Scheidungsrate und Verwestlichung

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 19.05.2006, 07:20

Immer noch keine Antwort auf mein Posting..
Kusti, du bist echt ein Meister im Ablenken!

Einfach Frage:
Bist du so schwach, dass du nur eine suchst, die dich in den Himmel hebt, die nur ja sagt, die alles abnickt, die niemals Widerworte gibt, die du "bei der Stange halten kannst"? - Junge, ich bin erst 23 und fühl mich deutlich älter und "stärker" als du, auch wenn ich es manchmal mit meiner "Stärke" übertreib (Asiatinnen sind gar nicht so leicht, wenn sie sich fallen lassen :roll:)..
Bitte, sie es nicht als Angriff auf dich, aber Himmelherrgott! - Sei ein Mann und "kämpfe", sonst wird es doch einfach nur langweilig, egal ob Beziehung oder Ehe..

Gruß,
TaugeNix^versucht sich mühsam aufzurappeln, aber nach soviel Bier geht das irgendwie ned

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Beitrag von kusti » 19.05.2006, 07:39

TaugeNix hat geschrieben:Immer noch keine Antwort auf mein Posting..
Kusti, du bist echt ein Meister im Ablenken!

Einfach Frage:
Bist du so schwach, dass du nur eine suchst, die dich in den Himmel hebt, die nur ja sagt, die alles abnickt, die niemals Widerworte gibt, die du "bei der Stange halten kannst"? - Junge, ich bin erst 23 und fühl mich deutlich älter und "stärker" als du, auch wenn ich es manchmal mit meiner "Stärke" übertreib (Asiatinnen sind gar nicht so leicht, wenn sie sich fallen lassen :roll:)..
Bitte, sie es nicht als Angriff auf dich, aber Himmelherrgott! - Sei ein Mann und "kämpfe", sonst wird es doch einfach nur langweilig, egal ob Beziehung oder Ehe..

Gruß,
TaugeNix^versucht sich mühsam aufzurappeln, aber nach soviel Bier geht das irgendwie ned

Lieber Taugenix, ich verstehe, was du meinst. Aber bitte sage mir doch mal, was ich denn die letzten 7 Monate gemacht habe. Nennst du das nicht etwa 'kämpfen'. Meinen Durchhaltewillen und alle die vergeblichen Versuche, das ganze doch noch zu bereinigen sind systematisch verpufft. Es ist etwas so wie mit dem deutschen Sprichwort: 'gegen eine Wand reden'.

Oh ja, bitte, Gott gebe schenke mir eine Partnerin mit Verstand und Vernunft, und einem inneren Lot. Etwas anderes wäre doch von anderen das zu verlangen, zu was man selbst nicht im Stande ist es zu leisten.

Wir reden, denke ich, aneinander vorbei. Du gehst von einem Ideal aus. Ich von der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit zu akzeptieren, dazu bin ich im Stande, glaub mir. Mir Feigheit vorzuwerfen ist schon ein wenig ein starkes Stück, finde ich.
Die Wirklichkeit zeigt, dass man selbst mit noch so viel Toleranz und gutgemeinter Nachgiebigkeit, ja selbst mit der besten und edelsten Haltung, scheitern muss, wenn man nicht auf eine Entsprechung trifft.

Und nochmals. Du fragst, warum ich eine Chinesin als Partnerin suche. Ganz einfach, 'weil es sie gibt', meine zukünftige, chinesische Partnerin. Irgendwo da draussen.

Bis später...
(Was? Du bist erst 23 Jahre und schon soooo erfahren? Da muss ich mir doch glatt ein Stück vom Kuchen abschneiden.)

