Deutschland schafft sich ab!

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Hendrik
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Hendrik » 03.09.2010, 11:32

Mathias hat geschrieben:Wenn die Geburtenrate zu niedrig ist, sollte man dort ansetzen und nicht die Löcher in der deutschen Alterspyramide mit "Frischfleisch" zukleistern.
Richtig. Leider ist es heute so, dass heute das Motto gilt, alles Geld in ein Kind zu investieren. Was dabei passieren kann sah ich bei Freund von einem Freund. Der ist gestorben und die Eltern sind todtraurig da ihr einziges Kind nun fort ist. Die haben sich erfolgreich aus dem zukünftigen Genpool der Menschheit katapultiert.
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Mathias
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Mathias » 03.09.2010, 12:01

Hendrik hat geschrieben:... Leider ist es heute so, dass heute das Motto gilt, alles Geld in ein Kind zu investieren ...
Der Wohlstands- und Pillenknick ist kein rein deutsches Phänomen. Diskussionen über eine kinderfreundlichere Politik gibt es ja auch schon länger, leider sind die bis jetzt ebenso fruchtlos, wie die Einwanderungsdiskussion. Es muß ja nicht gleich das Mütterverdienstkreuz oder Lebensborn e. V. sein. In der DDR (dort schlug der Pillenknick noch eher und stärker als im Westen zu) hat sich z.B. der zinslose Ehekredit in Verbindung mit einer soliden Kinderbetreuung bewährt. Der Kredit galt nach dem dritten Kind als vollständig getilgt, er wurde also meist "abgekindert" :mrgreen:

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von hifi » 03.09.2010, 12:06

RoyalTramp hat geschrieben:Der Rohrstock war halt doch zu was gut! :P
Allein die autoritäre Erziehungsmethode formt noch keinen anständigen Mitmenschen in der Gesellschaft. Das mit etwas Vorurteil behaftete Bild einer typisch türkischen Einwandererfamilie ist sehr von einer autoritären Struktur geprägt. Der Vater bzw. der Opa ist der absolut unanfechtbare Oberhaupt und die Rechte der Söhne sind nach der Geburtsreihe angeordnet. Ganz zum Schluss stehen die weiblichen Personen in der Familie am Ende der Hirachie. Es ist sicherlich unfair ein solches Bild auf alle türkische Familien in Deutschland zu projezieren, aber in vielen Fällen trifft es tatsächlich zu, besonders bei den Menschen, die im sozialen Problemvirtel wohnen. Ich glaube nicht, dass in dem Fall das Fehlen von Autorität in der Familie oder von körperlicher Züchtigung in der Erziehung das wirkliche Problem ist.

Mathias hat geschrieben:Spiegel Online meint: Ausländer her.

Interessant finde ich den Blick über den deutschen Tellerrrand hinaus, im zweiten Teil des Artikels.

Ich verstehe allerdings nicht, warum man nicht die Ursache für den Kopfstand der deutschen Alterspyramide angehen will, sondern nur ihre Symptome. Jeder schwätzt doch heute von Nachhaltigkeit, eine Fokussierung auf Einwanderung ist es jedenfalls nicht. Wenn die Geburtenrate zu niedrig ist, sollte man dort ansetzen und nicht die Löcher in der deutschen Alterspyramide mit "Frischfleisch" zukleistern.
Die Regierungen handeln immer danach, was die Wirtschaft verlangt. In unserem Fall bedeutet eine wirklich familienorientierte und kinderfreundliche Politik einfach zusätzlichen Kosten für die Wirtschaft, während das Importieren von Fremdarbeiter anscheinend für die Wirtschaft rechnet, zumindest vorerst. Für die späteren Nachwirkungen muss der Sozialstaat aufkommen, oder die Ausländer selbst...

Mathias
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Mathias » 03.09.2010, 12:47

hifi hat geschrieben:... Die Regierungen handeln immer danach, was die Wirtschaft verlangt ...
Als ich das letzte mal in Berlin war, stand über dem Westportal des Reichstagsgebäudes noch: "DEM DEUTSCHEN VOLKE", ist diesem Dativ etwa nicht mehr so? :mrgreen:

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von happyfuture » 03.09.2010, 13:01

Mathias hat geschrieben:Wenn die Geburtenrate zu niedrig ist, sollte man dort ansetzen und nicht die Löcher in der deutschen Alterspyramide mit "Frischfleisch" zukleistern.
Wobei ein Teil der männlichen "Pillenknickgeneration" (also die Tro-Pis) genau dieses "Löcherstopfen" praktiziert:

Entscheiden jüngere Damen aus dem asiatischen Raum werden geehelicht und immigrieren nach D.

