chinesisch-deutsche Beziehung

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
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anderer Li
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Beitrag von anderer Li » 11.07.2005, 13:12

mesheel hat geschrieben:Anderer Li, ich dachte, Deine Frau kommt aus Dalian? Ist ja nicht gerade sehr schmeichelhaft, wie Du die Nordchinesinnen beschreibst.... :shock: :shock:
Tja, das ist wiederum eine Geschmacksache. Mir gefällt die Mentalität der Nordchinesinnen sogar besser. Ob Du glaubst oder nicht, meine Frau hatte schon den LKW-Führerschein in der Tasche, bevor ich zum ersten mal am Steuer gesessen haben.

Rauchen und Trinken tut sie allerdings nicht, aber meine Schwiegermutter ist ne Kettenraucher...
Man kann nicht mehr Zeit für sein Leben bekommen, jedoch mehr Leben für seine Zeit.

Pacific66
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Beitrag von Pacific66 » 11.07.2005, 19:16

Nicht nur das, die Eltern werden auch mal nach Deutschland kommen wollen. Auf Deine Kosten natuerlich und fuer womoeglich laengere Zeit, sprich ein paar Wochen.... Haeltst Du das aus?
na ich denke (vielleicht ist auch "hoffe" das bessere Wort) mal das wäre jetzt nicht das problem ;-)
Noch was Allgemeines: Das ist einem als Einheimischer oft nicht bewusst, aber als Auslaender in einem fremden Land gibt es oft gewisse Beschraenkungen. Wenn Ihr verheiratet seid, ist das wohl einfacher, aber sie wird stark von Dir abhaengig sein, nicht nur sprachlich. Wird sie das verkraften?
Z.B. hatte ich grosse Muehe hier als Auslaenderin unter meinem Namen ein Bankkonto zu eroeffnen. Eine Kreditkarte kriege ich ohne Taiwanischen Buergen keine. Eine Telefonleitung, Internetanschluss, SIM Karte (abgesehen von teurer Pre-paid Karte) kann man nur mit gueltiger Aufenthaltsbewilligung und Taiwanischem Buergen beantragen. Solche Beispiele gibt es noch und noecher und machen einem das Leben als Auslaender schwer. Einfach ist es, wenn man alles und jedes auf den Namen seines einheimischen Partners schreiben laesst. Doch will man sich wirklich freiwillig in eine solche Abhaengigkeit begeben?
Sicherlich will man eine solche ausgeprägte Abhängigkeit nicht. Aber meinst du nicht dass das was du schilderst stark auf das leben in taiwan bezogen ist?
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, das es in deutschland ähnlich kompliziert ist als Ausländer, allerdings bin ich mir auch nicht absolut sicher.
Ein eigenes Bankkonto sollte sie hier schon haben meine ich. Meiner Auffassung nach (ich kenne die Einstellung meiner freundin dazu noch nicht, werde sie dazu befragen ;-) ) ist das ein ganz wichtiger Punkt: selbständig über eigene finanzielle Mittel zu verfügen.
Telefon und Internetanschluss ist ja bereits vorhanden.

Ich gebe Dir sehr Recht, wenn du sagst sie wird sehr von mir abhängig sein. Dem ist sicher so, mindestens eine Zeit lang. Es liegt mir nix ferner als diese Situation auszunutzen und ich werde alles daran setzen, das ihr es nicht oder zumindest nicht ständig bewusst wird.

Ich bin mir schon darüber im Klaren, das es nicht einfach sein wird die gemeinsame Zukunft zu genießen. Was es im Detail für uns bedeuten wird, werde ich aber wohl erst in der Praxis so richtig realisieren. Ich glaube von mir, mir nix vor zu machen, allerdings gebe ich auch zu, das ich durch die Verliebtheit durchaus das ein oder andere eher "rosarot" sehe.
Darum ist es mir auch wichtig mich hier mit euch austauschen zu können!
Danke :-)

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Beitrag von Pacific66 » 11.07.2005, 19:31

Hi anderer Li,
Sie sind offenherziger und auch relativ leichter durchschaubar, jedoch mit weniger Feingefühl.
Du meinst, Nordchinesinnen sind durchschaubar? Dann sind sie aber eine ganz eigene Art der "Gattung Frau" oder? ;-) (*scherz*)
... während die Südchinesinnen wissen, wie sie die Männer dazu bewegen...
na auch das kommt mir doch schon von "innerdeutschen Erfahrungen"recht bekannt vor ;-)

ganz im Ernst, ich finde es wirklich interessant. Irgendwie erscheint es mir ähnlich wie in Europa. Zwischen den Nord- und Südeuropäerinnen -so sagt man ja bekanntlich- verhält es sich wohl ganz analog.