TaugeNix

Beitrag von TaugeNix » 19.05.2006, 08:22

kusti hat geschrieben:
Lieber Taugenix, ich verstehe, was du meinst. Aber bitte sage mir doch mal, was ich denn die letzten 7 Monate gemacht habe. Nennst du das nicht etwa 'kämpfen'.
Okay, ich kenne deine Geschichte nicht (sie muss dir ja wirklich SCHLIMMES angetan haben), ich will sie eigentlich auch nicht kennen, deine Gesichte. Es geht mir einfach nur darum:
Das war DAMALS. Nun erscheint mir, dass du ein "Ideal" (ich kämpfe gern mit den Waffen, die mir meine Opponenten hinwerfen) suchst, was sich aber niemals finden lässt, und was in meinen Augen auch kein Ideal darstellt (aber jedem das seine - und alles mir :twisted:):
Eine Frau, die nur Danke, Ja und Amend sagt, dir keine Widerworte gibt, dich gottgleich verehrt (ich übertreibe ein bissi um zu zeigen, worauf ich hinauswill).
Dies habe ich jetzt ein paar mal gepostet, du hast nie widersprochen; denke ich habe das ganz richtig erkannt, oder?
Aber.. Gerade solche "weiche" Frauen wirst du kaum finden, ausser sie "hält etwas bei der Stange", und DAS ist dann eben Geld. Kein Wunder ist es also in meinen Augen, wenn dir dadurch ebenje Frauen derart erscheinen. Abgesehen davon, dass das mir sehr langweilig erscheint (was gibt es schöneres, als sich zu streiten um danach wieder zu einander zu finden? Da merkt man doch erst, ob der Partner einem etwas bedeutet, oder?), finde ich es halt ein wenig seltsam, dass du gerade die chinesischen Frauen anscheinend so einschätzt, dein Ideal dort zu finden.
Wir reden, denke ich, aneinander vorbei. Du gehst von einem Ideal aus. Ich von der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit zu akzeptieren, dazu bin ich im Stande, glaub mir. Mir Feigheit vorzuwerfen ist schon ein wenig ein starkes Stück, finde ich.
Nun, Feigheit würde ich es nicht unbedingt nennen.. Aber wie nennst du es, wenn du jemanden suchst, der dich niemals herausfordert, der nicht die beste Seite an dir herauskehrt, dich niemals zurechtweist? Angst vor starken Frauen würde ich das schon nennen..
Nein, ich gehe sicherlich nicht von einem Ideal aus. Ganz sicher nicht - dazu kenne ich Frauen zu sehr! Nicht, dass ich Frauen verstehe, aaaber..
Egal, warum sollte ich von einem Ideal ausgehen?
Ich sehe da keinen Zusammenhang.. Grundsätzlich würde ich sagen, solange das wichtigste (die Liebe zueinander) stimmt, tritt eh alles in den Hintergrund. Und wenn eine Frau dich liebt, wird sie dich kaum "ausnehmen" wollen.. Und das ich LIEBE als IDEAL in einer Beziehung sehe, kann man mir nicht verdenken, oder?
Bis später...
(Was? Du bist erst 23 Jahre und schon soooo erfahren? Da muss ich mir doch glatt ein Stück vom Kuchen abschneiden.)
Nun, ich würde nicht sagen "erfahren".. Aber ich würde meine Ansichten irgendwie "erwachsener" einschätzen, als deine.
Nunja, wer mich gestern nacht erlebt hat, würde mich niemals als erwachsen bezeichnen :D

Gruß,
TaugeNix^der sich langsam zum "Love Doctor" hier entwickelt :P

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Beitrag von kusti » 19.05.2006, 08:40

Du redest von Liebe. Das ist ja genau der Punkt.
Alles weitere erübrigt sich, weil ich damit 'voll aufgelaufen bin'. Danke dass du gleich auf den Punkt gekommen bist.
Hihihi....

(Nimm es nicht persönlich Taugenix. Die Geschichte ist eh uralt. Was regen wir uns darüber noch auf. Schauen wir doch besser in die Zukunft. Ich glaube die bringt für alle von uns noch etwas besseres. Hoffnung macht froh. :wink: )

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Beitrag von LeChef » 19.05.2006, 15:43

TaugeNix hat geschrieben:
Gruß aus Beijing,
TaugeNix^der sich an an NIX mehr erinnern kann, ausser an diese Koreanerin, die sich in ihrem besoffenen Zustand dauernd wie ein nasser Sack hat fallen lassen - übel, übel, wenn dein Freund (nicht ich) dich wegkarren muss, wie nen Sack Zement

hmmm, voll oder halb-koreanerin?
schöne grüße an xiumei :twisted:


