Was braucht sie alles für Deutschland?

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
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Grufti
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Beitrag von Grufti » 02.07.2007, 19:15

Was nutzen Eheverträge, wenn sie dann von einem Gericht bei der scheidung als sittenwidrig im Nachhinein als ungültig verworfen werden ? :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 02.07.2007, 20:51

Grufti hat geschrieben:Was nutzen Eheverträge, wenn sie dann von einem Gericht bei der scheidung als sittenwidrig im Nachhinein als ungültig verworfen werden ? :roll:
Die Sittenwidrigkeit muss positiv festgestellt werden, wird u.a. bei offentsichtlich einseitigen sowie krass benachteiligenden Vertragsklauseln angenommen.

TaugeNix^weiß um die Problematik der restriktiven Visavergabe - würde aber trotzdem nicht heiraten, sondern sein Leben ggf anders ausrichten, um bei ihr zu sein

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Beitrag von wuseltiger » 02.07.2007, 21:13

TaugeNix hat geschrieben:
TaugeNix^weiß um die Problematik der restriktiven Visavergabe - würde aber trotzdem nicht heiraten, sondern sein Leben ggf anders ausrichten, um bei ihr zu sein

Ich will ja nicht auf dem Thema herumhacken..
Aber mich wuerde interessieren, ob er seinen gut bezahlten job in einer deutschen Anwaltskanzlei oder seinen job im Staatsdienst (Sstaatsanwalt,...) aufgeben wuerde, um bei ihr zu sein.
Ist es bei Juristen nicht generell schwer, im Auslnad zu arbeiten? Das chin. Recht unterscheidet sich doch sicherlich vom deutschen :roll:

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Beitrag von Attila » 02.07.2007, 21:54

Was nutzen Eheverträge, wenn sie dann von einem Gericht bei der scheidung als sittenwidrig im Nachhinein als ungültig verworfen werden ?
Yupp.
Daher muss man auch einige Euro für einen guten Notar mit Erfahrungen im Eherecht locker machen. Eine Kollegin hat dies gemacht, hat allerdings auch ca. 15 Beratungsstunden gebraucht bis der Vertrag fertig war. Und das war nur eine Deutsch-Deutsche Heirat.
:roll:
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Beitrag von wuseltiger » 02.07.2007, 22:07

Also die Ehevertragsdiskussion geht eigentlich völlig an dem vorbei, was ich sagen will. Das hört sich wirklich danach an, eine kleine Frau in Asien zu kaufen und wenn sie dann nicht spurt, dann hat man hinterher keine Verpflichtungen..
Wenn ihr das gemeint habt, mit schnell schnell heiraten, dann tut es mir leid mich auf diese Seite "geschlagen" zu haben ;)

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Beitrag von Attila » 02.07.2007, 22:39

Verpflichtungen hat auch ein Deutsch-Deutsches Paar mit Ehevertrag.
Alles andere wäre Sittenwidrig.

Es geht darum sich gegen Folgen des hormonellen Irreseins abzusichern, nicht um Ausbeutung.

Mit Erstaunen stelle ich fest das Eheverträge immer noch einen bitteren Beigeschmack haben obwohl es eigentlich eine vernünftige Sache ist.
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Beitrag von wuseltiger » 02.07.2007, 22:49

Also ich verstehe nicht, wozu man einen Ehevertrag benötigen sollte, da das meiste doch gesetzlich geregelt ist und ich kein VErmögen habe, das ich so schuetzen muesste..

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Beitrag von belrain » 03.07.2007, 06:54

Attila hat geschrieben:
Es geht darum sich gegen Folgen des hormonellen Irreseins abzusichern, nicht um Ausbeutung.
Hormonelles Irresein? Interessante Beschreibung. Ich sage immer: "Liebe macht blind und blöd." Aber irgendwie sollte man doch wirklich mal auf dem Teppich bleiben. Jemanden, den man nur per Internet oder Telefon "kennt", kann man nicht lieben - meine Meinung. Schliesslich weiss man nichts über die Person - ausser E-Mail Addy und Telefonnummer. Alles andere kann falsch sein.
Attila hat geschrieben:
Das Dilemma entsteht eben dann wenn man von staatlicher Seite quasi zur Heirat genötigt wird um das Kennenlernen überhaupt zu ermöglichen. Ein Visum für Verlobte, sagen wir mal sechs Monate, könnte hier enorm Abhilfe schaffen.
Jemanden Heiraten um ihn/sie kennen zu lernen? Oje, also das kann nicht gutgehen. Auch wenn sich in China (auch heute noch) viele Paare erst zur Hochzeit kennen lernen, da die Eltern alles arrangieren. Aber das ist eine andere Mentalität, eine andere Erziehung, eine andere Kultur. Bis vor einigen Jahren war es in China absolut unüblich sich scheiden zu lassen - wegen Gesichtsverlust, Schande für Familie etc.
Aber mittlerweile weiss man auch in China was Scheidung ist. Vor Allem, wenn es eine multikulturelle Ehe ist.
Und ein Ehevertrag, wie gut auch immer er ausgearbeitet sein mag, hilft selbst in Deutschland nur sehr selten. Abgesehen davon, musst du auch dafür sorgen das sie ihn versteht. Und wer garantiert dir, dass die chinesische Version die gleichen Inhalte hat wie die Deutsche? Und nach welchem Recht willst du ihn aufsetzen - chinesisches oder deutsches Recht?
Ausserdem, wenn man eine Ehe mit einem Ehevertrag absichern will, sollte man sich ernsthaft hinterfragen was man(n) da macht. Das zeugt doch von totalem Misstrauen. Also fehlt die wichtigste Grundlage - Vertrauen. Dann sollte man es lieber ganz lassen.
Das Leben ist schön

