Was ist in China los und was wird aus China?

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ingo_001
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von ingo_001 » 29.07.2015, 12:55

egon hat geschrieben: Börsenregel Nummer 1: Werfe nie schlechtem Geld noch mehr Geld nach.
Gilt nur bei eigenem Geld - mit nicht eigenem Geld ist man da weitaus freigiebiger (s. FED, EZB, div. andere Regierungen).
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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egon
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von egon » 29.07.2015, 13:07

...und ist dann wohl eine simple Erklärung, warum der Strudel immer schneller nach unten dreht.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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MannAusChina
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von MannAusChina » 29.07.2015, 17:05

egon, du willst eine sinnvolle Diskussion mit mir führen? Na, dann...
egon hat geschrieben:Man sollte auch die Unterschiede nicht vergessen.
In Europa waren es die Wenigsten, die ihr gesamtes Geld in Spekulationsobjekte wie wertlose Wohnungen oder Aktien von Pleitegeierfirmen gesteckt haben. In China scheint das die Regel zu sein.
Dazu kommt, dass China keine solide Basis hat, um einen Boden zu bilden. Das ganze Land ist krumm und schief auf Sand gebaut. Wenn das Ding abschmiert, dann kommt der Fall ins Bodenlose. Der Kredit der einen Bruchbude ist mit dem angeblichen Wertzuwachs der anderen Betonhöhle und dem wertlosen Aktienpaket abgesichert und umgekehrt. Aber in den seltesten Fällen stehen wirkliche Werte dahinter.
ShangHai A Share Index zeigt, dass der Index aktuell im Vergleich zu seinem Höhepunkt am 12.06.2015 -26,58% verloren hat. Aber die Performance des Indexes in den vergangenen 12 Monaten beträgt immer noch 72,02%.
im Jahr 2013 gabt es etw. 78 Millionen Chinesen, die Aktien besetzen (ungefähr 81% davon haben eine Summe von < 100 Tausend Yuan investiert). Dies entspricht eine Prozentzahl 6% der gesamten Bevölkerung in China. Der Prozentsatz der Aktionäre im Deutschland war 7,5%, im Frankreich 9,1%, im Sweden 17,9%, im Großbrit. 23%, im Niederland 30%. Im 2015 ist die Anzahl der Aktionäre in China auf 100 Millionen gestiegen, entspricht einen Prozentsatz von 7%.

Fazit:Es ist mehr eine Korrektur als ein Crash, die in der jungen Vergangenheit im chinesischen Aktienmarkt passiert hat. Außerdem gibt's prozentuell gesehen gar nicht so viel Chinesen, die im Markt aktiv sind. Noch viel weniger davon sind mit leveraged Spekulation unterwegs.

Nach Immobilienindex der 100 wichtigsten Städte in China hat der Immo-Preis seinen Höhepunkt im 04.2014 erreicht (11.013 Punkte). Im 04.2015 hatte der Index das niedrigste Niveau nach dem Höhepunkt (10.522 Punkt). Dies entspricht eine Performance von -4,46%. Aber im Vergleich zum Indexniveau im 12.2010 ist der Index um +12,97% gestiegen. Aktuell liegt der Index bei 10.628 Punkten (nach der Zinssenkung ist der Index im Plus). Im Zeitraums von 30.05.2015 bis 30.06.2015 ist der Immo-Preis in ShenZhen am stärksten gestiegen (+6,58%). Im MaAnShan ist der Preis am stärksten gesunken (-2,48%).
Nach den Daten von Dr. Klein ist der durchschnittliche Eigenkapitalanteil beim Immobilienkauf im Deutschland 22%. Im Jahr 2014 beträgt der durchschnittliche Eigenkapitalanteil beim Immobilienkauf 70% in China.
Im Jahr 2011 war die urban population 54,7% im China und 73,9% im Deutschland.

