Hat es sich ausgescamt in China?

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Sachse28
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Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Sachse28 » 05.08.2014, 13:46

Hat es sich ausgescamt in China?

Zu mindestens hab ich keine Studentenpärchen mehr angetroffen, die einem zu einer Teezeremonie zehren; keine Kunststudenten mehr, die auf die allen bekannte Ausstellungen verweisen; Wechselgeld wurde korrekt zurückgegeben; Ausländerzuschläge bei Eintrittskarten scheinen out zu sein; keine Mogelei mehr bei Preisen im Restaurant; Preise in Touri-Gegenden scheinen jetzt festgelegt und unverhandelbar zu sein; alle Hotels nehmen jetzt Ausländer; Taxifahrer fahren die kürzeste Wegstrecke ...

Sind die Chinesen jetzt alle neureich geworden? Brauchen die das Geld von Touristen nicht mehr? So eine Schweinerei, jetzt kann man nicht mal mehr nach China ohne wenigstens mal ein bisschen betrogen zu werden. Fehlt doch der ganze Nervenkitzel ... Good bye "Good old China"!
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wingtsun
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von wingtsun » 05.08.2014, 16:12

Du bist wohl nur noch in den Bonzen-Gegenden unterwegs.

"Aus Versehen" wurde mir Ende Juni eine Rechnung mit knapp 100 Kuai mehr übergeben, da hat man fälschlicherweise ein weiteres Gericht aufgeschrieben.

Beim Taxi fahren wurde auch ein netter Umweg von 1.5km genommen.
Und selbst meiner Flamme wurde beim Frisör 60 Kuai mehr berechnet - bzw. noch mal mit dem Taxi einen Umweg.

Kopf hoch, du wirst schon noch abgezogen, wenn du's willst :)
Ich bin wie dieser Paul, ein menschlicher Panzer.

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Luntan
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Luntan » 05.08.2014, 16:20

Beim People'e Square in Shanghai wurde ich vor etwa einem Monat gleich mehrmals von "Tee- und Kunststudenten" angemacht, etwa alle 50m eine Gruppe. So viele waren es früher nicht... :o

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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von jackie_chan » 05.08.2014, 16:31

Vor dem Apple Store auf der Nanjing Lu lungern sie auch häufiger rum, bevorzugt abends.
Man kann den Spieß aber auch umdrehen und einen Wettbewerb ala "wer wird am häufigsten angesprochen", oder "wer bekommt das längste Gespräch an Ort und Stelle zustande" daraus machen. Die Ergebnisse variieren je nach Tageszeit, Bekleidung des/der Laowai/s und Gruppengröße :lol:

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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Laogai » 05.08.2014, 18:34

Sachse, maul hier nicht rum. Wenn du in China abgezockt werden willst, dann reise doch nach Hainan!
Und grüße die Dortigen vom egoistischen :D
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von admin » 05.08.2014, 23:12

Peace!!!

Nachtrag: einige Beiträge in dem thread wurden entfernt,

Viele Grüße

Admin

Suedchina
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Suedchina » 06.08.2014, 09:53

sind die Chinesen cleverer geworden und Sache bekommt es nicht auf die Reihe.
Wenn die Sonne Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
.
.guckt auch hier nach http://alternative.aktiv-forum.com/

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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Sachse28 » 07.08.2014, 12:55

Da ist man mal einen Tag nicht im Forum ... und schon verpasst man wieder mal das beste, nachdem es vom Admin gelöscht wurde. :mrgreen:
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Sachse28 » 08.08.2014, 13:17

Burkhard ist ja gelöscht worden.
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von tigerprawn » 08.08.2014, 13:21

Sachse28 hat geschrieben:Burkhard ist ja gelöscht worden.
Schon wieder? Was hat er denn diesmal gemacht?

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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von Boracay » 10.08.2014, 10:09

Die ueblichen "machst du ein Foto von uns", "alles Abzocke und viel zu teuer hier", "ich war auch schon mal in Bavaria" ansprachen gibt es an den gängigen Touristen Hotspots nach wie vor immer noch.

