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Hunde in Großstädten
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Autor:  Tatsmak [ 03.08.2018, 12:21 ]
Betreff des Beitrags:  Hunde in Großstädten

Ich bin auf einen knapp 10 Jahre alten Artikel gestoßen, in dem ein chinesischer Beamter (Zheng Huiqiang) strikte Regeln und deren Einhaltung für Hundebesitzer fordert. Ich muss sagen, mir war das chinesische Volk u.a. auch wegen seiner Einstellung zu Tieren (essen statt knuddeln) sympathisch, aber ich sehe auf den Straßen der Großstädte zunehmend Hunde und Hundehaufen.
Welchen Sinn macht es überhaupt, sich bei kaum vorhandenen Grünflächen ein Tier anzuschaffen, das überall hin macht. Das Wasserlassen an Hydranten und Säulen ist wie in Deutschland (außer dass es im Sommer stärker stinkt), aber die Hundesch**ße liegt direkt auf den Gehwegen, weil es links zu viele Shops gibt und rechts die Autos zu gefährlich sind (bzw umgekehrt). Also bleibt nur die Mitte. Und weggemacht wird es scheinbar nicht von den Besitzern. Mir tun die Straßenfeger leid... müssen die das etwa erledigen? Selbst wenn nicht, müssten sie immer aufpassen.

Außer als Wachhund bei eigenem Garten macht ein Hund doch überhaupt keinen Sinn und wie Zheng sagte, bringen sie für die Mehrheit nur Negatives und nur für eine Minderheit (die Besitzer) Freude.

Eure Meinung? Wenn sich die Situation nicht bessert, muss ich "zur Strafe" zum jährlichen Hundefleisch-Festival nach Yulin reisen. :twisted:

Autor:  Shenzhen [ 03.08.2018, 12:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Ich sage nur Blockwart....

Autor:  punisher2008 [ 03.08.2018, 17:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Tatsmak hat geschrieben:

Eure Meinung? Wenn sich die Situation nicht bessert, muss ich "zur Strafe" zum jährlichen Hundefleisch-Festival nach Yulin reisen. :twisted:

Ich muss sagen, ich stimme dir 100% zu! Nicht dass ich ein sogenannter "Hunde-Hasser" bin, aber wie die "Hunde-Liebhaber" ihren Fetischismus tw. auf die Spitze treiben ist einfach nur noch widerlich und ekelhaft. Ja, es gab in meinem geliebten China noch Zeiten da konnte man noch durch die Straßen gehen ohne in Hundesch***e zu treten, aber die Zeiten sind wohl vorbei :evil:
Und die Meldungen von kleinen Kindern (und nicht nur die) welche von Hunden zerfleischt wurden sind absolut schockierend und abstoßend. Wie viele Tote muss es eigentlich noch geben bevor von der Gesetzgebung endlich mal was getan wird??? Und von China bin ich leider nur noch enttäuscht. Die scheinen inzwischen komplett verwestlicht zu sein mit ihrer Köter-Hätschelei. In den 90er Jahren hat es diese Perversionen noch nicht gegeben.
Sag mir bescheid wenn du nach Yulin gehst, ich wäre da dabei und werde gerne mit dir einen Hunde-Feuertopf essen, obwohl ich bisher noch nie in meinem Leben Hundefleisch angerührt hatte.
Ach ja, warum ich eine so starke Meinung habe? Alle meine 3 Kinder, biologisch sowie inoffiziell "adoptiert", wurden im jungen Alter von Kötern angegriffen, eine davon hat jetzt durch Tollwut-Gegengift eine Wachstumsstörung und wird ihr Leben lang nie wieder größer als 1,50 m. In meiner Familie hatten wir schon mehrere Hunde, welche ich auch gern hatte. Aber wenn eine Tierart für meine Familie zur Lebensgefahr wird dann hört sich bei mir der Spaß auf. Solche Tiere gehören aus der Gesellschaft entfernt, basta.
Wann treffen wir uns in Yulin? :evil:

Autor:  Tatsmak [ 04.08.2018, 04:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Das Fest ist immer im Juni. Tut mir leid für deine Kinder. Ich hasse Hunde auch nicht, sondern gebe den Besitzern die Schuld. Du hast Recht, die Gesellschaft scheint etwas zu "verwestlichen" (Starbucks, Iphone, Gewichtszunahme).