Fazit:China befindet sich immer noch auf dem Weg der Urbanisierung und es gibt kein Grund zu glauben, dass die Immo-Preise in China drastisch sinken wird. Es stimmt schon, dass die Zeit des Immo-Booms vorbei ist das Preisniveau sich korrigieren und stabilisieren wird. Aber ein Crash im Immo-Markt, insbesondere in großen Städten, ist sehr sehr unwahrscheinlich. Außerdem wegen des großen Eigenkapitalanteils beim Immobilienkauf in China halten sich die Schaden von einem sehr sehr unwahrscheinlichen Immo-Crash auch in Grenze
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von Shenzhen » 29.07.2015, 17:38

Ist doch immer wieder das gleiche Thema Egone schreibt etwas von dem er keine Ahnung hat und versucht sich dann alles so zurecht zu reimen wiedie wiedie es ihm gefaellt.
Wie ManAusChina richtig schreibt ist die Urbanisierung gerade mal in einem Anfangsstadium, nicht lange und auch in den Ranbezirken in denen ich wohne steigen die Preise auf 15-20k pro qm. Sie liegen jetzt bereits bei 10-15k bezugsfertig und gehen weg wie warme Semmeln, im Gegensatz zu reinen Spekulationsobjekten wird hier fast nur noch bezugsfertig verkauft und sofort mit Sack und Pack eingezogen. In den ersten 3 Wochen waren 50% bewohnt. Wenn ich das mal auf unsere 260qm umrechne ueberlege ich mir die bald in eine kleine Villa in Miami oder Los Angeles umzutauschen, wenn die da drueben langsam mal wieder aus den Poetten kommen....

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von egon » 29.07.2015, 18:11

MannAusChina hat geschrieben:...
Siehst Du, genau wie Chinesen denken. Die Ergebnisse der Vergangenheit werden 1.1 in die Zukunft projiziert. Weil es aufwärts ging, so muss auch weiter aufwärts gehen. Und wenn es Probleme gibt, dann werden uns die Halbgötter in Peking helfen.
Was passiert an der Börse in China? Die Hälfte der Unternehmen sind vom Handel ausgeschlossen. Welche wohl? Zufallsgenerator? Nein. Schön handverlesen. Nämlich die, über denen schon lange der Pleitegeier seine Runden dreht. Verkaufsverbote in Milliardenhöhe. Und vom kläglichen Rest kauft jetzt die Regierung mit frisch gedrucktem Geld, um den Absturz zu verhindern. Da wird nur die angesammelte warme Luft versucht kontrolliert in eine andere Blase umzupumpen. Wenn trotz dieser Massnahmen der Index innerhalb einiger Wochen um fast ein Drittel in den Keller rauscht, dann ist da mehr Abwärtsdruck dahinter, als wir real sehen.
Dass in China weniger Menschen an der Börse investiert sind, hat mehrere Gründe. Erstens haben viele ihr Geld bereits in Betonbunkern gebunden, sind also nicht mehr flüssig. Zweitens widerspiegelt das die Vermögensstruktur. Es gibt neben einigen Stinkreichen unzählige Arme, Landbevölkerung, die froh sind, über die Runden zu kommen. Da ist nix mit Geld anlegen.
Die höhere Eigenkapitalquote bei Wohneigentum? Habe ich bei meinen Kollegen gesehen, wie man das macht.
Man geht zur Bank und lässt die Wohnung neu bewerten, an den angeblich so gestiegenen Preisspiegel anpassen. Wenn man also mit 100k Eigenkapital eine Wohnung für 300000 gekauft hat und die jetzt auf eine Million bewertet wird, dann werden aus 33% Eigenkapital plötzlich 70%. Mehrmals so gesehen. Wenn man die Wohnung dann sofort für die Million verkaufen könnte, der Wert also wirklich gegeben wäre. Ging aber nicht. Der eine Kollege hat sie dann leer stehen lassen. War nix mit verkaufen. Der andere wollte seine für 300000 gekaufte Hütte für nur 600000 verkaufen. Nix zu machen. Hat sie für 2,5k vermietet.
Und ob eine krankhafte Urbanisierung wirklich gut ist, dass steht in den Sternen.
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von jackie_chan » 29.07.2015, 21:21