Für mich wirkten deine Äußerungen auch nicht negativ zu der einen oder anderen Seite. :P

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mesheel
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Beitrag von mesheel » 12.07.2005, 05:17

Hallo Pacific66,

ich hab mir sagen lassen, dass es in Europa auch nicht wahnsinnig viel anders ist als Auslaender. Die meisten von uns haben das gluecklicherweise nicht erlebt. Ich glaube, wir sind uns vielen Schwierigkeiten nicht bewusst, die Auslaender haben, einfach, weil sie Auslaender sind.

Wie auch immer, ich will Dir nicht die Freude verderben. Es wird schon klappen! Ich glaube Du solltest Dir nicht allzu grosse Sorgen machen. Du scheinst ein netter Kerl und sehr um das Wohl Deiner Freundin besorgt zu sein. Da wird sie sich trotz anfaenglichen Schwierigkeiten schon gut einleben koennen.

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Beitrag von Gast » 12.07.2005, 11:05

mesheel hat geschrieben:Hallo Pacific66,

ich hab mir sagen lassen, dass es in Europa auch nicht wahnsinnig viel anders ist als Auslaender. Die meisten von uns haben das gluecklicherweise nicht erlebt. Ich glaube, wir sind uns vielen Schwierigkeiten nicht bewusst, die Auslaender haben, einfach, weil sie Auslaender sind.
:D so ist es...

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Beitrag von Pacific66 » 12.07.2005, 21:31

Hallo mesheel,

ja, es ist natürlich schwer die Probleme von Ausländern wirklich wahrzunehmen, wenn man selbst nicht betroffen ist.
mesheel hat geschrieben: Wie auch immer, ich will Dir nicht die Freude verderben. Es wird schon klappen! Ich glaube Du solltest Dir nicht allzu grosse Sorgen machen. Du scheinst ein netter Kerl und sehr um das Wohl Deiner Freundin besorgt zu sein. Da wird sie sich trotz anfaenglichen Schwierigkeiten schon gut einleben koennen.
Eigentlich mache ich mir auch nicht wirklich Sorgen, sondern lediglich Gedanken ;-)
Ich denke jeder ist sehr um das Wohl seines Partners besorgt. Oder sollte es zumindest sein ;-)
Ich setze mich einfach nur mit dem wichtigen (vielleicht wichtigsten) Thema auseinander, um meiner süßen den sicher sehr schweren Weg etwas zu erleichtern.
Es wäre mir unerträglich, wenn sie den bedeutenden Schritt irgendwann bereuen müsste. Aber soweit kann und mag ich derzeit nicht denken! Jetzt hat unser gemeinsames Glück ersteinmal Vorfahrt vor allem. Wie auch immer der gemeinsame Weg aussehen wird, ich weiß das wir "ALLES" schaffen können :-)
Ich bin numal durch und durch ein Optimist. Nur manchmal muss ich auch etwas mehr Realist sein (das ist dann schon eher schwierig für mich) :-)

Gruß
pac

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mesheel
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Beitrag von mesheel » 13.07.2005, 04:40

Ja das wird schon klappt. Andere Paare haben's auch geschafft :lol:

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trance-x
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Beitrag von trance-x » 14.07.2005, 18:53

naja, vielleicht sollte man das insgesamt mal in relation sehen ...

auch beziehungen zwischen zwei deutschen gehen schon mal in die brueche. genau genommen ist die wahrscheinlichkeit gering, dass zwei deutsche, die sich kennenlernen und sich genehm finden, noch in 10 jahren zusammen sind - in den staedten wiederum geringer als in der pampa, in juengerem alter geringer als in aelterem (nicht aber hohem, wegen des timeouts), je sexuell aufgeklaerter und emanzipierter, desto kuerzer ... je erfolgloser, gewoehnungs- oder sicherheitsabhaengiger, desto bindungssuechtiger ... diese ganzen tendenzen ...

solange eine beziehung zwischen deutschen und chinesen also genauso lange haelt wie zwischen zwei deutschen, laesst sich nicht einfach bei der einen von "problematischer, da andere kultur" sprechen. fokus, erwartungshaltungen, art und ursprung von problemen wirken hoechstens psychologisch anders ... auswirkungen koennen problematischer sein (also wenn z.b. eine chinesin nach deutschland kommt, dann dort was nicht klappt ...)

tatsaechlich ist aber schon "dauer"/"laenge" per se kein qualitaetskriterium. wohl und wehe koennen gleichermassen andauern ...

