Deutschland schafft sich ab!

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von no1gizmo » 04.09.2010, 19:06

wtf? Welche Verfehlung? Kanacke? So nenne ich asoziale Mitbürger, mit denen ich mich täglich in Berlin Kreuzberg wo rumschlagen muss. Machen meine türkischen und arabischen Kommilitonen ebenfalls (aber das sollte doch keine Rolle spielen?).

Wenn es euch aber beruhigt, erzähle ich euch meine Meinung nicht mehr. Weg ist sie aber dann nicht.

Oder gehts um was anderes? Hier ist es 02:00 nachts, ich muss ins Bett, mach hin.

PS: lol, ich habe das Wort "Kanacke" so von muslimischen Mitbürgern gelernt (das ist kein Witz). Hupsi, das hätte ich dann wohl mal im Duden nachschlagen sollen. Okay, werde das "c" ab sofort bei diesem Wort meiden. Ich bitte um Nachsicht, falls es aus Gewohnheit doch nochmal versehentlich wieder ins Wort rutscht.
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von happyfuture » 04.09.2010, 19:12

no1gizmo hat geschrieben:Hier ist es 02:00 nachts, ich muss ins Bett, mach hin.
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von DaWei » 04.09.2010, 20:07

Lese grade in den Nachrichten, dass ein CDU-Politiker (Name schon wieder vergessen) gegen eine Verdammung Sarrazins und BK Merkel für eine Debatte ohne Tabus ist.

Ob der Kerl nun Müll redet oder nicht, Geld verdient oder seinen Job verliert, das Ergebnis gefällt mir. Es wird nicht nur verdammt, sondern endlich mal offen darüber geredet, dass es Probleme mit Mitbürgern mit Immigrationshintergrund gibt.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von aquadraht » 04.09.2010, 20:52

DaWei hat geschrieben: ..
Ob der Kerl nun Müll redet oder nicht, Geld verdient oder seinen Job verliert, das Ergebnis gefällt mir. Es wird nicht nur verdammt, sondern endlich mal offen darüber geredet, dass es Probleme mit Mitbürgern mit Immigrationshintergrund gibt.
Das ist natürlich Unsinn. Es gibt für Nicht-Analphabeten schon lange eine ausführliche Debatte aller Aspekte der Angelegenheit, z.B. http://www.bundesregierung.de/Content/D ... onFile.pdf" target="_blank
Das sind auch über 400 Seiten, aber gehaltvoller als Thilos Geschwurbel und obendrein völlig legal downloadbar. Das überfordert aber die Bildlesergemeinde.

Wenn Du das gelesen hast: was genau fehlt da thematisch, was durch Thilos Machwerk (ich bin jetzt etwa durch die Hälfte und habe alles quer gelesen, und bin glücklich, kein Geld dafür ausgegeben zu haben) angeregt wurde? Dass es Probleme gibt, kann man auch in den 7 Vorgängern des 8. Ausländerberichts schon lesen. Was die Apolyptiker- und Fremdenhasserschaft aber partout nicht hören und lesen will, ist, dass es erstens durchaus auch Fortschritte gibt und zweitens die Probleme nicht nur an einer Seite liegen.

Die ergeht sich lieber in Katastrophenrhetorik und ergötzt sich an Untergangsszenarien (hierzu ein netter Link: ich mag den Spiegel nicht, aber dieser Essay von Thea Dorn http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,599582,00.html" target="_blank ist hervorragend geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf, auch und gerade beim Unter- und Niedergangsgeschwurbel der latent oder manifest rechtsextremen "Kanacken"hasser).

Achja, nochwas zur Frage der Genetik und des "Dümmerwerdens": http://www.idw-online.de/pages/de/news384817" target="_blank

Natürlich auch nur ein "politisch korrekter Gutmensch" (diese Wortwahl ist übrigens ein recht guter Indikator für rechtsrändlerisches Denken, nicht anders als die Beteuerungen "einiger meiner besten Kumpels sind Juden, Türken, Araber").