Ich hab keine Ahnung von Finanzmärkten und bin froh dass es niemandem den ich näher kenne erwischt hat. Canni hat es eigentlich ganz gut beschrieben wie übel es besonders die erwischen kann die wie ich keinen blassen Schimmer haben und trotzdem gutgläubig kräftig investieren. Ich gebe der KP eine nicht kleine Mitschuld daran dass so viele "kleine Leute" ihre Kohle verloren haben wenn es tatsächlich zutreffen sollte, dass die Leute von der Politik dazu animiert wurden kräftig einzukaufen (ohne sich vorher zu informieren und mit blindem Vertrauen in die allmächtige Partei). Vlt. hilft die ganze Sache jetzt aber auch dabei dass mehr Leute mehr nachdenken bevor sie alles machen was die anderen auch machen oder was die Nachrichten ihnen eintrichtern.

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von edmund27 » 29.07.2015, 21:24

Wir sollten die wieder zu einer sachlichen Diskussion kommen. Zu solch einem Kurssturz kann es an den Börsen überall in der Welt kommen. Es ist doch normal nur Buchungsgeld. Gewinne oder Verluste kann ich doch erst machen, wenn ich meine Aktien verkaufe. Und bei solchen Kurssturz gibt es auch Gewinner. Und das da jetzt Geld hinterher geworfen wird ist Unsinn. Die Regierung kauft Aktien von Unternehmen und dadurch wird der Kurs gestützt. Es kann ja sein dass der Kurs wieder steigt und man kann die Aktien, dann mit Gewinn verkaufen. Das ist übrigends doch nicht ungewöhnlich. Die BRD Regierung ist ja auch schon bei Banken eingestiegen. Übrigends haben sehr viele Leute an diesem Sturz verdient. Es gab Optionscheine auf den Shanghai Index, natürlich auf den sinkenden Index. Das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer Chinese.
Und die erste Börsenregel lautet: Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen. Die ander hier geschilderte Regel mit dem Geld, die gilt für faule Kredite. Weil das Geld verloren ist. Bei einem Kurssturz können sich die Aktien immer nochmal erholen. Also gemach Leute. Der Kapitalismus funktioniert halt so, wie im Westen so im Osten. 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von canni » 30.07.2015, 01:21

kurz noch zu shenzhens Worten.
Ich beobachte seit einem Jahr einige neue angelegte compounds, or allem eines nähe dem dongguan Hospital. Sehr schön gemacht kleiner see, viel grün sehr gute Architektur innen (habe ich mir angeguckt) und aussen.
Ein Jahr bezugsfertig.. ich schätz Shenzie hat recht.. 50 % bewohnt sofort. Aber nur die guten Wohnungen von der Aussicht, Grösse, Höhe und mit atemfreiheit zum Park. Der Rest steht und ist leer.
Un das bleibt auch so sage ich voraus. Die Preise sind schon um 20 % runtergestzt worden. Trotzdem bewegt sich nichts. Ich sehe das hier bei vielen neuen Objekten.Nach Bezug rutsch... gehen einige Wohnung weg, der Rest scheint derzeit unverkäuflich. Es geht wohl der Trend wieder zum mieten. 186 qm schlappe 3800 rmb. Und ich wohne nicht im Getto.