Marco

Beitrag von Marco » 21.09.2005, 23:08

Hallo erstmal,

Ich bin seit einem Jahr mit einer chinesischen Frau verheiratet. Ich kann nur empfehlen in China zu Heiraten ,weil das um einiges unkomplizierter ist. Ich war überrascht wie schnell das ging , und in Deutschland wurde auch alles problemlos und unbürokratisch anerkannt.
Meine Frau findet es allerdings in Deutschland nicht so prickelnd, weswegen wir nun zurück nach China gehen und unser Leben da weiterführen. Das ist natürlich individuell verschieden, aber ich höre doch öfter negative Meinungen über das Leben in Deutschland von Chinesen. Ich kann das auch nachvollziehen und deswegen gehe ich gern mit nach China.

Wir hatten und haben etliche Reibungen in unserer Beziehung die auch auf unterschiedliche Kulturen zurückzuführen sind. Aber auch das ist individuell verschieden.
Ich wünsche dir viel Glück und ein harmonisches Leben mit deiner Zukünftigen.

Grüße Marco

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Mojo
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Beitrag von Mojo » 25.09.2005, 02:11

Hi Pacific,

bin in derselben Situation wie Du und habe mir die gleichen Gedanken gemacht. Meine Freundin (die im Moment noch in Beijing lebt) und ich planen, im nächsten Jahr die Hochzeitsglocken läuten zu lassen. Natürlich ist es so, dass es jedesmal wie "Urlaub" ist, wenn man sich nur sehr unregelmäßig sehen kann, ein normaler Alltag kann somit nicht wirklich einkehren, ehe sie hier lebt. Und das Argument mit der Abhängigkeit hat auch Gewicht, daher versuche ich im Vorwege schon alles so gut wie möglich vorzubereiten. Mein Vorteil ist, dass es hier in Hamburg viele Chinesen und chinesische Firmen gibt, dementsprechend auch Zusammenkünfte und Clubs von hier lebenden Chinesen. Ich glaube dass dies ein sehr wichtiger Punkt ist, es ist normal, dass jeder auch seine "eigenen" Freunde haben möchte und sich somit ein wenig unabhängiger (im positiven Sinne) machen kann.
Bei einer Heirat bekommt Deine Frau eine Aufenthaltserlaubnis, die nach drei Jahren in eine Niederlassungserlaubnis umgewandelt wird (http://www.aufenthaltstitel.de/aufenthaltsg.html#28 ). In beiden Fällen erhält sie automatisch eine Arbeitserlaubnis, wenn ich es richtig verstehe.
Was das Erlernen der Sprache angeht, gibt's hier (http://www.bamf.de/template/index_migration.htm) einiges zu lesen (sorry, hab's immer noch nicht richtig auf die Reihe gekriegt, nen Link einzufügen...). Interessant ist vor allem das Integrationsprogramm, wonach der Staat sogar Sprachkurse finanziell fördert, um die Integration zu gewährleisten. Ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern soweit ich weiss, klingt aber vielversprechend.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass es auch mit jedem anderen Partner schiefgehen kann, man muss in so einem Fall einfach Optimist bleiben :D Und Deinen Beiträgen zufolge wird sie bei Dir in "guten Händen" sein :D
Wichtig ist nur, dass sich beide darüber im Klaren sein müssen, dass es eine Menge Zeit und Arbeit (und dann und wann auch mal Rückschläge und Meinungsverschiedenheiten) in Anspruch nehmen wird. Aber es wird sich lohnen :D
Ich für meinen Teil bin nächste Woche endlich wieder bei meiner Freundin und werde dann auch den Rest ihrer Familie incl. ihrer Grossmama kennenlernen...bin schon sowas von nervös..hehe
Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen :D
Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben, melde Dich mal bei mir, vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen wenn Du willst.
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Gast