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TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 03.07.2007, 09:58

wuseltiger hat geschrieben:
TaugeNix hat geschrieben:
TaugeNix^weiß um die Problematik der restriktiven Visavergabe - würde aber trotzdem nicht heiraten, sondern sein Leben ggf anders ausrichten, um bei ihr zu sein

Ich will ja nicht auf dem Thema herumhacken..
Aber mich wuerde interessieren, ob er seinen gut bezahlten job in einer deutschen Anwaltskanzlei oder seinen job im Staatsdienst (Sstaatsanwalt,...) aufgeben wuerde, um bei ihr zu sein.
Ist es bei Juristen nicht generell schwer, im Auslnad zu arbeiten? Das chin. Recht unterscheidet sich doch sicherlich vom deutschen :roll:
Dann hack nicht darauf rum ;)

Nein, wie ich schon geschrieben habe: entweder richte ich mein Leben auf sie aus (und Jobs für DEUTSCHE Anwälte gibt es in China zwar nicht massig, aber in Maßen - da deutsches und chinesisches Recht ungemein viel Ähnlichkeiten aufweist) - oder sie das ihre nach meinem (da sie denn auch Juristin wird wären ihre Arbeitsmöglichkeiten auch in Deutschland nicht gerade auf vorher von jmd. aufgezeigte Reinigungsdienst beschränkt).

Und das nur um uns (noch) besser kennenzulernen. Halbe Sachen gibts nicht :P

Aber: unser Leben hat (zufälligerweise) dermaßen viele Überschneidungen, dass sich diese Frage in den nächsten Jahren nicht stellen wird. Ich werde wieder in Beijing studieren und sie im Anschluss in Deutschland. Genug Zeit um sich mehr als gründlich kennenzulernen.

Und etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Punkt.

Gruß,
TaugeNix^der sich nunmal in dieser glücklichen Position befindet

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Beitrag von Grufti » 03.07.2007, 12:27

Das zeugt doch von totalem Misstrauen. Also fehlt die wichtigste Grundlage - Vertrauen. Dann sollte man es lieber ganz lassen.
Gut gebrüllt , Drache !
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von Grufti » 03.07.2007, 12:52

von jmd. aufgezeigte Reinigungsdienst
EIn gewisser "jemand" ist heute mal wieder excessiv "freundlich" :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 03.07.2007, 15:53

Grufti hat geschrieben:
von jmd. aufgezeigte Reinigungsdienst
EIn gewisser "jemand" ist heute mal wieder excessiv "freundlich" :roll:
Sorry! War mir entfallen, wer es schrieb :oops:

TaugeNix^am Lernen

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Beitrag von Scipio » 06.07.2007, 19:36

Ich bin der Meinung, dass man rel. schnell entscheiden kann, ob eine Partnerin zu einem passt, wenn man ein wenig Lebenserfahrung hat.

Die Frage ist nur, will man eine Familie gründen oder nicht und wenn ja, wann.

Wenn man die Familiengründung erst in ferner Zukunft sieht (wie z. Bsp. TaugeNix) genügt eine Partnerin, mit der man eine schöne Zeit verbringen kann. Wenn es soweit ist, kann man wieder über die Bücher. Dann ist die bestehende Beziehung schon etwas abgenutzt und es findet oft ein Wechsel statt. Man(n) braucht dann etwas prickeld Neues. Es gibt natürlich auch Ausnahmen...

Die andere Frage ist, wie das die Dame des Herzens sieht. Europäerinnen mit guter Bildung sind nicht unbedingt auf eine Heirat erpicht. Bei ihnen verschiebt sich die Familienplanung zunehmend in Richtung auf ein Alter von 35 - 40 Jahren. Die biologische Uhr tickt allerdings und die Sterilitätsbehandlungen nehmen zu.
Chinesinnen sind oft vernünftiger. Sie wollen schon in jüngeren Jahren eine Familie.

Wenn man sich schon vor der Heirat zu gut kennt, gibt es nichts mehr zu entdecken, der Reiz sinkt. Warum dann noch heiraten? Ich meine, dass traditionelle Chinesinnen das wissen. Wenn es innert nützlicher Frist mit dem Heiraten nicht klappt, wechseln sie den Partner. Die biologische Uhr eben...

Bei TaugeNix habe ich den Eindruck, dass es ihm um eine bequeme, unverbindliche Partnerschaft geht, praktischerweise mit kostenloser Nachhilfe in Chinesisch. Seine Argumente weisen zumindest darauf hin. :lol:

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Beitrag von Grufti » 06.07.2007, 20:24

praktischerweise mit kostenloser Nachhilfe in Chinesisch.
Du hattest seinen Heißhunger auf chinesische Küche vergessen ! :lol:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von Scipio » 06.07.2007, 22:01

Tja, die ist offenbar seiner Meinung nach besser, als die japanische Küche... :lol: :lol: :lol:

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