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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 11:41 
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Moin,

expat_de, was willst Du eigentlich? Findest Du das Regime in NK eigentlich ganz ok und legitim?
Willst Du die Zustände dort rechtfertigen, weil die USA ja auch so böse sind?
Ja, die USA bauen viel Mist aber rechtfertigt das in irgendeiner Weise ein Regime, gegen das die damalige DDR, Kuba vor 10-20 Jahren oder China vor 30 Jahren wie liberale und fast demokratische Paradiese erscheinen?
Worauf willst Du hinaus?

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 13:12 
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sonero hat geschrieben:
Moin,

expat_de, was willst Du eigentlich? Findest Du das Regime in NK eigentlich ganz ok und legitim?
Willst Du die Zustände dort rechtfertigen, weil die USA ja auch so böse sind?
Ja, die USA bauen viel Mist aber rechtfertigt das in irgendeiner Weise ein Regime, gegen das die damalige DDR, Kuba vor 10-20 Jahren oder China vor 30 Jahren wie liberale und fast demokratische Paradiese erscheinen?
Worauf willst Du hinaus?

Gruß,
Norbert


Ich störe mich an der einseitigen, oft lückenhaften, nicht selten bösartigen Darstellung gewisser Sachverhalte in den Medien sowie an der weitverbreiteten Scheinheiligkeit und den Doppelstandards des Westens, oder auch vieler Menschen, allgemein. Ich fühle mich, sofern ich nicht selbst mit hohem Aufwand tiefer recherchiere, schlecht, weil einseitig informiert und manipuliert. Und das ist ja nicht nur bei NK bzw. NK betreffend so. Aber hier ist das nunmal das Thema.

Gerade heute wieder so einen Artikel gefunden: https://www.welt.de/politik/ausland/article175044879/Fahrendes-Konferenzzimmer-So-unglamouroes-sieht-es-in-Kim-Jong-uns-mysterioesem-Zug-aus.html Der ist von der DPA, also der grössten deutschen Nachrichtenagentur. Auf dessen Basis präsentiert eine der grössten deutschen Tageszeitungen in der Rubrik "Politik Ausland" nun solchen Schund wie:

DPA/Welt hat geschrieben:
Ach so, der Fußboden. Muss ja eigentlich Parkett sein. Sieht trotzdem nach Laminat aus. Immerhin: Das Outfit von Kims Gattin Ri Sol-ju ist farblich perfekt auf die Gardinen abgestimmt.

Sowas ist nicht konstruktiv. Es ist unfair, bösartig und soll Hass und Feindschaft säen. Propaganda ist denke ich der passende Ausdruck. Ist das einer Gesellschaft würdig, die meint, sich moralisch über andere erheben zu dürfen? Ich denke nicht. Wir sollten erstmal das eigene Haus aufräumen, bevor wir das glaubwürdig von Anderen verlangen können. Ganz besonders gilt das für unsere Medien.

Und hier im Thread will ich mich einfach interessehalber über das Thema NK austauschen :)

Wenn man sich, NK betreffend, etwas mit dem Kontext beschäftigt, ist dessen Politik, keinesfalls "irre" wie in unseren Medien oft kolportiert, sondern stringent, durchaus erfolgreich, wie man jetzt zumindest aussenpolitisch langsam sehen kann. Innenpolitisch, wie überall, ist man irgendwann auch in der Rolle gefangen und Kim wurde da ja buchstäblich hineingeboren. Was sollte er Deiner Meinung nach denn tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 14:54 
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Moin,

Du machst den Fehler, NK bzw. dem Regime auf Augenhöhe begegnen zu wollen.
Auf der Ebene kann man z.B. China begegnen. Längst nicht alles toll aber weitgehend handelt die Regierung für das Volk. Weitgehend.
Es gibt gute Gründe warum China so ist wie es ist, wenn man für die heutige Generation mal die Situation von vor einigen Jahrzehnten als gegeben nimmt. Der Ostblock war auch auf gutem Weg, während Russland und einige andere Staaten zunehmend abgleiten.
Selbst Kuba öffnet sich und wird liberaler.
Und NK?
Das IST irre. Vollkommen isoliert und abgesperrt. Wirtschaftlich kaum existent. China hat ja auch schon längst keinen Bock mehr auf den Spinner. Seit Wikileaks (Depeschen der US-Botschaft BJ) ist bekannt, daß BJ auch keine Ahnung mehr hat, wie Kim tickt und was der Quatsch soll.
Das ist das Einzige, was ich an der Berichterstattung auch stark bemängeln würde: China ist weder Schutzmacht noch Verbündeter von NK, längst nicht mehr sondern unterstützt und praktiziert ja auch die Sanktionen.
Die können vielleicht noch am ehesten miteinander reden aber das war es auch.

