit seinem Mehrparteiensystem weiterentwickelt (der Begriff "Schnecke" fällt mir da ein) und in welche Richtung das oft geht (nämlich oft auch gegen die Mehrheit der Bevölkerung). Ich denke China tut gut daran ein Einparteiensystem beizubehalten. Aber um hier ernsthaft zu diskutieren ist das der falsche Platz und ich habe (noch) nicht genug Hintergrundwissen dazu).

Edit: Das Nobelpreiskommitte wollte nur Geld sparen! Bis der aus dem Gefängnis kommt, haben die gute Zinsen gemacht ;-)

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von 88--Guiyang--88 » 08.10.2010, 11:29

Man kann nur hoffen ,dass China entsprechend reagiert und mal schoen einen Marsch blasen wird :mrgreen:.
Ich denke, das wird einigen noch leid tun so einer Person den Preis zu vergeben. Spaetestens seit der Vergabe an Obama ist der Preis eh nur noch zu einem laecherlichen politischen Mittel ohne jegliche Bedeutung ausser der Hass zu schueren verkommen.
Ich denke die Norweger werden in naechster Zeit ein wenig Probleme bekommen was Visas und Geschaefte in/mit China betrifft, und das ist auch gut so.

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Topas » 08.10.2010, 11:41

Und raus ist's....
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
http://forum.chinaseite.de/forum48.html
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von gege » 08.10.2010, 11:48

Der "Westen" tut auch alles dafür, um möglichst oft die chinesische Führung zu provozieren.
Selbst geizen die allerdings auch nicht damit :mrgreen:

Hat er es nun verdient oder nicht? Kohl hat deutlich mehr für den Weltfrieden getan, auch wenn er nicht immer der beliebteste Politiker war.
Gege - 哥哥

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von blaubaer » 08.10.2010, 11:56

88--Guiyang--88 hat geschrieben:Man kann nur hoffen ,dass China entsprechend reagiert und mal schoen einen Marsch blasen wird :mrgreen:.
Ich denke, das wird einigen noch leid tun so einer Person den Preis zu vergeben. [...]
Was ist denn so schlimm an Liu Xiaobo ?

Gruss
Blaubaer

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von 88--Guiyang--88 » 08.10.2010, 12:16

blaubaer hat geschrieben:Was ist denn so schlimm an Liu Xiaobo ?
Ich persoenlich find garnichts schlimm an ihm aber er hat den Preis genau so wenig verdient wie du oder ich, er hat im Gegensatz zu vielen anderen Kandidaten nichts getan was rechtfertigen wuerde ihm so einen Preis zu verleihen.
Dieser Nobelpreis ist nur noch ein reines politisches Kasperletheater. "Aua der Chinaman hat mich gehauen - zack bum jetzt siehst du was du dafuer bekommst - nein bitte nicht waeh waeh..."

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von beowulf » 08.10.2010, 12:53

blaubaer hat geschrieben:
88--Guiyang--88 hat geschrieben:Man kann nur hoffen ,dass China entsprechend reagiert und mal schoen einen Marsch blasen wird :mrgreen:.
Ich denke, das wird einigen noch leid tun so einer Person den Preis zu vergeben. [...]
Was ist denn so schlimm an Liu Xiaobo ?

Gruss
Blaubaer

Liu Xiabo gehört zu der Gruppe der extremen Rechten in China. Extrem Rechts bedeutet in China, westliche Idealisierung (vor allem Ausgesprochene Unterstützung für den amerikanischen Imperialismus z.B. Irak Krieg) und schonungslose Kritik an China (vor allem natürlich die KP, aber generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)

In China selber haben diese Extremen wenig Rückhalt. Meist sind sie kaum bekannt oder aufgrund ihres polemischen und radikalen Stils sehr unbeliebt. Anders natürlich im Westen. Bei uns werden sie als Fackel der Freiheit begriffen. Ist auch verständlich, sie sind gegen den "Feind" und bewundern uns bei jeder Gelegenheit. Dementsprechend gibt es auch die Anerkennung seitens westlicher Journalisten und die direkte Förderung und Unterstützung der CIA/NED.

Mir stellt sich aber auch die Frage ob Liu Xiaobo wirklich den Preis verdient hat. Man sollte hier keine Umwege machen und ihm direkt der CIA/NED geben. Das ist wirklich unfair gegenüber den fleißigen Bienen im Hintergrund. Liu ist ja nur eine hochstilisierte Symbolfigur ohne nennenswerte Eigenleistung. Ich finde das nicht in Ordnung.

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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid » 08.10.2010, 13:09

Sollte jemand auf chinesischen englischsprachigen Nachrichtenseiten Reaktionen darauf finden, wüde mich das sehr interessieren, über Links wäre ich dankbar.

Wei wichtig ist den Normal-Durchschnitts-Chinesen der Ostküste eigentlich der Nobelpreis? Da ich die Leute eh zu 99% alle nicht kenne die einen Preis bekommen und ich keine Steuergelder dafür zahlen muss, ist mir das total wurstegal wer gewinnt. Es sei denn es sind wie bei Obama absolut nicht nachvollziehbare politische Aktionen.

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