Die Zukunft der China-Blogger

Über aktuelle Nachrichten und Artikel über China diskutieren.
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Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 16:50

Auf Doppelpod schreibt Sven Hänke darüber, was er über die Zukunft der Seite und über die Entwicklungen im Bereich der deutschen China-Blogszene denkt.
http://www.doppelpod.com/?p=3580&lang=de

Anmerkungen, Kritik, Lob, Schmährufe hier oder bei DP

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Sarilas » 23.03.2013, 17:23

Noch ein Hobbyblogger der darüber nachdenkt aufzugeben und mit dem letzten Atemzug nach Beachtung schreit. Es geht einer weg und es kommen 10 andere, so war es immer und wird immer sein. Man hat als Blogger nur die Leidenschaft, wenn diese durch Stress und Zeitmangel auf der Strecke bleibt, wird es nichts. Wie er schon schrieb, die Werbeeinnahmen decken die Kosten. (Seite ist bei 1&1 auf nen kleinen shared hoster, kostet weniger als mein Internet) Damit sei gesagt, das die Seite kein Geld einnimmt, und es bleibt nichts über, außer der gute Wille und die verfallene Leidenschaft.
Lese solche Blogs eh nicht, mir egal. Hier im Forum ist es viel gemütlicher.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 17:40

Sarilas hat geschrieben: Lese solche Blogs eh nicht, mir egal. Hier im Forum ist es viel gemütlicher.
Na, dann bleib mal da wo es gemütlich ist. Allerdings war die Seite meines Wissens nie als kommerzielles Projekt gedacht. Und der erste Satz des Artikels, wenn man ihn denn gelesen hat, hilft auch...

Wenn man etwas Kommerzielles über China machen möchte, muss man den Markt bedienen, den SPON und co. gezüchtet haben. Und um ein wenig Trash kommt man dann ohnenhin nicht herum. Das wollte DP nie.

Aber die Frage bleibt doch: Warum schreiben (beispielsweise hier) haufenweise Leute interessantes Zeug, das in Foren verschimmelt und das teilweise Fachkenntnisse aufweist, das den sog. Medienprofis die Ohren wackeln. HuffPo macht damit Fantastillionen und nur weil die Deutschen nicht in der Lage sind, diese Kräfte zu bündeln, soll man das Feld den Amis überlassen????

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Sarilas » 23.03.2013, 17:53

Und was möchtest du uns jetzt damit sagen? Klar gibt es hier gute Diskussionen und ein Haufen Fachwissen (wäre ja beschämend wenn manche unter uns, nach so vielen Jahren in China, nichts wüssten).
Man hat es als Blog über China nichts leicht, du kannst objektiv schreiben, über alles bunte und schöne. Wirst kaum beachtet, da fehlt einfach das Axel Springer Verlags Drama, wie bei der Bildzeitung.
Kannst dramatisch schreiben und dir Dinge dazu reimen, dann hast den Otto normal Leser der Bildzeitung, bringt dir Geld. Aber du schreibst nur Scheiße.
Ein dazwischen ist noch schwieriger, dann wirst du in jeden Thema so viele Hasser und Trolle haben, dass du die Community Funktionen ausschalten musst. Diese aber sind ein Schlüsselpunkt zum Gewinn.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von gzs » 23.03.2013, 18:09

Das ist ein allgemeines Problem im Internet, ganz besonders im deutschsprachigen. Entweder du schreibst gute Sachen und musst dich selbst finanzieren - oder du verdienst Geld, musst dafür aber deine Seele verkaufen und haufenweise dümmlichen Datenmüll produzieren. Dazwischen gibt es kaum noch eine Möglichkeit, ausser in ein paar krassen Nischen.

Der heutige Onlineleser ist sowieso schon überfordert, wenn mal mehr als 100 Wörter in einer Reihe stehen, dann will er ein Video ... :)

Aber letztendlich gilt das auch für die Zeitungs- und Verlagsbranche, scheint also doch eher ein gesellschaftliches Problem zu sein?
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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Lama » 23.03.2013, 18:12

Richi_Will hat geschrieben: Aber die Frage bleibt doch: Warum schreiben (beispielsweise hier) haufenweise Leute interessantes Zeug, das in Foren verschimmelt
Das Wissen verschimmelt hier nicht. Ganz im Gegenteil, inzwischen ist das Forum hier ein reges Sammelsurium an Erfahrungen und Tipps, die jeder über die Forensuche jederzeit abrufen kann. Hier geht es in erster Linie um Kommunikation unter den Mitgliedern, nicht darum Wissen aufbereitet irgendwo auf einen Blog zu präsentieren - ist auch stinkelangweilig ehrlich gesagt.