also, ich habe nurmal kurz auf den von bossel gegebenen link guguckt, es mir aber ncht weiter durchgelesen. geht mich ja so genau nichts an, auch wenn du es im prinzip öffentlich gemacht hast.
mir fallen da spontan ein paar fragen ein, die vieles erklären könnten:
-wie lange wart ihr zusammen? wenn ihr wirklich richtig lange zusammen gewesen seit, dann sollte da doch ein gewisses vertrauen vorherrschen.
-wer hat wen zur heirat gefragt?
-und besonders: wie hast du ihr das mit der gütertrennung erklärt? gütertrennung klingt zwar sicherlich vernünftig, aber vernunft und liebe... ich würde behaupten, dass auch so ziemlich jede europäische frau die koffer gepackt hätte. es vermittelt eben misstrauen und ebenso fehlendes vertrauen in eine ewig-währende beziehung. nicht unbedingt optimale vorraussetzungen für den ewigen bund (ich meine nicht die schweiz ;-))
wenn der eindruck erst mal da ist: er glaubt ich sei hinter seinem geld her! dann hilft auch kein beschwören, dass es ja sowieso nie zum tragen kommen würde. wenn es eh nie dazu kommen würde, dann braucht man das ja auch nicht.
ist vielleicht gut gemeint, aber letztenendes kommt es doch immer darauf an, wie es rüberkommt.

meine meinung!
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Beitrag von kusti » 19.05.2006, 16:40

Ich gebe dir eine einfach Antwort.

Die letzten 7 Monate war ich bemüht, das Materielle vom Immateriellen zu trennen. Scheinbar ist das aber unmöglich. Es ist zum verzweifeln.

Deshalb suche ich auch immer nach den historischen, zivilisatorischen, persönlichen, familiären, politischen, gesellschaftlichen, etc. Gründen, weshalb es zu einer solchen Fixierung kommt.

Da werde ich schon irgendwann noch dahinter kommen. Aber ich denke mal dass ich hierfür die nächsten 20 Jahre brauche, wenn es in dem Stil weitergeht.

Übrigens, die Einträge sind schon Monate alt. Eine Momentaufnahme in einem langen Prozess. Der ganze Prozess wird dann in ca. 10 Jahren mal definitiv abgeschlossen sein. Bis dann aber gibt es sporadisch mal wieder sowas wie einen Lerneffekt oder einen Aha-Effekt.

Interessant ist auch zu sehen, dass die Vernunft langsam dem Verstand Platz macht. Es wird durchaus nach einer gewissen Zeit einfach per Kopfebene eruiert, was denn unter dem Strich dabei bis jetzt herausgekommen ist. Etwas, was ich vor 7 Monaten noch nicht für möglich gehalten hätte. Man kennt ja den Spruch, man ist blind vor...
Seither gibt es regelmässig sogenannte Fortschritte des Loslösens. Es fällt immer leichter die übergeordnete Position einzunehmen. Und das tut auch gut. Es findet also über die Kopfebene immer mehr die Abkapselung statt. Die Vernunft gewinnt langsam wieder Überhand und stellt die Dinge genau so hin, wie sie eben waren.

Die Zeit hat auch noch ganz andere Dinge zum Vorschein gebracht. Dinge mit welchen man als Euopäer so seine Mühe hat. Zum Beispiel die Art des Kommunizierens. Scheinbar ist es ganz und gäbe nur auf diejenigen Informationen zu reagieren, welche einem gerade nützlich sind, oder welche man beantworten 'möchte'. Alles andere wird ausgeblendet. Als Europäer kann man nicht erkennen, ob das absichtlich geschieht, oder einfach in der Art selbst liegt, und in der gewohnten Art im Umgang mit Menschen. Für mich teilweise erschütternd zu sehen. Da muss ich noch lange an mir selbst arbeiten, bis ich das verstehe und in den richtigen Zusammenhang stellen kann.

Bossel hat mir keine Freude gemacht, wie er den Link hier reinkopiert hat. Das wäre jetzt nun wirklich nicht notwendig gewesen. Habe ihm auch schon ein deftiges pn geschickt deswegen. Hihi...

Was mich zurzeit noch interessiert ist, wie denn nun die Gütertrennung, also die materielle Rechtsverteilung, in China zu stehen kommt. Schade haben wir hier keinen chinesischen Juristen bei Seite.
Für mich ist das wie noch der eigentlich Abschluss in einer langen Reihe von Abschlüssen. Wenn hier auch das herauskommt, was ich erwartet habe, dann muss ich wirklich sagen, ist der Saldo unter dem Strich zerstörend. Aber die Anwendung der Gesetzmässigkeiten sind von Person zu Person sehr verschieden, da habe ich sicher keine Vorurteile mehr. Ich kenne jetzt schon zu viele Chinesen, als dass ich alle in den gleichen Topf werfen würde. Aber es ist glaub' ich schon so, dass viele von ihnen sehr, sehr unfrei sind im Denken. Es gibt viele diverse Gründe und Erklärungen hierfür.