Bin letztens in der Schneider Mall gewesen und auf dem Weg durch den YuYuan Garden gelaufen. Ca. 20x nach Watches und Taschen angesprochen worden, 5x wegen Young Lady Massage und 4x wurde versucht mich auf eine nette Art in eine Konversation zu verwickeln um danach irgendeinen Tee Schwachsinn zu machen.

Das aber taxifahrer Umwege Fahren oder es separate Auslanederpreise gibt ist mir aber nirgendwo aufgefallen. Auch auf dem Markt zahlt man auch ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen den gleichen preis (Lebensmittel sind da aber trotzdem noch 2-3x so teuer wie in Deutschland, aber im Carrefour dafuer 4-5x so teuer wie in Deutschland).

DaLongRen
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von DaLongRen » 10.08.2014, 10:49

Boracay hat geschrieben: Das aber taxifahrer Umwege Fahren oder es separate Auslanederpreise gibt ist mir aber nirgendwo aufgefallen.
Tagsüber zeige ich dem Taxifahrer eigentlich immer mit dem Baidu-Routenplaner auf meinem Handy wo ich hin möchte und sobald er merkt, dass ich den Weg nachvollziehe (bzw. ihm auch ab und zu sage wo er langfahren soll) gibt es eigentlich nie Probleme.

Spätnachts am Workerstadium wird es in Peking dagegen etwas schwieriger, weil dann *alle* Taxifahrer das Taxameter überhaupt nicht mehr anschalten. Hier ist es in der Tat so, dass das "Anfangsgebot" bei Ausländern deutlich höher ist, aber man muss dann halt nur länger verhandeln (und auch mal aus dem Taxi aussteigen) bis man sich auf einen akzeptablen Preis einigt - zumindest war das letztes Jahr noch so. :lol:

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derVilk
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von derVilk » 10.08.2014, 12:57

Ach, da gibt es noch genug.

Ist wohl jüngst erst ein paar Ausländern passiert mit Fahrrad oder Vespa-Scooter. Nachdem es abgestellt wurde und man auf dem Heimweg ist, fällt einem auf, dass der Reifen platt ist. Just in dem Moment kommt ein guter Samariter vorbei und bietet Hilfe an. Für nur RMB 100 oder 200 wird der Reifen gewechselt. Glück gehabt. (der Haken ist aber, dass Reifenstecher und -wechsel meist die gleiche Person sind und ein Schlauch mitnichten RMB 100+ kostet)

Es stimmt aber, dass viele Taxi-Abzocken nicht mehr so häufig auftreten. Vor allem, wenn man weiss wo man hinwill und das auch erklären kann. Einige Taxis haben auch frisierte Taxameter, bei denen sich die RMB schneller aufaddieren. (in Shanghai sind das meist die dunkelroten, und sehen schon etwas seltsam aus).

Was mich mal interessieren würde:
wenn man einen Fixpreis aufgedrückt bekommt: ist man gesetzlich verpflichtet diesen zu zahlen? Der Taxifahrer muss ja eigentlich den Meter anschmeissen. Ich meine jetzt nicht von einer Stadt in die nächste, wo es Sinn macht, sondern in Situationen, wo der Taxifahrer eine bestimmte Situation ausnutzt. Zum Beispiel: ich war in Shanghai in der Mercedes Benz Arena auf einem Konzert (altes Expo-Gelaende, wo weit und breit nichts ist). Shanghai Metro hat sich gedacht: wir machen die Metro heute mal eine Stunde eher zu. Da sind 10 - 20 TSD Leute auf dem Konzert, ansonsten wird es noch schmutzig. Die Leute sind dann auf ca. 50 Taxis los und man hat Preise für eine RMB 50 Fahrt von ca. RMB 300 - 500 bekommen.
Meine Frage: was würde passieren, wenn man sich nachträglich weigern würde den Preis zu zahlen, sondern auf den Normalpreis bestehen würde? Man sollte so schlau sein, vorher auszusteigen, um nicht irgendwo ausgesetzt zu werden. Besteht hier theoretisch irgendeine rechtliche Handhabe?

