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 Betreff des Beitrags: Die Krim-Frage und mögliche Auswirkungen auf China?
BeitragVerfasst: 22.07.2018, 21:21 
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Trump hat bei seinem Helsinki-Treffen mit Putin das Thema Krim gar nicht angesprochen. So oder so ist klar, dass die Sache gelaufen ist. Damit hat Russland die Büchse der Pandora geöffnet.
Zwar verweisen die Russen zurecht auf den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien, jedoch hat kein Land sich Teile Jugoslawiens einverleibt. Wenn die Russen vorausschauender gewesen wären, hätten sie die Krim selbstständig werden lassen (d.h. Ausrufen eines neuen Staates).

Was das mit China zu tun hat: Zur Zeit nichts. Aber selbst im chinesischen Fernsehen spricht man von "Annexion" der Krim. Und auch bei der UN hat man sich aus freundschaftlichen Gründen enthalten - nicht das Verhalten Russlands gewilligt.

Der Osten Russlands ist sehr dünn besiedelt, schon jetzt spielt Beijing wirtschaftlich eine größere Rolle als Moskau in den ehemaligen chinesischen Gebieten. Sobald Hong Kong, Macau und Taiwan kein Thema mehr sind, wird die Frage nach den ungleichen Verträgen wieder aufkommen. Glaubt ihr, die chinesische Elite/Regierung hat wirklich mit dem Thema abgeschlossen?

Da Vladivostok "im Weg" steht, könnte man die Gebiete natürlich nicht einfach so zurückgeben, aber zumindest Verhandlungen halte ich auf lange Sicht für möglich. Was denkt ihr?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Krim-Frage und mögliche Auswirkungen auf China?
BeitragVerfasst: 22.07.2018, 23:58 
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Tatsmak hat geschrieben:
Trump hat bei seinem Helsinki-Treffen mit Putin das Thema Krim gar nicht angesprochen. So oder so ist klar, dass die Sache gelaufen ist. Damit hat Russland die Büchse der Pandora geöffnet.
Zwar verweisen die Russen zurecht auf den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien, jedoch hat kein Land sich Teile Jugoslawiens einverleibt. Wenn die Russen vorausschauender gewesen wären, hätten sie die Krim selbstständig werden lassen (d.h. Ausrufen eines neuen Staates).

Was das mit China zu tun hat: Zur Zeit nichts. Aber selbst im chinesischen Fernsehen spricht man von "Annexion" der Krim. Und auch bei der UN hat man sich aus freundschaftlichen Gründen enthalten - nicht das Verhalten Russlands gewilligt.

Der Osten Russlands ist sehr dünn besiedelt, schon jetzt spielt Beijing wirtschaftlich eine größere Rolle als Moskau in den ehemaligen chinesischen Gebieten. Sobald Hong Kong, Macau und Taiwan kein Thema mehr sind, wird die Frage nach den ungleichen Verträgen wieder aufkommen. Glaubt ihr, die chinesische Elite/Regierung hat wirklich mit dem Thema abgeschlossen?

Da Vladivostok "im Weg" steht, könnte man die Gebiete natürlich nicht einfach so zurückgeben, aber zumindest Verhandlungen halte ich auf lange Sicht für möglich. Was denkt ihr?
Da wird gar nichts passieren.

Der Grund, weshalb sich die westl. Regierungen zuerst verwundert zeigten, ob der chin. Reaktion auf die russ. Annexion der Krim ist ein Pragmatischer (um nicht zu sagen Logischer):

China verbietet sich zu recht (wie jedes andere Land) eine Einmischung von außen.
Deshalb musste man (um keinen Präzedenzfall zu schaffen), die russ. Annexion der Krim verurteilen.

_________________
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Krim-Frage und mögliche Auswirkungen auf China?
BeitragVerfasst: 23.07.2018, 19:08 
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Perspektivisch kann man sich es schon vorstellen. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass China so forsch und raumgreifend (teilweise 1000 Kilometer weit weg ) im Südchinesischen agiert.
China muss das gar nicht mit Gewalt machen, sie investieren massiv in die Region übernehmen in Russlands Osten das wirtschaftliche Geschehen und sind dann die neuen Herren ohne das ein Schuss fallen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Krim-Frage und mögliche Auswirkungen auf China?
BeitragVerfasst: 24.07.2018, 22:24 
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Registriert: 05.10.2014, 23:32
Beiträge: 331
Hallo,

>Wenn die Russen vorausschauender gewesen wären, hätten sie die Krim selbstständig werden lassen >(d.h. Ausrufen eines neuen Staates).

Dann hätten die Russen auch einen absolut nicht lebensfähigen Staat wie den Kosovo an der Backe. Die Krim allein ein Staat? Das würde wohl nicht gehen, besonders da die Bevölkerung evtl. doch lieber zu Russland wollte.

Was Sibirien angeht, hoffe ich einmal, dass China dort keinen Ärger mit Russland sucht.

Schöne Grüße,
Dominik


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