Zum bloggen bleibt nur eins zu sagen: Wenn man kein bock mehr hat, lässt man es halt bleiben. Wenn du Kohle machen willst, such dir ein anderes Themengebiet.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 18:28

Lama hat geschrieben:Das Wissen verschimmelt hier nicht.
Das war ein wenig provokant ausgedrückt. Mit "verschimmelt" meinte ich, dass die Sachkenntnis zum Thema China weit über dem liegt, was deutsche Medien mit ihren paar popeligen Korrespondenten erreichen können, aber Spiegel und co. sowohl den Diskurs bestimmen, als auch die Gewinne einfahren (China läuft meist ziemlich gut). Foren-Chef macht gute Arbeit hier, und Foren haben, wenn sie so gut aufgestellt sind wie dieses hier, mit Sicherheit eine Zukunft. Aber Zeitungen und Magazine werden in dieser Form nicht bestehen bleiben können. Durchdachte user-generierten Modelle sind ihnen haushoch überlegen. Die Frage ist nur: Durch wen und wie werden sie gestaltet.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 18:43

gzs hat geschrieben: Der heutige Onlineleser ist sowieso schon überfordert, wenn mal mehr als 100 Wörter in einer Reihe stehen, dann will er ein Video ... :)
Dann sollte man ihm ein Video geben. :) Die U-Tube-Community ist mit allen Hatern und Freaks das Spannendste, was Deutschland zu bieten hat. Ach und Oooops, die räumen gerade bei relevanten Zielgruppen die Schnarchnasen vom Fernsehen in die Mottenkiste in die sie gehören. Google macht mal eben vor, wie Online-Publizieren geht, während Deutschland sich noch mit LSG und co. an einer längst untergegangenen Medienwelt festhält.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von gzs » 23.03.2013, 19:10

Ach und Oooops, die räumen gerade bei relevanten Zielgruppen die Schnarchnasen vom Fernsehen in die Mottenkiste in die sie gehören
Da ist etwas besser als Fernsehen? Keine Kunst, oder? ... :) aber so lange es Zwangsabgaben gibt, ist das Fernsehen besser bezahlt.

Wobei das wenig aussagt, für mich ist sowohl der Inhalt des Fernsehprogramms als auch der von Youtube größtenteils weit jenseits jeglicher Intelligenz anzusiedeln - aber so lange Dummheit cool bleibt ... Ich hab übrigens auch selber Videos bei Youtube, lästere also nicht nur über andere.
Google macht mal eben vor, wie Online-Publizieren geht,
Ja, google ist gaaaanz toll. Da liegt die Informationshoheit jetzt bei einem Konzern anstatt wie vorher ... bei einem Konzern ... :) So ein Unterschied aber auch. Der eine kommt, der andere geht. Nach wie vor wirst du nur gelesen oder gehört, wenn du genug Kohle investieren kannst - so oder so.

Deshalb gehen Blogs auch unter, wenn die Leidenschaft fehlt. Denn es fehlt in der Regel auch das Geld um gehört zu werden. Das Problem haben die großen Onlinemedien nicht, die werden wenns sein muss halt durchgefüttert.
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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von robbe » 23.03.2013, 19:17

Richi_Will hat geschrieben:Warum schreiben (beispielsweise hier) haufenweise Leute interessantes Zeug
Haufenweise? Eher im Verhältnis 1:100, also 1 mal interessant, 100 mal uninteressant.
Die meisten Blogs definieren sich dadurch, dass sie einseitig und subjektiv sind.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 19:21

gzs hat geschrieben:Deshalb gehen Blogs auch unter, wenn die Leidenschaft fehlt. Denn es fehlt in der Regel auch das Geld um gehört zu werden. Das Problem haben die großen Onlinemedien nicht, die werden wenns sein muss halt durchgefüttert.
Die gehen ja gar nicht unter. Keine Ahnung warum man denn außerhalb der Szene gar nicht zur Kenntnis nimmt, dass z.B. Spiegelfechter was die Reichweite angeht fast schon mit der FAZ mithalten kann und Fefes Blog so gut wie jede Seite abschießt, die da verlinkt ist, so hoch sind seine Leser-Zahlen.

Man muss es nur eben gut machen, das ist alles. Beide Konzepte sind in sich vollkommen stimmig. Das ist der Punkt. Davon gibt es nur derzeit nicht so viele, weil man sich entweder von den Konzernen einkaufen lässt, oder in Foren und bei Facebook sein Pulver verschießt.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 19:34

robbe hat geschrieben:Die meisten Blogs definieren sich dadurch, dass sie einseitig und subjektiv sind.
Oh Mann. Deutschland befindet sich in Sachen Internetöffentlichkeit noch in der Steinzeit. Korrekt. Das ist der Status Quo. Aber das ist auch die "conditio sine qua non" für den ausbleibenden Erfolg. Sollte man mal ändern.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Sarilas » 23.03.2013, 19:40

Dann mach doch einen Blog auf. Ist ja nicht so schwer, Webspace buchen, Blog Software schreiben, oder eine vorhandene nutzen. Partner Netzwerk aufbauen, Werbepartner suchen, SEO buchen usw.
Wirst nach paar Jahren bestimmt dein Geld wieder haben.
Oder eben nicht.

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Richi_Will » 23.03.2013, 19:44

Sarilas hat geschrieben:Dann mach doch einen Blog auf.
Der war gut. Da wär ich echt nicht drauf gekommen. Popcorn für alle!

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Re: Die Zukunft der China-Blogger

Beitrag von Sarilas » 23.03.2013, 19:49

Ja was redest du sonst so um den heißen Brei, ich mein wer macht sich sonst die Arbeit drum? Wie gesagt braucht man Zeit und die Leidenschaft dazu. Zeit hast du ja wohl um hier mit uns zu schreiben. Die Leidenschaft bekommst du auch noch. Brauchst für den Anfang dann ca 10 Euro für den Webspace, 10 Euro für die Domain und 200$ Monatlich für SEO um Konkurrenzfähig zu sein.

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