NK bildet sich ein, eine relevante Größe zu sein aber ist nur ein riesiger Knast mit dumm gehaltenen Zombies.
Ohne jede wirtschaftliche Relevanz.
Vor den Raketen oder gar der A-Bombe muss man auch kaum Angst haben. Der Krempel funktioniert so suboptimal, daß das nur Nadelstiche wären, wenn davon was ankommt. Das hauptsächliche Druckmittel ist eine Unmenge vorsinnflutlicher Artillerie, mit der sie Seoul einebnen könnten, bevor irgendjemand reagieren könnte.
Alles wäre natürlich das sofortige Ende von NK aber sie könnten eben noch viele Opfer mit in den Tod reissen.

Das ist das Einzige, was man da "erfolgreich" nennen könnte.
China ist erfolgreich. Europa, die USA, selbst Russland. Ein Land im kompletten Elend als "erfolgreich" zu bezeichnen, nur weil es sich wie ein Autist benimmt (soll keine Beleidigung von Autisten sein), ist aber sicher mindestens naiv.
Es gibt den schönen Spruch: Ein Krimineller mit einer entsicherten Waffe ist ein Risiko aber berechenbar - ein Affe mit einer entsicherten Waffe ist...

Zur Wiedervereinigung:
Ich war vor einigen Jahren in SK und hatte einen jungen Ing als Begleiter und Fahrer. Der hat mich immer wieder zur D-Wiedervereinigung befragt.
Denen geht extrem die Düse denn das wäre die absolute Katastrophe.
Einfach ein paar Fakten:
BRD zu DDR war etwa 3:1 (62 Mio. zu 17 Mio.). Bei Korea ist es fast 1:1.
Die BRD spielt wirtschaftlich in der EU in der Oberliga, SK wäre im Vergleich im Mittelfeld.
Die DDR war im Ostblock mit Abstand am besten entwickelt, die Leute gebildet, Industrie vorhanden usw..
NK hat fast nichts. Viele Entwicklungsländer sind schon deutlich besser dran.
Wirft man das einfach so zusammen, halbiert sich der Lebensstandard für SK mal eben.
Nee, so einfach ist es natürlich nicht aber wie soll das gehen?
Das war in D ja schon nicht einfach aber im Falle von Korea würden da absolute Extreme aufeinandertreffen.
Es wäre vermutlich praktikabler, NK für 1-2 Jahrzehnte zu einer Provinz Chinas zu machen.
Oder Protektorat - you name it.

Über die Medien zu schimpfen, weil sie doch so negativ über NK berichten würden ist jedenfalls mindestens naiv, wenn nicht dumm oder gar bösartig.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 15:00 
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Jede Nachrichtenseite muss ständig neue Berichte herausbringen. Welt.de bestimmt 20-30 innerhalb von 24 Stunden. Dabei darf man keine Tiefe erwarten, Oberflächlichkeit, Unterhaltsames und auch ein wenig Gehässiges sind der Stoff aus dem die Klicks sind.
Wer hieraus einen propagandistischen Masterplan deutet, verkennt die wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Medienbranche.
Die "Aufregungsbereitschaft" der Deutschen ist derart verkümmert, die lassen sich durch keinerlei Berichte in irgendeinen Konflikt zerren, schon gar nicht mit Nord-Korea.

Das der Zug im inneren den Charme der 70er versprüht ist unverkennbar und sicher nicht der Genügsamkeit der Kims geschuldet sondern Ausdruck schlichten Mangels.

Eine allgemeine Medienschelte kann und will ich nicht teilen, hier hat sich besonders in den letzten 6-12 Monaten viel getan. Besonders der innenpolitischen Diskursrahmen ist stark erweitert worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 16:17 
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Nur zur Info über den Koreakrieg und die Strategie der US Streitkräfte

https://www.counterpunch.org/2017/12/08 ... -in-korea/

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"Alles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit."
Marcus Aurelius
Diskussion: Eine Methode, andere in ihren Irrtümern zu bestärken .
Ambrose Bierce


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 16:40 
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sweetpanda hat geschrieben:
Erstklassiges, zeitgeschichtliches Dokument.
Regie führte Rekordoscarpreisträger John Ford.