Aber eine Partnerschaft unter einer solch stark 'transzendent-materialistischen Komponente' möchte ich mal kategorisch ausschliessen. Das würde nimmer funktionieren. Das ist auch ein Schritt, nämlich dass man sich das endlich eingesteht. Hinzu kommt der Wissenszuwachs um die Gepflogenheiten und Traditionen in China. Und da gehe ich dann soweit und werde zum vornherein ausschliessen, dass ich jemals wieder eine Chinesin ohne Gütertrennung heiraten werden. Natürlich ist das ein Rückschritt, und auch kein Vertrauensbeweis, aber die Erfahrungen scheinen das einfach als sinnvoll hinzustellen. Wer bereit ist, auch mit Gütertrennung zu heiraten zeigt halt eben immernoch, dass es ihm wirklich ernst ist. Und es ist ausserdem auch seriöser, und fair für beide Seiten.

Alles muss zu einem sauberen Abschluss geführt werden. Daran bin ich noch immer. Bestenfalls kann man es dann in einen Neu-Übergang einleiten, was auch immer das sein wird. Bin offen für alles.

Ich gebe das hier nur von mir, weil ich euch ein wenig von meinem Wissen vermitteln will. Weit dramatischere Geschichten höre ich aber in meinem persönlichen Umfeld. Mir macht das keine Angst mehr. Habe viele neue Informationen bekommen, zu allen möglichen Sachverhalten. Ich weiss nun in einigermassen, was in den Köpfen vor geht.
Der dümmste Fall ist natürlich der, wenn der Schweizer 'unwissend' eine Chinesin heiratet, und dabei jederzeit über den Tisch kann gezogen werden. Natürlich passiert das nicht allen Fällen, aber noch oft genug, da höre ich einfach zu viel.

Es ist überhaupt ein sehr, sehr interessantes Thema. Es zeigt auch hier, dass man erst heiraten sollte, wenn das Vertrauen 100% vorhanden ist. Deshalb ist es manchmal sehr schwierig für Paare unterschiedlicher Herkunft überhaupt zusammenzufinden. Wenn nur ein Teil nich integer ist, dann kommt es zum Eklat, über kurz oder lang. Und dann ist leider erfahrungsgemäss diejenige Person mit dem grösseren finanziellen Background, oder dem Potential dazu, der Verlierer, vorallem in der Schweiz.

Also, was ist denn nun mit der Gütertrennung in China, lieber LeChef. Oder willst du wieder nur deine Neugierde befriedigen, à-la Sensationshascherei? Was ich dir sagen darf, das sage ich, weil es mehr ganz prinzipielle Dinge sind, welche ich erfahren habe. Das andere erspare ich allen involvierten, und ist nebstdem auch nicht interessant. Bildung kann ich dir geben, Erfahrungsbildung, aber mehr nicht. Hoffentlich bist du dann bereits, mir von deiner Bildung mitzuteilen, wenn du dann mal von China aus schreibst. Da bin ich mal gespannt, wie ein LeChef dies erlebt.
.......

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Beitrag von LeChef » 19.05.2006, 18:09

so langsam hört sich das alles sehr beleidigend an, ich möchte nicht wie der lehrer dastehen, aber achte bitte ein wenig auf deine wortwahl. ich hoffe du hälst mich nicht für einen besserwisser, denn das würde einfach nicht zutreffen.
ich habe keine ahnung ob es einen gütertrennung in china gibt oder ob nicht, bossel hat den jahresbericht der heinrich böll stiftung zitiert und demnach soll es das dort geben, deshalb wundert es mich, dass du da immer noch drauf rumreitest. außerdem hast du doch selbst anfragen an das auswärtige amt gerichtet.

ansonsten kann ich bei intensiver selbstreflexion auch keine sensationshascherei entdecken. ich habe, ebenso wie die anderen, die an diesem thread mitschreiben, versucht dich von deiner fixierung abzubringen und dir aufzuzeigen, was evtl. schiefgelaufen sein könnte. daraus soll man ja lernen können. mir selbst erzählen auch immer wieder leute, wie etwas, dass ich gemacht habe ohne es eines gedankens zu würdigen, andere schlecht aufgenommen haben.