Denke jedoch, dass dies ein Strohfeuer ist gegenüber dem Nahen Osten mit zielszrebiger Fortpflanzungsfreude, was uns die Demographen schon seit jahren aufzeigen (z.B. Prof. Dr. Heinz Steinmüller a.D.)

Es wird die Zeit kommen, wo das Unterrichtsfach "Deutsch" nur noch als freiwilliges Zusatzfach angeboten wird, wenn sich genügend Schüler zur Klassenbildung finden und der Inhalt des Korans als eines der Abiturfächer vorgeschrieben ist. :P

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von DaWei » 03.09.2010, 13:35

happyfuture hat geschrieben: Es wird die Zeit kommen, wo das Unterrichtsfach "Deutsch" nur noch als freiwilliges Zusatzfach angeboten wird, wenn sich genügend Schüler zur Klassenbildung finden und der Inhalt des Korans als eines der Abiturfächer vorgeschrieben ist. :P
Stimme zu, sehe da aber kein Problem. Ich hoffe nur, daß es dann noch einen funktionierenden Sozialstaat gibt, der sich um Hilfsbedürftige kümmern kann und will. Leider habe ich genau da meine Zweifel.

Außerdem wird dann wahrscheinlich Englisch durch chinesisch abgelöst sein, was meinen Kindern bestimmt gefallen wird.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von romeo » 03.09.2010, 13:52

Mathias hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:... Die Regierungen handeln immer danach, was die Wirtschaft verlangt ...
Als ich das letzte mal in Berlin war, stand über dem Westportal des Reichstagsgebäudes noch: "DEM DEUTSCHEN VOLKE", ist diesem Dativ etwa nicht mehr so? :mrgreen:
Im Inneren des neuerbauten Bundetages steht dann aber dafür: "der Bevölkerung".

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von RoyalTramp » 03.09.2010, 14:26

hifi hat geschrieben:Allein die autoritäre Erziehungsmethode formt noch keinen anständigen Mitmenschen in der Gesellschaft. Das mit etwas Vorurteil behaftete Bild einer typisch türkischen Einwandererfamilie ist sehr von einer autoritären Struktur geprägt. Der Vater bzw. der Opa ist der absolut unanfechtbare Oberhaupt und die Rechte der Söhne sind nach der Geburtsreihe angeordnet. Ganz zum Schluss stehen die weiblichen Personen in der Familie am Ende der Hirachie. Es ist sicherlich unfair ein solches Bild auf alle türkische Familien in Deutschland zu projezieren, aber in vielen Fällen trifft es tatsächlich zu, besonders bei den Menschen, die im sozialen Problemvirtel wohnen. Ich glaube nicht, dass in dem Fall das Fehlen von Autorität in der Familie oder von körperlicher Züchtigung in der Erziehung das wirkliche Problem ist.
Aber solche Erziehungsmethoden in der Klasse wären dem auch nicht abträglich. Ich sach ma': Versuch' macht kluch'!

Ich wäre auch für Schuluniformen und für körperliche Leibesertüchtigungen am Vormittag, denn beidem kann ich nichts Negatives abgewinnen. Uniformen helfen soziale Unterschied in der Schule nicht erkenntlich zu machen und was die Leibesertüchtigungen betrifft, muss ich die bei dem zunehmenden Körperumfang der Kinder im schulfähigen Alter wohl nicht erst groß rechtfertigen.

Aber so was darf man ja nicht sagen, weil man dann sofort in eine bestimmte politische Ecke gedrängt wird, in die man aber überhaupt nicht passt. Denn weder braucht es meiner Meinung nach einen Fahnenappell oder irgendeine Hymne und schon gar nicht irgendeinen Gruß...
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Bernhard » 03.09.2010, 14:35

RoyalTramp hat geschrieben: Ich wäre auch für Schuluniformen und für körperliche Leibesertüchtigungen am Vormittag, denn beidem kann ich nichts Negatives abgewinnen. Uniformen helfen soziale Unterschied in der Schule nicht erkenntlich zu machen und was die Leibesertüchtigungen betrifft, muss ich die bei dem zunehmenden Körperumfang der Kinder im schulfähigen Alter wohl nicht erst groß rechtfertigen.
Na ja, die Diskussion um Schuluniformen kommt in Deutschland immer wieder mal auf. Uniformen vor- und auch Nachteile. Meiner Meinung nach kommt es auch darauf an, wie sie gehalten ist (und ob sie erschwinglich ist). So eine Einheitskleidung, wie man sie an manchen chinesischen Schulen findet, hat durchaus Positives. Eine auf militärisch oder "steif" getrimmte Uniform lehne ich aber ab.
Was du mit "Leibesertüchtigungen" meinst, weiß ich nicht. Sportunterricht gibt es ja schon, und der könnte auch ausgedehnt werden. Was dann allerdings leicht auf Kosten anderer Fächer geht...

