die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von blackrice » 27.10.2019, 19:56

es bedarf mehererer Tage um die Nationalitaet(en) festzustellen?

die hatten keinerlei Papiere/Dokumente bei sich? ?
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Shenzhen
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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von Shenzhen » 28.10.2019, 03:10

Evtl. waren es ja alles Fluechtlinge aus Syrien - versuchen kann man es ja mal - funktioniert in Deutschland ja auch perfekt - daher besser immer erstmal ohne Papiere reisen und gucken welche Nationalitaet sich gerade am besten eignet um sich einzuschleichen. Nordkorea bietet sich fuer die geradezu perfekt an, wenn man kein Koreanisch spricht sagt man halt man sei bei einer Vietnamesischen Genossensgastfamilie aufgewachsen, in Deutschland kein Problem also denken die sich wird es bei Englaendern auch durch gehen.

Ernst bei Seite - es ist nicht unueblich, dass denen die Papiere von den Schleusern abgenommen werden - als Pfand und gerade um die Sache so unnachvollziebar wie moeglich zu machen.

Zu runderhum sag ich mal nicht mehr viel, es ist mir zu muessig jeden Satz auseinander zu nehmen. Statistiken hin und her, letztendlich ist in China jeder selbst seines Glueckes Schmied und die Benachteiligung der Landbevoelkerung gibt es bei "normalen" Arbeiten nicht - wer sich entscheidet bei Hotel Mama zu bleiben und ich mit Master und 3000 RMB zufrieden gibt ist selber schuld bzw. will es so. Er kann sich auch in den naechsten Buss fuer 200 RMB setzen und in eines der Ballungsgebiete fahren und als Putzfrau fuer das gleiche Geld arbeiten oder fuer einiges mehr in seinem studierten Beruf. Arbeit ist immer noch genug vorhanden und wird auch nicht schlecht bezahlt. Selbst als einfache Arbeiter Vivio/Huawai usw. verdient man locker 4000-6000 RMB mit Ueberstunden von denen man so gut wie 100% nach hause schicken kann da Kost und Logis incl. ist. Und nein das ist keine Statistik, das ist die wahre Erfahrung und Wissen aus der Praxis. Das es imme rnoch viele Chinesen gibt die fuer einen Hungerlohn arbeiten ist mir klar, es ist aber letzten Endes fast immer die eigene Schuld bzw. die eigene Entscheidung.

Daher macht es wenig Sinn sich als Chinese!!! fuer 30k Euro/US$/Pfund tiefkuehlen zu lassen ausser man bekommt den Hals nicht voll oder will in Zukunft nur noch Hartzen...

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von rundherum » 28.10.2019, 07:31

es bedarf mehererer Tage um die Nationalitaet(en) festzustellen?

die hatten keinerlei Papiere/Dokumente bei sich? ?
Hatten die nicht gefälschte chinesische Papiere?
Das es imme rnoch viele Chinesen gibt die fuer einen Hungerlohn arbeiten ist mir klar, es ist aber letzten Endes fast immer die eigene Schuld bzw. die eigene Entscheidung.
Wenn dem so wäre müssten wir ja im noch viel reicheren Europa umgehend sämtliche Sozialwerke abschaffen, da sie die Menschen ja nur vom harten Arbeiten abhalten. Wer in Europa mit 40 noch kein Millionär ist, ist ja auch selber Schuld. Das Problem ist, dass die Realität doch komplexer ist. Die Menschen sind doch keine Maschinen...
Daher macht es wenig Sinn sich als Chinese!!! fuer 30k Euro/US$/Pfund tiefkuehlen zu lassen
Ich glaube kaum, dass das mit dem Tiefkühlen Teil des Deals war. Die Schlepper haben denen doch einfach gesagt "50k Euro und ich schleuse Dich nach England". Von der Tiefkühlbox erfuhren sie wohl erst, als sie davor standen, die 50k bezahlt hatten und bereits seit Wochen unterwegs waren...