This Is Korea! (1951)

https://www.youtube.com/watch?v=pn_dLez1g9k


Och nö. ich hab mir das jetzt zur Hälfte angesehen (ich meine, das früher schon gesehen zu haben) und das ist doch genau die Propaganda, die bemängelt wird.
Da wird nicht ein Krieg gezeigt sondern alles sieht fast aus wie ein Manöver.
Anstrengend, viel mehr nicht.
Krieg sieht anders aus. Viel grausamer.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 21:34 
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expat_de hat geschrieben:
Mittlerweile habe ich selbst nachgelesen [...]
Das ist sehr löblich, selbst nachlesen (und nachdenken) ist immer gut!

Wer hat dir eigentlich die ganzen "Fakten" zugeflüstert bevor du selbst nachgelesen hast?

expat_de hat geschrieben:
Ich störe mich an der einseitigen, oft lückenhaften, nicht selten bösartigen Darstellung gewisser Sachverhalte in den Medien sowie an der weitverbreiteten Scheinheiligkeit und den Doppelstandards des Westens, oder auch vieler Menschen, allgemein. Ich fühle mich, sofern ich nicht selbst mit hohem Aufwand tiefer recherchiere, schlecht, weil einseitig informiert und manipuliert.
Du störst dich an "der einseitigen, oft lückenhaften, nicht selten bösartigen Darstellung gewisser Sachverhalte in den Medien sowie an der weitverbreiteten Scheinheiligkeit und den Doppelstandards des Westens"? Woher weißt du denn, dass es eine "einseitige, oft lückenhafte, nicht selten bösartigen Darstellung gewisser Sachverhalte in den Medien" des "Westens" gibt, wenn du selbst nicht gewillt bist diese zu hinterfragen/recherchieren?

Mein Fazit: Ostdeutscher Wutbürger. Traut keinen Medien (Lügenpresse), ist aber auch nicht in der Lage selbst zu denken. Verschenkt seine Verantwortung daher an Sekundärmedien (Youtube).

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 22:25 
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Moin,

Tja, fühlt sich schlecht informiert. Da ist wohl was dran, wenn man sich nicht selbst informiert und nur an den klassischen Medien zweifelt.
Vor allem wenn sie zu den ÖR gehören, haben die einen gewissen Anspruch an ihre Quellen. Aber auch Spiegel oder diese Liga wird sich hüten, Fake zu verbreiten.
Die sich dadurch übereinstimmend ergenbende Schiene ist dann natürlich eine abgesprochene Verschwörung.
Komischerweise wird dann aber jeder dahergelaberte Quatsch als bare Münze genmmen, wenn er nur was Anderes sagt.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.04.2018, 12:28 
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@Laogai: Vielleicht kannste Du für Dein kurioses "Fazit" und weiteren Unsinn wie ein dreifaches Zitat Deinen persönlichen, gern auch privaten Kommentar-Thread aufmachen, wo Du gern mit Gleichgesinnten süffisant Gehässigkeiten austauschen und Leute, die Du nicht kennst, auf diesem Niveau ggf. ungestört diffamieren kannst. Mit dem Thema des Threads oder auch nur des Unterforums hat Dein grotesker Beitrag nämlich herzlich wenig zu tun.

@Sonero: Ich schrieb Nirgends etwas von "Fake News" oder von "Verschwörung", sondern von einseitiger und lückenhafter Berichterstattung. Es gibt sicher Leser, die den Unterschied kennen. Meine persönliche Theorie ist eher: grossflächige Inkompetenz verbunden mit Opportunismus bei den JournalistInnen, nachdem vor 15-20 Jahren fast alle, die man fragte, "was mit Medien" machen wollten. Die von sweetpanda skizzierten wirtschaftlichen Aspekte spielen sicher auch ihre Rolle.