Wenn die Börse so weiter implodiert, gehen viele immobillien den Bach runter. Und ihre Besitzer.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von MannAusChina » 30.07.2015, 11:00

egon hat geschrieben: Siehst Du, genau wie Chinesen denken. Die Ergebnisse der Vergangenheit werden 1.1 in die Zukunft projiziert. Weil es aufwärts ging, so muss auch weiter aufwärts gehen. Und wenn es Probleme gibt, dann werden uns die Halbgötter in Peking helfen.
Ich habe die Ergebnisse der Vergangenheit nicht einfach 1:1 in die Zukunft projiziert. Z.B.
Mannauschina hat geschrieben:...Es stimmt schon, dass die Zeit des Immo-Booms vorbei ist das Preisniveau sich korrigieren und stabilisieren wird.
Und es ist ein Fakt, dass die chinesische Regierung viel mächtiger als ihre westlichen Kollegen sind. Vor allem hat die chinesische Regierung die Kontrolle über die großen Banken und damit ist sie in der Lage, den Finanzmarkt zu steuern.
egon hat geschrieben:Was passiert an der Börse in China? ...
Dankst du, dass die Regierungen in westlichen Länder in solchen Situation anders machen? Dann gucken wir mal die USA im 2008. Nach der Pleite von Lehman Brothers und quasi Pleite von Merrill Lynch im Sep. und die Börse fast die Häfte verloren hat, hat die Regierung entschieden, die Börse zu retten. Die Massnahmen sind unter anderen Pure Short Verbot, Short Financials Verbot, Margin Report von ALLEN Instituten JEDEN Tag und für 20 Tage Lang! Gleichzeitig schießt die Regierung 700 Millarden Dollar auf den Markt im Form von "Mortgage Buyback" im offenen Markt. Von daher gibt es nichts neues, was die chinesische Regierung gemacht hat. Ob das funktionieren kann, schau dir doch den US Markt an.
egon hat geschrieben:Die höhere Eigenkapitalquote bei Wohneigentum? Habe ich bei meinen Kollegen gesehen, wie man das macht...
Was ist dabei so schlimm? Mortgage Loan ist im Immo-Markt gang und gäbe überall auf den Welt und insbesondere in westlichen Länder. Außerdem bezweifel ich, wie viel von dir geschilderte Fälle überhaupt gibt. Weil Morgage Loan und Kredit für Immobillieninvestition in China ganz unterschiedlich gestaltet sind. Beim Mortgage loan zahlt der Kreditnehmer monatlich nur Zinsen und die Principal wird nur am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Beim Kredit für Investition zahlt man montalich Zinsen UND Tilgung. Da die Zinssätze für Mortgage Loan und Kredit für Investition in Immobillien ungefähr der gleichen sind, lohnt es sich überhaupt gar nicht, Mortgage Loan zu nehmen und in Immobillien zu investieren in China. Wenn man 1 Million Yuan für 10 Jahre leiht, dann zahlt man bei Mortgage Loan 720.000 Zinsen und beim Kredit nur 420.000 Zinsen (Zinssatz von 2012)

Ich glaube, dass du nicht in Finanzbranche tätig bist. Bei dir fehlt anscheinend die Grundkenntnisse von Finanzmärkten. Darüber hinaus fehlt bei dir die Grundlage in Zahlen für deine Argumente und ziehst du voreilig eine unlogische Schlußfolgerung. Ich arbeite schon 8 Jahre in Investment-Banking Branche. Ich weiß wovon ich rede.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von egon » 30.07.2015, 13:52

MannAusChina hat geschrieben:...
Soll ich Dir einen kleinen Regenschirm für die Nasenlöcher schicken, nur weil Du im Investment-Banking arbeitest?

Du und deine Zunft hättet das weltweite Finanzsystem 2008/2009 in den Kollaps getrieben, wären nicht die eigentlich anderweitig auszugebenden Steuergelder zur Rettung missbraucht worden.
Und was habt ihr damit gemacht? Statt die ganzen Hilfsgelder auf Heller und Pfennig zurückzuzahlen steckt ihr sie weiter in eure Spekulationsobjekte.
Wenn’s schief geht, wird schon einer in den Keller gehen und wieder paar Koffer Steuergelder für das nächste Hütchenspiel holen.
Die Folgen von dem, was ihr da angerichtet habt, sind bis heute spürbar. Wie vielen Millionen Menschen habt ihr die Existenz zerstört? Wie viele Kinder müssen wegen euch in Armut aufwachsen?
Und im Verein mit einer kommunistischen Regierung seit ihr gerade dabei, in China das nächste Desaster anzurichten, mit Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.
Also spare dir deine Arroganz. Ich würde mich schämen zu sagen, dass ich Investmentbanker bin und besonders würde ich vermeiden zu sagen, dass ich das auch vor 2008 schon war.
Warte mal noch etwas ab, dann kannst Du die Implosion in China sehen. Dazu braucht man nicht Investmentbanker zu sein um zu sehen, dass ein solches System nicht auf Dauer funktionieren kann.
Wer kriecht, der stolpert nicht.