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2010, 21:05

bundeszentrale für politische bildung hat geschrieben:[...]Ein Viertel bis ein Drittel der Ausländer, die in der Kriminalstatistik erscheinen, sind dagegen Touristen, Illegale und alle, die ausschließlich zum Zweck ungesetzlicher Taten (Diebstahl, Raub, Drogenhandel, Prostitution und Zuhälterei, Schmuggel) ins Land einreisen. International operierende Verbrecherbanden können allenfalls in vordergründiger demagogischer Absicht mit den Ausländern verglichen werden, die zum Teil in dritter Generation in Deutschland leben.
[...]
Als Ergebnis einer differenzierenden Auswertung der Kriminalstatistik ergibt sich, dass die Kriminalität der ausländischen Wohnbevölkerung (Arbeitsmigranten) gegenüber vergleichbaren deutschen sozialen Gruppen geringer ist. Ausländer, die ständig in Deutschland leben, sind also gesetzestreuer als Deutsche in gleicher sozialer Position.[...]
Und genau das ist der Schwachsinn, mit dem man versucht, die Menschen in Deutschland zu verarschen auf Teufel komm raus!

*ironie on* Denn wenn man jetzt die Gruppe der ausländischen Kriminellen noch auf die beschränkt, die unter 5 Jahre alt sind, dann wird man feststellen, dass kein Ausländer in Deutschland kriminell ist und es dementsprechend kein Problem mit Ausländerkriminalität gibt! *ironie off*

Wie grenzdämlich man sich die Statistiken schönrechnet, um ja nicht der Realität ins Auge blicken zu müssen. Ich kann immer nur wieder über Deutschland staunen: So "intelligent" stellt sich wohl kaum eine Nation an, im Umgang mit diesem Thema.

Auch andere Verschleierungsversuche kommen immer zuhauf. Ein anderes beliebtes Argument gegen diese katastrophale Statistik ist seitens der "Menschenversteher", dass unter denen als Ausländerkriminalität geführten Straftaten auch solche fallen, die NUR von Ausländern begangen werden können, wie z.B. Visaverstöße u.ä. Das müsse man dann schon einmal verstehen, warum der Anteil krimineller Ausländer gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung so hoch ist.

Ja, zum Donnerwetter und was will man mir damit sagen? Dass das total "unfair" ist, hier Ausländer mit Deutschen in ein Verhältnis zu setzen, weil es nunmal gewisse Straftaten gibt, die NUR von Ausländern begangen werden können? What a Schwachsinn! Genausogut könnte man hergehen und sagen: Umgekehrt gibt es unter den als Inländerkriminalität geführten Straftaten auch nur solche, die von Inländern begangen werden können, wie z.B. Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund und ähnliche. *ironie on* Wirklich total unfair, Inländer- und Ausländerkriminalität so gegenüberzustellen *ironie off*

Sorry, Deutschland ist total abgewrackt, nur will das keiner wahrhaben, aber nicht nur in Bezug auf diesen einen Aspekt, sondern in so gut wie jedwedem Aspekt. Überall kommen diese Schönrechnerei hervor, um ja die Realität in einem Höchstmaß zu verschleiern, sei es z.B. im Bereich der Arbeitsmarktpolitik (Super! wir haben bald Vollbeschäftigung!) oder im Bereich der Finanzpolitik und so weiter.
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Hendrik » 04.09.2010, 21:28

RoyalTramp hat geschrieben:
bundeszentrale für politische bildung hat geschrieben:Ausländer, die ständig in Deutschland leben, sind also gesetzestreuer als Deutsche in gleicher sozialer Position.[...]
Und genau das ist der Schwachsinn, mit dem man versucht, die Menschen in Deutschland zu verarschen auf Teufel komm raus!
Grundsätzlich ist die Aussage der Bundeszentrale f politische Bildung vermutlich richtig. Das Problem ist doch nur, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Zuwanderern es nicht anstrebt eine soziale Position oberhalb Harz IV einzunehmen.
.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2010, 21:32

Ach, Aqua. Es geht doch nicht um ALLE Ausländer, sondern um den Teil der Ausländer, die sich mit kriminellen Aktivitäten in Deutschland rumtun. Es geht doch hier im Forum und bei den Usern hier überhaupt nicht um Fremdenhass. Wie soll das gehen? Wo doch ein nicht unerheblicher Teil hier selbst fremd ist, z.B. in China und ähnliches.

Es geht um ein Problem: Das Problem nennt sich hier in diesem unseren Fall "Ausländerkriminalität" und dieser Auszug der Zentrale für Politische Bildung belegt ziemlich gut, woran es uns in Deutschland mangelt. Also lass doch bitte Phrasen wie "Fremdenhass" und ähnliches stecken, denn die sind hier Fehl am Platze und steigern allenfalls den Frustfaktor, mit jemanden zu reden, der so wie du sehr schnell bei der Hand ist, alle möglichen Schubladen auszupacken und die Menschen, die nicht seiner Meinung anhängen, da hineinzuschmeißen.