und aus china werdee ich natürlich gerne schreiben (werde TaugeNix konkurrenz machen in den ^fußnoten ;-) :twisted: ), deiner ausdrucksweise zufolge
Da bin ich mal gespannt, wie ein LeChef dies erlebt.
kann ich dir aber entnehmen, dass du da nciht wirklich rauf gespannt bist und es eher auf überheblichkeiten hin analysieren und anprangern wollen wirst.
ich hoffe die feindseligkeit in deiner wortwahl gründet sich nicht auf meinen Nick...
ich halte mich selbst in keinster weise für einen anführer oder dergleichen, vielmehr soll es eine persiflage auf leute darstellen, die sich für solche halten.
ich sehe mich selbst eher als den hofnarren, der den könig nachäfft!

also, ich würde gerne wieder das kriegsbeil begraben!

LeChef^bei dem gestern der strom ausgefallen ist, der deshalb im dunkeln saß, sich gelangweilt hat und deshalb einen freund dazu gezwungen hat mit ihm ins kino zu gehen...dieser freund wollte aber nur und ausschließlich in hostel gehen.....ein total kranker film...und da klein LeChef ja sowas nicht verträgt hat er sich nen liter, ins kino geschmuggeltes, bier hinter die binde gekippt, was bei dem kleinen menschen ja schon an alkoholismus heranreicht! die mitkinobesucher konnten sich im übrigen vor den ständigen und total überflüssigen kommentaren dieses trunkenbolds nicht erwehren und somit wurde allen die spannung geraubt als der wicht lauthals ins kino schrie, wie der film enden würde oder was gleich geschehen würde. :mrgreen:
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Beitrag von kusti » 19.05.2006, 18:29

Danke für deinen Hinweis. Ich habe schon verstanden, dass du mich drauf hinauf hieven wolltest. :wink:
Du hättest aber in meinem Fall leider auch die Notbremse gezogen. Da bin ich mir fast ganz sicher.
Wenn dein gesamter teuerster Inventar einfach in einen Koffer verschwindet und als Geschenke an die Verwandtschaft soll verteilt werden, dann wirst du zuerst einmal bleich. Und wenn du dann das Gefühl haben musst, dass dies mit allen deinen Dingen geschehen könnte, dann fängst du einfach an die Notbremse zu ziehen. Und die hiess dann für mich 'Guetertrennung', zumindest für die Zeit, bis sie ihr eigenes Prestigedenken hinter unser partnerschaftliches Denken stellen konnte, wie ich damals dachte. Damals habe ich das als fehlende Offenheit und Bescheidenheit gewertet.
Heute weiss ich es besser, und kann dieses Verhalten dadurch erklären, dass das Schenken einerseits einen sehr hohen Stellenwert hat, andererseits aber der Gesichtsverlust bei Rückkehr für sie so gross zu werden schien, dass sie versuchte diese Blamage durch teuere Geschenke, und den Anschein von Erfolg, zu übertünchen.

Es war also eine Todesspirale. Das ein hat das andere gegeben. Nichts hätte dies aufhalten können. Und auch heute, nach 7 Monaten intensivem Meinungsaustausch deutet nichts darauf hin, dass dies einer Besserung erfahren hätte. Beide Haltungen sind immernoch genau gleich. Deshalb auch hier: fleissig emailen, schreiben und telephonieren bringt im Endeffekt nichts, wenn die Kommunikation nicht stimmt, wenn der Draht nicht vorhanden ist. Vorallem schwierige Themen werden nach wie vor einfach abgeblockt, und somit ist in europäischem Sinn kein Vertrauen aufgebaut worden, sondern zusätzlich zerstört worden.

Nein, wenn du in China bist, werde ich alle deine Informationen aufnehmen. Du kannst mir glauben, dass ich offen genug bin. Auch und vorallem für die positiven Erlebnisse und Tatsachen. Es geht mir nicht darum, meine Sicht bestätigt zu wissen. Ich weiss, dass es nur eine Meinung ist. :wink:

Ich auf jedenfall bin schon ganz erpicht auf deine Reiseberichte, genau so wie immer auf diejenigen von Domasla, oder andere Erfahrungen und Geschichten. :P