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von MannAusChina » 30.07.2015, 15:23

egon hat geschrieben:...
Damit hast du perfekt demonstriert, was man noch machen kann, wenn man keine sinvolle Argumenten in Diskussion bringen kann aber nicht die Klappe halten will. :roll:

Ich arbeite in der Investment-Banking Branche, aber ein Investmentbanker bin ich nicht. Ich bin für Analyse zustandig und interessiere mich für Wirtschaft/Finanzmarkt der Welt. In meinem Berufsleben habe ich gelernt, dass man eine unfangreiche Recherche machen muss, bevor man überhaupt damit anfangen kann, eine Meinung über irgendwas zu bilden. Und man braucht Fakten, am besten in Form von konkreten Zahlen, als Grundlage für seine Argumente. Leider fehlen alle diese bei dir.

Du hast vorgeschlagen, eine sinvolle Diskution zu führen. Ich habe es gemacht und anscheinend willst du die Diskussion selbst nicht mehr weiterführen. Aber ehrlich gesagt überrascht es mich nicht. Du stellst dich selbst gern da, als ob du viel weist. Aber in Wirklichkeit weist du wirklich nicht viel und deine Fähigkeit für Analyse ist auch sehr sehr begrenzt. Mit Leute wie du kann man sehr schwierig eine sinvolle Diskussion führen. Deswegen habe ich erst eine harmlose Wette mit dir versucht. Also, willst du die Wette noch mitmachen? :wink:
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von sweetpanda » 30.07.2015, 20:13

MannAusChina hat geschrieben:
egon hat geschrieben:...
Damit hast du perfekt demonstriert, was man noch machen kann, wenn man keine sinvolle Argumenten in Diskussion bringen kann aber nicht die Klappe halten will. :roll:

Ich arbeite in der Investment-Banking Branche, aber ein Investmentbanker bin ich nicht. Ich bin für Analyse zustandig und interessiere mich für Wirtschaft/Finanzmarkt der Welt. In meinem Berufsleben habe ich gelernt, dass man eine unfangreiche Recherche machen muss, bevor man überhaupt damit anfangen kann, eine Meinung über irgendwas zu bilden. Und man braucht Fakten, am besten in Form von konkreten Zahlen, als Grundlage für seine Argumente. Leider fehlen alle diese bei dir.

Du hast vorgeschlagen, eine sinvolle Diskution zu führen. Ich habe es gemacht und anscheinend willst du die Diskussion selbst nicht mehr weiterführen. Aber ehrlich gesagt überrascht es mich nicht. Du stellst dich selbst gern da, als ob du viel weist. Aber in Wirklichkeit weist du wirklich nicht viel und deine Fähigkeit für Analyse ist auch sehr sehr begrenzt. Mit Leute wie du kann man sehr schwierig eine sinvolle Diskussion führen. Deswegen habe ich erst eine harmlose Wette mit dir versucht. Also, willst du die Wette noch mitmachen? :wink:
Echt stark Mann aus China, ich glaube nicht, dass hier schon einmal ein "echter" Chinese sprachlich und argumentativ besseres gepostet hat.
Aber die Maßnahmen der chinesischen Regierung sind schon ziemlich heftig, beinahe die Hälfte der Aktien sind seit Wochen vom Handel ausgesetzt. Es geht aber bestimmt OTC weiter?
Faszinierend am Shangahi Index ist, dass er manchmal Jahre lang schläft um plötzlich zu explodieren ( parabolic rise nicht parboiled rice) und ebenso so schnell zusammen zu brechen.
Die 200 Tage Linie hält noch.
http://www.finanzen.net/index/Shanghai_Composite