Frage an dich, Aqua:

Wie stehst du zu folgenden Punkten?

1. Vereinfachte Ausweisung und Rückführung straffällig gewordener Ausländer nach Verbüßung einer dem Vergehen angemessenen Strafe, insbesondere zur Anwendung bei Straftaten gegen körperliche Versehrtheit oder im Wiederholungsfalle. Das heißt, sollte ein Ausländer ein Straftat begangen und dabei das Leben bzw. die Gesundheit anderer aufs Spiel gesetzt oder bedroht haben, sofortige Ausweisung nach Verbüßen einer Haftstrafe in der Straftat angemessener Höhe. Bei einfachem Handtaschenraub Bewährung, im Wiederholungsfall aber ebenfalls Verbüßen einer angemessen Strafe mit anschließender vereinfachter Rückführung in die Heimat des ausländischen Straftäters.

2. Gezieltere Auswahl der nach Deutschland einwanderenden Bevölkerung z.B. hinsichtlich Qualifikation, Vorabbildung und sozialem Status in deren jeweiligen Heimat. Je nach "Status" gestafelte Aufenthaltserlaubnis, mit längerer Befristung je günstiger die Voraussetzung, nach erfolgter Chanceneinschätzung. Sprich: Wo die Chancen sehr schlecht darum stehen, dass jemand einen dauerhaften Stand hier in Deutschland finden kann, eine kurze befristete Aufenthaltserlaubnis, in der derjenige die Chance hat, sich "zu bewähren"; wo die Chancen gut stehen, eine längere befristete Aufenthaltserlaubnis mit verbundener Arbeitserlaubnis (wobei auflagenorientiert), die dann gerne später auch in eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis münden kann.

3. Erhöhung des Integrationsdruckes auf derzeit in Deutschland weilende Ausländer, die keine Rückkehrbereitschaft in die Heimat erkennen lassen, durch z.B. regelmäßige Leistungsstandsüberprüfungen, mit dem Schwerpunkt deutsche Sprache, da die Sprache der Schlüssel zur Gesellschaft ist. Wo sich im Laufe der Überprüfung (alle 6 Monate) keine sichtliche Verbesserung einstellt, Ultimatum setzen mit klaren Zielvorgaben, bei erneutem "Reißen der Stange" vereinfachte Rückführung in die Heimat. Dazu muss aber auch das kostenlose Angebot an Sprachkursen bzw. Integrationskursen weiter ausgebaut werden, denn diese werden in D noch immer nicht flächendeckend angeboten.
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von RoyalTramp » 04.09.2010, 21:44

Hendrik hat geschrieben:Grundsätzlich ist die Aussage der Bundeszentrale f politische Bildung vermutlich richtig. Das Problem ist doch nur, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Zuwanderern es nicht anstrebt eine soziale Position oberhalb Harz IV einzunehmen.
Es kommt nur auf die Parameter an, die Rahmenvoraussetzungen, die man festsetzt. Für die einen zählen halt ausländische internationalen Verbrecherbanden, die auch innerhalb Deutschlands operieren, eben nicht unter klassische Ausländerkriminalität. Auch die "Touristen" müssen ausgeklammert werden, da sie nicht unter den klassischen Aspekt "Ausländerkriminalität" fallen. Eigentlich gibt es überhaupt keine klassische Ausländerkriminalität...

Herrgott nochmal! Was soll der Shice? Es ist doch völlig schnuppe, welche Art "Ausländer" denn gerade ein Verbrechen begangen hat: Wenn ein Ausländer ein Verbrechen begangen hat, dann fällt's unter "Ausländerkriminalität" und gut ist! Was soll man da noch groß differenzieren? Zu welchem Zweck?

Es will hier keiner den Ausländern ans Bein pinkeln, die sich nichts zu schulden kommen lassen, sondern es geht (in diesem Kontext) alleine um straffällig gewordene Ausländer. Und warum sollte man nun hergehen und unter den straffällig gewordenen Ausländern noch einmal so dezidiert unterscheiden hinsichtlich deren Aufenthaltsmotivation? Mensch, dem Opfer ist das doch scheißegal, ob es nun von einem ausländischen Touristen ausgeraubt worden ist oder von einem ausländischen Mafiaangehörigen, der die geraubte Handtasche dann nach Italien zu "Papa" schickt oder einem stinknormalen Asylanten!
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von aquadraht » 04.09.2010, 22:38

RoyalTramp hat geschrieben:..Frage an dich, Aqua:
Wie stehst du zu folgenden Punkten?
1. Vereinfachte Ausweisung und Rückführung straffällig gewordener Ausländer ..