Sorry für OT und wäre schön, man könnte damit zum Thema zurückkommen: "Was wird aus Nordkorea?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.04.2018, 13:06 
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Heute (1.4.) begann das alljährliche gemeinsame Manöver der US- und südkoreanischen Truppen namens Foal Eagle. Es ist diesmal kürzer als die bisherigen Manöver und dauert "nur" vier Wochen. Beteiligt sind ca. 300'000 Soldaten.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika-und-suedkorea-starten-uebung-mit-300-000-soldaten-15521774.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.04.2018, 13:09 
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Moin,

Naja, es ist schon auffällig, wie Du die Berichte anzweifelst, als sei in NK doch alles nicht so schlimm.
Alle hacken sie auf NK herum, Kim wolle doch nur sein Recht als Staat in der Völkergemeinschaft oder so.
Vielleicht denkst Du, das sei etwa so wie China vor ca. 15 Jahren. Da hat im Westen noch jeder Zweite gedacht, in BJ rennen alle mit dem blauen Mao-Anzug herum und fahren ausschliesslich Fahrrad. Selbst zu Olympia 2008 gab es einen Bericht aus dem Bananas, als "eine der wenigen Diskos" in BJ. Und das war glaube ich ZDF.
Das war natürlich Unsinn. Ich habe mich immer auf jeden Trip nach BJ gefreut, weil das Nachtleben dort einfach geil war. Ich wohne in HH...
Politische Diskussionen waren nie ein Problem, selbst mit einfachen Arbeitern (mit Vermittlung/Übersetzung durch den chin. Chef). Da wurde diskutiert, ob es sofort freie Wahlen geben sollte (NEIN, die Leute haben noch zu wenig Ahnung und würden jeden Populisten wählen), ob man die USA mit Atomraketen angreifen sollte, wenn sie dumm kommen (natürlich nicht) usw. Absolut heikle Themen aber kein Problem.
Also ein komplett falsches Bild von China im Westen.

Bei NK ist das aber anders. Ein Kumpel hat wie erwähnt in NK gearbeitet. Der kam alle paar Wochen für ein langes WE nach BJ, um in NK nicht völlig durchzudrehen. Und dann unsere Gäste aus NK zu einer Schulung. Die sind tatsächlich in der blauen Kutte rumgelaufen, alle mit der Hackfresse des ewigen Führers am Revers.
Naja, dann der "Übersetzer", der schlechter Englisch sprach als die beiden Techniker.
Zum Xten Todestag von dem ollen Kim mussten sie unbedingt um 11 Uhr (zur Todeszeit) alleine sein. Wären wir auf der Autobahn gewesen, hätten wir auf dem Standstreifen anhalten müssen. Mein Chef fragte "heulen die sich da gegenseitig die Schulter voll?"
Auch sonst hat mein Chef es krachen lassen, das Abendprogramm hat alles aufgeboten, was man in BJ an westlicher "Dekadenz" finden kann. Dachterasse des BJ-Hotels, die Südstaatenbar mit Jazz und Blues beim Südtor des Chaoyang Parks (längst platt, wie hiess das noch? Edit: Big Easy!) usw..
Die waren ziemlich fertig und wir haben uns tatsächlich etwas lustig gemacht.
Dumm nur, daß sich gegen Ende herausgestellt hat, daß der Eine etwas Deutsch konnte.
Jegliche Gedanken an einen Gegenbesuch haben wir dann verworfen.

Keine Ahnung, wer hier sonst noch halbwegs direkte Erfahrungen mit NK hat aaber ich habe noch nie etwas aus halbwegs erster Hand gelesen, was diesen Erfahrungen widerspricht.
Selst zu den schlimmsten Zeiten war die DDR liberaler als NK es heute ist. China ist im Vergleich zu NK fast ein westlich-demokratischer Staat ohne nennenswerte Unterdrückung (alles relativ!).

Staaten sind souverän aber es gibt eine Schwelle, ab der ein Staat sein Recht auf Souveränität in der Weltgemeinschaft verliert. Z.B. Deutschland durch die Angriffskriege und die Judenverfolgung, div. Regimes in Nahost (Libyen, Syrien aktuell) und NK ist sicher auch so ein Fall.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.04.2018, 20:49 
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We Will Rock Kim: Premiere in Pjöngjang.
Zitat:
Erstmals seit mehr als zehn Jahren sind wieder südkoreanische Musiker in Nordkorea aufgetreten. Unter den Besuchern im Großen Theater von Pjöngjang: Machthaber Kim Jong Un.
(Lügenpresse -äh- tagesschau.de)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.04.2018, 21:09 
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Kim Knopf reist zum Kaiser von China

(ein Zug windet sich durch die Landschaft..)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 27.04.2018, 18:51 
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nahhh?? bislang keine Kommentare unserer Korea-Experten? war doch ein "dieser Tag wird in die Weltgeschichte eingehen" Tag

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Reue ist Verstand der zu spaet kommt

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 27.04.2018, 21:53 
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