Beitrag von Gast » 26.09.2005, 20:35

Hallo Mojo,

vielen Dank für deine Antwort! Ich komme gerade von meiner liebsten zurück und antworte darum erst jetzt.
Mojo hat geschrieben: bin in derselben Situation wie Du und habe mir die gleichen Gedanken gemacht.
ja, man macht sich doch so einige Gedanken.
Meine Freundin (die im Moment noch in Beijing lebt) und ich planen, im nächsten Jahr die Hochzeitsglocken läuten zu lassen.
Meine süße lebt in GZ.
wir werden evt. auch nächstes oder spätestens übernächstes jahr heiraten!
Natürlich ist es so, dass es jedesmal wie "Urlaub" ist, wenn man sich nur sehr unregelmäßig sehen kann, ein normaler Alltag kann somit nicht wirklich einkehren, ehe sie hier lebt.
damit hast du allerdings sehr recht!! es ist Urlaub und damit eine besondere situation.
Und das Argument mit der Abhängigkeit hat auch Gewicht, daher versuche ich im Vorwege schon alles so gut wie möglich vorzubereiten. Mein Vorteil ist, dass es hier in Hamburg viele Chinesen und chinesische Firmen gibt, dementsprechend auch Zusammenkünfte und Clubs von hier lebenden Chinesen. Ich glaube dass dies ein sehr wichtiger Punkt ist, es ist normal, dass jeder auch seine "eigenen" Freunde haben möchte und sich somit ein wenig unabhängiger (im positiven Sinne) machen kann.
ja, hamburg ist sicher noch internationaler als hannover, allerdings gibt es auch hier einige Chinesen (kenne selbst auch eine chinesin hier) ich hoffe es wird ihr etwas helfen, auch wenn sie bisher immer noch sagt, das es ihr nur wichtig ist mit mir zusammen zu sein. Ich glaube ich bin da etwas realistischer (ausnahmsweise einmal) und sehe es halt als wichtig an, dass sie andere soziale kontakte findet.
Bei einer Heirat bekommt Deine Frau eine Aufenthaltserlaubnis, die nach drei Jahren in eine Niederlassungserlaubnis umgewandelt wird (http://www.aufenthaltstitel.de/aufenthaltsg.html#28 ). In beiden Fällen erhält sie automatisch eine Arbeitserlaubnis, wenn ich es richtig verstehe.
mit der aufenthalts-/niederlassungserlaubnis habe ich auch so verstanden, mit der arbeitserlaubnis war mir noch unbekannt.
Vielen Dank für die hilfreiche Info!!!
Was das Erlernen der Sprache angeht, gibt's hier (http://www.bamf.de/template/index_migration.htm) einiges zu lesen (sorry, hab's immer noch nicht richtig auf die Reihe gekriegt, nen Link einzufügen...). Interessant ist vor allem das Integrationsprogramm, wonach der Staat sogar Sprachkurse finanziell fördert, um die Integration zu gewährleisten. Ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern soweit ich weiss, klingt aber vielversprechend.
werde mir die Seiten mal ansehen. wäre ja toll, wenn der staat was zusteuert
Alles in allem kann man wohl sagen, dass es auch mit jedem anderen Partner schiefgehen kann, man muss in so einem Fall einfach Optimist bleiben :D Und Deinen Beiträgen zufolge wird sie bei Dir in "guten Händen" sein :D
Wichtig ist nur, dass sich beide darüber im Klaren sein müssen, dass es eine Menge Zeit und Arbeit (und dann und wann auch mal Rückschläge und Meinungsverschiedenheiten) in Anspruch nehmen wird. Aber es wird sich lohnen :D
ja, garantien gibt es bei beziehungen nie. Sie ist aber auch ein solcher schatz, sie hat es einfach verdient in guten händen zu sein :D
Ich für meinen Teil bin nächste Woche endlich wieder bei meiner Freundin und werde dann auch den Rest ihrer Familie incl. ihrer Grossmama kennenlernen...bin schon sowas von nervös..hehe
Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen :D
Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben, melde Dich mal bei mir, vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen wenn Du willst.
Ihre Familie habe ich bereits kennengelernt und bin dort (natürlich war ich auch sehr aufgeregt) super herzlich und warm aufgenommen worden!! Auch, wenn ich leider nicht wirklich mandarin oder cantonesisch spreche bzw verstehe, aber auch das wird sich ändern :D

Du hast mir sehr geholfen.
Und ich freue mich über weiteren austausch. vielleicht einfach per mail?

so, jetzt chatte ich erst einmal mit meiner süßen, toll das es wenigsten die webcams gibt :D

gruß
Jens

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Beitrag von Pacific66 » 26.09.2005, 20:41

Marco hat geschrieben:Hallo erstmal,

Ich bin seit einem Jahr mit einer chinesischen Frau verheiratet. Ich kann nur empfehlen in China zu Heiraten ,weil das um einiges unkomplizierter ist. Ich war überrascht wie schnell das ging , und in Deutschland wurde auch alles problemlos und unbürokratisch anerkannt.
Meine Frau findet es allerdings in Deutschland nicht so prickelnd, weswegen wir nun zurück nach China gehen und unser Leben da weiterführen. Das ist natürlich individuell verschieden, aber ich höre doch öfter negative Meinungen über das Leben in Deutschland von Chinesen. Ich kann das auch nachvollziehen und deswegen gehe ich gern mit nach China.