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 19:38

Lieber Kusti

Eine Heirat ist immer für beide Partner mit Risiken verbunden. Ob Europäer oder Asiate, spielt keine Rolle.
Unterschiedliche kulturelle Backgrounds findest Du auch innerhalb von Europa.
Ca. jede zweite Ehe wird geschieden.
Bei einer Scheidung ist die erste Frage, ob Kinder da sind. Wenn ja, kommt die Frau, die im Normalfall die Kinder behält, finanziell besser weg, aber nur solange, bis die Kinder noch nicht volljährig sind. Wenn keine Kinder da sind und die Frau berufstätig ist, hat sie keine Chance auf Unterhaltszahlungen vom Ex-Mann.
Wenn kein Ehevertrag vorliegt, gilt in der CH der Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung. Ergo behält bei einer Scheidung jeder seinen mit in die Ehe eingebrachten Besitz plus persönliche Geschenke und Erbschaften. Geteilt wird die "Errungenschaft" der Ehe, d. h. das gemeinsam erwirtschaftete Geld und gemeinsam gekaufte Liegenschaften.
Das finde ich, ist gerecht. Wenn eine Frau Kinder hat und deswegen daheim bleibt und kein Geld verdient, leistet sie doch einen genauso wichtigen Beitrag zum Weiterkommen der Familie wie der Mann, der das Geld verdient. Eine Gütertrennung ist in einem solchen Fall ungerecht. Das weiss auch das Gericht. Ein Ehevertrag wird dann entsprechend im Ergebnis korrigiert.

Darum prüfe sich, wer sich "ewig" bindet. :wink:

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 19:39

...hier noch ein Link zu den ehelichen Güterständen in der CH.

http://www.ch.ch/private/00029/00034/00 ... ml?lang=de

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 19:43

kusti hat geschrieben:Wenn dein gesamter teuerster Inventar einfach in einen Koffer verschwindet und als Geschenke an die Verwandtschaft soll verteilt werden, dann wirst du zuerst einmal bleich. Und wenn du dann das Gefühl haben musst, dass dies mit allen deinen Dingen geschehen könnte, dann fängst du einfach an die Notbremse zu ziehen. Und die hiess dann für mich 'Guetertrennung',
Kusti, eine Gütertrennung schützt Dich weder vor Diebstahl, noch vor einer Schenkungssucht Deiner Partnerin. :wink:

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 19:53

kusti hat geschrieben: Heute weiss ich es besser, und kann dieses Verhalten dadurch erklären, dass das Schenken einerseits einen sehr hohen Stellenwert hat, andererseits aber der Gesichtsverlust bei Rückkehr für sie so gross zu werden schien, dass sie versuchte diese Blamage durch teuere Geschenke, und den Anschein von Erfolg, zu übertünchen.
Auch in den meisten europ. Ländern ist es üblich, die Verwandschaft zu beschenken. Extreme Bsp.: Türkei, Portuga, Spanien.
War mal überall so. In unseren Breitengraden hat die Bedeutung der Familie abgenommen. Bei uns wird das Individuum verherrlicht.... es gibt viele einsame Individuen...
die schreien nach dem Staat, der soll alle ihre Probleme lösen.

Die Zerstörung der Familie und die Förderung des Individuums in einem immer mächtiger werdenden Staat ist eine alte linke Ideologie.
Mir ist eine intakte Familie lieber.

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 20:00

kusti hat geschrieben:Und auch heute, nach 7 Monaten intensivem Meinungsaustausch deutet nichts darauf hin, dass dies einer Besserung erfahren hätte. Beide Haltungen sind immernoch genau gleich. Deshalb auch hier: fleissig emailen, schreiben und telephonieren bringt im Endeffekt nichts, wenn die Kommunikation nicht stimmt, wenn der Draht nicht vorhanden ist. Vorallem schwierige Themen werden nach wie vor einfach abgeblockt, und somit ist in europäischem Sinn kein Vertrauen aufgebaut worden, sondern zusätzlich zerstört worden.
Na endlich! :lol:
Du hängst ja an ihr. Die Kommunikation ist intakt.
Bloss kannst Du ihr Deinen Willen nicht aufzwingen. :lol: :lol: :lol:

Du musst Dich entscheiden, was ist wichtiger: eine Frau, die Du liebst (sonst würdest Du nicht soviel Unsinn schreiben) oder Deine irdischen Güter, die Du sowieso nicht ins Grab mitnehmen kannst. Also was soll's.
Riskier mal was. Wer nicht wagt, der gewinnt nicht. 8)

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Beitrag von Scipio » 19.05.2006, 20:04

kusti hat geschrieben: Heute weiss ich es besser, und kann dieses Verhalten dadurch erklären, dass das Schenken einerseits einen sehr hohen Stellenwert hat, andererseits aber der Gesichtsverlust bei Rückkehr für sie so gross zu werden schien, dass sie versuchte diese Blamage durch teuere Geschenke, und den Anschein von Erfolg, zu übertünchen.
Das Gesicht wahren, also sich nicht blamieren, ist auch in Europa wichtig.
Beim Schenken sollte man einfach das richtige Augenmass nicht verlieren. Da muss man miteinander reden können.