Autor:  rundherum [ 04.08.2018, 08:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Mir ist auch aufgefallen wie viel mehr Hunde plötzlich auf den Strassen Chinas zu sehen sind. Viele Leute schaffen sich Hunde an weil sie allein sind und im Hund einen Gefährden sehen.
Auffällig ist vor allem, wie viele junge Leute sich Hunde anschaffen. Dürfte wohl daran liegen, dass viele verwöhnte Einzelkinder einfach nicht beziehungsfähig sind und daher statt einen Partner einen Hund haben.

Bezüglich Hundescheiße bin ich eher erstaunt, dass nicht mehr herumliegt - die Leute räumen den Kot erstaunlich zuverlässig weg. Gibt nur ein paar schwarze Schafe, die das nicht schaffen... wobei man in China ja oft nicht sagen kann, ob es Hundekot ist oder ob jemand einfach gerade kein öffentliches WC finden konnte und sich auf der Strasse erleichtert hat :mrgreen:

Zitat:
eine davon hat jetzt durch Tollwut-Gegengift eine Wachstumsstörung


Hersteller verklagen. Ich musste auch schon eine aktive Tollwutimpfung machen und wurde trotzdem 1.90m.

Autor:  punisher2008 [ 04.08.2018, 12:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

rundherum hat geschrieben:

Zitat:
eine davon hat jetzt durch Tollwut-Gegengift eine Wachstumsstörung


Hersteller verklagen. Ich musste auch schon eine aktive Tollwutimpfung machen und wurde trotzdem 1.90m.

Selbst wenn ich damals anwesend gewesen wäre hätte eine Klage sicher wenig gebracht. Es handelt sich um angeheiratete Verwandtschaft, und als die Hundeangriffe waren hatte ich selbst mit dem Teil der Familie so gut wie keinen Kontakt, habe es erst Jahre später erfahren. Ich glaube einen Arzt oder Pharmahersteller wegen Nebenwirkungen von Medikamenten zu verklagen wäre auch in D schwierig, in China sicher aussichtslos.

Autor:  Taifun [ 04.08.2018, 14:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Tatsmak hat geschrieben:
Welchen Sinn macht es überhaupt, sich bei kaum vorhandenen Grünflächen ein Tier anzuschaffen

Hab' ich mich auch schon so oft gefragt. Auf dem Land gibt das Sinn, aber in der Großstadt? Hier müssen Hunde zur Therapie herhalten: Spielkamerad für Einzelkinder, Erziehungsmedium für Kinder mit hilflosen Eltern, Kameraden für einsame Menschen, Trostpflaster für Geschiedene aller Art, natürliche Genossen für Neurotiker jeder Färbung, und sicher hab' ich noch ein paar vergessen.
Auch wer in der Großstadt einen Garten besitzt, muss den Hund ausführen, weil der sonst selber neurotisch wird. Wie wär's mit Hundewegen, es gibt ja auch Fahrrad- und Reitwege. Möglichst wenig, damit sich möglichst viele Hunde treffen können. Spart Platz und Ressourcen, und bitte gleich die Hunde abstimmen lassen (1), zur Vorbeugung gegen Manipulationsversuche.

(1) ...durch Versuchsstrecken natürlich.

Autor:  punisher2008 [ 04.08.2018, 14:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Hunde in Großstädten

Gute Idee mit den Hundewegen, wenn dadurch garantiert wäre dass Menschenwege dann hundefrei wären! Aber die beste Lösung ist immer noch Yulin :twisted:
Zitat:
Hunde zur Therapie herhalten: Spielkamerad für Einzelkinder, Erziehungsmedium für Kinder mit hilflosen Eltern, Kameraden für einsame Menschen, Trostpflaster für Geschiedene aller Art, natürliche Genossen für Neurotiker jeder Färbung, und sicher hab' ich noch ein paar vergessen.

Eben. Für diese Art von Menschen sind Hunde längst keine Haustiere mehr, sondern Ersatzbefriedigung für Neurosen, Beziehungsprobleme oder fehlenden Nachwuchs. Es gab doch früher mal diese "Tamagochi" oder so. Warum kauft die keiner mehr? Die machen keinen Dreck und beißen auch niemanden zu Tode.

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