Es ist fasst wie der Vix future :oops: nein das ist nicht unanständiges :mrgreen:

P.S. wir "Banker" müssen zusammen halten...und nicht jeder der in der Finanzbranche abreitet ist ein böser Mensch der verantwortungslos handelt. 90% von uns sind auch dort nur kleine Rädchen im Getriebe.
Nichts befriedigt einen Menschen verlässlicher als der Misserfolg eines Begabteren.

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von sweetpanda » 30.07.2015, 20:45

canni hat geschrieben:Eddie, ich denke, Du weißt nicht viel über die Aktienlage in China. Warum wurden die einfachen Leute gierig? Weil sie von der Regierung ermutigt wurden und alle möglichen Pseudo Experten ihnen den Goldesel verprochen haben.

Das unterscheidet Deine Auslegung von der Realität. Frau Merkel wird sicher keinen Appell an Dich gerichtet haben, Eddie kauf Aktien... :)

Wie soll ein einfacher Mensch in China, der keinerlei Erfahrung mit solchen Sachen hat, abschätzen können.
Der chinesische Mensch tickt noch immer ganz anders als wir. Und das ist ganz logisch. Naiv, blauäugig, gutgläubig und vertrauensselig. Die würden sogar Deinen Essig trinken, wenn ich als Deutscher sage, der ist gut. Und würden., wenn es Ihnen hinterher zum ko.... geht, steif und fest behaupten,. dass war das Wetter ,damit ich mein Gesicht wahren kann.

ich glaube ehrlich, Du weißt nicht sehr viel von der Menthalität hier.

Und genau deshalb ist das kein übliches Crashchen mein Lieber. Das kostet hier Existenzen. Die Sorte Aktienplayer, wie Du ein erfahrener bist, die jibbet hier kaum. Wenn du Deine Kohle verzockst, dann würde ich sagen, selbst schuld, weil ich weiß, es ist spielgeld... das du nicht zum leben unbedingt brauchst.
Hier gehen Familien den Bach runter... weil sie ihrer Regierung geglaubt haben.

Also nicht alles über einen Kamm scheren...

ich bin mitten drin und ich habe einige Fälle wo wie schon gesagt der "Steckbrief" von der Bank schon gedruckt ist. Wie wäre das wohl in GER
Meine Frau hatte mir schon vor ein paar Wochen erzählt, dass in vielen der chinesischen Serien in den letzten 1,5 Jahren verdächtig viel von Aktien gesprochen wurde.
Ob wir uns das nur rückwirkend einbilden?

Dienstmädchenhausse ist das Stichwort.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstm%C3%A4dchenhausse

Ich habe auch in den Nachrichten gesehen wie ein chinesisches Ehepaar, dass als Kleinselbständige in Peking mit Bügeln sein Leben fristet ernstlich meinte:

" Wir haben volles Vertrauen zur KP, die wird doch nicht zulassen, dass wir so viel Geld verlieren.
Die Regierung wird uns Kleinanlegern schon helfen."

Das war nicht ironisch oder als indirekte Drohung/Aufforderung gemeint, sondern ganz ehrlich und ernst. So richtige lao baixing....
Wann hatte in einer Demokratie nur einziges mal jemand so ein Vertrauen in eine Regierung :cry: .
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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von Yingxiong » 30.07.2015, 21:40

1933, bei der letzten freien Wahl damals.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

Die Erinnerung ist das Fenster durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen...

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden - ich hab die Zeit noch nicht gefunden!

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Re: Was ist in China los und was wird aus China?

Beitrag von ingo_001 » 30.07.2015, 22:10

Das bedeutet in Bezug auf China jetzt ... was?
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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