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von Ajiate » 28.10.2019, 09:20

Ein Artikel der BBC Vietnamese zu den Erwartungen der Menschen, die so eine Reise auf sich nehmen

Why do Vietnamese people make hazardous journeys to the UK?

https://www.bbc.com/news/uk-50194118

Ein Vietnamese, der es erfolgreich geschafft nach EU' zu kommen, wird seinen zurückgebliebenen Angehörigen nie erzählen, was er auf sich genommen hat und wie mies es ihm geht, sondern nur Positives berichten und bei den mittlerweile erschwerten Bedingungen eines solchen Versuches werden die Getäuschten daheim sich vor dem drohenden Brexit noch mehr gedrängt fühlen, zu handeln.
BTW, es sind nicht immer die Dümmsten, die sich auf den Weg machen / müssen auf den Druck der Familie hin sondern die, von denen man erwartet, dass sie die besten Chancen haben .

(edit.)
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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von blackrice » 28.10.2019, 09:25

eine Chinesin aus dem Norden der Qinghai Provinz welche seit geraumer Zeit in Shenzhen lebt und arbeitet schrieb mir:

....if you been more cities of China you will understand...
though in the first class cities like Beijing shanghai shenzhen, everything looks so good and strong, but in many small cities, in the countryside of many west or middle area, there are lot of people still struggle for living
in our media we only like to broadcast the good and positive side
and covered the dark and bad one, in different area of China or of one province, the difference can be huge
you can never imagine how poor these people are and how hard their life is, especially some mountain area

und hier ein Kommentar von einem Englaender zu "hatten die keine Papiere":

ALL illegal travelers should be issued a Dog tag (identification tags worn by military personnel) ...

Back to your question; Interpol estimates 9,800 people trying to cross into Europe with false documents in 2013. Since 2002, more than 40 million passports have been reported lost or stolen...

But, fingerprints, facial recognition and mobile phones etc must have been in the Container together with the murdered immigrants...

This very sad murder case is bringing to light once again how happily Western media jumps to the chance to blacken the Middle Kingdom before ANY investigation is carried out...

Strangely, no mentioning where and when the container was sealed...
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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von rundherum » 29.10.2019, 12:32

Die Global Times geht hier mit den europäischen Behörden auch hart ins Gericht und sieht den Fehler bei der laschen Umsetzung der Migrationsgesetze in Europa. Ganz von der Hand zu weisen ist diese Kritik nicht: wenn Migranten nicht fürchten müssen erwischt zu werden, sind sie eher bereit, Geld zu bezahlen und die Gefahr einer Reise auf sich zu nehmen. Würde Europa seine Migrationsgesetze sauber durchsetzen, würden viel weniger Menschen sterben.

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von Taifun » 02.11.2019, 10:05

Shenzhen hat geschrieben:
28.10.2019, 03:10
...letztendlich ist in China jeder selbst seines Glueckes Schmied
Das "letzendlich" solltest du weglassen bei diesem ziemlich abgedroschenen Spruch. Soziologie ist für dich wohl kaum eine Wissenschaft. Ist dir klar, dass diese Leute nicht versehentlich, sondern ganz bewusst ins hohe Risiko der Schwarzarbeit gehen wollten? Ist dir auch klar, dass diese Leute arbeiten wollten, bis die Knochen quietschen? In Deutschland sind heute kaum noch welche dazu bereit, die laufen wegen kleiner Wehwehchen gleich vom Arzt zum Therapeuten bis zum Anwalt. Du hättest das an deren Stellle nicht riskiert, ok. Es würde vollständig genügen, wenn dein Statement damit endete.