sonero
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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von sonero » 10.08.2014, 13:35

derVilk hat geschrieben: Was mich mal interessieren würde:
wenn man einen Fixpreis aufgedrückt bekommt: ist man gesetzlich verpflichtet diesen zu zahlen? Der Taxifahrer muss ja eigentlich den Meter anschmeissen. Ich meine jetzt nicht von einer Stadt in die nächste, wo es Sinn macht, sondern in Situationen, wo der Taxifahrer eine bestimmte Situation ausnutzt. Zum Beispiel: ich war in Shanghai in der Mercedes Benz Arena auf einem Konzert (altes Expo-Gelaende, wo weit und breit nichts ist). Shanghai Metro hat sich gedacht: wir machen die Metro heute mal eine Stunde eher zu. Da sind 10 - 20 TSD Leute auf dem Konzert, ansonsten wird es noch schmutzig. Die Leute sind dann auf ca. 50 Taxis los und man hat Preise für eine RMB 50 Fahrt von ca. RMB 300 - 500 bekommen.
Meine Frage: was würde passieren, wenn man sich nachträglich weigern würde den Preis zu zahlen, sondern auf den Normalpreis bestehen würde? Man sollte so schlau sein, vorher auszusteigen, um nicht irgendwo ausgesetzt zu werden. Besteht hier theoretisch irgendeine rechtliche Handhabe?
hi,

diese festpreise sind illegal und das ist den fahrern sehr bewusst.
in bj ist es nachts fast unmöglich aus der gegend um sanlitun herum mit dem meter wegzukommen. die verdienen so jämmerlich wenig, daß ich es zähneknirschend hinnehme, wenn sie es nicht übertreiben. wenn eine tour, die normalerweise 50 auf dem meter ergeben würde dann 80 kosten soll - ok, das wäre ein fairer preis. manchmal will der fahrer am ziel dann aber plötzlich doch mehr als ausgemacht. je nach laune gibt es von mir dann 50 oder auch mal gar nichts, wenn er besonders unverschämt wird. ich steige dann einfach aus und gehe weg. machen kann der fahrer da gar nichts. ich übertreibe das aber nicht, die verdienen wirklich viel zu wenig.
im zweifelsfall mach mal ein photo von dem lizenzschild, dann siehst du, wie bewusst denen ist, wie illegal sie da handeln.

mein schönstes erlebnis war aber ein völlig verkackter versuch mit dem falschgeldtrick.
kennt man: fahrer nimmt den 100er entgegen, wendet sich ab, tauscht den schein schnell aus und hält dir nen falschen hunderter entgegen.
dieser experte hatte den trick aber wohl gerade erst erzählt bekommen.
er hielt nämlich dummerweise meinen echten schein noch in der anderen hand.
ich spreche zwar kaum chinesisch aber es reichte wohl, ihm klarzumachen, daß ich gerade nicht wirklich einverstanden bin. er gestikuliert rum, labert mich voll und hält plötzlich noch einen schein in der hand! da wurde es mir zu blöd, ich hab ihm alle drei scheine weggerissen und bin ausgestiegen, er ist mit quietschenden reifen abgehauen.
fazit: meinen echten schein wieder zurück, also gratis nach hause gekommen plus zwei falsche hunderter gewinn, die ich später bei passender gelegenheit auch wieder losgeworden bin. nicht einfach an eine arme sau sondern auch in einer abzocksituation.

gruß,
norbert

(kleinschreibe weil rechter arm in gips)

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Re: Hat es sich ausgescamt in China?

Beitrag von sweetpanda » 10.08.2014, 15:13

derVilk hat geschrieben:Ach, da gibt es noch genug.

Ist wohl jüngst erst ein paar Ausländern passiert mit Fahrrad oder Vespa-Scooter. Nachdem es abgestellt wurde und man auf dem Heimweg ist, fällt einem auf, dass der Reifen platt ist. Just in dem Moment kommt ein guter Samariter vorbei und bietet Hilfe an. Für nur RMB 100 oder 200 wird der Reifen gewechselt. Glück gehabt. (der Haken ist aber, dass Reifenstecher und -wechsel meist die gleiche Person sind und ein Schlauch mitnichten RMB 100+ kostet)
Das finde ich sogar irgendwie sympathisch. 100 RMB sind ja nur 12 EURO und wenn es einem nur einmal im Leben passiert, halte ich es für eine interessante Erfahrung.

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