Du scheinst die Probleme nicht zu sehen. Grundsätzlich bin ich dafür, dass jeder Straftäter nach den Gesetzen zur Verantwortung gezogen wird und seine Strafe verbüsst. Dabei ist es mir egal, ob der Deutscher, Chinese, Türke oder Alien von der anderen Seite der Galaxis ist. "Ausweisung und Rückführung" als generelle Sonderbestrafung lehne ich ab.Bei einem von vorneherein nur zeitweilig hier Lebenden wie einem Studenten oder entsandten Arbeitnehmer ist es natürlich ok, die Aufenthaltserlaubnis zu canceln, wenn der Verstoss schwerwiegend ist und der Aufenthaltszweck entfällt. Bei straffällig gewordenen Touristen oder gar Kriminaltouristen wie den osteuropäischen Einbrecherbanden ist das auch ok, wenn auch nicht sehr wirkungsvoll. Hier sehe ich auch als Problem, dass die oft nach Verbüssung eines Bruchteils der Strafe abgeschoben werden, das ermuntert zur Wiederholung. Bei Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, halte ich die Sonderbestrafung durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlage für nicht tragbar. Ich sehe da keinen Grund, den nichtdeutschen dauerhaft hier lebenden Straftäter einer Sonderbestrafung zu unterziehen. Wie gesagt, Bestrafung nach dem Gesetz, ja. Bei manchen Gruppen würde das gar nicht greifen.Wenn einem Flüchtling oder Asylbewerber im Heimatland der Tod, Folter droht, darf man ihn auch bei schwersten Verbrechen nicht abschieben, dem stehen internationale Konventionen entgegen, und einen Staatenlosen oder Menschen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit kannst Du eh nicht abschieben. Deine "Lösung" bringt also mehr Wuhling als Klarheit oder Gerechtigkeit.


2. Gezieltere Auswahl der nach Deutschland einwanderenden Bevölkerung ..
Sag mal, wenn Du schon von deutschen Verhältnissen keine Ahnung mehr hast, was ich bei jemandem, der im Ausland lebt und einem anstrengenden Job nachgeht, gar nicht kritisiere, solltest Du Dich nicht mehr zurückhalten? Es gibt in Deutschland seit Ende der siebziger Jahre (noch unter der Regierung Schmidt) keine Arbeitnehmeranwerbung mehr. Anfang der achziger Jahre gab es sogar eine Kampagne, Ausländer zur Rücksiedelung zu bewegen. Ausländer sind bis zur Abschaffung des Asylrechts nach den vom Kohlregime angezettelten oder mindestens geduldeten Pogromen noch in erwähnenswerter Zahl als Asylbewerber ins Land gekommen. Ein anderer Weg war der Familiennachzug, der bis an die Grenze des in den Menschenrechtskonventionen erlaubten (wenn nicht weiter) beschnitten wurde. In der Folge stagniert die Einwanderung. Zum Teil gibt es sogar einen zunehmenden umgekehrten Trend. Ausgerechnet von den türkischen Hochschulabsolventen trägt sich nach Umfragen ein zunehmender Teil mit Auswanderungsgedanken, in die Türkei, in die USA und nach UK und nach Fernost. Das sind diejenigen, die sich perfekt integriert haben, die Deutsch, Englisch und Türkisch beherrschen. Die wollen weg. Das sagt viel über die deutsche Ausländerfreundlichkeit. Und in das Land willst Du Inder, Lateinamerikaner oder andere mit hoher Qualifikation locken? Da müsstest Du erstmal massenhaft Thilos und no1gizmos ausweisen. Aber wer will die? (edit: dagegen wäre ich natürlich auch ganz entschieden. Wegen Dummheit und abstossender Ideologie darf man Menschen natürlich auch nicht vertreiben)


3. Erhöhung des Integrationsdruckes auf derzeit in Deutschland weilende Ausländer...
Sollte man nicht mal den Integrationsdruck auf die Deutschen erhöhen? Bei ADG-Verstössen Strafsteuer für Unternehmen, Konzessionsentzug für Diskotheken bei Abweisung auf Grund von "Rasse"*, Verlust von Steuerprivilegien für Selbständige? Eine Pflicht für Deutsche (ok nicht ernstgemeint;)), Veranstaltungen wie den Tag der offenen Moschee zu besuchen und Kontakt zu Migrantenfamilien nachzuweisen? Nee klar, das ist genauso Stuss wie Deine Vorschläge. Aber klar, gegen Ausländer muss man Druck ausüben... Weisst Du eigentlich, wie viele Migranten gute Deutschkenntnisse haben und diese in den letzten Jahren verbessert haben? Klar, nicht, der Integrationsbericht ist ja fast 500 Seiten lang, wer liest das auch .. Eine bessere Idee wäre gewesen, die Deutschkurse umsonst anzubieten, oder wenigstens Rückerstattung der Kosten bei Absolvierung von Anschlusskursen mit erweiterter Qualifikation zu geben.

Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde festgestellt, dass Deutschland in der Bildung drastisch zurückzufallen drohte, es war die Rede von der "Bildungskatastrophe". Anstelle der eugenischen Ideologie wurde damals darauf hingewiesen, dass das Bildungspotenzial breiter Bevölkerungsschichten der Arbeiterschaft, der Landbevölkerung und der einfachen Angestellten unausgeschöpft blieb. Es gab damals breite Kampagnen der Bildungswerbung, in denen die "Unterschichten" gezielt angesprochen wurden (Studenten gingen in die Elternhäuser, um die Menschen von der Notwendigkeit einer besseren Bildung als Volksschulabschluss für ihre Kinder zu überzeugen). Damals wurde das von allen politischen Kräften ausser der NPD (für die schon damals Intelligenz erblich war) getragen und unterstützt.

Heute muss man die "aktivieren" (der Terror gegen Hartzer) und den "Integrationsdruck" erhöhen. Man fragt sich, ob die, die so reden, noch recht bei Trost sind.

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* die jüngste Schwester meiner Kinder aus erster Ehe ist halbe Afrikanerin (deutsche Staatsangehörige und Doktorandin), die kann da Geschichten erzählen über Discos und so - was hier im Forum abgeht, kann insofern nicht verwundern, ich platze da trotzdem regelmässig bei soviel Dummheit.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Topas » 04.09.2010, 22:43

Warum wird denn hier so ein Bahei gemacht ?

Wir sind doch alle irgendwo...Menschen.

Die Problematik von der Argumentation her, die ich so sehe ist folgende :
Viele rechtsextreme und rechtspopulitische Meinungsmacher nutzen solche Statistiken zwecks Stimmungsmache ( wohl mit den Hintergedanken deutsche Kultur, Nationalstaat u.s.w. ) Da solche Gruppierungen sehr autoratistisch veranlagt sind (Stichwort " Pflichten" ) kommt es ihnen recht, wenn sie die Angst vor einer vermeintlich erhöhten Kriminalität mit der vermeintlichen Schwäche demokratischer ( und liberalerer ) Prozesse zur Problemlösung der Kriminalität koppeln können. Das Sicherheitsbedürfnis, was aus dieser Angst und den nicht immer optimalen demokratischen Lösungsversuchen entsteht, wollen solche Gruppierungen durch eine Autoritaristischere Vorgehensweise lösen ( schneller, direkter, Erhöhung von Visums-Barrieren u.s.w. ). Das aber mit einer solche Vorgehensweise Menschenrechte unter Umständen verletzt werden können bzw die Demokratie eingegrenzt wird, übersehen viele. Die Frage ist eigentlich :

Sicherheit auf Kosten der Freiheit/Gleichheit ?
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von romeo » 04.09.2010, 22:51

Topas hat geschrieben:Warum wird denn hier so ein Bahei gemacht ?

Wir sind doch alle irgendwo...Menschen.

Die Problematik von der Argumentation her, die ich so sehe ist folgende :
Viele rechtsextreme und rechtspopulitische Meinungsmacher nutzen solche Statistiken zwecks Stimmungsmache ( wohl mit den Hintergedanken deutsche Kultur, Nationalstaat u.s.w. ) Da solche Gruppierungen sehr autoratistisch veranlagt sind (Stichwort " Pflichten" ) kommt es ihnen recht, wenn sie die Angst vor einer vermeintlich erhöhten Kriminalität mit der vermeintlichen Schwäche demokratischer ( und liberalerer ) Prozesse zur Problemlösung der Kriminalität koppeln können. Das Sicherheitsbedürfnis, was aus dieser Angst und den nicht immer optimalen demokratischen Lösungsversuchen entsteht, wollen solche Gruppierungen durch eine Autoritaristischere Vorgehensweise lösen ( schneller, direkter, Erhöhung von Visums-Barrieren u.s.w. ). Das aber mit einer solche Vorgehensweise Menschenrechte unter Umständen verletzt werden können bzw die Demokratie eingegrenzt wird, übersehen viele. Die Frage ist eigentlich :

Sicherheit auf Kosten der Freiheit/Gleichheit ?

