Füße der alten chinesischen Ladies

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 17.07.2007, 07:32

belrain hat geschrieben:Durch das Füsse Binden wirkten Frauen dann "hilflos", weil sie ja teilweise kaum in der Lage waren vernünftig zu gehen. Das galt bei chinesischen Männern sogar als erotisch.

Ist ja auch heute noch so, je hilfloser bzw. zerbrechlicher eine Frau wirkt, desto interessanter ist sie für den Mann - weckt den Beschützerinstinkt. Auch ein Grund, warum soviele europäische Männer auf zierliche Asiatinnen stehen :wink:
Um sie dann mit ihrem Bierbauch zu beschützen.. :D :D :D

TaugeNix^krault sich seinen Waschbr.. WaschBÄRbauch :oops:

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Beitrag von meimei » 17.07.2007, 16:50

über die gebundenen füße gibt es ja eine menge informationen und lesestoff. trotzdem kann es sich wohl niemand vorstellen, wie es ist, wenn einem die füße gebunden werden. das muss man selbst durchgemacht haben. ich habe kürzlich das buch "der seidenfächer" von lisa lee gelesen.
darin geht es unter anderem auch um das füßebinden und ich glaube es gibt keine bessere beschreibung darüber, was diese mädchen gelitten haben.
Ich hab das, glaube ich auch gelesen. Auf englisch, da war der Titel "Snow Flower and the secret fan", deshalb die Unsicherheit. Ja, ich fand es auch sehr gut beschrieben, was für eine schreckliche und prägende Erfahrung es für die Mädchen war und wieso sie es dann trotzdem bei ihren Töchtern weiter gemacht haben.

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Beitrag von Holly4YC » 18.07.2007, 00:08

Ist ja auch heute noch so, je hilfloser bzw. zerbrechlicher eine Frau wirkt, desto interessanter ist sie für den Mann - weckt den Beschützerinstinkt. Auch ein Grund, warum soviele europäische Männer auf zierliche Asiatinnen stehen

das ist irgendwie eine komische sache an Männer. viele männer mögen es nicht zuzugeben, dass viele frauen stärker als männer sind und besser arbeit leisten kann...
aber wir zeigen euch das!

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gebundene füße

Beitrag von Koschka » 18.07.2007, 10:40

der von meimei genannte englische titel ist tatsächlich der originaltitel von "der seidenfächer".
Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte;
Bis ich einen traf, der keine Füße hatte.

http://www.flickr.com/photos/koschka1952/

TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 18.07.2007, 10:43

Holly4YC hat geschrieben:
Ist ja auch heute noch so, je hilfloser bzw. zerbrechlicher eine Frau wirkt, desto interessanter ist sie für den Mann - weckt den Beschützerinstinkt. Auch ein Grund, warum soviele europäische Männer auf zierliche Asiatinnen stehen

das ist irgendwie eine komische sache an Männer. viele männer mögen es nicht zuzugeben, dass viele frauen stärker als männer sind und besser arbeit leisten kann...
aber wir zeigen euch das!
Nicht persönlich nehmen - ich denke, viele Männer wollen zwar eine "zierliche" Frau, auch um neben ihr als starker Mann zu wirken.
Aber wie es dann mit der inneren Stärke aussieht.. ?! :oops:

Ich kenn genug Beispiele, wo die Frau die Hosen anhat.
Und ich empfinde nichts langweiliger, als eine Ja und Amen Sagerin :twisted:


Gruß,
TaugeNix^ist aber trotzdem 25cm größer, 40 Kilo schwerer und dementsprechend auch zigfach stärker als seine Freundin ;)

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Beitrag von belrain » 18.07.2007, 10:43

Holly4YC hat geschrieben:
das ist irgendwie eine komische sache an Männer. viele männer mögen es nicht zuzugeben, dass viele frauen stärker als männer sind und besser arbeit leisten kann...
aber wir zeigen euch das!
Och, würde ich so nicht sehen. Habe auch kein Problem damit, wenn eine Frau für mich Einkaufstüten, Bierkästen, Möbel etc. schleppt. Lasse ich mir gerne zeigen :wink: :wink: :wink:
Das Leben ist schön