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Beitrag von kusti » 19.05.2006, 20:26

Scipio hat geschrieben:Lieber Kusti

Eine Heirat ist immer für beide Partner mit Risiken verbunden. Ob Europäer oder Asiate, spielt keine Rolle.
Unterschiedliche kulturelle Backgrounds findest Du auch innerhalb von Europa.
Ca. jede zweite Ehe wird geschieden.
Bei einer Scheidung ist die erste Frage, ob Kinder da sind. Wenn ja, kommt die Frau, die im Normalfall die Kinder behält, finanziell besser weg, aber nur solange, bis die Kinder noch nicht volljährig sind. Wenn keine Kinder da sind und die Frau berufstätig ist, hat sie keine Chance auf Unterhaltszahlungen vom Ex-Mann.
Wenn kein Ehevertrag vorliegt, gilt in der CH der Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung. Ergo behält bei einer Scheidung jeder seinen mit in die Ehe eingebrachten Besitz plus persönliche Geschenke und Erbschaften. Geteilt wird die "Errungenschaft" der Ehe, d. h. das gemeinsam erwirtschaftete Geld und gemeinsam gekaufte Liegenschaften.
Das finde ich, ist gerecht. Wenn eine Frau Kinder hat und deswegen daheim bleibt und kein Geld verdient, leistet sie doch einen genauso wichtigen Beitrag zum Weiterkommen der Familie wie der Mann, der das Geld verdient. Eine Gütertrennung ist in einem solchen Fall ungerecht. Das weiss auch das Gericht. Ein Ehevertrag wird dann entsprechend im Ergebnis korrigiert.

Darum prüfe sich, wer sich "ewig" bindet. :wink:

Vielen Dank für deinen nun endlich konstruktiven Beitrag. :wink:

Bei einer erwarteten Erbschaft wird das dann aber wohl ganz anders aussehen, leider. Das ist und bleibt eben der springende Punkt. Und das ist bei der durchweg chinesischen Tradition der Geldverwaltung Öl in's Feuer geschüttet.

Wenn ich 10 Jahre mit einer Frau verheiratet bin, und dann einseitig und auf ungerechtfertigte Weise die Scheidung eingebe, dann bin ich für so ziemlich alles verantwortlich und haftbar machbar. Die volle Wucht des Gesetzes wird mich treffen, und zwar für den Rest des Lebens und für solange wie Kinder und Ehefrau auf dieser Welt sind.

Wenn ich 10 Jahre mit einer Frau verheiratet bin, und sie dann einseitig und auf ungerechtfertigte Weise die Scheidung eingibt, dann hänge ich wieder. Sie wird garantiert auf Unterstützung angewiesen sein, und auch dann kommt die Unterstützungspflicht zum Tragen. Diese Unterstützungspflicht ist zeitlich unbeschränkt. Deshalb kann es sein, dass man seine Ex-Ehefrau noch unterstützen muss, wenn sie sich bereits vor 30 Jahren hat von einem scheiden lassen.

Und jetzt kommt der Clou von alledem. Und das tritt selbst dann in Kraft, wenn man über die Gütertrennung geheiratet hat.
Selbst bei Gütertrennung, und selbst wenn die Ehefrau den Ehemann verstösst, ist man im Notfall zu lebenslanger Unterstützung verpflichtet.

Eben genau, drum prüfe, wer sich ewig bindet. Entweder ist 100%iges Vertrauen vorhanden, und die absolute und unumschränkte Integrität der Person vorhanden, oder aber man sollte die Hände von allem lassen, weil man sie sich sonst garantiert verbrennt, als Ehemann. Als Ehefrau wird man durch unsere schweizerischen Gesetze besser ausgezeichnet geschützt.