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von Roemer » 02.11.2019, 18:48

Update vom 02.11.2019: Lange Zeit war unklar, woher die 39 Leichen stammten, die Mitte Oktober in einem LKW-Container in der Nähe von London gefunden wurden. Mittlerweile geht die britische Polizei davon aus, dass es sich bei allen Toten um Vietnamesen gehandelt habe: „Wir stehen deshalb mit der vietnamesischen Regierung in Kontakt“, teilte der stellvertretende Polizeichef der Grafschaft Essex, Tim Smith, nun mit. Man vermutet, dass die LKW-Leichen ins Land geschleuste Migranten waren.
Quelle: https://www.merkur.de/welt/england-esse ... 54944.html

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von Topas » 03.11.2019, 05:22

Taifun hat geschrieben:
02.11.2019, 10:05
Shenzhen hat geschrieben:
28.10.2019, 03:10
...letztendlich ist in China jeder selbst seines Glueckes Schmied
Das "letzendlich" solltest du weglassen bei diesem ziemlich abgedroschenen Spruch. Soziologie ist für dich wohl kaum eine Wissenschaft. Ist dir klar, dass diese Leute nicht versehentlich, sondern ganz bewusst ins hohe Risiko der Schwarzarbeit gehen wollten? Ist dir auch klar, dass diese Leute arbeiten wollten, bis die Knochen quietschen? In Deutschland sind heute kaum noch welche dazu bereit, die laufen wegen kleiner Wehwehchen gleich vom Arzt zum Therapeuten bis zum Anwalt. Du hättest das an deren Stellle nicht riskiert, ok. Es würde vollständig genügen, wenn dein Statement damit endete.
So sehr ich deinem Post auch zustimme, halte ich aber nichts davon, Gruppen zu pauschalsieren. Genau so wie das Stereotyp der arbeitsfaulen Deutschen mit "Wehwehchen" Quark ist, gilt das auch fuer die bis "die Knochen quietschenden" Asiaten. Da werden stereotype Bilder erzeugt, die einfach der ausdifferenzierten Realitaet in keiner Weise entsprechen.

Und das ein Shenzhen in seiner eigenen Welt lebt, sollte mittlerweile auch den Meisten klar sein. Seine Aussagen, etwa die, das "jeder selbst Schuld sei" fuer die Hungerloehne - dieses Denkmuster laest sich sogar ziemlich genau in Psychologie-Buechern nachlesen - ist nichts weiter als eine Strategie, sich die Welt in schwarz-weiss-Malerei zu vereinfachen, damit das Hirn effizienter arbeitet und Ressourcen einspart. :mrgreen:
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
http://forum.chinaseite.de/forum48.html
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von sweetpanda » 03.11.2019, 16:24

Shenzhen hat geschrieben:
26.10.2019, 07:23
Wer wie in dem Fall 30k oder mehr Euro/Pfun/US$ hat waere einfach nur daemlich sich als Chinese auf so etwas einzulassen, mit so einen Starkapital ht man allerbesten Chancen in China auch als Landei.
Na klar und die Chancen in Vietnam wären mit 30K doch noch viel besser oder nicht?
Aber davon abgesehen, wie hoch ist eigentlich Quote des "Scheiterns" beim aufziehen einer Business?
Je nach Quellen sollen Start-Ups ja zu 90% scheitern.
Konkurrenz, unternehmerisches Risiko.....klar alles vernachlässigbar.
Nichts befriedigt einen Menschen verlässlicher als der Misserfolg eines Begabteren.

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Re: die toten Chinesen von England/Greys Okt. 2019

Beitrag von rundherum » 04.11.2019, 07:47

Aber davon abgesehen, wie hoch ist eigentlich Quote des "Scheiterns" beim aufziehen einer Business?
Je nach Quellen sollen Start-Ups ja zu 90% scheitern.
Wobei hier anzumerken ist, dass diese Leute eher nicht ein risikoreiches Internetstartup gründen würden. Meist handelt es sich um eher schlecht gebildete Leute, welche einfache einen Dienstleistungsbetrieb, einen Tanteemmaladen oder einen Nudelshop gründen. Diese haben eine massiv höhere Überlebenschance. Die Wahrscheinlichkeit, mit Milliarden bewertet zu werden und das Unternehmen für viel Geld an den Markt bringen oder an einen Konzern verkaufen zu können ist aber auch verschwindend gering :mrgreen:

Wie dem auch sei: selbst wenn die Gründung gelingt und man in der nähe einer Mittelschule in einer Kleinstadt erfolgreich seine Nudeln verkauft, verdient man immer noch massiv weniger als mit Schwarzarbeit in Europa.

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