Demzufolge sind die Probleme mit den überwiegend moslem. Einwanderern in Dtl. und anderswo in Europa nur eingebildet?

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von aquadraht » 04.09.2010, 22:52

RoyalTramp hat geschrieben: Und genau das ist der Schwachsinn, mit dem man versucht, die Menschen in Deutschland zu verarschen auf Teufel komm raus!
Nein. Aber offenbar hast Du wirkliche kognitive Probleme.

Es ist wichtig zu wissen, ob bei der ausländischen Wohnbevölkerung eine erhöhte Kriminalitätsbelastung vorliegt oder nicht. Und das, was die BPB schreibt, sind keine "grenzdämlich schöngerechneten Statistiken". Es ist eher so, dass gut 90% der Bevölkerung mit über die Grundrechenarten herausgehenden numerischen Operationen überfordert sind, Du offenbar ebenfalls, und daher Demagogen ein leichtes Spiel haben, leider.

Was ist schwer daran, zu begreifen, dass "a) 20% der Straftäter sind Ausländer. b) 8,7% der Bevölkerung sind Nichtdeutsche. c) Ausländer sind krimineller als Deutsche" kein Syllogismus, sondern ein vorschneller Schluss ist? Ja, man muss sich die Mühe des logischen Denkens machen dafür.

Ausländer begehen mehr Straftaten als deutsche Staatsbürger. Das ist trivial richtig, denn es gibt nur 75 Millionen deutsche Staatsbürger und 6,9 Milliarden Ausländer. Selbst wenn die Deutschen im Zweischichtverfahren kriminell wären, kämen sie da nicht hinterher.

Wenn nun eine rumänische, österreichische oder albanische Bande in Deutschland Einbrüche oder Taschendiebstähle verübt, ist das gewiss Ausländerkriminalität. Nur hat die mit der Kriminalität von Ausländern, die in Deutschland leben, nichts zu tun. Selbst wenn Du alle Ausländer aus Deutschland vertreiben würdest, bliebe diese Kriminalität. Ausser Du baust eine Mauer drumrum und machst am besten einen Kontrollpunkt an jeder Strassenkreuzung.

Nordkorea soll sehr wenig Kriminalität haben.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von aquadraht » 04.09.2010, 22:55

romeo hat geschrieben:
Topas hat geschrieben:Warum wird denn hier so ein Bahei gemacht ?
..
Sicherheit auf Kosten der Freiheit/Gleichheit ?

Demzufolge sind die Probleme mit den überwiegend moslem. Einwanderern in Dtl. und anderswo in Europa nur eingebildet?
Ja. Sie halten einer soliden empirischen Prüfung nicht stand. Wenn man die unternimmt, geht das Geschrei los, es werde "schöngerechnet". Aber die Katastrophisten sind nicht einmal der Grundrechenarten komplett mächtig, und Inferenzstatistik ist für sie ein fieser Anschlag politisch korrekter Gutmenschen auf ihr gesundes Volksempfinden.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Topas » 04.09.2010, 22:56

Ich sage es mal so : Diese Probleme sind nichts anderes als die Probleme bei deutschen - nur auf andere Art und Weise.

Aber Ausländerkriminalität eignet sich für bestimmte Gruppierungen besonders gut für deren "Marketing", da Kriminalität nun mal mit Sicherheit geknöft ist. Und viele Menschen empfinden zudem demokratische Prozesse ( Gerichtsverfahren etc ) als zu "lasch", zu "weich" u.s.w.

Diese Themenkopplung verzehrt das Bild in den Medien und auch in Forendiskusionen wie hier.
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Hendrik » 04.09.2010, 23:24

aquadraht hat geschrieben: Ausländer begehen mehr Straftaten als deutsche Staatsbürger. Das ist trivial richtig, denn es gibt nur 75 Millionen deutsche Staatsbürger und 6,9 Milliarden Ausländer.
Bei der aktuellen Diskussion geht es um die Situation in Deutschland und nicht um die weltweite Situation. Aber selbst bei einer weltweiten Betrachtung ist Deine Zählweise seltsam. Mein Verständnis eines Ausländers: Ein Spanier in Spanien ist kein Ausländer. Ein Kanadier in Brasilien ist ein Ausländer. Damit dürfte es weltweit weit weniger als 6.9 Milliarden Ausländer geben.
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