In meinem Fall ist das aber längst hinfällig. Der Nachweis der Integrität ist nicht mehr erbringbar. Ich habe weder zu ihren Kollegen hier in der Schweiz noch Kontakt, noch habe ich jemals die Möglichkeit gehabt, dass sie mir erlaubt hätte mit ihrer Familie oder ihren Verwandten Kontakt aufzunehmen. Für mich ist das nicht gerade ein Vertrauensbeweis. Als Schweizer funktioniere ich anders. Kommunikation wird bei mir grossgeschrieben, und entspricht Vertrauen. Und ohne Vertrauen keine Heirat, das ist doch unter den obgenannten Umständen ersichtlich.
Es gibt keinen einzigen Hinweis, dass dies jemals ändern würde. Jegliche Kommunikation läuft durch ihre Hände und wird von ihr nach ihren Vorstellungen entweder durchgelassen, oder komplett abgeblockt. So wird sich niemals eine Vertrauensbasis bilden können.

Dies ist nun so weit gediehen, dass ich allgemein das Vertrauen in sowas verloren habe und nun prinzipiell die Gütertrennung verlange, ohne mir dabei etwas zu denken. Eigentlich müsste ich nicht soweit gehen und einfach nicht mehr in irgend eine Heirat einschlagen. Aber der Moment kommt sicher noch. Das geht schrittweise und stellt einen Prozess dar.

Die Gütertrennung kann auch dafür eingesetzt werden, dass die Kinder direkt von einer Erbschaft besehen werden. Dies war einer meiner Gedanken. Dass dies des weiteren nicht angekommen ist, habe ich immer damit versucht zu erklären, dass es um etwas ganz anderes ging, als um das gemeinsame aufziehen von Kindern, und dem Herausbilden einer stabilen Ehe.

Also nochmals. Es ist schon so, wenn die Vertrauensbasis nicht vorhanden ist, dann soll man zuwarten. Und wenn eben diese Vertrauensbasis nicht erschaffbar ist, auch über Kommunikation nicht, dann soll man es bleiben lassen. Ich denke das ist schon richtig, was du sagst.

Für mich war gar nie die Frage, ob ich ihr das ihr gebührende Recht zukommen lassen will. Mir geht es ja eben gerade um den Ausgleich der Rechte in einer Partnerschaft. Vor Missbrauch muss man sich in der Schweiz aber gerade in solchen Fällen nun einfach schützen. Es ist einfach ein Gesamtbild, welches mir da vermittelt wurde, was nicht stimmte. Deshalb habe ich so gehandelt. Dass es dabei zum Eklat gekommen ist, ist schade. Ich bin aber nicht mehr dazu gekommen mich zu erklären. Das ist eben genau der Punkt in der Kultur vieler Chinesen, wo 'traditionell' die Kommunikation herunterbricht. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, dann führt nichts mehr zur Kehrtwende. Genau so ist es auch bei uns geschehen.

Ich bin sogar überzeugt, dass es heute wieder genau gleich laufen würde. Wir hatten zwar 7 Monate intensiven Kontakt. Aber die Standpunkte haben sich nicht erweicht. Jeder ist immernoch auf seiner Haltung behaftet. Es steckt alles fest. Nein, halt, ich habe mal eine gewisse Zeit nachgegeben, aber nachdem mitgeteilt wurde, dass sie zurückkommen würde, wenn die Option Gütertrennung ausser Acht gelassen werde, habe ich dann instinktiv wieder dicht gemacht, weil ich nicht um eine Heirat wie mit Geld feilschen. Ja, für mich ist das Feilschen, nichts anderes. Da kann ich mir auch nicht weiterhelfen.

Tja, eine traurige Geschichte. Alles dreht dem Niedergang entgegen.

Zurzeit will ich einfach nichts mehr wissen. Habe genug von allem. Will einfach Ruhe haben und mich in irgend etwas flüchten.

Interessante Geschichte nicht? Geschichten, die das Leben schreibt halt. Tja, so kann es gehen. Ich denke nicht, dass ich wenig zu einer Bereinigung beigetragen habe, obschon ich jede Menge Fehler gemacht habe. Aber es ist ab einer bestimmten Stelle einfach nicht mehr rettbar. Da hatte ein Kollege von mir schon recht. Mit Kommunikation kann man nur herausholen, was falsch gelaufen ist. Wenn da aber prinzipiell etwas nicht gestimmt hat, dann lässt sich nichts machen. Was dieses 'Prinzipielle' ist, welches nicht stimmt, das muss ich immernoch versuchen herauszufinden. Vermutlich sind es die divergierenden Wertvorstellungen unserer beiden Kulturen.

Tja, drum prüfe, wer sich ewig bindet. :wink:

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