Wir hatten und haben etliche Reibungen in unserer Beziehung die auch auf unterschiedliche Kulturen zurückzuführen sind. Aber auch das ist individuell verschieden.
Ich wünsche dir viel Glück und ein harmonisches Leben mit deiner Zukünftigen.

Grüße Marco
Hallo Marco,

und wie ist dass mit der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für dich in china???

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Beitrag von Qingdaobuddy » 29.09.2005, 16:49

Zitat "Bei einer Heirat bekommt Deine Frau eine Aufenthaltserlaubnis, die nach drei Jahren in eine Niederlassungserlaubnis umgewandelt wird (http://www.aufenthaltstitel.de/aufenthaltsg.html#28 ). In beiden Fällen erhält sie automatisch eine Arbeitserlaubnis, wenn ich es richtig verstehe. "


Kann sein,das es nach 3 Jahren Niederlassungserlaubnis heißt;ich kenne noch die unbefristete Aufenthaltserlaubnis.

Obiges ist TEILWEISE richtig:Nach 3 Jahren gibt es sie nur,wenn keiner Hartz IV oder Sozialhilfe bezieht,also beidiger Unterhalt selber verdient wird

Arbeitserlaubnis muß beantragt werden

UND ACHTUNG!Solltet ihr wieder nach China gehen,verfällt die unbefristete nach 6 Monaten ... und dann geht der Visastreß wieder los

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Beitrag von Sayonara » 17.10.2005, 14:41

Hallo @all

ich bin neu hier im Forum und seid Mai diesen Jahres mit einer Chinesin verheiratet. Wir haben in Deutschland geheiratet und leben auch zusammen hier. :)

Ich finde ja sehr interessant, wie hier der Charakter chinesischer Frauen zwischen Nord und Süd klassifiziert wird. :lol:
Vor allem, scheint das sogar zuzutreffen. Meine Frau kommt aus Beijing und gehört damit in die nördliche Region. Auch sie hat neben dem Autoführerschein direkt auch mal für LKW mitgemacht. Ich frag mich bis heute, warum das so ist. Auch scheint man in ihrer Heimat dem hochprozentigen recht locker gegenüber zu stehen. Wobei sie in der Vergangenheit eher weniger trinkt. Wahrscheinlich, weil ich auch nicht trinke.
Sie weiß, was sie will und kann es auch durchsetzten. Auch hier in Deutschland hat sie keine Probleme damit. Innerhalb von knapp 2 Jahren hat sie Deutsch gelernt. Mittlerweile ist sie erst gut 4 Jahren hier aber hat sie sehr gut eingelebt. Dennoch zieht es sie auch regelmäßig in ihre Heimat. Einmal im Jahr fliegt sie zurück. Das nächste mal, werde ich auch dabei sein und ihre Eltern persönlich kennen lernen. :) Sie ist stolz auf ihr Land und ihre Kultur und möchte auch keinen deutschen Pass haben. Das ist vieleicht auch besser so, denn so kann sie lockerer zwischen Deuschland und China hin- und herreisen. Nach unserer Hochzeit hat sie eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis bekommen. Derzeit arbeitet sie in einer Werbe- und Ausstellungsfirma und kümmert sich um den Warenimport aus China. Sie knüpft und pflegt für die Firma Kontakte zu chinesischen Firmen. Das ist für sie ne tolle Sache,da sie so auch immer in ihrer Muttersprache fit bleibt.

Trotz ihrer allgemeinen Selbstständigkeit zeigt sie dennoch eine Abhängigkeit von mir. Sie bewegt sich frei und scheinbar unabhängig kommt aber immer wieder auf mich zu um meine Meinung zu hören. (Ob diese ihr dann gefällt und akzeptiert wird, ist eine andere Sache. ;) )
Überhaupt gibt sie sich nach aussen hin stark, wärend sie im inneren doch schwach ist, was sie aber nur mir gegenüber zeigt.
Sie ist wirklich eine interessante und sehr vielseitige Frau mit der man sehr viel machen kann. 8) Offen und doch zurückhaltend. Witzig und doch ernst. Fleißig und doch faul (genau wie ich :p). Traditionell und doch immer auf der Suche nach was Neuem.

Chinesische Frauen, haben mich schon immer fasziniert. :roll:

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Beitrag von qingdao » 17.10.2005, 21:28

einen erstgeschmack hat er(mein vorredner) bekommen :lol: :lol: :lol:

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