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historischer Nachtrag

Beitrag von Dr. Zook » 18.07.2007, 23:21

domasla
Zu Beginn der Song-Zeit war diese Mode schon weit verbreitet.
Meines Wissens nach ist das nicht ganz richtig. Tao Zongyi schreibt 1368, dass das „Füßebinden“ noch in der Zeit zwischen 1068 bis 1085 keinesfalls die Regel war(陶宗儀in: 輟耕錄). Zur Zeit der südlichen Song, war dann das „Füßebinden“ zwar sehr populär, aber es war wahrscheinlich immer noch nicht sehr weit verbreitet. Gefördert von den Mongolen während der Yuan-Dynastie breitete es sich erst während der Ming über das ganze Land aus.
Ein sehr gutes Buch zu dem Thema ist übrigends Wang Ping: Aching for Beauty – Footbinding in China.
@domasla: Hoffe du bist mir wegen dieser (zugegeben recht kleinlichen) Verbesserung nicht böse :wink:
... the rest is silence.

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Beitrag von xhvonl » 19.07.2007, 05:54

Aha, interessant.
ich habe was noch zu erzählen:

Meine Großmutter mütterlicherseits haben ein Paar solche Füsse auch.
Cheutschland - egal, ob Chinesisch üben oder mit Chinesen Quatschen MSN: group149266@xiaoi.com

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Beitrag von Kaori » 19.07.2007, 07:43

xhvonl hat geschrieben:Aha, interessant.
ich habe was noch zu erzählen:

Meine Großmutter mütterlicherseits haben ein Paar solche Füsse auch.
Dann bist du ja noch gut davongekommen *auf die Signatur schielt* :D

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Beitrag von domasla » 19.07.2007, 10:01

@Dr. Zook: Danke für das Schärferstellen.

D.

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Beitrag von meimei » 19.07.2007, 13:36

Aha, interessant.
ich habe was noch zu erzählen:

Meine Großmutter mütterlicherseits haben ein Paar solche Füsse auch.
Wie alt ist sie denn?

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Beitrag von domasla » 19.07.2007, 13:56

Ich würde sagen: geboren vor 1930. Dui ma?

D.

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Beitrag von xhvonl » 19.07.2007, 15:57

genau weiß ich nicht, sowieso über 90.
Es ist völlig ein Zufall, dass ich unerwartet die Signatur ausgesucht habe.
Cheutschland - egal, ob Chinesisch üben oder mit Chinesen Quatschen MSN: group149266@xiaoi.com

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Beitrag von meimei » 20.07.2007, 21:41

Oh, so alt. Danke fürs antworten.

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Beitrag von PAX » 21.07.2007, 04:43

Uahrg, wenn ich nur daran denke... *schauder*. Eine Freundin hat mir damals ihre Großmutter vorgestellt, die gute war schon 97 und hatte auch abgebundene Füße. Allerdings lief... humpelte... stalkte? Wie zum Himmel, nennt man diese Gangart der Omis mit den verstümmelten Füßen eigentlich? Eine Beschreibung passt da gar nicht, weil sie irgendwie... ALLES gleichzeitig machen! Naja ich schweife ab, jedenfalls hatte sie auch abgebundene Füße und saß schon seit Jahren im Rollstuhl. Einmal hatte sie keine Decke drüber und zeigte mir ihre Stulpen (Füße kann man dazu nicht mehr sagen), also dass sah ja sowas von widerlich aus. Ich kann mir nichtmal ausmahlen, was das für eine Qual gewesen sein muss. Ihre Enkelin erzählte mir dann irgendwann, dass ihre Ome ihre Mutter deswegen gehasst hat. Denn sie selber (also die Mutter der Oma) hatte keine abgebundenen Füße, wollte aber unbedingt welche für ihre Tochter. *Luft holt und sich jetzt erstmal nen Käsesandwich machen geht*
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

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