Bei "Fahnenappellen" kommt es auch drauf an, wie sie gehalten werden. Alle japanischen Firmen haben vor Arbeitsbeginn ihren "Fahnenappell". OK, ohne "Fahne", aber "Appell" trotzdem.
Und an britischen Schulen gab es vor Unterrichtsbeginn immer dieses "Assembly". Haben wir zumindest im Englischunterricht gelernt. Ob es das noch gibt, weiß ich nicht...

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von RoyalTramp » 03.09.2010, 14:44

Unbedingt, ich bin auch nicht für Drilloutfits alá G.I.s, sondern für eben so flotte Trainingsanzüge oder auch Poloshirts, wie sie es sonst auch als "Uniformen" gibt. Erschwinglich sollten sie auf jeden Fall auch sein, also kein Markenzeug wie Adidas oder ähnliches. Nachteile kann ich meines Erachtens nicht erkennen bzw. welche Nachteile werden denn angeführt?
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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Taiyang » 03.09.2010, 14:52

RoyalTramp hat geschrieben:Nachteile kann ich meines Erachtens nicht erkennen bzw. welche Nachteile werden denn angeführt?
Die meisten Gegner argumentieren damit, dass Uniformen die Persönlichkeit einschränken. Weil wenn alle gleich aussehen, dann kann sich ja keiner mehr entfalten.
Alles Blödsinn sage ich. Ich hätte gerne eine Uniform gehabt. Das hätte mir jeden Morgen Minuten vor dem Kleiderschrank gespart 8)

T., ist beim Fahnenappell mal eingeschlafen.

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Skorpid » 03.09.2010, 15:39

Nicht ganz ernst gemeint:
Hm, es können doch ruhig neue Ausländer nach Deutschland kommen, Wohnortzwang Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und nur wer eine Arbeitsstelle in einem anderen Bundesland vorweisen kann, darf rübermachen.... Hier gibt's genug billigen Wohnraum den keiner mehr will, da kann man einiges an Sozialkosten einsparen....

Ich bin auch für Uniformen, spart auch den Eltern ein Haufen Geld, den Kindern Streß und fördert die Konzentration (anstatt der Susi ständig in den Ausschnitt zu schauen lernt Hans vielleicht mal was...).

Hm, wenn mehr Islamisch-Gläubige in die Politik gehen, wie lange dauert es dann, bis man sich aussuchen darf, ob man bei der Vereidigung auf die Bibel oder den Koran schwören darf?

Wie gläubig sind eigentlich die muslimischen Jugendlichen in Deutschland? Gibt's dazu auch Statistiken? Oder sind die nur Muslime, weil ihre Eltern das auch waren und sind innerlich eigentlich Atheisten und haben keinen Bock auf Sharia etc.?

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Mathias » 03.09.2010, 15:45

romeo hat geschrieben:... Im Inneren des neuerbauten Bundetages steht dann aber dafür: "der Bevölkerung" ...
Und dieser Jux der "Volksvertreter" hat die braven Wähler und Steuerzahler 200.000 € gekostet. Ich bin für eine neue Inschrift: "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient." :wink:

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von Bernhard » 03.09.2010, 16:52

Skorpid hat geschrieben: (anstatt der Susi ständig in den Ausschnitt zu schauen lernt Hans vielleicht mal was...).
:lol:
Skorpid hat geschrieben: Wie gläubig sind eigentlich die muslimischen Jugendlichen in Deutschland? Gibt's dazu auch Statistiken? Oder sind die nur Muslime, weil ihre Eltern das auch waren und sind innerlich eigentlich Atheisten und haben keinen Bock auf Sharia etc.?
die meisten sind sicherlich nicht tiefgläubig.

Aber es ist Teil ihrer Tradition, und daran halten sie fest, vor allem in der Fremde. Und fremd fühlen sich viele ja noch, auch wenn sie hier geboren sind und in der 3. Generation hier leben. Und ein gewisser türkischer Politiker ermutigt sie sogar noch, sich hier nicht richtig heimisch zu fühlen.

Es ist halt so: Auch wenn die meisten hier lebenden Türken und Araber jetzt keine Sharia wollen, ist der Islam halt nach wie vor Anlaufstelle für religiöse Fragen. Und wenn in 100 Jahren einmal eine religiöse Erneuerungsbewegung kommt (wie es in der Geschichte schon viele gegeben hat), dann wenden die Nachfahren sich eben dem Islam zu...

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Re: Deutschland schafft sich ab!

Beitrag von incues » 03.09.2010, 19:35

我的寵物龍可以噴火

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